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Re: Das Ex-Habsburgerreich in Aufruhr

From Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Newsgroups ger.ct
Subject Re: Das Ex-Habsburgerreich in Aufruhr
Date 2021-10-10 08:23 -0400
Organization A noiseless patient Spider
Message-ID <sjulvg$s33$1@dont-email.me> (permalink)
References <sjsm4u$345$1@solani.org> <sjsqs7$55r$1@dont-email.me> <sjtspi$ktp$1@solani.org>

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Salve allerseits,

Dr. Joachim Neudert schrieb:
> Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
> wrote:
>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>> 
>>> Kurz in Österreich zurückgetreten. Babis in Tschechien abgewählt.
>>> Aufregende Zeiten.
>>> 
>> Schon seltsam! Aber seit wir in den Staaten leben, ist die Erklärung zum
>> Jahrestag der Revolution von Xí Jìnpíng¹, für uns wesentlich relevanter
>> als alles, was Du da oben erwähnt hast – die Europäische Union und
>> ihre ewigen Intrigen ist für die meisten Yankees schlicht absolut
>> irrelevant... ( ̄ω ̄)p
> 
> Das ist wohl  so, ja. Umgekehrt gilt aber dasselbe. Die New York
> Times galt mal als beste Zeitung der Welt, ich habe sie online. Aber
> da steht nichts mehr drin von Interesse. Politische Cartoons und
> Humor haben sie entfernt, um PC zu sein. Die ganzen Probleme die das 
> prüde Land beherrschen, interessieren ausserhalb der USA niemanden
> mehr. Es fehlt vollkommen das Verständnis. Auseinandergelebt.
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| Es ist das geplatzte U-Boot-Geschäft zwischen Frankreich und Australien,
| das viele in Europa irritiert - die französische Regierung ganz
| besonders. Wie konnte es sein, dass Washington Paris derart vor den Kopf
| stößt, geschlossene Verträge kurzerhand ignoriert, Frankreich ausbootet
| und Australien mit amerikanischen atombetriebenen Tauch-Schiffen
| beliefert? Und das auch noch innerhalb einer sicherheitspolitischen
| Partnerschaft, an der ebenfalls Großbritannien beteiligt ist. AUKUS
| nennt sie sich und soll Signal und Warnung an China sein, dass die
| westlichen Mächte sich dort im Pazifik von Peking nicht zurückdrängen
| lassen.
|
| Die Europäer sind bei alledem scheinbar außen vor, schlimmer noch: mit
| ihren Interessen werden sie sogar mehr oder weniger ignoriert von den
| USA. Dabei hatte man doch so große Hoffnungen auf den demokratischen
| US-Präsidenten Joe Biden gesetzt, auf eine neue und wiederbelebte
| transatlantische Partnerschaft nach den Trump-Jahren. Jetzt macht sich
| Enttäuschung breit.
|
| Vor allem Frankreich habe die heutige Debatte deshalb gewollt, heißt es
| im EU-Parlament - quasi als Zeichen dafür, dass Europa gemeinsam sein
| Unverständnis gegen diesen aus französischer Sicht unerhörten taktischen
| Zug der USA zum Ausdruck bringt. Doch statt großer Empörung darüber gab
| es von vielen Abgeordneten vor allem erst einmal Bekenntnisse dazu, wie
| wichtig auch jetzt die europäisch-amerikanische Achse sei. Der
| EU-Außenbeauftragte Josep Borrell nannte diese Partnerschaft "lebendig",
| aber vor allem unersetzlich. Die europäische Seite müsse darin
| allerdings eine größere Rolle spielen. Das AUKUS-Bündnis sei da ein
| Weckruf gewesen, sagte Borrell.
|
| *EU-Interessensfragen im Handel ungelöst*
|
| Und so kristallisierte sich bei der Parlamentsdebatte in Straßburg so
| etwas wie ein europäischer Tenor heraus, der sich so beschreiben lässt:
| Die Flitterwochen mit der Regierung Biden sind lange vorbei. Man bleibt
| zusammen, aber: Europa muss sich und wird sich emanzipieren. Wie die EU
| das allerdings tun möchte, das bleibt nebulös.
|
| Der SPD-Abgeordnete und Handelspolitiker Bernd Lange verwies auf den
| gemeinsamen Handels- und Technologierat mit den USA, der in der
| vergangenen Woche zum ersten Mal in Pittsburgh getagt hatte - zwar ohne
| irgendetwas zu beschließen, aber immerhin. Denn eigentlich wollte
| Frankreich das Treffen wegen des U-Boot-Geschäftes platzen lassen. Lange
| nannte das Gremium eine Plattform, auf der man sich austauschen wolle,
| auf der die Europäer aber auch ihre Interessen wahrnehmen müssten:
| Besonders bei immer noch ungelösten Handelsstreitigkeiten mit Blick auf
| die US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte aus der EU.
|
| Eine transatlantische Partnerschaft sei unvollständig, solange es keine
| echte außen- und sicherheitspolitische Zusammenarbeit gebe, hieß es von
| der kroatischen EVP-Abgeordneten Zejlana Zofko. Ein Hinweis darauf, dass
| der schnelle Abzug der US-Truppen aus Afghanistan die EU in eine
| schwierige Situation gebracht hat - genauso wie AUKUS und das
| U-Boot-Geschäft. Deutlicher wurden französische Abgeordnete, die zum
| Teil ausdrücklich eine eigene europäische Sicherheitsarchitektur
| verlangten - und eine Distanzierung von der NATO.
|
| *Eigene Wege gehen - und doch nicht ohne USA*
|
| Doch das alles sind nur Forderungen. Solange die EU-Mitgliedsstaaten
| nämlich nicht bereit sind, außenpolitische Entscheidungen nach Brüssel
| zu verlagern und dabei tatsächlich mit einer Stimme zu sprechen, werden
| solche Debatten im EU-Parlament und auch die Auftritte des
| Außenbeauftragten Borrell vor allem immer eins sein: Ausdruck einer
| gewissen Hilflosigkeit.
|
| Und die zeigt sich im Verhältnis zu den USA derzeit besonders deutlich:
| Man möchte es sich einerseits mit der Regierung Biden in Washington
| nicht verderben, weil die EU genau weiß, dass sie vor allem
| sicherheitspolitisch nicht ohne die USA und die von ihnen dominierte
| NATO kann; andererseits aber möchte man trotzdem als eigenständiger
| globaler Akteur wahrgenommen werden, der auch ohne die Amerikaner seinen
| Weg geht - auch im Umgang mit China. Denn anders als die USA sehen viele
| in der EU die Chinesen nicht vor allem als Bedrohung, sondern auch als
| potentiellen Handelspartner. Die Chancen auf gute Geschäfte möchte man
| in kaum einer europäischen Hauptstadt aus der Hand geben.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.tagesschau.de/ausland/europa/eu-usa-verhaeltnis-101.html>

Fakt ist: Sleepy Joe ist hier gerade dabei jämmerlich zu scheitern! Und bei
den Republikanern sind die EU-Europäer in etwa so beliebt wie unter
Ronald Reagan das Evil Empire – eigentlich werden sie schlicht
als das Gleiche angesehen... _(-ω-`_)

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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Das Ex-Habsburgerreich in Aufruhr Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2021-10-09 18:13 +0000
  Re: Das Ex-Habsburgerreich in Aufruhr Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-10-09 20:37 +0200
  Re: Das Ex-Habsburgerreich in Aufruhr Stephan Bumberger <bumberger@gmail.com> - 2021-10-09 21:32 +0200
  Re: Das Ex-Habsburgerreich in Aufruhr Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-10-09 15:34 -0400
    Re: Das Ex-Habsburgerreich in Aufruhr Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2021-10-10 05:13 +0000
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      Re: Das Ex-Habsburgerreich in Aufruhr Stephan Bumberger <bumberger@gmail.com> - 2021-10-10 13:51 +0200
        Re: Das Ex-Habsburgerreich in Aufruhr Stephan Bumberger <bumberger@gmail.com> - 2021-10-10 13:57 +0200
        Re: Das Ex-Habsburgerreich in Aufruhr Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2021-10-10 13:55 +0000
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        Re: Das Ex-Habsburgerreich in Aufruhr Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2021-10-10 15:30 +0000
      Re: Das Ex-Habsburgerreich in Aufruhr Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-10-10 07:01 -0700
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      Re: Das Ex-Habsburgerreich in Aufruhr spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2021-10-10 19:24 +0200
        Re: Das Ex-Habsburgerreich in Aufruhr Stephan Bumberger <bumberger@gmail.com> - 2021-10-10 19:46 +0200
          Re: Das Ex-Habsburgerreich in Aufruhr Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-10-11 03:02 -0700

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