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Groups > de.alt.folklore.computer > #55395 > unrolled thread
| Started by | ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) |
|---|---|
| First post | 2026-06-13 12:38 +0000 |
| Last post | 2026-07-06 19:17 +0200 |
| Articles | 13 — 9 participants |
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Heute vor 75 Jahren ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) - 2026-06-13 12:38 +0000
Re: Heute vor 75 Jahren debianthree <naitsabes@freenet.de> - 2026-06-15 20:04 +0000
Re: Heute vor 75 Jahren Ignatios Souvatzis <u502sou@bnhb484.de> - 2026-07-01 08:46 +0000
Re: Heute vor 75 Jahren ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) - 2026-07-01 09:35 +0000
Re: Heute vor 75 Jahren Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2026-07-02 18:57 +0200
Re: Heute vor 75 Jahren Kay Martinen <usenet@martinen.de> - 2026-07-04 00:31 +0200
Re: Heute vor 75 Jahren Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2026-07-04 10:42 +0200
Re: Heute vor 75 Jahren Kay Martinen <usenet@martinen.de> - 2026-07-06 13:59 +0200
Re: Heute vor 75 Jahren Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> - 2026-07-06 12:15 +0000
Re: Heute vor 75 Jahren Thomas Koenig <tkoenig@netcologne.de> - 2026-07-05 15:21 +0000
Re: Heute vor 75 Jahren Christian Corti <use@reply.to> - 2026-07-06 12:13 +0200
Re: Heute vor 75 Jahren Kay Martinen <usenet@martinen.de> - 2026-07-06 13:39 +0200
Re: Heute vor 75 Jahren Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2026-07-06 19:17 +0200
| From | ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) |
|---|---|
| Date | 2026-06-13 12:38 +0000 |
| Subject | Heute vor 75 Jahren |
| Message-ID | <Heute-20260613133404@ram.dialup.fu-berlin.de> |
Heute [2026-06-14] vor 75 Jahren [1951-06-14]: Einweihung des UNIVAC-Rechners des Bundesamt für Statistik der USA. Der UNIVAC I (Universal Automatic Computer) war der weltweit erste kommerziell hergestellte elektronische Digitalcomputer. Er wurde von J. Presper Eckert und John Mauchly gebaut und war mit einem Gewicht von ca. 7,3 Tonnen gewaltig und nutzte zirka 5.000 Elektronenröhren, um rund 1.900 Operationen pro Sekunde auszuführen. Berühmtheit erlangte er während der Präsidentschaftswahlen 1952, als er im Live-Fernsehen den Erdrutschsieg von Dwight D. Eisenhower anhand einer Wahlurne-Stichprobe von nur 1 % präzise voraussagte. Der UNIVAC I war wegweisend, da er sowohl numerische als auch alphabetische Daten verarbeiten konnte und die traditionellen Lochkarten durch schnellere Magnetbandspeicher ersetzte.
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| From | debianthree <naitsabes@freenet.de> |
|---|---|
| Date | 2026-06-15 20:04 +0000 |
| Message-ID | <110plsf$vl3e$1@solani.org> |
| In reply to | #55395 |
Am Sat, 13 Jun 2026 12:38:58 +0000 schrieb Stefan Ram: > Heute [2026-06-14] vor 75 Jahren [1951-06-14]: > > Einweihung des UNIVAC-Rechners des Bundesamt für Statistik der USA. > > Der UNIVAC I (Universal Automatic Computer) war der weltweit erste > kommerziell hergestellte elektronische Digitalcomputer. Das war zu der Zeit irgendwie wirklich unerhört, daß das überhaupt passiert ist. Also, daß 2 Leute da eine Firma gründen um einen Computer zu bauen und für "normales Publikum" anzubieten. Ohne den Vorlauf beim Eniac Projekt wäre das bestimmt nicht so schnell geschehen. > Er wurde von J. Presper Eckert und John Mauchly gebaut und war mit > einem Gewicht von ca. 7,3 Tonnen gewaltig und nutzte zirka 5.000 > Elektronenröhren, um rund 1.900 Operationen pro Sekunde auszuführen. Ich finde ja auch interessant, daß anscheinend dann niemand wieder Rechner mit Postrelais ausprobiert hat. Ja - die sind ein ganzes Stück langsamer; dafür ist so ein Relais aber auch kaum kaputt zu bekommen. > Berühmtheit erlangte er während der Präsidentschaftswahlen 1952, als > er im Live-Fernsehen den Erdrutschsieg von Dwight D. Eisenhower anhand > einer Wahlurne-Stichprobe von nur 1 % präzise voraussagte. Gibt es bei Youtube zum Ansehen ... . > Der UNIVAC I war wegweisend, da er sowohl numerische als auch > alphabetische Daten verarbeiten konnte und die traditionellen > Lochkarten durch schnellere Magnetbandspeicher ersetzte. Und: das Eingabesystem hat eine viel überschaubarere Struktur und scheint auch nur ein einzelner Tisch zu sein. Bei dem Eniac sind das noch so Stecktafeln an der Wand - überall im Raum verteilt. -- kork der ork entkorkt den traminer
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| From | Ignatios Souvatzis <u502sou@bnhb484.de> |
|---|---|
| Date | 2026-07-01 08:46 +0000 |
| Message-ID | <slrn1149kv5.hlg.u502sou@neuserv.bnhb484.de> |
| In reply to | #55447 |
debianthree wrote: > Am Sat, 13 Jun 2026 12:38:58 +0000 schrieb Stefan Ram: > >> Heute [2026-06-14] vor 75 Jahren [1951-06-14]: >> >> Einweihung des UNIVAC-Rechners des Bundesamt für Statistik der USA. >> >> Der UNIVAC I (Universal Automatic Computer) war der weltweit erste >> kommerziell hergestellte elektronische Digitalcomputer. > > Das war zu der Zeit irgendwie wirklich unerhört, daß das überhaupt > passiert ist. Also, daß 2 Leute da eine Firma gründen um einen Computer > zu bauen und für "normales Publikum" anzubieten. Ohne den Vorlauf beim > Eniac Projekt wäre das bestimmt nicht so schnell geschehen. > >> Er wurde von J. Presper Eckert und John Mauchly gebaut und war mit >> einem Gewicht von ca. 7,3 Tonnen gewaltig und nutzte zirka 5.000 >> Elektronenröhren, um rund 1.900 Operationen pro Sekunde auszuführen. > > Ich finde ja auch interessant, daß anscheinend dann niemand wieder > Rechner mit Postrelais ausprobiert hat. Ja - die sind ein ganzes Stück > langsamer; dafür ist so ein Relais aber auch kaum kaputt zu bekommen. Normiere das mal bitte auf Anzahl der Operationen, und vergleiche mit - Vakuumröhren, die auf konstanter Temperatur gehalten werden (also nicht dauernd ausgeschaltet und morgens wieder an) - Halbleiterelektronik, die ordentlich gekühlt ist. Nein, ich weiss das Ergebnis nicht, aber es würde mich interessieren. -is
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| From | ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) |
|---|---|
| Date | 2026-07-01 09:35 +0000 |
| Message-ID | <MTBF-20260701103250@ram.dialup.fu-berlin.de> |
| In reply to | #55732 |
Ignatios Souvatzis <u502sou@bnhb484.de> schrieb oder zitierte:
>debianthree wrote:
>>Ich finde ja auch interessant, daß anscheinend dann niemand wieder
>>Rechner mit Postrelais ausprobiert hat. Ja - die sind ein ganzes Stück
>>langsamer; dafür ist so ein Relais aber auch kaum kaputt zu bekommen.
>Normiere das mal bitte auf Anzahl der Operationen, und vergleiche mit
>- Vakuumröhren, die auf konstanter Temperatur gehalten werden (also nicht
> dauernd ausgeschaltet und morgens wieder an)
>- Halbleiterelektronik, die ordentlich gekühlt ist.
>Nein, ich weiss das Ergebnis nicht, aber es würde mich interessieren.
Eigenschaft Mechanische Vakuumröhren Halbleiterelektronik
Relais (z. B. (konstant (ideal gekühlt)
Zuse Z3) geheizt)
------------ ----------------- ----------------- ---------------------
Ops/Sek ~5 bis 20 Hz ~5 kHz (Ops/Sek) ~3 bis 5 GHz pro Kern
MTBF ca. 3 bis 5 h ca. 48 Stunden ca. 10 bis 30 Jahre
Operationen ~100.000 bis ~1 Milliarde ~1 Trillion (10¹⁸+)
ohne Fehler 300.000 (10⁹)
Hauptgrund Mechanischer Verkippung der Gitterfehler
für Ausfall Verschleiß, Kathode, (Elektromigration)
Funkenflug, Staub Gasentwicklung
Siehe auch (Behandlung des Themas nicht von mir verifiziert):
"Computer Architecture: A Quantitative Approach" von John L. Hennessy
und David A. Patterson
Ferner: "The Preparation of Programs for an Electronic Digital
Computer" (1951) von Wilkes, Wheeler und Gill
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| From | Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> |
|---|---|
| Date | 2026-07-02 18:57 +0200 |
| Message-ID | <1126591$1ucse$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #55447 |
Am 15.06.26 um 22:04 schrieb debianthree: > Ich finde ja auch interessant, daß anscheinend dann niemand wieder > Rechner mit Postrelais ausprobiert hat. Ja - die sind ein ganzes Stück > langsamer; dafür ist so ein Relais aber auch kaum kaputt zu bekommen. Das stimmt nicht. Das war ein Problem bei den Zuse-Maschinen. Zwar sind die Röhren von Eniac noch öfter verreckt. Aber in Anzahl ausgeführter Rechenoperationen bzw. Schaltspiele dreht sich das Bild vmtl. schon wieder. Marcel
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| From | Kay Martinen <usenet@martinen.de> |
|---|---|
| Date | 2026-07-04 00:31 +0200 |
| Message-ID | <fuplhm-m93.ln1@news.martinen.de> |
| In reply to | #55447 |
Am 15.06.26 um 22:04 schrieb debianthree: > Am Sat, 13 Jun 2026 12:38:58 +0000 schrieb Stefan Ram: > >> Heute [2026-06-14] vor 75 Jahren [1951-06-14]: >> >> Einweihung des UNIVAC-Rechners des Bundesamt für Statistik der USA. >> >> Der UNIVAC I (Universal Automatic Computer) war der weltweit erste >> kommerziell hergestellte elektronische Digitalcomputer. > > Das war zu der Zeit irgendwie wirklich unerhört, daß das überhaupt > passiert ist. Also, daß 2 Leute da eine Firma gründen um einen Computer > zu bauen und für "normales Publikum" anzubieten. Ohne den Vorlauf beim > Eniac Projekt wäre das bestimmt nicht so schnell geschehen. Konrad Zuse soll seinen Ersten Rechner zuhause am Küchentisch entwickelt und gebaut haben. Offenbar allein. >> Er wurde von J. Presper Eckert und John Mauchly gebaut und war mit >> einem Gewicht von ca. 7,3 Tonnen gewaltig und nutzte zirka 5.000 >> Elektronenröhren, um rund 1.900 Operationen pro Sekunde auszuführen. > > Ich finde ja auch interessant, daß anscheinend dann niemand wieder > Rechner mit Postrelais ausprobiert hat. Ja - die sind ein ganzes Stück > langsamer; dafür ist so ein Relais aber auch kaum kaputt zu bekommen. Das Relativiert sich ganz schnell wieder aus wenn die Komponenten im Längeren Betrieb ihr Schwächen offenbaren. Wenn die Magnet-spule nicht durchbrennt (korrekte Dimensionierung der Ansteuerung) dann leiert die Mechanik nach etlichen Tausend Schaltspielen irgendwann aus, die Federn (die den Anker wieder zurück ziehen und ein "Kleben" der Kontakte verhindern sollen) werden irgendwann schwach und das Material der Schaltkontakte kann sich ebenfalls verändern oder durch zu häufige Funkenbildung entsteht eine Isolierschicht oder ein Klebe-effekt. Für einen Digitalen Rechner der mit Nullen und Einsen arbeitet ist es nicht gut wenn ein Teil plötzlich nur noch Dauernd Nullen oder nur noch Einsen liefert. Bei einer Fernschreib- oder Fernsprech-vermittlung bewirkt so was evtl. nur eine Verbindung mit dem Falschen Teilnehmer oder Zeichenfehler die im Ausdruck sofort auffallen. Aber bei einem Relais-rechner der Prinzipbedingt weder ECC noch andere Fehlerkorrekturen haben dürfte rechnet das verdammte Ding evtl. einfach andauernd falsch und keiner merkt es. Ich habe im Beruf genug kaputte Leistungschütze und kleinere Relais gesehen. Einige gingen drauf weil sie auf einen Kurzschluß schalteten und bei 230/380V 3Ph. ihre Leistungs/Stromgrenze dann locker gerissen wurden, andere haben so oft unter funken (Induktive/Kapazitive Last) geschaltet das die Kontakte total warzig wurden. Und wenn sie nicht aneinander klebten dann haben sie sich thermisch selbst zerstört. Wer glaubt das würde bei DC oder Kleinspannung nicht passieren der macht sich was vor. >> Der UNIVAC I war wegweisend, da er sowohl numerische als auch >> alphabetische Daten verarbeiten konnte und die traditionellen >> Lochkarten durch schnellere Magnetbandspeicher ersetzte. Es gab dazwischen auch noch Lochstreifen, z.b. für Programme. > Und: das Eingabesystem hat eine viel überschaubarere Struktur und scheint > auch nur ein einzelner Tisch zu sein. Kippschalter um einzelne Bits zu schalten (Eingabe) gab es an vielen Maschinen, z.b. auch am IMSAI aus "War Games" und der kam später und ist deutlich kleiner. Ansonsten: Fernschreib-Maschinen waren bereits erfunden und boten sich als "Interface" zur Maschine quasi an. Ob da nun ASCII oder das Fernschreib-alphabet Nr. 2 benutzt wird ist nur eine Anpassungs-frage. Es ist ja kein Zufall das Serielle Verbindungen zwischen 5 und 8 Bit lange Bitmuster haben (Die SDU zwischen Start- und Stop-Bit) > Bei dem Eniac sind das noch so Stecktafeln an der Wand - überall im Raum > verteilt. So weit ich mich erinnere waren diese Stecktafeln Teile des Programms das die Maschine benutzen sollte. Neues Programm=Andere Stecktafel. Die Enigma im WKII hatte auch ein Steckbrett zur Code-einstellung. Im Grunde auch teil des Verschlüsselungs-"Programms" - eben in Hardware. Bye/ /Kay -- Posted via Leafnode
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| From | Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> |
|---|---|
| Date | 2026-07-04 10:42 +0200 |
| Message-ID | <112ah1n$429$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #55744 |
Am 04.07.26 um 00:31 schrieb Kay Martinen: >> Ich finde ja auch interessant, daß anscheinend dann niemand wieder >> Rechner mit Postrelais ausprobiert hat. Ja - die sind ein ganzes Stück >> langsamer; dafür ist so ein Relais aber auch kaum kaputt zu bekommen. > > Das Relativiert sich ganz schnell wieder aus wenn die Komponenten im > Längeren Betrieb ihr Schwächen offenbaren. Wenn die Magnet-spule nicht > durchbrennt (korrekte Dimensionierung der Ansteuerung) dann leiert die > Mechanik nach etlichen Tausend Schaltspielen irgendwann aus, die Federn Hänge nochmal ein ein paar Nullen dran, aber im Prinzip stimmt das schon. Releaiskontakte halten nicht ewig. Postrelais waren aber schon eher das obere Ende der Qualitätsskala. > Bei einer Fernschreib- oder Fernsprech-vermittlung bewirkt so was evtl. > nur eine Verbindung mit dem Falschen Teilnehmer oder Zeichenfehler die > im Ausdruck sofort auffallen. Aber bei einem Relais-rechner der > Prinzipbedingt weder ECC noch andere Fehlerkorrekturen haben dürfte > rechnet das verdammte Ding evtl. einfach andauernd falsch und keiner > merkt es. In der Vermittlungsstelle kannst du kaputte Relais auch nicht gebrauchen. Die hatten auch kein ECC. ;-) Marcel
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| From | Kay Martinen <usenet@martinen.de> |
|---|---|
| Date | 2026-07-06 13:59 +0200 |
| Message-ID | <51ishm-h01.ln1@news.martinen.de> |
| In reply to | #55748 |
Am 04.07.26 um 10:42 schrieb Marcel Mueller: > Am 04.07.26 um 00:31 schrieb Kay Martinen: >>> Ich finde ja auch interessant, daß anscheinend dann niemand wieder >>> Rechner mit Postrelais ausprobiert hat. Ja - die sind ein ganzes Stück >>> langsamer; dafür ist so ein Relais aber auch kaum kaputt zu bekommen. >> >> Das Relativiert sich ganz schnell wieder aus wenn die Komponenten im >> Längeren Betrieb ihr Schwächen offenbaren. Wenn die Magnet-spule nicht >> durchbrennt (korrekte Dimensionierung der Ansteuerung) dann leiert die >> Mechanik nach etlichen Tausend Schaltspielen irgendwann aus, die Federn > > Hänge nochmal ein ein paar Nullen dran, aber im Prinzip stimmt das > schon. Releaiskontakte halten nicht ewig. Postrelais waren aber schon > eher das obere Ende der Qualitätsskala. Sicher richtig. Darum unspezifisch "etliche Tausend" auch wenn's 10, 100-tausend oder mehr sind. Die Postrelais (damals) wurden aber doch nicht direkt zum Vermitteln benutzt oder? Zumindest nicht seit es Heb-Dreh-wähler gab. Wie viele Schaltspiele mag ein Postrelais pro Tag also gehabt haben bis es Mechanisch EoL Erreichte. >> Bei einer Fernschreib- oder Fernsprech-vermittlung bewirkt so was >> evtl. nur eine Verbindung mit dem Falschen Teilnehmer oder >> Zeichenfehler die im Ausdruck sofort auffallen. N.B. Hier hatte ich Telegrafen-relais im Sinn. Die IMHO Bipolar waren und einen Umschaltkontakt (Mark/Space) mit Mittellage hatten. Justierbar. Schaltspiele pro Druckzeichen (Bei T100) etwa 5+2(Start&Stop). Bei 50Baud kommt da was zusammen. >> Aber bei einem Relais- >> rechner der Prinzipbedingt weder ECC noch andere Fehlerkorrekturen >> haben dürfte rechnet das verdammte Ding evtl. einfach andauernd falsch >> und keiner merkt es. > > In der Vermittlungsstelle kannst du kaputte Relais auch nicht > gebrauchen. Die hatten auch kein ECC. ;-) Das meine ich doch. Man hat es so gut gebaut wie's ging und den Rest übernahm die HEC, die Human Error Control. "Teilnehmer nicht erreichbar" "Human Caller" "Wrong Number" waren im POTS übliche Zustände. Konnte ja keiner Ahnen das der Zuse daraus einen Rechner baut. Konnte auch keiner glauben das mehr als 2400/14400/38400/56k Baud mal über die alte Reichs-doppelader gehen würden [Was ja wieder andere Gründe hatte]. Wobei Modems mit IWV auch ein Relais hatten, zum Wählen der Nummern. Nur die Ferntransskribierautomaten schaltete man lieber einen gang runter wenn die keine FAXEn machen sollten, mit dem Fax. :) Bye/ /Kay -- Posted via Leafnode
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| From | Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> |
|---|---|
| Date | 2026-07-06 12:15 +0000 |
| Message-ID | <1783340128-2991@newsgrouper.org> |
| In reply to | #55764 |
Kay Martinen <usenet@martinen.de> posted: > Am 04.07.26 um 10:42 schrieb Marcel Mueller: > > Am 04.07.26 um 00:31 schrieb Kay Martinen: > >>> Ich finde ja auch interessant, daß anscheinend dann niemand wieder > >>> Rechner mit Postrelais ausprobiert hat. Ja - die sind ein ganzes Stück > >>> langsamer; dafür ist so ein Relais aber auch kaum kaputt zu bekommen. > >> > >> Das Relativiert sich ganz schnell wieder aus wenn die Komponenten im > >> Längeren Betrieb ihr Schwächen offenbaren. Wenn die Magnet-spule nicht > >> durchbrennt (korrekte Dimensionierung der Ansteuerung) dann leiert die > >> Mechanik nach etlichen Tausend Schaltspielen irgendwann aus, die Federn > > > > Hänge nochmal ein ein paar Nullen dran, aber im Prinzip stimmt das > > schon. Releaiskontakte halten nicht ewig. Postrelais waren aber schon > > eher das obere Ende der Qualitätsskala. > > Sicher richtig. Darum unspezifisch "etliche Tausend" auch wenn's 10, > 100-tausend oder mehr sind. Die Postrelais (damals) wurden aber doch > nicht direkt zum Vermitteln benutzt oder? Zumindest nicht seit es > Heb-Dreh-wähler gab. Jetzt fragst Du Sachen. https://de.wikipedia.org/wiki/Relais#Fernmelderelais Gruß, ULF
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| From | Thomas Koenig <tkoenig@netcologne.de> |
|---|---|
| Date | 2026-07-05 15:21 +0000 |
| Message-ID | <112dsou$160vm$1@dont-email.me> |
| In reply to | #55744 |
Kay Martinen <usenet@martinen.de> schrieb: > Konrad Zuse soll seinen Ersten Rechner zuhause am Küchentisch entwickelt > und gebaut haben. Offenbar allein. Zumindest der Küchentisch hat eine Tradition begründet. Edmund de Castro hat das mit der Nova auch so gemacht, allerdings nicht alleine :-) -- This USENET posting was made without artificial intelligence, artificial impertinence, artificial arrogance, artificial stupidity, artificial flavorings or artificial colorants.
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| From | Christian Corti <use@reply.to> |
|---|---|
| Date | 2026-07-06 12:13 +0200 |
| Message-ID | <ombshm-a24.ln1@news.informatik.uni-stuttgart.de> |
| In reply to | #55760 |
Thomas Koenig <tkoenig@netcologne.de> wrote: > Kay Martinen <usenet@martinen.de> schrieb: > > Konrad Zuse soll seinen Ersten Rechner zuhause am Küchentisch entwickelt > > und gebaut haben. Offenbar allein. > Zumindest der Küchentisch hat eine Tradition begründet. Edmund de > Castro hat das mit der Nova auch so gemacht, allerdings nicht > alleine :-) Es war das elterliche Wohnzimmer, nicht die Küche ;-) Christian
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| From | Kay Martinen <usenet@martinen.de> |
|---|---|
| Date | 2026-07-06 13:39 +0200 |
| Message-ID | <brgshm-h01.ln1@news.martinen.de> |
| In reply to | #55760 |
Am 05.07.26 um 17:21 schrieb Thomas Koenig: > Kay Martinen <usenet@martinen.de> schrieb: > >> Konrad Zuse soll seinen Ersten Rechner zuhause am Küchentisch entwickelt >> und gebaut haben. Offenbar allein. > > Zumindest der Küchentisch hat eine Tradition begründet. Edmund de > Castro hat das mit der Nova auch so gemacht, allerdings nicht > alleine :-) > Und Apple? Ach nee, da war's ne Garage. Aber man hört/liest es auch anders. Bye/ /Kay -- Posted via Leafnode
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| From | Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> |
|---|---|
| Date | 2026-07-06 19:17 +0200 |
| Message-ID | <nb268fFtmcfU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #55744 |
Am 04.07.26 um 00:31 schrieb Kay Martinen: > Kippschalter um einzelne Bits zu schalten (Eingabe) gab es an vielen > Maschinen, Nachdem ich meine ECB85 ( 8085 CPU ) versehentlich zerstört hatte eine ESCO ( 6502 CPU ) noch ein EPROMMER von elektor hatte meine Z80 Platine bestückt hatte versuche ich die erst mal bitweise zu Programmieren. Mit einer Schaltung mit 2 Tasten zu programmieren. Eine fürs bit, die andere für den Takt. ( Einfache Schaltung) das war mir doch zu langsam. ( Bevor ich meinen ersten Drucker hatte versuchte ich die Druckausgabe mit Plotter durchzuführen. Das Zeichnen einzelner Buchstaben.. ) -- <https://www.hermann-riemann.de> bzw.: <https://www.hermann-riemann.eu/de>
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