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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Newsgroups | ger.ct |
| Subject | Re: Generalmobilmachung |
| Date | 2022-05-10 15:02 -0400 |
| Organization | A noiseless patient Spider |
| Message-ID | <t5ecrb$p98$1@dont-email.me> (permalink) |
| References | <2b09f816-18b4-4e65-88c4-48069092681bn@googlegroups.com> <jdvlbaFtbdcU1@mid.individual.net> |
Salve allerseits, Hermann Riemann schrieb: > Am 08.05.22 um 13:20 schrieb Martin Kobil: > >> Die Welt schaut am 9. Mai gespannt nach Russland. > > Nach der Vermutung eine Großoffensive im Osten und im Süden der > Ukraine und dem was passierte war es nicht mehr so spannend. > +--- <hier abknabbern> --- | Ein eventueller russischer Erfolg im Donbass würde nach Auffassung der | amerikanischen Geheimdienste wahrscheinlich nicht das Ende von Russlands | Krieg gegen die Ukraine bedeuten. Der russische Präsident Wladimir Putin | bereite sich auf einen längeren Konflikt in der Ukraine vor, in dessen | Verlauf er immer noch beabsichtige, Ziele zu erreichen, die über die | Ostukraine hinausgingen, sagte US-Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines | am Dienstag bei einer Anhörung des Senats in Washington. | | „Wir gehen davon aus, dass sich die strategischen Ziele Putins | wahrscheinlich nicht geändert haben“, so Haines. Die Verlagerung der | russischen Streitkräfte in den Donbass sei wohl nur vorübergehend. | | Haines warnte außerdem vor einer Eskalation des Konflikts. Die | Ungewissheit des Kampfes, der sich zu einem Zermürbungskrieg entwickele, | bedeute in Verbindung mit dem Missverhältnis von Putins Ambitionen und | den militärischen Fähigkeiten Russlands einen „unvorhersehbaren und | potenziell eskalierenden Kurs“ in den kommenden Monaten. | | „Da sowohl Russland als auch die Ukraine glauben, dass sie militärisch | weiter vorankommen können, sehen wir zumindest kurzfristig keinen | gangbaren Verhandlungsweg“, sagte Haines. Putin rechne wahrscheinlich | auch damit, dass die Entschlossenheit der USA und der EU angesichts von | Inflation und Lebensmittelknappheit nachlasse. | | Haines betonte, dass die USA immer noch der Ansicht seien, dass Moskau | auch künftig eine „nukleare Rhetorik“ einsetze, um die USA und den | Westen davon abzuhalten, die Unterstützung für die Ukraine zu erhöhen. | „Wir gehen weiterhin davon aus, dass Präsident Putin den Einsatz von | Atomwaffen wahrscheinlich nur dann genehmigen würde, wenn er eine | existenzielle Bedrohung für den russischen Staat oder das russische | Regime wahrnehmen würde“, sagte Haines. | | *Moskau meldet Vorstoß bei Luhansk – Gouverneur spricht von „Fantasie*“ | | Knapp elf Wochen nach Kriegsbeginn sind die prorussischen Separatisten | in der Ostukraine nach Militärangaben aus Moskau bis an die | Verwaltungsgrenzen des Gebiets Luhansk vorgedrungen. Die Kleinstadt | Popasna, die bis vor Kurzem noch schwer umkämpft war, sei nun | „gesäubert“ von ukrainischen „Nationalisten“, sagte der Sprecher des | Verteidigungsministeriums in Moskau, Igor Konaschenkow, am Dienstag. | Russland hatte immer wieder erklärt, die Region Luhansk solle komplett | der ukrainischen Kontrolle entrissen werden. | | Der Luhansker Gouverneur Serhij Hajdaj bezeichnete diese Aussagen | hingegen als „Fantasie“. Die ukrainischen Soldaten hätten sich zwar aus | Popasna zurückziehen müssen, aber die Russen hätten die Verteidigung | keinesfalls durchbrochen, schrieb er im Nachrichtendienst Telegram. | | Zuletzt hatte Russlands Verteidigungsministerium Ende März Daten zu | Geländegewinnen im Donbass vorgelegt: Damals sollen 93 Prozent des | Luhansker Gebiets unter russischer Kontrolle gestanden haben und etwas | mehr als die Hälfte des Gebiets Donezk. | | In Nacht zum Dienstag habe Russland in verschiedenen Teilen der Ukraine | insgesamt mehr als 400 Ziele mit Raketen und Artillerie angegriffen, | hieß es. Im südukrainischen Gebiet Mykolajiw seien fünf Lager mit | Militärausrüstung zerstört worden. Dabei seien bis zu 380 ukrainische | Kämpfer getötet worden, sagte Konaschenkow. Diese Angaben waren von | unabhängiger Seite nicht überprüfbar. | | Nach ukrainischen Angaben verstärkten sich im Osten und im Süden der | Ukraine die Kämpfe am Dienstag. Im Donbass bereiteten sich die | russischen Truppen weiterhin auf Vorstöße in den Regionen Lyman und | Sewerodonezk vor, teilte der ukrainische Generalstab mit. Das | Asow-Stahlwerk in der südukrainischen Hafenstadt Mariupol werde weiter | mit Artillerie und aus der Luft angegriffen. | | Journalisten der Nachrichtenagentur AFP sahen zahlreiche Lkw mit | Soldaten und schwerer Ausrüstung, die aus der Stadt Sewerodonezk | herausfuhren, einer der letzten östlichen ukrainischen Bastionen. Dies | könnte auf einen Rückzug der ukrainischen Truppen aus Teilen des | Frontgebiets hindeuten. | | *Tote und Verletzte bei russischen Raketenangriffen auf Odessa* | | Bei russischen Raketenangriffen auf die ukrainische Hafenstadt Odessa | wurden in der Nacht zum Dienstag mindestens ein Mensch getötet und fünf | weitere verletzt. Das berichtete die Agentur Unian unter Berufung auf | die örtliche Militärführung. „Der Feind hält seinen psychologischen | Druck aufrecht und setzt seine hysterischen Attacken gegen friedliche | Zivilisten und die zivile Infrastruktur fort“, hieß es. | | Die Stadt wurde von zahlreichen Explosionen erschüttert, die sowohl auf | Raketeneinschläge als auch die Luftabwehr zurückzuführen waren. Nach | Medienberichten wurden unter anderem ein Einkaufszentrum und ein | Warenlager getroffen. | | Am Montagabend hatte die russische Luftwaffe nach Darstellung des | ukrainischen Militärs mehrere Hyperschallraketen vom Typ Kinschal auf | Odessa abgefeuert. Dabei seien „touristische Objekte“ getroffen und | mindestens fünf Gebäude zerstört worden, berichtete die „Ukrajinska | Prawda“. Laut CNN trafen die Raketen unter anderem zwei Hotels. | | Die Hafenstadt im Süden der Ukraine ist seit Sonntagabend Ziel | verstärkter russischer Raketenangriffe. Am Montagnachmittag schlugen | während eines Besuchs von EU-Ratspräsident Charles Michel mehrere | Raketen in der Region ein. Michel und der ukrainische Ministerpräsident | Denys Schmyhal mussten deswegen Schutz suchen. Damit zeige Russland | seine wahre Haltung gegenüber Europa, kommentierte am Abend Präsident | Wolodymyr Selenskyj. | | *Verteidigung von Asowstal dauert an* | | Das ukrainische Asowstal-Stahlwerk in der Hafenstadt Mariupol ist in den | letzten 24 Stunden 34 Mal aus der Luft angegriffen worden. Das teilte | das Asow-Regiment der ukrainischen Nationalgarde am Dienstag mit. Das | Regiment erklärte, die Russen setzten auch den Beschuss mit Artillerie | fort und versuchten mit Panzern und anderen Waffen, die „ukrainische | Festung einzunehmen“. Erstürmungsversuche mit Infanterieeinheiten | erfolgten täglich, hieß es. Das Asow-Regiment ist eine von mehreren | Einheiten, die in der weitläufigen Anlage ausharren und diese verteidigen. | | Entgegen Berichten über die vollständige Evakuierung aller Zivilisten | aus Asowstal sollen sich dort immer noch rund 100 Zivilpersonen | aufhalten. Zudem hielten sich immer noch rund 100.000 Menschen in der | schwer zerstörten Stadt auf, sagte der regionale Verwaltungschef Pawlo | Kyrylenko am Montagabend. „Schwer zu sagen, wer von ihnen die Stadt | verlassen will“, wurde er von der „Ukrajinska Prawda“ zitiert. | | „Hunderte sind verletzt“, sagte die ukrainische Vize-Regierungschefin | Iryna Wereschtschuk am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Einige der | Soldaten seien „schwer verletzt“ und müssten „dringend“ aus dem | Stahlwerk herausgeholt werden, sagte Wereschtschuk. „Die Situation | verschlimmert sich täglich.“ | | Unterdessen hat das ukrainische Militär vor möglichen Angriffen | Russlands auf die Chemieindustrie des Landes gewarnt. Die Warnung des | ukrainischen Generalstabs vom Dienstag wurde zunächst nicht weiter | erörtert. Russland hat in dem Krieg jedoch Öldepots und andere | Industrieanlagen attackiert. Die Möglichkeit von Sabotage der | Chemieindustrie der Ukraine und der Beschuldigung von Einheiten der | ukrainischen Streitkräfte sei nicht ausgeschlossen, hieß es. | | *Präsidentenberater: Russland zieht Krieg in die Länge* | | Auch der 9. Mai war für die russischen Truppen kein „Tag des Sieges“. An | der Front im Osten der Ukraine gab es bis zum Dienstagmorgen lediglich | minimale Geländegewinne in der Region von Sewjerodonezk, wie der | unabhängige Thinktank Institute for the Study of War (ISW) auf Twitter | berichtet. | | Bei Charkiw gerät die russische Armee demnach unter ukrainischen Druck. | Es sei wahrscheinlich, dass Russland im Oblast Belgorod weiter Truppen | massiert, um zu verhindern, dass die ukrainische Armee rund um Charkiw | Gegenangriffe startet – und in Richtung der ukrainisch-russischen Grenze | vorstößt. | | Wie das ISW unter Berufung auf einen ranghohen Vertreter des russischen | Besatzungsregimes im Südosten der Ukraine berichtet, strebt Russland | eine Annexion der besetzten Gebiete an. Das Ziel ist demnach anders als | 2014 nicht die Schaffung von prorussischen Republiken, sondern die | Eingliederung in das russische Staatsgebiet. | | Das deckt sich mit der Analyse eines ukrainischen Regierungsberaters. Es | gehe Moskau um die Erringung der Dominanz in den gesamten Regionen | Luhansk, Donezk im Osten sowie Cherson im Süden der Ukraine, sagte | Präsidentenberater Alexander Arestowytsch in einer Reaktion auf Wladimir | Putins Rede bei der Militärparade in Moskau. | | Damit hätte Putin die Kontrolle über das Industriegebiet Donbass, | darunter die Hafenstadt Mariupol, und einen Landkorridor zu der | Halbinsel Krim, die Russland 2014 von der Ukraine annektierte. | | Russland werde den Krieg in die Länge ziehen und die ukrainische | Wirtschaft auszubluten versuchen, um die Regierung in Kiew zu bewegen, | die drei Regionen in der Ostukraine aufzugeben, sagte Arestowytsch. Die | Fähigkeit der Ukraine, die Pläne zu vereiteln, hänge davon ab, ob der | Westen sie mit den benötigten schweren Waffen versorge. | | Putin habe auf dem Roten Platz in Moskau erklärt, dass Russland die | Erinnerung an jene, die im Zweiten Weltkrieg gekämpft hätten, ehren | werde, indem „alles getan wird, damit der Schrecken eines globalen | Krieges nicht wieder geschieht“, sagte Olexij Arestowytsch. | | Übersetzt vom „Kreml-Sprech ins Russische“ bedeute dies: Es wird keinen | Nuklearkrieg geben. Es wird keinen Krieg mit der Nato geben. Stattdessen | werde sich Putin auf die Gebiete im Südosten der Ukraine konzentrieren. +--- </hier abknabbern> --- ©<https://www.welt.de/politik/ausland/article238659509/Ukraine-Krieg-US-Geheimdienste-glauben-derzeit-nicht-an-Verhandlungsloesung.html> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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Generalmobilmachung Martin Kobil <MartinKobil@epost.de> - 2022-05-08 04:20 -0700
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