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Groups > de.sci.electronics > #237689 > unrolled thread
| Started by | Mirko Siederik <msiederik@yahoo.com> |
|---|---|
| First post | 2017-12-12 11:32 +0100 |
| Last post | 2017-12-31 20:36 +0100 |
| Articles | 10 — 8 participants |
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Erforderliche Abstände zwischen Leitern im Netzbereich? Mirko Siederik <msiederik@yahoo.com> - 2017-12-12 11:32 +0100
Re: Erforderliche Abstände zwischen Leitern im Netzbereich? "MaWin" <me@private.net> - 2017-12-12 15:58 +0100
Re: Erforderliche Abstände zwischen Leitern im Netzbereich? Joerg Niggemeyer <joerg.niggemeyer@nucon.de> - 2017-12-12 18:49 +0100
Re: Erforderliche Abstände zwischen Leitern im Netzbereich? Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2017-12-13 18:44 +0100
Re: Erforderliche Abstände zwischen Leitern im Netzbereich? Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> - 2017-12-13 21:00 +0100
Re: Erforderliche Abstände zwischen Leitern im Netzbereich? Kai-Martin <kmk@lilalaser.de> - 2017-12-31 12:59 +0100
Re: Erforderliche Abstände zwischen Leitern im Netzbereich? Leo Baumann <charly020664@yahoo.de> - 2017-12-31 15:22 +0100
Re: Erforderliche Abstände zwischen Leitern im Netzbereich? olaf <olaf@criseis.ruhr.de> - 2017-12-31 18:07 +0100
Re: Erforderliche Abstände zwischen Leitern im Netzbereich? Leo Baumann <charly020664@yahoo.de> - 2017-12-31 18:38 +0100
Re: Erforderliche Abstände zwischen Leitern im Netzbereich? olaf <olaf@criseis.ruhr.de> - 2017-12-31 20:36 +0100
| From | Mirko Siederik <msiederik@yahoo.com> |
|---|---|
| Date | 2017-12-12 11:32 +0100 |
| Subject | Erforderliche Abstände zwischen Leitern im Netzbereich? |
| Message-ID | <p0ob7d$ejj$1@inf1.informatik.uni-stuttgart.de> |
Hallo, ggf. eine einfache Sache, aber irgendwie werde ich nicht so recht fündig: Es gibt Tabellen für Luft- und Kriechstrecke für bestimmte Spannungen. Wie ist es bei eingegossenen Bauteilen in Epoxidharz? Ich möchte konkret einige S202S02 in sowas 'versenken'. Also auch den Niederspannungsbereich. Was gibt es da zu bedenken, zu beachten? Danke für etwas Hilfe, viele Grüße Mirko
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| From | "MaWin" <me@private.net> |
|---|---|
| Date | 2017-12-12 15:58 +0100 |
| Message-ID | <p0oqq0$qe4$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #237689 |
"Mirko Siederik" <msiederik@yahoo.com> schrieb im Newsbeitrag news:p0ob7d$ejj$1@inf1.informatik.uni-stuttgart.de... > Hallo, ggf. eine einfache Sache, aber irgendwie werde ich nicht so recht > fündig: > Es gibt Tabellen für Luft- und Kriechstrecke für bestimmte Spannungen. Wie > ist es bei eingegossenen Bauteilen in Epoxidharz? Ich möchte konkret > einige S202S02 in sowas 'versenken'. Also auch den Niederspannungsbereich. > Was gibt es da zu bedenken, zu beachten? Verguss kann schlechter sein als Luft, weil Luftblasen darin zu inhomogenen Feld führen. Also nur Vakuumverguss damit keine Luftblasen drin sind. Wenn der Verguss irgendwelche Isolationswerte haben soll, willst du die nicht einzeln testen sondern muss der Hersteller des Epoxy diese beschreiben und garantieren, er nennt auch die notwendigen Verarbeitungshinweise. Epoxy ohne Angaben (UHU Plus) ist wertlos. -- MaWin, Manfred Winterhoff, mawin at gmx dot net Homepage http://www.oocities.org/mwinterhoff/ dse-FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
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| From | Joerg Niggemeyer <joerg.niggemeyer@nucon.de> |
|---|---|
| Date | 2017-12-12 18:49 +0100 |
| Message-ID | <463b62a956.assel@nuconverter.de> |
| In reply to | #237696 |
In message <p0oqq0$qe4$1@news.albasani.net>
"MaWin" <me@private.net> wrote:
> "Mirko Siederik" <msiederik@yahoo.com> schrieb im Newsbeitrag
> news:p0ob7d$ejj$1@inf1.informatik.uni-stuttgart.de...
>> Hallo, ggf. eine einfache Sache, aber irgendwie werde ich nicht so recht
>> fündig:
>> Es gibt Tabellen für Luft- und Kriechstrecke für bestimmte Spannungen. Wie
>> ist es bei eingegossenen Bauteilen in Epoxidharz? Ich möchte konkret
>> einige S202S02 in sowas 'versenken'. Also auch den Niederspannungsbereich.
>> Was gibt es da zu bedenken, zu beachten?
> Verguss kann schlechter sein als Luft, weil Luftblasen darin zu inhomogenen
> Feld führen.
> Also nur Vakuumverguss damit keine Luftblasen drin sind.
Unter Vakkum vergiessen ist ohne große extra dafür konstruierte Kammer
wohl schwierig?
Wenn man Masse nicht mit dem Quirl anrührt also vorsichtig umrührt
sind die Blasen meist klein - bei Mischtüllen hat man naürlich kaum
Blasen im Verguss. Unter Vakuum nachdem Verguss denen sich Blasen dann
aus, so dass man Vakuum auch als Unterstützung danach nehmen kann,
dass die Blasen aufsteigen. Nach einer Weile dann den Unterdruck
entfernen. Kleinere Blasen, die es nicht (trotz Vakuum) nach oben
geschafft haben, sind klein genug, um keine Probleme zu bereiten.
Ich benutze dazu Vakkumhaushaltsdosen mit Handpumpe - erzeuge einen
gewissen Unterdruck warte ein paar Minuten und entnehme dann wieder
die Gruppe. Anhand der Expansion der Masse kann man auch erkennen, ob
ein großer Lufteinschluss vorhanden ist oder nicht.
Das was man vergiessen will, sollte so konstruiert sein, dass Blasen
nicht am Aufsteigen gehindert werden. Also z.B. Löcher in der Platine.
Falls man eine Gehäuseschale hat, dann ist Versenken schonmal ein
guter Ansatz. Luft kann besser entweichen, als Masse einlaufen.
> Wenn der Verguss irgendwelche Isolationswerte haben soll, willst du die
> nicht einzeln testen sondern muss der Hersteller des Epoxy diese
> beschreiben und garantieren, er nennt auch die notwendigen
> Verarbeitungshinweise. Epoxy ohne Angaben (UHU Plus) ist wertlos.
Das meiste Vergusszeugs hat >10kV mm meist 20kV/mm, weit wichtiger für
mich: die wärmeleitfähigkeit und Härtegrad.
Mit Epoxy habe ich keine guten Erfahrungen gemacht, es wird steinhart
und platz gerne von Lötsstoplack ab oder scherrt Bauteile ab. Zieht
ausserdem Wasser, welches in Blasen kondensieren kann. Kann dann bei
Leistungselektronik zu ungewollter Expansion führen....... Fehlersuche
bei Defekt so gut wie unmöglich.
Ich verwende am liebsten 2K Silicone von ASS oder 2K Polyurethan.
Besonders interessant koennte auch Silikongummi sein RS 692542
hatte so eine Tube letztens gekauft und es verläuft sehr gut.
Eine (kleine) Baugruppe kann damit einfach überzogen werden, wird
dafür auch beworben, ist also für Elektronik geeignet.
Mit dem Silikonkram, kann man auch leicht überprüfen, ob es zu
Lufteinschlüssen kommt - also die Konstruktion und das Giess-
Verfahren geeignet ist.
--
mit freundlichen Gruessen/ best regards Joerg Niggemeyer Dipl.Physiker
WEB: http://www.nucon.de https://www.led-temperature-protection.com
Steinbecker Muehlenweg 95, 21244 Buchholz idN, Germany
UST-IDNR.: DE 231373311, phone: +49 4181 290913, fax: +49 4181 350504
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| From | Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> |
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| Date | 2017-12-13 18:44 +0100 |
| Message-ID | <p0roua$545$1@dont-email.me> |
| In reply to | #237713 |
> Ich benutze dazu Vakkumhaushaltsdosen mit Handpumpe Derartige improvisierte Anlagen sind wohl verbreitet: http://www.embeddedFORTH.de/temp/potting.pdf MfG JRD
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| From | Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> |
|---|---|
| Date | 2017-12-13 21:00 +0100 |
| Message-ID | <p0s0tl$28v$1@dont-email.me> |
| In reply to | #237713 |
Am 12.12.2017 um 18:49 schrieb Joerg Niggemeyer: > In message <p0oqq0$qe4$1@news.albasani.net> > "MaWin" <me@private.net> wrote: > Unter Vakkum vergiessen ist ohne große extra dafür konstruierte Kammer > wohl schwierig? Alternativ sollte auch eine Zentrifuge recht gut funktionieren. Könnte einfacher in der Herstellung sein. Viel Leistung muss der Motor nicht bringen. Aber aufpassen, dass einem das Zeug wg. Fehlkonstruktion nicht um die Ohren fliegt. Nach unten konkave Flächen werden damit allerdings nicht gefüllt. Da ist dann wirklich Vakuum besser. -- Servus Christoph Müller http://www.astrail.de
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| From | Kai-Martin <kmk@lilalaser.de> |
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| Date | 2017-12-31 12:59 +0100 |
| Message-ID | <p2ajes$ir6$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #237696 |
MaWin wrote: > Verguss kann schlechter sein als Luft, weil Luftblasen darin zu > inhomogenen Feld führen. Also nur Vakuumverguss damit keine > Luftblasen drin sind. Vakuumguss gibt es in zwei Qualitätsstufen: 1) Anmmischen, vergießen und aushärten passiert alles unter Vakuum. Luftblasen entstehen dabei gar nicht erst. 2) Unter normalem Druck anmischen und vergießen. Zum Aushärten kommt das dann in ein "Tiefdruckgebiet". Das Vakuum sorgt dafür, dass die Luftblasen sich aufblähen und dadurch mehr Auftrieb bekommen. > Wenn der Verguss irgendwelche Isolationswerte > haben soll, willst du die nicht einzeln testen Vor allem ist der Proband nach dem ersten Überschlag hinüber. Es hat sich eine "Spur" gebrannt, die die Spannung für weitere Überschläge immer weiter vermindert. > sondern muss der > Hersteller des Epoxy diese beschreiben und garantieren, er nennt > auch die notwendigen Verarbeitungshinweise. Epoxy ohne Angaben (UHU > Plus) ist wertlos. Um eine positive Empfehlung anzubringen: Ich habe gute Erfahrung gemacht mit Peters Wepuran VU4457/51. Die Durchschlagfestigkeit ist im Datenblatt mit 28 kV/mm angegeben. Bei meinen Anwendungen war ich konservativ und habe einen mm pro 10 kV angesetzt. Damit gab es keinerlei ungeplante Durchschläge. Wepuran ist kein Epoxid, sondern Polyurethan. Entsprechend stinkt es weniger. Die Vergussmasse ist so "eingestellt", dass sie für langsame Bewegungen sehr dünnflüssig ist und eher langsam abbindet. Das heißt, sie kriecht in die letzten Ritzen. Und Luftblasen haben ein paar Stunden Zeit, nach oben zu steigen. ---<)kaimartin(>---
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| From | Leo Baumann <charly020664@yahoo.de> |
|---|---|
| Date | 2017-12-31 15:22 +0100 |
| Message-ID | <p2ars3$g2k$1@solani.org> |
| In reply to | #238854 |
Am 31.12.2017 um 12:59 schrieb Kai-Martin: > Peters Wepuran VU4457/51 Ist Wepuran für komplette kleine Platinen mit Hochfrequenzschaltungen geeignet? Ich habe schlechte Erfahrungen mit dem Eingießen der Elektronik von aktiven Antennen, die haben anschließend nicht mehr funktioniert. Wo liegt das Problem beim Vergießen von Hochfrequenzschaltungen? Ist es das Epsilon r der Vergussmasse? Wepuran hat ja Epsilon r von etwa 4-5. Gruß Leo
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| From | olaf <olaf@criseis.ruhr.de> |
|---|---|
| Date | 2017-12-31 18:07 +0100 |
| Message-ID | <43inhe-vqk.ln1@criseis.ruhr.de> |
| In reply to | #238857 |
Leo Baumann <charly020664@yahoo.de> wrote: >Wo liegt das Problem beim Vergießen von Hochfrequenzschaltungen? Ist es >das Epsilon r der Vergussmasse? Ja, das musst du vorher einrechnen. Macht die Fehlersuche in solchen Schaltungen natuerlich spannend. :) Olaf
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| From | Leo Baumann <charly020664@yahoo.de> |
|---|---|
| Date | 2017-12-31 18:38 +0100 |
| Message-ID | <p2b7ap$nte$1@solani.org> |
| In reply to | #238859 |
Am 31.12.2017 um 18:07 schrieb olaf: > Leo Baumann <charly020664@yahoo.de> wrote: > > > >Wo liegt das Problem beim Vergießen von Hochfrequenzschaltungen? Ist es > >das Epsilon r der Vergussmasse? > > Ja, das musst du vorher einrechnen. Macht die Fehlersuche in solchen > Schaltungen natuerlich spannend. :) > > Olaf > Nee, ich habe eine kompl. kleine HF-Platine wegen Schutz vor Wetter vergossen und die hat nicht mehr funktioniert. Wie ist das mit diesem Wepuran? Kann man damit HF-Platinen vergießen?
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| From | olaf <olaf@criseis.ruhr.de> |
|---|---|
| Date | 2017-12-31 20:36 +0100 |
| Message-ID | <uqqnhe-cp1.ln1@criseis.ruhr.de> |
| In reply to | #238860 |
Leo Baumann <charly020664@yahoo.de> wrote: >Nee, ich habe eine kompl. kleine HF-Platine wegen Schutz vor Wetter >vergossen und die hat nicht mehr funktioniert. Klar. Du musst deine Schaltung halt so machen das die Effekte beruecksichtig werden. Leider funktioniert sie dann nur noch MIT Verguss. >Wie ist das mit diesem Wepuran? Kann man damit HF-Platinen vergießen? Wir nehmen was anderes. Ich denke aber schon das es gehen sollte. Olaf
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