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Groups > ger.ct > #457043 > unrolled thread

Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben?

Started byherwig.huener@t-online.de
First post2020-07-10 15:03 -0700
Last post2020-07-12 03:50 -0700
Articles 17 — 13 participants

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Contents

  Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben? herwig.huener@t-online.de - 2020-07-10 15:03 -0700
    Re: Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben? Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2020-07-11 00:54 +0200
      Re: Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben? Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2020-07-11 08:49 -0400
      Re: Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben? Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2020-07-11 15:26 +0200
        Re: Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben? Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2020-07-11 13:30 +0000
          Re: Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben? Ulf.Kutzner@web.de - 2020-07-11 06:54 -0700
          Re: Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben? Claus D. Arnold <cdanews@arcor.de> - 2020-07-12 12:29 +0200
      Re: Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben? Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2020-07-13 06:30 -0700
    Re: Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben? Dorothee Hermann <DorotheeHermann@gmx.net> - 2020-07-11 02:48 +0200
      Re: Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben? Martin Pochert <pochert.no.spam@gmx.de> - 2020-07-11 14:51 +0200
        Re: Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben? Ulrich Weise <ulrich.weise@t-online.de> - 2020-07-12 11:37 +0200
    Re: Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben? Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2020-07-11 09:34 +0200
    Re: Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben? Martin Pochert <pochert.no.spam@gmx.de> - 2020-07-11 11:03 +0200
      Re: Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben? Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2020-07-12 12:03 +0200
        Re: Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben? Martin Pochert <pochert.no.spam@gmx.de> - 2020-07-12 12:31 +0200
          Re: Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben? Martin Pochert <pochert.no.spam@gmx.de> - 2020-07-12 13:19 +0200
        Re: Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben? herwig.huener@t-online.de - 2020-07-12 03:50 -0700

#457043 — Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben?

Fromherwig.huener@t-online.de
Date2020-07-10 15:03 -0700
SubjectMoonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben?
Message-ID<1c4e0136-6c6c-4f8e-a051-2d6905a1794bo@googlegroups.com>
2020-07-11 00:04:00 +0200

Ist da schon wieder eine ausgeuferte
Politische Korrektheit am Werke?

Wohl jeder hier kennt den James-Bond-Film
"MoonRaker" mit Roger Moore in der HauptRolle.

In diesem Film tritt "Der Beisser" (Richard
Kiel) auf, und ein kleines Mädchen. Die beiden
lernen sich kennen, als sie gemeinsam mit der
SeilBahn auf dem ZuckerHut in Rio abstürzen.
Der Beisser lächelt in seiner unvergleichlichen
Art das Mädchen an - und sie lächelt zurück -
mit einer unübersehbaren ZahnSpange. Klar,
dass sie sich ineinander verlieben.

In der FilmVariante bei Amazon Prime ist die
ZahnSpange verschwunden. Wieso das denn? Da
ist doch eine ganz wichtige Pointe
weggeschmissen worden. Und eine ZahnSpange
zu tragen ist ja nicht im mindesten
diskriminierbar - es ist ja auch nur
eine temporäre Massnahme.

Ich habe eben noch ein bischen gegoogelt -
anderen ist das auch aufgefallen. Mein
Gedächtnis spielt mir keinen Streich.

Herwig

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#457045

FromHergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de>
Date2020-07-11 00:54 +0200
Message-ID<l58ntg-pbu2.ln1@hergen.spdns.de>
In reply to#457043
Am 11.07.20 um 00:03 schrieb herwig.huener@t-online.de:

> In der FilmVariante bei Amazon Prime ist die
> ZahnSpange verschwunden. Wieso das denn?

Vermutlich die in der amerikanischen Medienwelt allgegenwärtige 
Political Correctness. Auf dem Bildschirm (und leider zu einem gewissen 
Grad auch in der Realität) hat ein Mädchen perfekt dem von der 
Modeindustrie vorgegebenen Idealbild zu entsprechen, für Makel und 
Diversität ist kein Platz. Genau wie der Held zwar wild um sich 
schießen, dabei aber niemals zuerst abdrücken darf. Und so weiter.

Das kommt dann wohl heraus, wenn ein europäischer Film durch die Zensur 
eines US-Konzerns gelaufen ist und gnadenlos auf Konformität getrimmt wurde.

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#457095

FromFidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de>
Date2020-07-11 08:49 -0400
Message-ID<reccg0$65b$1@dont-email.me>
In reply to#457045
Salve allerseits,

Hergen Lehmann schrieb:
> Am 11.07.20 um 00:03 schrieb herwig.huener@t-online.de:
> 
>> In der FilmVariante bei Amazon Prime ist die ZahnSpange
>> verschwunden. Wieso das denn?
> 
> Vermutlich die in der amerikanischen Medienwelt allgegenwärtige 
> Political Correctness. Auf dem Bildschirm (und leider zu einem gewissen 
> Grad auch in der Realität) hat ein Mädchen perfekt dem von der 
> Modeindustrie vorgegebenen Idealbild zu entsprechen, für Makel und 
> Diversität ist kein Platz. Genau wie der Held zwar wild um sich 
> schießen, dabei aber niemals zuerst abdrücken darf. Und so weiter.
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| Ein Freund rief an, um mich auf einen Text bei „Bento“ aufmerksam zu
| machen. Für alle Leser, die nicht auf Anhieb wissen, wovon die Rede ist:
| „Bento“ ist die junge, digitale Ausgabe des „Spiegel“. Eine Art
| Online-„Bravo“ für die Generation Y. Oder sind wir inzwischen bei der
| Generation Z angelangt? Ich glaube, ich habe bei der
| Generationenbenennung den Überblick verloren. Egal, in jedem Fall
| richtet sich der „Spiegel“ mit „Bento“ an die politisch bewusste Jugend,
| von der es heißt, dass wir mehr auf sie hören sollten.
|
| Der Freund ist verheiratet und hat drei Kinder im Schulalter. Er ist
| also eindeutig über das „Bento“-Alter hinaus. Aber ich habe den
| Eindruck, er liest alles, was dort steht. Es ist wie eine Sucht. Manche
| Menschen begeistern sich für Zierfische. Andere wollen so viel wie
| möglich über das geheime Leben der Bäume wissen. Sein Hobby sind die
| Zwangsideen der sogenannten Millennials.
|
| Ich kann ihn in gewisser Weise verstehen. Wenn es „Bento“ nicht gäbe,
| müsste man es erfinden. Wo sonst bekommt man einen so tiefen Einblick in
| die Lebens- und Vorstellungswelt junger, politisch nachhaltig
| sozialisierter Menschen? Ich finde schon den Titel genial. Klingt wie
| eine dieser Sushi-Boxen, die sie am Flughafen anbieten. Total gesund und
| trotzdem hip.
|
| Eine typische Woche auf „Bento“ geht so: Am Montag berichtet eine
| Autorin über die Angst, auf die Straße zu gehen, weil sie am Tag zuvor
| beim Coffee-Shop den Kaffee aus Nachlässigkeit in einen Pappbecher hat
| füllen lassen, statt wie sonst in einen ihrer eigenen
| Mehrweg-Coffee-to-go-Cups, von denen sie im Übrigen drei besitzt, wie
| sie die Leser wissen lässt, damit ihr genau ein solches Missgeschick
| nicht passiert. Jetzt fürchtet sie, dass eine riesige Empörungswelle
| über ihr zusammenschlägt, weil jemand sie mit dem Pappbecher gesehen
| hat, was wiederum auf „Bento“ zu 200 Zeilen über „Meine Angst vor dem
| Shitstorm“ führt.
|
| *Nie wieder Wein statt Armutstalk*
|
| Tags darauf geht ein Redakteur der Frage nach, was es über ihn aussagt,
| wenn er noch nie eine schwarze Freundin hatte (oder war das die
| „Zeit“?). Dann macht sich eine Redakteurin Vorwürfe, dass sie auf Partys
| manchmal einfach ein Glas Wein trinkt, statt die Umstehenden mit Fragen
| zu löchern, warum sie nicht die Hälfte ihres Gehalts zur Linderung des
| Elends in Afrika spenden. Der Artikel endet mit dem Versprechen, sich
| keine Pause mehr zu gönnen, auch nicht auf Partys. Nie wieder Wein statt
| Armutstalk, nie wieder belangloses Geplänkel: „Ich weiß, dass ich damit
| aufhören muss. Weil es das absolut Mindeste ist, was ich tun kann.“
|
| Was das politische Bewusstsein angeht, ist der „Bento“- Redakteur kaum
| zu toppen. In der Hinsicht macht ihm so schnell keiner was vor. Leider
| korrespondiert die Bewusstseinsstufe nicht mit der ökonomischen
| Anerkennung. Vor ein paar Wochen hat der „Spiegel“ verkündet, die Seite
| einstellen zu wollen, wegen Erfolglosigkeit. Im Herbst ist Schluss, dann
| müssen sich die Redakteure nach einem neuen Job umsehen.
|
| Auch ein paar Straßen weiter, am Hamburger Speersort bei der
| erfolgsverwöhnten „Zeit“, hat man sich entschlossen, den Jugendableger
| stillzulegen. „Ze.tt“ heißt das Angebot dort. Es ist im Prinzip das
| Gleiche wie „Bento“, nur noch ökobewusster und veganer. Auch hier heißt
| es, dass man für das hoffnungsvoll gestartete Programm leider keine
| wirtschaftliche Perspektive sehe.
|
| *Niederlage für journalistischen Aktivismus*
|
| Die Einstellungsankündigungen wurden in den Branchendiensten vermerkt,
| aber darüber hinaus haben sie kaum Beachtung gefunden. Ich halte das für
| einen Fehler. Ich glaube, dass sich aus dem Ende für die politisch
| korrekten Jugendmagazine etwas Grundsätzliches ableiten lässt. Das Aus
| für „Bento“ und „Ze.tt“ ist aus meiner Sicht nicht nur eine Niederlage
| für eine bestimmte Form des journalistischen Aktivismus: Es lässt ganz
| prinzipiell Rückschlüsse zu auf die Attraktivität von politischen
| Angeboten, denen angeblich die Zukunft gehört.
|
| Wenn man die Grüne Jugend ein Magazin erstellen ließe, sähe es ziemlich
| genau so aus wie die von „Spiegel“ und „Zeit“ ersonnenen
| Millennial-Ausgaben.
|
| [...]
|
| Von außen betrachtet mag das eine oder andere etwas überspannt wirken.
| Aber man sollte sich nicht täuschen: Was bei den Jugendausgaben in
| exaltierter Form hervortritt, ist für eine ganze Generation von
| Journalisten inzwischen Leitlinie. Die 30- bis 35-Jährigen, die jetzt in
| die Redaktionen drängen, beherrschen alle das Vokabular des akademischen
| Milieus, dem sie entstammen, eine Mischung aus Politsoziologendeutsch
| und Befindlichkeitssprache, die stets ein wenig geschwollen klingt, aber
| eben auch sehr bedeutend und vor allem wahnsinnig einfühlsam.
|
| Auf der Suche nach einer Erklärung für das Scheitern heißt es jetzt, die
| Corona-Krise habe die ökonomischen Aussichten verdüstert. Aber das ist
| Unsinn. Corona ist nur der Anlass, die Einstellung zu verkünden. In
| Wahrheit haben die Jugendplattformen nie die Quoten gehabt, die es
| brauchte, um einigermaßen kostendeckend zu arbeiten. „Bento“ und „Ze.tt“
| lebten von der Behauptung, eine Generation zu vertreten, die queer, grün
| und gendergerecht denkt. Wie sich zeigt, ist diese Generation nicht viel
| größer als der Studiengang, dem seine Protagonisten entstammen.
|
| *Die brutale Realität des Internets*
|
| Das Internet kann brutal sein. Solange man keine verlässlichen Zahlen
| hat, darf jeder an seine eigene Wahrheit und auch Wichtigkeit glauben.
| Ich habe noch nie einen Leitartikel-Schreiber getroffen, der nicht
| selbstverständlich davon ausging, dass der geneigte Leser als Erstes den
| Blick auf seinen donnernden Kommentar richten würde, wie die Kanzlerin
| den Konflikt im Südchinesischen Meer lösen müsse. In der Online-Welt
| weiß man bis auf den letzten Klick, wie viele Leser wirklich
| interessiert, was die Kanzlerin jetzt im Südchinesischen Meer tun sollte.
|
| Die Desillusionierung durch die Zahlen ist altersunabhängig. Sie trifft
| die junge migrantisch bewegte Feministin, die denkt, dass die ganze Welt
| Anteil an ihrem Schicksal nimmt, ebenso wie den von ihr verachteten
| alten weißen Mann. Man kann sich auch nicht mehr damit herausreden, dass
| einen das Old-Boys-Netzwerk davon abgehalten hätte, groß herauszukommen.
| Alles, was es heute braucht, um berühmt zu werden, ist ein Podigee-Abo
| oder ein Wordpress-Account.
|
| *Das Problem mit dem Zirkelschluss*
|
| Dass man aus dem Stand heraus zum Netzphänomen werden kann, hat gerade
| die Stand-up-Komödiantin Sarah Cooper mit ihren Trump-Imitationen
| bewiesen. Jedes ihrer über TikTok verbreiteten Videos erreicht ein paar
| Millionen Menschen. Wenn das Genderprogramm eine solche Granate wäre,
| wie immer behauptet, dann müssten die Zahlen auch hier durch die Decke
| gehen. In Wahrheit schaffen es die Betreiber netzfeministischer Blogs
| kaum, ihre Serverkosten zu decken. Es braucht eben etwas mehr als
| Gesinnung, um sich durchzusetzen. Witz und Sprachtalent wären, zum
| Beispiel, ganz hilfreich.
|
| Das Phänomen der relativen Größe lässt sich auch im politischen Raum
| beobachten. Nur weil ein Thema auf dem Strategiekongress der Jusos ein
| Riesenhit ist, heißt nicht, dass es auch die Wähler begeistert. Oft
| verhält es sich sogar genau umgekehrt. Wie viele Leute mögen vergangene
| Woche beim Großskandal um Sigmar Gabriel mitgefiebert haben? Oder davor
| bei der medialen Riesenaufregung um Philipp Amthor? Ich kenne das aus
| Redaktionskonferenzen, wo sich Leute die Köpfe über ein Thema heißreden,
| das außerhalb des Konferenzraums nur mäßig interessiert. Wurde lange
| genug gestritten, fällt unweigerlich der Satz, dass die Diskussion
| zeige, wie wichtig das Thema sei.
|
| Man nennt das einen Zirkelschluss. Er kann bei Leuten, die auf das
| Interesse des Publikums angewiesen sind, kreuzgefährlich sein.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-selbstbetrug-unter-journalisten-wenn-medien-einfach-eine-welt-erfinden_id_12198291.html>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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#457100

FromFrank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com>
Date2020-07-11 15:26 +0200
Message-ID<s0g7dbjocuda$.6o55s8x5azre$.dlg@40tude.net>
In reply to#457045
Am Sat, 11 Jul 2020 00:54:13 +0200 schrieb Hergen Lehmann:

> Am 11.07.20 um 00:03 schrieb herwig.huener@t-online.de:
> 
>> In der FilmVariante bei Amazon Prime ist die
>> ZahnSpange verschwunden. Wieso das denn?
> 
> Vermutlich die in der amerikanischen Medienwelt allgegenwärtige 
> Political Correctness. Auf dem Bildschirm (und leider zu einem gewissen 
> Grad auch in der Realität) hat ein Mädchen perfekt dem von der 
> Modeindustrie vorgegebenen Idealbild zu entsprechen, für Makel und 
> Diversität ist kein Platz. Genau wie der Held zwar wild um sich 
> schießen, dabei aber niemals zuerst abdrücken darf. Und so weiter.

Han shot first!

Grüße,

Frank

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#457102

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2020-07-11 13:30 +0000
Message-ID<receu1$3de$1@solani.org>
In reply to#457100
Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> wrote:
> Am Sat, 11 Jul 2020 00:54:13 +0200 schrieb Hergen Lehmann:
> 
>> Am 11.07.20 um 00:03 schrieb herwig.huener@t-online.de:
>> 
>>> In der FilmVariante bei Amazon Prime ist die
>>> ZahnSpange verschwunden. Wieso das denn?
>> 
>> Vermutlich die in der amerikanischen Medienwelt allgegenwärtige 
>> Political Correctness. Auf dem Bildschirm (und leider zu einem gewissen 
>> Grad auch in der Realität) hat ein Mädchen perfekt dem von der 
>> Modeindustrie vorgegebenen Idealbild zu entsprechen, für Makel und 
>> Diversität ist kein Platz. Genau wie der Held zwar wild um sich 
>> schießen, dabei aber niemals zuerst abdrücken darf. Und so weiter.
> 
> Han shot first!
> 
> Grüße,
> 
> Frank
> 

Der Mann ohne Namen auch! Schon in den 60ern!
Aber OK, das war Italien...



Wer noch auf dem Schlauch steht: Clint Eastwood, Dollar-Trilogie. Sergio
Leone.
-- 
please forgive my iPhone typos

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#457108

FromUlf.Kutzner@web.de
Date2020-07-11 06:54 -0700
Message-ID<f45e687a-a03b-4c0b-9cbe-66c9affff991o@googlegroups.com>
In reply to#457102
Am Samstag, 11. Juli 2020 15:30:53 UTC+2 schrieb Dr. Joachim Neudert:
 
> > Han shot first!

 
> Der Mann ohne Namen auch! Schon in den 60ern!
> Aber OK, das war Italien...
> 
> 
> 
> Wer noch auf dem Schlauch steht: Clint Eastwood,

Clinton Eastwood Jr. ist nun eindeutig Transatlantiker.

> Dollar-Trilogie. Sergio
> Leone.

Sehr sehenswerter Bericht über letzteren und
mit Interviewpassagen von eben jenem in der
Mediathek.

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#457265

FromClaus D. Arnold <cdanews@arcor.de>
Date2020-07-12 12:29 +0200
Message-ID<icplgftg5j1cvuq7k9876o0iedldim8r7k@4ax.com>
In reply to#457102
Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> schrieb:

>Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> wrote:
>> Am Sat, 11 Jul 2020 00:54:13 +0200 schrieb Hergen Lehmann:
>> 
>>> Am 11.07.20 um 00:03 schrieb herwig.huener@t-online.de:
>>> 
>>>> In der FilmVariante bei Amazon Prime ist die
>>>> ZahnSpange verschwunden. Wieso das denn?
>>> 
>>> Vermutlich die in der amerikanischen Medienwelt allgegenwärtige 
>>> Political Correctness. Auf dem Bildschirm (und leider zu einem gewissen 
>>> Grad auch in der Realität) hat ein Mädchen perfekt dem von der 
>>> Modeindustrie vorgegebenen Idealbild zu entsprechen, für Makel und 
>>> Diversität ist kein Platz. Genau wie der Held zwar wild um sich 
>>> schießen, dabei aber niemals zuerst abdrücken darf. Und so weiter.
>> 
>> Han shot first!
>> 
>> Grüße,
>> 
>> Frank
>> 
>
>Der Mann ohne Namen auch! Schon in den 60ern!
>Aber OK, das war Italien...

Galt doch für alle Westernduelle. Wer nicht als Erster schoss, hatte
die schlechteren Karten. Darwin eben.

Gruß

Claus D.

 

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#457456

FromLothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de>
Date2020-07-13 06:30 -0700
Message-ID<b13098d5-8ece-4fc3-aad0-d80add4102cco@googlegroups.com>
In reply to#457045
Hergen Lehmann tat kund:

> Am 11.07.20 um 00:03 schrieb herwig.huener@t-online.de:
> 
> > In der FilmVariante bei Amazon Prime ist die
> > ZahnSpange verschwunden. Wieso das denn?
> 
> Vermutlich die in der amerikanischen Medienwelt allgegenwärtige 
> Political Correctness. Auf dem Bildschirm (und leider zu einem gewissen 
> Grad auch in der Realität) hat ein Mädchen perfekt dem von der 
> Modeindustrie vorgegebenen Idealbild zu entsprechen, für Makel und 
> Diversität ist kein Platz. Genau wie der Held zwar wild um sich 
> schießen, dabei aber niemals zuerst abdrücken darf. Und so weiter.

Ist ja auch nicht nötig. Die Bösen
schießen viel, aber schlecht. Sie
treffen fast nie.

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#457046

FromDorothee Hermann <DorotheeHermann@gmx.net>
Date2020-07-11 02:48 +0200
Message-ID<hmsgj2Fr9agU1@mid.individual.net>
In reply to#457043
Am 11.07.20 um 00:03 schrieb Herwig Huener:

> Ist da schon wieder eine ausgeuferte Politische Korrektheit am 
> Werke? Wohl jeder hier kennt den James-Bond-Film "MoonRaker" mit 
> Roger Moore in der HauptRolle.

> In diesem Film tritt "Der Beisser" (Richard Kiel) auf, und ein 
> kleines Mädchen.
> Der Beisser lächelt in seiner unvergleichlichen Art das Mädchen an -
> und sie lächelt zurück - mit einer unübersehbaren ZahnSpange. 


Nein, ich kenne den Film nicht.
Aber hier
https://www.jamesbond.de/forum/viewtopic.php?t=6291
wird über Dein Problem geschrieben.

https://www.youtube.com/watch?v=rCFLgDsqh6Q
https://youtu.be/rCFLgDsqh6Q?t=47


Dorothee

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#457096

FromMartin Pochert <pochert.no.spam@gmx.de>
Date2020-07-11 14:51 +0200
Message-ID<recckl$18n$1@solani.org>
In reply to#457046
Am 11.07.2020 um 02:48 schrieb Dorothee Hermann:

> Nein, ich kenne den Film nicht.
> Aber hier
> https://www.jamesbond.de/forum/viewtopic.php?t=6291
> wird über Dein Problem geschrieben.
> 
> https://www.youtube.com/watch?v=rCFLgDsqh6Q
> https://youtu.be/rCFLgDsqh6Q?t=47

Interessant. Ich bin in diesem Fall auch vom Mandela-Effekt betroffen. 
Nicht das ich diese Szene jemals vorher mit irgendwem diskutiert hätte, 
von wegen weil der Mandela-Effekt eine kollektive Falscherinnerung 
bezeichnet. Jedenfalls kann ich mich in diesem Universum nicht dran 
erinnern. ;-)
Es muss wohl an der Suggestivkraft dieser Szene liegen: Großaufnahme auf 
das Gebiss vom Beißer, romantische Musik setzt ein, man weiß schon, was 
passieren wird. Dann Großaufnahme auf das Gesicht des Mädchens, sie 
beginnt zu lächeln...
Anscheinend wird die eigene Erwartung, was jetzt kommen wird, eher im 
Gedächtnis gespeichert als das, was dann tatsächlich passiert.

-- 
»Halt, Passagiere! Wer seid ihr, Wes Standes und Charakteres?
Niemand passieret hier durch, bis er den Paß mir gezeigt.«

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#457242

FromUlrich Weise <ulrich.weise@t-online.de>
Date2020-07-12 11:37 +0200
Message-ID<reelke$rep$1@solani.org>
In reply to#457096
Am Sat, 11 Jul 2020 14:51:31 +0200 schrieb Martin Pochert zum 
Thema:  Re: Moonraker: Wo ist die ZahnSpange geblieben?

>Am 11.07.2020 um 02:48 schrieb Dorothee Hermann:
>
>> Nein, ich kenne den Film nicht.
>> Aber hier
>> https://www.jamesbond.de/forum/viewtopic.php?t=6291
>> wird über Dein Problem geschrieben.
>> 
>> https://www.youtube.com/watch?v=rCFLgDsqh6Q
>> https://youtu.be/rCFLgDsqh6Q?t=47
>
>Interessant. Ich bin in diesem Fall auch vom Mandela-Effekt betroffen. 
>Nicht das ich diese Szene jemals vorher mit irgendwem diskutiert hätte, 
>von wegen weil der Mandela-Effekt eine kollektive Falscherinnerung 
>bezeichnet. Jedenfalls kann ich mich in diesem Universum nicht dran 
>erinnern. ;-)
>Es muss wohl an der Suggestivkraft dieser Szene liegen: Großaufnahme auf 
>das Gebiss vom Beißer, romantische Musik setzt ein, man weiß schon, was 
>passieren wird. Dann Großaufnahme auf das Gesicht des Mädchens, sie 
>beginnt zu lächeln...
>Anscheinend wird die eigene Erwartung, was jetzt kommen wird, eher im 
>Gedächtnis gespeichert als das, was dann tatsächlich passiert.

+1.

Hab jetzt da erstmal meine Frau gefragt. Die unterliegt nicht dem
Mandela-Effekt. ;-)

Ich habe mir daraufhin nochmal die Szene auf meiner DVD angeschaut
(1:06:00), und tatsächlich, Dolly hatte nie eine Zahnspange. Die Zähne
glänzen zwar etwas, aber kein Eisen.
Noch deutlicher ab 1:52:00, wo sie mit Beißer einen Sekt trinkt.

Gued gohn,
           Ulrich

  

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#457064

FromAndreas Fecht <forum@aftec.de>
Date2020-07-11 09:34 +0200
Message-ID<rebq1h$guc$1@solani.org>
In reply to#457043
Am 11.07.2020 um 00:03 schrieb herwig.huener@t-online.de:
> 
> In der FilmVariante bei Amazon Prime ist die
> ZahnSpange verschwunden. Wieso das denn? Da
> ist doch eine ganz wichtige Pointe
> weggeschmissen worden. Und eine ZahnSpange
> zu tragen ist ja nicht im mindesten
> diskriminierbar - es ist ja auch nur
> eine temporäre Massnahme.

Ich würde sogar behaupten, dass es zur Zeit sogar umgekehrt ist.

Die jungen Mädels wollen heutzutage unbedingt eine Zahnspange haben, 
damit sie auch so "cool" rüberkommen wie ihre angehimmelten Youtube-Stars.

Gruß Andreas

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#457077

FromMartin Pochert <pochert.no.spam@gmx.de>
Date2020-07-11 11:03 +0200
Message-ID<rebv9g$lam$1@solani.org>
In reply to#457043
Am 11.07.2020 um 00:03 schrieb herwig.huener@t-online.de:

> In der FilmVariante bei Amazon Prime ist die
> ZahnSpange verschwunden. Wieso das denn? Da
> ist doch eine ganz wichtige Pointe
> weggeschmissen worden. Und eine ZahnSpange
> zu tragen ist ja nicht im mindesten
> diskriminierbar - es ist ja auch nur
> eine temporäre Massnahme.

Da bin ich aber froh, dass ich den als (legale) Kopie auf meiner 
Festplatte habe.
(Aus dem Fernsehen, Werbung liebevoll entfernt. Fernsehen ist dieses 
Medium ohne "on demand")
Das Senderlogo stört kaum, willste kaufen? :-)

-- 
»Halt, Passagiere! Wer seid ihr, Wes Standes und Charakteres?
Niemand passieret hier durch, bis er den Paß mir gezeigt.«

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#457254

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2020-07-12 12:03 +0200
Message-ID<hn05fcFii27U3@mid.individual.net>
In reply to#457077
Martin Pochert <pochert.no.spam@gmx.de> writes:

> Am 11.07.2020 um 00:03 schrieb herwig.huener@t-online.de:
>
>> In der FilmVariante bei Amazon Prime ist die
>> ZahnSpange verschwunden. Wieso das denn? Da
>> ist doch eine ganz wichtige Pointe
>> weggeschmissen worden. Und eine ZahnSpange
>> zu tragen ist ja nicht im mindesten
>> diskriminierbar - es ist ja auch nur
>> eine temporäre Massnahme.
>
> Da bin ich aber froh, dass ich den als (legale) Kopie auf meiner
> Festplatte habe.
> (Aus dem Fernsehen, Werbung liebevoll entfernt. Fernsehen ist dieses
> Medium ohne "on demand")
> Das Senderlogo stört kaum, willste kaufen? :-)

Und ich bin froh, dass ger.ct die große Hollywood/Amazon/Zahnärzte-Verschwörung
aufgedeckt hat.

Und jetzt sollten sich hier mal einige was gegen ihre Paranoia
verschreiben lassen.

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#457266

FromMartin Pochert <pochert.no.spam@gmx.de>
Date2020-07-12 12:31 +0200
Message-ID<reeoq2$u6e$1@solani.org>
In reply to#457254
Am 12.07.2020 um 12:03 schrieb Michael Bode:

>>> In der FilmVariante bei Amazon Prime ist die
>>> ZahnSpange verschwunden. Wieso das denn? Da
>>> ist doch eine ganz wichtige Pointe
>>> weggeschmissen worden. Und eine ZahnSpange
>>> zu tragen ist ja nicht im mindesten
>>> diskriminierbar - es ist ja auch nur
>>> eine temporäre Massnahme.
>>
>> Da bin ich aber froh, dass ich den als (legale) Kopie auf meiner
>> Festplatte habe.
>> (Aus dem Fernsehen, Werbung liebevoll entfernt. Fernsehen ist dieses
>> Medium ohne "on demand")
>> Das Senderlogo stört kaum, willste kaufen? :-)
> 
> Und ich bin froh, dass ger.ct die große Hollywood/Amazon/Zahnärzte-Verschwörung
> aufgedeckt hat.
> 
> Und jetzt sollten sich hier mal einige was gegen ihre Paranoia
> verschreiben lassen.

Und ich will, dass die Philadelphia-Experimente sofort beendet, und der 
alte Zustand des Universums wiederhergestellt werden. Damit das Steak 
wieder ganz köstlich schmeckt, und der Kaffee wieder nach Kaffee. :-)



-- 
»Halt, Passagiere! Wer seid ihr, Wes Standes und Charakteres?
Niemand passieret hier durch, bis er den Paß mir gezeigt.«

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#457278

FromMartin Pochert <pochert.no.spam@gmx.de>
Date2020-07-12 13:19 +0200
Message-ID<reerjo$vp$1@solani.org>
In reply to#457266
Am 12.07.2020 um 12:55 schrieb Hermann Riemann:
> Am 12.07.20 um 12:31 schrieb Martin Pochert:
> 
>> Und ich will, dass die Philadelphia-Experimente sofort beendet, und 
>> der alte Zustand des Universums wiederhergestellt werden. Damit das 
>> Steak wieder ganz köstlich schmeckt, und der Kaffee wieder nach 
>> Kaffee. :-)
> 
> https://matrix.fandom.com/wiki/Cypher
> beim Treffen mit Agent Smith?

Genau! :-)

> Hermann
>     in der falschen Matrix weil Fertigprodukte
>     nach Kunststoff schmecken?

Das kann ich definitionsgemäß nicht wissen.
Aber ich befürchte, dass ich dem Mandela-Effekt-Meme unterliegen könnte, 
dass früher alles besser gewesen sei.

Übrigens ist es ja so, das wirklich viele bis zur Unbrauchbarkeit 
beschnittene Filmversionen kursieren.
Ich habe mal eine Terminator-DVD geschenkt bekommen, in der 
Jugendfrei-Version. Aufgeblasen auf 16:9 Fernsehformat war dabei noch 
nicht mal das schlimmste. Aber die ganze Szene fehlte, in der sich der 
Terminator am Waschbecken sein zerschossenes Auge rauspult, das geht ja 
mal gar nicht.
Da schau ich dann lieber kleiner König Kalle Wirsch, mein Gott, was war 
das gruselig aus der Perspektive des Kindes. :-)



-- 
»Halt, Passagiere! Wer seid ihr, Wes Standes und Charakteres?
Niemand passieret hier durch, bis er den Paß mir gezeigt.«

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#457273

Fromherwig.huener@t-online.de
Date2020-07-12 03:50 -0700
Message-ID<c1e4099f-2c95-4f1e-aee1-642256012a05o@googlegroups.com>
In reply to#457254
2020-07-12 12:50:00 +0200

> ...

> Und jetzt sollten sich hier mal einige was gegen ihre Paranoia
> verschreiben lassen.

Was hat die Überprüfung der eigenen GedächtnisLeistung
mit Paranoia zu tun?

Herwig

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