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Groups > de.alt.folklore.computer > #49591

Re: Der "letzte" 8-Bit-Computer

From Alexander Ausserstorfer <bavariasound@chiemgau-net.de>
Newsgroups de.alt.folklore.computer
Subject Re: Der "letzte" 8-Bit-Computer
Date 2025-04-12 15:02 +0200
Organization None
Message-ID <5c0c6984debavariasound@chiemgau-net.de> (permalink)
References (3 earlier) <67EECFD7.2628536E@hrz.tu-chemnitz.de> <5c085fb789bavariasound@chiemgau-net.de> <67F02DA7.43CE900C@hrz.tu-chemnitz.de> <5c08d96c22bavariasound@chiemgau-net.de> <vsujnk$ro35$4@solani.org>

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In article <vsujnk$ro35$4@solani.org>,
   Sebastian Barthel <naitsabes@freenet.de> wrote:

> Der Hauptansatz von Unix - wie es heute gesehen wird - ist aber nicht
> gewesen, daß die Leute es 'einfach' programmieren können wollten (die
> haben nämlich durchaus am Anfang Assembler benutzt). Es war dann eher
> eine Art Erfordernis - damit man es auch einfach auf andere Maschinen
> portieren konnte, kam C ins Spiel - und damit plötzlich eine ganz neue
> Qualität dieser neuen Systemsoftware. Eben nämlich Portierbarkeit.

Die Programmierer wollen sich damit Arbeit ersparen.

Allerdings scheint mir das in der Praxis nicht einfach so zu
funktionieren. Oder zumindest nur in der Unix-Welt, weil nur dort die
Systeme ähnlich funktionieren und entsprechende Werkzeuge vorhanden
sind.

Nach RISC OS wurde immer wieder Software von anderen Systemen portiert.
Mit dem Ergebnis, daß sie sich meist anders verhalten als native
Programme, weil Unix eben keine Oberfläche anbietet wie RISC OS (und
vermutlich auch kein kooperatives Multitasking). Sowas führt dann zu
einem Bedien-Chaos und Einheitsbrei. Beispiele sind Firefox oder Iris.
Bäh.

Ich kann mir auch mir schlecht vorstellen, daß sich Programme für
Microcontroller - auch wenn sie in C geschrieben worden sind - einfach
auf andere Systeme portieren lassen. Zumindest hatten wir damals diverse
Variablen für irgendwelche Speicheradressen verwendet. Andere Systeme
mögen aber andere Speicheradressen aufweisen (welche dann angepaßt
werden müssen) oder bestimmte Fähigkeiten überhaupt nicht haben. Wenn
man aber dann diese Programme neu schreiben oder überarbeiten muß,
erschließt sich mir der Sinn von der Hochsprache nicht. Ich muß ja
trotzdem das System verstehen und mich in das System einarbeiten, auf
dem die Software dann laufen soll.

Und zum Verständnis, wie so ein System funktioniert, trägt eine
Hochsprache wie C bestimmt nicht viel bei. Ich kenne kaum jemanden, der
in einer Hochsprache programmiert und mir erklären kann, was dahinter
auf der Maschine abläuft.

Eine Frage für mich ist z. B. nach wie vor wie man die Bibliothek GnuTLS
in ein Betriebssystem-Modul umwandeln kann, damit man die Funktionen
einfach per SWI aufrufen kann. Mehr wollte ich nicht. Aber anscheinend
geht das nicht. Zumindest bekam ich keine einzige positive Antwort.

So blieb mir damals nur übrig, die Bibliothek in mein kleines Programm
miteinzubinden. Und das muß man dann ein jedes Mal machen, für jedes in
C geschriebene Programm, was die Programme unheimlich aufbläht.

Ich habe diesen Weg mit C daher dann nicht mehr weiter verfolgt. Es hat
mich nur noch genervt.

A.

-- 
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/

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Re: Der "letzte" 8-Bit-Computer Sebastian Barthel <naitsabes@freenet.de> - 2025-04-06 19:12 +0000
  Re: Der "letzte" 8-Bit-Computer Alexander Ausserstorfer <bavariasound@chiemgau-net.de> - 2025-04-12 15:02 +0200
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          Re: Der "letzte" 8-Bit-Computer Sebastian Barthel <naitsabes@freenet.de> - 2025-04-13 16:39 +0000

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