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Re: Eine Mauer gegen die Mehrheit (konservative Mehrheit in Deutschland)

From Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Newsgroups ger.ct
Subject Re: Eine Mauer gegen die Mehrheit (konservative Mehrheit in Deutschland)
Date 2024-04-14 16:43 +0200
Organization A noiseless patient Spider
Message-ID <uvgq3d$3mdj8$1@dont-email.me> (permalink)
References <uh8q76$2ao6g$1@news.nnpt4.net> <l7iantF4aqfU6@mid.individual.net> <nh2a1jpqgg42jn50sumdclgmcsvdbdrf35@4ax.com> <uv3c21$ql5d$1@news2.open-news-network.org> <uvbc8k.3kk.1@wxp-nb-pm.local>

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Salve allerseits,

Andreas Bockelmann schrieb:
> Friedrich Karl Siebert schrieb:
> 
>> Es geht um die schweigende Mehrheit, die inzwischen nicht mehr schweigt
>> und zu hunderttausenden auf die Straße geht, um für Demokratie und
>> Rechtsstaatlichkeit und gegen Hass und Hetze und gegen Rechtsradikale
>> Umtriebe zu demonstrieren.
> 
> Die "schweigende Mehrheit", wie Du sie nennst geht evtl. auf die Straße weil 
> ein paar linke Bonzen sie dazu auffordern.
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| Der Verfassungsschutzpräsident war einer der Ersten. Anfang Januar
| appellierte Thomas Haldenwang in einem ARD-Interview an die «Mitte der
| Gesellschaft, die schweigende Mehrheit», endlich Position zu beziehen
| «gegen Extremismus in Deutschland». Es schien, als ginge der Wunsch des
| Geheimdienstchefs in Erfüllung. In den folgenden Wochen kamen
| Hunderttausende zusammen, um «gegen rechts» im Allgemeinen und die AfD
| im Besonderen zu demonstrieren. Anlass war die Berichterstattung über
| ein angebliches «Geheimtreffen» in Potsdam, bei dem Vertreter der
| Partei, Neonazis und Unternehmer geplant haben sollen, Menschen mit
| Migrationshintergrund massenhaft ausser Landes zu schaffen.
|
| *Lob von SPD und Grünen*
|
| Kaum ein hochrangiger deutscher Politiker liess es sich seither nehmen,
| die Demonstrationen zu loben – und die vermeintlich daran teilnehmende
| Mitte der Gesellschaft. Der SPD-Co-Vorsitzende Lars Klingbeil etwa
| teilte mit: «Ich sage der AfD in aller Deutlichkeit: Das ist die
| Mehrheit der Menschen in diesem Land. Das ist das moderne Deutschland.»
| Auch die Grünen-Co-Chefin Ricarda Lang rühmte die Proteste: «Wir sehen,
| die Mitte dieses Landes steht auf, um unsere demokratische Grundordnung
| zu verteidigen.» Von wegen.
|
| Eine nun vorgestellte Studie der Universität Konstanz bringt das
| Narrativ von der demonstrierenden Mitte ins Wanken. Bei einer Befragung
| von wahlberechtigten Demo-Teilnehmern nach ihrer politischen
| Orientierung stellte sich heraus: Satte 61 Prozent hatten bei der
| Bundestagswahl 2021 die Grünen gewählt. 65 Prozent ordneten sich
| politisch links der Mitte ein, 5 weitere Prozent links aussen.
| «Mitte-rechts» verorteten sich nur 3 Prozent.
|
| Von einer «schweigen Mehrheit» kann also nicht die Rede sein – eher von
| einer sehr grünen und linken Minderheit, die als Mehrheit dargestellt
| wurde. Wähler der bürgerlichen Parteien waren laut der Studie bei den
| Demos nur schwach vertreten. 8 Prozent gaben an, CDU und CSU gewählt zu
| haben, 3 Prozent FDP.
|
| Eine echte Überraschung ist das nicht. Schon bei den Aufrufen zu den
| Demonstrationen verschwamm vielerorts die Grenze zwischen rechts und
| rechtsextrem. Dass sich die gesellschaftliche Mitte vom extremen Rand
| abgrenzen will, ist gut und richtig. Eine Abgrenzung von demokratisch
| rechten, also konservativen Positionen grenzt allerdings weite Teile des
| bürgerlichen Lagers aus – und damit einen grossen Teil der
| demokratischen Mitte.
|
| Schon vor der Konstanzer Studie gab es Anlass, am Bild der
| protestierenden Mehrheit zu zweifeln. Eine Umfrage des
| Meinungsforschungsinstituts Insa ergab, dass nur 37 Prozent der
| Deutschen die Demos unterstützen. Das hielt viele Medienvertreter nicht
| davon ab, geradezu euphorisch über die Proteste zu berichten. Vom
| «Aufstand der Anständigen» war im «Tagesspiegel» die Rede. Der «Spiegel»
| feierte die «gelebte Demokratie». Und die «Süddeutsche Zeitung» wärmte
| sich an dem «befreienden Gefühl, unter Demokratiefreunden zu sein». Ja,
| aber vornehmlich unter links-grünen Freunden.
|
| Das schiefe Bild vom Protest passt zur kritiklosen Berichterstattung
| über die geschickte Erzählung des Mediums «Correctiv». Teile von dessen
| Recherche über das Potsdamer Treffen sind inzwischen fragwürdig
| geworden. Für angebliche «Deportationspläne» gegen deutsche Staatsbürger
| mit Migrationshintergrund, die sowohl Journalisten als auch Politiker
| aus dem Artikel ableiteten, fehlt bis heute jeder Beweis. Doch der Spin
| hat sich durchgesetzt, er wird sogar vom Kanzler wiederholt.
|
| Auf eine fragwürdige Berichterstattung folgte ein falsches Narrativ
| einer sich erhebenden Mehrheit.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.nzz.ch/der-andere-blick/schweigende-mitte-nein-die-meisten-teilnehmer-der-anti-afd-demos-sind-links-ld.1822175>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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Re: Eine Mauer gegen die Mehrheit (konservative Mehrheit in Deutschland) Erika Ciesla <abc@xyz.invalid> - 2024-04-08 15:44 +0200
  Re: Eine Mauer gegen die Mehrheit (konservative Mehrheit in Deutschland) "DER GELAeUTERTE" <dergelaeuterte@web.de> - 2024-04-08 15:50 +0200
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      Re: Eine Mauer gegen die Mehrheit (konservative Mehrheit in Deutschland) "DER GELAeUTERTE" <dergelaeuterte@web.de> - 2024-04-10 00:45 +0200
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