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Groups > de.sci.electronics > #199515 > unrolled thread

Transistortest

Started by"Wilhelm C. Schütze" <wil.c@web.de>
First post2016-01-08 17:57 +0100
Last post2016-01-08 21:21 +0100
Articles 9 — 7 participants

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Contents

  Transistortest "Wilhelm C. Schütze" <wil.c@web.de> - 2016-01-08 17:57 +0100
    Re: Transistortest Izur Kockenhan <charly020664@yahoo.de> - 2016-01-08 18:05 +0100
      Re: Transistortest "Wilhelm C. Schütze" <wil.c@web.de> - 2016-01-08 18:21 +0100
      Re: Transistortest Axel_Berger@b.maus.de (Axel Berger) - 2016-01-09 11:31 +0100
    Re: Transistortest Klaus Butzmann <k.butzmann.usenet@online.de> - 2016-01-08 19:59 +0100
      Re: Transistortest "Wilhelm C. Schütze" <wil.c@web.de> - 2016-01-09 12:31 +0100
        Re: Transistortest Patrick Schaefer <pa.schaefer@web.de> - 2016-01-09 13:42 +0100
          Re: Transistortest Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-01-29 20:58 +0100
    Re: Transistortest Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2016-01-08 21:21 +0100

#199515 — Transistortest

From"Wilhelm C. Schütze" <wil.c@web.de>
Date2016-01-08 17:57 +0100
SubjectTransistortest
Message-ID<n6oppt$rqp$1@news.albasani.net>
Hallo Experten!

Ich habe mir gerade eine min. 40 Jahre alte Audioendstufe (ca. 2x50W)
bei eBay "ungeprüft" gekauft, um damit einen ebenso alten Verstärker herzurichten.

Jetzt habe ich die vier TIP2955/TIP3055 (TOP3 Gehäuse) mit einem
Multimeter durchgemessen. Lt. Diodentester stimmt alles. Mit dem
Widerstandsmessbereich ergeben sich ca. 160k pro Diodenstrecke in
Sperrrichtung. BE hat rd. 5k mehr als BC. 

Ein TIP2955 fällt mit 39k bzw. 90k aus der Reihe.

Wenn ich mit einem uralten, aber ungebrauchten 2N3055 und einem ungebrauchten neueren TIP3055 (TO-218) vergleiche, haben deren Diodenstrecken eine Widerstand in Sperrichtung von über 1M.

Was sagt das aus? Betriebsbedingter Sperrschichtumbau bei dreien, einer defekt, oder alle defekt? R-Messung Unsinn? Oder ...?

Dank und Grüße - Wilhelm

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#199519

FromIzur Kockenhan <charly020664@yahoo.de>
Date2016-01-08 18:05 +0100
Message-ID<n6oq83$kbi$3@solani.org>
In reply to#199515
Am 08.01.2016 um 17:57 schrieb Wilhelm C. Schütze:
> Hallo Experten!
>
> Ich habe mir gerade eine min. 40 Jahre alte Audioendstufe (ca. 2x50W)
> bei eBay "ungeprüft" gekauft, um damit einen ebenso alten Verstärker herzurichten.
>
> Jetzt habe ich die vier TIP2955/TIP3055 (TOP3 Gehäuse) mit einem
> Multimeter durchgemessen. Lt. Diodentester stimmt alles. Mit dem
> Widerstandsmessbereich ergeben sich ca. 160k pro Diodenstrecke in
> Sperrrichtung. BE hat rd. 5k mehr als BC.
>
> Ein TIP2955 fällt mit 39k bzw. 90k aus der Reihe.
>
> Wenn ich mit einem uralten, aber ungebrauchten 2N3055 und einem ungebrauchten neueren TIP3055 (TO-218) vergleiche, haben deren Diodenstrecken eine Widerstand in Sperrichtung von über 1M.
>
> Was sagt das aus? Betriebsbedingter Sperrschichtumbau bei dreien, einer defekt, oder alle defekt? R-Messung Unsinn? Oder ...?
>
> Dank und Grüße - Wilhelm
>

Die Widerstandswerte sagen nicht viel aus. Tausche am bester gleich alle 
Enstufen-Transistoren aus. Unterschiede sind verdächtig.

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#199525

From"Wilhelm C. Schütze" <wil.c@web.de>
Date2016-01-08 18:21 +0100
Message-ID<n6or7i$rqp$2@news.albasani.net>
In reply to#199519
Izur Kockenhan schrieb am 08.01.2016:

> Die Widerstandswerte sagen nicht viel aus. Tausche am bester gleich
> alle Enstufen-Transistoren aus. Unterschiede sind verdächtig.

Da man defekte Audioendstufentransistoren immer zusammen mit ihren
Ansteuertransis (und deren Umgebung) untersuchen muss, erhoffte ich mir
eine Orientierung, ob ich mich bei der Fehlersuche auf einen Kanal
beschränken kann.

Na ja, so schlimm wird die Mehrarbeit auch nicht.

Grüße - Wilhelm

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#199597

FromAxel_Berger@b.maus.de (Axel Berger)
Date2016-01-09 11:31 +0100
Message-ID<201601091131.a11875@b.maus.de>
In reply to#199519
Izur Kockenhan wrote on Fri, 16-01-08 18:05:
>Tausche am bester gleich alle Enstufen-Transistoren aus. Unterschiede
>sind verd?ñchtig.

Ich würde eher erwarten es knallt genau einer durch und danach passiert 
den anderen nichts mehr. Mit einem Satz Werten, die aus der Reihe 
fallen, wissen wir wohl auch welcher.
Auf der anderen Seite weiß natürlich niemand, wie viele Stunden die 
anderen alle an oder jenseits der Grenztemperatur betrieben wurden.

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#199535

FromKlaus Butzmann <k.butzmann.usenet@online.de>
Date2016-01-08 19:59 +0100
Message-ID<n6p0v3$bct$1@news.albasani.net>
In reply to#199515
Am 08.01.2016 um 17:57 schrieb Wilhelm C. Schütze:

> Was sagt das aus?
U.U. anderer Aufbau, einfach- statt dreifachdiffundiert oder so ähnlich.

http://www.amplifier.cd/Test_Equipment/Tektronix/Tektronix_7000_series_mainframe/rep-und-kal-7603/Reparaturbericht%20TEKTRONIX%207603.htm

Kennlinien 2N3055 zu 2N3055H


Butzo

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#199572

From"Wilhelm C. Schütze" <wil.c@web.de>
Date2016-01-09 12:31 +0100
Message-ID<n6qr34$k1o$1@news.albasani.net>
In reply to#199535
Klaus Butzmann schrieb am 08.01.2016:

> Am 08.01.2016 um 17:57 schrieb Wilhelm C. Schütze:
> 
> > Was sagt das aus?
> U.U. anderer Aufbau, einfach- statt dreifachdiffundiert oder so
> ähnlich.
> 
> http://www.amplifier.cd/Test_Equipment/Tektronix/Tektronix_7000_series_mainframe/rep-und-kal-7603/Reparaturbericht%20TEKTRONIX%207603.htm
> 
> Kennlinien 2N3055 zu 2N3055H
> 
Aaah ja. Das kann ich im Wesentlichen nachvollziehen. Die Abbildungen
sind offensichtlich ein Teilaspekt der gesuchten Antwort.

Vielen Dank.

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#199576

FromPatrick Schaefer <pa.schaefer@web.de>
Date2016-01-09 13:42 +0100
Message-ID<dfcdhgFavllU1@mid.individual.net>
In reply to#199572
Am 09.01.2016 12:31 schrieb Wilhelm C. Schütze:

>> Kennlinien 2N3055 zu 2N3055H
>>
> Aaah ja. Das kann ich im Wesentlichen nachvollziehen. Die Abbildungen
> sind offensichtlich ein Teilaspekt der gesuchten Antwort.

Der originale 2N3055 ist ein Mesa-Transistor. Später gab es dann auch 
"2N3055" in der heute üblichen Epitaxial-Planartechnologie. In den alten 
Katalogen der Elektronikversender gab es meist den "2N3055" (Mesa) und 
den "2N3055 RCA" (Epi). Letzterer war besser und eine Mark teuerer.

2N3055 aus moderner Produktion enthalten das gleiche Die wie ein BD249.


Patrick

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#200958

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2016-01-29 20:58 +0100
Message-ID<n8gg3o$kfl$1@dont-email.me>
In reply to#199576
Patrick Schaefer schrieb:
> Am 09.01.2016 12:31 schrieb Wilhelm C. Schütze:
>
>>> Kennlinien 2N3055 zu 2N3055H
>>>
>> Aaah ja. Das kann ich im Wesentlichen nachvollziehen. Die Abbildungen
>> sind offensichtlich ein Teilaspekt der gesuchten Antwort.
>
> Der originale 2N3055 ist ein Mesa-Transistor. Später gab es dann auch "2N3055" in der heute üblichen Epitaxial-Planartechnologie. In den alten Katalogen der
> Elektronikversender gab es meist den "2N3055" (Mesa) und den "2N3055 RCA" (Epi). Letzterer war besser und eine Mark teuerer.
>
> 2N3055 aus moderner Produktion enthalten das gleiche Die wie ein BD249.

Jungspund. Das Orischinaal war noch einfach-diffundiert. Weitgehend
unkaputtbar, Freilaufdioden hat man damals nicht verwendet da überflüssig.
H war hometaxial und so beinahe wie einfach-diffundiert. Der original-
Prozess brauchte, IIRC, ein bis zwei TAGE im Diffusionsofen, völlig
unbezahlbar heute.

-- 
mfg Rolf Bombach

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#199539

FromBernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de>
Date2016-01-08 21:21 +0100
Message-ID<n6p5nj$tre$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#199515
Am 08.01.2016 um 17:57 schrieb Wilhelm C. Schütze:
> Hallo Experten!
>
> Ich habe mir gerade eine min. 40 Jahre alte Audioendstufe (ca. 2x50W)
> bei eBay "ungeprüft" gekauft, um damit einen ebenso alten Verstärker herzurichten.
>
> Jetzt habe ich die vier TIP2955/TIP3055 (TOP3 Gehäuse) mit einem
> Multimeter durchgemessen. Lt. Diodentester stimmt alles. Mit dem
> Widerstandsmessbereich ergeben sich ca. 160k pro Diodenstrecke in
> Sperrrichtung. BE hat rd. 5k mehr als BC.
>
> Ein TIP2955 fällt mit 39k bzw. 90k aus der Reihe.
>
> Wenn ich mit einem uralten, aber ungebrauchten 2N3055 und einem ungebrauchten neueren TIP3055 (TO-218) vergleiche, haben deren Diodenstrecken eine Widerstand in Sperrichtung von über 1M.
>
> Was sagt das aus? Betriebsbedingter Sperrschichtumbau bei dreien, einer defekt, oder alle defekt? R-Messung Unsinn? Oder ...?
>
> Dank und Grüße - Wilhelm
>
Hallo,

Hast Du einen Schaltplan zu dem Verstärker? Für die Fehlersuche und 
Reparatur kann das ganz nützlich sein.

Bei Audioverstärkern prüfe ich zunächst das Netzteil. Bei dem Alter 
können die Elkos ausgetrocknet sein.

Ein Einschalten des Verstärkers kann zur Abklärung ob beide Kanäle 
defekt sind hilfreich sein. Einen ersten Test kann man ohne Last machen. 
Wenn da alles funktioniert kann man einen Lastwiderstand an den Ausgang 
anschließen. Dabei auf Erwärmung achten (Ruhestrom) und auch Testen ob 
der Ausgang gleichspannungsmäßig auf Null liegt oder bei unsymmetrischen 
Vertärkern mit ELko am Ausgang ungefähr auf der halben Betriebspannung.

Der Ruhestrom lässt sich über den Emitterwiderständen am Ausgang messen.

Ein Oszilloskop und ein Sinusgenerator sind auch nützlich.


Bernd Mayer


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