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Groups > ger.ct > #250528 > unrolled thread

Re: Der erste Anschein war der richtige.

Started by"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
First post2016-04-12 17:16 +0200
Last post2016-04-13 14:44 +0200
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  Re: Der erste Anschein war der richtige. "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-04-12 17:16 +0200
    Re: Der erste Anschein war der richtige. Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-04-12 08:47 -0700
    Re: Der erste Anschein war der richtige. "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2016-04-12 17:52 +0200
      Re: Der erste Anschein war der richtige. "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-04-12 18:49 +0200
      Re: Der erste Anschein war der richtige. Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> - 2016-04-12 23:56 +0200
    Re: Der erste Anschein war der richtige. Norbert Roos <news@agodes.com> - 2016-04-12 21:22 +0200
      Re: Der erste Anschein war der richtige. Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-04-12 19:32 +0000
        Re: Der erste Anschein war der richtige. Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-04-12 13:12 -0700
      Re: Der erste Anschein war der richtige. Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2016-04-12 23:51 +0200
        Re: Der erste Anschein war der richtige. "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2016-04-13 10:06 +0200
          Re: Der erste Anschein war der richtige. Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2016-04-13 14:30 +0200
        Re: Der erste Anschein war der richtige. Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> - 2016-04-13 12:23 +0200
          Re: Der erste Anschein war der richtige. Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2016-04-13 14:33 +0200
        Re: Der erste Anschein war der richtige. Norbert Roos <news@agodes.com> - 2016-04-13 20:10 +0200
          Re: Der erste Anschein war der richtige. Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2016-04-14 17:24 +0200
            Re: Der erste Anschein war der richtige. Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-04-14 09:50 -0700
            Re: Der erste Anschein war der richtige. Norbert Roos <news@agodes.com> - 2016-04-14 20:39 +0200
              Re: Der erste Anschein war der richtige. Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-04-14 19:29 +0000
              Re: Der erste Anschein war der richtige. Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2016-04-15 16:22 +0200
      Re: Der erste Anschein war der richtige. Shinji Ikari <shinji@gmx.net> - 2016-04-13 08:07 +0200
        Re: Der erste Anschein war der richtige. "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-04-13 08:17 +0200
          Re: Der erste Anschein war der richtige. Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2016-04-13 10:08 +0200
            Re: Der erste Anschein war der richtige. "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-04-13 10:14 +0200
              Re: Der erste Anschein war der richtige. Bernd Ohm <resistor5k6@online.de> - 2016-04-14 00:40 +0200
                Re: Der erste Anschein war der richtige. Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2016-04-14 05:24 +0000
                  Re: Der erste Anschein war der richtige. Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2016-04-14 08:00 +0200
                  Re: Der erste Anschein war der richtige. "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2016-04-14 09:42 +0200
                  Re: Der erste Anschein war der richtige. Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-04-14 01:49 -0700
                    Re: Der erste Anschein war der richtige. Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-04-14 11:06 +0200
                      Re: Der erste Anschein war der richtige. Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2016-04-14 12:34 +0200
                        Re: Der erste Anschein war der richtige. Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-04-14 13:29 +0200
                        Re: Der erste Anschein war der richtige. "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2016-04-14 15:11 +0200
                          Re: Der erste Anschein war der richtige. gunter kühne <kuehne123@front.ru> - 2016-04-14 15:54 +0200
                          Re: Der erste Anschein war der richtige. Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2016-04-18 20:55 +0200
                      Re: Der erste Anschein war der richtige. Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-04-14 03:45 -0700
                        Essensfotos (was: Der erste Anschein war der richtige.) "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-04-14 12:58 +0200
          Re: Der erste Anschein war der richtige. Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-04-13 08:58 +0000
            Re: Der erste Anschein war der richtige. "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-04-13 11:08 +0200
              Re: Der erste Anschein war der richtige. "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2016-04-13 13:17 +0200
            Re: Der erste Anschein war der richtige. Florian Maier <holeinone5@gmx.net> - 2016-04-13 11:54 +0200
        Re: Der erste Anschein war der richtige. Norbert Roos <news@agodes.com> - 2016-04-13 10:44 +0200
          Re: Der erste Anschein war der richtige. "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2016-04-13 11:08 +0200
            Re: Der erste Anschein war der richtige. Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> - 2016-04-13 12:41 +0200
            Re: Der erste Anschein war der richtige. Norbert Roos <news@agodes.com> - 2016-04-13 19:56 +0200
              Re: Der erste Anschein war der richtige. Florian Maier <holeinone5@gmx.net> - 2016-04-13 20:38 +0200
                Re: Der erste Anschein war der richtige. Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2016-04-13 18:45 +0000
                Re: Der erste Anschein war der richtige. Norbert Roos <news@agodes.com> - 2016-04-13 22:24 +0200
                  Re: Der erste Anschein war der richtige. Matthias Eißing <meissing@gmx.de> - 2016-04-14 15:47 +0200
          Re: Der erste Anschein war der richtige. Shinji Ikari <shinji@gmx.net> - 2016-04-13 14:44 +0200
            Re: Der erste Anschein war der richtige. Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-04-13 06:15 -0700
              Re: Der erste Anschein war der richtige. Shinji Ikari <shinji@gmx.net> - 2016-04-13 16:39 +0200
                Re: Der erste Anschein war der richtige. Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-04-13 13:40 -0700
            Re: Der erste Anschein war der richtige. Norbert Roos <news@agodes.com> - 2016-04-13 19:55 +0200
        Re: Der erste Anschein war der richtige. Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> - 2016-04-13 12:29 +0200
          Re: Der erste Anschein war der richtige. Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> - 2016-04-13 10:44 +0000
          Re: Der erste Anschein war der richtige. "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2016-04-13 13:43 +0200
            Re: Der erste Anschein war der richtige. Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> - 2016-04-13 19:16 +0200
              Re: Der erste Anschein war der richtige. "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2016-04-14 09:43 +0200
                Re: Der erste Anschein war der richtige. Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> - 2016-04-14 23:46 +0200
                  Re: Der erste Anschein war der richtige. Holger Marzen <holger@marzen.de> - 2016-04-15 05:07 +0000
          Re: Der erste Anschein war der richtige. Shinji Ikari <shinji@gmx.net> - 2016-04-13 14:47 +0200
        Re: Der erste Anschein war der richtige. Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2016-04-13 14:44 +0200

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#250528 — Re: Der erste Anschein war der richtige.

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2016-04-12 17:16 +0200
SubjectRe: Der erste Anschein war der richtige.
Message-ID<nej3gs$od4$2@news.albasani.net>
Ich mach hier mal weiter:

Uh-oh...

10 Handy-Tote?

http://www.sueddeutsche.de/bayern/-zugunglueck-von-bad-aibling-fahrdienstleiter-offenbar-von-handyspiel-abgelenkt-1.2946823

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#250531

FromLothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de>
Date2016-04-12 08:47 -0700
Message-ID<24dbb5aa-9ccc-4918-9d73-adcef54e368d@googlegroups.com>
In reply to#250528
Dr. Joachim Neudert tat kund:

> Ich mach hier mal weiter:
> 
> Uh-oh...
> 
> 10 Handy-Tote?
> 
> http://www.sueddeutsche.de/bayern/-zugunglueck-von-bad-aibling-fahrdienstleiter-offenbar-von-handyspiel-abgelenkt-1.2946823

Bisher sind sie ja nur beim Daddeln vor Autos gelaufen.

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#250534

From"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx>
Date2016-04-12 17:52 +0200
Message-ID<2d6qgblherfkn1i2virdfo0oc5tbesot84@4ax.com>
In reply to#250528
"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> wrote:

>Uh-oh...
>
>10 Handy-Tote?

Wenn das stimmt, dann war der Typ 'ne ziemliche Pfeife. 


-ras

-- 
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/ 

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#250544

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2016-04-12 18:49 +0200
Message-ID<nej8ve$4fn$1@news.albasani.net>
In reply to#250534
Am 12.04.16 um 17:52 schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
> "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> wrote:
> 
>> Uh-oh...
>>
>> 10 Handy-Tote?
> 
> Wenn das stimmt, dann war der Typ 'ne ziemliche Pfeife. 
> 
> 
> -ras
> 

Schaut so aus, ja.

Haben die irgendwelche Handy-oder Provider- Protokolle ausgewertet oder
warum können die jetzt so sicher sein?

Welches Spiel das wohl war... :-(

"Der Fahrdienstleiter habe eingeräumt, auf seinem Handy das Spiel
gestartet und gespielt zu haben. Er habe aber bestritten, dadurch
abgelenkt worden zu sein. Nach den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft
schaltete der Mann das Handy während seines Diensts am Unglückstag ein,
startete dann das Spiel und spielte dieses bis kurz vor der Kollision
der beiden Züge aktiv. Aufgrund des engen zeitlichen Zusammenhangs müsse
davon ausgegangen werden, dass er dadurch von der Regelung des Verkehrs
auf der am Unglücksort eingleisigen Strecke abgelenkt gewesen sei.

Erheblich schwerere Pflichtverletzung
Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass er wohl aufgrund dieser
Ablenkung bei den Kreuzungsorten der beiden Züge von falschen
Voraussetzungen ausgegangen sei und den Zügen falsche Signale gegeben
habe. Schließlich habe er bei seinen beiden Notrufen am Funkgerät die
falsche Tastenkombination gedrückt, so dass diese Notrufe nicht von den
Lokführern gehört werden konnten. Der Mann hatte noch versucht, den
Zusammenprall durch die Notrufe zu verhindern. Statt eines
Augenblickversagens werde dem Mann nun eine erheblich schwerer ins
Gewicht fallende Pflichtverletzung vorgeworfen, hieß es.

Bereits kurz nach dem Unfall hatte sich der Verdacht gegen den
Fahrdienstleiter gerichtet, den Unfall verursacht zu haben. Dabei gingen
die Ermittler nach den bisher bekannt gewordenen Einzelheiten allerdings
nur davon aus, dass er versehentlich falsche Signale gesetzt habe.
Zuletzt sprach der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU)
davon, dass es eine „ganz besonders tragische Verkettung“ von
Fehlleistungen gegeben habe. Hinweise auf technische Probleme ergaben
sich bisher nicht. Der Unfall war eines der schwersten Bahnunglücke in
Deutschland in den vergangenen Jahren."
Quelle:

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/bad-aibling-fahrdienstleiter-in-untersuchungshaft-14174626.html

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#250560

FromHerwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de>
Date2016-04-12 23:56 +0200
Message-ID<nejqu5$7j9$1@news.albasani.net>
In reply to#250534
2016-04-12 23:57:00 +0200

Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:

> "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> wrote:
> 
>>Uh-oh...
>>
>>10 Handy-Tote?
> 
> Wenn das stimmt, dann war der Typ 'ne ziemliche Pfeife.

Sicher? In unserer IT-Industrie ist es üblich, dass MitArbeiter
sich gegenseitig mit eitlem Gelaber von der Arbeit ablenken -
und das bei Aufgaben, die wesentlich komplexer sind als die
Tätigkeit eines FahrDienstLeiters - wenn auch nicht gleich
mit so unmittelbaren Gefahren für Leib und Leben verbunden.
Also kann das blosse Spielen mit einem Handy nicht
ursächlich für so ein Unglück sein, und das Spielen mit
einem Handy ist genauso legitim wie Kollegen mit
DauerSchwafel in den Ohren zu liegen.

Also im Ernst:

Sich im BerufsLeben mit irgendwas abzulenken oder abzulenken
zu lassen ist MainStream! In einzelnen Bereichen ist es
sanktioniert (Handy beim AutoFahren etwa), aber dass das
Problem viel allgemeiner ist, diese Einsicht hat sich noch
lange nicht durchgesetzt.

Es wird wohl doch noch ein paarmal BlutZoll erfordern, bis
es Allgemeingut wird, was man unter diszipliniertem
Arbeiten versteht.

Herwig

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#250546

FromNorbert Roos <news@agodes.com>
Date2016-04-12 21:22 +0200
Message-ID<nejhu5$p9j$1@gioia.aioe.org>
In reply to#250528
Dr. Joachim Neudert wrote:

> Uh-oh...
> 
> 10 Handy-Tote?

Man sollte nicht allzu schnell mit der Verurteilung bei der Hand sein. Man 
stelle sich vor, der Fahrdienstleiter sitzt da den ganzen Tag in seinem 
Kabuff, und jede Stunde muß er einmal aktiv werden, wenn die beiden Züge 
sich nähern, dann wartet er wieder fast eine Stunde (die genaue Situation 
kenne ich allerdings nicht). Dann ist es nachvollziehbar, daß er nachdem 
alle nötigen Tätigkeiten abgearbeitet wurden nicht die Wand anstarrt, 
sondern sich anderen Dingen zuwendet. Weil eben wirklich nichts anderes zu 
tun oder zu überwachen ist.

Da ergeben sich für mich zwei mögliche Szenarien:

1. Der Fahrdienstleiter ist in erster Linie auf seine Arbeit konzentriert 
und ist wirklich bei der Sache. Nachdem er seine nötigen Tätigkeiten 
erledigt hat und es nichts weiter zu tun gibt, wendet er sich seinem 
Handyspiel zu, so wie er ohne Handy vielleicht Zeitung lesen würde.

2. Der Fahrdienstleiter ist sehr auf sein Spiel konzentriert und unterbricht 
es nur kurz, um die anfallende Arbeit unkonzentriert zu erledigen.

Die zweite Variante ist zweifellos die unverantwortliche.

Bei der ersten Variante hat er eben einen Fehler gemacht, wie er auch ohne 
Handyspiel hätte auftreten können. Es bleibt dann die Frage, ob er den 
Fehler schneller bemerkt hätte, wenn er wie den ganzen Tag lang die Wand 
angestarrt hätte.

Und hundertprozentig war er offensichtlich nicht ins Spiel versunken, 
schließlich bemerkte er den Fehler ja noch.

Ich habe natürlich keine Ahnung, wie es tatsächlich gewesen ist. Man sollte 
aus dem Handyspiel eben nur nicht zu schnell schlußfolgern.

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#250548

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2016-04-12 19:32 +0000
Message-ID<3t570d4cbci27c8n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#250546
On Tue, 12 Apr 2016 21:22:46 Norbert Roos wrote:
> Da ergeben sich für mich zwei mögliche Szenarien:
> 
> 1. Der Fahrdienstleiter ist in erster Linie auf seine Arbeit
> konzentriert und ist wirklich bei der Sache. Nachdem er seine
> nötigen Tätigkeiten erledigt hat und es nichts weiter zu tun gibt,
> wendet er sich seinem Handyspiel zu, so wie er ohne Handy
> vielleicht Zeitung lesen würde.

Wird sich alles noch zeigen, aber die höchste Wahrscheinlichkeit hat
das bei mir erst einmal nicht: Bei voller Konzentration auf *der*
Strecke und in *der* Konstellation ein unberechtigtes Zs1 zu
schalten klingt ohne weitere Erklärung ziemlich abenteuerlich.

Die Erklärung "war durch Spielen abgelenkt" ist bislang die erste
plausible, die auftaucht; es mag freilich noch weitere geben.
 
Servus,
  Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Darben mit Stefan - faul werden mit Lachen.
(Sloganizer)

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#250554

FromLothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de>
Date2016-04-12 13:12 -0700
Message-ID<3ea7bf2c-dff0-48b0-b8f0-b16526a2c1da@googlegroups.com>
In reply to#250548
Stefan Froehlich tat kund:

> On Tue, 12 Apr 2016 21:22:46 Norbert Roos wrote:
> > Da ergeben sich für mich zwei mögliche Szenarien:
> > 
> > 1. Der Fahrdienstleiter ist in erster Linie auf seine Arbeit
> > konzentriert und ist wirklich bei der Sache. Nachdem er seine
> > nötigen Tätigkeiten erledigt hat und es nichts weiter zu tun gibt,
> > wendet er sich seinem Handyspiel zu, so wie er ohne Handy
> > vielleicht Zeitung lesen würde.
> 
> Wird sich alles noch zeigen, aber die höchste Wahrscheinlichkeit hat
> das bei mir erst einmal nicht: Bei voller Konzentration auf *der*
> Strecke und in *der* Konstellation ein unberechtigtes Zs1 zu
> schalten klingt ohne weitere Erklärung ziemlich abenteuerlich.
> 
> Die Erklärung "war durch Spielen abgelenkt" ist bislang die erste
> plausible, die auftaucht; es mag freilich noch weitere geben.

Das Arschloch, das elf Menschen umgebracht und ihre Familien
in Unglück und Trauer gestürzt hat, war
offenbar nicht zu abgelenkt, um die Sicherheitseinrichtungen
mit voller Absicht abzuschalten. Das war ein "Fehler, den
er noch bemerkte?" Was dachte dieser selbstherrliche Popanz,
wozu diese Technik da ist? Und wer er ist? Der Herr über Leben und Tod?

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#250561

FromHartmut Ott <hottm@arcor.de>
Date2016-04-12 23:51 +0200
Message-ID<dn5b1fFbr59U1@mid.individual.net>
In reply to#250546
Hej,

Am 12.04.2016 um 21:22 schrieb Norbert Roos:

>> Uh-oh...
>> 
>> 10 Handy-Tote?
> 
> Man sollte nicht allzu schnell mit der Verurteilung bei der Hand sein. Man 

Das ist zwar richtig, aber

> stelle sich vor, der Fahrdienstleiter sitzt da den ganzen Tag in seinem 
> Kabuff, und jede Stunde muß er einmal aktiv werden, wenn die beiden Züge 
> sich nähern, dann wartet er wieder fast eine Stunde (die genaue Situation 
> kenne ich allerdings nicht). Dann ist es nachvollziehbar, daß er nachdem 
> alle nötigen Tätigkeiten abgearbeitet wurden nicht die Wand anstarrt, 
> sondern sich anderen Dingen zuwendet. Weil eben wirklich nichts anderes zu 
> tun oder zu überwachen ist.

spätestens, wenn eine Zugmeldung kommt sollte man alles beiseite legen
und sich, bis der Zug - in diesem Fall waren das ja zwei Züge -
abgearbeitet ist, nur und ausschließlich auf die Arbeit konzentrieren.
Vor allem da wo es um Menschenleben geht.


> Da ergeben sich für mich zwei mögliche Szenarien:
-
> Bei der ersten Variante hat er eben einen Fehler gemacht, wie er auch ohne 
> Handyspiel hätte auftreten können. Es bleibt dann die Frage, ob er den 
> Fehler schneller bemerkt hätte, wenn er wie den ganzen Tag lang die Wand 
> angestarrt hätte.

Der Mann wurde ja nicht bezahlt, um dort Spiele zu spielen, oder Zeitung
zu lesen, auch wenn Zeitungslesen geduldet wird. Und Spiele sind
ablenkend, ein spannendes Buch auch.

> Und hundertprozentig war er offensichtlich nicht ins Spiel versunken, 
> schließlich bemerkte er den Fehler ja noch.

Tja - und wenn nun Variante 2 zutrifft?


mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
-- 
Trage es lachend

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#250600

From"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx>
Date2016-04-13 10:06 +0200
Message-ID<2fvrgb1gpbo9ffbo301kle32mli96u0vpj@4ax.com>
In reply to#250561
Hartmut Ott <hottm@arcor.de> wrote:

>Der Mann wurde ja nicht bezahlt, um dort Spiele zu spielen, oder Zeitung
>zu lesen, auch wenn Zeitungslesen geduldet wird. Und Spiele sind
>ablenkend, ein spannendes Buch auch.

Am Spiel kann je nach dessen Art der Druck zur Reaktion (um nicht zu
verlieren) sehr stark sein. Zeitung oder Buch kann man nach der
Unterbrechung einfach weiterlesen.


-ras

-- 
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/ 

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#250646

FromHartmut Ott <hottm@arcor.de>
Date2016-04-13 14:30 +0200
Message-ID<dn70vgFoh0eU1@mid.individual.net>
In reply to#250600
Hej,

Am 13.04.2016 um 10:06 schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
> Hartmut Ott <hottm@arcor.de> wrote:
> 
>>Der Mann wurde ja nicht bezahlt, um dort Spiele zu spielen, oder Zeitung
>>zu lesen, auch wenn Zeitungslesen geduldet wird. Und Spiele sind
>>ablenkend, ein spannendes Buch auch.
> 
> Am Spiel kann je nach dessen Art der Druck zur Reaktion (um nicht zu
> verlieren) sehr stark sein. Zeitung oder Buch kann man nach der

Eben.


> Unterbrechung einfach weiterlesen.

Das kann man - aber was, wenn man sich zu sehr von der spannenden
Handlung mitreißen lässt?



mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
-- 
Trage es lachend

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#250621

FromHerwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de>
Date2016-04-13 12:23 +0200
Message-ID<nel6n0$ku2$1@news.albasani.net>
In reply to#250561
2016-04-13 12:25:00 +0200

Hartmut Ott wrote:

> ...

> Der Mann wurde ja nicht bezahlt, um dort Spiele zu spielen, oder Zeitung
> zu lesen, auch wenn Zeitungslesen geduldet wird. Und Spiele sind
> ablenkend, ein spannendes Buch auch.

und dummschwatzende Kollegen auch.

Herwig

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#250645

FromHartmut Ott <hottm@arcor.de>
Date2016-04-13 14:33 +0200
Message-ID<dn70vgFoh0eU2@mid.individual.net>
In reply to#250621
Hej,

Am 13.04.2016 um 12:23 schrieb Herwig Huener AQSR 5:


>> Der Mann wurde ja nicht bezahlt, um dort Spiele zu spielen, oder Zeitung
>> zu lesen, auch wenn Zeitungslesen geduldet wird. Und Spiele sind
>> ablenkend, ein spannendes Buch auch.
> 
> und dummschwatzende Kollegen auch.

Richtig - aber gibt es die auf Stellwerken? Bei den kleinen ist nur eine
Person. Und bei den großen ist meist so viel los, das die keine Zeit
haben dumm rumzuschwatzen.


mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
-- 
Trage es lachend

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#250659

FromNorbert Roos <news@agodes.com>
Date2016-04-13 20:10 +0200
Message-ID<nem21t$hvq$1@gioia.aioe.org>
In reply to#250561
Hallo,

Hartmut Ott wrote:

> spätestens, wenn eine Zugmeldung kommt sollte man alles beiseite legen
> und sich, bis der Zug - in diesem Fall waren das ja zwei Züge -
> abgearbeitet ist, nur und ausschließlich auf die Arbeit konzentrieren.
> Vor allem da wo es um Menschenleben geht.

Genau das meinte ich ja mit dem ersten Fall. Man kann durchaus mit der 
Einstellung da sitzen, daß die Arbeit höchste Priorität genießt, und wenn 
etwas zu tun ist, das mit voller Konzentration zu erledigen - aber wenn das 
fertig ist und wirklich nichts weiter zu machen ist, sich wieder dem Spiel 
zuzuwenden. Natürlich mit ständiger Bereitschaft zur Wiederaufnahme der 
eigentlichen Arbeit.

> Der Mann wurde ja nicht bezahlt, um dort Spiele zu spielen, oder Zeitung
> zu lesen, auch wenn Zeitungslesen geduldet wird. Und Spiele sind
> ablenkend, ein spannendes Buch auch.

Es gibt solche und solche Spiele. Wenn man beispielsweise Backgammon gegen 
den Computer spielt, kann man jederzeit wieder zur eigentlichen Arbeit 
wechseln.

>> Und hundertprozentig war er offensichtlich nicht ins Spiel versunken,
>> schließlich bemerkte er den Fehler ja noch.
> 
> Tja - und wenn nun Variante 2 zutrifft?

Dann ist das eben so. Mir geht es ja nur darum, daß "Spiel gespielt" nicht 
automatisch bedeutet "Aha, da haben wir den Schlingel also, alles klar!".

Die Berichte sagen übrigens auch nur aus, daß der Fahrdienstleiter zum 
Zeitpunkt des Unfalls gespielt hat. Ob er das vor der fatalen 
Weichenstellung auch getan hat, wissen wir nicht. Könnte so sein, vielleicht 
aber auch nicht.

N.

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#250761

FromHartmut Ott <hottm@arcor.de>
Date2016-04-14 17:24 +0200
Message-ID<dn9vneFh6t5U1@mid.individual.net>
In reply to#250659
Hej,

Am 13.04.2016 um 20:10 schrieb Norbert Roos:


>>> Und hundertprozentig war er offensichtlich nicht ins Spiel versunken,
>>> schließlich bemerkte er den Fehler ja noch.
>> 
>> Tja - und wenn nun Variante 2 zutrifft?
> 
> Dann ist das eben so. Mir geht es ja nur darum, daß "Spiel gespielt" nicht 
> automatisch bedeutet "Aha, da haben wir den Schlingel also, alles klar!".
> 
> Die Berichte sagen übrigens auch nur aus, daß der Fahrdienstleiter zum 
> Zeitpunkt des Unfalls gespielt hat. Ob er das vor der fatalen 
> Weichenstellung auch getan hat, wissen wir nicht. Könnte so sein, vielleicht 
> aber auch nicht.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bad-aibling-zugunglueck-fahrdienstleiter-soll-durch-computerspiel-abgelenkt-gewesen-sein-a-1086820.html

"Dem Mann werde vorgeworfen, auf seinem Handy bis kurz vor dem
Zusammenprall der beiden Züge ein Online-Spiel gespielt zu haben und
dadurch abgelenkt gewesen zu sein.
Die Ermittler sehen eine direkte Verbindung zwischen dem Spielen des
Fahrdienstleiters und der Ursache des Zusammenstoßes: "Es muss aufgrund
des engen zeitlichen Zusammenhangs davon ausgegangen werden, dass der
Beschuldigte dadurch von der Regelung des Kreuzungsverkehrs der Züge
abgelenkt war." Der 39-Jährige spielte demnach über einen längeren
Zeitraum auf seinem Smartphone."

Wenn diese Meldung wahr ist, hat er also "über einen längeren Zeitraum
auf seinem Smartphone" gespielt und zwar bis "kurz vor dem Zusammenprall
der beiden Züge".

Hört sich für mich erst mal so an, als ob der die Bedienhandlungen quasi
neben dem Spiel erledigt habe. Aber genaueres wird wohl spätestens beim
Prozess herauskommen.



mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
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Trage es lachend

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#250762

FromLothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de>
Date2016-04-14 09:50 -0700
Message-ID<78b887c1-4c9a-4131-a825-541e768bdec1@googlegroups.com>
In reply to#250761
Hartmut Ott tat kund:

> Hej,
> 
> Am 13.04.2016 um 20:10 schrieb Norbert Roos:
> 
> 
> >>> Und hundertprozentig war er offensichtlich nicht ins Spiel versunken,
> >>> schließlich bemerkte er den Fehler ja noch.
> >> 
> >> Tja - und wenn nun Variante 2 zutrifft?
> > 
> > Dann ist das eben so. Mir geht es ja nur darum, daß "Spiel gespielt" nicht 
> > automatisch bedeutet "Aha, da haben wir den Schlingel also, alles klar!".
> > 
> > Die Berichte sagen übrigens auch nur aus, daß der Fahrdienstleiter zum 
> > Zeitpunkt des Unfalls gespielt hat. Ob er das vor der fatalen 
> > Weichenstellung auch getan hat, wissen wir nicht. Könnte so sein, vielleicht 
> > aber auch nicht.
> 
> http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bad-aibling-zugunglueck-fahrdienstleiter-soll-durch-computerspiel-abgelenkt-gewesen-sein-a-1086820.html
> 
> "Dem Mann werde vorgeworfen, auf seinem Handy bis kurz vor dem
> Zusammenprall der beiden Züge ein Online-Spiel gespielt zu haben und
> dadurch abgelenkt gewesen zu sein.
> Die Ermittler sehen eine direkte Verbindung zwischen dem Spielen des
> Fahrdienstleiters und der Ursache des Zusammenstoßes: "Es muss aufgrund
> des engen zeitlichen Zusammenhangs davon ausgegangen werden, dass der
> Beschuldigte dadurch von der Regelung des Kreuzungsverkehrs der Züge
> abgelenkt war." Der 39-Jährige spielte demnach über einen längeren
> Zeitraum auf seinem Smartphone."
> 
> Wenn diese Meldung wahr ist, hat er also "über einen längeren Zeitraum
> auf seinem Smartphone" gespielt und zwar bis "kurz vor dem Zusammenprall
> der beiden Züge".

Das hat er doch gestanden. 

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#250773

FromNorbert Roos <news@agodes.com>
Date2016-04-14 20:39 +0200
Message-ID<neoo5s$1df4$1@gioia.aioe.org>
In reply to#250761
Hartmut Ott wrote:

> "Die Ermittler sehen eine direkte Verbindung zwischen dem Spielen des
> Fahrdienstleiters und der Ursache des Zusammenstoßes: "Es muss aufgrund
> des engen zeitlichen Zusammenhangs davon ausgegangen werden, dass der
> Beschuldigte dadurch von der Regelung des Kreuzungsverkehrs der Züge
> abgelenkt war." Der 39-Jährige spielte demnach über einen längeren
> Zeitraum auf seinem Smartphone."

Nun ist "über einen längeren Zeitraum" nicht sonderlich aussagekräftig. Das 
reicht von "mehr als 10 Sekunden" bis "weit bevor er mit der Weichenstellung 
beschäftigt war".

Daß ein Staatsanwalt vom Zusammenhang zwischen Handyspielen und der 
Fehlbedienung ausgeht, sagt auch noch nichts aus, das ist ja quasi deren 
Job.

Aber wie schon gesagt, ich bin kein Verteidiger des Fahrdienstleiters, mir 
ist das Untersuchungsergebnis quasi egal, ob das Spielen zum Unfall geführt 
hat oder nicht.

> Wenn diese Meldung wahr ist, hat er also "über einen längeren Zeitraum
> auf seinem Smartphone" gespielt und zwar bis "kurz vor dem Zusammenprall
> der beiden Züge".
> 
> Hört sich für mich erst mal so an, als ob der die Bedienhandlungen quasi
> neben dem Spiel erledigt habe. Aber genaueres wird wohl spätestens beim
> Prozess herauskommen.

Es könnte auch bedeuten, daß er sich erst nach der Weichenstellung dem Spiel 
zugewandt hat, und es "längere Zeit" dauerte, bis die Züge sich getroffen 
haben.

Aber ich gebe gerne zu, daß es sich alles nicht besonders gut für den Mann 
anhört.

N.

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#250774

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2016-04-14 19:29 +0000
Message-ID<1t570fef4bi2d62n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#250773
On Thu, 14 Apr 2016 20:39:57 Norbert Roos wrote:
> Daß ein Staatsanwalt vom Zusammenhang zwischen Handyspielen und der 
> Fehlbedienung ausgeht, sagt auch noch nichts aus, das ist ja quasi deren 
> Job.

Nein, die Staatsanwaltschaft muss durchaus gleichermaßen in beide
Richtungen ermitteln, auch zugunsten des Beschuldigten.

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - welch merklicher Gedanke.
(Sloganizer)

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#250873

FromHartmut Ott <hottm@arcor.de>
Date2016-04-15 16:22 +0200
Message-ID<dnccrbF59iqU2@mid.individual.net>
In reply to#250773
Hej,

Am 14.04.2016 um 20:39 schrieb Norbert Roos:
> Hartmut Ott wrote:
> 
>> "Die Ermittler sehen eine direkte Verbindung zwischen dem Spielen des
>> Fahrdienstleiters und der Ursache des Zusammenstoßes: "Es muss aufgrund
>> des engen zeitlichen Zusammenhangs davon ausgegangen werden, dass der
>> Beschuldigte dadurch von der Regelung des Kreuzungsverkehrs der Züge
>> abgelenkt war." Der 39-Jährige spielte demnach über einen längeren
>> Zeitraum auf seinem Smartphone."
> 
> Nun ist "über einen längeren Zeitraum" nicht sonderlich aussagekräftig. Das 
> reicht von "mehr als 10 Sekunden" bis "weit bevor er mit der Weichenstellung 
> beschäftigt war".

Mehr als 10 Sekunden sind ein längerer Zeitraum? Selbst einige wenige
Minuten würde ich nicht als lang bezeichnen. Ein längerer Zeitraum geht
für mich frühstens bei 10 Minuten los.

Aus einer juristischen Schulung
"Eine gesetzliche Definition für den Begriff „längerer Zeitraum“ gibt es
nicht, die Beantwortung dieser Frage obliegt der Würdigung des
Einzelfalls, insbesondere unter Berücksichtigung der Schwere des Eingriffs."

Weitere, für diesen Fall nicht passende Beispiele gehen von 6 Stunden
aufwärts (längeren Zeitraum nichts gegessen) bis ein halbes Jahr
(Mobbing) oder gar zig Jahre (Verjährung der Rechnung)


> Daß ein Staatsanwalt vom Zusammenhang zwischen Handyspielen und der 
> Fehlbedienung ausgeht, sagt auch noch nichts aus, das ist ja quasi deren 
> Job.

Der Job des Staatsanwaltes ist die Aufklärung - und die beinhaltet
sowohl Ent- wie auch Belastetenes zu sammeln, jedenfalls offiziell.


>> Hört sich für mich erst mal so an, als ob der die Bedienhandlungen quasi
>> neben dem Spiel erledigt habe. Aber genaueres wird wohl spätestens beim
>> Prozess herauskommen.
> 
> Es könnte auch bedeuten, daß er sich erst nach der Weichenstellung dem Spiel 
> zugewandt hat, und es "längere Zeit" dauerte, bis die Züge sich getroffen 
> haben.

Selbst dann hätte er nach meiner Meinung völlig zu Recht die Arschkarte
gezogen.


> Aber ich gebe gerne zu, daß es sich alles nicht besonders gut für den Mann 
> anhört.

Wenn es, wie z.T behauptet ein Onlinespiel war, sieht es für ihn gar
nicht gut aus.




mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
-- 
Trage es lachend

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#250579

FromShinji Ikari <shinji@gmx.net>
Date2016-04-13 08:07 +0200
Message-ID<kmnrgb1tllgpet90685sfk3ki1d2roba3i@4ax.com>
In reply to#250546
Guten Tag

Norbert Roos <news@agodes.com> schrieb

>Man sollte nicht allzu schnell mit der Verurteilung bei der Hand sein. Man 
>stelle sich vor, der Fahrdienstleiter sitzt da den ganzen Tag in seinem 
>Kabuff, und jede Stunde muß er einmal aktiv werden, wenn die beiden Züge 
>sich nähern, dann wartet er wieder fast eine Stunde

Er wird also vermutlich genau dafuer bezahlt.
Dann hat er das auch zu machen.

>Dann ist es nachvollziehbar, daß er nachdem 
>alle nötigen Tätigkeiten abgearbeitet wurden nicht die Wand anstarrt, 
>sondern sich anderen Dingen zuwendet.

Wenn schon Rauchen nicht zur Arbeitszeit zaehlt, dann ist in so einem
Job Spiele daddeln wohl auch nicht wirklich als Arbeitszeit anzusehen.
https://www.absolventa.de/karriereguide/vertragsarten/rauchen-am-arbeitsplatz-arbeitsrecht
http://www.hensche.de/Arbeitsrecht_aktuell_Raucherpause_Arbeitsplatz_verloren_ArbG-Duisburg_3%20Ca1336-09.html

Solange es gestattet ist: okay. Wenn nicht. dann wird er eben dafuer
bezahlt auf der Wand der Farbe beim Abblaettern zuzusehen, sich fort
zu bilden, Anweisungen nochmal zu studieren oder von mir aus seine
Konsolen zu polieren.

>Weil eben wirklich nichts anderes zu 
>tun oder zu überwachen ist.

Dennoch ist es (vermutlich) bezahlte Arbeitszeit und nicht zur freien
Verfuegung gestellte Privatzeit.

>Da ergeben sich für mich zwei mögliche Szenarien:
>
>1. Der Fahrdienstleiter ist in erster Linie auf seine Arbeit konzentriert 
>und ist wirklich bei der Sache. Nachdem er seine nötigen Tätigkeiten 
>erledigt hat und es nichts weiter zu tun gibt, wendet er sich seinem 
>Handyspiel zu, so wie er ohne Handy vielleicht Zeitung lesen würde.

Solange der Arbeitgeber das gestattet: okay.
Vor dem Hintergrund, dass es hier ein schweres Unglueck mit
Todesfaellen gab, wird aber spaetestens jetzt wohl eine Anweisung in
dem Unternehmen 'rum gehen, dass das nicht gestattet wird.

>2. Der Fahrdienstleiter ist sehr auf sein Spiel konzentriert und unterbricht 
>es nur kurz, um die anfallende Arbeit unkonzentriert zu erledigen.
>
>Die zweite Variante ist zweifellos die unverantwortliche.

Die Erste waere aber vermutlich auch fuer den Arbeitgeber aergerlich,
wenn sich diese Arbeitspausen zu doch signifikannten Mengen summieren
(vgl. Raucherpausen)

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