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Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme

From "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Newsgroups ger.ct
Subject Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme
Date 2022-02-22 08:32 +0100
Message-ID <sv23iv$fevi$1@solani.org> (permalink)
References <sv0emk.is.1@wxp-nb-pm.local> <sv0c21$1i4o0$1@solani.org> <sv12b3$hgt$1@dont-email.me> <gkxn9uuz2bti$.1o0zh3lxpdys$.dlg@40tude.net>

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Am 22.02.22 um 08:21 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Algen sind keine Pilze, dagegen dürften diese Anstriche auch nicht helfen.
> 
> Ich halte auch wenig von diesem Dämmkram.

Baubiologisch ist die Plastikverkleidung eine Katastrophe. Ein Haus muß 
Feuchtigkeit nach aussen abgeben können. Mein Haus darf das noch. Da 
wird nichts draufgeklebt.

Google mal nach "feuchte Kammer".

Oder lies das hier:


https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article13372977/Sanierte-Haeuser-massenhaft-von-Algen-befallen.html

"Giftige Schimmelpilze: Sanierte Häuser massenhaft von Algen befallen
Immer mehr Häuser mit Wärmedämmung sind mit einer Algenschicht 
überzogen. Den Bewohnern drohen ernsthafte gesundheitliche Schäden.

Veröffentlicht am 15.05.2011


Alles grün macht – nicht nur – der Mai: Das gilt zumindest für Häuser, 
deren Fassaden mit dicken Platten aus Polystyrol, Polyurethan, Glas- 
oder Steinwolle energetisch saniert wurden. Sie werden von Monat zu 
Monat grüner. Denn Algen sprießen an diesen Wärmedämmverbundsystemen 
oftmals in kurzer Zeit in alle Richtungen. Insbesondere die ansonsten 
auf Waldböden gedeihende Grünalge Fritschiella siedelt sich gern an 
gedämmten Wänden an und kann mit der Zeit Putz und Dämmung zerstören – 
und sogar die Bewohner krank machen.

Wie gravierend das Problem ist, zeigt ein Blick ins Internet: Zur 
Wortkombination „Algenbefall Fassade“ liefert die Suchmaschine Google 
361.000 Treffer. Betroffen sind nicht nur Besitzer von Eigenheimen. Auch 
Wohnungsunternehmen haben mit dem grünen Schleim zu ringen, seit die 
Regierung eine immer stärkere Dämmung für Wohngebäude vorschreibt und 
die Energieeinsparverordnung deshalb wiederholt verschärft hat.

Ziel ist es, den Heizenergieverbrauch und die Kohlendioxidemissionen zu 
verringern. Das bei der Verfeuerung fossiler Brennstoffe entstehende Gas 
steht im Verdacht, deutlich zur Klimaerwärmung beizutragen. Doch die 
strengen Vorgaben stoßen wegen ihrer hohen Kosten und Nebenwirkungen bei 
immer mehr Hauseigentümern und der Wohnungswirtschaft auf Widerstand.

Zu diesen Nebenwirkungen zählt auch, dass frisch abgedichtete Fassaden 
oftmals innerhalb von nur einem Jahr mit einer glibberigen Algenschicht 
überzogen sind. Die für Zehntausende von Euro energetisch sanierten 
Wände lassen die Häuser morbide erscheinen und vermitteln den Eindruck 
heruntergewirtschafteter Immobilien. Ein Anblick, der potenzielle Mieter 
abschreckt.

„Algenbefall kann zum ästhetischen Problem werden“, sagt Ingrid Vogler, 
Referentin für Energiesparmaßnahmen beim GdW Bundesverband deutscher 
Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Viel schlimmer ist allerdings, dass 
auch die Gesundheit der Bewohner durch Algenbefall gefährdet ist. „Wo 
die winzigen pflanzenartigen Lebewesen wachsen, tummeln sich automatisch 
auch Schimmelpilze“, erläutert der Leipziger Bauingenieur und Chemiker 
Peter Rauch.

Sporenträger lösen gefährliche Krankheiten aus

Denn beide Arten benötigen einen feuchten Untergrund, um zu gedeihen. 
„Während Algen erst ab einer Umgebungsfeuchte von rund 92 Prozent 
wachsen können, genügt den Pilzen jedoch eine niedrigere Feuchte“, sagt 
Rauch. „Deshalb ist zwangsläufig mit einer höheren Pilzkonzentration zu 
rechnen, wenn Algenbewuchs an einer Fassade vorliegt.“

Werden Haus oder Wohnung gelüftet, gelangen die Sporenträger in die 
Raumluft und können eine ganze Reihe von Krankheiten auslösen: Von 
Asthma über Lungenemphyseme bis hin zur mitunter tödlich verlaufenden 
Aspergillose, einer Entzündung von Atemorganen, Haut- und Schleimhäuten, 
reicht die Bandbreite der möglichen Folgen.

Wie groß die Gefahren sind, zeigt eine Hochrechnung von Medizinern der 
Uni Würzburg. Danach sterben jedes Jahr in Deutschland rund 2500 
Menschen an den Folgen von Schimmelpilzinfektionen. Seit Langem ist 
bekannt, dass stark gedämmte Häuser verstärkt unter Schimmelbefall 
leiden. „Die hermetische Abdichtung des Wohnbereichs hat zu deutlicher 
Zunahme des Schimmelpilzbefalls geführt“, berichtet das Deutsche 
Ärzteblatt, das Fachorgan der Bundesärztekammer.

Bislang gilt mangelndes Lüften als Ursache. Durch die dicken 
Dämmmaterialen kann die beim Duschen und Kochen entstehende 
Luftfeuchtigkeit nicht entweichen. Deshalb müssten die Fenster öfter 
aufgerissen werden, um einen Luftaustausch zu ermöglichen, rät die von 
der Bundesregierung als Kompetenzzentrum für ihr Energiesparprogramm 
gegründete Deutsche Energieagentur (dena).

Doch die Sporenträger könnten auch beim Lüften in die Räume geweht 
werden, wenn sie an der Außenwand siedeln, sagt Rauch. „Ist die 
Konzentration von Pilzen im Außenbereich höher, wirkt sich dies 
zwangsläufig auch auf die Konzentration im Inneren aus.“

Wetterwand gegen Dauerrregen schützen

Peter Seelig, Geschäftsführer des Gesamtverbands Dämmstoffindustrie 
(GDI), hält eine starke Dämmung nicht für die Ursache des Problems: 
„Algen und Schimmelpilze wachsen überall dort, wo es feucht ist.“ 
Deshalb sei ein Befall eine Folge konstruktiver Fehler. Vor allem die 
Wetterwand eines Hauses müsse – beispielsweise durch ein vorspringendes 
Dachs – ausreichend gegen Dauerregen geschützt werden, um die Fassade 
trocken zu halten.

Das Fraunhofer-Institut kommt in einer Studie jedoch zu einem anderen 
Ergebnis. Danach führt die starke Dämmung „zu kälteren Wandaußenflächen, 
auf denen Wasser kondensiert“. Wissenschaftler sprechen vom sogenannten 
„Tauwassereffekt“. „Die stark gedämmten Fassaden können keine 
Sonnenwärme speichern und werden auch nicht durch die Innenraumluft 
erwärmt“, erläutert der Bremer Architekt und Bausachverständige Ulrich 
Schiffler. „Deshalb kühlt ihre Außenfläche nachts stark ab.“

Die Feuchtigkeit in der Luft kondensiere dann auf der dünnen Putzschicht 
und bilde den Nährboden für Algen und Pilze. „Das Problem tritt fast nur 
bei Wärmedämmverbundsystemen auf“, sagt der Experte. „Bei monolithischen 
Mauerwerken aus Porenbetonbausteinen und zweischaligen 
Backsteinklinkerwänden können sich Algen und Schimmelpilze hingegen kaum 
ansiedeln.“ Diese Materialen würden auch im Winter bis tief in die Nacht 
hinein genügend Wärme aus dem Sonnenlicht speichern können, um zu 
verhindern, dass zu viel Luftfeuchtigkeit an den Wänden kondensiert.

Das Kondenswasser könne mit der Zeit auch die Fassade schädigen, sagt 
Bauingenieur Rauch. „Wenn das Wasser im Winter in winzige Löcher in der 
Struktur eindringt und gefriert, kann es mit den Jahren erst den Putz 
und später die darunter liegende Dämmung sprengen.“ Sehr stark betroffen 
seien dabei nordseitige Außenwandflächen.

„Dort kann die Oberfläche wegen der fehlenden Sonneneinstrahlung nur 
langsam und an manchen Tagen gar nicht abtrocknen“, erläutert der 
Experte. Um Algen und Schimmel von Fassaden fernzuhalten, setzt die 
Baustoffindustrie bislang auf Farben und Putze, die mit pilztötenden 
Fungiziden und algenschädlichen Bioziden versehen sind.

Gifte gelangen ins Grundwasser

Doch neueste Untersuchungen aus der Schweiz zeigen, dass diese Gifte 
kontinuierlich ausgewaschen werden. Mit gravierenden Folgen nicht nur 
für das Grundwasser. „Vor allem in wasserstauenden Böden gelangen die 
algen- und pilztötenden Chemikalien schnell auch in Obst und Gemüse in 
den Gärten von Eigenheimbesitzern“, warnt Sachverständiger Schiffler.

Um welche Dimensionen es geht, zeigt eine gemeinsame Studie der 
Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) und der 
Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und 
Gewässerschutz (EAWAG). Danach sind Giftauswaschungen aus 
Fassadenbeschichtungen neben den in der Landwirtschaft eingesetzten 
Pflanzenschutzmitteln eine der Hauptursachen für die Belastung der 
Gewässer mit organischen Schadstoffen.

„Von den jährlich in der gesamten Schweiz verbrauchten 7400 Tonnen 
Bioziden werden rund 25 Prozent in Baumaterialien eingesetzt“, haben die 
Forscher ermittelt. „Um die von heutigen Gebäudematerialien ausgehende 
Umweltbelastung“ zu reduzieren, sollten verstärkt algenhemmende „Farben 
und Putze ohne Biozide entwickelt werden“, lautet das Fazit der Studie. 
Das ist allerdings kein leichtes Unterfangen. Denn bislang gibt es keine 
Stoffe, die zwar Algen und Pilzen den Garaus machen, ansonsten aber so 
harmlos wie ein wuchtiger Pfälzer Riesling sind.

Eine Lösung des Problems hat nun der deutsche Baufarben- und 
Bauverbundfolienhersteller Dörken entwickelt. Die Holding in Herdecke 
hat sich jetzt ein Gitternetz patentieren lassen, mit dem 
Wärmedämmverbundsysteme wie die Heckscheibe eines Autos elektrisch 
beheizt werden können. Vorerst werde das Produkt jedoch nicht an den 
Markt gebracht, sagt Vorstand Marcus Kalde. „Wir sehen derzeit keine 
großen Absatzchancen.“

Diese Einschätzung bestätigen erste Reaktionen aus der Bau- und 
Wohnungswirtschaft. „Eine elektrische Beheizung der Außenfassade ist 
völliger Humbug“, sagt GdW-Expertin Vogler. Dieser Ansicht ist auch der 
Bausachverständige Schiffler: „Das wäre wirklich der Treppenwitz der 
Geschichte, wenn der deutsche Energiesparwahn dazu führen würde, dass 
Gebäude am Ende so massiv gedämmt werden, dass anschließend elektrischer 
Strom verschwendet werden muss, nur um die Außenfassade künstlich zu 
erwärmen.“

-- 
Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...

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Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2022-02-21 16:30 +0100
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          Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-02-22 15:19 +0100
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        Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2022-02-22 10:26 -0800
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      Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-02-22 09:20 +0100
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          Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-02-22 15:25 +0100
          Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2022-02-22 10:30 -0800
        Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2022-02-22 15:57 +0100
          Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2022-02-22 16:28 +0100
            Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2022-02-22 16:30 +0100
              Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2022-02-23 10:07 +0100
                Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2022-02-23 10:13 +0100
                Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-02-23 01:26 -0800
          Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2022-02-22 17:54 +0100
          Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-02-22 18:29 +0100
  Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Volker Neurath <neanderix@gmx.de> - 2022-02-21 18:20 +0100
    Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-02-21 18:52 +0100
  Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2022-02-21 21:45 +0100
  Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropord�mmung sorgt f�r W�rme Juergen <schreibsklave@web.de> - 2022-02-22 00:19 +0100
    Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2022-02-22 00:26 +0100
      Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme hc.ahlmann@gmx.de (HC Ahlmann) - 2022-02-22 10:05 +0100
        Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Volker Neurath <neanderix@gmx.de> - 2022-02-22 17:45 +0100
          Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2022-02-22 17:56 +0100
            Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2022-02-22 18:11 +0100
          Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2022-02-22 19:14 +0100
          Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme hc.ahlmann@gmx.de (HC Ahlmann) - 2022-02-22 22:04 +0100
            Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2022-02-23 06:49 +0100
      Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropord�mmung sorgt f�r W�rme Juergen <schreibsklave@web.de> - 2022-02-23 11:53 +0100
  Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2022-02-22 19:09 +0100
    Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2022-02-22 20:47 +0100
      Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2022-02-22 21:13 +0100
        Re: Aus UFHs Heimatstadt: Styropordämmung sorgt für Wärme Michael Pachta <mipani@gmx.de> - 2022-02-23 16:55 +0100

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