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Groups > ger.ct > #324652 > unrolled thread

wahl 2017 (passt hier nicht ganz her ;)

Started byDonCaron <d.caron2000@gmail.com>
First post2017-10-09 17:06 +0200
Last post2017-10-16 12:57 +0200
Articles 8 — 5 participants

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Contents

  wahl 2017 (passt hier nicht ganz her ;) DonCaron <d.caron2000@gmail.com> - 2017-10-09 17:06 +0200
    Re: wahl 2017 (passt hier nicht ganz her ;) "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-10-09 17:25 +0200
      Re: wahl 2017 (passt hier nicht ganz her ;) Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2017-10-10 00:05 +0200
        Re: wahl 2017 (passt hier nicht ganz her ;) Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2017-10-10 07:21 +0200
          Re: wahl 2017 (passt hier nicht ganz her ;) Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2017-10-10 07:25 +0200
          Re: wahl 2017 (passt hier nicht ganz her ;) "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-10-10 07:47 +0200
            Re: wahl 2017 (passt hier nicht ganz her ;) Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2017-10-11 00:04 +0200
      Re: wahl 2017 (passt hier nicht ganz her ;) Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-10-16 12:57 +0200

#324652 — wahl 2017 (passt hier nicht ganz her ;)

FromDonCaron <d.caron2000@gmail.com>
Date2017-10-09 17:06 +0200
Subjectwahl 2017 (passt hier nicht ganz her ;)
Message-ID<f41hjgFb9t2U1@mid.individual.net>
hab mal gerade nachgeschaut, bei Wahl 2017 lag die CSU mit 6.2% weit 
hinten. aufspielen tut sie sich aber als ob sie die stärkste Partei 
wäre. lästerlich gefragt: was wäre eigentlich wenn die CSU die 5% nicht 
erreicht? isse dann draußen?(Hosianna :-P  )
-- 
Don Caron

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#324653

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2017-10-09 17:25 +0200
Message-ID<org4d0$625$1@news.albasani.net>
In reply to#324652
Am 09.10.17 um 17:06 schrieb DonCaron:
> hab mal gerade nachgeschaut, bei Wahl 2017 lag die CSU mit 6.2% weit
> hinten. aufspielen tut sie sich aber als ob sie die stärkste Partei
> wäre. lästerlich gefragt: was wäre eigentlich wenn die CSU die 5% nicht
> erreicht? isse dann draußen?(Hosianna :-P  )


Mal so gesagt: Ohne CSU hat weder Jamaica, noch eine  große Koalition
noch eine Mehrheit im Bundestag.

SPD+CDU gehen 2 Sitze ab,

FDP+CDU+Grünen gehen noch viel mehr Sitze ab.

Das bedeutet: nie hatte die CSU mehr Macht bundespolitisch, als gerade
jetzt.

Denn bisher hieß es in der GroKo: Mensch Horst, schon gut. Dann geht ihr
halt in die Opposition, auch recht.
Aber das geht jetzt nicht mehr.

Amazing facts, gell?


(und natürlich würde die CSU auch ohne Koalition mit der CDU arbeiten
können, dann gälte die 5% Hürde für sie aber dann tritt sie bundesweit
auf. Markus Söder hätte gute Chancen wahrgenommen zu werden bundesweit,
und Stimmen zu bekommen).

Disclaimer: ich wähle die bekanntlich nicht.

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#324662

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2017-10-10 00:05 +0200
Message-ID<r2sntcpamhg39un03u8olngr5prdjnnrr3@4ax.com>
In reply to#324653
"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> schrieb:

Hierher paßt bekanntlich alles.

>(und natürlich würde die CSU auch ohne Koalition mit der CDU arbeiten
>können, dann gälte die 5% Hürde für sie, aber dann tritt sie bundesweit
>auf. Markus Söder hätte gute Chancen, wahrgenommen zu werden bundesweit,
>und Stimmen zu bekommen).

Die CSU käme selbst mit ihrem aktuell ziemlich reduzierten Wahlergebnis
in den Bundestag, und zwar sowohl nach der Prozentzahl (Das bayrische
Wahlergebnis allein reicht für > 5% bundesweit) als auch nach der Zahl
der gewonnenen Direktmandate (in jedem Fall mehr als 3).

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#324665

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2017-10-10 07:21 +0200
Message-ID<f433m1Fm5u8U1@mid.individual.net>
In reply to#324662
Am 10.10.2017 um 00:05 schrieb Martin Gerdes:

> Die CSU käme selbst mit ihrem aktuell ziemlich reduzierten Wahlergebnis
> in den Bundestag, und zwar sowohl nach der Prozentzahl (Das bayrische
> Wahlergebnis allein reicht für > 5% bundesweit) als auch nach der Zahl
> der gewonnenen Direktmandate (in jedem Fall mehr als 3).

Dann käme die CDU auch in Bayern.

Hermann
    der gerade an die Analogie
    SPD Linke
    CDU CSU
    denkt.

-- 
http://www.hermann-riemann.de

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#324666

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2017-10-10 07:25 +0200
Message-ID<f433tuFm90eU1@mid.individual.net>
In reply to#324665
Am 10.10.2017 um 07:21 schrieb Hermann Riemann:

> Hermann
>     der gerade an die Analogie
>     SPD Linke
>     CDU CSU
>     denkt.

Ergänzung?
   windows  OS X

Hermann
    der bei nicht ganz den Rest ergänzt hat.

-- 
http://www.hermann-riemann.de

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#324668

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2017-10-10 07:47 +0200
Message-ID<orhmu1$jn1$1@news.albasani.net>
In reply to#324665
Am 10.10.17 um 07:21 schrieb Hermann Riemann:
> Am 10.10.2017 um 00:05 schrieb Martin Gerdes:
> 
>> Die CSU käme selbst mit ihrem aktuell ziemlich reduzierten Wahlergebnis
>> in den Bundestag, und zwar sowohl nach der Prozentzahl (Das bayrische
>> Wahlergebnis allein reicht für > 5% bundesweit) als auch nach der Zahl
>> der gewonnenen Direktmandate (in jedem Fall mehr als 3).
> 
> Dann käme die CDU auch in Bayern.
> 
> Hermann
>    der gerade an die Analogie
>    SPD Linke
>    CDU CSU
>    denkt.
> 


Falsch.
Richtig ist:

SPD 	Linke
CDU/CSU	AfD

AfD und Linke sind die nicht koalitionsfähigen Parias am linken und
rechten Rand des Spektrums (de facto, die Einstufung ist nicht von mir,
sondern entstammt einfach- der Realität...)
Die CSU ist demokratisch gut legitimiert, koalitions- und
regierungsfähig, hat seit Jahrzehnten Regierungsverantwortung und ist
daher beweisen kompromißfähig.

Großer Unterschied.

Und Bayerns Bürger sind mit den gemachten Erfahrungen mit ihrer
CSU-Landesregierung recht zufrieden. Seehofer müsste weg, dann haben sie
2018 wieder 48%.  Die 38% jetzt gab es, weil viele Leute Frau Merkel
(und Herrn Seehofer) nicht mehr unterstützen wollten.

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#324724

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2017-10-11 00:04 +0200
Message-ID<5ggqtcd3cu0lgid3n8vkldoqge8tmu16ot@4ax.com>
In reply to#324668
"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> schrieb:

>Und Bayerns Bürger sind mit den gemachten Erfahrungen mit ihrer
>CSU-Landesregierung recht zufrieden. 

Man sieht jetzt am Wahlergebnis und wird es erst recht am Wahlergebnis
der Landtagswahl im nächsten Jahr sehen. 

Nicht von ungefährt agiert die lose Kanone Seehofer aktuell noch loser
als sonst.

>Seehofer müsste weg, dann haben sie 2018 wieder 48%.  

Wollen wir wetten? 

>Die 38% jetzt gab es, weil viele Leute Frau Merkel
>(und Herrn Seehofer) nicht mehr unterstützen wollten.

Lebenslügen sind bisweilen zählebig. 
Aber am Ende trügen sie doch.

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#325321

FromFidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de>
Date2017-10-16 12:57 +0200
Message-ID<os23a4$ej8$1@dont-email.me>
In reply to#324653
Salve allerseits,

Dr. Joachim Neudert schrieb:
> Am 09.10.17 um 17:06 schrieb DonCaron:
>> hab mal gerade nachgeschaut, bei Wahl 2017 lag die CSU mit 6.2% weit
>> hinten. aufspielen tut sie sich aber als ob sie die stärkste Partei
>> wäre. lästerlich gefragt: was wäre eigentlich wenn die CSU die 5% nicht
>> erreicht? isse dann draußen?(Hosianna :-P  )
> 
> Mal so gesagt: Ohne CSU hat weder Jamaica, noch eine  große Koalition
> noch eine Mehrheit im Bundestag.
> 
> SPD+CDU gehen 2 Sitze ab,
> 
> FDP+CDU+Grünen gehen noch viel mehr Sitze ab.
> 
> Das bedeutet: nie hatte die CSU mehr Macht bundespolitisch, als gerade
> jetzt.
> 
> Denn bisher hieß es in der GroKo: Mensch Horst, schon gut. Dann geht ihr
> halt in die Opposition, auch recht.
> Aber das geht jetzt nicht mehr.
> 
> Amazing facts, gell?
> 
--- <hier abknabbern> ---
Es ist eine Weile her, dass Generalsekretär Peter Tauber zum letzten Mal
in der CDU-Parteizentrale in Berlin stehen und eine Niederlage verkünden
musste. Schließlich hat die CDU die letzten drei Landtagswahlen alle
gewonnen, darunter so wichtige wie die in Nordrhein-Westfalen. Die
Kommentierung der weniger erfolgreichen Bundestagswahl hatte dann vor
drei Wochen Parteichefin Angela Merkel selbst übernommen.

An diesem Sonntagabend aber ist es mal wieder soweit. "Ein achtbares
Ergebnis" habe die CDU in Niedersachsen erzielt, sagt Tauber zu den
knapp 34 Prozent für seine Partei. Und fügt hinzu: "Auch wenn wir uns
natürlich mehr erhofft hätten."

Das ist freundlich ausgedrückt für ein Ergebnis, das immerhin das
schlechteste der CDU in Niedersachsen seit 1959 ist. Und auch wenn die
Verluste im Vergleich zu 2013 sich mit zwei Prozentpunkten in Grenze
halten, ist das wenig tröstlich. Schließlich hatte die CDU 2013 die
Macht in Hannover verloren. Das Ergebnis war also auch damals schon ein
ziemlich schlechtes gewesen. Hinzu kommt: Noch im August hatte die CDU
in Umfragen bei 40 Prozent gelegen, ein Wahlsieg schien quasi schon sicher.

[...]

Und was bedeutet das alles nun für CDU-Chefin Angela Merkel und den
künftigen Kurs der Bundespartei, über den seit den enttäuschenden 32,9
Prozent für die Union bei der Bundestagswahl heftig diskutiert wird?

"Gar nichts", lautet die Verteidigungslinie, die Merkels Getreue am
Sonntagabend ausgeben. Vor allem landespolitische Ergebnisse seien für
dieses Ergebnis verantwortlich gewesen. Das beteuert nicht nur Tauber,
auch der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Michael
Grosse-Brömer, und der neue CDU-Ministerpräsident aus
Schleswig-Holstein, Daniel Günther, äußern sich ähnlich.
Minimalziel erreicht

Die Zufriedenheit mit der Arbeit der SPD-geführten Landesregierung sei
eben hoch gewesen, heißt es. Im Übrigen habe die CDU ihr Minimalziel ja
voraussichtlich erreicht: Rot-Grün sei abgewählt. Mitgedacht, wenn auch
nicht gesagt, wird da auch: Der niedersächsische Spitzenkandidat Bernd
Althusmann – ein besonnener, aber wenig charismatischer einstiger
Offizier – habe seine Chance eben nicht zu nutzen gewusst.

Ganz von der Hand zu weisen sind die landespolitischen Gründe in der Tat
nicht. Geschadet hat der CDU Umfragen zufolge vor allem, wie diese Wahl
überhaupt zustande kam. Dass die grüne Abgeordnete Elke Twesten durch
ihren Wechsel zur CDU die rot-grüne Mehrheit beendete, nahmen viele
Wähler der CDU übel.

Klar ist aber auch, dass es bei diesen Deutungen nicht bleiben wird.
Merkels Kritiker werden darauf hinweisen, dass die Wahl in Niedersachsen
auch deshalb verloren gegangen ist, weil die Bundestagswahl einen
Negativsog ausgelöst habe, dem Althusmann sich nicht entziehen konnte.
Merkels Motto nach der Bundestagswahl war, sie könne nicht erkennen, was
man nun anders machen solle. Das nehmen ihr viele Parteifreunde übel.
Sie werden vermuten, Merkels Unbeirrtheit könne mitverantwortlich für
die Wahlniederlage in Niedersachsen sein.

*Wie umgehen mit der AfD*?

So dürfte sich – auch angesichts des Triumphs der ÖVP in Österreich mit
stramm rechtem Kurs – die Debatte in der CDU verschärfen, wie man mit
der AfD künftig umgehen soll. Merkels Haltung: Indem man an dem
Mitte-Kurs festhält und ansonsten ein bisschen mehr Sozialpolitik macht.
Ihre Kritiker fordern dagegen schärfere Ansagen in Migrations- und
Integrationsfragen.
Diese Position vertritt besonders hart die CSU. Dass sich daran durch
die Wahl in Niedersachsen gewiss nichts geändert hat, macht
CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer denn auch bereits am Wahlabend
deutlich. Das Ergebnis  sei "ein erneutes Alarmsignal für die gesamte
Union", sagt er in der Berliner Runde des ZDF. Diese müsse sich so
ausrichten, dass sie "eine Maximalabdeckung" im bürgerlichen Lager habe.
Will heißen: Der rechte Flügel darf künftig nicht mehr vernachlässigt
werden.

Die nun anstehenden Jamaika-Verhandlungen mit FDP und Grünen werden für
Merkel nun nicht leichter. Die Konservativen in den eigenen Reihen
dürften Zugeständnisse vor allem an die Grünen jetzt vielmehr noch
kritischer beäugen.
Aber auch die Analyse des Bundestagswahlergebnisses, die Merkel ihrer
Partei für die Zeit nach der Niedersachsenwahl versprochen hat, dürfte
für die Kanzlerin nun noch unangenehmer ausfallen, als dies bei einem
Wahlsieg der Fall gewesen wäre. Mit Rücktrittsforderungen wird Merkel –
anders als dies bei SPD-Chef Martin Schulz im Falle einer erneuten
Wahlniederlage der Fall gewesen wäre – zwar nicht konfrontiert werden.
Aber der Druck, ihre Nachfolge zu regeln – auch indem sie Jüngeren in
der Partei eine Chance zur Profilierung gibt –, der hat mit dem heutigen
Abend sicher nicht abgenommen.
--- </hier abknabbern> ---

©<http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-10/cdu-angela-merkel-landtagswahl-niedersachsen>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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