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| From | Stephan Bumberger <bumberger@gmx.de> |
|---|---|
| Newsgroups | ger.ct |
| Subject | Re: Die Glaubensfrage: Tempo 130 |
| Date | 2021-07-31 07:35 +0200 |
| Message-ID | <se2nec$e0l$1@tota-refugium.de> (permalink) |
| References | (9 earlier) <scje0q$192$1@tota-refugium.de> <5t60ed6d4di2e43n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> <sck1i0$ipb$4@tota-refugium.de> <3t60febafdic37n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> <l781ggtk4vkhqe7hlpig9hgj6skm4u55qh@4ax.com> |
Am 28.07.2021 um 13:11 schrieb Martin Gerdes: > Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) schrieb: as ist jetzt Politik :-) > >>> Einen linearen Steuertarif kann man in D nicht einführen. Jeder, >>> der das versucht hatte wurde an die Wand genagelt. Stichwort: "Der >>> Professor aus Heidelberg" oder auch die Merz'sche >>> Bierdeckelsteuer. > >> Klar, das wäre halt einfach zu offensichtlich. > > Von einem linearen Steuertarif hat keiner geredet. Kirchhoff hat einen > Stufentarif vorgeschlagen, der bei Licht besehen bei der > Steuerberechnung keinen großen Unterschied gemacht hätte. Kirchhoff hatte 3 Stufen mit konstanten Steuersätzen und weitere radikale Änderungen. Zusammenlegung von Einkommen- und Körperschaftssteuer z. B. Sein Konzept sah zunächst 10.000 € pro Person Freibetrag vor. Dieser hätte ab Geburt gegolten und wäre auf die Eltern übertragbar gewesen, so dass eine Familie mit 2 Kindern schon 40.000 € Freibetrag gehabt hätte. Der Steuersatz hätte sodann einheitlich 25 % betragen. Nach Kritik fügte er nachträglich 2 neue Stufen in das Konzept ein. zwischen 10.001 € und 15.000 € 15 % und zwischen 15.001 € und 20.000 € 20 % Die Körperschaftssteuer wäre wie gesagt weggefallen, die hätten einheitlich die 25 % bezahlen müssen, dafür wäre die Gewerbesteuer weggefallen. Und dann wurde es etwas wirr, denn die wegfallende Gewerbesteuer hätten alle, auch die Angestellten, durch einen Zuschlag auf die Steuer zahlen müssen. Diesen Zuschlag hätten dann die Städte und Gemeinden festlegen können, so wie heute bei der Gewerbesteuer auch. > Die "Bierdeckelsteuererklärung" haben wir cum grano salis bereits. Die > Steuererklärung eines durchschnittlichen Angestellten oder Rentners ist > eine Doppelseite DinA4, von der die meisten Rubriken noch überflüssig > sind. Die Fußangeln des deutschen Steuerrechts finden sich hauptsächlich > im gewerblichen Bereich. Die Bierdeckelsteuer sah zweierlei vor. Zum einen, dass das ganze auf einen Bierdeckel passen sollte. Später dann modifiziert auf: Die Berechnung muss auf einen Bierdeckel passen. Und da war wieder der 3stufige lineare Tarif enthalten. 12 % für Einkommen >8.000 € <16.000 € 24 % darüber bis 40.000 € 36 % über 40.000 € dafür aber Streichung von vielen Steuervergünstigungen wie z. B. Pendlerpauschale. Und aus sieben Einkunftsarten sollten nur noch vier geben. -- Stephan
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Re: Die Glaubensfrage: Tempo 130 Stephan Bumberger <bumberger@gmx.de> - 2021-07-31 07:35 +0200 Re: Die Glaubensfrage: Tempo 130 Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-07-31 00:51 -0700
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