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Groups > de.sci.physik > #159200
| From | Thomas Heger <ttt_heg@web.de> |
|---|---|
| Newsgroups | de.sci.physik |
| Subject | Re: Theorien |
| Date | 2025-11-25 11:02 +0100 |
| Message-ID | <molcqkF3annU3@mid.individual.net> (permalink) |
| References | (2 earlier) <10fqn00$1gv0$1@gwaiyur.mb-net.net> <modah4Fmee2U8@mid.individual.net> <10fs4qa$70lg$1@gwaiyur.mb-net.net> <moijj3Fjg6cU1@mid.individual.net> <10g2u2g$n4at$1@gwaiyur.mb-net.net> |
Am Dienstag000025, 25.11.2025 um 01:42 schrieb Thomas 'PointedEars' ... >>>> 'Schwarze Löcher' sind schwarz, weil zukunftsgerichtete Geodäten dort >>>> vom Beobachter weg weisen. >>> >>> Nicht nur. Insbesondere erscheint unmittelbar ausserhalb des äusseren >>> Ereignishorizonts (für ein Schwarzschild-SL: r = R_S + ε; ε > 0) in Richtung >>> eines Beobachters weiter ausserhalb des SL ausgesendetes Licht diesem >>> "unendlich" "gravitativ" rotverschoben. Das heisst einerseits, dass dieses >>> Licht nicht mehr als für Menschen sichtbares Licht erscheint und >>> andererseits, dass je Eigenzeiteinheit des Beobachters so wenig Photonen bei >>> ihm ankommen, dass er das ausgesendete Licht nicht mehr vom Quantenvakuum >>> bzw. vom CMB unterscheiden kann. Folglich kann er auch nicht beobachten, >>> dass ein Objekt in das SL hineinfällt: dieses erscheint nur am >>> Ereignishorizont eingefroren, immer röter und verblasst schliesslich. Daher >>> *heisst* diese raumzeitliche Hyperfläche "Ereignishorizont". >>> >>> Ich schrieb aber keine Begründung, weshalb Schwarze Löcher schwarz sind, >>> sondern ich gab eine/die Definition, was Schwarze Löcher *sind*. Wer lesen >>> kann, ist hier klar im Vorteil. >> >> Das hatte ich schon verstanden, allerdings hatte ich das anders gesehen. >> >> Eine Definition definiert nämlich nicht das 'Schwarze Loch' an sich, >> sondern eine Definition legt fest, was man mit einem Begriff meint. > > Das ist wirres, bedeutungsloses Gefasel. Wenn ich 'schwarzes Loch' definiere, dann definiere ich nicht das physikalische Phänomen selber, sondern die Bedeutung des Begriffes 'schwarzes Loch'. Der Grund für den Unterschied: wir können kosmologische Phänomene überhaupt nicht beeinflussen und deswegen ist es auch egal, ob unsere Vorstellung davon nun zutrifft oder nicht. Wir können aber unsere Begriffe definieren und damit festlegen, welches Phänomen wir mit dem Begriff meinen. > >> Das so bezeichnete Phänomen ist aber vollkommen unabhängig davon, wie >> wir es nennen und was wird darüber denken. > > Nein. Nochmal: Ein Schwarzes Loch ist eine Region, aus der keine > Raumzeitgeodäten herausführen. Oder andersherum: Eine Raumzeitregion, aus > der keine Geodäten herausführen, heisst "Schwarzes Loch". > Du sagst doch selber, dass du den Begriff definierst und damit festlegst, was du mit 'schwarzes Loch' meinst. Über die Herkunft des Phänomens an sich sagst du dabei aber überhaupt nichts aus, außer dass du mutmaßt, wie du dir die Funktionsweise vorstellst. Das wäre dann aber keine Definition mehr, sondern das nennt man 'Hypothese'. > Der Begriff "Schwarzes Loch" geht nämlich der Beobachtung eines solchen und > sogar der populärwissenschaftlichen Darstellung um ein Jahrzehnt bis mehrere > Jahrzehnte voraus. Er wurde bereits in den 1960er Jahren benutzt; > insbesondere benutzte ihn J.A. Wheeler in seinem Vortrag 1967 am NASA > Goddard Institute of Space Studies (GISS). Erst Ende 1973 wurde das erste > reale Schwarze Loch (indirekt) entdeckt (Cygnus X-1) und (folglich?) eine > relevante (falsche) populärwissenschaftliche/fantastische Darstellung gab > erst 1979 im Film "The Black Hole" (Disney). Das ist ja auch alles sehr schön. >>> Siehe auch meine Playlist zur Allgemeinen Relativitätstheorie: >>> >>> https://www.youtube.com/playlist?list=PL41EYJuJ5YuDn3d13ryZwpzGBXewXa9AH >>> >>>> Man muß sich das so vorstellen wie ein Bündel Pfeile, die man in der >>>> Mitte in einer Hand festhält. >>>> >>>> Das Bündel kann man nun in alle Richtungen drehen und wenn das von einem >>>> wegweist, dann hat man ein 'Schwarzes Loch'. >>> >>> Das ist so nicht richtig. >>> >>> [Übrigens ist "Schwarzes Loch" ein feststehender wissenschaftlicher Begriff. >>> Diese ausser bei einem indirekter Rede in Anführungszeichen zu setzen >>> machen meiner Erfahrung nur Crackpots. Du solltest das also lassen, wenn Du >>> nicht als ein solcher wahrgenommen werden willst.] >>> >> Die ' benutze ich so wie das in vielen Programmiersprachen gehandhabt >> wird und zwar um Textkonstanten vom Programmtext abzugrenzen. > > *facepalm* > >> Also setze ich Namen und Begriffe in Hochkommas, die nicht inhaltlich >> gemeint sind, sondern als Name. > > Das ist aber falsch. Das hast du überhaupt nicht zu entscheiden. >> Das ist bei 'schwarzes Loch' ein Unterschied, weil es sich weder um ein >> Loch handelt, > > Das ist Ansichtssache bzw. eine Frage der Definition eines "Lochs". > >> noch dieses schwarz ist. > > Doch, ist es, wie ich gerade vorher erklärt habe. Was man sehen kann, ist > NICHT das Schwarze Loch, sondern z. B. seine Akkretionsscheibe. > >>>> Diese Pfeile symbolisieren dabei die Zeit. >>> >>> Nein, sondern eben zukunftsgerichtete Raumzeitgeodäten: die Pfeile weisen >>> dabei in die Zukunft (positive t-Richtung). Insbesondere gibt es, wie ich >>> bereits schrieb, auch keine lichtartigen Geodäten mehr, die aus dieser >>> Raumzeitregion hinausführen. Die entsprechenden Lichtkegel (die Pfeile >>> unten stehen dann für lichtartige [Null-] Geodäten¹) sehen in >>> Schwarzschild-Koordinaten ungefähr so aus (meinen Vorlesungsnotizen >>> entnommen; siehe weiter unten): Ok,"zukunftsgerichtete Raumzeitgeodäten" ist auch ein schön. Ich nehme lieber das etwas banalere Wort 'Zeitpfeile'. >> Ich hatte sowas in der Art gemeint, wollte das aber etwas anschaulicher >> schildern. > > Nein, Du wolltest mich unnötigerweise belehren und bist mangels Minimalclue > dabei grandios gescheitert :-D > >> Ich gehe dabei von der Raumzeit als physikalischer Realität aus, wo das, >> was wir 'Raum' nennen eine Art 'lokales Unterkapitel' ist. > > Autsch. > >> Die Raumzeit soll man sich dabei denken, als wären deren 'Punkte' >> Biquaternionen. > > Nein. Doch. Siehe dazu mein 'Buch': https://docs.google.com/presentation/d/1Ur3_giuk2l439fxUa8QHX4wTDxBEaM6lOlgVUa0cFU4/edit?usp=sharing >> Die aus einer bestimmten Sicht realen Objekte gehören dann zum Bereich >> der reellen Zahlen und die realen, aber unsichtbaren Bereiche zum >> Bereich der imaginären Zahlen. > > Du hast keine Ahnung, worüber Du schreibst. > >> Die Zeitachse ist dabei real existent, aber gehört zum Bereich der >> imaginären Zahlen, während das Inverse dazu der 'normale' Raum ist. > > Was Du meinst ist möglicherweise die euklidische/imaginäre Zeit > > x^4 = i x^0 = i t. > > Das ist zwar ein nützliches Konzept in der QFT, aber NICHT die > Standardbeschreibung in der SRT/ART. > >> Wenn ich jetzt einen Raumbereich habe, wo die Zeitachse von einem >> wegweist, dann sieht das aus wie ein 'Schwarzes Loch'. > > Nochmal: Was ein Schwarzes Loch ist, ist unabhängig davon, wo sich ein > Beobachter befindet. Denkst du! Aber woher willst du das eigentlich wissen? MaW: warst du schon mal dort? >> Der Unterschied zur üblichen Vorstellung ist dabei, dass die darin >> verschwindenden Zeitachse auch eine Zukunft haben und deswegen auf der >> anderen Seite ein 'weißes Loch' bilden. > > Du hast keinen blassen Schimmer, worüber Du schreibst. Nein, denn du hast keinen blassen Schimmer, worüber ICH eigentlich schreibe. >> Ein anderer Unterschied zur üblichen Vorstellung besteht darin, dass man >> in meiner Vorstellung zu so einem 'Schwarzen Loch' hinfliegen könnte und >> dann wäre es weg, wenn man dort ist. > > Das hat nur eben mit der Realität nichts zu tun. Ach ja? ... TH
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