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Re: 9 von 31

From "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Newsgroups ger.ct
Subject Re: 9 von 31
Date 2021-03-30 15:49 +0200
Message-ID <s3va97$s8u$2@solani.org> (permalink)
References <s3v443$nko$1@solani.org> <s3v5f3$ol9$1@solani.org> <icglohF1g18U3@mid.individual.net> <s3v8sa$rdq$1@solani.org>

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Am 30.03.21 um 15:25 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> Am 30.03.21 um 15:01 schrieb Markus Luft:
>> Am Tue, 30 Mar 2021 12:27:15 +0000 schrieb Dr. Joachim Neudert:
>>
>>> Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> wrote:
>>>> Germany’s vaccine regulator has said it has recorded 31 cases of a rare
>>>> blood clot in the brain, nine of which resulted in deaths, after people
>>>> received a Covid vaccine from AstraZeneca.
>>>>
>>>> The Paul Ehrlich Institute said it has now registered 31 cases of 
>>>> clots in
>>>> the cerebral veins - known as sinus vein thrombosis, or CSVT - and 
>>>> that in
>>>> 19 of these there was a deficiency of blood platelets or 
>>>> thrombocytepenia,
>>>> Reuters reports.
>>>>
>>>> In nine cases, the affected people died. With the exception of two 
>>>> cases,
>>>> all reports concerned women between the ages of 20 and 63. The two 
>>>> men were
>>>> 36 and 57 years old.
>>>>
>>>>
>>>
>>> Ein Risiko von etwa eins zu 60.000 in der betroffenen Gruppe von Frauen.
>>> Man darf es nicht mit dem Risiko einer Corona Infektion vergleichen. 
>>> Denn
>>> es gibt andere Impfstoffe ohne dieses Risiko. Mit denen muss es 
>>> verglichen
>>> werden.
>>>
>>> Ich glaube das wird den Einsatz von AstraZeneca zumindest bei Frauen 
>>> unter
>>> 55 in Deutschland und wahrscheinlich weltweit beenden.
>>
>> Für mich ist noch nicht raus, ob das ein "Frauenproblem" ist, denn
>> mutmaßlich sind ja auch viel mehr Frauen als Männer mit Astra geimpft
>> worden. 
> 
> Es waren 58% Frauen, weil es viele aus dem medizinischen und 
> Pflegebereich waren.
> 
> 
> 1:64 000 war das Risiko für diese Gruppe für eine Sinusvenenthrombose.
> 
> 
> 
> 


"Inzwischen wurden in Deutschland knapp 2,7 Millionen Erstdosen des 
AstraZeneca-Impfstoffs verabreicht. Knapp 800 Menschen haben eine zweite 
Impfung mit dem Mittel erhalten.

Das Robert Koch-Institut teilt auf Anfrage Details zu Alter und 
Geschlecht der Geimpften aus acht Bundesländern mit. Frauen unter 70 
Jahren stellen demnach zwei Drittel der mit dem AstraZeneca-Präparat 
Geimpften. Frauen unter 60 Jahren stellen 58 Prozent. Dass zunächst mehr 
Frauen als Männer mit dem Mittel geimpft wurden, ist nicht überraschend, 
denn es waren vor allem Menschen, die in Pflegeberufen arbeiten, die 
zuerst Vaxzevria erhielten.

Rechnet man die Daten aus den acht Bundesländern auf Deutschland hoch, 
wurden bisher also schätzungsweise 1,78 Millionen Frauen unter 70 Jahren 
mit Vaxzevria geimpft. 29 beobachtete Sinusvenenthrombosen bedeuten 
entsprechend einen Fall auf 61.400 geimpfte Frauen unter 70 Jahren.

Zum Vergleich: Rechnet man die Daten der acht Bundesländer auf 
Deutschland hoch, wurden bisher rund 864.000 Männer mit Vaxzevria 
geimpft. Zwei beobachtete Fälle von Sinusvenenthrombosen entsprechen 
also einem Fall pro 432.000 Geimpfte.

Das heißt nicht, dass in jedem Fall die Impfung für den Vorfall 
verantwortlich war. Und selbst wenn, wäre das Risiko für die Einzelne 
immer noch gering. Aber diese Zahlen kann man nicht ignorieren – zu 
diesem Schluss ist offensichtlich Kanada gekommen, ebenso die Berliner 
Charité.

Zumal Greifswalder Forscher bereits einen Mechanismus präsentierten, der 
offenbar erklären kann, wie es zu den Blutgerinnseln im Hirn im 
Zusammenhang mit einem Blutplättchenmangel kommen kann.

Es gibt andere Impfstoffe als Alternative

Der Impfstoffforscher Leif Erik Sander von der Charité schrieb bereits 
am Sonntag, bevor die neuesten Zahlen des PEI vorlagen, die Inzidenz 
liege vermutlich bei mehr als einem Fall pro 100.000, und schloss 
daraus, dass die Impfempfehlung für Frauen unter 60 geändert werden sollte.


Sander erklärt, worauf seine Einschätzung beruht: »Es gibt inzwischen 
noch mehr Fälle von Sinusvenenthrombosen nach der Impfung – und diese 
betreffen primär eine bestimmte Bevölkerungsgruppe: Frauen bis circa 60 
Jahre. Wir stehen ja nicht vor der Abwägung, ob jemand mit Vaxzevria 
geimpft wird oder überhaupt keine Impfung bekommt, da ja mit den 
mRNA-Impfstoffen Alternativen zur Verfügung stehen, für die in der 
betroffenen Gruppe keine gehäuften Komplikationen beobachtet wurden.«

Tatsächlich ist dies ein entscheidender Punkt in der Abwägung von 
möglichem Nutzen und Risiko der Covid-Impfungen: Gäbe es nur einen 
Impfstoff, müsste man abwägen, ob das Risiko einer Coronainfektion samt 
schwerem Verlauf nicht weiterhin das Risiko überwiegt, durch die Impfung 
Schaden zu nehmen.

Aber das ist nicht mehr die Rechnung, die man zu diesem Zeitpunkt 
aufmachen muss. Die entscheidende Frage ist, warum man für diese Gruppe 
– ob es nun Frauen unter 55, 60 oder 65 sind –, die offenbar ein 
erhöhtes Risiko einer Komplikation hat, nicht einen anderen Impfstoff 
empfehlen kann."

Ja. Das ist jetzt wohl so.


https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/corona-sollen-juengere-frauen-weiter-mit-astrazeneca-geimpft-werden-a-b2e29b4b-c40b-4537-8b77-0064546b14a1
-- 
Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...

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9 von 31 Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2021-03-30 12:04 +0000
  Re: 9 von 31 Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2021-03-30 12:27 +0000
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    Re: 9 von 31 "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-03-30 15:25 +0200
      Re: 9 von 31 "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-03-30 15:49 +0200
      Re: 9 von 31 "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-03-30 16:52 +0200
        Re: 9 von 31 Frank Graf <f.graf@firemail.de> - 2021-03-30 15:49 +0000
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