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Groups > de.comm.software.mailreader > #431 > unrolled thread

mutt s/mime modaler dialog

Started byWolfgang Becker <uafr@gmx.de>
First post2018-04-27 23:19 +0000
Last post2018-05-01 21:35 +0200
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Contents

  mutt s/mime modaler dialog Wolfgang Becker <uafr@gmx.de> - 2018-04-27 23:19 +0000
    Re: mutt s/mime modaler dialog "Peter J. Holzer" <hjp-usenet3@hjp.at> - 2018-04-28 09:26 +0200
      Re: mutt s/mime modaler dialog Wolfgang Becker <uafr@gmx.de> - 2018-04-28 12:11 +0000
      Re: mutt s/mime modaler dialog Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> - 2018-04-28 16:16 -0400
        Re: mutt s/mime modaler dialog Helmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net> - 2018-04-29 01:53 +0200
          Re: mutt s/mime modaler dialog Wolfgang Becker <uafr@gmx.de> - 2018-04-29 20:02 +0000
            Re: mutt s/mime modaler dialog "Peter J. Holzer" <hjp-usenet3@hjp.at> - 2018-04-30 15:41 +0200
              Re: mutt s/mime modaler dialog Michael Bäuerle <michael.baeuerle@gmx.net> - 2018-05-01 05:22 +0000
                Re: mutt s/mime modaler dialog Dennis Preiser <d__p@d--p.de> - 2018-05-01 11:06 +0000
              Re: mutt s/mime modaler dialog Helmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net> - 2018-05-01 21:35 +0200

#431 — mutt s/mime modaler dialog

FromWolfgang Becker <uafr@gmx.de>
Date2018-04-27 23:19 +0000
Subjectmutt s/mime modaler dialog
Message-ID<pc0b66$o1a$1@uafr.freeshell.org>
Wenn ich smime signierte Mail im Mutt öffne legt er erstmal eine
Gedenkminute ein, dann öffnet sich ein modaler Dialog der mein
ganzes X blockiert ob ich "Global Sign Root CA" vertrauen möchte.

Keine Ahnung seit welcher Version das so ist, ich erhalte nur selten
smime Mails. Früher gab es alle Ausgabe zu smime sofort direkt
im Terminalfenster von Mutt, ganz ohne Popups die man wegklicken
muss. Wie kann ich das alte Verhalten wiederhaben?

Mutt 1.9.5 (2018-04-13) aus Debian Testing

Tschüß,
Wolfgang
-- 
Wolfgang Becker  ***  eMail uafr@gmx.de  ***  http://uafr.freeshell.org/

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#432

From"Peter J. Holzer" <hjp-usenet3@hjp.at>
Date2018-04-28 09:26 +0200
Message-ID<slrnpe88i0.toi.hjp-usenet3@hrunkner.hjp.at>
In reply to#431
On 2018-04-27 23:19, Wolfgang Becker <uafr@gmx.de> wrote:
> Wenn ich smime signierte Mail im Mutt öffne legt er erstmal eine
> Gedenkminute ein, dann öffnet sich ein modaler Dialog der mein
> ganzes X blockiert ob ich "Global Sign Root CA" vertrauen möchte.

Mutt ist eine reine Terminal-Applikation. Die kann keine anderen Fenster
öffnen, schon gar keine, die dein ganzes X blockieren.

Allerdings kann mutt für diverse Zwecke andere Programme aufrufen, die
möglicherweise Fenster öffnen können.

> Keine Ahnung seit welcher Version das so ist, ich erhalte nur selten
> smime Mails. Früher gab es alle Ausgabe zu smime sofort direkt
> im Terminalfenster von Mutt, ganz ohne Popups die man wegklicken
> muss. Wie kann ich das alte Verhalten wiederhaben?

Zum Überprüfen von S/MIME-Signaturen verwendet mutt meines Wissens gpgme
(per default - kann man natürlich konfigurieren). Ich vermute also, dass
dieses neue Verhalten von einer neuen Version von gpgme kommt. Schau mal
in der Doku von gpgme nach, ob sich das abschalten lässt.

        hp


-- 
   _  | Peter J. Holzer    | Fluch der elektronischen Textverarbeitung:
|_|_) |                    | Man feilt solange an seinen Text um, bis
| |   | hjp@hjp.at         | die Satzbestandteile des Satzes nicht mehr
__/   | http://www.hjp.at/ | zusammenpaßt. -- Ralph Babel

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#433

FromWolfgang Becker <uafr@gmx.de>
Date2018-04-28 12:11 +0000
Message-ID<pc1oef$63k$1@uafr.freeshell.org>
In reply to#432
Peter J. Holzer <hjp-usenet3@hjp.at> wrote:
> Zum Überprüfen von S/MIME-Signaturen verwendet mutt meines Wissens gpgme
> (per default - kann man natürlich konfigurieren). Ich vermute also, dass
> dieses neue Verhalten von einer neuen Version von gpgme kommt. Schau mal
> in der Doku von gpgme nach, ob sich das abschalten lässt.

Danke für das Stickwort gpgme. Wenn ich "set crypt_use_gpgme=no" in
.muttrc eintrage gibts keine externen Dialoge und keine Verzögerung
mehr beim öffnen der smime Mail.

Tschüß,
Wolfgang
-- 
Wolfgang Becker  ***  eMail uafr@gmx.de  ***  http://uafr.freeshell.org/

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#434

FromAndreas Kohlbach <ank@spamfence.net>
Date2018-04-28 16:16 -0400
Message-ID<87h8nvulwu.fsf@usenet.ankman.de>
In reply to#432
On Sat, 28 Apr 2018 09:26:56 +0200, Peter J. Holzer wrote:
>
> On 2018-04-27 23:19, Wolfgang Becker <uafr@gmx.de> wrote:
>> Wenn ich smime signierte Mail im Mutt öffne legt er erstmal eine
>> Gedenkminute ein, dann öffnet sich ein modaler Dialog der mein
>> ganzes X blockiert ob ich "Global Sign Root CA" vertrauen möchte.
>
> Mutt ist eine reine Terminal-Applikation. Die kann keine anderen Fenster
> öffnen, schon gar keine, die dein ganzes X blockieren.
>
> Allerdings kann mutt für diverse Zwecke andere Programme aufrufen, die
> möglicherweise Fenster öffnen können.

Ich würde Wolfgang auch empfehlen, per STRG-ALT-F3 (oder anderen, sollte
dort X zufällig laufen) eine Shell aufzurufen. Dort mit dem User und
Passwort einloggen. Dann "mutt" aufrufen. Ob das Problem auch dort
reproduzierbar ist.
-- 
Andreas
You know you are a redneck if
an expired license plate means another decoration for your living room wall.

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#435

FromHelmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net>
Date2018-04-29 01:53 +0200
Message-ID<8736zerioo.fsf@helmutwaitzmann.news.arcor.de>
In reply to#434
Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net>:
> On Sat, 28 Apr 2018 09:26:56 +0200, Peter J. Holzer wrote:
>>
>> On 2018-04-27 23:19, Wolfgang Becker <uafr@gmx.de> wrote:
>>> Wenn ich smime signierte Mail im Mutt öffne legt er erstmal eine
>>> Gedenkminute ein, dann öffnet sich ein modaler Dialog der mein
>>> ganzes X blockiert ob ich "Global Sign Root CA" vertrauen möchte.
>>
>> Mutt ist eine reine Terminal-Applikation. Die kann keine anderen Fenster
>> öffnen, schon gar keine, die dein ganzes X blockieren.
>>
>> Allerdings kann mutt für diverse Zwecke andere Programme aufrufen, die
>> möglicherweise Fenster öffnen können.
>
> Ich würde Wolfgang auch empfehlen, per STRG-ALT-F3 (oder anderen, sollte
> dort X zufällig laufen) eine Shell aufzurufen. Dort mit dem User und
> Passwort einloggen. Dann "mutt" aufrufen. Ob das Problem auch dort
> reproduzierbar ist.

Den Aufwand, sich extra dort einzuloggen, kann er sich sparen.

Der Witz dabei, wenn er auf einer Nur‐Text‐Konsole einloggt, ist,
dass die daraus gestarteten Programme nichts von einem X‐Server
wissen, selbst wenn gleichzeitig woanders einer laufen sollte.
Also werden sie darauf auch keine Fenster öffnen.

Denselben Effekt kann er erzielen, indem er „mutt“ einfach ohne die
Umgebungsvariable „DISPLAY“ startet, etwa, indem er in einem
Shell folgendes Kommando eintippt:

( unset DISPLAY && exec mutt )

Auch dann wird „mutt“ nichts von einem X‐Server wissen und sich
auf sein Terminal beschränken, ohne herumzufensterln.

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#436

FromWolfgang Becker <uafr@gmx.de>
Date2018-04-29 20:02 +0000
Message-ID<pc58d0$9q3$1@uafr.freeshell.org>
In reply to#435
Helmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net> wrote:
> ( unset DISPLAY && exec mutt )
> 
> Auch dann wird „mutt“ nichts von einem X‐Server wissen und sich
> auf sein Terminal beschränken, ohne herumzufensterln.

Sollte man meinen. Leider wird sowohl von eine Terminal ohne
DISPLAY-Variable als auch von einer Konsole aus trotzdem der
Dialog auf dem X-Server geöffnet. Aber mit set crypt_use_gpgme=no
ist Ruhe.

Tschüß,
Wolfgang
-- 
Wolfgang Becker  ***  eMail uafr@gmx.de  ***  http://uafr.freeshell.org/

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#437

From"Peter J. Holzer" <hjp-usenet3@hjp.at>
Date2018-04-30 15:41 +0200
Message-ID<slrnpee77p.j28.hjp-usenet3@hrunkner.hjp.at>
In reply to#436
On 2018-04-29 20:02, Wolfgang Becker <uafr@gmx.de> wrote:
> Helmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net> wrote:
>> ( unset DISPLAY && exec mutt )
>> 
>> Auch dann wird „mutt“ nichts von einem X‐Server wissen und sich
>> auf sein Terminal beschränken, ohne herumzufensterln.
>
> Sollte man meinen. Leider wird sowohl von eine Terminal ohne
> DISPLAY-Variable als auch von einer Konsole aus trotzdem der
> Dialog auf dem X-Server geöffnet.

Ja, weil der Dialog nicht unbedingt von dem Programm kommt, das der mutt
startet. gpg2 hat einen Agent, der beim ersten Aufruf gestartet wird und
dann dauernd läuft. Der Dialog kommt von dem und der weiß ja, dass er
ein DISPLAY hat. Das hat mich auch schon ein paar mal erwischt, wenn ich
über ssh vom Büro aus auf meinem Rechner daheim eingeloggt war und
gpg-verschlüsselte Files öffnen wollte. Scheinbar blieb gpg einfach
hängen. In Wirklichkeit hat es auf meinem Rechner daheim einen Dialog
aufgemacht und mich nach der Passphrase gefragt. Aber ich war halt nicht
daheim und konnte nichts eingeben. Ein etwas undurchdachtes Konzept.

        hp


-- 
   _  | Peter J. Holzer    | Fluch der elektronischen Textverarbeitung:
|_|_) |                    | Man feilt solange an seinen Text um, bis
| |   | hjp@hjp.at         | die Satzbestandteile des Satzes nicht mehr
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#438

FromMichael Bäuerle <michael.baeuerle@gmx.net>
Date2018-05-01 05:22 +0000
Message-ID<AABa5/mTE7EAAAnY.A1.flnews@Server4.micha.freeshell.org>
In reply to#437
Peter J. Holzer wrote:
> On 2018-04-29 20:02, Wolfgang Becker <uafr@gmx.de> wrote:
> > Helmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net> wrote:
> > > 
> > > ( unset DISPLAY && exec mutt )
> > > 
> > > Auch dann wird „mutt“ nichts von einem X‐Server wissen und sich
> > > auf sein Terminal beschränken, ohne herumzufensterln.
> > 
> > Sollte man meinen. Leider wird sowohl von eine Terminal ohne
> > DISPLAY-Variable als auch von einer Konsole aus trotzdem der
> > Dialog auf dem X-Server geöffnet.
> 
> Ja, weil der Dialog nicht unbedingt von dem Programm kommt, das der mutt
> startet. gpg2 hat einen Agent, der beim ersten Aufruf gestartet wird und
> dann dauernd läuft. Der Dialog kommt von dem und der weiß ja, dass er
> ein DISPLAY hat. Das hat mich auch schon ein paar mal erwischt, wenn ich
> über ssh vom Büro aus auf meinem Rechner daheim eingeloggt war und
> gpg-verschlüsselte Files öffnen wollte. Scheinbar blieb gpg einfach
> hängen. In Wirklichkeit hat es auf meinem Rechner daheim einen Dialog
> aufgemacht und mich nach der Passphrase gefragt. Aber ich war halt nicht
> daheim und konnte nichts eingeben. Ein etwas undurchdachtes Konzept.

Man kann aber konfigurieren, welches Pinentry Programm der Agent ver-
wenden soll. Zitat aus der man page:
| 
| --pinentry-program filename
|               Use program filename as the PIN entry.
|               The default is installation dependent.

Damit eine CLI-Variante anzugeben reicht vielleicht schon aus.

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#439

FromDennis Preiser <d__p@d--p.de>
Date2018-05-01 11:06 +0000
Message-ID<0Tedc6i7IdudNfm%dennis@coredump.d--p.de>
In reply to#438
Michael Bäuerle <michael.baeuerle@gmx.net> wrote:

[gpg_agent]

> Man kann aber konfigurieren, welches Pinentry Programm der Agent ver-
> wenden soll. Zitat aus der man page:
> | 
> | --pinentry-program filename
> |               Use program filename as the PIN entry.
> |               The default is installation dependent.
> 
> Damit eine CLI-Variante anzugeben reicht vielleicht schon aus.

Reicht nicht, man muss auch GPG_TTY passend setzen.

Dennis

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#440

FromHelmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net>
Date2018-05-01 21:35 +0200
Message-ID<871sevkw2g.fsf@helmutwaitzmann.news.arcor.de>
In reply to#437
"Peter J. Holzer" <hjp-usenet3@hjp.at>:
> On 2018-04-29 20:02, Wolfgang Becker <uafr@gmx.de> wrote:
>> Helmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net> wrote:

>>> ( unset DISPLAY && exec mutt )
>>>
>>> Auch dann wird „mutt“ nichts von einem X‐Server wissen und sich
>>> auf sein Terminal beschränken, ohne herumzufensterln.
>>
>> Sollte man meinen. Leider wird sowohl von eine Terminal ohne
>> DISPLAY-Variable als auch von einer Konsole aus trotzdem der
>> Dialog auf dem X-Server geöffnet.
>
> Ja, weil der Dialog nicht unbedingt von dem Programm kommt, das der mutt
> startet. gpg2 hat einen Agent, der beim ersten Aufruf gestartet wird und
> dann dauernd läuft. Der Dialog kommt von dem und der weiß ja, dass er
> ein DISPLAY hat. Das hat mich auch schon ein paar mal erwischt, wenn ich
> über ssh vom Büro aus auf meinem Rechner daheim eingeloggt war und
> gpg-verschlüsselte Files öffnen wollte. Scheinbar blieb gpg einfach
> hängen. In Wirklichkeit hat es auf meinem Rechner daheim einen Dialog
> aufgemacht und mich nach der Passphrase gefragt. Aber ich war halt nicht
> daheim und konnte nichts eingeben. Ein etwas undurchdachtes Konzept.

Möglicherweise stimmt die „gpg-agent“-Konfiguration nicht?

Bei mir scheint es zu tun, wie es soll:

1:

Ich logge mich an einer virtuellen Konsole (etwa „/dev/tty1“)
ein und starte einen gpg-agent.

2:

Ich starte dort eine X‐Sitzung mitsamt X‐Server mittels
„startx“.

3:

In einem xterm starte ich das Kommando

gpg2 --sign < /dev/null > /dev/null

„gpg-agent“ startet ein „pinentry“, das mir ein Fenster öffnet.

Ich breche ab.

4:

Ich lasse die X‐Sitzung weiterhin laufen, wechsle auf „/dev/tty2“
und logge mich dort ein.

5:

Ich starte dort das Kommando

(
  GPG_TTY="$(tty)" && export GPG_TTY &&
  gpg2 --sign < /dev/null > /dev/null
)

und werde in diesem Terminal nach meinem Passphrase gefragt.  Ich
breche ab.

Meines Wissens wird genau das zumindest mit „gpg2“ verhindert,
indem „gpg2“ dem Agent mitteilt, welches Terminal oder welchen
X‐Server „pinentry“ verwenden soll.

Tut „gpgme“ das nicht?

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