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Groups > de.soc.senioren > #87323
| From | Wilhelm Ernst <newstrap@t-online.de> |
|---|---|
| Newsgroups | de.soc.senioren, ger.ct |
| Subject | Kästner - zur gefälligen Erinnerung des Auditoriums... |
| Date | 2022-12-01 16:46 +0100 |
| Organization | Jo - aber |
| Message-ID | <tmai91$hmee$1@solani.org> (permalink) |
Cross-posted to 2 groups.
Große Zeiten (1931) Die Zeit ist viel zu groß, so groß ist sie. Sie wächst zu rasch. Es wird ihr schlecht bekommen. Man nimmt ihr täglich Maß und denkt beklommen: So groß wie heute war die Zeit noch nie. Sie wuchs. Sie wächst. Schon geht sie aus den Fugen. Was tut der Mensch dagegen? Er ist gut. Rings in den Wasserköpfen steigt die Flut. Und Ebbe wird es im Gehirn der Klugen. Der Optimistfink schlägt im Blätterwald. Die guten Leute, die ihm Futter gaben, sind glücklich, daß sie einen Vogel haben. Der Zukunft werden sacht die Füße kalt. Wer warnen will, den straft man mit Verachtung. Die Dummheit wurde zur Epidemie. So groß wie heute war die Zeit noch nie. Ein Volk versinkt in geistiger Umnachtung. Erich Kästner (* 23. Februar 1899; † 29. Juli 1974) -- Reicher Mann und armer Mann standen da und sahn sich an. Und der Arme sagte bleich: Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich?. (B.Brecht)
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Kästner - zur gefälligen Erinnerung des Auditoriums... Wilhelm Ernst <newstrap@t-online.de> - 2022-12-01 16:46 +0100 Re: Kästner - zur gefälligen Erinnerung des Auditoriums... Gitta Faust <gitta.faust@gmx.de> - 2022-12-01 18:30 +0100
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