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Re: Frage zu Flachbandkabelentstörung

From Stefan <df9bi@arcor.de>
Newsgroups de.sci.electronics
Subject Re: Frage zu Flachbandkabelentstörung
Date 2015-06-14 09:10 +0200
Organization albasani.net
Message-ID <mlj9e4$4rb$1@news.albasani.net> (permalink)
References <mlgr6d$1at$1@news.albasani.net> <cu2udhF853aU1@mid.individual.net>

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Am 13.06.2015 um 16:52 schrieb Joerg:

> Das erste waere allerdings, methodisch ranzugehen: Miss nach, welche
> Impedanz das Kabel hat. Meist liegt die bei Flachband zwischen 100ohm
> und 150ohm. Das laesst sich mit einem flotten Puls und Beobachtung der
> Reflexion messen. Niederinduktiven SMT Widerstand am Ende solange
> aendern, bis fast keine Reflexion mehr kommt -> Nun hast Du die
> Kabelimpedanz. Ich nehme oft ein winziges Trimmpotentiometer und dann
> nochmal mit einem SMT Widerstand zur Bestaetigung.

Ist klar. Ich habe das bisher nicht gemacht, weil ich davon ausgegangen 
war, dass ich eh die 20 Leitungen nicht alle terminieren kann.

Aufgrund der Hinweise hier denke ich aber, es es eventuell reicht, die 
WR und CS-Leitung zu terminieren.

Wir steuern das Display quasi von Hand an, also Wert auf Datenleitungen 
schreibem, CS-setzen, WR-setzen, CS-zurücknehmen, wr-zurücknehmen.

Reihenfolge hab ich jetzt nicht im Kopf. Das ganze bearbeitet auch ein 
Mitarbeiter von mir dem ich jetzt helfen muss.

Jedenfalls könnte ich mir vorstellen, dass Störimpulse auf WR und CS das 
Problem sind, denn delays zwischen dem Setzen der Datenleitungen und 
WR,CS haben nichts gebracht.

> dieser Kabel. Da muss etwas Plastik mit geringer relativer
> Dielektrizitaetskonstante, Pappe, Holz oder was immer zwischen und dies
> kostet ja auch nicht die Welt.

Ja, sollte machbar sein, irgendwas aufgeschäumtes...

> Ferrite ueber das ganze Kabel helfen allenfalls fuer die EMV. Sie moegen
> zwar eine kleine Veraenderung Deiner Situation bringen, jedoch waere das
> dann zu marginal. Frage am Rande: Warum kostet das Absetzen des uC
> soviel Geld? Fuer 50 Euro bekommt man in unserer Gegend ein super
> Abendessen fuer zwei, mit Schampus.

Es geht darum, den Mikroprozessor aus dem Einflussbereich eines 
möglichen Angreifers zu entfernen, also das TFT-Display ist von außen 
zugänglich und kann leicht zerstört werden. Normalerweise befindet sich 
die Platine mit dem Mikroprozessor und diversen Schaltausgängen direkt 
dahinter. Da könnte ein Angreifer direkt an die Schaltausgänge. Das 
ganze System soll in eine Wand eingebaut werden, also Display draußen, 
Mikroprozessor drinnen, optional sogar eingebaut in einen Tresor.

Meine Lösung wäre, einfach eine zweite Mikroprozessorplatine mit den 
Schaltausgängen über eine serielle Schnittstelle nach innen legen. So 
haben wir das auch bei einem Prototypen gemacht. Mein Kunde will das 
aber nicht, weil er dann eben diese zusätzliche Platine benötigt. Und 
diese kostet nun mal ca. 40,- €. Das Flachbandkabel kostet weniger als 
10,- €.

Ursprünglich sollte einfach ein Loch durch die Wand gebohrt werden. Dann 
hätten 30cm Kabel gereicht. Jetzt ist man auf den Dreh gekommen, dass 
man sich das zusätzliche Bohrlich sparen kann, wenn man das 
Flachbandkabel ein paar mal um die Ecke legt.

Fazit: Wenn alle Stricke reißen, kommt doch die 2. Platine.


Gruß

Stefan





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