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Groups > de.sci.electronics > #210944 > unrolled thread

bad solderjoints

Started byNorbert Goettsche <dl8laq@gmx.de>
First post2016-07-10 14:13 +0200
Last post2016-07-12 16:52 -0700
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Contents

  bad solderjoints Norbert Goettsche <dl8laq@gmx.de> - 2016-07-10 14:13 +0200
    Re: bad solderjoints Gerhard Hoffmann <ghf@hoffmann-hochfrequenz.de> - 2016-07-10 14:46 +0200
      Re: bad solderjoints Norbert Goettsche <dl8laq@gmx.de> - 2016-07-11 00:21 +0200
        Re: bad solderjoints Gerhard Hoffmann <ghf@hoffmann-hochfrequenz.de> - 2016-07-11 01:41 +0200
          Re: bad solderjoints Norbert Goettsche <dl8laq@gmx.de> - 2016-07-11 11:50 +0200
    Re: bad solderjoints Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2016-07-10 19:55 +0200
      Re: bad solderjoints Norbert Goettsche <dl8laq@gmx.de> - 2016-07-11 00:21 +0200
        Re: bad solderjoints Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2016-07-11 01:48 +0200
          Re: bad solderjoints Norbert Goettsche <dl8laq@gmx.de> - 2016-07-11 11:50 +0200
        Re: bad solderjoints Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2016-07-11 02:02 +0200
          Re: bad solderjoints Norbert Goettsche <dl8laq@gmx.de> - 2016-07-11 11:50 +0200
            Re: bad solderjoints Dieter Wiedmann <dieter.wiedmann@t-online.de> - 2016-07-11 12:52 +0200
              Re: bad solderjoints Norbert Goettsche <dl8laq@gmx.de> - 2016-07-11 19:14 +0200
            Re: bad solderjoints Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2016-07-11 14:25 +0200
    Re: bad solderjoints "horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> - 2016-07-10 20:06 +0200
      Re: bad solderjoints Norbert Goettsche <dl8laq@gmx.de> - 2016-07-11 00:14 +0200
        Re: bad solderjoints "horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> - 2016-07-11 14:45 +0200
          Re: bad solderjoints Norbert Goettsche <dl8laq@gmx.de> - 2016-07-11 22:40 +0200
            Re: bad solderjoints Norbert Goettsche <dl8laq@gmx.de> - 2016-07-12 00:30 +0200
        Re: bad solderjoints Klaus Bahner <Klaus.Bahner@ieee.org> - 2016-07-11 19:20 +0200
          Re: bad solderjoints Norbert Goettsche <dl8laq@gmx.de> - 2016-07-11 22:50 +0200
    Re: bad solderjoints "horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> - 2016-07-11 14:42 +0200
      Re: bad solderjoints Norbert Goettsche <dl8laq@gmx.de> - 2016-07-11 19:19 +0200
    Re: bad solderjoints Joerg <news@analogconsultants.com> - 2016-07-11 07:32 -0700
      Re: bad solderjoints Norbert Goettsche <dl8laq@gmx.de> - 2016-07-11 22:40 +0200
        Re: bad solderjoints Joerg <news@analogconsultants.com> - 2016-07-12 06:59 -0700
          Re: bad solderjoints Norbert Goettsche <dl8laq@gmx.de> - 2016-07-12 22:55 +0200
            Re: bad solderjoints Joerg <news@analogconsultants.com> - 2016-07-12 16:52 -0700

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#210944 — bad solderjoints

FromNorbert Goettsche <dl8laq@gmx.de>
Date2016-07-10 14:13 +0200
Subjectbad solderjoints
Message-ID<1569664956.489842956.522449.dl8laq-gmx.de@news.rrr.de>
 Moin werte Zuhörer,

ich sehe hin und wieder, immer an der selben Stelle, an einem 9-GHz-Amp mit
vergoldeten Kontakten die auf ebenfalls vergoldeten Leiterbahnen liegen,
eine ungewöhnliche Art schlechter Lötstellen.

Mit dem Stereomikroskop sehe üblicherweise auch feinste Risse. Tippt man
mit einer OP-Nadel gegen den pin, dann ist sogar eine Bewegung am Riss zu
erkennen.

Bei der ungewöhnlichen Lötstelle ist kein Riss zu erkennen, eher eine etwas
rauhe Oberfläche. Tippe ich mit der Nadel an den pin, dann sieht es aus als
würde ein sehr feinporiger Schwamm Wasser "ausschwitzen".

Gibt es Hinweise was das Problem verursacht?

Wet solder und ähnliche Suchworte haben mich nicht schlaucher gemacht.

Um unnötigen Fragen vorzubeugen: Ich kenne IPC, Standard Shop Practices
verschiedener OEMs und löte seit über 15 Jahren täglich in hochpreisiger
Elektronik.

 Gruss, Norbert

-- 
ZX-12R '02 - 84,48

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#210945

FromGerhard Hoffmann <ghf@hoffmann-hochfrequenz.de>
Date2016-07-10 14:46 +0200
Message-ID<dueudlF52drU1@mid.individual.net>
In reply to#210944
Am 10.07.2016 um 14:13 schrieb Norbert Goettsche:
>   Moin werte Zuhörer,
>
> ich sehe hin und wieder, immer an der selben Stelle, an einem 9-GHz-Amp mit
> vergoldeten Kontakten die auf ebenfalls vergoldeten Leiterbahnen liegen,
> eine ungewöhnliche Art schlechter Lötstellen.

Kann das sein, dass das Gold das Lötzinn verdorben hat?
Wir müssen bei unserer Raumfahrtelektronik immer erst die
Transistorbeine entgolden (Zinnbad etc) weil das Gold in
die Lötstelle diffundiert. Und für den Schritt muss man
unterschreiben.

Ich bin aber persönlich nicht zum Löten qualifiziert, ich
muss auch bei meinen eigenen Konstruktionen jemanden rufen
der mir das festpappen darf.

Gruß, Gerhard




Kinder, betet! Vadder lötet!
Gott gebe, dass es klebe!

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#210964

FromNorbert Goettsche <dl8laq@gmx.de>
Date2016-07-11 00:21 +0200
Message-ID<311417815.489881933.178949.dl8laq-gmx.de@news.rrr.de>
In reply to#210945
Gerhard Hoffmann <ghf@hoffmann-hochfrequenz.de> wrote:
> Am 10.07.2016 um 14:13 schrieb Norbert Goettsche:
>> Moin werte Zuhörer,
>> 
>> ich sehe hin und wieder, immer an der selben Stelle, an einem 9-GHz-Amp mit
>> vergoldeten Kontakten die auf ebenfalls vergoldeten Leiterbahnen liegen,
>> eine ungewöhnliche Art schlechter Lötstellen.
> 
> Kann das sein, dass das Gold das Lötzinn verdorben hat?
> Wir müssen bei unserer Raumfahrtelektronik immer erst die
> Transistorbeine entgolden (Zinnbad etc) weil das Gold in
> die Lötstelle diffundiert. Und für den Schritt muss man
> unterschreiben.

Ich bin kein Chemiker. In die Richtung werde ich die Suchmaschine mal
losschicken.

> 
> Ich bin aber persönlich nicht zum Löten qualifiziert, ich
> muss auch bei meinen eigenen Konstruktionen jemanden rufen
> der mir das festpappen darf.

Unglaublich😄

 Gruß, Norbert 

-- 
ZX-12R '02 - 84,48

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#210966

FromGerhard Hoffmann <ghf@hoffmann-hochfrequenz.de>
Date2016-07-11 01:41 +0200
Message-ID<dug4psFe193U1@mid.individual.net>
In reply to#210964
Am 11.07.2016 um 00:21 schrieb Norbert Goettsche:
> Gerhard Hoffmann <ghf@hoffmann-hochfrequenz.de> wrote:
>>
>> Ich bin aber persönlich nicht zum Löten qualifiziert, ich
>> muss auch bei meinen eigenen Konstruktionen jemanden rufen
>> der mir das festpappen darf.
>
> Unglaublich😄

Kann schon seinen Grund haben. Als noch Beinahe-Teen habe
ich mal Praktikum bei Siemens gemacht und durfte eigentlich
nur den Damen beim Löten zusehen. Besonders an Bahn 7. Das
war eine ziemlich langweilige Angelegenheit, bis auf die
Gespräche, die sich hauptsächlich um Sich-Kinder-ansetzen-
lassen etc. drehten. Kannte ich so nicht, das hat meine
Weltsicht ziemlich erschüttert. ;-)

Irgendwann nahm die Langeweile überhand & ich habe einen
Einschub zusammengelötet. Hatte ja schon jahrelange Er-
fahrung als aktiver Funkamateur.

Zufällig war ich im Prüffeld, als mein Erzeugnis dort
aufgeschlagen ist. "Was ist den das hier für ein Stück
Sch++++e! Wer war denn das! Hmm! Komische Personalnummer!
Eingelötete Isolation! Zu viel Abstand! Völlig verbrannt!
Ich brauche mehr Fehlerklammern!"

Ich hab' mich damals ziemlich klein gemacht.
Bin aber noch soweit gekommen, dass einige Damen einen
überraschend guten Akkord hatten.


Gruß, Gerhard


R1200 GSA '13   :-]

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#210975

FromNorbert Goettsche <dl8laq@gmx.de>
Date2016-07-11 11:50 +0200
Message-ID<581568966.489921996.009346.dl8laq-gmx.de@news.rrr.de>
In reply to#210966
Gerhard Hoffmann <ghf@hoffmann-hochfrequenz.de> wrote:
> Am 11.07.2016 um 00:21 schrieb Norbert Goettsche:
>> Gerhard Hoffmann <ghf@hoffmann-hochfrequenz.de> wrote:
>>> 
>>> Ich bin aber persönlich nicht zum Löten qualifiziert, ich
>>> muss auch bei meinen eigenen Konstruktionen jemanden rufen
>>> der mir das festpappen darf.
>> 
>> Unglaublich😄
> 
> Kann schon seinen Grund haben. Als noch Beinahe-Teen habe
> ich mal Praktikum bei Siemens gemacht und durfte eigentlich
> nur den Damen beim Löten zusehen. Besonders an Bahn 7. Das
> war eine ziemlich langweilige Angelegenheit, bis auf die
> Gespräche, die sich hauptsächlich um Sich-Kinder-ansetzen-
> lassen etc. drehten. Kannte ich so nicht, das hat meine
> Weltsicht ziemlich erschüttert. ;-)
[Rest gelöscht]

*lol*

> R1200 GSA '13   :-]

Ein Freund hat das Model 2015. Ein Monster😄

 Gruß 

-- 
ZX-12R '02 - 84,52

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#210955

FromHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
Date2016-07-10 19:55 +0200
Message-ID<dufgkkF9csmU1@mid.individual.net>
In reply to#210944
Norbert Goettsche schrieb:

> Bei der ungewöhnlichen Lötstelle ist kein Riss zu erkennen, eher eine etwas
> rauhe Oberfläche. Tippe ich mit der Nadel an den pin, dann sieht es aus als
> würde ein sehr feinporiger Schwamm Wasser "ausschwitzen".

Könnte es sich bei dem "Wasser" um Flußmittel oder andere chemische 
Reaktionsprodukte handeln? Oder sowas wie Zinnpest, die Wasser aus der 
Luft angesaugt hat? Elektrolyse zwischen unterschiedlichen Metallen 
(Au-Sn Batterie)?

DoDi

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#210965

FromNorbert Goettsche <dl8laq@gmx.de>
Date2016-07-11 00:21 +0200
Message-ID<1753705270.489881367.568787.dl8laq-gmx.de@news.rrr.de>
In reply to#210955
Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> wrote:
> Norbert Goettsche schrieb:
> 
>> Bei der ungewöhnlichen Lötstelle ist kein Riss zu erkennen, eher eine etwas
>> rauhe Oberfläche. Tippe ich mit der Nadel an den pin, dann sieht es aus als
>> würde ein sehr feinporiger Schwamm Wasser "ausschwitzen".
> 
> Könnte es sich bei dem "Wasser" um Flußmittel oder andere chemische 
> Reaktionsprodukte handeln?

Nein. Die Platinen werden nach dem Lötvorgang gereinigt und das sehr gut,
wie der Blick durch's Mikroskop zeigt.

> Oder sowas wie Zinnpest, die Wasser aus der 
> Luft angesaugt hat?

Nein. Zinnpest wird durch Legierung mit Blei verhindert.

> Elektrolyse zwischen unterschiedlichen Metallen 
> (Au-Sn Batterie)?

Nein. Es sind keine Batterien in der Nähe.

 Gruß, Norbert

-- 
ZX-12R '02 - 84,48

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#210967

FromHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
Date2016-07-11 01:48 +0200
Message-ID<dug5crFe52mU1@mid.individual.net>
In reply to#210965
Norbert Goettsche schrieb:
> Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> wrote:
>> Norbert Goettsche schrieb:
>>
>>> Bei der ungewöhnlichen Lötstelle ist kein Riss zu erkennen, eher eine etwas
>>> rauhe Oberfläche. Tippe ich mit der Nadel an den pin, dann sieht es aus als
>>> würde ein sehr feinporiger Schwamm Wasser "ausschwitzen".
>> Könnte es sich bei dem "Wasser" um Flußmittel oder andere chemische 
>> Reaktionsprodukte handeln?
> 
> Nein. Die Platinen werden nach dem Lötvorgang gereinigt und das sehr gut,
> wie der Blick durch's Mikroskop zeigt.
> 
>> Oder sowas wie Zinnpest, die Wasser aus der 
>> Luft angesaugt hat?
> 
> Nein. Zinnpest wird durch Legierung mit Blei verhindert.
> 
>> Elektrolyse zwischen unterschiedlichen Metallen 
>> (Au-Sn Batterie)?
> 
> Nein. Es sind keine Batterien in der Nähe.

Nun ja, wenn Du alle Argumente abschmetterst, die Du nicht verstehst ... :-(

DoDi

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#210974

FromNorbert Goettsche <dl8laq@gmx.de>
Date2016-07-11 11:50 +0200
Message-ID<945640669.489923050.147248.dl8laq-gmx.de@news.rrr.de>
In reply to#210967
Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> wrote:
> Norbert Goettsche schrieb:
>> Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> wrote:
>>> Norbert Goettsche schrieb:
>>> 
>>>> Bei der ungewöhnlichen Lötstelle ist kein Riss zu erkennen, eher eine etwas
>>>> rauhe Oberfläche. Tippe ich mit der Nadel an den pin, dann sieht es aus als
>>>> würde ein sehr feinporiger Schwamm Wasser "ausschwitzen".
>>> Könnte es sich bei dem "Wasser" um Flußmittel oder andere chemische 
>>> Reaktionsprodukte handeln?
>> 
>> Nein. Die Platinen werden nach dem Lötvorgang gereinigt und das sehr gut,
>> wie der Blick durch's Mikroskop zeigt.
>> 
>>> Oder sowas wie Zinnpest, die Wasser aus der 
>>> Luft angesaugt hat?
>> 
>> Nein. Zinnpest wird durch Legierung mit Blei verhindert.
>> 
>>> Elektrolyse zwischen unterschiedlichen Metallen 
>>> (Au-Sn Batterie)?
>> 
>> Nein. Es sind keine Batterien in der Nähe.
> 
> Nun ja, wenn Du alle Argumente abschmetterst, die Du nicht verstehst ... :-(
> 

Zugeben, beim zweiten lesen habe ich zumindest Punkt 3 erst richtig
verstanden.

Punkt zwei dürfte eh klar sein.

Punkt 1? Tja, ich bin weder Chemiker noch Ingenieur. Das Nein bezog sich
tatsächlich auf die nicht vorhandenen Flußmittelreste. Was im Lot passiert
kann ich nicht beurteilen.

Ist Dir eine derartige Lötstelle schon mal unter die Augen gekommen?

 Gruß, Norbert 

-- 
ZX-12R '02 - 84,51

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#210968

FromHanno Foest <hurga-news2@tigress.com>
Date2016-07-11 02:02 +0200
Message-ID<dug607Fe970U1@mid.individual.net>
In reply to#210965
Am 11.07.2016 um 00:21 schrieb Norbert Goettsche:

>> Elektrolyse zwischen unterschiedlichen Metallen
>> (Au-Sn Batterie)?
>
> Nein. Es sind keine Batterien in der Nähe.

Seufz. Guck dir noch mal an, was für Metalle du in der Lötstelle hast, 
und dann schlag "Lokalelement" nach.

Hanno

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#210973

FromNorbert Goettsche <dl8laq@gmx.de>
Date2016-07-11 11:50 +0200
Message-ID<1231534065.489922295.780813.dl8laq-gmx.de@news.rrr.de>
In reply to#210968
Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> wrote:
> Am 11.07.2016 um 00:21 schrieb Norbert Goettsche:
> 
>>> Elektrolyse zwischen unterschiedlichen Metallen
>>> (Au-Sn Batterie)?
>> 
>> Nein. Es sind keine Batterien in der Nähe.
> 
> Seufz. Guck dir noch mal an, was für Metalle du in der Lötstelle hast, 
> und dann schlag "Lokalelement" nach.
> 

Jetzt habe ich es begriffen!

Leiterbahn und Bauteilanschlüsse dürften kein Aluminium enthalten.
Vielleicht hat der Hersteller bei der Handlötung des Bauteils ein anderes
Lot verwendet als beim Rest der Platine.

Das alte Lot habe ich so gut es geht entfernt und alles frisch verlötet.

Hat denn jemand hier eine so beschriebene Lötstelle selbst schon gesehen?

  Gruß, Norbert 

-- 
ZX-12R '02 - 84,51

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#210977

FromDieter Wiedmann <dieter.wiedmann@t-online.de>
Date2016-07-11 12:52 +0200
Message-ID<nlvtn3$1a8m$1@gioia.aioe.org>
In reply to#210973
Am 11.07.2016 11:50, schrieb Norbert Goettsche:

>>>> (Au-Sn Batterie)?

> Leiterbahn und Bauteilanschlüsse dürften kein Aluminium enthalten.

Au ist das Kurzzeichen für Gold!



Gruß Dieter

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#210985

FromNorbert Goettsche <dl8laq@gmx.de>
Date2016-07-11 19:14 +0200
Message-ID<2003736083.489932745.398278.dl8laq-gmx.de@news.rrr.de>
In reply to#210977
Dieter Wiedmann <dieter.wiedmann@t-online.de> wrote:
> Am 11.07.2016 11:50, schrieb Norbert Goettsche:
> 
>>>>> (Au-Sn Batterie)?
> 
>> Leiterbahn und Bauteilanschlüsse dürften kein Aluminium enthalten.
> 
> Au ist das Kurzzeichen für Gold!

Hand auf Stirn hau... Danke!



-- 
ZX-12R '02 - 84,51

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#210979

FromHanno Foest <hurga-news2@tigress.com>
Date2016-07-11 14:25 +0200
Message-ID<duhhh7Fnt7qU1@mid.individual.net>
In reply to#210973
Am 11.07.2016 11:50 schrieb Norbert Goettsche:

>>>> Elektrolyse zwischen unterschiedlichen Metallen
>>>> (Au-Sn Batterie)?
>>>
>>> Nein. Es sind keine Batterien in der Nähe.
>>
>> Seufz. Guck dir noch mal an, was für Metalle du in der Lötstelle hast,
>> und dann schlag "Lokalelement" nach.
>
> Jetzt habe ich es begriffen!
>
> Leiterbahn und Bauteilanschlüsse dürften kein Aluminium enthalten.

Offenbar hast du es nicht begriffen... wie zum Geier kommst du auf 
Aluminium?

> Hat denn jemand hier eine so beschriebene Lötstelle selbst schon gesehen?

Solange du kein Foto deines Problems reinstellst, wird es vermutlich 
wenige Leute geben, die dein Problem schon mal gesehen haben.

Hanno

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#210956

From"horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de>
Date2016-07-10 20:06 +0200
Message-ID<dufh49F9gluU1@mid.individual.net>
In reply to#210944
Am 10.07.2016 um 14:13 schrieb Norbert Goettsche:
>   Moin werte Zuhörer,
>
> ich sehe hin und wieder, immer an der selben Stelle, an einem 9-GHz-Amp mit
> vergoldeten Kontakten die auf ebenfalls vergoldeten Leiterbahnen liegen,
> eine ungewöhnliche Art schlechter Lötstellen.
>
> Mit dem Stereomikroskop sehe üblicherweise auch feinste Risse. Tippt man
> mit einer OP-Nadel gegen den pin, dann ist sogar eine Bewegung am Riss zu
> erkennen.
>
> Bei der ungewöhnlichen Lötstelle ist kein Riss zu erkennen, eher eine etwas
> rauhe Oberfläche. Tippe ich mit der Nadel an den pin, dann sieht es aus als
> würde ein sehr feinporiger Schwamm Wasser "ausschwitzen".

Könnte es nicht einfach eine fehlerhafte Stelle sein, die der 
Qualitätskontrolle, aus welchem Grund auch immer, entgangen ist?

-- 
---hdw---

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#210963

FromNorbert Goettsche <dl8laq@gmx.de>
Date2016-07-11 00:14 +0200
Message-ID<1669795744.489881041.600128.dl8laq-gmx.de@news.rrr.de>
In reply to#210956
horst-d.winzler <horst.d.winzler@web.de> wrote:
> Am 10.07.2016 um 14:13 schrieb Norbert Goettsche:
>> 
>> Bei der ungewöhnlichen Lötstelle ist kein Riss zu erkennen, eher eine etwas
>> rauhe Oberfläche. Tippe ich mit der Nadel an den pin, dann sieht es aus als
>> würde ein sehr feinporiger Schwamm Wasser "ausschwitzen".
> 
> Könnte es nicht einfach eine fehlerhafte Stelle sein, die der 
> Qualitätskontrolle, aus welchem Grund auch immer, entgangen ist?
> 

Das glaube ich nicht. Ich vermute einen chemischen Prozess. Alle anderen
Lötstellen sind davon nicht betroffen. Die Geräte sind zum Teil schon 5-10
Jahre in Betrieb. Es scheint nur den Amp mit seinen vergoldeten Kontakten
zu treffen.

Das Lot ist bleihaltig.

 Gruß, Norbert 

-- 
ZX-12R '02 - 84,48

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#210981

From"horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de>
Date2016-07-11 14:45 +0200
Message-ID<duhinfFo6l4U2@mid.individual.net>
In reply to#210963
Am 11.07.2016 um 00:14 schrieb Norbert Goettsche:
> horst-d.winzler <horst.d.winzler@web.de> wrote:
>> Am 10.07.2016 um 14:13 schrieb Norbert Goettsche:
>>>
>>> Bei der ungewöhnlichen Lötstelle ist kein Riss zu erkennen, eher eine etwas
>>> rauhe Oberfläche. Tippe ich mit der Nadel an den pin, dann sieht es aus als
>>> würde ein sehr feinporiger Schwamm Wasser "ausschwitzen".
>>
>> Könnte es nicht einfach eine fehlerhafte Stelle sein, die der 
>> Qualitätskontrolle, aus welchem Grund auch immer, entgangen ist?
>>
> 
> Das glaube ich nicht. Ich vermute einen chemischen Prozess. Alle anderen
> Lötstellen sind davon nicht betroffen. Die Geräte sind zum Teil schon 5-10
> Jahre in Betrieb. Es scheint nur den Amp mit seinen vergoldeten Kontakten
> zu treffen.
> 
> Das Lot ist bleihaltig.
> 

Also Also eine Blei-Zinn-Antimon Legierung? Vermutlich auch etwas Kupfer.
Wie sollte ein chemischer Prozess stattfinden? Eher Prozesse an den
Grenzen der Kristalle.

-- 
---hdw---

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#210991

FromNorbert Goettsche <dl8laq@gmx.de>
Date2016-07-11 22:40 +0200
Message-ID<817056903.489960444.950378.dl8laq-gmx.de@news.rrr.de>
In reply to#210981
horst-d.winzler <horst.d.winzler@web.de> wrote:
> Am 11.07.2016 um 00:14 schrieb Norbert Goettsche:
>> horst-d.winzler <horst.d.winzler@web.de> wrote:
>>> Am 10.07.2016 um 14:13 schrieb Norbert Goettsche:
>>>> 
>> Das Lot ist bleihaltig.
>> 
> 
> Also Also eine Blei-Zinn-Antimon Legierung? Vermutlich auch etwas Kupfer.
> Wie sollte ein chemischer Prozess stattfinden? Eher Prozesse an den
> Grenzen der Kristalle.
> 

Ich habe auf Deine Fragen keine Antwort. Mich interessiert aber die Ursache
für diese Phänomen.

Ich werde versuchen vom nächsten Fund ein Video zu machen. Das ist
allerdings nicht so einfach ob fest montierte Kamera!

 Gruß, Norbert
 
-- 
ZX-12R '02 - 84,51

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#210998

FromNorbert Goettsche <dl8laq@gmx.de>
Date2016-07-12 00:30 +0200
Message-ID<951315951.489963034.488967.dl8laq-gmx.de@news.rrr.de>
In reply to#210991
Norbert Goettsche <dl8laq@gmx.de> wrote:
> 
> Ich werde versuchen vom nächsten Fund ein Video zu machen. Das ist
> allerdings nicht so einfach ob fest montierte Kamera!
> 

... ohne fest...

-- 
ZX-12R '02 - 84,51

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#210987

FromKlaus Bahner <Klaus.Bahner@ieee.org>
Date2016-07-11 19:20 +0200
Message-ID<nm0kga$bhp$1@dont-email.me>
In reply to#210963
On 11-07-2016 00:14, Norbert Goettsche wrote:
> horst-d.winzler <horst.d.winzler@web.de> wrote:
>> Am 10.07.2016 um 14:13 schrieb Norbert Goettsche:
>>>
>>> Bei der ungewöhnlichen Lötstelle ist kein Riss zu erkennen, eher eine etwas
>>> rauhe Oberfläche. Tippe ich mit der Nadel an den pin, dann sieht es aus als
>>> würde ein sehr feinporiger Schwamm Wasser "ausschwitzen".

Lad doch mal irgendwo ein Bild hoch - deine Beschreibung ist schwer zu 
visualisieren.

>>
>> Könnte es nicht einfach eine fehlerhafte Stelle sein, die der
>> Qualitätskontrolle, aus welchem Grund auch immer, entgangen ist?
>>
>
> Das glaube ich nicht. Ich vermute einen chemischen Prozess. Alle anderen

Eher ein mechanischer als chemischer Prozess. Wie Gerhard bereits gesagt 
hat entfernt man in Hi-Rel Prozessen die Vergoldung, weil Gold die 
Loetstelle versproedet. Wenn die Loetstelle spaeter Temperaturzyklen 
ausgesetzt werden, koennen die dann reissen/brechen, weil die Loetstelle 
nicht duktil genug ist um den mechanischen Spannungen folgen zu koennen.

> Lötstellen sind davon nicht betroffen. Die Geräte sind zum Teil schon 5-10
> Jahre in Betrieb. Es scheint nur den Amp mit seinen vergoldeten Kontakten
> zu treffen.

Wenn der Verstaerker im Betrieb heiss wird und diese nicht konstant ist 
(an/aus), dann koennte es das Goldproblem sein.

Gruss
Klaus

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