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Groups > ger.ct > #248937 > unrolled thread
| Started by | Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> |
|---|---|
| First post | 2016-03-30 17:52 +0200 |
| Last post | 2016-03-31 09:43 +0200 |
| Articles | 6 — 5 participants |
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Die "Null-Befindlichkeit" Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> - 2016-03-30 17:52 +0200
Re: Die "Null-Befindlichkeit" Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-03-30 18:54 +0200
Re: Die "Null-Befindlichkeit" spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2016-03-30 21:02 +0200
Re: Die "Null-Befindlichkeit" Bernd Ullrich <ullrich_bernd@hotmail.com> - 2016-03-30 22:13 +0200
Re: Die "Null-Befindlichkeit" Dorothee Hermann <DorotheeHermann@gmx.net> - 2016-03-30 22:16 +0200
Re: Die "Null-Befindlichkeit" Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-03-31 09:43 +0200
| From | Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2016-03-30 17:52 +0200 |
| Subject | Die "Null-Befindlichkeit" |
| Message-ID | <ndgsno$plo$1@news.albasani.net> |
2016-03-30 17:53:00 +0200
Eine BegriffsBildung, die sich nirgends besser als in einer
geriatrischen NG diskutieren lässt. Ich verwende sie schon
seit fast 10 Jahren.
Anlass war ein Zitat eines Internisten, bei dem meine
Mutter in Behandlung war:
"Wenn man morgens aufwacht, und man ist über 50,
und es tut nichts weh, dann ist man tot."
Nun, so schlimm hat es sich in meiner BioGraphie nicht
dargestellt. Aber trotzdem war die Idee geboren,
Befindlichkeit über die Jahre und Jahrzehnte zu vergleichen.
Schwierig genug - wer steht schon neben einer 50 Jahre
jüngeren Ausgabe von sich selbst?
Trotzdem scheint es so zu sein, dass es auch in fortgeschrittenem
Alter möglich ist, zu einem gegebenen ZeitPunkt keine
BefindlichkeitsStörungen zu haben: Es tut nichts weh, man versucht
gerade nicht, sich mehr Leistung abzuverlangen als möglich ist,
die TrinkFestigkeit wird und wurde gerade nicht gegen ihre
Grenzen getestet, alle SinnesOrgane werden gerade im Rahmen ihrer
(eventuell reduzierten) Spezifikation beschäftigt.
Wenn einem jetzt jemand sagte, man wäre erst 18 oder 25, und
man würde nicht gleich auf den Fundus der Erinnerungen
zurückgreifen, dann würde man es glauben.
Diesen Zustand nenne ich die "Null-Befindlichkeit" - und
überraschender Weise ist es so, dass dieser Zustand immer
noch mehr als die halbe eigene LebensZeit andauert.
Nun ist natürlich zu kritisieren, in wie weit man tatsächlich
sich selbst über 50 Jahre hinweg vergleichen kann. Ich
sprach mit Leuten, die meinten, es geht gar nicht. Und die
kaum ignorierbare innere Welt hat sich in den letzten 40 bis
50 Jahren ja auch verändert - Erwartungen sind verschwunden,
biographische Erfahrungen sind hinzugekommen, auch Kenntnisse
aus den verschiedensten Bereichen, dafür befindet sich die
Sexualität schon lange im GleitFlug. Vielleicht ist es zu
schwer, bei der Eigen-BefindlichkeitsAnalyse diese unvermeidbaren
Effekte auszublenden.
Aber trotzdem, nach den besten Versuchen, das doch zu tun,
tät mich interessieren: wie weit ist die hier soeben definierte
Null-Befindlichkeit noch verbreitet - welcher Anteil der
LebensZeit?
***
Tatsächlich gibt es Menschen, denen diese VergleichsMöglichkeit
aus anderen Gründen gar nicht zur Verfügung steht. In einer
Kneipe in der Nähe lernte ich einen Mann kennen, der mit
knapp über sechzig die erste Star-Operation hatte - und da
er vorher eine defekte natürliche AugenLinse gehabt hatte,
konnte er das erste Mal im Leben wirklich scharf sehen -
das nahm er zum Anlass, sich nach allen Regeln der Kunst
vollaufen zu lassen.
Ein anderer Fall, eine KlassenKameradin von mir hat mit
über 60 eine neue MitralKlappe bekommen und erlebt nun das
erste Mal im Leben, wie es ist, *kein* VorHofFlimmern zu
haben.
In solchen Fällen ist es schwierig, die "Null-Befindlichkeit"
sauber zu definieren. Aber sie geben auch die Hoffnung, dass,
mit zunehmenden Alter, die Dinge nicht nur immer schlechter
werden müssen.
Herwig
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| From | Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> |
|---|---|
| Date | 2016-03-30 18:54 +0200 |
| Message-ID | <ndh055$e3f$1@dont-email.me> |
| In reply to | #248937 |
Am 30.03.2016 um 17:52 schrieb Herwig Huener AQSR 5: > 2016-03-30 17:53:00 +0200 > > Eine BegriffsBildung, die sich nirgends besser als in einer > geriatrischen NG diskutieren lässt. Ich verwende sie schon > seit fast 10 Jahren. > > Anlass war ein Zitat eines Internisten, bei dem meine > Mutter in Behandlung war: > > "Wenn man morgens aufwacht, und man ist über 50, > und es tut nichts weh, dann ist man tot." > > Nun, so schlimm hat es sich in meiner BioGraphie nicht > dargestellt. Aber trotzdem war die Idee geboren, > Befindlichkeit über die Jahre und Jahrzehnte zu vergleichen. > Schwierig genug - wer steht schon neben einer 50 Jahre > jüngeren Ausgabe von sich selbst? Ich bin bald 71. Wenn ich einfach so da sitze, fühle ich mich nicht anders als mit 20. Aber wenn ich am TV einen Film sehe, ist er meistens langweilig, das war mit 20 noch anders. Kürzlich kam ich fast nicht mehr die Treppe rauf zum 6. Stock. Der Hausarzt verschrieb dann Eisentabletten. Meine Eisenwerte waren bei 10% des unteren Grenzwertes. Schon am nächsten Tag nahm ich wieder zwei Stufen auf einmal, ohne Unterbrechung 101 Stufen (1*16 + 5*17) hoch, also 50,5 Schritte. Aber auch nach 6 Monaten Eisen und Vitaminen und Blutverdünner und Cholesterinsenker und Mg und Ca kann ich nicht mehr flott Klavier spielen. Und Namen, die ich früher immer wusste, muss ich immer wieder nachschlagen. Den Nachhauseweg finde ich zum Glück immer noch zuverlässig. Und das Kochen und Einkaufen habe ich auch noch nie vergessen. Gruss Walter -- **************************************************************** Es ist einfach nicht wahr, dass alle Kulturen gleichwertig sind! Die political correctness ist darum ein grosses Unglück. ****************************************************************
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| From | spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) |
|---|---|
| Date | 2016-03-30 21:02 +0200 |
| Message-ID | <1mkxzoh.6sd03oq45ntbN@marc.my-fqdn.de> |
| In reply to | #248944 |
Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> wrote: > Kürzlich kam ich fast nicht mehr die Treppe rauf zum 6. Stock. > Der Hausarzt verschrieb dann Eisentabletten. Meine Eisenwerte > waren bei 10% des unteren Grenzwertes. Wir haben einen Lucky Iron Fish: http://www.luckyironfish.com Einfach mit Suppe, Eintopf, etc... mitkochen. Ein paar Eisen-Atome wandern ins Kochwasser, das reicht aus. Keine Tabletten nötig. -- In a world without walls and fences, who needs windows and gates?
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| From | Bernd Ullrich <ullrich_bernd@hotmail.com> |
|---|---|
| Date | 2016-03-30 22:13 +0200 |
| Message-ID | <dm2qbrFiocsU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #248965 |
Am 30.03.2016 um 21:02 schrieb Marc Stibane: > Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> wrote: > >> Kürzlich kam ich fast nicht mehr die Treppe rauf zum 6. Stock. >> Der Hausarzt verschrieb dann Eisentabletten. Meine Eisenwerte >> waren bei 10% des unteren Grenzwertes. > > Wir haben einen Lucky Iron Fish: > http://www.luckyironfish.com ----------------------------------------------------- > Einfach mit Suppe, Eintopf, etc... mitkochen. Ein paar Eisen-Atome > wandern ins Kochwasser, das reicht aus. Keine Tabletten nötig. "Früher" tm wurde einfach eine alte Feile mitgekocht, das hielt die Mädels munter. BU ;-)
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| From | Dorothee Hermann <DorotheeHermann@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2016-03-30 22:16 +0200 |
| Message-ID | <dm2qgfFipmtU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #248944 |
Am 30.03.2016 um 18:54 schrieb Walter Schmid: > Kürzlich kam ich fast nicht mehr die Treppe rauf zum 6. Stock. > Der Hausarzt verschrieb dann Eisentabletten. Meine Eisenwerte > waren bei 10% des unteren Grenzwertes. Das ist sehr, sehr niedrig. > Schon am nächsten Tag nahm ich wieder zwei Stufen auf einmal, > ohne Unterbrechung 101 Stufen (1*16 + 5*17) hoch, also 50,5 Schritte. Selbst wenn Du die Tabletten nüchtern 'mit' einem Vitaminsaft genommen, ein paar Stunden auf Milchprodukte verzichtet, auch die Tabletten zum Senken des Cholesterins, das Magnesium und Calcium versetzt nimmst (damit sich die Aufnahmen nicht gegenseitig verlangsamen/behindern), wage ich zu bezweifeln, dass bei einem so niedrigen Ferritinwert nur mit Tabletten nach ein, zwei Tagen eine so merkbar Veränderung eingetreten ist. > Aber auch nach 6 Monaten Eisen und Vitaminen und Blutverdünner > und Cholesterinsenker und Mg und Ca kann ich nicht mehr flott > Klavier spielen. Und Namen, die ich früher immer wusste, muss ich > immer wieder nachschlagen. > Den Nachhauseweg finde ich zum Glück immer noch zuverlässig. Und > das Kochen und Einkaufen habe ich auch noch nie vergessen. Dann lag da wohl mehr vor, als nur ein Eisenmangel. Sicher sind da genaue, feine Untersuchungen vorangegangen und auch die Medikation (gegenseitige Wirkung) ist Dir genau erklärt worden. Und sicher hast Du Nahrungsempfehlungen bekommen (plus Sonnenlicht, Wasser, B12, Bewegung, usw.) und Du hältst Dich an alles?! Denn Deinen Postings merkt man nichts Ungutes an. ;-) Dorothee
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| From | Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> |
|---|---|
| Date | 2016-03-31 09:43 +0200 |
| Message-ID | <ndik7u$9g2$1@dont-email.me> |
| In reply to | #248981 |
Am 30.03.2016 um 22:16 schrieb Dorothee Hermann: > Am 30.03.2016 um 18:54 schrieb Walter Schmid: > >> Kürzlich kam ich fast nicht mehr die Treppe rauf zum 6. Stock. >> Der Hausarzt verschrieb dann Eisentabletten. Meine Eisenwerte >> waren bei 10% des unteren Grenzwertes. > > Das ist sehr, sehr niedrig. > >> Schon am nächsten Tag nahm ich wieder zwei Stufen auf einmal, >> ohne Unterbrechung 101 Stufen (1*16 + 5*17) hoch, also 50,5 Schritte. > > Selbst wenn Du die Tabletten nüchtern 'mit' einem Vitaminsaft genommen, > ein paar Stunden auf Milchprodukte verzichtet, auch die Tabletten zum > Senken des Cholesterins, das Magnesium und Calcium versetzt nimmst > (damit sich die Aufnahmen nicht gegenseitig verlangsamen/behindern), > wage ich zu bezweifeln, dass bei einem so niedrigen Ferritinwert nur mit > Tabletten nach ein, zwei Tagen eine so merkbar Veränderung eingetreten ist. Ich bekam auch noch eine Eisen-Spritze. Aber das mit dem nächsten Tag stimmt wirklich. > Denn Deinen Postings merkt man nichts Ungutes an. > ;-) Wenn Du wüsstest, wie lange ich dazu brauche, alle Tippfehler zu eliminieren ... Gruss Walter -- **************************************************************** Es ist einfach nicht wahr, dass alle Kulturen gleichwertig sind! Die political correctness ist darum ein grosses Unglück. ****************************************************************
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