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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Newsgroups | ger.ct |
| Subject | Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär |
| Date | 2023-12-07 17:58 +0100 |
| Organization | A noiseless patient Spider |
| Message-ID | <ukstjd$1b8nd$1@dont-email.me> (permalink) |
| References | <uidk74.7e8.1@wxp-nb-pm.local> <024a4b52-855c-4b66-9b61-6ec34180884en@googlegroups.com> <3t656f4c1ei1ebbc4n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
Salve allerseits, Stefan Froehlich schrieb: > On Tue, 05 Dec 2023 15:16:18 Ulf Kutzner wrote: >> Der bocklige Andreas schrieb am Dienstag, 7. November 2023 um 15:15:32 UTC+1: >> >>> Nach Informationen von Business Insider erfüllt die Signa-Gruppe >>> des österreichischen Investors ihre Kreditvereinbarungen mit der >>> Bank nicht. Insgesamt geht es laut mehrerer Quellen um rund 600 >>> Millionen Euro. >> >> Die Daten deuten auch darauf hin, dass ein wesentlicher Grund für >> die Schieflage in der hohen bilanziellen Bewertung der >> Beteiligungen lag. Noch Anfang des Jahres habe die Signa Holding >> die Anteile an ihren Tochterfirmen mit 5,2 Milliarden Euro >> angesetzt, schreibt die "FT". Für Ende September gab die Holding >> nun diesen Wert mit nur noch 2,8 Milliarden Euro an. Für den Fall >> einer Zwangsliquidierung der Beteiligungen bezifferte sie deren >> Wert sogar nur noch auf 314 Millionen Euro. > > Die Sache ist halt die, dass die Signa eine ganze Reihe von > Immobilien an sich... nein, natürlich nicht an sich selbst vermietet > hat, sondern an völlig andere, unabhängige Gesellschaften, die nur > zufällig über das Firmengeflecht in letzter Konsequenz der Signa > zuzurechnen sind. > +--- <hier abknabbern> --- | Es ging eigentlich nicht mehr größer. Das Kaufhaus Selfridges an der | Londoner Oxford Street, ein Tempel des Luxuskonsums. Das Chrysler | Building in New York, das Wahrzeichen schlechthin. Das Hotel Bauer in | Venedig, direkt am Canal Grande. Und natürlich das KaDeWe in Berlin, wo | man einkauft, wenn man schon alles hat. Überall in René Benkos | Immobilienreich glitzerte und strahlte es, und so mancher dachte, dass | dem Österreicher die Ideen nie ausgehen würden. Er imponierte Investoren | mit Einladungen auf seine 62-Meter-Jacht. Oder er flog zu Terminen mit | einem Bombardier-Global-Express-Privatjet ein. | | Das Dumme ist nur, dass für all das irgendwann auch mal bezahlt werden | muss. Und wenn einem Glamour-Unternehmer wie Benko das Geld ausgeht, | dann glitzert plötzlich nichts mehr, dann klingt das eher kalt und | nüchtern. Man sei "zahlungsunfähig", teilte die Signa Holding dem | Handelsgericht Wien mit. Damit trat ein, womit viele längst gerechnet | hatten. | | Die Signa Holding ist die Dachgesellschaft in Benkos verworrenem | Firmenimperium. Sie ist an 53 Gesellschaften direkt beteiligt und an | mehr als hundert weiteren indirekt. Die wertvollsten Immobilien stecken | in der ebenfalls zu Benkos Reich gehörenden Signa Prime, die nicht | insolvent ist, aber einen Sanierer an Bord geholt hat. Bei der Holding | will man nach der Pleite weitermachen. Sie hat einen Antrag auf | Sanierung in Eigenregie gestellt. Den Managern dort bleiben nun 90 Tage | Zeit, um den Gläubigern einen Plan vorzulegen, wie es weitergehen soll. | Das ist angesichts der unübersichtlichen Lage einigermaßen kühn. | | Die Folgen der Insolvenz können in nahezu jeder größeren deutschen Stadt | besichtigt werden. Dafür muss man raus in die Kälte und in den Matsch. | In Hamburg etwa zur Baustelle des Elbtowers, der einmal das höchste | Gebäude an der Elbe werden soll. Hinter der Absperrung passiert gerade | wenig. In Frankfurt an der Hauptwache, im Düsseldorfer Carsch-Haus oder | in der Alten Akademie in München, wo Benko ebenfalls baute, sieht es | nicht besser aus. Besonders betroffen sind auch all jene, die Benko Geld | gegeben haben. Nach ZEIT-Informationen stehen etwa der Managementberater | Roland Berger, zahlreiche deutsche Sparkassen und die R+V Versicherungen | auf der Gläubigerliste der Signa Holding. Auch für Galeria Karstadt | Kaufhof wird es eng, mal wieder. Die Signa Holding ist Miteigentümerin | der Muttergesellschaft der Kaufhauskette. | | Das Signa-Imperium, das einmal ein selbst bilanziertes | Immobilienvermögen in Höhe von stolzen 27 Milliarden Euro in den Büchern | stehen hatte, es wankt. Und zwar gewaltig. In der Krise kommt nämlich so | manches ans Tageslicht, was der Öffentlichkeit lange verborgen war. Etwa | die rasant gestiegene Verschuldung. Zum 31. Dezember 2021 hatte die | Signa Holding Schulden in Höhe von rund 635 Millionen Euro. Ein Jahr | später waren es laut testierter Bilanz schon zwei Milliarden. Und zum | 30. September 2023 waren es nach ZEIT-Informationen aberwitzige fünf | Milliarden. Das ist mehr als eine Verdoppelung in nur neun Monaten. Wo | die Schulden auf einmal herkommen? | | Auf eine ZEIT-Anfrage antwortete Signa nicht. Einer, der bei Benko | investiert ist, aber anonym bleiben will, sagt: "Ich weiß es nicht, ich | habe erst vor Kurzem gesagt bekommen, dass die Situation brenzlig sei, | ich bekomme keine fundierten Zahlen." Es stelle sich, so der Investor, | angesichts der schnell gestiegenen Schulden die Frage, ob die Bilanzen | überhaupt das Papier wert waren, auf dem sie standen. Der Insider glaubt | nicht daran, dass Signa sich sanieren kann. "Bei solchen Schulden? Mir | fehlt die Fantasie dafür, wie man das retten soll." | | *Alles hängt mit allem zusammen* | | Fantasie braucht auch, wer all die Bewertungen aus Benkos Firmenimperium | verstehen will. So hat die Holding nach ZEIT-Informationen die | Vermögenswerte in den Büchern mit 2,8 Milliarden Euro bewertet. Den | Liquidationswert, also das, was man kriegen würde, wenn man alles | verkaufen müsste, hat die Gesellschaft aber lediglich bei 314 Millionen | Euro angesetzt. Dazu kommt, dass sämtliche Aktien der Holding an der so | wichtigen Tochtergesellschaft Signa Prime längst verpfändet sind, ebenso | wie jene an der Signa Development, wie die ZEIT erfuhr. | | Auch kleinere Streite kommen nun ans Licht. Vor dem Londoner High Court | fordert ein ehemaliger Investmentbanker von der Signa Holding 15 | Millionen Euro Honorar plus Zinsen, für seine Beratungsleistungen bei | der Übernahme von Karstadt Kaufhof. Er habe das mit Benko so abgemacht, | das Geld aber nie bekommen. | | Im Moment des Crashs zeigen nun viele auf René Benko. "Er steckte in | jeder einzelnen Immobilie in jedem Detail", sagt ein Investor. Aber ist | das nicht zu einfach? Benko, das Mastermind – und sonst will keiner | verstanden haben, was vor sich ging? | | Signa ist ein verworrenes, schwer zu durchschauendes Geflecht. Alles | hängt mit allem zusammen. Signa-Gesellschaften listen in den Bilanzen | Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gesellschaften aus dem Netzwerk auf. | Andere melden Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen an, dann | gibt es Patronatserklärungen, bei denen Gesellschaften aus dem | Benko-Reich für andere einstehen. Dadurch wird die Insolvenz in | Eigenregie eine Herausforderung. Sicher ist, die Holding wird nur dann | Geld verdienen, wenn die Tochtergesellschaften Gewinne an sie | ausschütten. Aber kann man damit rechnen, wenn schon so viele Baustellen | stillstehen? | | Gerhard Weinhofer ist Geschäftsführer von Creditreform in Österreich. | Die Gesellschaft bewertet die Bonität von Kreditnehmern und tritt in | Österreich bei Insolvenzverfahren als Vertreter der Gläubiger auf. Bei | einer Insolvenz in Eigenregie, wie Signa sie plane, geht Weinhofer davon | aus, dass auch die Gesellschafter Geld nachschießen müssen. Ziel des | Prozesses sei es, dass Signa innerhalb von zwei Jahren den Gläubigern | mindestens 30 Prozent ihrer Forderungen zahlen kann, der Rest wäre dann | weg. "Der Tag der Wahrheit ist der 12. Februar des kommenden Jahres", | sagt er. Dann werden die Gläubiger über den von Signa präsentierten | Sanierungsplan abstimmen. Es geht dann darum, so Weinhofer, ob sie den | Plan für erfolgversprechend halten. | | Es gibt in dem Fall Signa viele Verlierer. Zu ihnen gehören auch die | Investoren der anderen Signa-Gesellschaften. Einer der Investoren ist | die RAG-Stiftung. Sie soll sich eigentlich um die Abwicklung des einst | hoch subventionierten deutschen Steinkohlebergbaus kümmern. In ihrem | Kuratorium sitzen unter anderem Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck | (Grüne) und Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP). Als Investor | ist die Stiftung stark bei Benko engagiert. Erst kürzlich, als das | Imperium schon wankte, kaufte sie knapp ein Viertel der | Luxusshopping-Meile Goldenes Quartier in Wien. An Signa Prime hält die | Stiftung fünf Prozent der Anteile, an einer weiteren Signa-Gesellschaft | ist sie mit fast vier Prozent beteiligt. Der Finanzvorstand der | Stiftung, Jürgen-Johann Rupp, sitzt sogar im Aufsichtsrat von Signa | Prime. Wie viel Geld die Stiftung in Benkos Imperium investiert hat, | wollte eine Sprecherin nicht mitteilen. | | René Benko muss nun wohl auf einige Dinge verzichten, die ihm lieb | waren. Am Dienstag teilte der Insolvenzverwalter mit, dass Firmen, die | für Signa den Flugbetrieb im Privatjet und Jagden gemanagt hätten, | geschlossen würden. Auch seine Jacht Roma stand kürzlich zum Verkauf. +--- </hier abknabbern> --- ©<https://www.zeit.de/2023/52/signa-holding-insolvenz-rene-benko-immobilien/komplettansicht> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2023-11-07 15:13 +0100
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Hans <enosdta@chello.at> - 2023-11-07 16:40 +0100
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2023-11-07 19:07 +0100
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Achim Lesmeister <lesmeister.valid.2023-12@nurfuerspam.de> - 2023-11-08 19:31 +0100
Bockelmann ist abgeklemmt (was:Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär) Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2023-11-08 19:45 +0100
Re: Bockelmann ist abgeklemmt Bernd Ohm <invalid@invalid.invalid> - 2023-11-08 21:07 +0100
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Fred Alph <11.2023@anon.invalid> - 2023-11-08 20:57 +0100
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-11-08 21:12 +0100
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2023-11-09 06:16 +0100
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-11-08 23:21 -0800
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-11-09 14:38 +0000
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-11-10 07:33 +0100
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-11-10 08:52 +0100
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-11-10 12:46 +0000
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Fred Alph <11.2023@anon.invalid> - 2023-11-08 21:22 +0100
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-11-07 23:58 -0800
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-12-05 06:16 -0800
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-12-05 16:18 +0000
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-12-07 17:58 +0100
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-12-07 17:55 +0000
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-12-07 19:23 +0100
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-12-07 21:41 +0000
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-12-07 22:59 +0100
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-12-08 00:22 -0800
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-12-08 10:04 +0000
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-12-20 08:08 -0800
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-12-07 19:33 +0100
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-12-08 00:18 -0800
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-12-08 10:05 +0000
Re: Signa-Kredite auf „Default“: Benko-Beben erschüttert Schweizer Privatbank Julius Bär Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2024-01-09 03:16 -0800
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