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Groups > de.comp.os.unix.linux.misc > #130464 > unrolled thread
| Started by | Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de> |
|---|---|
| First post | 2023-05-10 17:39 +0200 |
| Last post | 2023-05-17 17:49 +0200 |
| Articles | 8 on this page of 28 — 12 participants |
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Systemeldungen Kernel-Console Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de> - 2023-05-10 17:39 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Thomas Klix <wotokl@web.de> - 2023-05-10 19:20 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de> - 2023-05-10 20:29 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Ulli Horlacher <framstag@rus.uni-stuttgart.de> - 2023-05-10 19:05 +0000
Re: Systemeldungen Kernel-Console Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de> - 2023-05-10 23:43 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Ulli Horlacher <framstag@rus.uni-stuttgart.de> - 2023-05-11 09:14 +0000
Re: Systemeldungen Kernel-Console Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de> - 2023-05-11 11:40 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Ulli Horlacher <framstag@rus.uni-stuttgart.de> - 2023-05-11 09:47 +0000
Re: Systemeldungen Kernel-Console Joerg Lorenz <hugybear@gmx.ch> - 2023-05-11 14:00 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Gerald E¡scher <Spamer@fahr-zur-Hoelle.org> - 2023-05-11 15:14 +0000
Re: Systemeldungen Kernel-Console Jens Schüßler <j.schuess@nurfuerspam.de> - 2023-05-11 19:11 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Frank Miller <miller@posteo.ee> - 2023-05-12 00:39 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Frank Miller <miller@posteo.ee> - 2023-05-12 00:41 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Marc Haber <mh+usenetspam1118@zugschl.us> - 2023-05-12 13:56 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Detlef Sax <sax@noart.de> - 2023-05-11 09:48 +0000
Re: Systemeldungen Kernel-Console Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de> - 2023-05-11 13:26 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Helmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net> - 2023-05-13 19:52 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de> - 2023-05-15 20:57 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de> - 2023-05-15 21:52 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de> - 2023-05-15 23:12 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Helmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net> - 2023-05-16 00:08 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de> - 2023-05-17 13:49 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Tim Ritberg <tim@server.invalid> - 2023-05-17 14:04 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de> - 2023-05-18 01:41 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Tim Ritberg <tim@server.invalid> - 2023-05-18 10:27 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de> - 2023-05-18 14:45 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console Tim Ritberg <tim@server.invalid> - 2023-05-18 15:06 +0200
Re: Systemeldungen Kernel-Console "Peter J. Holzer" <hjp-usenet3@hjp.at> - 2023-05-17 17:49 +0200
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| From | Helmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net> |
|---|---|
| Date | 2023-05-16 00:08 +0200 |
| Message-ID | <83pm71b63i.fsf@helmutwaitzmann.news.arcor.de> |
| In reply to | #130751 |
Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de>:
> Am 13.05.23 um 19:52 schrieb Helmut Waitzmann:
>> Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de>:
>>> starte hier meinen Rechner (LMDE 5/Debian) stets mit
>>> Systemmeldungen auf der Kernel-Console.
>>> Leider bietet diese lauter unschöne und unleserlich zerrissene
>>> Zeilen beim Runterfahren/Rausgehen aus dem Display- bzw.
>>> Loginmanager.
>>
>> Ich werde aus der Beschreibung der zerrissenen Zeilen nicht
>> recht schlau, vermute aber, dass bei einem Zeilenvorschub
>> (line feed) kein Zurückfahren der Schreibposition an den
>> Anfang der nächsten Zeile (carriage return) erfolgt.
>
> Genau.
Ich will mal ein Beispiel geben, um zu zeigen, was ich vermute:
Angenommen, es soll die erste Strofe des Abendlieds von Matthias
Claudius angezeigt werden:
Der Mond ist aufgegangen,
Die goldenen Sternlein prangen
Am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget,
Und aus den Wiesen steiget
Der weiße Nebel wunderbar.
Auf einer virtuellen Konsole mit 40 Zeichen pro Zeile, die die
Zeilen «zerreißt», sieht es dann etwa so aus (Bitte zum Lesen
eine Festbreitenschrift einstellen, damit alle Buchstaben und
Leerzeichen gleich breit sind.):
Der Mond ist aufgegangen,
Die goldenen S
ternlein prangen
Am Himmel hell und klar
.
Der Wald steht schwarz und schweiget,
U
nd aus den Wiesen steiget
Der weiße Nebe
l wunderbar.
Beobachtung: Bei jedem Zeilenwechsel wird die Schreibmarke nicht
an den Zeilenanfang zurückgesetzt, sondern bleibt in der Spalte,
wo sie war. Wird am rechten Bildschirmrand weitergeschrieben,
gibt es zwangsläufig einen Zeilenwechsel mit Zurücksetzen der
Position auf den Zeilenanfang.
Das Symptom tritt dann auf, wenn am Ende jeder Zeile nur ein
Linefeed‐Zeichen (ASCII 10) ausgegeben wird und das Terminal das
Linefeed‐Zeichen wörtlich nimmt. Wenn davor noch ein
Wagenrücklauf‐Zeichen (carriage return, ASCII 13) käme, wäre die
Sache in Ordnung.
Und das ist genau das, was man mit dem Programm «stty» einstellen
kann: Man kann damit das Terminal so einstellen, dass es jedes
Auftreten eines Linefeed‐Zeichens so interpretiert, als wäre
unmittelbar davor noch ein Wagenrücklauf‐Zeichen aufgetreten.
Das Shell‐Kommando
stty onlcr
nimmt diese Einstellung vor.
>> Kannst du mal ein Beispiel einer solchen zerrissenen Zeile geben
>> (also abtippen und hier zeigen, wie die von dir beanstandete
>> Ausgabe aussieht), und, wie sie statt dessen aussehen sollte?
>
> Schwer. Ich will ja die Systemmeldungen sehen, daher starte ich
> die GRUB-Zeile mit 'nosplash' ('quiet' gelöscht). Der
> Zeilenfehler tritt nur beim Herunterfahren, Abmelden etc.. auf,
> da sieht man dann die ersten Systemmeldungen zerrissen (ohne
> Zeilenschaltung), bevor sie wieder normal erscheinen.
> Habe auch den Eindruck, dass die zerrissenen Zeilen noch vom
> Start stammen, nicht vom Shutdown. Ist praktisch nur ein
> Schönheitsfehler.
Das sieht also so aus, dass das Terminal beim Start zunächst die
Linefeed‐Zeichen nur wörlich nimmt. Erst im Laufe des
Systemstarts wird das Terminal so umgestellt, dass es sich vor
jedes Linefeed‐Zeichen noch ein Wagenrücklauf‐Zeichen dazudenkt.
>> Wenn du dich nicht‐grafisch, also an einer virtuellen Konsole
>> text‐orientiert einloggst, sind dann die Ausgaben, die du
>> anschließend beim interaktiven Gebrauch des Login‐Shells
>> erhältst, ebenso zerrissen? Falls ja, starte in so einem
>
> Nein. Mit STRG+ALT+F1,F2,F2 ... ist alles normal.
>
> Für einen reinen Text-Login müsste ich erst einmal den
> Login-Manager (Display-Manager) deaktivieren.
Ich vermute, das kommt aufs Gleiche hinaus: Der Unterschied ist
dann ja nur, dass du nicht zusätzlich noch einen grafischen
Login‐Manager hast. Die virtuellen Konsolen <Strg>-<Alt>-<F1>
u. s. f. sind ja in beiden Fällen vorhanden.
Ob und wo man das konfigurieren könnte, dass das Terminal gleich
beim Systemstart schon richtig eingestellt ist, weiß ich leider
nicht.
>> Login‐Shell mal das folgende Kommando und poste die Ausgabe:
>>
>>
>> stty -a | tr -- '[:space:]' '[\n*]' |
>> sed -E -e '/\<o[[:graph:]]*(cr|nl)/!d; s/$/\r/'
>>
>> Enthält die Ausgabe das Wort «onlcr» oder «-onlcr»? Behebt das
>> Kommando
>>
>> stty onlcr
>>
>> das Problem? Falls ja, müsste man sehen, wo man die virtuelle
>> Konsole, auf der die zerrissenen Zeilen erscheinen, dem Kommando
>>
>> stty onlcr
>>
>> entsprechend einstellen kann.
>>
>
> O Gott, was ist das, da müsste ich erst einmal studieren ... :-)
>
Ist nicht so wild: «stty -a» gibt die Terminal‐Einstellungen
wieder, unter anderem auch das Wort «onlcr» oder «-onlcr», und
zwar möglicherweise mehrere Wörter in einer Zeile. Nun wollte
ich nicht, dass du die Ausgabe, die ihrerseits womöglich ebenso
zerrissen ist, mit eigenen Augen nach den Wörtern «onlcr» und
«-onlcr» absuchen musst. Deshalb lasse ich sie filtern und
behebe das Zerreißen:
«tr» sorgt dafür, dass jedes dieser Wörter in einer eigenen Zeile
steht (ersetzt also Leerraum durch Zeilenwechsel).
«sed» schließlich wirft erstens genau alle Zeilen (und damit
genau alle Wörter) weg, die weder die Buchstabenfolge «cr» noch
die Buchstabenfolge «nl» enthalten. Damit bleiben in der Ausgabe
des Programms «stty» nur noch die Zeilen übrig, in denen «nl»
oder «cr» vorkommt.
Zweitens fügt «sed» sicherheitshalber vor jedes Linefeed‐Zeichen
noch einen Wagenrücklauf ein, damit die Ausgabe auch auf einem
Terminal, das ein Linefeed‐Zeichen wörlich nimmt, ordentlich
lesbar ist.
Damit macht «sed» hier als «zweitens» aufgezählt genau das, was
das Terminal selber macht, wenn man es mit dem Kommando
stty onlcr
entsprechend einstellt.
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| From | Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de> |
|---|---|
| Date | 2023-05-17 13:49 +0200 |
| Message-ID | <kcjtb7Foc3jU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #130758 |
Am 16.05.23 um 00:08 schrieb Helmut Waitzmann:
> Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de>:
>> Am 13.05.23 um 19:52 schrieb Helmut Waitzmann:
>>> Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de>:
>>>> starte hier meinen Rechner (LMDE 5/Debian) stets mit
>>>> Systemmeldungen auf der Kernel-Console.
>>>> Leider bietet diese lauter unschöne und unleserlich zerrissene
>>>> Zeilen beim Runterfahren/Rausgehen aus dem Display- bzw.
>>>> Loginmanager.
>>>
>>> Ich werde aus der Beschreibung der zerrissenen Zeilen nicht
>>> recht schlau, vermute aber, dass bei einem Zeilenvorschub
>>> (line feed) kein Zurückfahren der Schreibposition an den
>>> Anfang der nächsten Zeile (carriage return) erfolgt.
>>
>> Genau.
>
> Ich will mal ein Beispiel geben, um zu zeigen, was ich vermute:
> Angenommen, es soll die erste Strofe des Abendlieds von Matthias
> Claudius angezeigt werden:
>
> Der Mond ist aufgegangen,
> Die goldenen Sternlein prangen
> Am Himmel hell und klar.
> Der Wald steht schwarz und schweiget,
> Und aus den Wiesen steiget
> Der weiße Nebel wunderbar.
>
> Auf einer virtuellen Konsole mit 40 Zeichen pro Zeile, die die
> Zeilen «zerreißt», sieht es dann etwa so aus (Bitte zum Lesen
> eine Festbreitenschrift einstellen, damit alle Buchstaben und
> Leerzeichen gleich breit sind.):
>
> Der Mond ist aufgegangen,
> Die goldenen S
> ternlein prangen
> Am Himmel hell und klar
> .
> Der Wald steht schwarz und schweiget,
> U
> nd aus den Wiesen steiget
> Der weiße Nebe
> l wunderbar.
>
> Beobachtung: Bei jedem Zeilenwechsel wird die Schreibmarke nicht
> an den Zeilenanfang zurückgesetzt, sondern bleibt in der Spalte,
> wo sie war. Wird am rechten Bildschirmrand weitergeschrieben,
> gibt es zwangsläufig einen Zeilenwechsel mit Zurücksetzen der
> Position auf den Zeilenanfang.
>
> Das Symptom tritt dann auf, wenn am Ende jeder Zeile nur ein
> Linefeed‐Zeichen (ASCII 10) ausgegeben wird und das Terminal das
> Linefeed‐Zeichen wörtlich nimmt. Wenn davor noch ein
> Wagenrücklauf‐Zeichen (carriage return, ASCII 13) käme, wäre die
> Sache in Ordnung.
>
> Und das ist genau das, was man mit dem Programm «stty» einstellen
> kann: Man kann damit das Terminal so einstellen, dass es jedes
> Auftreten eines Linefeed‐Zeichens so interpretiert, als wäre
> unmittelbar davor noch ein Wagenrücklauf‐Zeichen aufgetreten.
> Das Shell‐Kommando
>
> stty onlcr
>
> nimmt diese Einstellung vor.
>
>
>>> Kannst du mal ein Beispiel einer solchen zerrissenen Zeile geben
>>> (also abtippen und hier zeigen, wie die von dir beanstandete
>>> Ausgabe aussieht), und, wie sie statt dessen aussehen sollte?
>>
>> Schwer. Ich will ja die Systemmeldungen sehen, daher starte ich
>> die GRUB-Zeile mit 'nosplash' ('quiet' gelöscht). Der
>> Zeilenfehler tritt nur beim Herunterfahren, Abmelden etc.. auf,
>> da sieht man dann die ersten Systemmeldungen zerrissen (ohne
>> Zeilenschaltung), bevor sie wieder normal erscheinen.
>> Habe auch den Eindruck, dass die zerrissenen Zeilen noch vom
>> Start stammen, nicht vom Shutdown. Ist praktisch nur ein
>> Schönheitsfehler.
>
> Das sieht also so aus, dass das Terminal beim Start zunächst die
> Linefeed‐Zeichen nur wörlich nimmt. Erst im Laufe des
> Systemstarts wird das Terminal so umgestellt, dass es sich vor
> jedes Linefeed‐Zeichen noch ein Wagenrücklauf‐Zeichen dazudenkt.
>
>>> Wenn du dich nicht‐grafisch, also an einer virtuellen Konsole
>>> text‐orientiert einloggst, sind dann die Ausgaben, die du
>>> anschließend beim interaktiven Gebrauch des Login‐Shells
>>> erhältst, ebenso zerrissen? Falls ja, starte in so einem
>>
>> Nein. Mit STRG+ALT+F1,F2,F2 ... ist alles normal.
>>
>> Für einen reinen Text-Login müsste ich erst einmal den
>> Login-Manager (Display-Manager) deaktivieren.
>
> Ich vermute, das kommt aufs Gleiche hinaus: Der Unterschied ist
> dann ja nur, dass du nicht zusätzlich noch einen grafischen
> Login‐Manager hast. Die virtuellen Konsolen <Strg>-<Alt>-<F1>
> u. s. f. sind ja in beiden Fällen vorhanden.
Habe ich probiert wie schon geschrieben. Beim Login ohne Login-Manager
(=Display.-Manager) gibt's das Problem nicht!
> Ob und wo man das konfigurieren könnte, dass das Terminal gleich
> beim Systemstart schon richtig eingestellt ist, weiß ich leider
> nicht.
>
>>> Login‐Shell mal das folgende Kommando und poste die Ausgabe:
>>>
>>>
>>> stty -a | tr -- '[:space:]' '[\n*]' |
>>> sed -E -e '/\<o[[:graph:]]*(cr|nl)/!d; s/$/\r/'
>>>
>>> Enthält die Ausgabe das Wort «onlcr» oder «-onlcr»? Behebt das
>>> Kommando
>>>
>>> stty onlcr
>>>
>>> das Problem? Falls ja, müsste man sehen, wo man die virtuelle
>>> Konsole, auf der die zerrissenen Zeilen erscheinen, dem Kommando
>>>
>>> stty onlcr
>>>
>>> entsprechend einstellen kann.
>>>
>>
>> O Gott, was ist das, da müsste ich erst einmal studieren ... :-)
>>
>
> Ist nicht so wild: «stty -a» gibt die Terminal‐Einstellungen
> wieder, unter anderem auch das Wort «onlcr» oder «-onlcr», und
> zwar möglicherweise mehrere Wörter in einer Zeile. Nun wollte
> ich nicht, dass du die Ausgabe, die ihrerseits womöglich ebenso
> zerrissen ist, mit eigenen Augen nach den Wörtern «onlcr» und
> «-onlcr» absuchen musst. Deshalb lasse ich sie filtern und
> behebe das Zerreißen:
>
> «tr» sorgt dafür, dass jedes dieser Wörter in einer eigenen Zeile
> steht (ersetzt also Leerraum durch Zeilenwechsel).
>
> «sed» schließlich wirft erstens genau alle Zeilen (und damit
> genau alle Wörter) weg, die weder die Buchstabenfolge «cr» noch
> die Buchstabenfolge «nl» enthalten. Damit bleiben in der Ausgabe
> des Programms «stty» nur noch die Zeilen übrig, in denen «nl»
> oder «cr» vorkommt.
>
> Zweitens fügt «sed» sicherheitshalber vor jedes Linefeed‐Zeichen
> noch einen Wagenrücklauf ein, damit die Ausgabe auch auf einem
> Terminal, das ein Linefeed‐Zeichen wörlich nimmt, ordentlich
> lesbar ist.
>
> Damit macht «sed» hier als «zweitens» aufgezählt genau das, was
> das Terminal selber macht, wenn man es mit dem Kommando
>
> stty onlcr
>
> entsprechend einstellt.
Deine ausführliche Erklärung in allen Ehren. Aber es dreht sich hier ja
nicht um irgendein Terminal, sondern die Kernel-Console, wenn das die
richtige Bezeichnung ist, die die Boot-Meldungen anzeigt.
Also wo sollte ich das stty unterbringen? Da müsste ich schon das Script
für den Journal-Service von Systemd irgendwie manipulieren, um das
Fehlverhalten zu berichtigen. Da habe ich aber meine Zweifel, das das
der richtige Weg wäre.
Daher ist meine Idee eigentlich, den Service oder das Script
herauszufinden, der/das diesen Fehler erzeugt. Ist ja eigentlich eine
ziemlich unwichtige Angelegenheit, wurmt mich aber ungemein.
Wie schon erwähnt, auf einem anderen PC mit openSUSE Tumbleweed werden
die Meldungen beim Herunterfahren oder Abmelden korrekt angezeigt, keine
zerrissenen Zeilen.
M:
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| From | Tim Ritberg <tim@server.invalid> |
|---|---|
| Date | 2023-05-17 14:04 +0200 |
| Message-ID | <u42frr$4cr8$1@tota-refugium.de> |
| In reply to | #130792 |
Am 17.05.23 um 13:49 schrieb Matthias Gerds: > > Deine ausführliche Erklärung in allen Ehren. Aber es dreht sich hier ja > nicht um irgendein Terminal, sondern die Kernel-Console, wenn das die > richtige Bezeichnung ist, die die Boot-Meldungen anzeigt. > Also wo sollte ich das stty unterbringen? Da müsste ich schon das Script > für den Journal-Service von Systemd irgendwie manipulieren, um das > Fehlverhalten zu berichtigen. Da habe ich aber meine Zweifel, das das > der richtige Weg wäre. > Daher ist meine Idee eigentlich, den Service oder das Script > herauszufinden, der/das diesen Fehler erzeugt. Ist ja eigentlich eine > ziemlich unwichtige Angelegenheit, wurmt mich aber ungemein. > Wie schon erwähnt, auf einem anderen PC mit openSUSE Tumbleweed werden > die Meldungen beim Herunterfahren oder Abmelden korrekt angezeigt, keine > zerrissenen Zeilen. > Zeig doch mal ein Foto. Tim
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| From | Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de> |
|---|---|
| Date | 2023-05-18 01:41 +0200 |
| Message-ID | <kcl71hF5g2eU2@mid.individual.net> |
| In reply to | #130793 |
Am 17.05.23 um 14:04 schrieb Tim Ritberg: > Am 17.05.23 um 13:49 schrieb Matthias Gerds: > >> >> Deine ausführliche Erklärung in allen Ehren. Aber es dreht sich hier ja >> nicht um irgendein Terminal, sondern die Kernel-Console, wenn das die >> richtige Bezeichnung ist, die die Boot-Meldungen anzeigt. >> Also wo sollte ich das stty unterbringen? Da müsste ich schon das Script >> für den Journal-Service von Systemd irgendwie manipulieren, um das >> Fehlverhalten zu berichtigen. Da habe ich aber meine Zweifel, das das >> der richtige Weg wäre. >> Daher ist meine Idee eigentlich, den Service oder das Script >> herauszufinden, der/das diesen Fehler erzeugt. Ist ja eigentlich eine >> ziemlich unwichtige Angelegenheit, wurmt mich aber ungemein. >> Wie schon erwähnt, auf einem anderen PC mit openSUSE Tumbleweed werden >> die Meldungen beim Herunterfahren oder Abmelden korrekt angezeigt, keine >> zerrissenen Zeilen. >> > > Zeig doch mal ein Foto. https://photos.app.goo.gl/AYuEK1wisGjA1Ei49 M:
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| From | Tim Ritberg <tim@server.invalid> |
|---|---|
| Date | 2023-05-18 10:27 +0200 |
| Message-ID | <u44nh1$5jk0$1@tota-refugium.de> |
| In reply to | #130797 |
Am 18.05.23 um 01:41 schrieb Matthias Gerds: >> Zeig doch mal ein Foto. > https://photos.app.goo.gl/AYuEK1wisGjA1Ei49 Kommt mir bekannt vor. Schaltet es zwischendurch die Auflösung um? Tim
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| From | Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de> |
|---|---|
| Date | 2023-05-18 14:45 +0200 |
| Message-ID | <kcmkvdFc4cfU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #130800 |
Am 18.05.23 um 10:27 schrieb Tim Ritberg: > Am 18.05.23 um 01:41 schrieb Matthias Gerds: > >>> Zeig doch mal ein Foto. >> https://photos.app.goo.gl/AYuEK1wisGjA1Ei49 > Kommt mir bekannt vor. > Schaltet es zwischendurch die Auflösung um? In dem Stadium (shutdown) auf dem Foto nicht, Das ist die eingestellte Auflösung in /etc/vconsole.conf. Die ist ja auch schon VOR dem Login-Manager da. Beim Booten beobachte ich mehrere Stadien von Schrift- bzw. Auflösungswechseln: - GRUB - Kernel - KMS - VConsole - Login-Manager Weiß nicht, ob das genau so stimmt. Ein einheitliches Schriftbild von Anfang an bekommt man jedenfalls nicht so ohne Weiteres hin. Aber ohne KMS (text) geht's auch nicht. Das ist ungenießbar und riesig, was wiederum von den eingebauten Fonts der Grafikkarte abhängt (siehe GRUB c: videoinfo). M:
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| From | Tim Ritberg <tim@server.invalid> |
|---|---|
| Date | 2023-05-18 15:06 +0200 |
| Message-ID | <u457td$5rn3$1@tota-refugium.de> |
| In reply to | #130803 |
Am 18.05.23 um 14:45 schrieb Matthias Gerds: > In dem Stadium (shutdown) auf dem Foto nicht, Das ist die eingestellte > Auflösung in /etc/vconsole.conf. Hab von dieser Datei nie gehört. Gehört wohl zu systemd? Ich kann sie auf meinen Debianen und Ubuntus nicht finden. Tim
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| From | "Peter J. Holzer" <hjp-usenet3@hjp.at> |
|---|---|
| Date | 2023-05-17 17:49 +0200 |
| Message-ID | <slrnu69tse.51r2.hjp-usenet3@trintignant.hjp.at> |
| In reply to | #130792 |
On 2023-05-17 11:49, Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de> wrote:
> Am 16.05.23 um 00:08 schrieb Helmut Waitzmann:
>> Matthias Gerds <m.gerds@posteo.de>:
>>> Am 13.05.23 um 19:52 schrieb Helmut Waitzmann:
>>>> Kannst du mal ein Beispiel einer solchen zerrissenen Zeile geben
>>>> (also abtippen und hier zeigen, wie die von dir beanstandete
>>>> Ausgabe aussieht), und, wie sie statt dessen aussehen sollte?
>>>
>>> Schwer. Ich will ja die Systemmeldungen sehen, daher starte ich
>>> die GRUB-Zeile mit 'nosplash' ('quiet' gelöscht).
Warum hindert dich das daran, hier ein Beispiel abzutippen?
>>> Der Zeilenfehler tritt nur beim Herunterfahren, Abmelden etc.. auf,
>>> da sieht man dann die ersten Systemmeldungen zerrissen (ohne
>>> Zeilenschaltung), bevor sie wieder normal erscheinen. Habe auch den
>>> Eindruck, dass die zerrissenen Zeilen noch vom Start stammen, nicht
>>> vom Shutdown. Ist praktisch nur ein Schönheitsfehler.
>>
>> Das sieht also so aus, dass das Terminal beim Start zunächst die
>> Linefeed‐Zeichen nur wörlich nimmt. Erst im Laufe des
>> Systemstarts wird das Terminal so umgestellt, dass es sich vor
>> jedes Linefeed‐Zeichen noch ein Wagenrücklauf‐Zeichen dazudenkt.
Das Problem
>>> tritt nur beim Herunterfahren, Abmelden etc.. auf,
Also geht nicht darum, wann der onlcr-Modus eingeschaltet wird, sondern
darum, dass er irgendwann *abgeschaltet* wird. Da das im Zusammenhang
mit dem graphischen Login auftritt, liegt der Verdacht nahe, dass das
entweder das Graphiksystem (X11 oder Wayland) oder der Login-Manager
macht. (Nein, mir fällt auch kein plausibler Grund für dieses Verhalten
ein)
>> Damit macht «sed» hier als «zweitens» aufgezählt genau das, was
>> das Terminal selber macht, wenn man es mit dem Kommando
>>
>> stty onlcr
>>
>> entsprechend einstellt.
>
> Deine ausführliche Erklärung in allen Ehren. Aber es dreht sich hier ja
> nicht um irgendein Terminal, sondern die Kernel-Console, wenn das die
> richtige Bezeichnung ist, die die Boot-Meldungen anzeigt.
> Also wo sollte ich das stty unterbringen? Da müsste ich schon das Script
> für den Journal-Service von Systemd irgendwie manipulieren, um das
> Fehlverhalten zu berichtigen.
Was hat denn das Journal-Service damit zu tun?
hp
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