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Groups > de.alt.folklore.computer > #44599
| From | Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> |
|---|---|
| Newsgroups | de.alt.folklore.computer |
| Subject | Re: 60 Jahre BASIC |
| Date | 2024-05-08 16:31 +0200 |
| Message-ID | <la1glhF4o27U1@mid.individual.net> (permalink) |
| References | <v1al34$2lav$14@solani.org> |
Am 06.05.24 um 15:14 schrieb F. W.: > Mein erster BASIC-Computer war eine ausgewachsene DEC pdp-11/35 mit acht > Plätzen. Ich hatte zwar noch keinen Informatikunterricht (die Kurse > kamen damals tatsächlich mangels Interesse nie zustande), Informatikunterricht hatte ich nie. Da hinderte mich nicht daran Programmierer zu werden und eigene mini ( 8 Bit CPU) Betriebssysteme zu entwickeln. > aber ich > wollte eben unbedingt die Knöpfchen drücken und diese merkwürdigen > Zeichenhaufen verstehen, die da geheimnisvoll durch den ansonsten > dunklen Computerraum leuchteten. Der computerraum war nicht dunkel. Selber, wie eine Mischung aus Kapitän und Steuermann, an einem computer sitzen, habe ich an einer Siemens 2002 erlebt. Ich habe da mein Algol60 Programm, was "den Grenzen des Wachstums" entsprach, mal weiter rechnen lassen. Es gab da Schwingungen bei der Bevölkerung. > MU-BASIC/11 - RT/11. Wir schreiben Dezember 1980. > > Ich durfte, dank eines sehr liebenswürdigen Lehrers, dann aber doch > arbeiten, das heißt, ich bekam ein Benutzerkonto (auch wenn man das > damals noch nicht so nannte). Zum Beweis meiner Würdigkeit der > geheimnisvollen Maschine sollte ich zwei Programme abliefern. Man wollte > wissen, ob ich nicht die Maschine kaputt mache. Irgendwann hatte ich keine freie Rechenerlaubnis mehr. Das hat mich zu eigenen computer motiviert. > So eingeschüchtert dachte ich nach und da ich oft und gern in der > Schulbibliothek arbeitete, lieh ich mir kurzerhand ein Buch aus "BASIC > for Beginners", 1978 geschrieben, also brandneu. Basic war ein Mini FORTRAN für 8 und 16 Bit computer. Wie z.B. Atari ST > Die Programme wurden damals auf Papier geschrieben. Ich nahm einen > Bleistift (eine der besten Ideen meines Lebens: Programme mit Bleistift > schreiben! Life-Hack!) und schrieb zwei Programme "Planet" und das heute > in Einsteigerkursen unvermeidliche "Zahlenraten". Während meiner Ausbildung ab es Lochkarten, Im Beruf Bildschirme. > Der Lehrer kam dann eines Tages auf mich zu. Auf einem Zettel standen > die beiden begehrtesten Wörter meines damaligen Lebens: eine > Benutzerkennung und ein Passwort. Bei mainframe war das etwas anders. > Die Programme liefen übrigens NICHT auf Anhieb. Das war wohl kein Lochstreifen. Da musste ( sollte) man fehlerfreie Programme schreiben. Also bei jedem Fehler das ganze Programm neu eintippen. Da lernt man konzentriert fehlerfrei programmieren. > Damit begann eine "Karriere", die bis zu Siemens-Nixdorf und sogar IBM > reichte. Programmieren konnte ich in vielen BASIC-Dialekten, Pascal, > Modula-2, C und ein bisschen C++, COBOL und dBase/Clipper bis in zu > Assemblerroutinen in 6502, Z80 und 8086 - neben vielen längst > vergessenen Nischensprachen, die ich einfach mal ausprobierte. Programmieren konnte ich in vielen Sprachen. Beruflich wurde, abgesehen von einem Assembler nur eine Sprache verwendet. Später zusätzlich kam auch C dazu. Gering Pascal, und am Ende musste ich mich auch mit COBOL beschäftigen. Mehr als 2 kleine COBOL Programme habe ich vermutlich nicht geschrieben. > Unter anderem COMAL und Paradox-Script. > > An Rechnern besaß ich sehr viele: Trommeschläger VideoGenie (ein > TRS-80-Clone), dann folgten Oric-1, Atari 800 XL, TI-99/4a, C64, C128. > Am Schluss ein Apple ][ mit Monitor, später ein Apple //c, bevor ich > endlich dem (Commodore) PC anheim fiel. Ich war nie faul und arbeitete > ferienmäßig stets in Firmen, bis die Lehre begann. 8 bit habe ich nahezu nur hex programmiert. > Die anderen hatten dann eben Mofas und Stereoanlagen. Aber ich war diese > urige Type, die sich solche "Komputer" kaufte. <http://www.hermann-riemann.de/a/mein_Esstisch.jpg> > Bei Frauen kam das übrigens nicht gut an. Deren software war mir überwiegend zu inkompatibel. Nachbarschaft geht gut, gewisse Beziehung nicht. > Ja, das meiste waren BASIC-Computer (das von Atari fand ich am > grottigsten). Auch auf dem PC machte ich allerhand BASIC für Firmen, bis > ich mir endlich mal Turbo-Pascal kaufte und mich neu verliebte. Aber > BASIC war immer am Start irgendwie. Auch heute habe ich auf meinen > Rechnern stets irgendwelche Compiler oder Interpreter unter Windows, > DOS, Linux und Android. Sogar einen Basic-Interpreter unter IOS habe ich > aufgetan. Dann hast Du kein Arduino.. Unter DOS und Android habe ich nie programmiert. Basic ist IMHO wegen Python überholt. Die damalige Systemnähe von Basic wird heute von Python bis auf peek und poke ( Da wird noch C benötigt ) erledigt. -- <http://www.hermann-riemann.de>
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60 Jahre BASIC "F. W." <me@home.invalid> - 2024-05-06 15:14 +0200
Re: 60 Jahre BASIC Sebastian Barthel <naitsabes@freenet.de> - 2024-05-08 13:10 +0000
Re: 60 Jahre BASIC "Peter J. Holzer" <hjp-usenet4@hjp.at> - 2024-05-08 21:38 +0200
Re: 60 Jahre BASIC Arno Welzel <usenet@arnowelzel.de> - 2024-05-09 12:32 +0200
Re: 60 Jahre BASIC Sebastian Barthel <naitsabes@freenet.de> - 2024-05-09 13:57 +0000
Re: 60 Jahre BASIC Arno Welzel <usenet@arnowelzel.de> - 2024-05-09 17:45 +0200
Re: 60 Jahre BASIC Sebastian Barthel <naitsabes@freenet.de> - 2024-05-09 18:06 +0000
Re: 60 Jahre BASIC Arno Welzel <usenet@arnowelzel.de> - 2024-05-09 17:46 +0200
Re: 60 Jahre BASIC Wolf gang P u f f e <remail@gmx.com> - 2024-05-09 11:14 +0200
Re: 60 Jahre BASIC Sebastian Barthel <naitsabes@freenet.de> - 2024-05-09 13:55 +0000
Re: 60 Jahre BASIC Sebastian Barthel <naitsabes@freenet.de> - 2024-05-09 18:03 +0000
Re: 60 Jahre BASIC Thomas Koenig <tkoenig@netcologne.de> - 2024-05-09 14:05 +0000
Re: 60 Jahre BASIC Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2024-05-08 16:31 +0200
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