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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Newsgroups | ger.ct |
| Subject | Re: Vielerorts starke Duerre |
| Date | 2022-02-02 10:29 -0500 |
| Organization | A noiseless patient Spider |
| Message-ID | <ste81f$u4g$1@dont-email.me> (permalink) |
| References | (1 earlier) <20220129145310.1d8d976d.dietz-usenet@rotfl.franken.de> <st82g7$inl$1@dont-email.me> <st8372$vap$1@dont-email.me> <std76b$dka$1@dont-email.me> <stdgjv$tg0$1@dont-email.me> |
Salve allerseits, Martin Ebert schrieb: > Am 02.02.22 um 07:09 schrieb Gunter Kühne: > >> Und bald stehen deutsch Panzer in Russland > > Gunni, ganz im Vertrauen: Wir haben gar keine Panzer. Wir haben 250 > Panzer, zudem werden weitere 250 reaktiviert. Du weißt, wie viele > Panzer in der DDR standen? Ich meine, dass das 6.000 waren, damals > war noch was los. Was willst Du denn mit 500 Panzern? Rügen > einnehmen? > +--- <hier abknabbern> --- | Der Gesamtumfang des Geräts und damit die materielle Basis, auf welche | die Truppe zurückgreifen kann, hat sich im Zeitraum Mai bis Oktober 2021 | weiter erhöht. Dies sei unter anderem auf die Auslieferung von | ungepanzerten und gepanzerten Transportfahrzeuge der Zulassungsklassen 5 | bis 15t, den Abschluss der Serienauslieferung beim Schützenpanzer Puma | im August sowie den Zulauf von Hubschraubern des Typs NH90 Sea Lion an | die Deutsche Marine zurückzuführen, heißt es im aktuellen Bericht zur | „Materiellen Einsatzbereitschaft der Hauptwaffensysteme der Bundeswehr“, | der am 13. Januar veröffentlicht wurde. Mit dem Papier setzt das | Bundesministerium der Verteidigung die in den vergangenen Jahren | etablierte Berichterstattung fort. | | Der Bericht II/2021 umfasst 71 Hauptwaffensysteme und bildet damit das | gleiche Portfolio ab wie der vorangegangene Bericht vom 1. Juni 2021. | Für die Öffentlichkeit einsehbar ist lediglich der offene Teil I des | Berichts, während der als geheim eingestufte Teil II eine Gesamtschau | über die materielle Einsatzbereitschaft enthält, die aufgrund der hohen | Detailtiefe der Informationen konkrete Rückschlüsse auf aktuelle | Fähigkeiten der Bundeswehr zulässt und deshalb nicht veröffentlicht wird. | | *Zur Lage der materiellen Einsatzbereitschaft* | | Die materielle Einsatzbereitschaft aller 71 Hauptwaffensysteme hat sich | im Berichtszeitraum insgesamt verstetigt und in einigen Bereichen leicht | verbessert. Sie liegt mit durchschnittlich 77 Prozent geringfügig über | den 76 Prozent aus dem vorangegangenen Bericht. Die Zielgröße von 70 | Prozent durchschnittlicher materieller Einsatzbereitschaft übertrafen | hierbei 38 Hauptwaffensysteme, 11 lagen unter 50 Prozent (davon 6 | Altsysteme). Die durchschnittliche materielle Einsatzbereitschaft von | Kampffahrzeugen lag bei 71 Prozent, für Kampfeinheiten der Marine bei 72 | Prozent, für die Kampf- und Transportflugzeuge bei 65 Prozent, für alle | Unterstützungsfahrzeuge (Logistik, Sanität und CIR) bei 82 Prozent und | bei den Hubschraubern weiterhin bei nur 40 Prozent. | | *Äußere Einflussgrößen* | | Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, kommt in | dem Bericht zum Schluss, dass die Bundeswehr in der Lage ist, ihre | Aufgaben kurzfristig, flexibel und gemeinsam mit unseren Verbündeten | innerhalb sowie auch außerhalb Deutschlands zu erfüllen. Er betont | darüber hinaus, dass angesichts der vielfältigen Aufgaben der | Streitkräfte im Berichtszeitraum – wie den Unterstützungsaufgaben im | Zuge der COVID-19-Pandemie und der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021, | der Beendigung des Einsatzes und Rückführung des Materials aus | Afghanistan, der Evakuierung deutscher und ausländischer | Staatsangehöriger, afghanischer Ortskräfte sowie weiterer Personen aus | Kabul – die Bundeswehr ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt | habe. | | In besonderem Maße beeinflusst die Pandemie weiterhin die materielle | Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. Der Ausbildungs- und Übungsbetrieb | hat im Berichtszeitraum zwar wieder zugenommen, industrieseitige | Einschränkungen wirken sich jedoch weiterhin verzögernd auf | Umrüstungsmaßnahmen einzelner Waffensysteme aus. | | *Schützenpanzer Puma* | | In einem Fokus-Projekt für den Generalinspekteur, den Schützenpanzer | Puma, konnte die Einsatzbereitschaft im Berichtszeitraum erneut | verbessert werden. Die materielle Einsatzbereitschaft des | Kettenfahrzeugs wurde mit durchschnittlich 65 Prozent (+11 Prozent) und | in der Spitze sogar 75 Prozent (+15 Prozent) gegenüber dem | vorangegangenen Berichtszeitraum deutlich gesteigert. Die zwischen der | Industrie und der Bundeswehr fortgeschriebene Zielvereinbarung hatte | offenbar einen wesentlichen Anteil an dieser positiven Entwicklung. Auch | konnte im Februar 2021 mit der erfolgreichen „Taktischen Untersuchung“ | die Gefechtstauglichkeit des Pumas und damit dessen Eignung für den | Einsatz im Rahmen der Eingreiftruppe der NATO für den Zeitraum 2022 bis | 2024 nachgewiesen werden. | | *Fliegende Systeme – die Sorgenkinder* | | Im Bereich der Drehflüglersysteme wurde als ursächlich für die niedrige | Einsatzbereitschaft der Sachverhalt bewertet, dass insbesondere bei den | „komplexen“ Hubschraubern, wie dem NH 90 TTH, NH 90 Sea Lion oder dem | Kampfhubschrauber Tiger, die zeitaufwändigen Wartungs- und | Inspektionsmaßnahmen sowie die laufenden Umrüstungsmaßnahmen zur | Vereinheitlichung der Konstruktionsstände pandemiebedingt durch | Einschränkungen bei der Industrie verzögert sind. Bei den „alten“ | Hubschraubern, wie dem mittleren Transporthubschrauber CH-53 der | Luftwaffe oder den Bordhubschraubern Sea King und Sea Lynx der Marine, | wird die Einsatzbereitschaftslage durch die altersbedingte | Störanfälligkeit und eine stellenweise schwierige Ersatzteillage | beeinflusst, die nur noch mit hohem Aufwand und unter großen | Anstrengungen aufrecht zu erhalten ist. | | Insbesondere beim weiterhin unbefriedigenden Niveau der Verfügbarkeit | beim Tiger werde durch Maßnahmen zum Abbau des Inspektionsstaus | frühestens Ende 2023 Wirkung erzielt werden, so die Prognose. Mit der | vollständigen Beseitigung des Staus sei aber nicht vor Ende 2026 zu | rechnen. Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen sind unter | anderem der Aufwuchs einer weiteren militärischen Wartungsstaffel zur | Stärkung der Eigenbefähigung für den Tiger bis 2025. | | Auch mit Mitteln zur Erhöhung der Verfügbarkeit, wie beim Kampfflugzeug | Eurofighter mit der Umsetzung des Performance-Based-Logistics | (PBL)-Ansatzes im internationalen Vertrag oder dem geschlossenen | Standardisierten Instandhaltungsleistungsvertrag (SILV) für den TTH, | sind dem Bericht zufolge ab 2022 Verbesserungen zu erwarten. | | *Die Lage in den Clustern* | | Bei den 14 Systemen in der so genannten Einführungs- bis Wachstumsphase, | wie beispielsweise dem Puma, dem Transportflugzeug A400M, den | NH90-Mustern sowie den geschützten und ungeschützten Transportfahrzeugen | der Zuladungsklassen 5t und 15t sei im Berichtszeitraum eine | durchschnittliche materielle Einsatzbereitschaft von 88 Prozent | (gegenüber 85 Prozent im vorangegangenen Berichtszeitraum) zu | verzeichnen. Dabei ist allerdings zur berücksichtigen, dass bei den in | großen Stückzahlen ausgelieferten neuen marktverfügbaren LKW ein hoher | Einsatzbereitschaftsstand von 96 Prozent zu verzeichnen ist. | | Bei den 32 Systemen im Cluster der Reife- bis Sättigungsphase mit den | prominenten Vertretern Kampfpanzer Leopard 2, GTK Boxer, Transportpanzer | Fuchs und anderen bewährten Systemen ist eine stabile materielle | Einsatzbereitschaft von durchschnittlich 76 Prozent erreicht worden. | Dies wird auf die langjährige Versorgungsreife, die vorhandenen | logistischen Grundlagen (Daten und Dokumentationen) und etablierten | Verfahren und Prozesse zurückgeführt. | | Für die 25 Systeme in der Sättigungs- bis Degenerationsphase, wie | beispielsweise den Schützenpanzer Marder, das Kampfflugzeug Tornado, der | CH-53, dem Seefernaufklärer P-3C Orion und den schwimmenden Systeme – | dazu zählen unter anderem Flottendienstboote, Tender und | Betriebsstoffversorger – konnte im Berichtszeitraum eine | durchschnittliche materielle Einsatzbereitschaft von 68 Prozent erreicht | werden. Damit wurde der im vorangegangenen Berichtszeitraum | festgestellte, rückläufige Trend (von 69 Prozent auf 65 Prozent) | aufgefangen und stabilisiert. | | Es wurde aber auch dargestellt, dass bei sieben Systemen diese | allerdings unter 50 Prozent liegt. Positiv herausgestellt wurde, dass im | Berichtszeitraum in dieser Hinsicht durch die parlamentarische Billigung | wichtiger Nachfolgeentscheidungen, zum Beispiel für die | Flottendienstboote ein positiver Weg in die Modernisierung zu erkennen | ist. | | Es ist aber auch festzuhalten, dass die weiteren notwendigen | Entscheidungen zu den Nachfolgesystemen, beispielsweise des Tornados und | der CH-53, derzeit noch auf sich warten lassen – nicht zu vergessen das | 2. Los Puma. Und es darf auch nicht außer Acht gelassen werden, dass die | betreffenden Systeme mit zunehmend hohem materiellen, personellen und | finanziellen Aufwand viele Jahre weiterbetrieben werden müssen, bis | Nachfolgesysteme eingeführt werden. | | *Verfügbarkeit der Systeme für Ausbildung, Übung und Einsatz* | | Im Bericht wurde auch die Differenz zwischen Gesamtbestand und | verfügbaren Bestand herausgestellt. Der Gesamtbestand umfasst sämtliche | Systeme, die im Bestandsnachweis der Bundeswehr erfasst sind. Zum | verfügbaren Bestand werden die Systeme gezählt, die für Einsatz, | einsatzgleiche Verpflichtungen, Übung und Ausbildung in der Truppe | tatsächlich nutzbar sind. Die Differenz an Systeme befindet sich vor | allem in langfristigen Instandsetzungen, Umrüstungsmaßnahmen oder zur | Anpassungen der Konstruktionsstände in der Industrie. Als Beispiel | hierfür wurde der Leopard 2 genannt, bei dem dieses Verhältnis bei 183 | zu 289 Systemen liegt, da der Panzer auf den Stand A7V hochgerüstet | wird. In Zukunft wird die Entwicklung bei Puma mit der geplanten „S1“ | genannten Konstruktionsstandanpassung der gesamten Flotte auf Basis des | Rüststandes „VJTF“ zu beobachten sein. In einem ersten Schritt wurde die | Modernisierung von 154 Schützenpanzern auf diesen Stand bereits | beauftragt. | | Positiv entwickelt sich die Situation diesbezüglich bei der | Gefechtsfeldbrücke Leguan mit sechs von sieben Systemen (Delta: 14 | Prozent) sowie beim GTK Boxer mit 259 von 333 Systemen (Delta: 22 | Prozent), bedingt durch einen hohen Stand der Einsatz- und | Versorgungsreife beziehungsweise dem Ausbau von Ersatzeil- und | Kreislaufvorräten. | | Insbesondere der Inspekteur des Heeres konzentriert seine Anstrengungen | im Rahmen der Initiative Einsatzbereitschaft auf den Kräftebeitrag zur | NRF (L) 2022-2024 und damit auf die Einsatzbereitschaft dieser Brigade, | die bislang stabil mit über 80 Prozent bei den eingesetzten | Hauptwaffensystemen ausgewiesen wird und fordert für das Heer unter | anderem einen ausreichenden materiellen Handlungsspielraum. | | *Weiteres Vorgehen* | | Der Generalinspekteur gibt im vorgelegten Bericht einen Ausblick in dem | er feststellt, dass die Einsatzbereitschaft für die Landes- und | Bündnisverteidigung sowie für weitere Aufgaben und Aufträge der Maßstab | sei, an dem die Bundeswehr auch international und durch die | Bündnispartner gemessen werde. | | Einsatzbereitschaft erfordert aber auch mehr als nur materiell | einsatzbereite Waffensysteme. Sie bedarf vielmehr einer vernetzten | Betrachtung aller Ressourcen- und Planungskategorien, die sich auf die | Gesamteinsatzbereitschaft der Streitkräfte auswirken. | | Dazu sind aber verfügbare Haushaltsmittel ein, die personellen und | betrieblichen weitere Aspekte, die darauf einen erheblichen Einfluss | haben. | | Der Generalinspekteur beabsichtigt in der Lage zur Einsatzbereitschaft | künftig Zielhöhen für Fähigkeits- und Kräftebeiträge vorzugeben, die – | unter Berücksichtigung der Bündnisverpflichtungen – für konkrete | Aufgaben und Einsätze zur Verfügung stehen sollen. Auf dieser Basis | können dann Aussagen zur Aufgaben und Auftragserfüllung getroffen werden | und nach seiner Bewertung noch gezieltere Steuerungsimpulse abgeleitet | werden. | | Mit einem neuen Ansatz, an dessen Ausgestaltung dem Bericht zufolge | aktuell mit Hochdruck gearbeitet wird, soll sich ein erweitertes Bild | der Einsatzbereitschaft ergeben, über das in einem weiterentwickelten | Bericht zur Einsatzbereitschaft der Streitkräfte informiert werden soll. | | Man darf also gespannt sein auf den Mitte des Jahres bereits | weiterentwickelten Bericht zur Einsatzbereitschaft, der neben dem | bewährten Format die „Befähigung zur Auftragserfüllung“ bereits in einem | umfassenderen Ansatz, gegebenenfalls mit Fokus auf ausgewählte | Truppenteile, darstellen soll. +--- </hier abknabbern> --- ©<https://esut.de/2022/01/meldungen/31923/bundeswehr-keine-grossen-fortschritte-in-der-materiellen-einsatzbereitschaft/> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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Re: Vielerorts starke Duerre Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2022-02-03 12:24 +0100
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Re: Vielerorts starke Duerre Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-02-04 00:29 -0800
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Re: Vielerorts starke Duerre Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2022-02-04 09:28 +0100
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Re: Vielerorts starke Duerre Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-02-05 11:24 +0100
Re: Vielerorts starke Duerre Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-02-05 11:19 +0100
Re: Vielerorts starke Duerre "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2022-02-03 12:43 +0100
Re: Vielerorts starke Duerre Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2022-02-03 13:20 +0100
Re: Vielerorts starke Duerre Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2022-02-03 12:35 +0000
Re: Vielerorts starke Duerre Johannes Leckebusch <jlnospam@johannes-leckebusch.de> - 2022-02-03 20:03 +0100
Re: Vielerorts starke Duerre Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-02-05 02:33 -0800
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