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Groups > ger.ct > #233608 > unrolled thread

Adblocker (was: TTIP)

Started byMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
First post2015-12-14 23:00 +0100
Last post2015-12-21 05:36 +0100
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Contents

  Adblocker (was: TTIP) Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2015-12-14 23:00 +0100
    Re: Adblocker (was: TTIP) "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2015-12-14 23:11 +0100
      Re: Adblocker (was: TTIP) Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2015-12-15 07:18 +0100
      Re: Adblocker Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> - 2015-12-15 08:20 +0000
        Re: Adblocker Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2015-12-15 16:04 +0100
          Re: Adblocker Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> - 2015-12-15 17:25 +0000
            Re: Adblocker Michael Zink <michael@swamp.franken.de> - 2015-12-15 19:17 +0100
        Onlinezugang Zeitung (was: Adblocker) Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2015-12-15 19:00 +0100
          Re: Onlinezugang Zeitung Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> - 2015-12-16 11:00 +0000
            Re: Onlinezugang Zeitung Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2015-12-16 21:00 +0100
              Re: Onlinezugang Zeitung Bernd Ullrich <ullrich_bernd@hotmail.com> - 2015-12-16 21:46 +0100
              Re: Onlinezugang Zeitung Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> - 2015-12-17 13:40 +0000
                Re: Onlinezugang Zeitung Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2015-12-17 19:00 +0100
                  Re: Onlinezugang Zeitung Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> - 2015-12-18 23:18 +0000
                    Re: Onlinezugang Zeitung Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2015-12-20 12:00 +0100
                      Re: Onlinezugang Zeitung Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2015-12-20 21:00 +0100
                      Re: Onlinezugang Zeitung Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> - 2015-12-20 19:27 +0000
                        Re: Onlinezugang Zeitung Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2015-12-21 14:00 +0100
                  Re: Onlinezugang Zeitung markus philippi <markusphi.news@solinetcafe.org> - 2015-12-19 09:52 +0100
          Re: Onlinezugang Zeitung (was: Adblocker) Mike Grantz <beatclubs@stoiseland.de> - 2015-12-21 05:36 +0100

#233608 — Adblocker (was: TTIP)

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2015-12-14 23:00 +0100
SubjectAdblocker (was: TTIP)
Message-ID<kaeu6b1frq7hev96qdpad0kgmoo367npe2@4ax.com>
Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> schrieb:

>>> Oder bei der Telekommunikation, alles milliardenfach teurer udn die
>>> Weiterentwicklung läuft im Ultraspeed Rückwärtsgang. Demnächst wird
>>> wieder 300 Baud die Maximale Geschwindigkeit sein. :-D

>> Oh ja, und Webseiten enthalten wieder Inhalte statt Werbegeflacker
>> *träum*

>Ich bin lange ohne Werbeblocker unterwegs gewesen. Aber als die Popups 
>überhand nahmen, Werbung meinte immer blinken und flackern zu müssen und 
>auch noch Töne dazukamen war meine Geduld am Ende.

>Das Vertrauen haben sie verspielt und die Adblocker werden sie nicht 
>mehr los. Die werden eher noch besser.

Die Gegenreaktionen werden aber auch immer besser. Im Moment bekomme ich
SpOn mit Adblock+ nicht werbefrei. Etliche Werbung kommt vom SpOn-Server
selbst (also nicht von einer Fremdsite) und zwar aus dem Pfad
"Breitwandaufmacher", in dem auch die Aufmacherphotos der Artikel
stehen. Also habe ich die eben mitgekillt (kleineres Übel). Die ändern
aber gerade eine ganze Menge, nächstes Jahr wollen sie eine
Bezahlschranke einführen. Schaumermal.

Nervig ist neuerding die WELT, die statt Aufmacherphotos vielfach Videos
bringt (die ich meist überhaupt nicht sehen will, Artikel lesen reicht
mir). Vor jedes Video ist natürlich Werbung geschaltet.

Hase und Igel.

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#233611

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2015-12-14 23:11 +0100
Message-ID<n4nepq$1f9$2@news.albasani.net>
In reply to#233608
Am 14.12.15 um 23:00 schrieb Martin Gerdes:

> Nervig ist neuerding die WELT, die statt Aufmacherphotos vielfach Videos
> bringt (die ich meist überhaupt nicht sehen will, Artikel lesen reicht
> mir). Vor jedes Video ist natürlich Werbung geschaltet.
> 
> Hase und Igel.
> 


Ich zahle 530 Euro pro Jahr für die SZ.

Dafür, verdammt noch mal, sollte man sie auch online lesen können,
besonders auch im Urlaub im Ausland.

But nooooo....


Heise plus kostet allerdings auch Aufpreis, wenn auch nicht so viel.

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#233637

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2015-12-15 07:18 +0100
Message-ID<dd9pmfFg9v7U1@mid.individual.net>
In reply to#233611
Am 14.12.2015 um 23:11 schrieb Dr. Joachim Neudert:

> Ich zahle 530 Euro pro Jahr für die SZ.
> 
> Dafür, verdammt noch mal, sollte man sie auch online lesen können,
> besonders auch im Urlaub im Ausland.
> 
> But nooooo....

Dann kündige doch die Toter-Baum-Version und nehme nur online. Für die
Küchenabfälle gibt es doch die Werbeblättchen

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#233654 — Re: Adblocker

FromFrank Boehm <fraboehm@gmx.de>
Date2015-12-15 08:20 +0000
SubjectRe: Adblocker
Message-ID<n4oigd$nae$1@sif.baldar.de>
In reply to#233611
Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> wrote:

> Dafür, verdammt noch mal, sollte man sie auch online lesen können,
> besonders auch im Urlaub im Ausland.
> 
> But nooooo....
> 
> 
> Heise plus kostet allerdings auch Aufpreis, wenn auch nicht so viel.

Stimme Dir zu, der Heise Weg gefaellt mir auch. Wenn sie das nicht
anbieten, wie waere es wenigstens mit einem Kompromiss?

Ich wuerde auch damit leben koennen, wenn es in jeder Ausgabe einen
qrcode geben wuerde, mit dem ich wenigstens dieselbe Ausgabe auch
online fuer mich registrieren kann.

Es dauert zwar schlimmstenfalls ein paar Tage, bis mich die 
Papierausgaben erreichen, aber damit kann ich leben.

Sollte der gerade wichtige Zeitvorteil einer online Ausgabe nicht 
verloren gehen, dann in jeder Papierausgabe den Code der *naechsten* 
Ausgabe abdrucken. So muesste man immer noch eine kaufen.

Etwas sicherer, wenn der Code wie bei einem Rubbellos erst frei 
gerubbelt werden muss.

Im schlimmsten Fall nur Werbung fuer einen Verlag, die fast nichts 
kostet, im besten Fall ein Weg Kaeufer zu finden.


cu Frank


-- 
Al-Bundy-Folge, wo AL den Führerschein machen will:
Al:      "Haben Sie die nicht in einer Sprache, 
          die jeder Amerikaner versteht?"
Beamtin: "Klar, hier, spanisch!"

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#233744 — Re: Adblocker

FromRuediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de>
Date2015-12-15 16:04 +0100
SubjectRe: Adblocker
Message-ID<n4pdlm.2b4.1@privat.lahls.de>
In reply to#233654
*Frank Boehm* schrieb:
> Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> wrote:
>> Heise plus kostet allerdings auch Aufpreis, wenn auch nicht so viel.
>
> Stimme Dir zu, der Heise Weg gefaellt mir auch. Wenn sie das nicht
> anbieten, wie waere es wenigstens mit einem Kompromiss?
>
> Ich wuerde auch damit leben koennen, wenn es in jeder Ausgabe einen
> qrcode geben wuerde,

Den würde man dann recht schnell an den einschlägigen Orten im Netz
wiederfinden. Das wäre für den Verlag nur mit personalisierten QR
verlässlich machbar. Am Einfachsten würde der dann auf dem
Adressaufkleber aufgedruckt.
-- 
bis denne

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#233754 — Re: Adblocker

FromFrank Boehm <fraboehm@gmx.de>
Date2015-12-15 17:25 +0000
SubjectRe: Adblocker
Message-ID<n4pie9$pev$1@sif.baldar.de>
In reply to#233744
Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> wrote:

> Den würde man dann recht schnell an den einschlägigen Orten im Netz
> wiederfinden. Das wäre für den Verlag nur mit personalisierten QR
> verlässlich machbar. Am Einfachsten würde der dann auf dem
> Adressaufkleber aufgedruckt.

Natuerlich muesste es ein einzigartiger code pro Zeitschrift sein.
Aber ich bin sicher in der heutigen Zeit ist es drucktechnisch
loesbar, das Aequivalent eines Rubbellos einzukleben.

Ich koennte mir das durchaus auch als Werbung fuer die jeweilige
OnlineAusgabe vorstellen.
10cent mehr mit /Los/ fuer die aktuelle Ausgabe.
20cent mehr mit /Los/ fuer die aktuelle und naechste Ausgabe.
Bei einem einzigartigen Code koennte ich mir auch vorstellen, das wie
eine Briefmarke zu behandeln. Ein Los pro aktuelle Ausgabe einer
Zeitschrift eines Verlages.

Wie auch immer man sich die Details einer Ausarbeitung vorstellen mag. 

Bis heute fand ich die meisten Ideen der herkoemlichen Printmedien
erbaermlich.


cu Frank


-- 
Hans Magnus Enzensberger diagnostizierte schon vor bald 20 Jahren: 
"Der Terrorismus erzeugt eine Paranoia, die sich nicht an die Psychiatrie
delegieren lässt, weil sie kein individueller, sondern ein öffentlicher
Zustand ist."

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#233765 — Re: Adblocker

FromMichael Zink <michael@swamp.franken.de>
Date2015-12-15 19:17 +0100
SubjectRe: Adblocker
Message-ID<ddb3p8Fr0dpU1@mid.individual.net>
In reply to#233754
On Tue, 15 Dec 2015 17:25:29 +0000 (UTC), Frank Boehm wrote:

>Ich koennte mir das durchaus auch als Werbung fuer die jeweilige
>OnlineAusgabe vorstellen.
>10cent mehr mit /Los/ fuer die aktuelle Ausgabe.
>20cent mehr mit /Los/ fuer die aktuelle und naechste Ausgabe.

Dann freut sich der Handel. Für den wären das dann drei "verschiedene"
Zeitschriften.

Auf Wiederlesen

Michael

-- 
Das Internet darf kein GRUNDrechtsfreier Raum werden!

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#233764 — Onlinezugang Zeitung (was: Adblocker)

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2015-12-15 19:00 +0100
SubjectOnlinezugang Zeitung (was: Adblocker)
Message-ID<eb307blbiul62ld6092m9vc19stp20m4id@4ax.com>
In reply to#233654
Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> schrieb:

>> Dafür, verdammt noch mal, sollte man sie auch online lesen können,
>> besonders auch im Urlaub im Ausland.
 
>> But nooooo....

>> Heise plus kostet allerdings auch Aufpreis, wenn auch nicht so viel.

> Stimme Dir zu, der Heise Weg gefaellt mir auch. Wenn sie das nicht
> anbieten, wie waere es wenigstens mit einem Kompromiss?

> Ich wuerde auch damit leben koennen, wenn es in jeder Ausgabe einen
> qrcode geben wuerde, mit dem ich wenigstens dieselbe Ausgabe auch
> online fuer mich registrieren kann.

Daran habe ich neulich auch gedacht, aber ich fürchte, das funktioniert
nicht. Bei aktuellen Druckverfahren wäre der QR-Code einheitlich für
alle Exemplare der Ausgabe, er wäre vermutlich sofort im Netz frei
verfügbar. 

>Es dauert zwar schlimmstenfalls ein paar Tage, bis mich die 
>Papierausgaben erreichen, aber damit kann ich leben.

>Sollte der gerade wichtige Zeitvorteil einer online Ausgabe nicht 
>verloren gehen, dann in jeder Papierausgabe den Code der *naechsten* 
>Ausgabe abdrucken. So muesste man immer noch eine kaufen.

Dann wäre das Zeitfenster noch größer. 

So attraktiv ein anonymer Zugang zum Online-Angebot wäre, so
unrealistisch ist er vermutlich umzusetzen.

>Etwas sicherer, wenn der Code wie bei einem Rubbellos erst 
>freigerubbelt werden muss.

Das wäre möglich, aber seine Aufbringung wäre halt ein zusätzlicher
Aufwand beim Druck.

>Im schlimmsten Fall nur Werbung fuer einen Verlag, die fast nichts 
>kostet, im besten Fall ein Weg, Kaeufer zu finden.

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#233873 — Re: Onlinezugang Zeitung

FromFrank Boehm <fraboehm@gmx.de>
Date2015-12-16 11:00 +0000
SubjectRe: Onlinezugang Zeitung
Message-ID<n4rg8v$7ep$1@sif.baldar.de>
In reply to#233764
Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> wrote:
> Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> schrieb:
> 
> > Ich wuerde auch damit leben koennen, wenn es in jeder Ausgabe einen
> > qrcode geben wuerde, mit dem ich wenigstens dieselbe Ausgabe auch
> > online fuer mich registrieren kann.
> 
> >Es dauert zwar schlimmstenfalls ein paar Tage, bis mich die 
> >Papierausgaben erreichen, aber damit kann ich leben.
> 
> >Sollte der gerade wichtige Zeitvorteil einer online Ausgabe nicht 
> >verloren gehen, dann in jeder Papierausgabe den Code der *naechsten* 
> >Ausgabe abdrucken. So muesste man immer noch eine kaufen.
> 
> Dann wäre das Zeitfenster noch größer. 

?

wenn ich bereits den Code fuer die naechste online Ausgabe mit der
aktuellen Papierausgabe erhalte, dann wird das Fenster in dem ich auf
die neue Ausgabe warte kleiner

> So attraktiv ein anonymer Zugang zum Online-Angebot wäre, so
> unrealistisch ist er vermutlich umzusetzen.

Nur wenn es Spass macht Advocatus Diabloli zu spielen, wenn man immer
nur das negative sieht und dadurch so gelaehmt wird, dass effektiv gar
nichts mehr ausprobiert wird, gibt es nur Verlierer.

> >Etwas sicherer, wenn der Code wie bei einem Rubbellos erst 
> >freigerubbelt werden muss.
> 
> Das wäre möglich, aber seine Aufbringung wäre halt ein zusätzlicher
> Aufwand beim Druck.

Es gibt bereits Zeitschriften mit und ohne CD und bei Spiele CDs sind
auch bereits individuelle Codes aufgedruckt. Der Schritt nach
Zeitschriften mit und ohne Rubellos ist nicht so gross finde ich.

Egal welchen Weg man waehlt, im Augenblick passiert nichts.

Ein anderer Ansatz waere eine weitere Guthaben Plastikkarte an der
Kasse. Da haengen bereits iTunes, diverse Mobilfunkanbieter, Ikea und
was sonst noch alles. 


cu Frank

-- 
The help people need most urgently is
help in admitting that they need help.

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#233946 — Re: Onlinezugang Zeitung

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2015-12-16 21:00 +0100
SubjectRe: Onlinezugang Zeitung
Message-ID<b7g37b1s8ga6al0hv0ho7bolqcfo2aadig@4ax.com>
In reply to#233873
Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> schrieb:

>>> Ich wuerde auch damit leben koennen, wenn es in jeder Ausgabe einen
>>> qrcode geben wuerde, mit dem ich wenigstens dieselbe Ausgabe auch
>>> online fuer mich registrieren kann.

>> Dann wäre das Zeitfenster noch größer. 

>?

Wenn der QR-Code nicht nutzerindividuell ist, landet der in den Netzen,
und alle (und nicht nur der Käufer dieses Exemplars) lesen die
entsprechende Ausgabe online. 

Wenn in einer bestimmten Ausgabe der QR-Code zum Lesen der Folgeausgabe
steht, haben Netizen länger Zeit, den Freischaltcode zu verteilen.

Jetzt ! ?

>> So attraktiv ein anonymer Zugang zum Online-Angebot wäre, so
>> unrealistisch ist er vermutlich umzusetzen.

>Es gibt bereits Zeitschriften mit und ohne CD und bei Spiele CDs sind
>auch bereits individuelle Codes aufgedruckt. Der Schritt nach
>Zeitschriften mit und ohne Rubellos ist nicht so gross finde ich.

Schaumermal. 

>Ein anderer Ansatz waere eine weitere Guthaben Plastikkarte an der
>Kasse. Da haengen bereits iTunes, diverse Mobilfunkanbieter, Ikea und
>was sonst noch alles. 

Ein richtig schönes Verfahren zum Micropayment kenne ich nicht. Aber ja:
Ich fände es schon gut, wenn ich die Inhalte einer Zeitung, die ich
gekauft habe, auch online abrufen könnte. Dafür aber müßte auf diese
Zeitung ein individueller Code aufgedruckt sein. Isser aber nicht. Die
Katze beißt sich in den Schwanz.

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#233955 — Re: Onlinezugang Zeitung

FromBernd Ullrich <ullrich_bernd@hotmail.com>
Date2015-12-16 21:46 +0100
SubjectRe: Onlinezugang Zeitung
Message-ID<dde0tgFjapdU1@mid.individual.net>
In reply to#233946
Am 16.12.2015 um 21:00 schrieb Martin Gerdes:

[...]
> Ein richtig schönes Verfahren zum Micropayment kenne ich nicht. Aber ja:
> Ich fände es schon gut, wenn ich die Inhalte einer Zeitung, die ich
> gekauft habe, auch online abrufen könnte. Dafür aber müßte auf diese
> Zeitung ein individueller Code aufgedruckt sein. Isser aber nicht. Die
> Katze beißt sich in den Schwanz.

Einmal frisst die katze das Futter und einmal beisst sie sich in den 
Schwanz. Der doofe Consumer soll deshalb 2mal bezahlen, ist mit dem 
Wurstblatt hier in der Pampa genau so.

BU

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#234037 — Re: Onlinezugang Zeitung

FromFrank Boehm <fraboehm@gmx.de>
Date2015-12-17 13:40 +0000
SubjectRe: Onlinezugang Zeitung
Message-ID<n4ue04$s5q$1@sif.baldar.de>
In reply to#233946
Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> wrote:

> Wenn der QR-Code nicht nutzerindividuell ist, landet der in den Netzen,
> und alle (und nicht nur der Käufer dieses Exemplars) lesen die
> entsprechende Ausgabe online. 
> 
> Wenn in einer bestimmten Ausgabe der QR-Code zum Lesen der Folgeausgabe
> steht, haben Netizen länger Zeit, den Freischaltcode zu verteilen.

Geh davon aus, dass der Rubellcode individualisiert ist.

Genau wie die Game Codes die einigen der Spiele CDs beiliegen.

Es gibt also bereits etablierte Wege individuelle Codes zu erzeugen und
zu verteilen.

Es braucht auch nicht jeglicher Missbrauch verhindert werden, es muss nur 
bei vertretbaren Kosten noch genuegend Gewinn uebrig bleiben.

Du kannst auch nicht verhindern, dass CDs aus Zeitschriften geklaut
werden, wenn der Verkaeufer nachlaessig ist, aber trotzdem gibt es sie
zu kaufen. Also wird es sich wohl immer noch lohnen.

> Schaumermal. 
> 
> >Ein anderer Ansatz waere eine weitere Guthaben Plastikkarte an der
> >Kasse. Da haengen bereits iTunes, diverse Mobilfunkanbieter, Ikea und
> >was sonst noch alles. 
> 
> Ein richtig schönes Verfahren zum Micropayment kenne ich nicht. Aber ja:
> Ich fände es schon gut, wenn ich die Inhalte einer Zeitung, die ich
> gekauft habe, auch online abrufen könnte. Dafür aber müßte auf diese
> Zeitung ein individueller Code aufgedruckt sein. Isser aber nicht. Die
> Katze beißt sich in den Schwanz.

Der Vorteil der beiligenden Rubellose ist, dass jeder Verlag das fuer
sich selber entscheiden und umsetzen kann, ohne andere fragen oder in
den Prozess einbinden zu muessen.

Guthabenkarten an Supermarktkassen sind da bis zur Umsetzung vermutlich
langwieriger, aber im Prinzip auch schon eingefuehrt.

Wofuer ich kein Verstaendnis hab, dass seit Jahren immer nur ein
Feigenblattaktionismus entwickelt wird. 

Wie sieht es denn in der Praxis aus?

Blendle ist eine nette Idee, aber letzten Endes sind mir die
einzelnen Artikelpreise zu teuer und Ausschnitte zu wenig fuer mein
Informationsbeduerfnis.

Hab mich dort angemeldet, um einen Artikel der Stiftung Warentest zu 
erwerben, nur gibt es die lediglich auf den Webseiten der Stiftung
Warentest selbst zu kaufen. Also kaufte ich dann dort.
Aber wenigstens als PDF. Das kann ich ueberall lesen. 

Fuer andere Sachen wuerde ich mir noch epub ohne DRM wuenschen und 
ich waere vollends zufrieden. In einer idealen Welt auch noch .cbz 
fuer Comics erhalten.

Die Verlage verhalten sich wie ein Frosch im Kochtopf, der von unten
erhitzt wird. Anstelle rauszuspringen bleiben sie bis zum bitteren Ende.

Online Ausgaben koennte ich im Urlaub im Ausland lesen, aber gerade hier
schlaegt dann Geo IP blocking zu. Und was soll der Quatsch, nur die
Ausgaben der letzten Woche meiner Tagesszeitung lesen zu koennen?
Wieder zuhause sind die ersten zwei Wochen meines 3 Wochen Urlaubs weg.
Natuerlich lese ich nicht wirklich *alles* nach, aber einige
ausgewaehlte Sachen wollte ich haben.

Wirklich aergerlich ist auch, dass die Zeitungsverlage sich /staendig/ 
etwas neues einfallen lassen. Zwei Jahre vorher hat es naemlich
noch geklappt. Dann ging es nicht und wie es bei der naechsten
Gelegenheit aussieht, kann mir auch keiner zuverlaessig sagen.

Ich will nicht jedesmal bevor ich in den Urlaub fahre 2h meiner Zeit
damit verschwenden das gerade aktuelle System der Stunde
auszuklamuesern.

Hier hab ich einen ganz altmodischen Papier Lesezirkel abonniert.
Die liegen alle auf demselben Stapel. Dazu noch ein paar Abos, fuer
Sachen, die ich dort nicht kriege.

Rechne ich alle Abos aller Zeitungen und Zeitschriften und Einzelkaeufe 
von Papier zusammen, dann komme ich auf ca. 100 EUR pro Monat.

Diesen Gegenwert auch nur versuchsweise als eBook erhalten? Reines
Chaos!

Auf einem Android Tablett haette ich je ein eigenes Programm fuer ct, ix,
Mac, Spiegel, Tageszeitung, Zeit, diverse Fachzeitschriften, Playboy.
Gibt es letzteren eigentlich unzensiert? 

Jedes Programm mit seiner eigenen Oberflaeche, wobei ja alles von einem
Verlag meistens aehnlich aussieht, aber trotzdem einzelne Programme.

Bei den Heise Programmen kann ich sehen, dass ueber 200MB des internen
Speichers belegt sind, obwohl jedes Programm vor dem ersten Download
die Speicherkarte zugewiesen bekommen hat.

Ich kann verstehen, weshalb sich mp3 ohne DRM letzten Endes
durchgesetzt hat.


cu Frank


-- 
Cheops' Law:
        Nothing ever gets built on schedule or within budget.

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#234073 — Re: Onlinezugang Zeitung

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2015-12-17 19:00 +0100
SubjectRe: Onlinezugang Zeitung
Message-ID<f7p57bls6vta6ed5ap25h75t4q7l92akia@4ax.com>
In reply to#234037
Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> schrieb:

>> Wenn der QR-Code nicht nutzerindividuell ist, landet der in den Netzen,
>> und alle (und nicht nur der Käufer dieses Exemplars) lesen die
>> entsprechende Ausgabe online. 

>Geh davon aus, dass der Rubbelcode individualisiert ist.

Jetzt fragt sich nur, was ein Rubbeletikett kostet (Herstellung und
Aufbringung auf die Zeitung).

>Es gibt also bereits etablierte Wege, individuelle Codes zu erzeugen und
>zu verteilen.

>Es braucht auch nicht jeglicher Missbrauch verhindert werden, es muss nur 
>bei vertretbaren Kosten noch genuegend Gewinn uebrig bleiben.

Klar. 

>> Ein richtig schönes Verfahren zum Micropayment kenne ich nicht. Aber ja:
>> Ich fände es schon gut, wenn ich die Inhalte einer Zeitung, die ich
>> gekauft habe, auch online abrufen könnte. 

>Der Vorteil der beiligenden Rubellose ist, dass jeder Verlag das fuer
>sich selber entscheiden und umsetzen kann, ohne andere fragen oder in
>den Prozess einbinden zu muessen.

ACK.

>Guthabenkarten an Supermarktkassen sind da bis zur Umsetzung vermutlich
>langwieriger, aber im Prinzip auch schon eingefuehrt.

>Wofuer ich kein Verstaendnis hab, dass seit Jahren immer nur ein
>Feigenblattaktionismus entwickelt wird. 

ACK :-) Offensichtlich interessiert die Entscheider das Problem nicht.

>Wie sieht es denn in der Praxis aus?

>Blendle ist eine nette Idee, 

Kannte ich bisher nicht, habe ich nachgegoogelt:

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/22022/die-grosse-chance-und-der-kleine-haken-von-blendle/

>aber letzten Endes sind mir die einzelnen Artikelpreise zu teuer 
>und Ausschnitte zu wenig fuer mein Informationsbeduerfnis.

Soweit komme ich überhaupt nicht. 

Ich bin ein alter Mann. Ich möchte den Preis wissen, bevor ich mich als
Kunde registrieren lasse, und nicht erst an der Kasse.

Wo steht, was Artikel kosten? Zumindest nahe der Startseite habe ich
nichts zu Preisen gefunden.

>Hab mich dort angemeldet, um einen Artikel der Stiftung Warentest zu 
>erwerben, nur gibt es die lediglich auf den Webseiten der Stiftung
>Warentest selbst zu kaufen. Also kaufte ich dann dort.
>Aber wenigstens als PDF. Das kann ich ueberall lesen. 

Und was hast Du dafür dann (im Vergleich) bezahlt?

>Fuer andere Sachen wuerde ich mir noch epub ohne DRM wuenschen und 
>ich waere vollends zufrieden. In einer idealen Welt auch noch .cbz 
>fuer Comics erhalten.

>Die Verlage verhalten sich wie ein Frosch im Kochtopf, der von unten
>erhitzt wird. Anstelle rauszuspringen bleiben sie bis zum bitteren Ende.

>Online Ausgaben koennte ich im Urlaub im Ausland lesen, aber gerade hier
>schlaegt dann Geo IP blocking zu. Und was soll der Quatsch, nur die
>Ausgaben der letzten Woche meiner Tagesszeitung lesen zu koennen?
>Wieder zuhause sind die ersten zwei Wochen meines 3 Wochen Urlaubs weg.
>Natuerlich lese ich nicht wirklich *alles* nach, aber einige
>ausgewaehlte Sachen wollte ich haben.

Ich lese die lokale Tageszeitung häufig online und hole mir auch die
Texte einzelner Artikel auf meine eigene Festplatte (ja, ja,
"Internetausdrucker". Habe ich schonmal geschrieben, daß ich total alt
(und vor allem altmodisch) bin?). Für mich ist das das Äquivalent von
"Zeitungsausschnitten", wie man sie früher mit der Schere verfertigt
hat.

Neulich hat das Lokalblättchen die Speicherzeit auf 3 Wochen erweitert
(vorher war es lediglich eine Woche). Die sind langsam mit den
Leserbriefen, kann sein, daß ein Leserbrief erst 4 Wochen nach dem
zugehörigen Artikel erscheint (der mir damals vielleicht entgangen ist).
Wenn ich den Leserbrief dann lese, möchte ich den Artikel aber auch dazu
lesen. Dazu muß ich entweder im Altpapier wühlen oder halt online gehen.
Zweiteres ist erheblich bequemer. 

Unser Lokalblättchen dürfte nicht die einzige Zeitung sein, die noch
immer keine vernünftige Digitalstrategie hat.

Ich habe denen deswegen ein paarmal geschrieben. Nimmt es irgendjemand
wunder, daß ich keine Antwort erhalten habe?

>Wirklich aergerlich ist auch, dass die Zeitungsverlage sich /staendig/ 
>etwas neues einfallen lassen. 

Ja.

>Zwei Jahre vorher hat es naemlich noch geklappt. Dann ging es nicht 
>und wie es bei der naechsten Gelegenheit aussieht, kann mir auch 
>keiner zuverlaessig sagen.

>Ich will nicht jedesmal bevor ich in den Urlaub fahre 2h meiner Zeit
>damit verschwenden, das gerade aktuelle System der Stunde
>auszuklamuesern.

>Hier hab ich einen ganz altmodischen Papier-Lesezirkel abonniert.

Du bist ja auch ein alter Knacker!

>Die liegen alle auf demselben Stapel. Dazu noch ein paar Abos, fuer
>Sachen, die ich dort nicht kriege.

>Rechne ich alle Abos aller Zeitungen und Zeitschriften und Einzelkaeufe 
>von Papier zusammen, dann komme ich auf ca. 100 EUR pro Monat.

>Diesen Gegenwert auch nur versuchsweise als eBook erhalten? Reines
>Chaos!

:-)

>Auf einem Android Tablett haette ich je ein eigenes Programm fuer ct, ix,
>Mac, Spiegel, Tageszeitung, Zeit, diverse Fachzeitschriften, Playboy.
>Gibt es letzteren eigentlich unzensiert? 

Keine Ahnung. Nachdem neuerdings nur noch bekleidete Frauen gezeigt
werden sollen, dürfte sich das Thema in absehbarer Zeit ohnehin
erledigen. 

http://www.sueddeutsche.de/medien/maennermagazin-playboy-will-keine-nackten-frauen-mehr-zeigen-1.2689653

>Jedes Programm mit seiner eigenen Oberflaeche, wobei ja alles von einem
>Verlag meistens aehnlich aussieht, aber trotzdem einzelne Programme.

>Bei den Heise Programmen kann ich sehen, dass ueber 200MB des internen
>Speichers belegt sind, obwohl jedes Programm vor dem ersten Download
>die Speicherkarte zugewiesen bekommen hat.

>Ich kann verstehen, weshalb sich mp3 ohne DRM letzten Endes
>durchgesetzt hat.

:-)

Das dauert bei Printmedien wohl noch ein Weilchen (und Steve Jobs, der
die geniale Idee mit iTunes wohl gehabt hat, ist bekanntlich nicht mehr
im Geschäft).

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#234301 — Re: Onlinezugang Zeitung

FromFrank Boehm <fraboehm@gmx.de>
Date2015-12-18 23:18 +0000
SubjectRe: Onlinezugang Zeitung
Message-ID<n5248c$3c8$1@sif.baldar.de>
In reply to#234073
Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> wrote:
> Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> schrieb:
> 
> Jetzt fragt sich nur, was ein Rubbeletikett kostet (Herstellung und
> Aufbringung auf die Zeitung).

Die Gamekeys der Zeitschriften sind in der Regel auf der Rueckseite der
eingeklebten CD-Huelle zu finden und nicht weiter geschuetzt.

Theoretisch koennte also jeder mit einem Handy so einen Code knipsen
und selber verwenden. Bis jetzt hatte ich mit diesen Codes aber nie 
ein Problem gehabt. 

Auf der anderen Seite ist der Kauf so einer CD bei mir auch schon Jahre 
her. 

Inzwischen kaufe ich in den meisten Faellen online.
Das ist preiswerter und dort hab ich ein Backup.

> >Wofuer ich kein Verstaendnis hab, dass seit Jahren immer nur ein
> >Feigenblattaktionismus entwickelt wird. 
> 
> ACK :-) Offensichtlich interessiert die Entscheider das Problem nicht.

Fuer so blind halte ich die inzwischen nicht mehr alle.

Aber fuer zu phantasielos eigene Ideen zu entwickeln.

> >Wie sieht es denn in der Praxis aus?
> 
> >Blendle ist eine nette Idee, 
> 
> Kannte ich bisher nicht, habe ich nachgegoogelt:
> 
> http://www.stefan-niggemeier.de/blog/22022/die-grosse-chance-und-der-kleine-haken-von-blendle/

Mich hat irritiert, dass es eben keine Rueckfrage gegeben hat.
"Sind Sie sicher, dass Sie hierfür Geld ausgeben wollen?"

Sicher stand das irgendwo im Kleingedruckten, als ich das Programm
installierte. Aber nachdem ich es Wochen spaeter dann einmal brauchte,
hatte ich da keine Erinnerung mehr.

Ich will dass diese Rueckfrage optional wird und der default auf
"Rueckfragen" steht. Hard-Core Anwender duerfen sich gerne davon
befreien.

> Ich bin ein alter Mann. Ich möchte den Preis wissen, bevor ich mich als
> Kunde registrieren lasse, und nicht erst an der Kasse.
>
> Wo steht, was Artikel kosten? Zumindest nahe der Startseite habe ich
> nichts zu Preisen gefunden.

Fuer jeden Artikel unterschiedlich.

Ich kann bei jedem Artikel seinen Preis sehen, bevor ich ihn lese.

Zumindest bei der Version die ich hier verwende. Die ganz aktuelle und
neuste Version hab ich nicht mehr updaten lassen, weil die zuviele
Berechtigungen wollte.

> >Hab mich dort angemeldet, um einen Artikel der Stiftung Warentest zu 
> >erwerben, nur gibt es die lediglich auf den Webseiten der Stiftung
> >Warentest selbst zu kaufen. Also kaufte ich dann dort.
> >Aber wenigstens als PDF. Das kann ich ueberall lesen. 
> 
> Und was hast Du dafür dann (im Vergleich) bezahlt?

Die ganze Zeitschrift, obwohl mir ein Artikel gereicht haette.
| test 10/2015 (4,49 EURO inkl. MwSt.)
| Sie haben o. g. Produkt als PDF-Download erhalten.

> Ich lese die lokale Tageszeitung häufig online und hole mir auch die

Mit meiner aktuellen Tagesszeitung geht es nicht mehr, nachdem es die
ein paar Jahre als PDF kostenlos fuer Abonnenten gab, wollen die fuer
eine online Version inzwischen deutlich mehr Geld und eine eigene
App.

Ein weiteres Programm unter Android hab ich mir vorgemerkt: Readly

Dort finden sich verschiedene Zeitschriften unter einem Dach die mit
einer Flatrate gelesen werden koennen.

Die Auswahl der deutschen Zeitschriften ist langweilig und beschraenkt.

Aber es finden sich eine ganze Reihe esoterischer englischsprachiger
Zeitschriften, die auch ueber Versand oder Bahnhofsbuchhandlungen kaum 
zu beziehen sind.

> Texte einzelner Artikel auf meine eigene Festplatte (ja, ja,
> "Internetausdrucker". Habe ich schonmal geschrieben, daß ich total alt
> (und vor allem altmodisch) bin?). Für mich ist das das Äquivalent von
> "Zeitungsausschnitten", wie man sie früher mit der Schere verfertigt
> hat.

Nachdem ich den Hickhack mit DRM und eigenen schlechten Apps leid war,
hab ich mir den "abbyy textgrabber" fuer Android gekauft. Jetzt nehme ich 
ein Photo von der Papierausgabe auf und lasse es direkt umwandeln.
Dann speichere ich mir den Text ab.

Das geht deutlich einfacher und schneller als mit 1001 verschiedenen
Programmen zu hantieren, auch wenn das von hinten durch die Brust ins
Auge geht.

Die Texterkennung ist heute wirklich gut! Selbst eine komplette
Zeitungsseite.

Einen Bluetooth Fernausloeser fuer die Kamera hab ich. Mit einer Hand
umblaettern und mit der anderen den Ausloeser betaetigen. 
Als Scannertisch verwende ich einen Ikea Tritthocker mit Griffloch. 
Ueber dem Loch liegt das Handy, eine Ebene tiefer ein Brett mit Buch.

So schnell hab ich noch nie eine grosse Anzahl Seiten gescannt. Mit dem
altmodischen DinA4-Flachbettscanner ist das viel zu umstaendlich und
langwierig. Da reichte es gerade fuer Riss- und Tuschezeichnungen.

> lesen. Dazu muß ich entweder im Altpapier wühlen oder halt online gehen.
> Zweiteres ist erheblich bequemer. 

Drei oder gar mehr Wochen heb ich keine Zeitungen auf, so viel
Platz hab ich gar nicht.
 
> Unser Lokalblättchen dürfte nicht die einzige Zeitung sein, die noch
> immer keine vernünftige Digitalstrategie hat.

Leider nicht, aber es ist ein Armutszeugnis.

> Ich habe denen deswegen ein paarmal geschrieben. Nimmt es irgendjemand
> wunder, daß ich keine Antwort erhalten habe?

Waeren sie ehrlich, wuerden sie zugeben, selber nicht weiter zu wissen.
Aber wer tut das schon? Egal in welchem Bereich.

Reitest Du ein totes Pferd, steig ab und geh weiter.

Die gruenden ein Kommitee und rufen externe Berater solange noch Geld
zu verbrennen ist.

> >Hier hab ich einen ganz altmodischen Papier-Lesezirkel abonniert.
> 
> Du bist ja auch ein alter Knacker!

Scheint so. Dafuer kann ich die problemlos in meiner Nachbarschaft
rumreichen.

Bei CDs und MP3s ginge das auch, die haben nur einen anderen
Musikgeschmack und *wollen* das gar nicht.

> >Diesen Gegenwert auch nur versuchsweise als eBook erhalten? Reines
> >Chaos!
> 
> :-)
> 
> >Auf einem Android Tablett haette ich je ein eigenes Programm fuer ct, ix,
> >Mac, Spiegel, Tageszeitung, Zeit, diverse Fachzeitschriften, Playboy.
> >Gibt es letzteren eigentlich unzensiert? 
> 
> Keine Ahnung. Nachdem neuerdings nur noch bekleidete Frauen gezeigt
> werden sollen, dürfte sich das Thema in absehbarer Zeit ohnehin
> erledigen. 
> 
> http://www.sueddeutsche.de/medien/maennermagazin-playboy-will-keine-nackten-frauen-mehr-zeigen-1.2689653

Fuer die US-Version mag das gelten, ob das auch in anderen Laendern
eingefuehrt wird? Ab Maerz werde ich es ja sehen.

Wobei ich eigentlich den Playboy hab, weil mir die Bilder besser
gefallen als die Internetaufnahmen. Kein Problem auch harte Pornos zu
finden. Den Sprung zu ansprechenderen Bildern schaffen fuer mich nur
wenige dieser /freien/ Pornos. Da mag ich nicht durchwaten und kaufe
mir lieber den Playboy.

Die Aussage mit dem "Schock-Wert" finde ich nur seltsam. Auf der einen
Seite sind die Amerikaner wirklich pruede, auf der anderen Seite ist
deren Playboy IMHO deutlich haerter bei den Aufnahmen.

> >Ich kann verstehen, weshalb sich mp3 ohne DRM letzten Endes
> >durchgesetzt hat.
> 
> :-)
> 
> Das dauert bei Printmedien wohl noch ein Weilchen (und Steve Jobs, der
> die geniale Idee mit iTunes wohl gehabt hat, ist bekanntlich nicht mehr
> im Geschäft).

Ehre wem Ehre gebuehrt, er hat iTunes und den iPod Classic mit wheel
und das iPhone geschaffen. Aber die Musik gab es zuerst mit DRM und bei
mp3 ist er erst nachgezogen.

Bei einer der letzten Humble Aktionen hab ich mir Bücher der Peanuts
besorgt, ohne DRM, kann ich ueber die Weihnachtsfeiertage lesen. Da
kann das verwendete Tablett nicht gross genug sein. Für Comics hab ich
eins mit 15,6". Für Text reicht mir mein Handy anstelle eines
speziellen Hardware-Readers.


cu Frank


-- 
Mach jemandem ein Feuer und gib ihm ein paar warme Stunden.
Zünde ihn an und gib ihm Wärme für den Rest seines Lebens.

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#234441 — Re: Onlinezugang Zeitung

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2015-12-20 12:00 +0100
SubjectRe: Onlinezugang Zeitung
Message-ID<e7897bltjoihju7un51giumb35ekp5702l@4ax.com>
In reply to#234301
Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> schrieb:

>> Jetzt fragt sich nur, was ein Rubbeletikett kostet (Herstellung und
>> Aufbringung auf die Zeitung).

> Die Gamekeys der Zeitschriften sind in der Regel auf der Rueckseite der
> eingeklebten CD-Huelle zu finden und nicht weiter geschuetzt.

Was kostet so eine CD in Stückzahlen (plus das Einbringen in eine
Zeitschrift?). Ich schätze die Kosten einer beigelegten CD auf
vielleicht 50 Cent bis 1 Euro, das wäre bei einer Zeitung (sagen wir
mal: der Zeit) als Mehrpreis nicht tolerabel. 

>Theoretisch koennte also jeder mit einem Handy so einen Code knipsen
>und selber verwenden. 

Ja klar. Das wird der eine oder andere auch tun, aber eben nicht viele
Leute. Ich nehme an, die Code-Nutzung wird protokolliert, wenn da auf
einer fortlaufenden Nummer massig Downloads kämen, würden sich die Leute
etwas dagegen unternehmen. 

Zeitungen und Zeitschriften zu kopieren, ist für den Durchschnittsleser
unpraktikabel (und offenbar sind noch nicht hinreichend viele Leute auf
Piratenseiten unterwegs, wo es die gängigen Zeitschriften am
Erscheinungstag als .pdf gibt). Dieses altbekannte Geschäftsmodell
erodiert somit nur langsam.

>Bis jetzt hatte ich mit diesen Codes aber nie ein Problem gehabt. 

Auf der durchschnittlichen Tageszeitung ist ein solcher Code aber nicht
aufgedruckt.

>>> Wofuer ich kein Verstaendnis hab, dass seit Jahren immer nur ein
>>> Feigenblattaktionismus entwickelt wird. 

>> ACK :-) Offensichtlich interessiert die Entscheider das Problem nicht.

> Fuer so blind halte ich die inzwischen nicht mehr alle.
> Aber fuer zu phantasielos, eigene Ideen zu entwickeln.

>>> Wie sieht es denn in der Praxis aus?
 
>>> Blendle ist eine nette Idee, 
 
>> Kannte ich bisher nicht, habe ich nachgegoogelt:
>> http://www.stefan-niggemeier.de/blog/22022/die-grosse-chance-und-der-kleine-haken-von-blendle/

> Mich hat irritiert, dass es eben keine Rueckfrage gegeben hat.
> "Sind Sie sicher, dass Sie hierfür Geld ausgeben wollen?"

> Sicher stand das irgendwo im Kleingedruckten, als ich das Programm
> installierte. Aber nachdem ich es Wochen spaeter dann einmal brauchte,
> hatte ich da keine Erinnerung mehr.

> Ich will dass diese Rueckfrage optional wird und der default auf
> "Rueckfragen" steht. Hard-Core Anwender duerfen sich gerne davon
> befreien.

>> Ich bin ein alter Mann. Ich möchte den Preis wissen, bevor ich mich als
>> Kunde registrieren lasse, und nicht erst an der Kasse.

>> Wo steht, was Artikel kosten? Zumindest nahe der Startseite habe ich
>> nichts zu Preisen gefunden.

> Fuer jeden Artikel unterschiedlich.
> Ich kann bei jedem Artikel seinen Preis sehen, bevor ich ihn lese.

Über wieviel Geld sprechen wir denn da? Die c't verlangt auf ihren
Seiten 1,49 oder so, das ist in meinen Augen zuviel.

Bei meiner hiesigen Tageszeitung wollen sie für einen "Tagespaß" 0,99.
Das halte ich für einen einzigen Artikel (der eine halbe Seite lang sein
mag) auch für etwas viel, aber kann kann darüber reden, schließlich man
man dafür die aktuelle Ausgabe der Zeitung lesen (Papier: 1,60 WIMRE).

> Zumindest bei der Version die ich hier verwende. Die ganz aktuelle und
> neuste Version hab ich nicht mehr updaten lassen, weil die zuviele
> Berechtigungen wollte.

Ach, dafür muß man ein spezielles Programm installieren? Nein, dann ist
das eher nichts für mich. Ich bau mir kein .exe auf den Rechner, wenn
ich in Wirklichkeit ein .pdf (oder von mir aus auch ein .jpg)
lesen/sehen will.

>>> Hab mich dort angemeldet, um einen Artikel der Stiftung Warentest zu 
>>> erwerben, nur gibt es die lediglich auf den Webseiten der Stiftung
>>> Warentest selbst zu kaufen. Also kaufte ich dann dort.
>>> Aber wenigstens als PDF. Das kann ich ueberall lesen. 
 
>> Und was hast Du dafür dann (im Vergleich) bezahlt?

>Die ganze Zeitschrift, obwohl mir ein Artikel gereicht haette.
>| test 10/2015 (4,49 EURO inkl. MwSt.)
>| Sie haben o. g. Produkt als PDF-Download erhalten.

Das ist dann eine Menge Geld. Ich bin kein Leser (mehr) für "test",
früher hatte ich die mal im Abo. Meistens sind mir die Artikel zu kurz
und oberflächlich geschrieben. Im Druck mag das angehen, denn
Papierdruck kostet. Im Netz ist das nicht tolerabel. Warum sollte dort
nicht ein Test von 20 Standventilatoren (als Beispiel) 20 Seiten
umfassen? Das gäbe dem Tester den Platz, seine Meßergebnisse umfangreich
auszubreiten. Aber - nada! - das gibt es nicht. 

>> Ich lese die lokale Tageszeitung häufig online und hole mir auch die
>> Texte einzelner Artikel auf meine eigene Festplatte 

> Mit meiner aktuellen Tagesszeitung geht es nicht mehr, nachdem es die
> ein paar Jahre als PDF kostenlos fuer Abonnenten gab, wollen die fuer
> eine online Version inzwischen deutlich mehr Geld und eine eigene
> App.

Ich lese die im Browser; man kann auf die Inhalte auch per App
zugreifen, aber ich habe die Anwendung dafür nicht. Zuhause habe ich
einen Rechner (mit großem Bildschirm), in der Arbeit auch. Wegezeiten in
Öffis (wo ich Zeit zu lesen hätte) habe ich nicht, also brauche ich
Zeitunglesen per App nicht.

>Ein weiteres Programm unter Android hab ich mir vorgemerkt: Readly

>Dort finden sich verschiedene Zeitschriften unter einem Dach die mit
>einer Flatrate gelesen werden koennen.

>Die Auswahl der deutschen Zeitschriften ist langweilig und beschraenkt.

>Aber es finden sich eine ganze Reihe esoterischer englischsprachiger
>Zeitschriften, die auch ueber Versand oder Bahnhofsbuchhandlungen kaum 
>zu beziehen sind.

>> Für mich ist das das Äquivalent von "Zeitungsausschnitten", wie man 
>> sie früher mit der Schere verfertigt hat.

>Nachdem ich den Hickhack mit DRM und eigenen schlechten Apps leid war,
>hab ich mir den "abbyy textgrabber" fuer Android gekauft. Jetzt nehme ich 
>ein Photo von der Papierausgabe auf und lasse es direkt umwandeln.
>Dann speichere ich mir den Text ab.

Erfolgt das wenigstens lokal oder geht das nur per cloud?

>Das geht deutlich einfacher und schneller als mit 1001 verschiedenen
>Programmen zu hantieren, auch wenn das von hinten durch die Brust ins
>Auge geht.

Das finde ich nicht. Das ist eine sinnvolle und logische Anwendung. 

>Die Texterkennung ist heute wirklich gut! Selbst eine komplette
>Zeitungsseite.

>Einen Bluetooth Fernausloeser fuer die Kamera hab ich. Mit einer Hand
>umblaettern und mit der anderen den Ausloeser betaetigen. 
>Als Scannertisch verwende ich einen Ikea Tritthocker mit Griffloch. 
>Ueber dem Loch liegt das Handy, eine Ebene tiefer ein Brett mit Buch.

>So schnell hab ich noch nie eine grosse Anzahl Seiten gescannt. Mit dem
>altmodischen DinA4-Flachbettscanner ist das viel zu umstaendlich und
>langwierig. Da reichte es gerade fuer Riss- und Tuschezeichnungen.

Auf der Cebit hat eine Startup-Firma eine praktische Scannerlösung
vorgestellt: Scannerständer aus stabiler Pappe, Handy oben drauf, Din-A4
unten rein, knips, OCR und Dokumentenverwaltung (gute Software mit
wirklich durchdachten Optionen). Papier wird in einem Ordner abgelegt
(immer oben drauf). Der Scannerständer steht auf dem Ordner, somit ist
auf jedem Bild der Barcode des Ordners mit drauf. Das fand ich richtig
praktisch. 

Und dann haben sie erzählt, daß alle Daten in der Cloud gespeichert
werden.

Da wußte ich dann, daß das nichts für mich ist. 

>> lesen. Dazu muß ich entweder im Altpapier wühlen oder halt online gehen.
>> Zweiteres ist erheblich bequemer. 

> Drei oder gar mehr Wochen heb ich keine Zeitungen auf, so viel
> Platz hab ich gar nicht.
  
Vorteil des geräumigen Kellers.

>> Unser Lokalblättchen dürfte nicht die einzige Zeitung sein, die noch
>> immer keine vernünftige Digitalstrategie hat.

>Leider nicht, aber es ist ein Armutszeugnis.

Ja.

>> Ich habe denen deswegen ein paarmal geschrieben. Nimmt es irgendjemand
>> wunder, daß ich keine Antwort erhalten habe?

> Waeren sie ehrlich, wuerden sie zugeben, selber nicht weiter zu wissen.

Das mag schon sein, das rechtfertigt die Nichtantwort auf einen
strukturierten Leserbrief aber nicht. 


>>> Hier hab ich einen ganz altmodischen Papier-Lesezirkel abonniert.
>> Du bist ja auch ein alter Knacker!

> Scheint so. Dafuer kann ich die problemlos in meiner Nachbarschaft
> rumreichen.

Ich brauche das nicht. Ich lese meistenteils im Netz, das reicht mir von
der Vielfalt. Ich fühle mittlerweile nur noch sehr selten das Bedürfnis,
mir eine Zeitschrift zu kaufen.


>>>Ich kann verstehen, weshalb sich mp3 ohne DRM letzten Endes
>>>durchgesetzt hat.
 
>> Das dauert bei Printmedien wohl noch ein Weilchen (und Steve Jobs, der
>> die geniale Idee mit iTunes wohl gehabt hat, ist bekanntlich nicht mehr
>> im Geschäft).

>Ehre wem Ehre gebuehrt, er hat iTunes und den iPod Classic mit wheel
>und das iPhone geschaffen. Aber die Musik gab es zuerst mit DRM und bei
>mp3 ist er erst nachgezogen.

Mag sein, daß ich (als Nicht-Kunde) das nicht richtig weiß. Klar aber
ist, daß iTunes ein neues Geschäftsmodell zum Musikkaufen etabliert hat
(nämlich Lied für Lied zum mäßigen Preis), als die Musikbranche noch
lange nicht von ihren CDs lassen wollte. 

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#234541 — Re: Onlinezugang Zeitung

FromJörg Tewes <jogi1964@gmx.net>
Date2015-12-20 21:00 +0100
SubjectRe: Onlinezugang Zeitung
Message-ID<567708F1.9000708@jtewes.my-fqdn.de>
In reply to#234441
Martin Gerdes schrieb:
> Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> schrieb:
> 
>>> Jetzt fragt sich nur, was ein Rubbeletikett kostet (Herstellung und
>>> Aufbringung auf die Zeitung).
> 
>> Die Gamekeys der Zeitschriften sind in der Regel auf der Rueckseite der
>> eingeklebten CD-Huelle zu finden und nicht weiter geschuetzt.
> 
> Was kostet so eine CD in Stückzahlen (plus das Einbringen in eine
> Zeitschrift?). Ich schätze die Kosten einer beigelegten CD auf
> vielleicht 50 Cent bis 1 Euro, das wäre bei einer Zeitung (sagen wir
> mal: der Zeit) als Mehrpreis nicht tolerabel. 

Hier
<http://www.altonamedia.de/cd-dvd-kalkulator/kalkulation-cd-dvd-recordable.html>
kann man das kalkulieren lassen. Ich haber mal eine 10.000er Auflage
klakulieren lassen, mit 5-farb Offsetdruck und Celophanierung. das
macht für die 10.000er Auflage einen Preis von knapp 90 Cent. Bei
einer 500er Auflage kostets ca. das Doppelte. Mehr als 10.000 Auflage
kann man dort nicht kalkulieren, aber ich denke bei einer 10-fachen
Auflage wird sich der Preis mindestens halbieren, und da schafft schon
die c't mehr als das doppelte. Die c't zahlt also für die DVD Beilagen
(nur die Herstellung nicht den Inhalt), ganz sicher weniger als 50
Cent/DVD. Spiegel und Stern, liegen beide bei gut einer 3/4 Million,
da dürfte der Preis noch geringer sein.

>>Theoretisch koennte also jeder mit einem Handy so einen Code knipsen
>>und selber verwenden. 

> Ja klar. Das wird der eine oder andere auch tun, aber eben nicht viele
> Leute. Ich nehme an, die Code-Nutzung wird protokolliert, wenn da auf
> einer fortlaufenden Nummer massig Downloads kämen, würden sich die Leute
> etwas dagegen unternehmen. 

Was sollten sie unternehmen? Sperren können sie die Nummer nicht, weil
dann auch der legale Nutzer gesperrt wäre. Das hat MS versucht als
Win7 rauskam, und die Key einiger (eines) großer Hersteller schon im
NEtz verfügbar waren, als das OS noch nicht auf dem Markt war.

> Zeitungen und Zeitschriften zu kopieren, ist für den Durchschnittsleser
> unpraktikabel (und offenbar sind noch nicht hinreichend viele Leute auf
> Piratenseiten unterwegs, wo es die gängigen Zeitschriften am
> Erscheinungstag als .pdf gibt). Dieses altbekannte Geschäftsmodell
> erodiert somit nur langsam.

Also die c't kann man imho Sonntags von einschlägigen Seiten als PDF
runterladen. Kann auch nen Tag später sein. Und Spiegel/Stern usw.
auch. Da hab ich aber nicht den Überblick wie lange das dauert.


        Bye Jörg

-- 
"All this does is get us out of the way so the Centauri can move in
on the other worlds. Earth wants peace and they're willing to
sacrifice everybody else in order to get it."
(Ivanova, "The Fall of Night")

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#234570 — Re: Onlinezugang Zeitung

FromFrank Boehm <fraboehm@gmx.de>
Date2015-12-20 19:27 +0000
SubjectRe: Onlinezugang Zeitung
Message-ID<n56vf1$j2i$1@sif.baldar.de>
In reply to#234441
Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> wrote:
> Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> schrieb:
> 
> Was kostet so eine CD in Stückzahlen (plus das Einbringen in eine
> Zeitschrift?). Ich schätze die Kosten einer beigelegten CD auf
> vielleicht 50 Cent bis 1 Euro, das wäre bei einer Zeitung (sagen wir
> mal: der Zeit) als Mehrpreis nicht tolerabel. 

Die Zahlen wuerden mich auch einmal interessieren.

> > Fuer jeden Artikel unterschiedlich.
> > Ich kann bei jedem Artikel seinen Preis sehen, bevor ich ihn lese.
> 
> Über wieviel Geld sprechen wir denn da? Die c't verlangt auf ihren
> Seiten 1,49 oder so, das ist in meinen Augen zuviel.

Die ersten Artikel die mir gerade jetzt angeboten werden:

EUR
0,89 
0,25
0,45
0,45
1,99
0,89
0,45
0,89
0,29

Die teureren Artikel sind laengere aus einer Wochenzeitschrift wie
Spiegel oder Fokus, die kleineren Betraege ueberwiegend aus 
Tageszeitungen.

> Bei meiner hiesigen Tageszeitung wollen sie für einen "Tagespaß" 0,99.

Dann waere der bei Blendle vermutlich leicht preiswerter.

> Das halte ich für einen einzigen Artikel (der eine halbe Seite lang sein
> mag) auch für etwas viel, aber kann kann darüber reden, schließlich man
> man dafür die aktuelle Ausgabe der Zeitung lesen (Papier: 1,60 WIMRE).

Zwei Artikel aus einer Zeitung und bereits teurer als die ganze
Ausgabe? Das kann IMHO nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
Dann muessen sie ja mit ihren digitalen Ausgaben scheitern.

> Ach, dafür muß man ein spezielles Programm installieren? Nein, dann ist

Unter Android ja, vermutlich gibt es auch eine Browserausgabe fuer
einen Desktop PC.

> ich in Wirklichkeit ein .pdf (oder von mir aus auch ein .jpg)
> lesen/sehen will.

Pdf finde ich in elektronischer Form meistens unpraktisch zu lesen,
weil die wenigsten PDF darauf ausgerichtet sind einen angepassten
Textumbruch zu ermoeglichen.

Auf einem <=5" Display eines Smartphones ist DinA4 oder groesser dann
nur unter Schmerzen zu lesen. (Ok, ich kann das ohne Brille auf meinem
HD Display, wenn ich eine Wette gewinnen wollte, aber bequem ist fuer
mich etwas anderes.)

> >>> Hab mich dort angemeldet, um einen Artikel der Stiftung Warentest zu 

> >>> Aber wenigstens als PDF. Das kann ich ueberall lesen. 
>  
> >> Und was hast Du dafür dann (im Vergleich) bezahlt?
> 
> >Die ganze Zeitschrift, obwohl mir ein Artikel gereicht haette.
> >| test 10/2015 (4,49 EURO inkl. MwSt.)
> >| Sie haben o. g. Produkt als PDF-Download erhalten.
> 
> Das ist dann eine Menge Geld. Ich bin kein Leser (mehr) für "test",
> früher hatte ich die mal im Abo. Meistens sind mir die Artikel zu kurz
> und oberflächlich geschrieben. Im Druck mag das angehen, denn
> Papierdruck kostet. Im Netz ist das nicht tolerabel. Warum sollte dort
> nicht ein Test von 20 Standventilatoren (als Beispiel) 20 Seiten
> umfassen? Das gäbe dem Tester den Platz, seine Meßergebnisse umfangreich
> auszubreiten. Aber - nada! - das gibt es nicht. 


Sehr wenige einzelne Artikel im Jahr wuerden mich interessieren. Da waere
Blendle von der Idee her fuer mich genau richtig gewesen.

> nicht ein Test von 20 Standventilatoren (als Beispiel) 20 Seiten
> umfassen? Das gäbe dem Tester den Platz, seine Meßergebnisse umfangreich
> auszubreiten. Aber - nada! - das gibt es nicht. 

Gute Idee.

In einer umfangreichen Online Ausgabe wuerde ich mir dann den kurzen
/Papierauszug/ vorneweg als Einfuehrung wuenschen und dann ruhig ein
paar mehr Details und Ausfuehrungen mit echten nachvollziehbareren
Werten als lediglich Schlussfolgerungen zu presentieren.

> > Mit meiner aktuellen Tagesszeitung geht es nicht mehr, nachdem es die
> > ein paar Jahre als PDF kostenlos fuer Abonnenten gab, wollen die fuer
> > eine online Version inzwischen deutlich mehr Geld und eine eigene
> > App.
> 
> Ich lese die im Browser; man kann auf die Inhalte auch per App

Kannst Du da die einzelnen Artikel als Html lesen?
Bei mir gab es frueher in der online Version die ganze Seite und ich
musste ewig im Blatt scrollen.

> zugreifen, aber ich habe die Anwendung dafür nicht. Zuhause habe ich
> einen Rechner (mit großem Bildschirm), in der Arbeit auch. Wegezeiten in
> Öffis (wo ich Zeit zu lesen hätte) habe ich nicht, also brauche ich
> Zeitunglesen per App nicht.

Findest Du das am PC Bildschirm wirklich bequem? 

Ich wuerde mir einen mind. Din A4 grossen b/w eInk Reader mit Grautoenen
wuenschen. Gibt es leider nicht in tauglich zu kaufen.

So verwende ich fuer reinen Text mein 5" Handy und fuer
grafiklastigeres ein 15,6" Tablett.

> >hab ich mir den "abbyy textgrabber" fuer Android gekauft. Jetzt nehme ich 
> >ein Photo von der Papierausgabe auf und lasse es direkt umwandeln.
> >Dann speichere ich mir den Text ab.
> 
> Erfolgt das wenigstens lokal oder geht das nur per cloud?

Rein lokal ohne Netz direkt im Handy. Selbst im tiefsten Keller kann
ich einen Artikel direkt mit der eingebauten Kamera knipsen und sofort
umwandeln lassen. 

Ich hab mir auch die Android hd Version von Textmaker zugelegt. 
Damit kann ich sofort Dokumente erstellen.

Auf dem Android Handy hab ich sogar Cups installiert. Damit kann ich im
wlan auch auf alle Netzwerkdrucker zugreifen, die mir Linux anbietet.

> >Das geht deutlich einfacher und schneller als mit 1001 verschiedenen
> >Programmen zu hantieren, auch wenn das von hinten durch die Brust ins
> >Auge geht.
> 
> Das finde ich nicht. Das ist eine sinnvolle und logische Anwendung. 
> 
> >Die Texterkennung ist heute wirklich gut! Selbst eine komplette
> >Zeitungsseite.
> 
> >Einen Bluetooth Fernausloeser fuer die Kamera hab ich. Mit einer Hand
> >umblaettern und mit der anderen den Ausloeser betaetigen. 
> >Als Scannertisch verwende ich einen Ikea Tritthocker mit Griffloch. 
> >Ueber dem Loch liegt das Handy, eine Ebene tiefer ein Brett mit Buch.
> 
> >So schnell hab ich noch nie eine grosse Anzahl Seiten gescannt. Mit dem
> >altmodischen DinA4-Flachbettscanner ist das viel zu umstaendlich und
> >langwierig. Da reichte es gerade fuer Riss- und Tuschezeichnungen.
> 
> Auf der Cebit hat eine Startup-Firma eine praktische Scannerlösung
> vorgestellt: Scannerständer aus stabiler Pappe, Handy oben drauf, Din-A4
> unten rein, knips, OCR und Dokumentenverwaltung (gute Software mit
> wirklich durchdachten Optionen). Papier wird in einem Ordner abgelegt
> (immer oben drauf). Der Scannerständer steht auf dem Ordner, somit ist
> auf jedem Bild der Barcode des Ordners mit drauf. Das fand ich richtig
> praktisch. 
> 
> Und dann haben sie erzählt, daß alle Daten in der Cloud gespeichert
> werden.

So einen Mist hab ich auch gekauft. CamScanner von INTSIG nannte sich 
die Software. Aber ausgerechet das Plugin, das ein Bild in Text umwandelt, 
musste am play store vorbei direkt runtergeladen werden.

Das laesst sich dann nur installieren, wenn man externe Installationen 
zulaesst. 

Das fuehrt das ganze Sicherheitskonzept ad absurdum. Auf meinen Einwand
haben sie nur in Worthuelsen geantwortet.

> Da wußte ich dann, daß das nichts für mich ist. 

Ack

> Vorteil des geräumigen Kellers.

Ich hab schon zuviele Regale mit Buechern. Da ist kein Platz fuer
Zeitungen. Leider.

> >>> Hier hab ich einen ganz altmodischen Papier-Lesezirkel abonniert.
> >> Du bist ja auch ein alter Knacker!
> 
> > Scheint so. Dafuer kann ich die problemlos in meiner Nachbarschaft
> > rumreichen.
> 
> Ich brauche das nicht. Ich lese meistenteils im Netz, das reicht mir von
> der Vielfalt. Ich fühle mittlerweile nur noch sehr selten das Bedürfnis,
> mir eine Zeitschrift zu kaufen.

Allgemeine Themen:

Einige Sachen finde ich in den Papierausgaben besser ausgearbeitet als
in einer kurzen Onlinemeldung. Die verwende ich als teaser, damit ich
weiss, was ich kaufe.

IT Themen:
Gerade hier bekomme ich mehr und bessere Informationen fuer mein
Fachgebiet online in englisch. Die ct lese ich noch als uebrig
gebliebenes Relikt. 
Heute wuerde ich sie mir fuer Informationen vermutlich nicht mehr
zulegen. Da mir das Geld nicht mehr so weh tut wie als
Schueler/Student, hab ich das Abo beibehalten.

> Mag sein, daß ich (als Nicht-Kunde) das nicht richtig weiß. Klar aber

Von den meisten Online Angeboten in jedem Bereich hab ich mir etwas gekauft. 
Eigentlich kann ich nur dann etwas umfassend beurteilen, wenn ich es selber 
einmal gemacht hab.

> ist, daß iTunes ein neues Geschäftsmodell zum Musikkaufen etabliert hat

Bei den iTunes Filmen/Serien bin ich mal hereingefallen. Zwei Ausgaben
hatte ich bereits, als ich im Urlaub den Rest sehen/kaufen wollte, gab
es die nicht mehr im Store.

Inzwischen weiss ich, dass mir das bei allen Anbietern passieren kann.

> (nämlich Lied für Lied zum mäßigen Preis), als die Musikbranche noch
> lange nicht von ihren CDs lassen wollte. 

Es gab Musik legal online, das war ein grosser Gewinn.
Keine Zeit mehr mit eDonkey verschwenden.

Auch heute noch kaufe ich mir eher ganze CD Alben, als eine einzelne
Single/Stueck eines Albums. Vor allem hasse ich diese /best-of/ die mir
staendig angeboten werden.

(Ich wuerde mir gerne beim Stoebern im Internet einen effektiven Filter
wuenschen, der mir Sachen die ich sowieso nie kaufe gar nicht erst
anzeigt.)

Aber im Punkt Preis hat mich iTunes nie ueberzeugt. Kann sein, dass ich
hier in Koeln und mit dem grossen Saturn und anderen Geschaeften
verwoehnt bin. Normale CDs sind /preiswerter/ als online mp3.
Die Qualitaet ist auch besser, flac kann ich nur selten bekommen.

In einem anderen online Musik Bereich wurde ich ueberrascht.

Von Aldi hab ich mir die Napster Musik Flatrate besorgt. Meistens hab
ich selber gegen ein Flatrate Modell argumentiert.

Ich hab bereits den groessten Teil der Musik die mich interessiert und
es gibt so wenig neues, das ich besser damit fahre es dann zu kaufen,
als auf ein Angebot einer Flatrate angewiesen zu sein. Bei dem ist die
gesamte Musik und das bis dahin bezahlte Geld weg, wenn das Abo endet. 

100EUR im Jahr kann ich besser auch in CDs investieren. Die gehoeren
dann immer mir.

Fuer Musik stimmt fuer mich diese Aussage auch bedingungslos! 

Meine Ausnahme kommt dann zustande, wenn ich die Ausgaben fuer Hoerspiele 
und Hoerbuecher mit beruecksichtige. Das meiste davon will ich kein zweites
mal hoeren. Trotzdem sind einzelne Sachen so teuer, das lohnt als Kauf
nicht. In diesem Fall lohnt sich die Flatrate im Augenblick noch fuer
mich, solange ich noch neue interessante Hoerspiele finde.

Audible finde ich schon von Anfang an zu teuer. Die sterben
hoffentlich.


cu Frank

-- 
Genius may have its limitations, but stupidity is not thus handicapped.
                -- Elbert Hubbard

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#234688 — Re: Onlinezugang Zeitung

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2015-12-21 14:00 +0100
SubjectRe: Onlinezugang Zeitung
Message-ID<imae7b56lktcme4rug775bv9ru6579468j@4ax.com>
In reply to#234570
Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> schrieb:

>> Was kostet so eine CD in Stückzahlen (plus das Einbringen in eine
>> Zeitschrift?). Ich schätze die Kosten einer beigelegten CD auf
>> vielleicht 50 Cent bis 1 Euro, das wäre bei einer Zeitung (sagen wir
>> mal: der Zeit) als Mehrpreis nicht tolerabel. 

>Die Zahlen wuerden mich auch einmal interessieren.

>>> Fuer jeden Artikel unterschiedlich.
>>> Ich kann bei jedem Artikel seinen Preis sehen, bevor ich ihn lese.
 
>> Über wieviel Geld sprechen wir denn da? Die c't verlangt auf ihren
>> Seiten 1,49 oder so, das ist in meinen Augen zuviel.

>Die ersten Artikel die mir gerade jetzt angeboten werden:

>EUR
>0,89 
>0,25
>0,45
>0,45
>1,99
>0,89
>0,45
>0,89
>0,29

>Die teureren Artikel sind laengere aus einer Wochenzeitschrift wie
>Spiegel oder Fokus, die kleineren Betraege ueberwiegend aus 
>Tageszeitungen.

>> Bei meiner hiesigen Tageszeitung wollen sie für einen "Tagespaß" 0,99.

>Dann waere der bei Blendle vermutlich leicht preiswerter.

>> Das halte ich für einen einzigen Artikel (der eine halbe Seite lang sein
>> mag) auch für etwas viel, aber kann kann darüber reden, schließlich man
>> man dafür die aktuelle Ausgabe der Zeitung lesen (Papier: 1,60 WIMRE).

>Zwei Artikel aus einer Zeitung und bereits teurer als die ganze
>Ausgabe? Das kann IMHO nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
>Dann muessen sie ja mit ihren digitalen Ausgaben scheitern.

Reden wir jetzt aneinander vorbei? 
Die Papierausgabe der Zeitung kostet m.W. 1,60 Euro. Stattdessen kann
jedermann einen "Tagespaß" für 99 ct kaufen, der einen Tag lang Zugang
zu "allen kostenpflichtigen Angeboten der Zeitung" bietet. Was das genau
ist, weiß ich nicht, aber wenn das die aktuelle Ausgabe der Tageszeitung
mit enthält, halte ich den Preis für in Ordnung.

>> Ach, dafür muß man ein spezielles Programm installieren?

> Unter Android ja, vermutlich gibt es auch eine Browserausgabe fuer
> einen Desktop PC.

Eine Browserausgabe sollte schon sein. Dieses Prinzip "eine separate Äpp
pro Anbieter" halte ich für eine Fehlentwicklung. Wann kommen
Internetbrowser, die nur jeweils für einen URL funktionieren?

>> ich in Wirklichkeit ein .pdf (oder von mir aus auch ein .jpg)
>> lesen/sehen will.

> Pdf finde ich in elektronischer Form meistens unpraktisch zu lesen,
> weil die wenigsten PDF darauf ausgerichtet sind einen angepassten
> Textumbruch zu ermoeglichen.

Der Tablet-Nutzer spricht. 

> Auf einem <=5" Display eines Smartphones ist DinA4 oder groesser dann
> nur unter Schmerzen zu lesen. (Ok, ich kann das ohne Brille auf meinem
> HD Display, wenn ich eine Wette gewinnen wollte, aber bequem ist fuer
> mich etwas anderes.)


>>>>> Hab mich dort angemeldet, um einen Artikel der Stiftung Warentest 
>>>>> zu lesen
>>>>> Aber wenigstens als PDF. Das kann ich ueberall lesen. 
  
>>>> Und was hast Du dafür dann (im Vergleich) bezahlt?
 
>> >Die ganze Zeitschrift, obwohl mir ein Artikel gereicht haette.
>> >| test 10/2015 (4,49 EURO inkl. MwSt.)
 
>> Das ist dann eine Menge Geld. 
>> Ich bin kein Leser (mehr) für "test",
>> früher hatte ich die mal im Abo. Meistens sind mir die Artikel zu kurz
>> und oberflächlich geschrieben. Im Druck mag das angehen, denn
>> Papierdruck kostet. Im Netz ist das nicht tolerabel. Warum sollte dort
>> nicht ein Test von 20 Standventilatoren (als Beispiel) 20 Seiten
>> umfassen? Das gäbe dem Tester den Platz, seine Meßergebnisse umfangreich
>> auszubreiten. Aber - nada! - das gibt es nicht. 

>Sehr wenige einzelne Artikel im Jahr wuerden mich interessieren. Da waere
>Blendle von der Idee her fuer mich genau richtig gewesen.

>> [Warum kann]
>> nicht ein Test von 20 Standventilatoren (als Beispiel) 20 Seiten
>> umfassen? Das gäbe dem Tester den Platz, seine Meßergebnisse umfangreich
>> auszubreiten. Aber - nada! - das gibt es nicht. 

>Gute Idee.

>In einer umfangreichen Online Ausgabe wuerde ich mir dann den kurzen
>/Papierauszug/ vorneweg als Einfuehrung wuenschen und dann ruhig ein
>paar mehr Details und Ausfuehrungen mit echten nachvollziehbareren
>Werten als lediglich Schlussfolgerungen zu presentieren.

Ja. Das wäre ein Mehrwert gegenüber der aktuellen Situation.

>>> Mit meiner aktuellen Tagesszeitung geht es nicht mehr, nachdem es die
>>> ein paar Jahre als PDF kostenlos fuer Abonnenten gab, wollen die fuer
>>> eine online Version inzwischen deutlich mehr Geld und eine eigene
>>> App.
 
>> Ich lese die im Browser

>Kannst Du da die einzelnen Artikel als Html lesen?

So etwas Ähnliches. Die Ganzseite kann man in der Normalansicht nicht
lesen, weil auf meinem Bildschirm die Seite zu klein ist. Wenn man mit
der Maus drüberfährt, kommen die Einzelartikel als Popups hoch, die man
dann problemlos einspaltig lesen kann. Alternativ gibts eine
"Ganzseitenansicht" als (großes) .jpg, in dem man dann scrollen kann.
Das haben die ganz manierlich umgesetzt. 

>Bei mir gab es frueher in der online Version die ganze Seite und ich
>musste ewig im Blatt scrollen.

Ich lese die Zeitung hier auf meinem (Breit-)Bildschirm, nicht auf einem
Tablet oder Schlaufon.

>> Zuhause habe ich einen Rechner (mit großem Bildschirm), in der Arbeit 
>> auch. Wegezeiten in Öffis (wo ich Zeit zu lesen hätte) habe ich nicht, 
>> also brauche ich Zeitunglesen per App nicht.

> Findest Du das am PC Bildschirm wirklich bequem? 

Ja. Siehe oben.

>Ich wuerde mir einen mind. Din A4 grossen b/w eInk Reader mit Grautoenen
>wuenschen. Gibt es leider nicht in tauglich zu kaufen.

Eben. 

>So verwende ich fuer reinen Text mein 5" Handy und fuer
>grafiklastigeres ein 15,6" Tablett.


>>> [Ich] hab mir den "abbyy textgrabber" fuer Android gekauft. Jetzt nehme ich 
>>> ein Photo von der Papierausgabe auf und lasse es direkt umwandeln.
>>> Dann speichere ich mir den Text ab.
 
>> Erfolgt das wenigstens lokal oder geht das nur per cloud?

> Rein lokal ohne Netz direkt im Handy. Selbst im tiefsten Keller kann
> ich einen Artikel direkt mit der eingebauten Kamera knipsen und sofort
> umwandeln lassen. 

Das wäre für mich attraktiv.

> Ich hab mir auch die Android hd Version von Textmaker zugelegt. 
> Damit kann ich sofort Dokumente erstellen.

> Auf dem Android Handy hab ich sogar Cups installiert. Damit kann ich im
> wlan auch auf alle Netzwerkdrucker zugreifen, die mir Linux anbietet.



>>> Das geht deutlich einfacher und schneller als mit 1001 verschiedenen
>>> Programmen zu hantieren, auch wenn das von hinten durch die Brust ins
>>> Auge geht.

>> Das finde ich nicht. Das ist eine sinnvolle und logische Anwendung. 
 

>> Auf der Cebit hat eine Startup-Firma eine praktische Scannerlösung
>> vorgestellt: Scannerständer aus stabiler Pappe, Handy oben drauf, Din-A4
>> unten rein, knips, OCR und Dokumentenverwaltung (gute Software mit
>> wirklich durchdachten Optionen). Papier wird in einem Ordner abgelegt
>> (immer oben drauf). Der Scannerständer steht auf dem Ordner, somit ist
>> auf jedem Bild der Barcode des Ordners mit drauf. Das fand ich richtig
>> praktisch. 
 
>> Und dann haben sie erzählt, daß alle Daten in der Cloud gespeichert
>> werden.

>So einen Mist hab ich auch gekauft. CamScanner von INTSIG nannte sich 
>die Software. Aber ausgerechet das Plugin, das ein Bild in Text umwandelt, 
>musste am play store vorbei direkt runtergeladen werden.

>Das laesst sich dann nur installieren, wenn man externe Installationen 
>zulaesst. 

>Das fuehrt das ganze Sicherheitskonzept ad absurdum. Auf meinen Einwand
>haben sie nur in Worthuelsen geantwortet.

Mir hat das System grundsätzlich gefallen, nicht die individuelle
Implementation.

>> Da wußte ich dann, daß das nichts für mich ist. 

>Ack

>> Vorteil des geräumigen Kellers.

>Ich hab schon zuviele Regale mit Buechern. Da ist kein Platz fuer
>Zeitungen. Leider.


>>>>> Hier hab ich einen ganz altmodischen Papier-Lesezirkel abonniert.
>>>> Du bist ja auch ein alter Knacker!
 
>>> Scheint so. Dafuer kann ich die problemlos in meiner Nachbarschaft
>>> rumreichen.
 
>> Ich brauche das nicht. Ich lese meistenteils im Netz, das reicht mir von
>> der Vielfalt. Ich fühle mittlerweile nur noch sehr selten das Bedürfnis,
>> mir eine Zeitschrift zu kaufen.

>Allgemeine Themen:

>Einige Sachen finde ich in den Papierausgaben besser ausgearbeitet als
>in einer kurzen Onlinemeldung. Die verwende ich als teaser, damit ich
>weiss, was ich kaufe.

>IT Themen:
>Gerade hier bekomme ich mehr und bessere Informationen fuer mein
>Fachgebiet online in englisch. Die ct lese ich noch als uebrig
>gebliebenes Relikt. 

>Heute wuerde ich sie mir fuer Informationen vermutlich nicht mehr
>zulegen. Da mir das Geld nicht mehr so weh tut wie als
>Schueler/Student, hab ich das Abo beibehalten.

Ich war lange Jahre c't-Abonnent (und vor langen Jahren auch mal Autor).
Irgendwann einmal ist das neue Heft immer wieder ungelesen
liegengeblieben und vom nächsten überholt worden. Ich habe einige Monate
dabei zugesehen und schließlich das Abonnement gekündigt. Sie wollten
mich halten und haben sich rührend um mich gekümmert -- aber wozu sollte
ich mir eine Zeitschrift ins Haus holen (egal wie günstig mir die
angeboten wird), die ich de facto nicht mehr lese?

>> Mag sein, daß ich (als Nicht-Kunde) das nicht richtig weiß. Klar aber
>> ist, daß iTunes ein neues Geschäftsmodell zum Musikkaufen etabliert hat

>Von den meisten Online Angeboten in jedem Bereich hab ich mir etwas gekauft. 
>Eigentlich kann ich nur dann etwas umfassend beurteilen, wenn ich es selber 
>einmal gemacht hab.

>Bei den iTunes Filmen/Serien bin ich mal hereingefallen. Zwei Ausgaben
>hatte ich bereits, als ich im Urlaub den Rest sehen/kaufen wollte, gab
>es die nicht mehr im Store.

>Inzwischen weiss ich, dass mir das bei allen Anbietern passieren kann.


>> (nämlich Lied für Lied zum mäßigen Preis), als die Musikbranche noch
>> lange nicht von ihren CDs lassen wollte. 

> Es gab Musik legal online, das war ein grosser Gewinn.
> Keine Zeit mehr mit eDonkey verschwenden.

> Auch heute noch kaufe ich mir eher ganze CD Alben, als eine einzelne
> Single/Stueck eines Albums. Vor allem hasse ich diese /best-of/ die mir
> staendig angeboten werden.

> (Ich wuerde mir gerne beim Stoebern im Internet einen effektiven Filter
> wuenschen, der mir Sachen die ich sowieso nie kaufe, gar nicht erst
> anzeigt.)

:-)
Ein Gutteil dessen erledigt Adblock, wenngleich gerade ein heftiger
Kampf darum tobt. 

>Aber im Punkt Preis hat mich iTunes nie ueberzeugt. Kann sein, dass ich
>hier in Koeln und mit dem grossen Saturn und anderen Geschaeften
>verwoehnt bin. Normale CDs sind /preiswerter/ als online mp3.
>Die Qualitaet ist auch besser, flac kann ich nur selten bekommen.

>In einem anderen online Musik Bereich wurde ich ueberrascht.

>Von Aldi hab ich mir die Napster Musik Flatrate besorgt. Meistens hab
>ich selber gegen ein Flatrate Modell argumentiert.

>Ich hab bereits den groessten Teil der Musik die mich interessiert und
>es gibt so wenig Neues, das ich besser damit fahre es dann zu kaufen,
>als auf ein Angebot einer Flatrate angewiesen zu sein. Bei dem ist die
>gesamte Musik und das bis dahin bezahlte Geld weg, wenn das Abo endet. 

>100EUR im Jahr kann ich besser auch in CDs investieren. Die gehoeren
>dann immer mir.

>Fuer Musik stimmt fuer mich diese Aussage auch bedingungslos! 

>Meine Ausnahme kommt dann zustande, wenn ich die Ausgaben fuer Hoerspiele 
>und Hoerbuecher mit beruecksichtige. Das meiste davon will ich kein zweites
>mal hoeren. Trotzdem sind einzelne Sachen so teuer, das lohnt als Kauf
>nicht. In diesem Fall lohnt sich die Flatrate im Augenblick noch fuer
>mich, solange ich noch neue interessante Hoerspiele finde.

>Audible finde ich schon von Anfang an zu teuer. Die sterben
>hoffentlich.

Ich höre so wenig Musik, ich brauche das alles nicht. 

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#234317 — Re: Onlinezugang Zeitung

Frommarkus philippi <markusphi.news@solinetcafe.org>
Date2015-12-19 09:52 +0100
SubjectRe: Onlinezugang Zeitung
Message-ID<1381260457.472129180.353918.markusphi.news-solinetcafe.org@news.individual.de>
In reply to#234073
Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> 
> Keine Ahnung. Nachdem neuerdings nur noch bekleidete Frauen gezeigt
> werden sollen

Das spannende ist da eher was der Maßstab "bekleidet" alles bedeckt...

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#234583 — Re: Onlinezugang Zeitung (was: Adblocker)

FromMike Grantz <beatclubs@stoiseland.de>
Date2015-12-21 05:36 +0100
SubjectRe: Onlinezugang Zeitung (was: Adblocker)
Message-ID<n57vfu$pqe$1@dont-email.me>
In reply to#233764
On 15.12.2015 19:00, Martin Gerdes wrote:

> Daran habe ich neulich auch gedacht, aber ich fürchte, das funktioniert
> nicht. Bei aktuellen Druckverfahren wäre der QR-Code einheitlich für
> alle Exemplare der Ausgabe, er wäre vermutlich sofort im Netz frei
> verfügbar.

Wenn mir die Onlineausgabe nicht reicht, lese ich die Printversion via 
http://www.onleihe.net/

Scheiss Kostenloskultur! Der hat nen Bibliotheksausweis! Steinigt ihn!
*scnr*

-- 
Ulrich F. Heidenreich schrieb unter der MSG-ID 
<mrvfih.3vs39gv.1!not-for-mail@ufh.invalid.de>:

"Dieses Ossipack ist einfach nur zum - mit Verlaub - Kotzen."

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