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Störungen bei VCO

Started byFrank Buss <fb@frank-buss.de>
First post2017-07-14 10:19 +0200
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  Störungen bei VCO Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2017-07-14 10:19 +0200
    Re: Störungen bei VCO Edzard Egberts <news@edzeg.net> - 2017-07-14 10:35 +0200
      Re: Störungen bei VCO Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2017-07-14 11:41 +0200
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    Re: Störungen bei VCO Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2017-07-14 14:48 +0200
    Re: Störungen bei VCO Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2017-07-14 14:50 +0200
      Re: Störungen bei VCO Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2017-07-14 15:31 +0200
      Re: Störungen bei VCO Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2017-07-14 18:36 +0200
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          Re: Störungen bei VCO Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2017-07-14 21:38 +0200
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            Re: Störungen bei VCO Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2017-07-15 20:06 +0200
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                      Re: Störungen bei VCO Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-07-15 13:48 -0700
                      Re: Störungen bei VCO Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2017-07-15 23:12 +0200
                        Re: Störungen bei VCO Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2017-07-15 23:18 +0200
                      Re: Störungen bei VCO Marc Santhoff <m.santhoff@t-online.de> - 2017-07-15 23:27 +0200
                        Re: Störungen bei VCO Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-07-15 15:11 -0700
                          Re: Störungen bei VCO Marc Santhoff <m.santhoff@t-online.de> - 2017-07-16 00:35 +0200
                            Re: Störungen bei VCO Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-07-16 07:35 -0700
                              Re: Störungen bei VCO Marc Santhoff <m.santhoff@t-online.de> - 2017-07-16 18:04 +0200
                                Re: Störungen bei VCO Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2017-07-17 00:53 +0200
                                  Re: Störungen bei VCO Marc Santhoff <m.santhoff@t-online.de> - 2017-07-17 01:49 +0200
                                    Re: Störungen bei VCO Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-07-18 13:46 -0700
                                      Re: Störungen bei VCO Gerhard Hoffmann <ghf@hoffmann-hochfrequenz.de> - 2017-07-18 23:28 +0200
                                        Re: Störungen bei VCO Marc Santhoff <m.santhoff@t-online.de> - 2017-07-19 01:25 +0200
                                          Re: Störungen bei VCO Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-07-18 16:36 -0700
                                            Re: Störungen bei VCO Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2017-07-19 01:42 +0200
                                              Re: Störungen bei VCO Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2017-07-19 01:58 +0200
                                              Re: Störungen bei VCO Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-07-18 17:15 -0700
                                          Re: Störungen bei VCO Gerhard Hoffmann <ghf@hoffmann-hochfrequenz.de> - 2017-07-19 08:42 +0200
                                            Re: Störungen bei VCO Marc Santhoff <m.santhoff@t-online.de> - 2017-07-19 14:31 +0200
                                      Re: Störungen bei VCO Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2017-07-18 23:30 +0200
                                        Re: Störungen bei VCO Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-07-18 16:23 -0700
                                      Re: Störungen bei VCO Marc Santhoff <m.santhoff@t-online.de> - 2017-07-19 01:03 +0200
                                        Re: Störungen bei VCO Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-07-18 16:31 -0700
                                          Re: Störungen bei VCO Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2017-07-19 01:50 +0200
                                            Re: Störungen bei VCO Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-07-18 17:07 -0700
                                              Re: Störungen bei VCO Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2017-07-19 08:45 +0200
                                                Re: Störungen bei VCO Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-07-19 07:10 -0700
                                          Re: Störungen bei VCO Marc Santhoff <m.santhoff@t-online.de> - 2017-07-19 01:57 +0200
                        Re: Störungen bei VCO Gerhard Hoffmann <ghf@hoffmann-hochfrequenz.de> - 2017-07-16 00:35 +0200
                  Re: Störungen bei VCO Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2017-07-15 22:08 +0200
                  Re: Störungen bei VCO Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2017-07-17 06:15 +0200
                    Re: Störungen bei VCO Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2017-07-17 10:10 +0200
                      Re: Störungen bei VCO Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2017-07-17 10:44 +0200
                Re: Störungen bei VCO Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2017-07-15 22:06 +0200
            Re: Störungen bei VCO Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2017-07-19 00:34 +0200

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#229975 — Störungen bei VCO

FromFrank Buss <fb@frank-buss.de>
Date2017-07-14 10:19 +0200
SubjectStörungen bei VCO
Message-ID<ok9uql$2kn$1@newsreader4.netcologne.de>
Ich habe einen VCO aufgebaut, siehe hier:

http://www.eevblog.com/forum/beginners/transistor-replacement-for-vco/msg1254643/#msg1254643

Im Posting darauf sieht man so merkwürdige Zacken, die bei hohen 
Frequenzen stärker ausgeprägt sind. Woher könnten die kommen?

Außerdem sieht man, daß die Symmetrie frequenzabhängig ist, also scheint 
so, daß bei niedrigeren Frequenzen der Abfall schneller als der Anstieg 
geht, aber vielleicht hängt das auch zusammen. Man kann mit einem der 
Potis das generell einstellen, aber nicht frequenzabhängig.

-- 
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

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#229976

FromEdzard Egberts <news@edzeg.net>
Date2017-07-14 10:35 +0200
Message-ID<ok9vrj$i0v$1@news4.open-news-network.org>
In reply to#229975
Frank Buss wrote:
> Ich habe einen VCO aufgebaut, siehe hier:
> 
> http://www.eevblog.com/forum/beginners/transistor-replacement-for-vco/msg1254643/#msg1254643
> 
> 
> Im Posting darauf sieht man so merkwürdige Zacken, die bei hohen 
> Frequenzen stärker ausgeprägt sind. Woher könnten die kommen?

Ich würde auf das Breadboard tippen - Problem des Aufbaus, die
Rechteckflanke schiebt sich ins Dreieck.

Um zu einem funktionierenden Analog-Gerät zu kommen, braucht man zur
richtigen Schaltung meiner Erfahrung nach immer noch ein vernüftiges
Layout. Bei OpAmp mit hohem Verstärkungsfaktor ist es mir schon
passiert, dass erst das dritte Layout störungsfrei (ohne Schwingungen)
lief...

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#229982

FromFrank Buss <fb@frank-buss.de>
Date2017-07-14 11:41 +0200
Message-ID<oka3kb$5oh$1@newsreader4.netcologne.de>
In reply to#229976
On 07/14/2017 10:35 AM, Edzard Egberts wrote:

> Ich würde auf das Breadboard tippen - Problem des Aufbaus, die
> Rechteckflanke schiebt sich ins Dreieck.
>
> Um zu einem funktionierenden Analog-Gerät zu kommen, braucht man zur
> richtigen Schaltung meiner Erfahrung nach immer noch ein vernüftiges
> Layout. Bei OpAmp mit hohem Verstärkungsfaktor ist es mir schon
> passiert, dass erst das dritte Layout störungsfrei (ohne Schwingungen)
> lief...

Danke, dann werde ich mal eine Platine mit schöner Ground Plane usw. 
entwerfen und hoffen, daß es nicht drei Versuche braucht :-)

Hatte ich noch vergessen zu erwähnen: Laut Application Note soll es bis 
1 Hz runtergehen, aber die Schwingung reisst unter 400 Hz oder so ab. 
Kann das auch daran liegen, oder könnte das ein Problem der anderen von 
mir verwendeten Bauteile sein?


PS: Sorry für die eMail eben, bin jetzt generell auf Thunderbird und 
Linux umgestiegen und habe Reply statt Followup geklickt. Thunderbird 
läuft prima. In Outlook ging letztens die Suche nicht mehr und ich die 
habe die ums verrecken nicht wieder repariert bekommen, inklusive 
Versuche von Outlook Neuinstallation, PST-Dateireperatur usw. Aber 
konnte alle meine vorhandenen eMails und Ordner nach Thunderbird 
exportieren, und da geht die Suche problemlos und ist auch alles viel 
schöner und übersichtlicher als in Outook.

-- 
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

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#229986 — OT Re: Störungen bei VCO

FromAndreas Neumann <an5275@sedo.com>
Date2017-07-14 13:24 +0200
SubjectOT Re: Störungen bei VCO
Message-ID<oka9h3$1d9m$1@gioia.aioe.org>
In reply to#229982
Frank Buss wrote:

> PS: Sorry für die eMail eben, bin jetzt generell auf Thunderbird und
> Linux umgestiegen und habe Reply statt Followup geklickt. Thunderbird
> läuft prima. 

Das kann nur jemand sagen der gerade von Windows kommt. Ich ärgere mich oft
genug über TB, man merkt deutlich dass der aus der Windows-Welt kommt und
lieber kompliziert ist und rumzickt.
Leider ist das hier die einzige brauchbare Möglichkeit, meinen
owncloud-Kalender synchron zu halten, sonst würde TB hochkant rausfliegen. 

> Thunderbird (...)ist auch alles viel
> schöner und übersichtlicher als in Outook.

In diesem Vergleich sieht TB natürlich gut aus, keine Frage.

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#229990

FromBernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de>
Date2017-07-14 14:48 +0200
Message-ID<okaeis$2hr$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#229975
Am 14.07.2017 um 10:19 schrieb Frank Buss:
> Ich habe einen VCO aufgebaut, siehe hier:
> 
> http://www.eevblog.com/forum/beginners/transistor-replacement-for-vco/msg1254643/#msg1254643 
> 
> 
> Im Posting darauf sieht man so merkwürdige Zacken, die bei hohen 
> Frequenzen stärker ausgeprägt sind. Woher könnten die kommen?
> 
> Außerdem sieht man, daß die Symmetrie frequenzabhängig ist, also scheint 
> so, daß bei niedrigeren Frequenzen der Abfall schneller als der Anstieg 
> geht, aber vielleicht hängt das auch zusammen. Man kann mit einem der 
> Potis das generell einstellen, aber nicht frequenzabhängig.

Hallo,

ich kenne die Schaltung und habe die auch aufgebaut. Zunächst auf einem 
Steckbrett und danach auf einer Platine.

Die Symmetrie wird bei niedrigen Frequenzen, d.h. kleinen 
Steuerspannungen, stark durch die Offsetwerte des Opamp bestimmt. Daher 
sollte man Opamps mit geringen Ofssetspannungen verwenden und den Offset 
zusätzlich abgleichen. Man sollte auch unbedingt 1%-ige Bauteile 
verwenden oder besser diese auch auf Gleichheit seklektieren (die 10 k 
und die 1 k Widerstände am Eingang). Mit einem Digitalmultimeter geht 
das auf 1 Promille genau.

Hast Du die Bauteile wie im Schaltplan verwendet oder die Auswahl 
abgeändert?

In welchem Frequenzbereich möchtest Du die Schaltung einsetzen?

Die Zacken bei den hohen Frequenzen stammen aus der Umschaltladung der 
FET-Kapazität die direkt in den Opampeingang gehen.

Es gibt verbesserte Schaltungen dazu bei den Appnotes von LT.


Bernd Mayer

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#229991

FromBernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de>
Date2017-07-14 14:50 +0200
Message-ID<okaem7$2hr$2@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#229975
Am 14.07.2017 um 10:19 schrieb Frank Buss:
> Ich habe einen VCO aufgebaut, siehe hier:
> 
> http://www.eevblog.com/forum/beginners/transistor-replacement-for-vco/msg1254643/#msg1254643 
> 
> 
> Im Posting darauf sieht man so merkwürdige Zacken, die bei hohen 
> Frequenzen stärker ausgeprägt sind. Woher könnten die kommen?
> 
> Außerdem sieht man, daß die Symmetrie frequenzabhängig ist, also scheint 
> so, daß bei niedrigeren Frequenzen der Abfall schneller als der Anstieg 
> geht, aber vielleicht hängt das auch zusammen. Man kann mit einem der 
> Potis das generell einstellen, aber nicht frequenzabhängig.

Hallo,

ich kenne die Schaltung und habe die auch aufgebaut. Zunächst auf einem 
Steckbrett und danach auf einer Platine.

Die Symmetrie wird bei niedrigen Frequenzen, d.h. kleinen 
Steuerspannungen, stark durch die Offsetwerte des Opamp bestimmt. Daher 
sollte man Opamps mit geringen Offsetspannungen verwenden und den Offset 
zusätzlich abgleichen. Man sollte auch unbedingt 1%-ige Bauteile 
verwenden oder besser diese auch auf Gleichheit selektieren (die 10 k 
und die 1 k Widerstände am Eingang). Mit einem Digitalmultimeter geht 
das auf 1 Promille genau.

Hast Du die Bauteile wie im Schaltplan verwendet oder die Auswahl 
abgeändert?

In welchem Frequenzbereich möchtest Du die Schaltung einsetzen?

Die Zacken bei den hohen Frequenzen stammen aus der Umschaltladung der 
FET-Kapazität die direkt in den Opampeingang gehen.

Es gibt verbesserte Schaltungen dazu bei den Appnotes von LT.


Bernd Mayer

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#229992

FromBernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de>
Date2017-07-14 15:31 +0200
Message-ID<okah3i$hc7$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#229991
Am 14.07.2017 um 14:50 schrieb Bernd Mayer:
> Die Zacken bei den hohen Frequenzen stammen aus der Umschaltladung der 
> FET-Kapazität die direkt in den Opampeingang gehen.

Nachtrag:

die Verzögerung durch den 2N2369 (Schaltzeiten) haben auch einen Einfluß 
auf das Verhalten beim Umschalten das sich besonders bei hohen 
Frequenzen bemerkbar macht. Der FET der vom Komparator direkt 
umgeschalten wird schaltet etwas früher als der FET der nach dem 
Transistor angeschlossen ist.

Statt der LM329 kann auch andere Referenzspannungsquellen verwenden.
Zu Beginn habe ich einfach eine Z-Diode mit niedrigem TCO eingesetzt.

Den Frequenzbereich passt man am besten mit dem Integrationskondensator 
an falls man einen anderen Arbeitsbereich benötigt.

Groundplane habe ich keine verwendet.

Für den Sinuswandler hatte ich auch selektierte Standardtransistoren 
verwendet die ich zusammengeklebt hatte. CA3046 (oder LM3046) gehen 
auch, davon hatte ich noch ein paar wenige hier.


Bernd Mayer

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#230007

FromFrank Buss <fb@frank-buss.de>
Date2017-07-14 18:36 +0200
Message-ID<okarud$oii$1@newsreader4.netcologne.de>
In reply to#229991
On 07/14/2017 02:50 PM, Bernd Mayer wrote:

> Die Symmetrie wird bei niedrigen Frequenzen, d.h. kleinen
> Steuerspannungen, stark durch die Offsetwerte des Opamp bestimmt. Daher
> sollte man Opamps mit geringen Offsetspannungen verwenden und den Offset
> zusätzlich abgleichen. Man sollte auch unbedingt 1%-ige Bauteile
> verwenden oder besser diese auch auf Gleichheit selektieren (die 10 k
> und die 1 k Widerstände am Eingang). Mit einem Digitalmultimeter geht
> das auf 1 Promille genau.

Danke, gute Idee, die sind aktuell alle aus der Grabbelkiste, 5% 
Metallfilm oder so.

> Hast Du die Bauteile wie im Schaltplan verwendet oder die Auswahl
> abgeändert?

Statt 2N4392 habe ich MMBF4392 verwendet und statt dem 2N2369 Transistor 
ein 2N7000 FET.

> In welchem Frequenzbereich möchtest Du die Schaltung einsetzen?

Ich würde gerne von 1 Hz bis vielleicht 10 kHz haben.

> Die Zacken bei den hohen Frequenzen stammen aus der Umschaltladung der
> FET-Kapazität die direkt in den Opampeingang gehen.

Ich konnte jetzt die Zacken ein wenig verkürzen, indem ich keinen 
Vorwiderstand mehr am 2N7000 FET verwendet habe, hatte da 1 k verwendet. 
Aber das Hauptproblem war, daß ich versehentlich 10 pF statt 10 nF für 
den Integrierungskondensator verwendet hatte. Habe dort jetzt 20 nF 
eingesetzt, weil ich nur bis 10 kHz gehen möchte. Jetzt sieht es viel 
besser aus.

10 kHz:

http://i.imgur.com/1lMGSKd.png

10 Hz:

http://i.imgur.com/Q8tlfBc.png

Sieht noch nicht perfekt aus, aber das könnte jetzt wirklich an dem 
Steckbrett liegen, denke ich mal, und vielleicht sollte ich auch die 
Offsets der op-amps kalibrieren, die haben da extra Eingänge für, und 
dann noch genauere Widerstände. Aber ein wenig analoger Character 
schadet ja auch nicht. Wenn ich es perfekt haben wollte, dann würde ich 
es digital und per DAC machen :-)

Was ich aber noch gerne haben möchte ist von 1 Hz bis 10 kHz. Ich habe 
versucht den Integrierungskondensator zu vergrößern, was dann auch bis 1 
Hz runtergeht, aber dann nicht mehr bis 10 kHz rauf.

Kann man die Schaltung übrigens einfach verändern, um fließend von 
Sägezahn auf Dreieck umstellen zu können, aber besten auch per Spannung 
kontrolliert? Bei niedrigen Frequenzen geht das sehr gut mit dem 
Zero-Frequency Poti, aber sobald dann die Frequenz steigt, ändert sich 
auch wieder die Wellenform, mehr hin zum Dreieck.

> Es gibt verbesserte Schaltungen dazu bei den Appnotes von LT.

Hast du da Links zu?

-- 
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

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#230011

FromFrank Buss <fb@frank-buss.de>
Date2017-07-14 20:44 +0200
Message-ID<okb3ef$v54$1@newsreader4.netcologne.de>
In reply to#230007
On 07/14/2017 06:36 PM, Frank Buss wrote:

> Kann man die Schaltung übrigens einfach verändern, um fließend von
> Sägezahn auf Dreieck umstellen zu können, aber besten auch per Spannung
> kontrolliert?

Habe eine sehr einfache Möglichkeit gefunden: Statt einer 
Kontrollspannung verwende ich einfach zwei verschiedene. Dabei entfällt 
auch der LF351 und man kann Anstiegs- und Abfallzeit jetzt getrennt 
einstellen. Könnte man noch "schön" machen, indem man die zweite 
Kontrollspannung invertiert. Nobel wäre natürlich, wenn man den Winkel 
unabhängig von der Frequenz ändern könnte, aber gefällt mir auch so 
schon recht gut.

Jetzt wäre es noch gut, das ganze mit einem modernen Quad-OpAmp zu 
machen. Zwei OpAmps um die beiden Kontrollspannungen zu puffern, einen 
für die Invertierung und einen für den Integrator und schon passt das 
ganze in ein IC, plus das Gemüse und der Komperator drumherum. Es gibt 
da wirklich schöne Teile mit geringer Offset-Spannung und relativ preiswert.

Bevor ich den bestelle, würde ein OPA4171 in der Schaltung 
funktionieren? Noch geringere Offsetspannung hätte ein OPA4180, aber 
dafür auch einen geringeren maximalen Ausgangsstrom. Der OPA4171 wäre 
praktisch, da ich den auch als Ausgangstreiber einsetzen könnte. Ja, ich 
bin einen modularen Synth am bauen :-)

-- 
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

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#230014

FromBernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de>
Date2017-07-14 21:38 +0200
Message-ID<okb6jl$4on$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#230011
Am 14.07.2017 um 20:44 schrieb Frank Buss:
> On 07/14/2017 06:36 PM, Frank Buss wrote:
> 
>> Kann man die Schaltung übrigens einfach verändern, um fließend von
>> Sägezahn auf Dreieck umstellen zu können, aber besten auch per Spannung
>> kontrolliert?
> 
> Habe eine sehr einfache Möglichkeit gefunden: Statt einer 
> Kontrollspannung verwende ich einfach zwei verschiedene. Dabei entfällt 
> auch der LF351 und man kann Anstiegs- und Abfallzeit jetzt getrennt 
> einstellen. Könnte man noch "schön" machen, indem man die zweite 
> Kontrollspannung invertiert. Nobel wäre natürlich, wenn man den Winkel 
> unabhängig von der Frequenz ändern könnte, aber gefällt mir auch so 
> schon recht gut.
> 
> Jetzt wäre es noch gut, das ganze mit einem modernen Quad-OpAmp zu 
> machen.

> Bevor ich den bestelle, würde ein OPA4171 in der Schaltung 
> funktionieren? Noch geringere Offsetspannung hätte ein OPA4180, aber 
> dafür auch einen geringeren maximalen Ausgangsstrom. Der OPA4171 wäre 
> praktisch, da ich den auch als Ausgangstreiber einsetzen könnte. Ja, ich 
> bin einen modularen Synth am bauen :-)

Hallo,

Die Lösung mit den getrennten Spannungen für unterschiedliche 
Anstiegszeiten gefällt mir!

Der OPA4171 hat nach einer schnellen Recherche eine max. Offsetspannung 
von 1,5 mV. Das ist für die Anwendung eher hoch.

Der Grund ist, wenn 10 V einer VCO-Frequenz von 10 kHz entsprechen, dann 
benötigt man für 1 Hz lediglich 1 mV. Die Offsetspannung sollte daher 
deutlich geringer sein wenn man bei 1 Hz noch Symmetrie und Linearität 
haben möchte. Wenn der Offset ungünstig liegt, dann kommt man auch gar 
nicht so tief runter. Ähnlich bei den Offsetströmen. 1 mV durch 100 kOhm 
entspricht ja einem Strom von 10nA in den Integrator.

Der Offsetabgleich erfolgt über alles mit den beiden Potis siehe die 
Appnote von TI, ein aufwendiger Einzelabgleich kann dann wohl entfallen. 
Die Verwendung von gepaarten Widerständen ist wichtig, siehe die 
Anmerkung zu den Sternchen.

Es ist empfehlenswert, die Opamps mit +-15 V zu betreiben und den 
Integrationskondensator so zu wählen, daß man bei 10 V U_ein 10 kHz 
erhält. Damit erhält man dann optimal die Einstellmöglichkeit über 4 
Dekaden.

Man sollte auch die slewrate überprüfen daß die nicht zu gering ist.
In einem Viertel der Periode von 100 µsec muß die Dreieckspannung ja 
linear auf fast 10 V ansteigen (Referenzspannung plus 2-mal U_diode).
Das ergibt minimal 0,4 V/µsec.

Am Ausgang würde ich eh einen Puffer verwenden, der Opamp muss dann halt 
mehr als den maximalen Strom für den Integrator liefern.


Bernd Mayer

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#230017

FromBernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de>
Date2017-07-15 00:21 +0200
Message-ID<okbg61$rg5$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#230007
Am 14.07.2017 um 18:36 schrieb Frank Buss:
> On 07/14/2017 02:50 PM, Bernd Mayer wrote:
> 
>> Hast Du die Bauteile wie im Schaltplan verwendet oder die Auswahl
>> abgeändert?
> 
> Statt 2N4392 habe ich MMBF4392 verwendet und statt dem 2N2369 Transistor 
> ein 2N7000 FET.
> 
>> In welchem Frequenzbereich möchtest Du die Schaltung einsetzen?
> 
> Ich würde gerne von 1 Hz bis vielleicht 10 kHz haben.
> 
> Ich konnte jetzt die Zacken ein wenig verkürzen, indem ich keinen 
> Vorwiderstand mehr am 2N7000 FET verwendet habe, hatte da 1 k verwendet. 
> Aber das Hauptproblem war, daß ich versehentlich 10 pF statt 10 nF für 
> den Integrierungskondensator verwendet hatte. Habe dort jetzt 20 nF 
> eingesetzt, weil ich nur bis 10 kHz gehen möchte. Jetzt sieht es viel 
> besser aus.
> 
> Sieht noch nicht perfekt aus, aber das könnte jetzt wirklich an dem 
> Steckbrett liegen, denke ich mal, und vielleicht sollte ich auch die 
> Offsets der op-amps kalibrieren, die haben da extra Eingänge für, und 
> dann noch genauere Widerstände. Aber ein wenig analoger Character 
> schadet ja auch nicht. Wenn ich es perfekt haben wollte, dann würde ich 
> es digital und per DAC machen :-)
> 
> Was ich aber noch gerne haben möchte ist von 1 Hz bis 10 kHz. Ich habe 
> versucht den Integrierungskondensator zu vergrößern, was dann auch bis 1 
> Hz runtergeht, aber dann nicht mehr bis 10 kHz rauf.
> 
>> Es gibt verbesserte Schaltungen dazu bei den Appnotes von LT.
> 
> Hast du da Links zu?

Hallo,

so, ich habe jetzt ein wenig mehr Zeit.

Der 2N2369 ist ein schneller Schaltransistor. Daher wurde der dafür 
ausgewählt wegen der geringen Schaltverzögerung. Der FET 2N7000 ist wohl 
auch recht schnell wenn man den korrekt ansteuert. Vorwiderstand und 
Gate-Kapazität bestimmen da die Schaltzeiten.

Daß Du mit 10 pF Integrationskondensator die Schaltung zum Funkionieren 
gebracht hast spricht für deren Qualität!

Falls Du die Spannungsregelung mit einem Poti vorgenommen hast, dann 
kann das daran liegen, daß man keine extrem niedrigen Spannungen damit 
einstellen kann, manche Potis haben einen zu hohen Minimalwiderstand als 
Spannungsteiler, es gibt welche da kann man nur um die 1:100 einstellen.

Durch die 10 pF wird das auch schlimmer, da der optimale Arbeitsbereich 
zu hohen Frequenzen verschoben wurde.

Die Einstellmöglichkeit  über 4-Dekaden verlangt geringe Offsetwerte 
oder deren Abgleich.

Auf die schnelle konnte ich bisher diese Appnotes von LT dazu wiederfinden:
AN 13, 1Hz to 1MHz Sine Wave Output VCO, Figure 21:
http://cds.linear.com/docs/en/application-note/an13f.pdf
und AN 14, Sine Wave Output VF Converter, Figure 14:
http://cds.linear.com/docs/en/application-note/an14f.pdf
sowie: AN  47, Figure 118:
1Hz-1MHz Sine Wave Output VCO Has 0.25% Linearity and 0.4% Distortion
http://cds.linear.com/docs/en/application-note/an47fa.pdf

Im Wesentlichen wurden da schnellere Opamps/Komparatoren mit besseren 
Offsetwerten verwendet und versucht die Umschaltkapazitäten der 
2N4093-FETs zu kompensieren.

Ich habe vor, die Schaltung (eine Variation davon) auch nochmals 
aufzubauen. Meine Platine wurde leider irrtümlicherweise entsorgt: Ich 
hatte Elektronikschrott aussortiert in zwei Kartons. Einen zum Aufheben 
und einen zum Entsorgen. Und ein Helfer hatte durch ein Mißverständnis 
beide entsorgt ...

Ich hatte die Platine ca. vor 30 Jahren aufgebaut und mich zuvor 
ausgiebig eingelesen und vor dem Zusammenbau auch etliche 
Versuchschaltungen dazu aufgebaut über mehrere Wochen hinweg. Beim Sinus 
hatte ich Werte deutlich unter 1 % erzielt.

Für analoge Funktionsgeneratoren ist das Schaltungsprinzip schon recht 
interessant.

Ich habe mir vor kurzem den Funktionsgenerator von UTG 9002 zugelegt und 
von der Einstellbarkeit her und vom Klirrfakor kommt der mir schlechter 
vor. Ich habe den noch nicht aufgeschraubt, ich vermute aber, der 
arbeitet digital und der Klirrfaktor entspricht 6-bit.


Bernd Mayer

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#230035

FromFrank Buss <fb@frank-buss.de>
Date2017-07-15 14:50 +0200
Message-ID<okd31r$e30$1@newsreader4.netcologne.de>
In reply to#230017
On 07/15/2017 12:21 AM, Bernd Mayer wrote:

> Auf die schnelle konnte ich bisher diese Appnotes von LT dazu wiederfinden:
> AN 13, 1Hz to 1MHz Sine Wave Output VCO, Figure 21:
> http://cds.linear.com/docs/en/application-note/an13f.pdf
> und AN 14, Sine Wave Output VF Converter, Figure 14:
> http://cds.linear.com/docs/en/application-note/an14f.pdf
> sowie: AN  47, Figure 118:
> 1Hz-1MHz Sine Wave Output VCO Has 0.25% Linearity and 0.4% Distortion
> http://cds.linear.com/docs/en/application-note/an47fa.pdf

Die Schaltungen sehen gut aus, aber die OpAmp kosten ja einiges und bei 
der letzten Appnote sind auch noch 4 verschiedene von drin.

Meine Schaltung sieht jetzt so aus und läuft so erstmal:

http://i.imgur.com/4aGuf8M.png

Ich wollte alles in SMD haben und den LM329 gibt es scheinbar nicht in 
dieser Bauform. Daher habe ich den durch den TL431 ersetzt. Absolute 
Genauigkeit ist egal, kann ich über den Ausgangstreiber wieder per Poti 
anpassen, wenn ich den als nicht-invertierenden Verstärker auslege.

Ich habe außerdem mal eine Umschaltung des Frequenzbereichs ausprobiert. 
Mit dem JFET scheint das gut zu funktionieren, was praktisch ist, da ich 
das später digital angesteuert umschalten möchte. Im tiefen Bereich kann 
ich jetzt von ca. 0,5 Hz bis 100 Hz einstellen und im hohen Bereich von 
ca. 100 Hz bis 20 kHz.

Ich lasse dann am besten den LF356 drin, damit läuft es ja, werde aber 
noch einen Trimmer für die Nullungs-Eingänge vorsehen. Für die 
Ein-/Ausgangspufferung nehme ich dann einen OPA4180. Laut Datenblatt hat 
der "Zero-Drift" und auch nur maximal 75 uV Offsetspannung. Werde aber 
am besten auch mal eine Variante ausprobieren, wo ich den dann statt den 
LF356 einsetze. Da spare ich mir den Offset-Trimmer und braucht dann nur 
noch einen von diesen Quad-OpAmps.

Später erzeuge ich die Kontrollspannungen sowieso digital und sample 
wahrscheinlich auch den Ausgang, sodaß ich einfach per Knopfdruck eine 
Kalibrierungskurve erstellen lassen kann, anhand derer dann die 
Kontrollspannung berechnet werden kann (z.B. bei Frequenzvorgabe per 
MIDI-Noten). Gibt dann keine Frequenzungenauigkeiten mehr, aber man hat 
dennoch den schön warmen analogen Klang :-)

-- 
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

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#230044

FromBernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de>
Date2017-07-15 20:06 +0200
Message-ID<okdlje$7tt$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#230035
Am 15.07.2017 um 14:50 schrieb Frank Buss:
> On 07/15/2017 12:21 AM, Bernd Mayer wrote:
> 
>> Auf die schnelle konnte ich bisher diese Appnotes von LT dazu 
>> wiederfinden:
>> AN 13, 1Hz to 1MHz Sine Wave Output VCO, Figure 21:
>> http://cds.linear.com/docs/en/application-note/an13f.pdf
>> und AN 14, Sine Wave Output VF Converter, Figure 14:
>> http://cds.linear.com/docs/en/application-note/an14f.pdf
>> sowie: AN  47, Figure 118:
>> 1Hz-1MHz Sine Wave Output VCO Has 0.25% Linearity and 0.4% Distortion
>> http://cds.linear.com/docs/en/application-note/an47fa.pdf
> 
> Die Schaltungen sehen gut aus, aber die OpAmp kosten ja einiges und bei 
> der letzten Appnote sind auch noch 4 verschiedene von drin.
> 
> Meine Schaltung sieht jetzt so aus und läuft so erstmal:
> 
> http://i.imgur.com/4aGuf8M.png
> 
> Ich wollte alles in SMD haben und den LM329 gibt es scheinbar nicht in 
> dieser Bauform. Daher habe ich den durch den TL431 ersetzt. Absolute 
> Genauigkeit ist egal, kann ich über den Ausgangstreiber wieder per Poti 
> anpassen, wenn ich den als nicht-invertierenden Verstärker auslege.
> 
> Ich habe außerdem mal eine Umschaltung des Frequenzbereichs ausprobiert. 
> Mit dem JFET scheint das gut zu funktionieren, was praktisch ist, da ich 
> das später digital angesteuert umschalten möchte. Im tiefen Bereich kann 
> ich jetzt von ca. 0,5 Hz bis 100 Hz einstellen und im hohen Bereich von 
> ca. 100 Hz bis 20 kHz.
> 
> Ich lasse dann am besten den LF356 drin, damit läuft es ja, werde aber 
> noch einen Trimmer für die Nullungs-Eingänge vorsehen. Für die 
> Ein-/Ausgangspufferung nehme ich dann einen OPA4180. Laut Datenblatt hat 
> der "Zero-Drift" und auch nur maximal 75 uV Offsetspannung. Werde aber 
> am besten auch mal eine Variante ausprobieren, wo ich den dann statt den 
> LF356 einsetze. Da spare ich mir den Offset-Trimmer und braucht dann nur 
> noch einen von diesen Quad-OpAmps.

Hallo,

je nach Interesse kann man die Schaltungen von LT auch als Anregung 
verwenden nach dem Motto:

Was kann ich tun, wenn ich den Dynamikbereich des VCO möglichst groß 
haben möchte, was wenn die Frequenz bis hin zu 1 MHz funktionieren soll, 
oder wenn ich die Spikes beim Umschalten möglichst gering halten möchte 
wegen des kleineren Klirrfakors nach dem Sinsuswandler usw..

Der Absolutwert der Referenzspannungsquelle (und deren Temperaturdrift) 
geht direkt in die Frequenz ein und auch in die Dreiecksamplitude.
TL431 werde ich wahrscheinlich auch verwenden wegen meiner Vorräte.

Eine Variation der Frequenz von min. 1000:1 sollte nach Abgleich der 
beiden Potis in der TI-Appnote (263 ?) leicht möglich sein.

Ich hatte auch mit 555-Timern in CMOS experimentiert als Komparator (mit 
+-5 V Supply):
Da ist ein MOSFET zum Umschalten schon integriert als Ersatz für den 
2N7000. Der Komparator schaltet bis auf die Betriebsspannung durch, 
dadurch erspart man sich die Referenzspannungsquelle und die Dioden. 
Abgleichen kann man am internen Spannungsteiler und man hat einen 
belastbaren TTL-Ausgang.
Das kann eine Lösung mit wenigen und preisgünstigen Bauteilen ergeben!

2N7000-MOSFETS habe ich mir auch besorgt, ich hatte angedacht, diese 
statt der 2N4093-FET-Schalter zu verwenden weil der bis auf 5 Ohm 
durchschalten kann statt nur bis 50 Ohm. Das geht allerdings wohl nicht 
wegen der Diode im 2N7000. Ich muss mal schauen ob es 
Kleinsignal-MOSFETs ohne Schutzdiode gibt.

Hast Du den Schaltplan unter Linux erstellt? Der sieht gut aus.

Viel Erfolg


Bernd Mayer

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#230046

FromFrank Buss <fb@frank-buss.de>
Date2017-07-15 20:33 +0200
Message-ID<okdn6m$vlb$1@newsreader4.netcologne.de>
In reply to#230044
On 07/15/2017 08:06 PM, Bernd Mayer wrote:
>
> Hast Du den Schaltplan unter Linux erstellt? Der sieht gut aus.

Danke, ja habe ich mit KiCAD gemacht. Bin von Eagle gewechselt, seitdem 
es das nur noch als Subscription gibt und meine alte permanente 
kommerzielle Version nicht mehr all die neuen Features hat, die man in 
KiCAD geschenkt bekommt, wie hierarchischer Schaltplan, interaktive 3D 
Ansicht usw. Habe es bisher nicht bereut.

Ich habe jetzt auch den Dreieck-nach-Sinus-Wandler aufgebaut. Ging mit 
relativ preiswerten Ersatz-Bauteilen:

http://i.imgur.com/Z0K0DOZ.png

Aber ich musste ein paar Widerstände ändern, z.B. R12 ist in der 
App-Note (die hier: http://www.ti.com/lit/an/snoa665c/snoa665c.pdf 
Figure 14) nur 200 Ohm, aber damit wird die Kurve nicht schön rund, 
musste ich auf 1 k erhöhen.

So sieht das dann aus:

http://i.imgur.com/udqh21d.png

Schön auch, wenn das Dreieck nicht symmetrisch ist:

http://i.imgur.com/PoYAlnH.png

Interessante Effekt bekommt man außerdem, wenn man am Shape-Trim Poti 
dreht. Da kann man fließend zwischen Sinus und Rechteck die Form 
verändern, oder Sinus und Dreieck:

http://i.imgur.com/q6olbnx.png

Wobei ich bin mir nicht sicher, ist das äquivalent zu einem Mischer aus 
dem Sinus und dem Dreieck und Rechteck? Dann könnte ich mir den Aufwand 
sparen, das per Spannung kontrolliert einstellbar machen zu wollen und 
nur das Poti wie jetzt drin lassen, um einmal einen schönen Sinus 
einzustellen.

Ich habe natürlich keine Ahnung, ob das ganze temperaturstabil ist, oder 
mit der Versorgungsspannung schwankt, oder zuviel rauscht, oder Bauteile 
abbrennen können (die 1,2 kOhm Widerstände werden schon ziemlich warm) 
usw. Sollte ich mal einen Synthesizer verkaufen, lasse ich das vorher 
nochmal von einem Profi wie Jörg überarbeiten.

Hier ist die aktuelle KiCAD-Schaltung, falls es jemand routen möchte, 
oder es als Basis für eigene Experimente verwenden will:

http://www.frank-buss.de/tmp/vco.zip

Die Footprints der ICs und Transistoren sollten stimmen, aber ist alles 
noch nicht überprüft, nur schnell gezeichnet parallel zum Aufbau heute.

-- 
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

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#230047

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2017-07-15 12:19 -0700
Message-ID<esv861FfnesU1@mid.individual.net>
In reply to#230046
On 2017-07-15 11:33, Frank Buss wrote:
> On 07/15/2017 08:06 PM, Bernd Mayer wrote:
>>
>> Hast Du den Schaltplan unter Linux erstellt? Der sieht gut aus.
>
> Danke, ja habe ich mit KiCAD gemacht. Bin von Eagle gewechselt, seitdem
> es das nur noch als Subscription gibt und meine alte permanente
> kommerzielle Version nicht mehr all die neuen Features hat, die man in
> KiCAD geschenkt bekommt, wie hierarchischer Schaltplan, interaktive 3D
> Ansicht usw. Habe es bisher nicht bereut.
>

Ich habe mir rechtzeitig Version 7 gekauft, bevor das Lizenzmodell den 
Bach runter ging. Die hat Hierarchie. Da ich eine Ecke aelter bin als 
Du, koennte das mein letztes CAD fuer Schaltbilder sein. Orcad-SDT hatte 
ich ja auch ewig benutzt und koennte es thoeretisch heute noch.


> Ich habe jetzt auch den Dreieck-nach-Sinus-Wandler aufgebaut. Ging mit
> relativ preiswerten Ersatz-Bauteilen:
>
> http://i.imgur.com/Z0K0DOZ.png
>
> Aber ich musste ein paar Widerstände ändern, z.B. R12 ist in der
> App-Note (die hier: http://www.ti.com/lit/an/snoa665c/snoa665c.pdf
> Figure 14) nur 200 Ohm, aber damit wird die Kurve nicht schön rund,
> musste ich auf 1 k erhöhen.
>
> So sieht das dann aus:
>
> http://i.imgur.com/udqh21d.png
>

Sauber! Vielleicht ein wenig zurueckdrehen, dass der Sinus etwas spitzer 
wird. Das kann man recht gut mit einem Spektrumanalyzer machen und Du 
hast ja einen Signalhound. Solange drehen, bis die Harmonischen minimal 
werden. Ganz weg bekommst Du sie mit dieser Schaltung nicht.


> Schön auch, wenn das Dreieck nicht symmetrisch ist:
>
> http://i.imgur.com/PoYAlnH.png
>

Das Poti koennte man vielleicht als Fusspedal gestalten, sodass der 
Musiker am Synthesizer diese Verzerrung musikbegleitend aendern kann.


> Interessante Effekt bekommt man außerdem, wenn man am Shape-Trim Poti
> dreht. Da kann man fließend zwischen Sinus und Rechteck die Form
> verändern, oder Sinus und Dreieck:
>
> http://i.imgur.com/q6olbnx.png
>
> Wobei ich bin mir nicht sicher, ist das äquivalent zu einem Mischer aus
> dem Sinus und dem Dreieck und Rechteck? Dann könnte ich mir den Aufwand
> sparen, das per Spannung kontrolliert einstellbar machen zu wollen und
> nur das Poti wie jetzt drin lassen, um einmal einen schönen Sinus
> einzustellen.
>

Eher ein "Verzerrer", mit entsprechender Temperaturempfindlichkeit, u.a. 
weil das BC846S Paar nicht monolithisch ist. Bei Q8B hast Du uebrigens 
einen Zahlendreher drin, sollte auch BC846S heissen.


> Ich habe natürlich keine Ahnung, ob das ganze temperaturstabil ist, oder
> mit der Versorgungsspannung schwankt, oder zuviel rauscht, oder Bauteile
> abbrennen können (die 1,2 kOhm Widerstände werden schon ziemlich warm)
> usw. Sollte ich mal einen Synthesizer verkaufen, lasse ich das vorher
> nochmal von einem Profi wie Jörg überarbeiten.
>

Was bei solchen Schaltungen und Absicht der kommerziellen Verwurstung 
(wo dann Produktionstoleranzen eine Rolle spielen) Sinn macht, ist das 
ganze in SPICE zu giessen. Einige Arbeit, aber danach kannst Du ewig 
davon zehren. Dort kann man z.B. die von Bernd erwaehnten Offset-Fehler 
simulieren. Ebenfalls Spannungsaenderungen, FET Threshold Toleranzen, 
und so weiter. So haben wir das bei vielen Projekten in den letzten 
Jahren gemacht. Ueber das .STEP Kommando erlaubt SPICE z.B. die 
schrittweise Veraenderung eines Offset-, Widerstands-, Vbe- oder 
sonstigen Wertes und gibt Kurvenscharen anstatt nur je einer Kurve aus. 
Auch mehrere Gruopen von Kurvenscharen. Damit lassen sich z.B. "Sweet 
Spots" finden. Temperaturaenderungen sind kaum gescheit zu simulieren, 
dazu muss man den Effekt kennen und diesen als "Variable Input" nehmen.


> Hier ist die aktuelle KiCAD-Schaltung, falls es jemand routen möchte,
> oder es als Basis für eigene Experimente verwenden will:
>
> http://www.frank-buss.de/tmp/vco.zip
>
> Die Footprints der ICs und Transistoren sollten stimmen, aber ist alles
> noch nicht überprüft, nur schnell gezeichnet parallel zum Aufbau heute.
>

Kicad kann ich leider nicht lesen, aber es wird eine ziemliche 
Ansammlung an Bauteilen sein. Das ganze koennte man natuerlich mit einem 
DDS Chip erledigen, doch das laege in diesem Fall vermutlich irgendwo 
zwischen schwerem Stilbruch und Hochverrat :-)

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#230050

FromMarc Santhoff <m.santhoff@t-online.de>
Date2017-07-15 22:03 +0200
Message-ID<20170715220319.21732e55@puma.das.netz>
In reply to#230047
Joerg <news@analogconsultants.com> schrieb:

> Eher ein "Verzerrer", mit entsprechender Temperaturempfindlichkeit,
> u.a. weil das BC846S Paar nicht monolithisch ist.

Woher weißt Du bzw. weiß man das?

Im Datenblatt stehen nur so Undeutlichkeiten wie "The transistors are
fully isolated internally." (BCM847 von NXP als Beispiel). Das kann
alles mögliche heißen.

Marc

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#230059

FromGerhard Hoffmann <ghf@hoffmann-hochfrequenz.de>
Date2017-07-15 22:29 +0200
Message-ID<esvc97Fgm50U1@mid.individual.net>
In reply to#230050
Am 15.07.2017 um 22:03 schrieb Marc Santhoff:
> Joerg <news@analogconsultants.com> schrieb:
> 
>> Eher ein "Verzerrer", mit entsprechender Temperaturempfindlichkeit,
>> u.a. weil das BC846S Paar nicht monolithisch ist.
> 
> Woher weißt Du bzw. weiß man das?
> 
> Im Datenblatt stehen nur so Undeutlichkeiten wie "The transistors are
> fully isolated internally." (BCM847 von NXP als Beispiel). Das kann
> alles mögliche heißen.

Man macht so ein Teil einfach mit dem Seitenschneider auf und sieht
dass da 2 chips drin sind, jeder auf ein anderes Bein gelötet.
Das war leicht.

Wenn man das auf einem Chip haben will, sind die beiden Collectoren
verbunden, es sei denn, man kann ihnen getrennte Wannen spendieren,
was mehr Masken erfordert und bei Billig-Teilen unerwünscht ist.
Man braucht dann auch einen Substrat-Anschluss, der ganz negativ
sein muss und in einem 6-Pin-Gehäuse irgendwie zu viel ist.
(sonst sind die Collectorwannen nicht getrennt.)

Ja, es gibt Mehrfachtransistoren auf dielektrisch isoliertem Substrat.
Z.B. von Intersil; auch HF-taugliche PNPs übrigens, eine Gattung
die am Aussterben ist. Die Preisgestaltung ist unangenehm, wie
bei DI FET OpAmps.

Um mich selbst von vor ein paar Jahren zu zitieren:
"I killed a PMBFJ620, just to watch its die."

Gerhard

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#230062

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2017-07-15 13:48 -0700
Message-ID<esvdbqFgtfnU1@mid.individual.net>
In reply to#230059
On 2017-07-15 13:29, Gerhard Hoffmann wrote:
> Am 15.07.2017 um 22:03 schrieb Marc Santhoff:
>> Joerg <news@analogconsultants.com> schrieb:
>>
>>> Eher ein "Verzerrer", mit entsprechender Temperaturempfindlichkeit,
>>> u.a. weil das BC846S Paar nicht monolithisch ist.
>>
>> Woher weißt Du bzw. weiß man das?
>>
>> Im Datenblatt stehen nur so Undeutlichkeiten wie "The transistors are
>> fully isolated internally." (BCM847 von NXP als Beispiel). Das kann
>> alles mögliche heißen.
>
> Man macht so ein Teil einfach mit dem Seitenschneider auf und sieht
> dass da 2 chips drin sind, jeder auf ein anderes Bein gelötet.
> Das war leicht.
>
> Wenn man das auf einem Chip haben will, sind die beiden Collectoren
> verbunden, es sei denn, man kann ihnen getrennte Wannen spendieren,
> was mehr Masken erfordert und bei Billig-Teilen unerwünscht ist.
> Man braucht dann auch einen Substrat-Anschluss, der ganz negativ
> sein muss und in einem 6-Pin-Gehäuse irgendwie zu viel ist.
> (sonst sind die Collectorwannen nicht getrennt.)
>

Selbst wenn sie auf dem Substrat trickreich getrennt waeren, muessten 
dann Durchschlagspannungen zum Substrat im Datenblatt stehen.


> Ja, es gibt Mehrfachtransistoren auf dielektrisch isoliertem Substrat.
> Z.B. von Intersil; auch HF-taugliche PNPs übrigens, eine Gattung
> die am Aussterben ist. Die Preisgestaltung ist unangenehm, wie
> bei DI FET OpAmps.
>

Ein Problem ist, dass es kaum noch Leute gibt, die damit entwickeln bzw. 
das dazu notwendige Wissen haben. Damit schrumpelt der Martk weg und es 
kommt zu Exotenpreisen.


> Um mich selbst von vor ein paar Jahren zu zitieren:
> "I killed a PMBFJ620, just to watch its die."
>

Sadist!

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#230065

FromBernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de>
Date2017-07-15 23:12 +0200
Message-ID<oke0ge$21v$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#230059
Am 15.07.2017 um 22:29 schrieb Gerhard Hoffmann:
> Am 15.07.2017 um 22:03 schrieb Marc Santhoff:
>> Joerg <news@analogconsultants.com> schrieb:
>>
>>> Eher ein "Verzerrer", mit entsprechender Temperaturempfindlichkeit,
> Ja, es gibt Mehrfachtransistoren auf dielektrisch isoliertem Substrat.
> Z.B. von Intersil; auch HF-taugliche PNPs übrigens, eine Gattung
> die am Aussterben ist. Die Preisgestaltung ist unangenehm, wie
> bei DI FET OpAmps.
> 
> Um mich selbst von vor ein paar Jahren zu zitieren:
> "I killed a PMBFJ620, just to watch its die."

Hallo,

ja - 3127 von Intersil habe ich hier noch einen.

Im Datenblatt zum PMBFJ620 von NXP kann ich gar nix zu den Offset-Werten 
und der Symmetrie finden.

Dual-JFETs hatte ich mal einen 100er Pack günstig aus der Grabbelkiste 
vom alten Völkner in den 80er-Jahren ergattert, ich konnte keine Daten 
dazu finden und hatte die daher selbst ausgemessen: Abschnürspannung, 
Offset, Reststrom  und Rauschen - interessante Teile.

Logo ist von Siliconix, Bezeichnung DN904, 6 Beine im TO-72 oder TO-18 
Metallgehäuse.

Damit hatte ich dann Antennvorverstärker für Kurzwelle, analoge 
Multiplizierer sowie diskrete Opamps und Audioverstärker gebaut und auch 
ein empfindliches Gleichspannungsvoltmeter.

Ein paar habe ich davon noch übrig - smiley


Bernd Mayer

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#230067

FromBernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de>
Date2017-07-15 23:18 +0200
Message-ID<oke0rv$2qa$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#230065
Am 15.07.2017 um 23:12 schrieb Bernd Mayer:

[DualJFET]

> Logo ist von Siliconix, Bezeichnung DN904, 6 Beine im TO-72 oder TO-18 
> Metallgehäuse.

Nachtrag:
Die korrekte Bezeichnung ist wohl TO-71 oder auch TO-78.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Halbleitergeh%C3%A4usen


Bernd Mayer

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