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Groups > de.alt.folklore.computer > #49615
| From | Sebastian Barthel <naitsabes@freenet.de> |
|---|---|
| Newsgroups | de.alt.folklore.computer |
| Subject | Re: Der "letzte" 8-Bit-Computer |
| Date | 2025-04-12 18:17 +0000 |
| Message-ID | <vteanc$13fbn$3@solani.org> (permalink) |
| References | (5 earlier) <67F02DA7.43CE900C@hrz.tu-chemnitz.de> <5c08d96c22bavariasound@chiemgau-net.de> <vsujnk$ro35$4@solani.org> <5c0c6984debavariasound@chiemgau-net.de> <slrnvvksrr.vq2b.hjp-usenet4@trintignant.hjp.at> |
Am Sat, 12 Apr 2025 16:06:49 +0200 schrieb Peter J. Holzer: > On 2025-04-12 13:02, Alexander Ausserstorfer > <bavariasound@chiemgau-net.de> wrote: >> In article <vsujnk$ro35$4@solani.org>, >> Sebastian Barthel <naitsabes@freenet.de> wrote: >> >>> Der Hauptansatz von Unix - wie es heute gesehen wird - ist aber nicht >>> gewesen, daß die Leute es 'einfach' programmieren können wollten (die >>> haben nämlich durchaus am Anfang Assembler benutzt). Es war dann eher >>> eine Art Erfordernis - damit man es auch einfach auf andere Maschinen >>> portieren konnte, kam C ins Spiel - und damit plötzlich eine ganz neue >>> Qualität dieser neuen Systemsoftware. Eben nämlich Portierbarkeit. >> >> Die Programmierer wollen sich damit Arbeit ersparen. Genau. Sehe ich auch so. >> Allerdings scheint mir das in der Praxis nicht einfach so zu >> funktionieren. Oder zumindest nur in der Unix-Welt, weil nur dort die >> Systeme ähnlich funktionieren und entsprechende Werkzeuge vorhanden >> sind. Ganz am Anfang waren das alles Sachen, die man per Commandline bedient. Da funktioniert das auch sehr schön. Zumindest, wenn man nicht - wie es dann passiert ist - sich für jede Plattform jeden Herstellers neue zusätzlich -Optionen einfallen läßt. >> (und vermutlich auch kein kooperatives Multitasking). Sowas führt dann >> zu einem Bedien-Chaos und Einheitsbrei. Beispiele sind Firefox oder >> Iris. Bäh. > > Derjenige, der das portiert hat, hätte halt die entsprechende Arbeit > hineinstecken müssen, das Frontend im RISC-OS-Stil zu gestalten. Ist > aber auch die Frage, ob er das wollte - Teil des Konzepts von Firefox > (bzw. vorher Netscape) war meinem Verständnis nach schon immer, dass das > auf allen Betriebssystemen weitgehend gleich zu bedienen sein sollte und > lokale Style-Guides eher niedrige Priorität haben. Die Ursprungsidee war, daß man einfach JEDES Programm für X11 und was gegen übliche Bibliotheken läuft ( -lm, -lstandard ) übersetzen und unter RISC OS benutzen kann. Dabei ging es eher darum, den großen Softwareschatz prinzipiell benutzbar zu machen - und nicht, daß er schön und RISC OS konform bedienbar ist. Auf alle Fälle hat da jemand viel Aufwand hineingesteckt und letztlich haben die User es nicht so recht angenommen. Das Unix-Porting-Project ist daher dann nicht wirklich so richtig durchgestartet. Aber es hat allerlei Sachen tatsächlci portiert, eben u.a. auch den Firefox. > [...] >> Eine Frage für mich ist z. B. nach wie vor wie man die Bibliothek >> GnuTLS in ein Betriebssystem-Modul umwandeln kann, damit man die >> Funktionen einfach per SWI aufrufen kann. Mehr wollte ich nicht. Aber >> anscheinend geht das nicht. Zumindest bekam ich keine einzige positive >> Antwort. > > Das ist natürlich eine sehr RISC-OS-spezifische Frage. Jemand, der sich > in RISC-OS-Kernelprogrammierung auskennt, sollte die beantworten können. > Wenn Du keine Antwort bekommen hast, liegt das wohl daran, dass es nicht > mehr viele Leute gibt, die sich damit auskennen (und die wenigen haben > entweder Deine Frage nicht gelesen oder oder das Unterfangen für > unsinnig gehalten). Eine prinzipielle Unmöglichkeit sehe ich da > jedenfalls - ohne RISC OS zu kennen - nicht. Seh ich auch so. Sowas muß man im ROOL Forum unterbringen und dann Glück haben, daß es jemand aufgreift und/oder, daß es in das System mit den Entwicklerboni aufgenommen wird. >> So blieb mir damals nur übrig, die Bibliothek in mein kleines Programm >> miteinzubinden. Und das muß man dann ein jedes Mal machen, für jedes in >> C geschriebene Programm, was die Programme unheimlich aufbläht. > > Hat RISC-OS keine Shared Librarys? Doch. Nur sind das klassisch eben normalerweise genau diese Module. Die müssen aber auch auf eine bestimmte (leicht andere, als ein normales Programm) Art gebaut werden. Das beherrschen heute bestimmt nicht mehr viele Leute aus dem Stehgreif, es ist aber anlesbar. Die Module machen aber nunmal die Stärke des Systems aus, weshalb es natürlich unschön ist, wenn bestimmte relevante Sachen fehlen oder einfach nicht entstehen, weil es niemanden interessiert. Gruß, SBn
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Re: Der "letzte" 8-Bit-Computer Alexander Ausserstorfer <bavariasound@chiemgau-net.de> - 2025-04-12 15:02 +0200
Re: Der "letzte" 8-Bit-Computer "Peter J. Holzer" <hjp-usenet4@hjp.at> - 2025-04-12 16:06 +0200
Re: Der "letzte" 8-Bit-Computer Sebastian Barthel <naitsabes@freenet.de> - 2025-04-12 18:17 +0000
Re: Der "letzte" 8-Bit-Computer Alexander Ausserstorfer <bavariasound@chiemgau-net.de> - 2025-04-13 08:58 +0200
Re: Der "letzte" 8-Bit-Computer Sebastian Barthel <naitsabes@freenet.de> - 2025-04-13 16:39 +0000
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