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Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre

From Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Newsgroups ger.ct
Subject Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre
Date 2023-02-17 08:06 -0500
Organization A noiseless patient Spider
Message-ID <tsnu50$3klot$1@dont-email.me> (permalink)
References (7 earlier) <1t63ec01cbi1eb508n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> <tsh3bo$2l1mo$1@dont-email.me> <5t63ec97dfi1fdadan3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> <tsisi5$2tmho$2@dont-email.me> <1t63ee1d24i23a3c1n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>

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Salve allerseits,

Stefan Froehlich schrieb:
> On Wed, 15 Feb 2023 16:08:53 Fidel Sebastián Hunrichse-Lara wrote:
>
>> | Man konnte es förmlich kommen sehen.
> 
> Im Grund genommen ja. Man liest einen von Dir zitierten Artikel, 
> wundert sich über die etwas - nunja, schieflastige Betrachtungsweise,
> die mit Dauer des Lesens immer schiefer wird, bis sie mit:
> 
>> | [...], dass Linke und Grüne, die bei jedem fehlenden
>> | Gendersternchen schulmeisterliche Strenge walten lassen, nur
>> | allzu oft kulturrelativistischen Rabatt gewähren, [...]
> 
> ...endgültig ins jenseitige abdriftet.
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| Die europäische Flüchtlingspolitik ist bankrott. Sie zwingt Menschen,
| die Schutz suchen, ihr Leben zu riskieren. Seit 2014 starben allein im
| Mittelmeer über 25 000 Menschen beim Versuch, Europa zu erreichen. Damit
| ist die Asylmigration nach Europa das Migrationssystem, das am meisten
| Tote fordert: Von allen migrationsbedingten Todesfällen, die es weltweit
| seit 2014 gab, entfielen fast 70 Prozent auf die Migration über das
| Mittelmeer und zu den Kanarischen Inseln sowie auf die Zufahrtsrouten
| durch die Sahara.
|
| Diejenigen, die es nach Europa schaffen, sind oft nicht diejenigen, die
| unsere Hilfe am meisten brauchen. Europaweit werden fast die Hälfte
| aller Asylgesuche abgelehnt. Angesichts der hohen Risiken und Kosten
| bleiben viele ärmere Menschen, Frauen, Kinder, Alte und Kranke, zurück.
| Junge, gesunde Männer aus, relativ gesehen, besser situierten Familien
| haben dagegen die besten Chancen, ein Ticket in der Lotterie, die
| «europäisches Asylrecht» heisst, zu ergattern.
|
| 3000 *Frauen von Flüchtlingen vergewaltigt*
|
| Für die Gesellschaften Europas bringt die bestehende Asylpolitik
| schwerwiegende Integrationsprobleme und Sicherheitsrisiken mit sich. Das
| Versprechen, dass die Fluchtmigration den Fachkräftemangel und die
| demografischen Probleme Europas lösen würde, ist nicht annähernd
| eingelöst worden. In Deutschland waren bis Ende 2020 fast zwei Drittel
| aller Personen aus den wichtigsten acht Herkunftsländern auf staatliche
| Leistungen angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
|
| Ein Grossteil der tödlichen islamistischen Terroranschläge wurde im
| letzten Jahrzehnt von Tätern verübt, die Flüchtlinge waren oder sich als
| solche ausgaben. Auch gewöhnliche Gewaltkriminalität fordert viele
| Opfer. Allein in Deutschland wurden zwischen 2017 und 2020 rund 300
| Menschen Opfer eines vollendeten und über 1600 eines versuchten
| Tötungsdelikts – durch Täter, die als Flüchtling eingereist waren. Über
| 3000 Frauen fielen im gleichen Zeitraum einer Vergewaltigung durch einen
| oder mehrere Flüchtlinge zum Opfer.
|
| Das alles ist kein unvermeidlicher Preis, den Flüchtlinge und die
| aufnehmende Gesellschaft nun einmal für die humanitären Prinzipien des
| Asylrechts bezahlen müssen. Es ist in erheblichem Mass die Folge eines
| Asylregimes, das nicht über die Instrumente verfügt, um die Bedürfnisse
| der Schutzsuchenden mit den Aufnahmekapazitäten und den
| Sicherheitsinteressen der aufnehmenden Gesellschaften in Einklang zu
| bringen.
|
| Obwohl schon seit Jahrzehnten versucht wird, das Asylrecht zu
| reformieren, hat sich an den Problemen bisher nicht viel geändert. Die
| grösste Herausforderung ist es, einen Kompromiss zwischen den
| progressiven und den konservativen politischen Lagern zu finden. Das
| Thema Flüchtlinge ist für beide Seiten ein machtvolles Mittel der
| Wählermobilisierung.
|
| *Die Aufnahmequote muss gleich hoch bleiben*
|
| Progressive Parteien können dem politischen Gegner mit Blick auf die
| Flüchtlingspolitik Unmenschlichkeit und einen engstirnigen Nationalismus
| vorwerfen. Konservative Parteien nutzen sie, um dem politischen Gegner
| die negativen Begleiterscheinungen der Flüchtlingszuwanderung anzulasten
| und ihm vorzuwerfen, die Interessen der eigenen Bevölkerung aus den
| Augen zu verlieren. Beide Seiten schieben sich gegenseitig die
| Verantwortung für die Toten an den Aussengrenzen und für den Aufstieg
| des Rechtspopulismus zu.
|
| So ist eine Blockadespirale in Gang gekommen, die bisher jede wirksame
| Reform der Flüchtlingspolitik verhindert und nur den Populisten genützt
| hat. Nötig ist eine Vision, die auf kurzfristige Vorteile bei Wahlen
| verzichtet und tut, wozu Politik eigentlich da ist: eine tragfähige
| Lösung für die grossen Fragen unserer Zeit zu finden, von denen die
| Flüchtlingsproblematik eine der wichtigsten ist.
|
| Wie könnte eine solche Lösung aussehen? Ihr Grundprinzip wäre die
| Ersetzung von irregulärer Fluchtmigration durch reguläre Migration.
| Statt Menschen zu zwingen, den gefährlichen und für viele unbegehbaren
| Weg nach Europa zu gehen, sollte Europa Flüchtlinge direkt aus den
| Krisen- und Verfolgungsländern sowie aus Erstaufnahmeländern aufnehmen.
| Dafür könnte ein jährliches Kontingent für humanitäre Zuwanderung
| festgesetzt werden.
|
| Damit der politische Kompromiss, der für eine solche Reform notwendig
| ist, zustande kommt, müssen die Kontingente so festgelegt werden, dass
| die Zahl der aufgenommenen Flüchtlinge nicht reduziert wird. Vielmehr
| soll die Steuerung weg von irregulären hin zu regulären Migrationswegen
| eine mindestens ebenso hohe Aufnahme von tatsächlich Schutzbedürftigen
| wie in der Vergangenheit ermöglichen. Nimmt man die durchschnittliche
| Zahl der seit 2013 in der EU anerkannten Asylbewerber zuzüglich der
| bescheidenen Kontingentaufnahmen als Richtschnur, würde die EU pro Jahr
| 325 000 Personen aufnehmen. In Deutschland wären es 160 000.
|
| Für einen politischen Kompromiss ist es genauso notwendig, dass diese
| grosszügigen humanitären Aufnahmen nicht zu anderen Formen der
| Flüchtlingszuwanderung hinzukommen, sondern diese möglichst weitgehend
| ersetzen. Sonst hätte man keines der Probleme des alten Systems gelöst,
| sondern nur verschärft, indem noch einmal 325 000 beziehungsweise 160
| 000 Menschen integriert werden müssten. Deshalb empfiehlt es sich, alle
| anderen Formen der Flüchtlingszuwanderung auf die festzusetzende Quote
| anzurechnen.
|
| *Abgelehnte Asylbewerber sind ein Sicherheitsproblem*
|
| Ohne eine wirkungsvolle Einschränkung der irregulären Asylmigration kann
| man sich alle Gedanken über grosszügige Aufnahmekontingente und
| humanitäre Visa sparen. Ohne eine solche Einschränkung wird man auch die
| anderen Ziele einer Reform der Asylpolitik nicht erreichen: das Beenden
| des Sterbens an den Aussengrenzen und die Lösung der Integrations- und
| Sicherheitsprobleme, die vor allem von chancenlosen und nicht
| schutzbedürftigen Asylbewerbern verursacht werden.
|
| Ein erstes Mittel, das in diese Richtung führen kann, sind mehr und
| wirkungsvollere Rücknahmeabkommen. Dies gilt besonders für
| Herkunftsländer mit geringen Anerkennungsquoten, etwa in Westafrika. Oft
| diskutierte Druckmittel wie Kürzungen der Entwicklungshilfe haben den
| Nachteil, dass sie nicht die unkooperativen Regierungen, sondern die
| gewöhnliche Bevölkerung treffen. Ausserdem sind viele dieser Länder in
| einem hohen Masse von den Geldsendungen der Migranten in Europa abhängig.
|
| Das gilt für die Regierungen wie für viele Familien in diesen Ländern,
| die deshalb kein Interesse haben, die Migration nach Europa zu
| reduzieren. Daher sollte man die Verpflichtung zur Wiederaufnahme von
| abgelehnten Asylbewerbern und anderen illegalen Migranten mit der
| Eröffnung von legalen Kontingenten für Wirtschaftsmigration verbinden.
| Die deutsche Bundesregierung versucht das momentan mit Gambia zu
| verhandeln.
|
| Bei der Feststellung, wie hoch solche Kontingente für
| Arbeitsmarktmigration sein sollten, kann man sich wiederum an der
| Vergangenheit orientieren. Das Ziel sollte auch hier nicht sein, die
| Migration zu reduzieren, sondern von irregulärer zu regulärer Migration
| umzusteuern. Wie die humanitären Kontingente sollten die Quoten für
| Wirtschaftsmigration gewissermassen selbstregulierend gestaltet werden:
| Je besser die Rückführung von irregulären Migranten funktioniert, desto
| mehr können die Quoten ausgeschöpft werden; hakt es bei dem einen oder
| dem anderen, hat die andere Seite ein Mittel, um gegenzusteuern.
|
| Rücknahmeabkommen allein werden die irreguläre Asylmigration aber
| niemals substanziell zurückdrängen können. Denn unter dem derzeitigen
| Asylregime gilt nur ein kleiner Teil der Asylbewerber als
| ausreisepflichtig, selbst wenn sie aus Ländern stammen, in denen es
| weder Krieg noch weitverbreitete Verfolgung gibt. Nur eine Verlagerung
| der Asylverfahren in Länder ausserhalb der EU kann deshalb zu einer
| substanziellen Reduzierung der irregulären Migration führen.
|
| *Es gibt kein Recht, sich sein Zielland auszusuchen*
|
| Australien hat es durch eine solche Politik geschafft, das Sterben auf
| den Seewegen vollständig zu beenden, gehört aber zugleich zu den
| Ländern, die weltweit die meisten Flüchtlingen über humanitäre
| Kontingente und Visa aufnehmen. Das Ziel müsste sein, potenziellen
| irregulären Einwanderern klarzumachen, dass sie in Europa Schutz nach
| internationalem Recht erhalten können, wenn sie die Voraussetzungen
| dafür erfüllen – aber eben nicht in den ersehnten Zielländern
| Nordwesteuropas, sondern in einem Drittstaat.
|
| Nirgends im internationalen Flüchtlingsrecht ist festgelegt, dass
| Asylbewerber das Recht haben, sich auszusuchen, in welchem Land sie
| Schutz erhalten wollen. Entscheidend ist, ob ein Drittstaat ein faires
| Asylverfahren garantiert und das Prinzip der Nichtzurückweisung
| (non-refoulement) in Verfolgerstaaten respektiert. Nur mit einer
| Verlagerung von Asylverfahren in Drittstaaten können die
| Aufnahmekapazitäten frei gemacht werden, mit denen eine grosszügige
| Aufnahme von Schutzbedürftigen über humanitäre Programme möglich wird.
|
| Selbstverständlich müssen die infrage kommenden Drittstaaten die
| Einhaltung der internationalen Rechtsstandards glaubhaft zusichern
| können. Darüber kann man im Falle von Grossbritannien und Dänemark, die
| eine solche Auslagerung nach Rwanda planen, berechtigte Zweifel haben.
| Es gibt aber andere Kandidaten, die infrage kämen, wie Albanien, die
| Moldau, Tunesien oder Senegal. Die Vorstellung, wonach wirksamer Schutz
| nur in der EU möglich sei und alles andere den Flüchtlingen nicht
| zumutbar wäre, ist jedenfalls Ausdruck eines Superioritätsdenkens, das
| angesichts der Realität der heutigen europäischen Asylpraxis völlig
| unangebracht ist.
|
| Auf welche Kategorien von Asylbewerbern man die Auslagerung von
| Asylverfahren in Drittstaaten anwendet, ist eine Frage, die man im
| Detail klären müsste. Drei Kategorien von Asylbewerbern scheinen dafür
| auf jeden Fall in Betracht zu kommen. Die erste besteht aus Menschen,
| die aus einem Erstaufnahmeland eingereist sind, in dem es für ihre
| Herkunftsgruppe bereits humanitäre Aufnahmekontingente gibt, zum
| Beispiel Syrer, die über die Türkei einreisen.
|
| Wenn die EU oder einzelne Mitgliedstaaten humanitäre Kontingente in
| grösserem Umfang für syrische Flüchtlinge, die sich in der Türkei
| aufhalten, festgesetzt hätten, sollten sich die syrischen Flüchtlinge,
| die nicht zum Zuge kommen, nicht auf den Weg nach Europa machen und dort
| Asyl beanspruchen. Sie sollten zwar den Schutz des internationalen
| Asylrechts in Anspruch nehmen können, aber eben nicht in der EU, sondern
| in einem Drittstaat.
|
| Die zweite Gruppe von Asylbewerbern, die infrage kommt, sind Menschen
| aus Ländern mit einer geringen Anerkennungsquote, zum Beispiel aus
| Westafrika. Auch für diese wird der Anreiz, sich auf den Weg nach Europa
| zu begeben, drastisch abnehmen, wenn die Wahl nicht etwa die zwischen
| Deutschland und Nigeria, sondern die zwischen Tunesien und Nigeria wäre.
|
| Die dritte Gruppe sind diejenigen, die ohne Identitätsdokumente nach
| Europa einreisen. Gerade hier konzentrieren sich Sicherheitsprobleme und
| Kriminalität; gerade Menschen aus dieser Gruppe lassen sich nach einer
| Ablehnung des Asylantrags und selbst nach schweren Straftaten nur schwer
| abschieben. Auch sie werden es sich zwei Mal überlegen, bevor sie sich
| auf den Weg nach Europa machen, wenn sie wissen, dass die Reise nicht in
| Stockholm oder Berlin, sondern in Tirana oder Chisinau enden wird.
|
| Bleibt noch die wichtige Frage, warum Drittstaaten an einer Auslagerung
| von Asylverfahren interessiert sein sollten. Beispiele dafür gibt es
| allerdings schon: Australien hat entsprechende Absprachen mit
| Papua-Neuguinea und Nauru getroffen, und am Unwillen Rwandas werden die
| britischen und dänischen Pläne nicht scheitern. In allen drei Fällen
| betrifft es arme Länder, die durch rein finanzielle Kompensation
| überredet werden konnten.
|
| *Albanien, Senegal oder die Moldau wären mögliche Partner*
|
| Eine finanzielle Komponente sollten solche Kooperationsvereinbarungen
| auf jeden Fall haben. Asylverfahren und die Unterbringung und Versorgung
| von Asylbewerbern kosten Geld, das die EU nun einspart. Eine rein
| finanzielle Beziehung wäre allerdings Ausdruck eines Machtgefälles: Ein
| reiches Land bezahlt ein ärmeres dafür, dass es eine Aufgabe erledigt,
| die man selbst vermeiden möchte. Eine viel ausgeglichenere und für beide
| Seiten ertragreichere Lösung wäre auch hier die Formel, irreguläre durch
| reguläre Migration zu ersetzen.
|
| Zusätzlich zu finanzieller und logistischer Unterstützung (etwa bei der
| Schulung der für die Asylverfahren zuständigen Beamten und Richter) kann
| man den betreffenden Drittstaaten Kontingente für Arbeitsmigration in
| Aussicht stellen. Für Länder wie die Moldau, Tunesien oder Senegal wäre
| das eine attraktive Perspektive. Falls der Drittstaat die sonstigen
| Bedingungen dafür erfüllt, kann zudem auch das visumfreie Reisen für
| seine Staatsangehörigen in die EU ein wirksamer Anreiz sein.
|
| Wenn die Vereinbarung einmal implementiert wäre und sich die Erwartungen
| potenzieller irregulärer Migranten an die neue Situation angepasst
| hätten, würde sich schon bald herausstellen, dass sich die Lasten für
| die Drittstaaten in sehr engen Grenzen halten. Nach der Einführung der
| «Pacific Solution» durch Australien im Jahr 2001 füllten sich die
| Asyllager in Papua-Neuguinea und Nauru zwar anfänglich, aber schon nach
| wenigen Jahren waren sie fast leer. Neuzugänge gibt es schon seit
| längerer Zeit nicht mehr.
|
| Es ist also keineswegs damit zu rechnen, dass Drittstaaten bei einer
| Auslagerung der Asylverfahren Hunderttausende Gesuche prüfen und
| entsprechend viele Menschen integrieren müssten. Vielmehr bewirkt die
| Auslagerung von Asylverfahren genau das, was sie bezweckt: eine
| Reduzierung der irregulären Migration, sowohl für die EU als auch für
| den beteiligten Drittstaat. Solange man die frei werdenden Kapazitäten
| für humanitäre Kontingente und Visa sowie für legale Möglichkeiten der
| Arbeitsmigration einsetzt, ist dieses Verfahren moralisch nicht
| fragwürdig.
|
| Im Gegenteil: Eine solche Politik würde es uns erlauben, mehr Menschen
| zu helfen und gezielter all jene zu unterstützen, die es am meisten
| brauchen – und das, ohne dass Menschen ihr Leben riskieren müssten.
| Zugleich entspräche dieses Verfahren viel besser den Interessen von
| Herkunftsländern, Erstaufnahmeländern sowie den EU-Ländern, als es die
| herrschende Flüchtlingspolitik tut.
|
| Kompromisse in einem Politikfeld wie der Flüchtlingspolitik sind immer
| in Gefahr, durch die Interessenpolitik der involvierten Parteien
| unterlaufen zu werden. Deshalb sind die eingebauten Korrekturmechanismen
| von entscheidender Bedeutung für die Nachhaltigkeit der vorgeschlagenen
| Lösung. Für progressive Kräfte sind grosszügige humanitäre Kontingente
| und die Einführung humanitärer Visa ein wichtiges und attraktives Ziel.
| Zugleich könnten sie in Versuchung kommen, der Reduzierung der
| irregulären Migration Steine in den Weg zu legen. Wenn die vereinbarte
| Lösung aber beinhaltet, dass jede Ausweitung der irregulären Migration
| die verfügbaren Kontingente für reguläre humanitäre Migration schmälert,
| wird das Kalkül der Progressiven anders aussehen.
|
| *Das Sterben an der Grenze verhindern*
|
| Umgekehrt ist die Eindämmung der irregulären Migration ein wichtiges
| Ziel der Konservativen. Sie müssten aber akzeptieren, dass sich dieses
| Ziel nur in Kombination mit der Eröffnung von legalen Wegen der
| humanitären und der Arbeitsmigration realisieren lässt und dass das
| konsensfähige Gesamtziel nicht weniger Migration, sondern eine legale,
| gesteuerte und anders zusammengesetzte Migration ist. Wenn an die Stelle
| irregulärer Migration eine legale Einwanderung träte, könnte dies nicht
| zuletzt dazu beitragen, Abmachungen zwischen der EU und ihren
| Mitgliedstaaten einerseits und Erstaufnahmeländern und Herkunftsstaaten
| andererseits zu stabilisieren.
|
| Bei der moralischen und rechtlichen Bewertung dieser Vorschläge sollte
| man die realistischen und existierenden Alternativen immer mitbedenken.
| Die Alternative ist nicht eine
| Friede-Freude-Eierkuchen-Flüchtlingspolitik, bei der auf magische Weise
| allen Schutzbedürftigen geholfen werden kann, alle Wanderungswilligen
| ihre Wünsche erfüllen können, niemand mehr stirbt, alle einen
| Arbeitsplatz und eine Wohnung finden, der Wohlfahrtsstaat erhalten
| bleibt und Terroristen und Kriminelle aus lauter Dankbarkeit zu Engeln
| werden.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.nzz.ch/feuilleton/migrationsforscher-ruud-koopmans-asylsystem-europas-muss-reformiert-werden-ld.1725979>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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Professoren-Partei wird 10 Jahre "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2023-02-06 07:51 +0100
  Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-02-05 23:40 -0800
  Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Mike Grantz <invalid@invalid.invalid> - 2023-02-06 08:43 +0100
    No shit Sherlock Was: Professoren-Partei wird 10 Jahre Goetz Schultz <ng.expire1222@goetz.co.uk> - 2023-02-06 09:03 +0000
      Re: No shit Sherlock Was: Professoren-Partei wird 10 Jahre Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2023-02-06 12:33 +0100
        Re: No shit Sherlock Was: Professoren-Partei wird 10 Jahre Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-02-06 12:45 +0100
          Re: No shit Sherlock Was: Professoren-Partei wird 10 Jahre Karl Müller <mtb23@gmx.de> - 2023-02-06 12:34 +0000
            Re: No shit Sherlock Was: Professoren-Partei wird 10 Jahre Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-02-06 14:33 +0100
              Re: No shit Sherlock Was: Professoren-Partei wird 10 Jahre Karl Müller <mtb23@gmx.de> - 2023-02-06 14:43 +0000
            Re: No shit Sherlock Was: Professoren-Partei wird 10 Jahre Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-02-06 16:50 +0000
              Re: No shit Sherlock Was: Professoren-Partei wird 10 Jahre Karl Müller <mtb23@gmx.de> - 2023-02-06 17:04 +0000
                Re: No shit Sherlock Kay Martinen <usenet@martinen.de> - 2023-02-11 23:09 +0100
                Re: No shit Sherlock Karl Müller <mtb23@gmx.de> - 2023-02-12 06:30 +0000
      Re: No shit Sherlock Was: Professoren-Partei wird 10 Jahre Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2023-02-06 11:43 +0100
        Re: No shit Sherlock Was: Professoren-Partei wird 10 Jahre Goetz Schultz <ng.expire1222@goetz.co.uk> - 2023-02-06 13:06 +0000
    Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-02-06 14:36 +0100
      Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Mike Grantz <invalid@invalid.invalid> - 2023-02-06 15:03 +0100
        Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-02-06 18:26 +0100
          Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Bernd Ohm <invalid@invalid.invalid> - 2023-02-06 18:41 +0100
    Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2023-02-07 08:55 +0100
      Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-02-07 09:22 +0100
        Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-02-07 13:07 +0000
          Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-02-07 15:00 +0100
          Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-02-07 15:47 +0100
      Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-02-07 09:51 +0100
        Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-02-07 01:00 -0800
          Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-02-07 10:07 +0100
      Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2023-02-07 22:02 +0100
        Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre "DER GELAeUTERTE" <dergelaeuterte@web.de> - 2023-02-07 22:29 +0100
        Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-02-07 22:03 +0000
          Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2023-02-08 23:39 +0100
            Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-02-08 23:49 +0100
              Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-02-09 00:14 -0800
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-02-09 21:00 +0100
            Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-02-11 11:47 +0000
              Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-02-11 14:21 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-02-11 16:07 +0000
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-02-11 17:33 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-02-11 18:03 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-02-11 18:15 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-02-11 18:24 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-02-11 20:35 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-02-12 10:56 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-02-12 01:12 -0800
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-02-11 17:22 +0000
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-02-11 20:40 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-02-11 22:25 +0000
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-02-11 23:36 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-02-12 08:48 +0000
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-02-12 10:57 +0100
              Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2023-02-11 16:20 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-02-11 16:23 +0000
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-02-11 17:43 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-02-11 18:17 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-02-11 17:24 +0000
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-02-12 11:00 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-02-12 02:23 -0800
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-02-11 20:46 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-02-12 11:02 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-02-11 18:11 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre "DER GELAeUTERTE" <dergelaeuterte@web.de> - 2023-02-11 22:09 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2023-02-13 20:38 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-02-14 13:32 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-02-14 22:29 +0000
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-02-14 23:52 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-02-15 08:30 +0000
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-02-15 10:42 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-02-15 10:04 +0000
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-02-15 10:08 -0500
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-02-16 12:13 +0000
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-02-16 13:42 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-02-16 14:32 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-02-16 05:43 -0800
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Georg Gruber <g.gruber_hauwech@gmx.net> - 2023-02-16 14:21 +0000
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-02-17 08:06 -0500
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-02-17 14:10 +0000
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-02-17 07:38 -0800
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2023-02-15 05:48 +0000
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-02-14 23:45 -0800
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-02-15 08:29 +0000
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2023-02-16 20:08 +0100
                Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre "DER GELAeUTERTE" <dergelaeuterte@web.de> - 2023-02-11 22:09 +0100
    Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre "DER GELAeUTERTE" <dergelaeuterte@web.de> - 2023-02-07 22:29 +0100
  Re: Professoren-Partei wird 10 Jahre Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-02-06 10:03 +0100

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