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Verteilung via Auktion

Started byspamfalle2@arcor.de (Marc Stibane)
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  Verteilung via Auktion spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2016-04-03 08:44 +0200
    Re: Verteilung via Auktion Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2016-04-03 09:47 +0200
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      Re: Verteilung via Auktion Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2016-04-03 12:32 +0200
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      Re: Verteilung via Auktion spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2016-04-03 15:17 +0200
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              Re: Verteilung via Auktion Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-04-04 06:24 +0000
                Re: Verteilung via Auktion Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2016-04-04 11:32 +0200
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              Re: Verteilung via Auktion Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-04-04 08:43 +0000
                Re: Verteilung via Auktion Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-04-04 02:19 -0700
                  Re: Verteilung via Auktion Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-04-04 10:53 +0000
                    Re: Verteilung via Auktion Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2016-04-04 13:34 +0200
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    Re: Verteilung via Auktion Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-04-03 03:56 -0700
      Re: Verteilung via Auktion spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2016-04-03 15:17 +0200
        Re: Verteilung via Auktion Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2016-04-03 15:27 +0200
          Re: Verteilung via Auktion spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2016-04-03 16:32 +0200
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      Re: Verteilung via Auktion spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2016-04-03 16:32 +0200
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          Re: Verteilung via Auktion spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2016-04-03 17:31 +0200
            Re: Verteilung via Auktion Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2016-04-03 17:37 +0200
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              Re: Verteilung via Auktion Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2016-04-03 18:50 +0000
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    Re: Verteilung via Auktion Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-04-03 16:41 +0200
      Re: Verteilung via Auktion Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-04-03 08:18 -0700
        Re: Verteilung via Auktion Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-04-03 17:41 +0200
      Re: Verteilung via Auktion "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-04-03 18:28 +0200
        Re: Verteilung via Auktion Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> - 2016-04-03 16:43 +0000
          Re: Verteilung via Auktion Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2016-04-03 18:50 +0000
        Re: Verteilung via Auktion Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2016-04-04 00:22 +0200
        Re: Verteilung via Auktion Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-04-04 14:07 +0200
          Re: Verteilung via Auktion spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2016-04-05 16:30 +0200
            Re: Verteilung via Auktion Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-04-05 16:42 +0200
              Re: Verteilung via Auktion Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-04-05 14:51 +0000
                Re: Verteilung via Auktion "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-04-05 17:05 +0200
    Re: Verteilung via Auktion Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-04-03 15:35 +0000
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#249457 — Verteilung via Auktion

Fromspamfalle2@arcor.de (Marc Stibane)
Date2016-04-03 08:44 +0200
SubjectVerteilung via Auktion
Message-ID<1ml4f07.o6gfnm10kje91N@marc.my-fqdn.de>
Resourcen alloziieren ist eine Spezialität der Marktwirtschaft. Angebot
und Nachfrage bestimmt den Preis.

Man könnte die Flüchtlingsverteilung in Europa ganz einfach lösen. Mit
ur-kapitalistischen Methoden, nämlich regelmäßigen Auktionen.

Die Bieter sind natürlich die EU-Mitgliedsstaaten - angeboten werden
Kontingente von jeweils 1000 Flüchtlingen, die der Gewinnerstaat dann
aufnehmen und integrieren muss. Natürlich ohne Auktionator und Handheben
- der Preis steigt einfach alle 10 Sekunden um einen fixen Wert. Wer
zuerst zuschlägt hat gewonnen. 

Einziger Unterschied zu Verkaufsauktionen: nicht der Käufer bezahlt hier
für die Ware, sondern der Verkäufer (EU) bezahlt den Käufer für die
Aufnahme.

Jedes Land kann sich ausrechnen, wieviel Neubürger es zu welchem Preis
integrieren kann und dementspechend zuschlagen wenn der Preis für ein
Kontingent passt. Oder eben passen - und auf das Geld verzichten.

Den Preis bezahlen alle Bürger der EU gemeinsam, über eine EU-Steuer.
Diese richtet sich nach der Wirtschaftskraft des Landes und der
Einwohnerzahl zu einem Stichtag (damit nicht Neubürger zu höheren
Zahlungen führen). Strukturfonds werden gekürzt.

Mit diesen Regeln ist sichergestellt dass bei jeder Auktion alle
Kontingente ersteigert werden, eben weil der Preis solange steigt bis
jemand zuschlägt.


-- 
In a world without walls and fences,
   who needs windows and gates?

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#249461

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2016-04-03 09:47 +0200
Message-ID<dmc04vFselpU1@mid.individual.net>
In reply to#249457
Am 03.04.2016 um 08:44 schrieb Marc Stibane:

> Den Preis bezahlen alle Bürger der EU gemeinsam, über eine EU-Steuer.
> Diese richtet sich nach der Wirtschaftskraft des Landes und der
> Einwohnerzahl zu einem Stichtag (damit nicht Neubürger zu höheren
> Zahlungen führen). Strukturfonds werden gekürzt.

Eine EU Steuer ist sicher genau das, was das Akzeptanzproblem der
Flüchtlinge und der EU insgesamt in vielen Staaten löst.

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#249464

FromHolger Marzen <holger@marzen.de>
Date2016-04-03 07:54 +0000
Message-ID<ndqi71$jon$1@news.marzen.de>
In reply to#249457
* On Sun, 3 Apr 2016 08:44:02 +0200, Marc Stibane wrote:

> Man könnte die Flüchtlingsverteilung in Europa ganz einfach lösen. Mit
> ur-kapitalistischen Methoden, nämlich regelmäßigen Auktionen.
>
> Die Bieter sind natürlich die EU-Mitgliedsstaaten - angeboten werden
> Kontingente von jeweils 1000 Flüchtlingen, die der Gewinnerstaat dann
> aufnehmen und integrieren muss. Natürlich ohne Auktionator und Handheben
> - der Preis steigt einfach alle 10 Sekunden um einen fixen Wert. Wer
> zuerst zuschlägt hat gewonnen. 
>
> Einziger Unterschied zu Verkaufsauktionen: nicht der Käufer bezahlt hier
> für die Ware, sondern der Verkäufer (EU) bezahlt den Käufer für die
> Aufnahme.
>
> Jedes Land kann sich ausrechnen, wieviel Neubürger es zu welchem Preis
> integrieren kann und dementspechend zuschlagen wenn der Preis für ein
> Kontingent passt. Oder eben passen - und auf das Geld verzichten.

Interessanter Ansatz. Ich versuche mir auszumalen, zu was dieser im
Prinzip clevere Ansatz führen könnte. Es gibt nämlich kaum etwas in
dieser Welt, was nicht von Geschäftemachern pervertiert werden kann.

Wenn wir in Afrika wären, wäre klar was passiert: Das Regime, das den
Zuschlag erhält, würde davon nicht die Infrastruktur für Flüchtlinge
herrichten, sondern das tun, was man da eben tut: Waffen kaufen. Die
Flüchtlinge hat man damit auch gleich unter Kontrolle. Ob die nun
verhungern, heimlich deportiert werden oder bei den irgendwann
stattfindenden Aufständen erschossen werden, dürfte den Machthabern dort
egal sein.

Wird es hier so viel anders sein? Ja, schon. Hier schreien unsere
transatlantisch erleuchteten Politiker zwar auch nach mehr Geld fürs
Militär, ich traue Flintenuschi und ihrer Truppe aber nicht zu, die
Flüchtlinge dann in Lager zu pferchen und verhungern zu lassen. Es würde
mich aber sehr wundern, wenn das Geld zu mehr als 30% für
Infrastrukturprojekte zur Integration und Versorgung der Flüchtlinge
ausgegeben werden würde. Ein Teil davon wird ans Militär gehen
(Investitionsstau! Sicherheit! Terrorischden!), einen anderen Teil
werden sich Parasiten für Gender- und andere sinnlose Studien abgreifen
– natürlich zum Wohl der Flüchtlinge. Am Ende kriegen die Kommunen, die
die Flüchtlinge per Ordre de Mufti zugewiesen bekommen, ein paar
Brosamen hingeschmissen und können sehen, wie sie mit den Flüchtlingen
zurechtkommen.

Es könnte natürlich auch mehr Geld für Infrastrukturprojekte
übrigbleiben. Was passiert dann? Skrupellose Investoren greifen das Geld
ab und errichten – weit weg von ihrer eigenen Wohnstätte – riesige
hingepfuschte Massenhaltungskästen. Ob sie das Geld gleich auf die Hand
bekommen oder eine 15-jährige (Wucher-) Mietgarantie herausschlagen,
lasse ich mal offen. In diesen großen Ghettos wird die Polizei sich nur
als Hundertschaft hintrauen, und dann auch nur, wenn es gar nicht anders
geht.

Ich fürchte, ohne gesetzliche Begrenzung kann man die aufwändige
Einzelfallprüfung und eine echte Integration durch Verdünnung nicht
hinbekommen. D.h. ich denke nicht, dass man die Angst der Menschen vor
Überfremdung durch Leute, die ihre aggressive und frauenverachtende
Kultur zu uns bringen, mit Geld lösen kann. Wir haben im Saarland
überhaupt kein Problem mit den Flüchtlingen, jedenfalls keins, was mir
bekannt ist. In den Dörfern sieht man die jungen Männer nicht
rumlungern. Das kann aber ganz schnell kippen. Es müssen tatsächlich nur
ein paar Einzelfälle sein, die in Schwimmbädern, Bussen oder Zügen
grapschen oder vergewaltigen, und die Menge muss sich nur noch wenig
erhöhen. Dann kippt die Stimmung in Windeseile. Jeder, der dann auch nur
ein kleines Grüppchen fremd aussehender junger Männer irgendwo
herumlungern sieht, sieht dann rot. Das gilt es zu vermeiden, und genau
das ist die Aufgabe der Politiker vor Ort und im Land. Die Bundespolitik
ist zu weit weg. Probleme, die weit weg sind, sind keine.

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#249465

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2016-04-03 10:03 +0200
Message-ID<ndqioq$87n$1@news.albasani.net>
In reply to#249457
Am 03.04.16 um 08:44 schrieb Marc Stibane:
> Resourcen alloziieren ist eine Spezialität der Marktwirtschaft. Angebot
> und Nachfrage bestimmt den Preis.
> 
> Man könnte die Flüchtlingsverteilung in Europa ganz einfach lösen. Mit
> ur-kapitalistischen Methoden, nämlich regelmäßigen Auktionen.
> 
> Die Bieter sind natürlich die EU-Mitgliedsstaaten - angeboten werden
> Kontingente von jeweils 1000 Flüchtlingen, die der Gewinnerstaat dann
> aufnehmen und integrieren muss. Natürlich ohne Auktionator und Handheben
> - der Preis steigt einfach alle 10 Sekunden um einen fixen Wert. Wer
> zuerst zuschlägt hat gewonnen. 
> 
> Einziger Unterschied zu Verkaufsauktionen: nicht der Käufer bezahlt hier
> für die Ware, sondern der Verkäufer (EU) bezahlt den Käufer für die
> Aufnahme.
> 
> Jedes Land kann sich ausrechnen, wieviel Neubürger es zu welchem Preis
> integrieren kann und dementspechend zuschlagen wenn der Preis für ein
> Kontingent passt. Oder eben passen - und auf das Geld verzichten.
> 
> Den Preis bezahlen alle Bürger der EU gemeinsam, über eine EU-Steuer.
> Diese richtet sich nach der Wirtschaftskraft des Landes und der
> Einwohnerzahl zu einem Stichtag (damit nicht Neubürger zu höheren
> Zahlungen führen). Strukturfonds werden gekürzt.
> 
> Mit diesen Regeln ist sichergestellt dass bei jeder Auktion alle
> Kontingente ersteigert werden, eben weil der Preis solange steigt bis
> jemand zuschlägt.
> 
> 


Interessante Idee. Und auf jeden Fall meilenweit realistischer als das,
was die EU mit Ergowie-Erdowo-Erdogan für 6 Milliarden Euro ausgehandelt
hat.

Wie es da weitergeht, auf Lesbos und Chios?
Mein Tipp: Am Dienstag sind alle Versuche der Deportation von sich
wehrenden Flüchtlingsfrauen und -Kindern und -Familien aus den örtlichen
 Gefangenencamps  unter den Augen der Fernsehteams der Welt bis auf
weiteres wieder beendet. Zu recht wohl auch.

Also das kann nur scheitern. Hoffentlich ist noch kein Geld in die
Türkei überwiesen. Die Griechen werden es besser brauchen können.


SZ online beschreibt es noch sehr gemäßigt:

"Die Lage auf den griechischen Inseln Lesbos und Chios ist seit
Inkrafttreten des Flüchtlingspaktes alles andere als gut.
Menschenrechtler beklagen, dass die Lager dort zu regelrechten
Gefängnissen geworden seien, die Flüchtlinge menschenunwürdig behandelt
würden. Sie lebten dort zusammengepfercht, das Essen sei knapp, die
Kommunikation unzureichend. Unmittelbar nach Abschluss des
Flüchtlingsdeals haben sich einige Hilfsorganisationen aus Protest
weitgehend aus den Lagern zurückgezogen.

Auf der Insel Chios kommt es Sicherheitskräften zufolge fast jeden Tag
zu Ausschreitungen. 1600 Flüchtlinge sitzen dort fest und müssen die
baldige Abschiebung fürchten. Diese Woche sind dort Hunderte Flüchtlinge
aus einem Auffanglager ausgebrochen; sie zerschnitten den
Maschendrahtzaun, der das Lager umgibt. Migranten auf den Ägäis-Inseln
Lesbos und Chios protestierten am Samstag gegen die Pläne und sprachen
von "Deportationen". Ärzte ohne Grenzen zog sein Team komplett aus dem
Lager ab. Die Flüchtlinge flohen in Richtung Hafen, in der Hoffnung,
dort auf eine Fähre zu gelangen. Sie hoffen vergebens: Die Fähren sind
auf einen anderen Hafen ausgewichen.

Auch in der Türkei regt sich Widerstand. In der Dikili protestierten am
Samstag Hunderte Demonstranten gegen die Aufnahme von Migranten aus
Griechenland. Wo die Menschen dort unterkommen sollen, scheint bislang
noch ungeklärt."

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#249473

FromJörg Tewes <jogi1964@gmx.net>
Date2016-04-03 12:29 +0200
Message-ID<5700F092.3060109@jtewes.my-fqdn.de>
In reply to#249457
Marc Stibane schrieb:
> Resourcen alloziieren ist eine Spezialität der Marktwirtschaft. Angebot
> und Nachfrage bestimmt den Preis.
> 
> Man könnte die Flüchtlingsverteilung in Europa ganz einfach lösen. Mit
> ur-kapitalistischen Methoden, nämlich regelmäßigen Auktionen.
> 
> Die Bieter sind natürlich die EU-Mitgliedsstaaten - angeboten werden
> Kontingente von jeweils 1000 Flüchtlingen, die der Gewinnerstaat dann
> aufnehmen und integrieren muss. Natürlich ohne Auktionator und Handheben
> - der Preis steigt einfach alle 10 Sekunden um einen fixen Wert. Wer
> zuerst zuschlägt hat gewonnen. 

Eher nicht.

> Einziger Unterschied zu Verkaufsauktionen: nicht der Käufer bezahlt hier
> für die Ware, sondern der Verkäufer (EU) bezahlt den Käufer für die
> Aufnahme.

Wenn die EU dem EU-Mitgliedsstaat dafür bezahlt Flüchtlinge
aufzunehmen, wird jeder EU-Mitgliedsstaat den höchsten Preis abwarten.
Ob die daran denken, daß sie das selbst bezahlen? Darf bezweifelt werden.

> Den Preis bezahlen alle Bürger der EU gemeinsam, über eine EU-Steuer.
> Diese richtet sich nach der Wirtschaftskraft des Landes und der
> Einwohnerzahl zu einem Stichtag (damit nicht Neubürger zu höheren
> Zahlungen führen). Strukturfonds werden gekürzt.

Und mit diesem Punkt landen alle Flüchtlinge entweder in den
wirtschaftskräftigsten Staaten, wo sie sowieso hin wollen, oder die
EU-Mitgliedsstaaten zahlen an die nicht kräftigen Staaten eine saftige
Aufnahmegebühr.

Denn ein nicht wirtschaftskräftiger Staat wird kaum früh zuschlagen.


        Bye Jörg

-- 
"Stay close to the Vorlon and watch out for the Shadows. They move
when you're not looking at them."
(Sinclair, "The Coming of Shadows")

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#249474

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2016-04-03 12:32 +0200
Message-ID<dmc9ppFaktU1@mid.individual.net>
In reply to#249473
Am 03.04.2016 um 12:29 schrieb Jörg Tewes:

> Und mit diesem Punkt landen alle Flüchtlinge entweder in den
> wirtschaftskräftigsten Staaten, wo sie sowieso hin wollen, oder die
> EU-Mitgliedsstaaten zahlen an die nicht kräftigen Staaten eine saftige
> Aufnahmegebühr.

Wie will man denn die Flüchtlinge daran hindern, innerhalb der EU dahin
zu gehen, wohin sie wollen? Internierungslager?

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#249475

FromJörg Tewes <jogi1964@gmx.net>
Date2016-04-03 12:36 +0200
Message-ID<5700F219.7000202@jtewes.my-fqdn.de>
In reply to#249474
Michael Bode schrieb:
> Am 03.04.2016 um 12:29 schrieb Jörg Tewes:
> 
>> Und mit diesem Punkt landen alle Flüchtlinge entweder in den
>> wirtschaftskräftigsten Staaten, wo sie sowieso hin wollen, oder die
>> EU-Mitgliedsstaaten zahlen an die nicht kräftigen Staaten eine saftige
>> Aufnahmegebühr.
> 
> Wie will man denn die Flüchtlinge daran hindern, innerhalb der EU dahin
> zu gehen, wohin sie wollen? Internierungslager?

Das kommt noch hinzu, die wirtschaftskräftigen Staaten zahlen an die
nicht so wirtschaftskräftigen eine horrende Summe, und haben die
Flüchtlinge hinter trotzdem im eigenen Land.


        Bye Jörg

-- 
"All this does is get us out of the way so the Centauri can move in
on the other worlds. Earth wants peace and they're willing to
sacrifice everybody else in order to get it."
(Ivanova, "The Fall of Night")

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#249489

FromRuediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de>
Date2016-04-03 16:06 +0200
Message-ID<ndrf2s.1cs.1@privat.lahls.de>
In reply to#249474
*Michael Bode* schrieb:
> Am 03.04.2016 um 12:29 schrieb Jörg Tewes:
>
>> Und mit diesem Punkt landen alle Flüchtlinge entweder in den
>> wirtschaftskräftigsten Staaten, wo sie sowieso hin wollen, oder die
>> EU-Mitgliedsstaaten zahlen an die nicht kräftigen Staaten eine saftige
>> Aufnahmegebühr.
>
> Wie will man denn die Flüchtlinge daran hindern, innerhalb der EU dahin
> zu gehen, wohin sie wollen? Internierungslager?

Residenzpflicht und das Land muss jährlich nachweisen, das der
Flüchtling noch da ist.
-- 
bis denne

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#249493

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2016-04-03 16:20 +0200
Message-ID<dmcn4pF3n75U1@mid.individual.net>
In reply to#249489
Am 03.04.2016 um 16:06 schrieb Ruediger Lahl:
> *Michael Bode* schrieb:
>> Am 03.04.2016 um 12:29 schrieb Jörg Tewes:
>>
>>> Und mit diesem Punkt landen alle Flüchtlinge entweder in den
>>> wirtschaftskräftigsten Staaten, wo sie sowieso hin wollen, oder die
>>> EU-Mitgliedsstaaten zahlen an die nicht kräftigen Staaten eine saftige
>>> Aufnahmegebühr.
>>
>> Wie will man denn die Flüchtlinge daran hindern, innerhalb der EU dahin
>> zu gehen, wohin sie wollen? Internierungslager?
> 
> Residenzpflicht und das Land muss jährlich nachweisen, das der
> Flüchtling noch da ist.

Das klappt derzeit in Idomeni auch nur dank der Tatsache, dass
Mazedonien a) kein EU Mitglied ist und b) so oder so die Grenze dicht
gemacht hätte.

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#249481

Fromspamfalle2@arcor.de (Marc Stibane)
Date2016-04-03 15:17 +0200
Message-ID<1ml4ycj.1ofw6y71avgh2iN@marc.my-fqdn.de>
In reply to#249473
Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> wrote:

> Wenn die EU dem EU-Mitgliedsstaat dafür bezahlt Flüchtlinge
> aufzunehmen, wird jeder EU-Mitgliedsstaat den höchsten Preis abwarten.

Diese Woche gibt es 10 Kontingente á 1000 Personen. Und 28 EU-Länder die
mitbieten...
Zahlen müssen alle Länder, auch die die immer solange abwarten bis ein
anderes Land den Zuschlag bekommt.

-- 
In a world without walls and fences,
   who needs windows and gates?

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#249553

FromJörg Tewes <jogi1964@gmx.net>
Date2016-04-03 21:19 +0200
Message-ID<57016CA9.5030104@jtewes.my-fqdn.de>
In reply to#249481
Marc Stibane schrieb:
> Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> wrote:
> 
>> Wenn die EU dem EU-Mitgliedsstaat dafür bezahlt Flüchtlinge
>> aufzunehmen, wird jeder EU-Mitgliedsstaat den höchsten Preis abwarten.
> 
> Diese Woche gibt es 10 Kontingente á 1000 Personen. Und 28 EU-Länder die
> mitbieten...
> Zahlen müssen alle Länder, auch die die immer solange abwarten bis ein
> anderes Land den Zuschlag bekommt.

Ja und? Ich bekomme 10 Mio, um Flüchtlinge aufzunehmen, aber bezahle
nur 100.000, weil ich bin ja ein wirtschaftlich schwaches Land. Dem
könnten nur die wirtschaftlich starken Länder entgegenwirken, indem
sie immer ganz früh zuschlagen.


        Bye Jörg

-- 
Eine Studie bescheinigt Linux mit Kernel 2.4 deutlich verbesserte
Server-Funktionen, die teilweise mit kommerziellen Unix-Varianten
mithalten könnten.

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#249555

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2016-04-03 20:28 +0000
Message-ID<1t57017cabi1f1an3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#249553
On Sun, 03 Apr 2016 21:19:05 Jörg Tewes wrote:
> Ja und? Ich bekomme 10 Mio, um Flüchtlinge aufzunehmen, aber bezahle
> nur 100.000, weil ich bin ja ein wirtschaftlich schwaches Land. Dem
> könnten nur die wirtschaftlich starken Länder entgegenwirken, indem
> sie immer ganz früh zuschlagen.
 
Na, das wäre doch super.

Dann würden entweder die starken Länder für die Flüchtlinge sorgen,
oder die starken Länder dafür bezahlen, dass andere für die Flüchtlinge
sorgen.

Ich kann mir wahrhaftig unerfreulichere Ergebnisse vorstellen.

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - hinreissende Liebe, die selten zutscht.
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#249558

FromJörg Tewes <jogi1964@gmx.net>
Date2016-04-03 23:55 +0200
Message-ID<57019149.1020906@jtewes.my-fqdn.de>
In reply to#249555
Stefan Froehlich schrieb:
> On Sun, 03 Apr 2016 21:19:05 Jörg Tewes wrote:
>> Ja und? Ich bekomme 10 Mio, um Flüchtlinge aufzunehmen, aber bezahle
>> nur 100.000, weil ich bin ja ein wirtschaftlich schwaches Land. Dem
>> könnten nur die wirtschaftlich starken Länder entgegenwirken, indem
>> sie immer ganz früh zuschlagen.
>  
> Na, das wäre doch super.

Das habe ich weder abgestritten noch zugestimmt. Wenn aber die starken
Länder nicht mehr zuschlagen, machen es die schwachen Länder
irgendwann wenn der Preis paßt.


        Bye Jörg

-- 
"The secret of our marriage's success, Londo, is our lack of
communication."
(Timov, "Soul Mates")

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#249571

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2016-04-04 06:24 +0000
Message-ID<1t5702084ei2ca8n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#249558
On Sun, 03 Apr 2016 23:55:21 Jörg Tewes wrote:
> >> Ja und? Ich bekomme 10 Mio, um Flüchtlinge aufzunehmen, aber bezahle
> >> nur 100.000, weil ich bin ja ein wirtschaftlich schwaches Land. Dem
> >> könnten nur die wirtschaftlich starken Länder entgegenwirken, indem
> >> sie immer ganz früh zuschlagen.

> > Na, das wäre doch super.
 
> Das habe ich weder abgestritten noch zugestimmt. Wenn aber die starken
> Länder nicht mehr zuschlagen, machen es die schwachen Länder
> irgendwann wenn der Preis paßt.

Eben, das ist doch genau der Punkt. Die Geschichte regelte sich dann
von selbst.

Servus,
   Stefan

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Mehr als man ersehnt. Stefan - harmonisch und spannend.
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#249585

FromJörg Tewes <jogi1964@gmx.net>
Date2016-04-04 11:32 +0200
Message-ID<570234CB.1090204@jtewes.my-fqdn.de>
In reply to#249571
Stefan Froehlich schrieb:
> On Sun, 03 Apr 2016 23:55:21 Jörg Tewes wrote:
>> >> Ja und? Ich bekomme 10 Mio, um Flüchtlinge aufzunehmen, aber bezahle
>> >> nur 100.000, weil ich bin ja ein wirtschaftlich schwaches Land. Dem
>> >> könnten nur die wirtschaftlich starken Länder entgegenwirken, indem
>> >> sie immer ganz früh zuschlagen.
> 
>> > Na, das wäre doch super.
>  
>> Das habe ich weder abgestritten noch zugestimmt. Wenn aber die starken
>> Länder nicht mehr zuschlagen, machen es die schwachen Länder
>> irgendwann wenn der Preis paßt.
> 
> Eben, das ist doch genau der Punkt. Die Geschichte regelte sich dann
> von selbst.

Und du denkst wenn die schwachen Länder die Flüchtlinge aufnehmen
würden, würde sich da was ändern gegenüber heute? Oder würden die das
Geld bloß zur Sanierung des eigenen Haushalts benutzen?


        Bye Jörg

-- 
A theologian is like a blind man in a dark room searching for a
black cat which isn't there - and finding it!

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#249586

FromLothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de>
Date2016-04-04 02:38 -0700
Message-ID<599a804f-7180-4b1b-9199-49ebd79f317f@googlegroups.com>
In reply to#249585
Jörg Tewes tat kund:

> Stefan Froehlich schrieb:
> > On Sun, 03 Apr 2016 23:55:21 Jörg Tewes wrote:
> >> >> Ja und? Ich bekomme 10 Mio, um Flüchtlinge aufzunehmen, aber bezahle
> >> >> nur 100.000, weil ich bin ja ein wirtschaftlich schwaches Land. Dem
> >> >> könnten nur die wirtschaftlich starken Länder entgegenwirken, indem
> >> >> sie immer ganz früh zuschlagen.
> > 
> >> > Na, das wäre doch super.
> >  
> >> Das habe ich weder abgestritten noch zugestimmt. Wenn aber die starken
> >> Länder nicht mehr zuschlagen, machen es die schwachen Länder
> >> irgendwann wenn der Preis paßt.
> > 
> > Eben, das ist doch genau der Punkt. Die Geschichte regelte sich dann
> > von selbst.
> 
> Und du denkst wenn die schwachen Länder die Flüchtlinge aufnehmen
> würden, würde sich da was ändern gegenüber heute? 

Na klar. Sie hätten die ganzen Spitzenkräfte, 
die Merkel uns vorenthalten will. Diese Leute
würden sich zügig integrieren, aber trotzdem 
wie die Karnickel vermehren, um die Renten zu
retten. So wie die Presse es hierzulande
rauf und runter gebetet hat. Win-win.

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#249578

FromLothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de>
Date2016-04-04 01:20 -0700
Message-ID<91498547-2040-4c28-b145-3b0221987b3f@googlegroups.com>
In reply to#249555
Stefan Froehlich tat kund:

> Dann würden entweder die starken Länder für die Flüchtlinge sorgen,
> oder die starken Länder dafür bezahlen, dass andere für die Flüchtlinge
> sorgen.

Komisch. Als ich schüchtern solch ein Problem ansprach,
habe ich in dieser NG erfahren,  daß die Flüchtlinge für uns 
sorgen werden. Wenn das nicht einfach so in die Luft
schwadroniert war - schließlich wurden ja nur Prognosen
über eine bis zwei Generationen gemacht -, gibt es doch 
gar kein Problem.

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#249580

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2016-04-04 08:43 +0000
Message-ID<1t570228fdi59d3n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#249578
On Mon, 04 Apr 2016 10:20:07 Lothar Frings wrote:
> Als ich schüchtern solch ein Problem ansprach,
> habe ich in dieser NG erfahren,  daß die Flüchtlinge für uns 
> sorgen werden.

Es gibt gelegentlich Menschen, die zwar eine Meinung vertreten, die
ich für vernünftig halte, die aber dennoch unvernünftige Argumente
verwenden.

Diese Argumente sind nicht die meinen, auch wenn sie zum gleichen
Ergebnis führen.

> Wenn das nicht einfach so in die Luft schwadroniert war [...]

Naja, im Vergleich zu dem, was Du so in die Luft schwadronierst...

Servus,
   Stefan

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Stefan - das ist doch mal ein galaktischer Gedanke.
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#249583

FromLothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de>
Date2016-04-04 02:19 -0700
Message-ID<a77719a0-97c4-4efd-a713-110d827360e2@googlegroups.com>
In reply to#249580
Stefan Froehlich tat kund:

> On Mon, 04 Apr 2016 10:20:07 Lothar Frings wrote:
> > Als ich schüchtern solch ein Problem ansprach,
> > habe ich in dieser NG erfahren,  daß die Flüchtlinge für uns 
> > sorgen werden.
> 
> Es gibt gelegentlich Menschen, die zwar eine Meinung vertreten, die
> ich für vernünftig halte, die aber dennoch unvernünftige Argumente
> verwenden.
> 
> Diese Argumente sind nicht die meinen, auch wenn sie zum gleichen
> Ergebnis führen.

Also, die sich selbst versorgenden, super ausgebildeten,
für unsere Rente sorgenden Flüchtlinge sind vom Tisch?
Welche deiner Argumente führen denn zum "selben" Ergebnis?
Und zu welchem überhaupt? 

Vielleicht dürfen wir ja inzwischen, wo wir andere
Länder dafür bezahlen, uns die Supertypen vom Hals zu
halten, sogar wieder von einer Flüchtlingslawine
sprechen?

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#249593

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2016-04-04 10:53 +0000
Message-ID<1t5702468ai64b5n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#249583
On Mon, 04 Apr 2016 11:19:51 Lothar Frings wrote:
> > > [...] habe ich in dieser NG erfahren,  daß die Flüchtlinge für
> > > uns sorgen werden.

> > Es gibt gelegentlich Menschen, die zwar eine Meinung vertreten,
> > die ich für vernünftig halte, die aber dennoch unvernünftige
> > Argumente verwenden.
 
> Also, die sich selbst versorgenden, super ausgebildeten,
> für unsere Rente sorgenden Flüchtlinge sind vom Tisch?

Nein. Aber ebenso wie es einen (signifikanten Anteil) an gut
ausgebildeten Flüchtlingen gibt, bei denen in der Tat zu erwarten
ist, dass sie volkswirtschaftlich mehr beitragen als verbrauchen
werden, gibt es ebenso einen (ebenso signifikanten) Anteil an
Flüchtlingen, bei denen das umgekehrt ist.

Man sollte meinen, dass ein Jahr Nachdenkzeit ausreichend für Dich
ist, um das zu erkennen (zumal es inzwischen auch schon fundierte
Zahlen dazu gibt, was im Herbst noch nicht der Fall gewesen ist).

> Welche deiner Argumente führen denn zum "selben" Ergebnis?
> Und zu welchem überhaupt? 

Das einzige in meinen Augen überhaupt zulässige Argument,
Flüchtlinge aufzunehmen ist, dass sie Flüchtlinge sind.

Wenn sie ohnehin willkommen wären, dann dürften sie meinetwegen
*auch* gerne als ganz normale Einwanderer kommen, aber das ist
eine vollkommen andere Baustelle.

> Vielleicht dürfen wir ja inzwischen, wo wir andere Länder dafür
> bezahlen, uns die Supertypen vom Hals zu halten, sogar wieder von
> einer Flüchtlingslawine sprechen?

Du darfst - mit ganz wenigen Ausnahmen - sprechen, wovon Du
möchtest; schätze Dich dessen glücklich, vielen Flüchtlingen ging es
da ganz anders. Dadurch wird das von Dir Gesprochene allerdings
weder automatisch wahr noch automatisch intelligent.

Servus,
   Stefan

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Das Lachen der Kinder! Stefan, wenn der Partner laut muffelt!
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