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Groups > ger.ct > #313116 > unrolled thread

Akustisches Phänomen?

Started byJörg Barres <news@traicon.net>
First post2017-06-14 11:03 +0200
Last post2017-06-16 15:19 +0200
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Contents

  Akustisches Phänomen? Jörg Barres <news@traicon.net> - 2017-06-14 11:03 +0200
    Re: Akustisches Phänomen? Herwig AQSR <herwig.huener@t-online.de> - 2017-06-14 02:45 -0700
      Re: Akustisches Phänomen? Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2017-06-14 13:21 +0200
    Re: Akustisches Phänomen? Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2017-06-14 15:51 +0200
      Re: Akustisches Phänomen? Herwig AQSR <herwig.huener@t-online.de> - 2017-06-14 07:09 -0700
        Re: Akustisches Phänomen? Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2017-06-14 16:47 +0200
          Re: Akustisches Phänomen? Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2017-06-14 16:07 +0000
            Re: Akustisches Phänomen? Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2017-06-14 19:09 +0200
              Re: Akustisches Phänomen? Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2017-06-14 19:41 +0000
                Re: Akustisches Phänomen? Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2017-06-15 13:34 +0200
                  Re: Akustisches Phänomen? Herwig AQSR <herwig.huener@t-online.de> - 2017-06-15 04:45 -0700
                    Re: Akustisches Phänomen? Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2017-06-15 16:52 +0200
                  Re: Akustisches Phänomen? Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2017-06-15 12:04 +0000
                    Re: Akustisches Phänomen? Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2017-06-15 16:59 +0200
                      Re: Akustisches Phänomen? Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2017-06-15 16:19 +0000
                        Re: Akustisches Phänomen? Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2017-06-15 22:27 +0200
                          Re: Akustisches Phänomen? Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2017-06-15 22:07 +0000
                            Re: Akustisches Phänomen? Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2017-06-16 09:35 +0200
                              Re: Akustisches Phänomen? Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2017-06-16 08:27 +0000
                                Re: Akustisches Phänomen? Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2017-06-16 12:16 +0200
                                  Re: Akustisches Phänomen? Holger Marzen <holger@marzen.de> - 2017-06-16 10:28 +0000
                                    Re: Akustisches Phänomen? Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2017-06-16 14:30 +0200
                                  Re: Akustisches Phänomen? Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2017-06-18 11:59 +0000
                                    Re: Akustisches Phänomen? Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2017-06-18 22:44 +0200
    Re: Akustisches Phänomen? Andreas Karrer <ak-7a@gmx.ch> - 2017-06-14 15:13 +0000
      Re: Akustisches Phänomen? Herwig AQSR <herwig.huener@t-online.de> - 2017-06-14 14:34 -0700
    Re: Akustisches Phänomen? Holger Marzen <holger@marzen.de> - 2017-06-14 19:08 +0000
    Re: Akustisches Phänomen? Puerstinger Josef <nospam@puerstinger.cc> - 2017-06-16 08:15 +0000
      Re: Akustisches Phänomen? Herwig AQSR <herwig.huener@t-online.de> - 2017-06-17 15:13 -0700
    Re: Akustisches Phänomen? Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2017-06-16 15:19 +0200

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#313116 — Akustisches Phänomen?

FromJörg Barres <news@traicon.net>
Date2017-06-14 11:03 +0200
SubjectAkustisches Phänomen?
Message-ID<eqccfeFc0ukU1@mid.individual.net>
Hallo liebe ger.ct-ler,

ich habe mal eine Frage zu einem akustischen Phänomen, vielleicht habt 
ihr ja Erklärungen :-)

Also, unser Haus steht etwa 3km von der A8 entfernt, dazwischen ist ein 
Hügel, also keine direkte Sichtverbindung.

Morgens und Abends erscheint uns das "Rauschen" der Autobahn allerdings 
deutlich lauter als tagsüber oder nachts, ok, da fahren natürlich auch 
mehr Autos (Berufsverkehr etc.), aber ich würde es schon als signifikant 
lauter einstufen, zumal die A8 ja eh immer brechend voll ist.

Bislang dachte ich, ohne Sichtverbindung müßte der Schall zumindest 
deutlich "gemildert" werden, aber das passt ja hier nicht.

Meine aktuelle Theorie ist:

Wir wohnen direkt am Albaufstieg, morgens und abends ändern sich die 
Temperaturen deutlich, es bildet sich eine Art Übergangsschicht zwischen 
den verschieden temperierten Luftschichten, und der Schall wird quasi 
reflektiert und kommt so über den Hügel rüber.

Kann das sein oder ist das eher Quatsch und wir unterliegen einem rein 
subjektiven Eindruck?

Gemessen habe ich noch nichts, aber ich werde wohl mal mit meiner 
iPhone-App verschiedene Messungen durchführen, vielleicht sind ja 
tagsüber auch die sonstigen Geräuschpegel insgesamt so viel höher, dass 
die Autobahn nicht mehr so auffällt. Passt dann aber nicht für nachts.

Kennt jemand ein kleines Gerät, das Langzeitmessungen ermöglicht? Ideal 
wäre ein Mikro mit Netzwerkanschluss :-)

Schönen Tag euch allen,

Jörg

---
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#313129

FromHerwig AQSR <herwig.huener@t-online.de>
Date2017-06-14 02:45 -0700
Message-ID<94fbc5c7-360a-44c3-9204-622067fd2885@googlegroups.com>
In reply to#313116
2017-06-14 11:46:00 +0200

Dieser Effekt ist durchaus real, und er
kann dafür sorgen, dass man eine
vielbefahrene Strasse in 400 Meter
Entfernung entweder gar nicht hört,
oder sehr störend laut. Es ist in der
Tat die Beugung der SchallWellen in
verschieden warmen LuftSchichten.

Wenn man diese Effekte virtuos zu
verwenden versteht, kann man viele
Tricks machen - etwa ein UBoot gegen
Sonar unsichtbar, oder, wenn man eine
KernWaffe detoniert, zerbrochene
FensterScheiben in 200 km Entfernung,
und Stille in 50 km Entfernung.

Die Seismiker in der Geologie dürften
ebenfalls ihre Erfahrungen mit diesen
akustischen Abschattungen haben.

Herwig

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#313160

FromFrank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com>
Date2017-06-14 13:21 +0200
Message-ID<1ht9psz14qh3q$.1sj7nwctinmex.dlg@40tude.net>
In reply to#313129
Am Wed, 14 Jun 2017 02:45:38 -0700 (PDT) schrieb Herwig AQSR:

> Wenn man diese Effekte virtuos zu
> verwenden versteht, kann man viele
> Tricks machen - etwa ein UBoot gegen
> Sonar unsichtbar, oder, wenn man eine
> KernWaffe detoniert, zerbrochene
> FensterScheiben in 200 km Entfernung,
> und Stille in 50 km Entfernung.

Das ist eine überaus praktische Sache, dann fühlen sich die direkten
Nachbarn auch nicht so gestört.

Grüße,

Frank

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#313182

FromAndreas Fecht <forum@aftec.de>
Date2017-06-14 15:51 +0200
Message-ID<ohrf15$och$1@solani.org>
In reply to#313116
Jörg Barres schrieb:
> Hallo liebe ger.ct-ler,
>
> ich habe mal eine Frage zu einem akustischen Phänomen, vielleicht habt ihr ja
> Erklärungen :-)
>
> Also, unser Haus steht etwa 3km von der A8 entfernt, dazwischen ist ein Hügel,
> also keine direkte Sichtverbindung.
>
> Morgens und Abends erscheint uns das "Rauschen" der Autobahn allerdings deutlich
> lauter als tagsüber oder nachts, ok, da fahren natürlich auch mehr Autos
> (Berufsverkehr etc.), aber ich würde es schon als signifikant lauter einstufen,
> zumal die A8 ja eh immer brechend voll ist.
>

Es könnte sein, dass die Schallausbreitung eine Rolle spielt.

Wenn die Straße wirklich voll ist, erzeugt sie eine Zylinderwelle
(Schalldruckabfall mir 1/r).

Wenn größere Lücken zwischen den Autos sind, ergibt das einzelne Kugelwellen 
(Schalldruckabfall mit 1/r²).

Ab einer gewissen Verkehrsdichte wird's dadurch plötzlich lauter.

>
> Kennt jemand ein kleines Gerät, das Langzeitmessungen ermöglicht? Ideal wäre ein
> Mikro mit Netzwerkanschluss :-)
>

Lärmmessungen macht man üblicherweise mit Verkehrszählungen,
alles andere wird grottefalsch (bloß kein Mikrofon benutzen).

Gruß Andreas

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#313187

FromHerwig AQSR <herwig.huener@t-online.de>
Date2017-06-14 07:09 -0700
Message-ID<227302d2-67ff-4cdd-af51-e80975f73eba@googlegroups.com>
In reply to#313182
2017-06-14 16:10:00 +0200

> ...

> Es könnte sein, dass die Schallausbreitung eine Rolle spielt.

Das ist immer so bei der SchallAusbreitung!

> Wenn die Straße wirklich voll ist, erzeugt sie eine Zylinderwelle
> (Schalldruckabfall mir 1/r).
> 
> Wenn größere Lücken zwischen den Autos sind, ergibt das einzelne Kugelwellen 
> (Schalldruckabfall mit 1/r²).
> 
> Ab einer gewissen Verkehrsdichte wird's dadurch plötzlich lauter.

Nein. Inkohärente WellenErzeuger kann man intensitätsmässig am Ort
des Empfangens aufaddieren. Kohärente WellenErzeuger ist eine andere Sache,
aber da muss man die PhasenLage der verschiedenen Quellen kennen.

Herwig

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#313194

FromAndreas Fecht <forum@aftec.de>
Date2017-06-14 16:47 +0200
Message-ID<ohri9v$q92$1@solani.org>
In reply to#313187
Herwig AQSR schrieb:
> 2017-06-14 16:10:00 +0200
>
>> ...
>
>> Es könnte sein, dass die Schallausbreitung eine Rolle spielt.
>
> Das ist immer so bei der SchallAusbreitung!
>
>> Wenn die Straße wirklich voll ist, erzeugt sie eine Zylinderwelle
>> (Schalldruckabfall mir 1/r).
>>
>> Wenn größere Lücken zwischen den Autos sind, ergibt das einzelne Kugelwellen
>> (Schalldruckabfall mit 1/r²).
>>
>> Ab einer gewissen Verkehrsdichte wird's dadurch plötzlich lauter.
>
> Nein. Inkohärente WellenErzeuger kann man intensitätsmässig am Ort
> des Empfangens aufaddieren. Kohärente WellenErzeuger ist eine andere Sache,
> aber da muss man die PhasenLage der verschiedenen Quellen kennen.
>
> Herwig

Bei dem vom mir beschriebenen Effekt geht es nicht darum, dass sich der Lärm der 
Einzelautos zu einem Gesamtpegel addiert, sondern um die Zunahme der Fläche auf 
die sich der Schall während der Ausbreitung verteilt.

Voll befahrene Straßen werden wie auch Züge bei Lärmmessungen wie lärmende lange 
Zylinder behandelt.

Wie stark der Effekt ist, hängt auch zusätzlich vom Hörabstand ab.
Vielleicht wohnt der OP in einem für diesen Effekt günstigen Abstand.

Gruß Andreas

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#313218

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2017-06-14 16:07 +0000
Message-ID<5t59415df2i5d2an3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#313194
On Wed, 14 Jun 2017 16:47:32 Andreas Fecht wrote:
> Herwig AQSR schrieb:
> > 2017-06-14 16:10:00 +0200
> >> Wenn die Straße wirklich voll ist, erzeugt sie eine Zylinderwelle
> >> (Schalldruckabfall mir 1/r).
>
> >> Wenn größere Lücken zwischen den Autos sind, ergibt das einzelne
> >> Kugelwellen (Schalldruckabfall mit 1/r²).

> >> Ab einer gewissen Verkehrsdichte wird's dadurch plötzlich
> >> lauter.

> > Nein. Inkohärente WellenErzeuger kann man intensitätsmässig am
> > Ort des Empfangens aufaddieren. [...]

> Bei dem vom mir beschriebenen Effekt geht es nicht darum, dass
> sich der Lärm der Einzelautos zu einem Gesamtpegel addiert,
> sondern um die Zunahme der Fläche auf die sich der Schall während
> der Ausbreitung verteilt.

Doch, natürlich geht es um die Addition des Lärms der Einzelautos,
denn ausser diesen ist ja keine Schallquelle vorhanden, die zum
Gesamtergebnis beiträgt.
 
> Voll befahrene Straßen werden wie auch Züge bei Lärmmessungen wie
> lärmende lange Zylinder behandelt.

Das kann und soll man tun, nicht zuletzt weil dadurch die Berechnung
massiv einfacher wird. Es ändert aber nichts am Grundprinzip: Der
zu 1/r^2 proportionale Zylinder setzt sich aus (im Grenzübergang
unendlich vielen, unendlich kleinen) Kugeln zusammen, die zu 1/r^3
proportional sind.

Das Endergebnis Deiner Betrachtung ist also richtig, aber es wird
nicht "plötzlich lauter", weil eine andere Formel Anwendung findet,
sondern es überlagert sich schlicht die zunehmende Anzahl an
Einzelereignissen.

> Wie stark der Effekt ist, hängt auch zusätzlich vom Hörabstand ab.
> Vielleicht wohnt der OP in einem für diesen Effekt günstigen
> Abstand.
 
Der da wäre? Das sind für Entfernungen > 0 alles sehr gutmütige,
monotone und stetig differenzierbare Funktionen.

Servus,
   Stefan

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#313232

FromAndreas Fecht <forum@aftec.de>
Date2017-06-14 19:09 +0200
Message-ID<ohrqkb$ven$1@solani.org>
In reply to#313218
Stefan Froehlich schrieb:

>> Voll befahrene Straßen werden wie auch Züge bei Lärmmessungen wie
>> lärmende lange Zylinder behandelt.
>
> Das kann und soll man tun, nicht zuletzt weil dadurch die Berechnung
> massiv einfacher wird. Es ändert aber nichts am Grundprinzip: Der
> zu 1/r^2 proportionale Zylinder setzt sich aus (im Grenzübergang
> unendlich vielen, unendlich kleinen) Kugeln zusammen, die zu 1/r^3
> proportional sind.
>
> Das Endergebnis Deiner Betrachtung ist also richtig, aber es wird
> nicht "plötzlich lauter", weil eine andere Formel Anwendung findet,
> sondern es überlagert sich schlicht die zunehmende Anzahl an
> Einzelereignissen.

O.K. anders ausgedrückt:

Wenn ich die gleiche Schallleistung mit einer zylindrischen Quelle abstrahle, 
die größer ist als die Wellenlänge, die sie abstrahlt mit einer kugelförmigen 
Punktschallquelle abstrahle, wird es in Entfernung X bei der Zylinderwelle 
lauter sein.

X ist dabei in ähnlicher Größenordnung wie die Länge des Zylinders.

Besser so?

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#313255

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2017-06-14 19:41 +0000
Message-ID<1t594190eai2079n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#313232
On Wed, 14 Jun 2017 19:09:36 Andreas Fecht wrote:
> Stefan Froehlich schrieb:
> >> Voll befahrene Straßen werden wie auch Züge bei Lärmmessungen wie
> >> lärmende lange Zylinder behandelt.

> > Das kann und soll man tun, nicht zuletzt weil dadurch die
> > Berechnung massiv einfacher wird. Es ändert aber nichts am
> > Grundprinzip: Der zu 1/r^2 proportionale Zylinder setzt sich aus
> > (im Grenzübergang unendlich vielen, unendlich kleinen) Kugeln
> > zusammen, die zu 1/r^3 proportional sind.

> > Das Endergebnis Deiner Betrachtung ist also richtig, aber es
> > wird nicht "plötzlich lauter", weil eine andere Formel Anwendung
> > findet, sondern es überlagert sich schlicht die zunehmende
> > Anzahl an Einzelereignissen.
 
> O.K. anders ausgedrückt:
 
> Wenn ich die gleiche Schallleistung mit einer zylindrischen Quelle
> abstrahle, die größer ist als die Wellenlänge, die sie abstrahlt
> mit einer kugelförmigen Punktschallquelle abstrahle, wird es in
> Entfernung X bei der Zylinderwelle lauter sein.
 
> X ist dabei in ähnlicher Größenordnung wie die Länge des
> Zylinders.
 
> Besser so?

Jupp (nur halt nicht der gegebene Anwendungsfall, da hier
die zylindrische Quelle die n-fache Schalleistung abstrahlt).

Servus,
   Stefan


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#313350

FromAndreas Fecht <forum@aftec.de>
Date2017-06-15 13:34 +0200
Message-ID<ohtrbr$4pj$1@solani.org>
In reply to#313255
Stefan Froehlich schrieb:
>
>> O.K. anders ausgedrückt:
>
>> Wenn ich die gleiche Schallleistung mit einer zylindrischen Quelle
>> abstrahle, die größer ist als die Wellenlänge, die sie abstrahlt
>> mit einer kugelförmigen Punktschallquelle abstrahle, wird es in
>> Entfernung X bei der Zylinderwelle lauter sein.
>
>> X ist dabei in ähnlicher Größenordnung wie die Länge des
>> Zylinders.
>
>> Besser so?
>
> Jupp (nur halt nicht der gegebene Anwendungsfall, da hier
> die zylindrische Quelle die n-fache Schalleistung abstrahlt).
>

Aus dem obigen Sachverhalt ergibt sich dann aber,
das es bei dieser Zylinderbetrachtung bei Entfernung X lauter ist, als 
wenn man die Summe der Einzelautos als Punktschallquellen aufaddiert.

Ab einer bestimmten Autoschlangenlänge überwiegt irgendwann der 
Zylinderanteil gegenüber dem Kugelanteil. Und die Lautstärke steigt 
deshalb keinesfalls immer quasilinear mit der Automenge.

In welcher Entfernung das passiert hängt zusätzlich auch noch vom 
Frequenzgemisch (Wellenlängen) des Lärms ab.

Gruß Andreas

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#313351

FromHerwig AQSR <herwig.huener@t-online.de>
Date2017-06-15 04:45 -0700
Message-ID<9f9c6422-25b9-489e-bfd9-9e7cac554364@googlegroups.com>
In reply to#313350
2017-06-15 13:46:00 +0200

> ...

> Aus dem obigen Sachverhalt ergibt sich dann aber,
> das es bei dieser Zylinderbetrachtung bei Entfernung X lauter ist, als 
> wenn man die Summe der Einzelautos als Punktschallquellen aufaddiert.

Gratuliere. EnergieSatz gekillt.

FehlerSuche als ÜbungsAufgabe.

Herwig

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#313385

FromAndreas Fecht <forum@aftec.de>
Date2017-06-15 16:52 +0200
Message-ID<ohu70d$bss$1@solani.org>
In reply to#313351
Herwig AQSR schrieb:
> 2017-06-15 13:46:00 +0200
>
>> ...
>
>> Aus dem obigen Sachverhalt ergibt sich dann aber,
>> das es bei dieser Zylinderbetrachtung bei Entfernung X lauter ist, als
>> wenn man die Summe der Einzelautos als Punktschallquellen aufaddiert.
>
> Gratuliere. EnergieSatz gekillt.
>
> FehlerSuche als ÜbungsAufgabe.
>
> Herwig

Die Addition der Punktschallquellen in Abstand X passiert doch erst nachdem sich 
die Wellen ausgebreitet haben. Die Oberfläche, auf die sich der Schall jeder 
Einzelquelle verteilt ist viel größer und nimmt mit dem Quadrat der Entfernung zu.

Die Addition bei der Zylinderwelle passiert vor der Ausbreitung. Danach nimmt 
die Oberfläche nur noch linear mir dem Abstand zu.

Weil sich die gesamte Schallenergie jetzt auf eine kleinere Fläche verteilt, 
ist's im Abstand X natürlich lauter.

Gruß Andreas




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#313356

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2017-06-15 12:04 +0000
Message-ID<1t59427765i4a83n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#313350
On Thu, 15 Jun 2017 13:34:18 Andreas Fecht wrote:
> Stefan Froehlich schrieb:
> >> Wenn ich die gleiche Schallleistung mit einer zylindrischen
> >> Quelle abstrahle, die größer ist als die Wellenlänge, die sie
> >> abstrahlt mit einer kugelförmigen Punktschallquelle abstrahle,
> >> wird es in Entfernung X bei der Zylinderwelle lauter sein.

> >> X ist dabei in ähnlicher Größenordnung wie die Länge des
> >> Zylinders.

> >> Besser so?

> > Jupp (nur halt nicht der gegebene Anwendungsfall, da hier die
> > zylindrische Quelle die n-fache Schalleistung abstrahlt).
> 
> Aus dem obigen Sachverhalt ergibt sich dann aber, das es bei
> dieser Zylinderbetrachtung bei Entfernung X lauter ist, als wenn
> man die Summe der Einzelautos als Punktschallquellen aufaddiert.

Das hätte ich gerne vorgerechnet. Ernsthaft jetzt, denn tatsächlich
*sind* die einzelnen Autos ja sich überlagernde, (annähernd)
punktförmige Schallquellen, und das ändert sich auch dann nicht,
wenn man zur Berechnung ein vereinfachtes Modell heranzieht.

Ergo: Wenn Du mit der Betrachtung als Zylinder auf ein anderes
Ergebnis kommst, hast Du irgendwo einen Fehler gemacht.

Servus,
   Stefan

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#313388

FromAndreas Fecht <forum@aftec.de>
Date2017-06-15 16:59 +0200
Message-ID<ohu7bv$bss$2@solani.org>
In reply to#313356
Stefan Froehlich schrieb:
> On Thu, 15 Jun 2017 13:34:18 Andreas Fecht wrote:
>> Stefan Froehlich schrieb:
>>>> Wenn ich die gleiche Schallleistung mit einer zylindrischen
>>>> Quelle abstrahle, die größer ist als die Wellenlänge, die sie
>>>> abstrahlt mit einer kugelförmigen Punktschallquelle abstrahle,
>>>> wird es in Entfernung X bei der Zylinderwelle lauter sein.
>
>>>> X ist dabei in ähnlicher Größenordnung wie die Länge des
>>>> Zylinders.
>
>>>> Besser so?
>
>>> Jupp (nur halt nicht der gegebene Anwendungsfall, da hier die
>>> zylindrische Quelle die n-fache Schalleistung abstrahlt).
>>
>> Aus dem obigen Sachverhalt ergibt sich dann aber, das es bei
>> dieser Zylinderbetrachtung bei Entfernung X lauter ist, als wenn
>> man die Summe der Einzelautos als Punktschallquellen aufaddiert.
>
> Das hätte ich gerne vorgerechnet. Ernsthaft jetzt, denn tatsächlich
> *sind* die einzelnen Autos ja sich überlagernde, (annähernd)
> punktförmige Schallquellen, und das ändert sich auch dann nicht,
> wenn man zur Berechnung ein vereinfachtes Modell heranzieht.
>
> Ergo: Wenn Du mit der Betrachtung als Zylinder auf ein anderes
> Ergebnis kommst, hast Du irgendwo einen Fehler gemacht.
>
> Servus,
>    Stefan
>
Die Addition der Punktschallquellen in Abstand X passiert doch erst nachdem sich 
die Wellen ausgebreitet haben. Die Oberfläche, auf die sich der Schall jeder 
Einzelquelle verteilt ist viel größer und nimmt mit dem Quadrat der Entfernung zu.

Die Addition bei der Zylinderwelle passiert vor der Ausbreitung. Danach nimmt 
die Oberfläche nur noch linear mir dem Abstand zu.

Weil sich die gesamte Schallenergie jetzt auf eine kleinere Fläche verteilt, 
ist's im Abstand X natürlich lauter.

Gruß Andreas




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#313397

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2017-06-15 16:19 +0000
Message-ID<1t5942b0cfib77n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#313388
On Thu, 15 Jun 2017 16:59:08 Andreas Fecht wrote:
> Stefan Froehlich schrieb:
> > On Thu, 15 Jun 2017 13:34:18 Andreas Fecht wrote:
> >> Stefan Froehlich schrieb:
> >>>> Wenn ich die gleiche Schallleistung mit einer zylindrischen
> >>>> Quelle abstrahle, die größer ist als die Wellenlänge, die sie
> >>>> abstrahlt mit einer kugelförmigen Punktschallquelle
> >>>> abstrahle, wird es in Entfernung X bei der Zylinderwelle
> >>>> lauter sein.

> >> Aus dem obigen Sachverhalt ergibt sich dann aber, das es bei
> >> dieser Zylinderbetrachtung bei Entfernung X lauter ist, als
> >> wenn man die Summe der Einzelautos als Punktschallquellen
> >> aufaddiert.

> > Das hätte ich gerne vorgerechnet. Ernsthaft jetzt, denn
> > tatsächlich *sind* die einzelnen Autos ja sich überlagernde,
> > (annähernd) punktförmige Schallquellen, und das ändert sich auch
> > dann nicht, wenn man zur Berechnung ein vereinfachtes Modell
> > heranzieht.

> > Ergo: Wenn Du mit der Betrachtung als Zylinder auf ein anderes
> > Ergebnis kommst, hast Du irgendwo einen Fehler gemacht.
>
> Die Addition der Punktschallquellen in Abstand X passiert doch
> erst nachdem sich die Wellen ausgebreitet haben. Die Oberfläche,
> auf die sich der Schall jeder Einzelquelle verteilt ist viel
> größer und nimmt mit dem Quadrat der Entfernung zu.

> Die Addition bei der Zylinderwelle passiert vor der Ausbreitung.
> Danach nimmt die Oberfläche nur noch linear mir dem Abstand zu.
 
> Weil sich die gesamte Schallenergie jetzt auf eine kleinere Fläche
> verteilt, ist's im Abstand X natürlich lauter.

Sorry, aber da ist immer noch der gleiche Denkfehler drin:
Selbstverständlich verteilt sich die Schallenergie nicht nur deshalb
auf eine kleinere Fläche, weil Du (vereinfacht!) eine dichte Folge
von Punktquellen als eine lineare Quelle betrachtest.

Vielleicht eine andere Denkhilfe:

Wenn Du nahe an der Autobahn stehst, ist vor allem der Lärm des
einen Fahrzeugs direkt vor Dir relevant, und der nimmt mit 1/r^3 ab.
Je weiter Du Dich nun von der Autobahn entfernst, umso mehr
Fahrzeuge werden nennenswert zum gesamten Hörerlebnis beitragen
(weil der prozentuelle Unterschied deren Entfernung immer kleiner
wird). Du hast dann etwas, das sich wie n/r^3 verhält, und die
Anzahl n der relevanten Fahrzeuge steigt wiederum proportional zu r.

Der 1/r^2-Effekt kommt also primär durch die Zahl der Fahrzeuge
zustande und erst in zweiter Linie durch deren Verteilung entlang
der Fahrbahn.

Servus,
   Stefan

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Der verstaute Chef bekommt Stefan. Und Du?
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#313410

FromAndreas Fecht <forum@aftec.de>
Date2017-06-15 22:27 +0200
Message-ID<ohuqje$omd$1@solani.org>
In reply to#313397
Stefan Froehlich schrieb:
  Vielleicht eine andere Denkhilfe:
>
> Wenn Du nahe an der Autobahn stehst, ist vor allem der Lärm des
> einen Fahrzeugs direkt vor Dir relevant, und der nimmt mit 1/r^3 ab.
> Je weiter Du Dich nun von der Autobahn entfernst, umso mehr
> Fahrzeuge werden nennenswert zum gesamten Hörerlebnis beitragen
> (weil der prozentuelle Unterschied deren Entfernung immer kleiner
> wird). Du hast dann etwas, das sich wie n/r^3 verhält, und die
> Anzahl n der relevanten Fahrzeuge steigt wiederum proportional zu r.
>
> Der 1/r^2-Effekt kommt also primär durch die Zahl der Fahrzeuge
> zustande und erst in zweiter Linie durch deren Verteilung entlang
> der Fahrbahn.

O.K. ich versuch's mal noch anschaulicher:

Eine voll befahrene Straße stahlt in Fahrtrichtung überhaupt keinen 
Schall mehr ab, im Gegensatz zu einem einzelnen Auto. Dieser 
Schallanteil "addiert" sich zu den Komponenten die senkrecht zur 
Fahrtrichtung abgestrahlt werten.

Gruß Andreas

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#313422

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2017-06-15 22:07 +0000
Message-ID<1t5943046fi67cfn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#313410
On Thu, 15 Jun 2017 22:27:26 Andreas Fecht wrote:
> Stefan Froehlich schrieb:
>  Vielleicht eine andere Denkhilfe:
> > Wenn Du nahe an der Autobahn stehst, ist vor allem der Lärm des
> > einen Fahrzeugs direkt vor Dir relevant, und der nimmt mit 1/r^3 ab.
> > Je weiter Du Dich nun von der Autobahn entfernst, umso mehr
> > Fahrzeuge werden nennenswert zum gesamten Hörerlebnis beitragen
> > (weil der prozentuelle Unterschied deren Entfernung immer kleiner
> > wird). Du hast dann etwas, das sich wie n/r^3 verhält, und die
> > Anzahl n der relevanten Fahrzeuge steigt wiederum proportional zu r.
> >
> > Der 1/r^2-Effekt kommt also primär durch die Zahl der Fahrzeuge
> > zustande und erst in zweiter Linie durch deren Verteilung entlang
> > der Fahrbahn.
 
> O.K. ich versuch's mal noch anschaulicher:
> 
> Eine voll befahrene Straße stahlt in Fahrtrichtung überhaupt keinen 
> Schall mehr ab, im Gegensatz zu einem einzelnen Auto. Dieser 
> Schallanteil "addiert" sich zu den Komponenten die senkrecht zur 
> Fahrtrichtung abgestrahlt werten.
 
Oje :-/

Versetze Dich im Gedankenexperiment bitte auf eine Autobahnbrücke.
Stell Dir vor, diese Brücke ist niedrig, sehr niedrig, so dass Du
fast schon auf einer Höhe mit den in dichter Reihe unter Dir
vorbeifahrenden Autos bist. Und nun stell Dir die wohltuende Ruhe
aus, die Dich umgibt - Du hörst nur die Vögel zwitschern und die
Grillen zirpen.

Sind wir uns nun endlich einig?

Servus,
   Stefan

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Ein Traum wird wahr. Mit Stefan. Ein anständiges Vergnügen!
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#313430

FromAndreas Fecht <forum@aftec.de>
Date2017-06-16 09:35 +0200
Message-ID<oi01o1$cmm$1@solani.org>
In reply to#313422
Stefan Froehlich schrieb:
> On Thu, 15 Jun 2017 22:27:26 Andreas Fecht wrote:
>> Stefan Froehlich schrieb:
>>  Vielleicht eine andere Denkhilfe:
>>> Wenn Du nahe an der Autobahn stehst, ist vor allem der Lärm des
>>> einen Fahrzeugs direkt vor Dir relevant, und der nimmt mit 1/r^3 ab.
>>> Je weiter Du Dich nun von der Autobahn entfernst, umso mehr
>>> Fahrzeuge werden nennenswert zum gesamten Hörerlebnis beitragen
>>> (weil der prozentuelle Unterschied deren Entfernung immer kleiner
>>> wird). Du hast dann etwas, das sich wie n/r^3 verhält, und die
>>> Anzahl n der relevanten Fahrzeuge steigt wiederum proportional zu r.
>>>
>>> Der 1/r^2-Effekt kommt also primär durch die Zahl der Fahrzeuge
>>> zustande und erst in zweiter Linie durch deren Verteilung entlang
>>> der Fahrbahn.
>
>> O.K. ich versuch's mal noch anschaulicher:
>>
>> Eine voll befahrene Straße stahlt in Fahrtrichtung überhaupt keinen
>> Schall mehr ab, im Gegensatz zu einem einzelnen Auto. Dieser
>> Schallanteil "addiert" sich zu den Komponenten die senkrecht zur
>> Fahrtrichtung abgestrahlt werten.
>
> Oje :-/

Dieser Effekt wird bei fast allen Live-Beschallungen ausgenutzt um den 
Schall zum Publikum hin zu fokussieren (nur hier um 90° gedreht). Man 
erreicht das durch senkrecht aufgestellte/hängte Lautsprecherzeilen um 
nach oben möglichst keinen Schall abzustrahlen.
Mit korrelierten Quellen wie Lautsprechern funktioniert das perfekt. Mit 
nichtkorellierten Quellen wie mit den Autos ist der Effekt um ca. 3dB 
schwächer.

http://www.professional-system.de/basics/lautsprecherzeilen-in-der-praxis/

Gruß Andreas


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#313438

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2017-06-16 08:27 +0000
Message-ID<5t594395b1i20den3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#313430
On Fri, 16 Jun 2017 09:35:29 Andreas Fecht wrote:
> >> Eine voll befahrene Straße stahlt in Fahrtrichtung überhaupt keinen
> >> Schall mehr ab, im Gegensatz zu einem einzelnen Auto. [...]

> Dieser Effekt wird bei fast allen Live-Beschallungen ausgenutzt um
> den Schall zum Publikum hin zu fokussieren (nur hier um 90°
> gedreht).

Das ist das gleiche Prinzip wie bei Antennen-Arrays, ja.

> Mit korrelierten Quellen wie Lautsprechern funktioniert das
> perfekt. Mit nichtkorellierten Quellen wie mit den Autos ist der
> Effekt um ca. 3dB schwächer.

Wie sich bei unkorrelierten Rauschquellen irgendetwas auslöschen,
und wieso das vor allem richtungsabhängig sein sollte, hätte ich
aber weiterhin gerne genauer erklärt.

Servus,
   Stefan

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#313441

FromAndreas Fecht <forum@aftec.de>
Date2017-06-16 12:16 +0200
Message-ID<oi0b55$ifo$1@solani.org>
In reply to#313438
Stefan Froehlich schrieb:
> On Fri, 16 Jun 2017 09:35:29 Andreas Fecht wrote:
>>>> Eine voll befahrene Straße stahlt in Fahrtrichtung überhaupt keinen
>>>> Schall mehr ab, im Gegensatz zu einem einzelnen Auto. [...]
>
>> Dieser Effekt wird bei fast allen Live-Beschallungen ausgenutzt um
>> den Schall zum Publikum hin zu fokussieren (nur hier um 90°
>> gedreht).
>
> Das ist das gleiche Prinzip wie bei Antennen-Arrays, ja.
>
>> Mit korrelierten Quellen wie Lautsprechern funktioniert das
>> perfekt. Mit nichtkorellierten Quellen wie mit den Autos ist der
>> Effekt um ca. 3dB schwächer.
>
> Wie sich bei unkorrelierten Rauschquellen irgendetwas auslöschen,
> und wieso das vor allem richtungsabhängig sein sollte, hätte ich
> aber weiterhin gerne genauer erklärt.

Bei unkorrelierten Quellen verhält sich fast alles so wie bei korrelierten, nur 
mit dem Unterschied das alles "unter der Wurzel" stattfindet, d.h. sämtliche 
Effekte sind um ca. 3dB schwächer.

http://www.sengpielaudio.com/Rechner-spl.htm

Wirklich schade, dass Herr Sengpiel vor ca. 3 Jahren gestorben ist,
der hätte hier wieder eifrig mitdiskutiert.

Gruß Andreas

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