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Groups > de.alt.folklore.computer > #49701

Re: Der "letzte" 8-Bit-Computer

From Sebastian Barthel <naitsabes@freenet.de>
Newsgroups de.alt.folklore.computer
Subject Re: Der "letzte" 8-Bit-Computer
Date 2025-04-13 16:39 +0000
Message-ID <vtgpcg$l0k$1@solani.org> (permalink)
References (7 earlier) <vsujnk$ro35$4@solani.org> <5c0c6984debavariasound@chiemgau-net.de> <slrnvvksrr.vq2b.hjp-usenet4@trintignant.hjp.at> <vteanc$13fbn$3@solani.org> <5c0ccb2febbavariasound@chiemgau-net.de>

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Am Sun, 13 Apr 2025 08:58:58 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer:

> In article <vteanc$13fbn$3@solani.org>,
>    Sebastian Barthel <naitsabes@freenet.de> wrote:
>> Am Sat, 12 Apr 2025 16:06:49 +0200 schrieb Peter J. Holzer:
> 
>>> On 2025-04-12 13:02, Alexander Ausserstorfer
>>> <bavariasound@chiemgau-net.de> wrote:
> 
>>>> (und vermutlich auch kein kooperatives Multitasking). Sowas führt
>>>> dann zu einem Bedien-Chaos und Einheitsbrei. Beispiele sind Firefox
>>>> oder Iris. Bäh.
>>>
>>> Derjenige, der das portiert hat, hätte halt die entsprechende Arbeit
>>> hineinstecken müssen, das Frontend im RISC-OS-Stil zu gestalten. Ist
>>> aber auch die Frage, ob er das wollte - Teil des Konzepts von Firefox
>>> (bzw. vorher Netscape) war meinem Verständnis nach schon immer, dass
>>> das auf allen Betriebssystemen weitgehend gleich zu bedienen sein
>>> sollte und lokale Style-Guides eher niedrige Priorität haben.
> 
>> Die Ursprungsidee war, daß man einfach JEDES Programm für X11 und was
>> gegen übliche Bibliotheken läuft ( -lm, -lstandard ) übersetzen und
>> unter RISC OS benutzen kann. Dabei ging es eher darum, den großen
>> Softwareschatz prinzipiell benutzbar zu machen - und nicht, daß er
>> schön und RISC OS konform bedienbar ist.
> 
>> Auf alle Fälle hat da jemand viel Aufwand hineingesteckt und letztlich
>> haben die User es nicht so recht angenommen. Das Unix-Porting-Project
>> ist daher dann nicht wirklich so richtig durchgestartet. Aber es hat
>> allerlei Sachen tatsächlci portiert, eben u.a. auch den Firefox.
> 
> Der Haken an dieser ganzen Geschichte ist, daß man als Anwender dann
> unter RISC OS keine Vorteile mehr hat und gleich ein anderes System
> verwenden kann, wenn es unter RISC OS eben genauso wie auf anderen
> Systmenen funktioniert. Was soll das denn bringen?

Am Anfang ging es dem Projektinitator - dessen Namen mir bis jetzt immer 
noch nicht wieder eingefallen ist (dabei ist der eigentlich einprägsam 
gewesen ...), ts ts - wohl auch um die ganzen kleinen Tools, die bei so 
einem Unix dabei sind. Also sowas wie compress, tar, zip, diff usf. Und 
später wuchs sich das dann in Richtung X11 / grafische Oberfläche aus. 
Das Problem an X11 ist aber, daß das sowieso schon nicht für 
Geschwindigkeit berühmt war und außerdem eigentlich gern einen FPA haben 
will, was der Archie gar nicht hat (üblicherweise). Dazu kommt noch die 
teils völlig gurkige Bedienung von X11 Anwendungen.
Irgendwie hätte man das generisch auf RISC OS konforme Sachen "umbiegen" 
müssen und evtl Templates per Programm erzeugen lassen und die 
Menuabfragen etc geschickter ans Übliche verhalten anpassen. Hat er aber 
nicht gemacht - und das ist auch ein Riesenaufwand. Vielleicht hätte es 
für bestimmte Programme sogar Sinn gemacht, wenn er die dann zum Verkauf 
angeboten hätte. Aber so als ausuferndes Hobbyprojekt, da ging sowas vmtl 
gar nicht. 

> Nebenbei bemerkt: ordentlich funktioniert haben diese portierten
> Programme selten. Und meist waren sie sehr langsam, insbesondere die
> Webbrowser. Mir wäre tatsächlich lieber, jemand würde endlich einen
> anständigen Webbrowser von Grund auf für RISC OS neu schreiben. Oder man
> erfindet sowas wie das Web gleich neu. Mittlerweile sind viele Webseiten
> ja kaum noch brauchbar.

Gibt schon gute. Das Gutenprint, was der MW anbietet, ist ja letztlich 
auch ein Portierung.

Beim Browser ist aber die Lösung bestimmt nicht, daß man da für RISC OS 
wieder mal einen neuen anfängt. Das geht entweder, wenn man einen 
vorhandenen ohne großen Aufwand compilieren kann (was wiederrum allerlei 
Libs voraussetzt, die es teils auch nicht gibt) oder indem man das 
gesamte Browserthema auslagert auf sowas wie eine "Sub-Maschine", bsp mit 
Linux und wo nur der Browser drauf läuft. Ob sowas wirklich geschickt 
ist, weiß man nicht.

Ich stagniere da immer noch bei Netsurf herum und habe Iris noch nichtmal 
ausprobiert. Aber ich benutze halt den auch nicht wirklich, sondern eher 
um mal lokal eine Dokuseite anzusehen o.ä.

Gruß,
SBn

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Re: Der "letzte" 8-Bit-Computer Alexander Ausserstorfer <bavariasound@chiemgau-net.de> - 2025-04-12 15:02 +0200
  Re: Der "letzte" 8-Bit-Computer "Peter J. Holzer" <hjp-usenet4@hjp.at> - 2025-04-12 16:06 +0200
    Re: Der "letzte" 8-Bit-Computer Sebastian Barthel <naitsabes@freenet.de> - 2025-04-12 18:17 +0000
      Re: Der "letzte" 8-Bit-Computer Alexander Ausserstorfer <bavariasound@chiemgau-net.de> - 2025-04-13 08:58 +0200
        Re: Der "letzte" 8-Bit-Computer Sebastian Barthel <naitsabes@freenet.de> - 2025-04-13 16:39 +0000

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