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Groups > de.sci.physik > #150599
| From | Thomas Heger <ttt_heg@web.de> |
|---|---|
| Newsgroups | de.soc.umwelt, de.sci.physik |
| Subject | Re: Die wichtigste unbeantwortete Frage der Klimawissenschaften |
| Date | 2023-09-09 07:31 +0200 |
| Message-ID | <km2e65F4bhuU1@mid.individual.net> (permalink) |
| References | (1 earlier) <klqgunFqdq9U1@mid.individual.net> <64F860FF.DFEB7856@proton.me> <klt6fjF9361U1@mid.individual.net> <udc5ql$2uk0c$1@dont-email.me> <udehj9$3ccu9$1@dont-email.me> |
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Am 08.09.2023 um 09:13 schrieb wolfgang s: > Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> Schrieb in der Nachricht: > >> Gouverner, c'est prévoir. > > Klingt wie Bejahung von Technokratie. > > Ökos denken ja technokratisch. Teils unterstellen sie fälschlich, dass politische Entscheidungen bereits jetzt technokratisch gefällt würden, teils propagieren sie das für die von ihnen angestrebte zukünftige Gesellschaft. > > So oder so: Nein. In der Politik geht es nicht um Wissen, auch nicht um Wissenschaft, schon gar nicht um Vorhersehen der Zukunft. Sondern es geht um Interessen und Werte, also subjektive Kategorien, die außerhalb der Wissenschaft stehen. Es wird deshalb für immer unmöglich und sinnlos bleiben, Politik zu einer Wissensfrage umzudefinieren. Technokraten und Politiker haben gemein, dass sie in der Wissenschaft ein Mittel sehen, mit denen sie ihre Ziele umsetzen können. Die Technokraten glauben (zu unrecht), dass die Zukunft vorhersehbar wäre und die Aufgabe der Wissenschaft sei, dabei behilflich zu sein. Die Politiker wollen eigentlich nur ihre Macht erhalten und ihre jeweilligen Sponsoren glücklich machen. Da ist so ziemlich jedes Mittel recht und die meisten Politiker würden auch mit einer Wünschelrute durch den Wald laufen, wenns der Wiederwahl dienlich wäre (was es aber, leider, nicht ist). Aber Wissenschaft ist nicht ganz so bizarr, weswegen man sich gerne mit Weißkitteln umgibt. Denen werden magische Kräfte unterstellt und dass sie können, was anderen einfach nicht möglich ist. Dafür kriegen die dann schönes, großes und teures Spielzeug, einen Haufen weiße Kittel und etliche Helferlein, die auch mal gerne große Wissenschaftler werden möchten. Soweit ginge das ja noch alles. Aber jetzt bekommen die Weißkittel einen Auftrag: findet den Grund für den Klimawandel! Dazu gibt es eine tolle und hoch angesiedelte Komission, internationale Konferenzen und einen Haufen Geld. Wer wird sich wundern, wenn die das bestellte auch abliefern (Wissenschaft hin oder her)? Tatsächlich ist das aber alles Quark und das Geld für die Konferenzen hätten sich die Politiker auch sparen können, wenn sie die Wissenschaft hätten machen lassen, was die so normalerweise macht. Normalerweise dauert das alles ein wenig, wabert hin und her zwischen den verschiedenen Möglichkeiten, erzeugt endlose Diskussionen und ergibt am Ende -per Magie- ein zutreffendes Ergebnis. Das hätte in etwa gelautet: die Wolken und die Bodentemperatur sind kompliziert gekoppelt und es gibt da eine negative Rückkopplungsschleife, welche die Bodentemperatur tendenziell stabilisiert. Wenn jetzt externe Einflüsse auf dies System wirken, dann wird sich der Gleichgewichtspunkt etwas verschieben. Denkbare Einflüsse wären: Änderungen bei der Sonne und deren Strahlung Vulkanismus Veränderungen der Erde menschliche Einflüsse auf den Wasserkreislauf Durch einen derartigen Wandel bei den globalen Mitteltemperaturen kann sich der Gehalt der Luft an CO2 verändern und wird dann den Temperaturänderungen mit einigen Jahren Verzögerung folgen. So war das zumindest in der Vergangenheit immer. Stark vereinfacht würde so in etwa wahrscheinlich ein halbwegs seriöses Gutachten lauten. Was aber statt dessen abgeliefert wurde, dass stimmt nicht einmal ansatzweise damit überein. So wird der Wasserkreislauf schon mal komplett ignoriert und Wolken kommen in den Modellen nicht vor. Statt dessen wird ein Nebeneffekt zur eigentlichen Ursache des Klimawandels erklärt und mit politischen Mitteln durchgesetzt, was überhaupt keinen Erfolg bringen kann. Der Grund liegt darin, das 'Wissenschaft' und 'Tätigkeit von Menschen in weißen Kitteln in Laboren' unzulässigerweise gleichgesetzt wird. Wissenschaft ist nicht das was Wissenschaftler tun, sondern eine bestimmte Methode der Erkenntnisgewinnung. Dieser Methode bedienen sich die Wissenschaftler normalerweise, bzw. sollten das tun, weswegen das oft gleichgesetzt wird. Aber man kann alle möglichen Dinge in weißen Kitteln tun, die überhaupt nichts mit Wissenschaft zu tun haben. Auch ein Amt oder ein Titel haben absolut nichts mit der wissenschaftlichen Methode zu tun. Auch Lehre an einer Uni ist keine Wissenschaft, da es ein öffentliches Amt darstellt die Studenten an einer Uni zu unterrichten und keine Methode der Gewinnung von Erkenntnissen. > Die Behauptung der Öko/Klimafraktion, sie hätten die Wissenschaft auf ihrer Seite, ist deshalb eine Propagandalüge, um ihre subjektive, interessegeleitete Politik unangreifbar zu machen. Das können wir deshalb leider nicht durchgehen lassen. Tatsächlich hat die Politik in Form der Vereinten Nationen eine Abteillung gegründet, dort Leute mit entsprechender Qualifikation hineinberufen und das ganze 'IPCC' genannt. Aber so funktioniert Wissenschaft nicht, sondern vielleicht eine Abteillung in einem Konzern. Wissenschaft kann nur funktionieren, wenn das Ergebniss nicht vorher schon feststeht und verschiedene Forscher sich austauschen und dann am jeweills erfolgversprechendsten Ansatz weiterarbeiten. Man darf also den Forschungsauftrag nicht so formulieren, dass das gewünschte Ergebniss vorher schon festgelegt wird wie beim IPCC, wo das Ziel bereits im Namen enthalten ist. TH
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Die wichtigste unbeantwortete Frage der Klimawissenschaften Carla Schneider <carla_schn@proton.me> - 2023-08-29 13:22 +0200
Re: Die wichtigste unbeantwortete Frage der Klimawissenschaften Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> - 2023-08-29 20:16 +0200
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Re: Die wichtigste unbeantwortete Frage der Klimawissenschaften Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2023-09-03 13:31 +0200
Re: Die wichtigste unbeantwortete Frage der Klimawissenschaften wolfgang s <see@sig.nature> - 2023-09-03 12:25 +0000
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Re: Die wichtigste unbeantwortete Frage der Klimawissenschaften Carla Schneider <carla_schn@proton.me> - 2023-08-30 09:39 +0200
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Re: Die wichtigste unbeantwortete Frage der Klimawissenschaften Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> - 2023-09-01 21:22 +0200
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Re: Die wichtigste unbeantwortete Frage der Klimawissenschaften Carla Schneider <carla_schn@proton.me> - 2023-09-08 08:02 +0200
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Re: Die wichtigste unbeantwortete Frage der Klimawissenschaften Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2023-09-07 11:42 +0200
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Re: Die wichtigste unbeantwortete Frage der Klimawissenschaften "Fridrich B." <frbarthel@hotmail.com> - 2023-08-30 06:26 +0200
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Re: Die wichtigste unbeantwortete Frage der Klimawissenschaften Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2023-09-07 07:49 +0200
Re: Die wichtigste unbeantwortete Frage der Klimawissenschaften Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2023-09-07 11:40 +0200
Re: Die wichtigste unbeantwortete Frage der Klimawissenschaften Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2023-09-08 08:50 +0200
Re: Die wichtigste unbeantwortete Frage der Klimawissenschaften wolfgang s <see@signat.ure> - 2023-09-08 10:13 +0300
Re: Die wichtigste unbeantwortete Frage der Klimawissenschaften Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> - 2023-09-08 20:15 +0200
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Re: Die wichtigste unbeantwortete Frage der Klimawissenschaften Franz Glaser <franz@meg-glaser.com> - 2023-09-09 10:26 +0200
Re: Die wichtigste unbeantwortete Frage der Klimawissenschaften Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2023-09-09 07:31 +0200
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