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Groups > de.soc.politik.misc > #655000
| From | Godwin <volks.entscheid@in.deutschland.verboten> |
|---|---|
| Newsgroups | de.soc.politik.misc, de.talk.tagesgeschehen, at.gesellschaft.politik |
| Subject | Der Blindflug der Amerikaner in Syrien (Waffen landen bei IS) |
| Date | 2015-08-12 09:45 +0200 |
| Organization | A noiseless patient Spider |
| Message-ID | <mqesjo$ops$1@dont-email.me> (permalink) |
Cross-posted to 3 groups.
11.08.2015 Analyse: Der Blindflug der Amerikaner in Syrien Seit Jahren versuchen die USA, Rebellengruppen gegen das Assad-Regime zu stärken. Doch es reiht sich eine Fehleinschätzung an die nächste. Noch glänzt und blitzt alles, bevor die 34 Geländewagen der 30. Division im türkischen Killis die Grenze nach Syrien überqueren. Die teuren Wagen sind nagelneu, auch die Flakgeschütze auf den Ladeflächen. Es gibt reichlich Munition, moderne Funkgeräte, GPS-Sender und Nachtsichtfernrohre. Jeder der 54 Männer des Konvois hat ein 45-tägiges Training der US-Armee in der Türkei hinter sich. Dafür wurden den Kämpfern ein M16-Gewehr in die Hand gedrückt sowie 400 Dollar und 400 türkische Lira. [...] Nach zwei Wochen sind fünf Männer der „Neuen Syrischen Kräfte“, wie sie die USA nennt, erschossen worden. Mindestens 14 wurden gekidnappt, darunter zwei ihrer Anführer. Und das, bevor überhaupt ein einziger IS-Kämpfer in Sichtweite kam. Die 30. Division wurde von der Nusra-Front, dem offiziellen al-Qaida-Ableger in Syrien, angegriffen. Sie hatte bereits im Herbst alle Rebellengruppen, die von den USA unterstützt wurden, vertrieben oder ganz vernichtet. [...] Waffen landeten bei al-Qaida ... Das Pentagon lieferte Waffen an vermeintliche Freunde in Syrien, und wenig später landeten sie bei al-Qaida-nahen Gruppen. Der CIA schätzte die IS-Terrormiliz völlig falsch ein und wurde so von deren Invasion in Mosul überrascht. Ähnliches passierte im Mai, als die Extremisten die irakische Stadt Ramadi einnahmen. Das Pentagon hatte vergessen, Panzerabwehrraketen an den Irak zu liefern. Sie sind ein ideales Mittel gegen Selbstmordattentate. Das ist die Hauptwaffe des IS, die auch in Ramadi entscheidend zur Eroberung beigetragen hat. Zwei Tage nach dem Fall der Stadt kamen dann die Panzerabwehrraketen aus den USA im Irak an. Wie können derartig dilettantische Fehler passieren? [...] Radikale boten sich in Zeitung an Im Juli hatte sich Ahrar al-Sham in einem offenen Brief in der „Washington Post“ selbst als Partner vorgeschlagen. Die Unterscheidung von moderaten und radikalen Rebellen sei kontraproduktiv, schrieb Labib al-Nahhas, verantwortlich für außenpolitische Beziehungen der Gruppe. Er nannte Ahrar al-Sham, die Freien Männer Syriens, eine „Mainstream-Bewegung, die an eine moderate Zukunft Syriens glaubt“. Fälschlicherweise sei sie mit al-Qaida in einen Topf geworfen worden. Dabei steht fest, die Freien Männer hatten und haben noch Beziehungen zu al-Qaida. Heute kooperieren sie eng mit der Nusra-Front, die kein Hehl aus ihrer Zugehörigkeit zu al-Qaida macht. [...] http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4797479/Der-Blindflug-der-Amerikaner-in-Syrien US-Militärs bestehen in wesentlichen Teilen aus Nachfahren von General Custer und sind so erfolgreich, wie dieser am Little Big Horn. Die US Politik ist völlig unfähig, andere Kulturen, Strukturen und Einstellungen zu begreifen. Was Amerikaner sehr gut können ist Zivilisten schlachten, besonders gut die Frauen und Kindern, egal ob nun in Asien, Japan (Nagasaki etc.), in Vietnam (3 Mio.), Afghanistan oder in Europa (Deutschland Dresden etc.) in Afrika: Irak (500.000 Kinder alleine mit Embargos ermordet) oder Nordamerika (Indianer). *Ausserdem* wird ständig außer Acht gelassen, dass die USA als einer der *Hauptverursacher* des Nahostdesasters - weder die arabische Mentalität noch die gesellschaftlichen Strukturen ebendort verstehen und durch ihre falsche Politik den Konflikt nur immer wieder und wieder anheizen. Vollkommene egal wo, im Irak, Syrien, gegenüber der Türkei oder in Jordanien, in der "Partnerschaft" mit Saudiarabien oder Yemen, die USA liefern Waffen anstatt die Lieferung zu *verhindern*, sie destabilisieren die ganze Region und unterstützen Staaten, die alle gültigen Rechtsgrundlagen permanent ignorieren oder brechen, etwa wie Saudiarabien. Ein Ende wird erst dann in Sicht kommen, wenn der Nachschub an Waffen und Kapital (auch über die Türkei) *eingestellt* wird, aber das käme den Amerikaner einer politischen Kapitulation gleich und das darf nicht geschehen. G.
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Der Blindflug der Amerikaner in Syrien (Waffen landen bei IS) Godwin <volks.entscheid@in.deutschland.verboten> - 2015-08-12 09:45 +0200
Re: Der Blindflug der Amerikaner in Syrien (Waffen landen bei IS) "Frank \"Panzerschaffer\" Schaffer" <promillo@t-online.de> - 2015-08-12 01:51 -0700
Re: Der Blindflug der Amerikaner in Syrien (Waffen landen bei IS) Fritz <fritz@eso.nomail.invalid> - 2015-08-12 14:12 +0200
Re: Der Blindflug der Amerikaner in Syrien (Waffen landen bei IS) Fritz <fritz@eso.nomail.invalid> - 2015-08-12 14:08 +0200
Re: Der Blindflug der Amerikaner in Syrien (Waffen landen bei IS) point@tipota.de (Siegfrid Breuer) - 2015-08-12 16:27 +0200
Re: Der Blindflug der Amerikaner in Syrien (Waffen landen bei IS) daHuawal@aol.com - 2015-08-14 04:49 -0700
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