Groups | Search | Server Info | Keyboard shortcuts | Login | Register [http] [https] [nntp] [nntps]
Groups > de.sci.electronics > #208973 > unrolled thread
| Started by | Mathias Weierganz <mathias.weierganz@htp-tel.de> |
|---|---|
| First post | 2016-06-07 10:57 +0200 |
| Last post | 2016-06-07 20:55 +0200 |
| Articles | 5 — 3 participants |
Back to article view | Back to de.sci.electronics
LTSpice und noise Mathias Weierganz <mathias.weierganz@htp-tel.de> - 2016-06-07 10:57 +0200
Re: LTSpice und noise Gerhard Hoffmann <ghf@hoffmann-hochfrequenz.de> - 2016-06-07 11:35 +0200
Re: LTSpice und noise Mathias Weierganz <mathias.weierganz@htp-tel.de> - 2016-06-07 14:10 +0200
Re: LTSpice und noise Gerhard Hoffmann <ghf@hoffmann-hochfrequenz.de> - 2016-06-07 14:48 +0200
Re: LTSpice und noise Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-06-07 20:55 +0200
| From | Mathias Weierganz <mathias.weierganz@htp-tel.de> |
|---|---|
| Date | 2016-06-07 10:57 +0200 |
| Subject | LTSpice und noise |
| Message-ID | <nj6291$ehj$1@news.albasani.net> |
Ich spiele gerade ein wenig mit LTSpice rum, weil ich einen rauscharmen
Verstärker aufbauen will. Ich habe jetzt mal zwei Verstärker
verglichen, die ähnliche Eckwerte für das Rauschen haben:
LT6230-10 ADA4898-1
voltage noise 1.1 0.9 nV/sqrt Hz
current noise 2.4 2.4 pA/sqrt Hz
In http://666kb.com/i/d9ln27x6om0x48rxz.png sind die Simulations-
Ergebnisse zu sehen.
Natürlich spielt der LT6230-10 frequenzmäßig in einer anderen Liga.
Wenn ich das Rauschen errechne, komme ich nach den Datenblattangaben
für die angegebene Schaltung für beide auf ungefähr 1.4 nV/sqrt Hz
Eingangsrauschen, bzw. 28 nV/sqrt Hz Ausgangsrauschen. Für den
LT6230-10 deckt sich das auch mit der Simulation. Kann mir jemand
erklären, wieso der ADA4898 so schlecht bei der Simulation ist?
Das Modell ist direkt von AD.
Mathias
[toc] | [next] | [standalone]
| From | Gerhard Hoffmann <ghf@hoffmann-hochfrequenz.de> |
|---|---|
| Date | 2016-06-07 11:35 +0200 |
| Message-ID | <drniqdFpkv4U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #208973 |
Am 07.06.2016 um 10:57 schrieb Mathias Weierganz: > Ich spiele gerade ein wenig mit LTSpice rum, weil ich einen rauscharmen > Verstärker aufbauen will. Ich habe jetzt mal zwei Verstärker > verglichen, die ähnliche Eckwerte für das Rauschen haben: > > LT6230-10 ADA4898-1 > voltage noise 1.1 0.9 nV/sqrt Hz > current noise 2.4 2.4 pA/sqrt Hz > > In http://666kb.com/i/d9ln27x6om0x48rxz.png sind die Simulations- > Ergebnisse zu sehen. > Natürlich spielt der LT6230-10 frequenzmäßig in einer anderen Liga. > Wenn ich das Rauschen errechne, komme ich nach den Datenblattangaben > für die angegebene Schaltung für beide auf ungefähr 1.4 nV/sqrt Hz > Eingangsrauschen, bzw. 28 nV/sqrt Hz Ausgangsrauschen. Für den > LT6230-10 deckt sich das auch mit der Simulation. Kann mir jemand > erklären, wieso der ADA4898 so schlecht bei der Simulation ist? > Das Modell ist direkt von AD. Viele Macromodelle berücksichtigen das Rauschen überhaupt nicht. Ich spiele gerade mit ein paar parallelen Interfet IF3602 herum und habe auch da völlig unglaubwürdige Rauschwerte bekommen. Die 1/f-Ecke beim ada4898 ist auch falsch, die liegt tatsächlich irgendwo bei 20 Hz. Ich habe über 20 Opamps gemittelt (10 * ADA4898-2) und bin tatsächlich auf 220 pV/sqrt Hz gekommen, wie sich das auch rechnerisch gehört. Das ist natürlich nur bei niedriger Quellimpedanz sinnvoll. < http://www.hoffmann-hochfrequenz.de/downloads/lono.pdf > wenn du Anregungen brauchen kannst. Mit dem 200 uF Eingangs-C ist das Rauschen unterhalb von ein paar Hz schlechter als das tatsächliche 1/f des Verstärkers weil die Rauschspannung des Bias-R dort unten nicht gut genug kurzgeschlossen wird. Wenn man die Performance tatsächlich bis 0.1 Hz runter braucht, sind etwa 10000 uF nötig. Das ist für die Eingangstransistoren der Opamps nicht ganz ungefährlich & erfordert eiserne Disziplin beim Anschluss & Ein/ausschalten. Ich habe mir jetzt ein paar wet slug Tantals besorgt, das tut finanziell richtig weh. Daher auch die IF3602, die kommen mit 10uF oder weniger aus und dürften vergleichbar rauschen. Billiger wird's aber auch nicht. Gruß, Gerhard
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Mathias Weierganz <mathias.weierganz@htp-tel.de> |
|---|---|
| Date | 2016-06-07 14:10 +0200 |
| Message-ID | <nj6dkb$5jt$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #208976 |
Am 07.06.2016 um 11:35 schrieb Gerhard Hoffmann: > > Viele Macromodelle berücksichtigen das Rauschen überhaupt nicht. > Ich spiele gerade mit ein paar parallelen Interfet IF3602 herum > und habe auch da völlig unglaubwürdige Rauschwerte bekommen. > > Die 1/f-Ecke beim ada4898 ist auch falsch, die liegt tatsächlich > irgendwo bei 20 Hz. > > Ich habe über 20 Opamps gemittelt (10 * ADA4898-2) und bin tatsächlich > auf 220 pV/sqrt Hz gekommen, wie sich das auch rechnerisch gehört. > Das ist natürlich nur bei niedriger Quellimpedanz sinnvoll. > > < http://www.hoffmann-hochfrequenz.de/downloads/lono.pdf > > wenn du Anregungen brauchen kannst. > Das ist interessant. Bisher musste ich mich mit dem Rauschen kaum beschäftigen. > > Daher auch die IF3602, die kommen mit 10uF oder weniger aus > und dürften vergleichbar rauschen. Billiger wird's aber auch nicht. > Ich habe gerade gesehen, was die Dinger bei Mouser kosten ... Meine Aufgabe ist, einen rauscharmen Verstärker für große Fotodioden (ca. 200 ... 300 pF) zu konstruieren, der eine Bandbreite in der Größenordnung von etwa 3 ... 10 MHz hat. Als OP habe ich jetzt den LMH6624 und den MAX4106 (nicht mehr lieferbar) untersucht. Es könnte aber noch besser sein. Hat jemand noch Ideen? Mathias
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Gerhard Hoffmann <ghf@hoffmann-hochfrequenz.de> |
|---|---|
| Date | 2016-06-07 14:48 +0200 |
| Message-ID | <drnu5oFrrobU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #208985 |
Am 07.06.2016 um 14:10 schrieb Mathias Weierganz: ch habe gerade gesehen, was die Dinger bei Mouser kosten ... > > Meine Aufgabe ist, einen rauscharmen Verstärker für große Fotodioden > (ca. 200 ... 300 pF) zu konstruieren, der eine Bandbreite in der > Größenordnung von etwa 3 ... 10 MHz hat. Als OP habe ich jetzt > den LMH6624 und den MAX4106 (nicht mehr lieferbar) untersucht. Es > könnte aber noch besser sein. Hat jemand noch Ideen? Hab gerade nicht viel Zeit, aber Horowitz / Winfield Hill: Art of electronics 3 Philip c.d. Hobbs: Building electro-optical systems wiley lassen sich ausführlich darüber aus. Winfield Hill & Phil Hobbs sind regulars auf sci.electronic.design. Gruß, Gerhard
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> |
|---|---|
| Date | 2016-06-07 20:55 +0200 |
| Message-ID | <nj75bl$t12$1@dont-email.me> |
| In reply to | #208985 |
Mathias Weierganz schrieb: > > Meine Aufgabe ist, einen rauscharmen Verstärker für große Fotodioden > (ca. 200 ... 300 pF) zu konstruieren, der eine Bandbreite in der > Größenordnung von etwa 3 ... 10 MHz hat. Als OP habe ich jetzt > den LMH6624 und den MAX4106 (nicht mehr lieferbar) untersucht. Es > könnte aber noch besser sein. Hat jemand noch Ideen? Sind das PN oder PIN-Dioden? Wie gross ist der minimale Strom, der fliesst? Wie gross ist der maximale Strom, der fliesst? Falls ein schwaches Signal detektiert werden soll bei ansonsten total dunklem Hintergrund, dann bist du auf dem richtigen Weg. Fliessen bei "dunkel" mehrere uA oder noch mehr und soll dann eine Änderung detektiert werden, dann sollte man total anderes Vorgehen ins Auge fassen. Siehe Phil Hobbs, the real story. http://electrooptical.net/www/frontends/frontends.pdf Vielleicht auch die ex-BB Appotes bei TI saugen: sboa035.pdf sboa060.pdf sboa066a.pdf sboa122.pdf snoa423b.pdf (LMH6642 in Hobbs-Schaltung, ergänzend dazu das Kapitel der neuesten AoE) snoa515a.pdf snoa806.pdf (fast identisch mit snoa432b) etc. usw. :-). Muss man halt abgrasen mit der Suchfunktion. -- mfg Rolf Bombach
[toc] | [prev] | [standalone]
Back to top | Article view | de.sci.electronics
csiph-web