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Groups > ger.ct > #590004

Scammer

From Stephan Elinghaus <30102020.5.seli@spamgourmet.com>
Newsgroups ger.ct
Subject Scammer
Date 2023-04-07 07:34 +0000
Message-ID <k99vc6F9st6U1@mid.individual.net> (permalink)

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Guten Morgen in die Runde,


eigentlich gehört das Posting nach d.a.t.u, aber hier ist ja ohnehin 
nichts OT und es hat ja was mit IT/Technik zu tun.
Das allseits beliebte Thema Scammer, genauer gesagt der 419-Scam. 

Ich betätige mich als "Hobby" gelegentlich als scam-baiter und hatte
wieder mal mit einem Betrüger längeren Kontakt.
Am Ende, nachdem er mir auf meine natürlich gefälschten "Überweisungen"
geantwortet hat, daß er (bzw. natürlich sein Anwalt/Agent/beliebige 
andere inexistente Person) das Geld immer noch nicht hat, macht er
einen Fehler, den ich niemals erwartet hätte:
Er schickt mir ein Beispielbild, wie ein echter Überweisungsbeleg
auszusehen hat. Augenscheinlich, und ich habe sehr genau hingesehen,
ist sein Bild echt. Es stammt offenbar von einem echten Opfer, welches
tatsächlich 500 Euro an "Maria Elizabeth Schaeffler" (einschlägig 
bekannter Name, in Betrügerkreisen sehr gerne verwendet) von einem
Konto bei einer großen deutschen Bank auf ein Konto in Italien 
überwiesen hat. Das Datum der Überweisung ist aktuell, der
auf demselben Bild mit dargestellte Bankauszug sieht authentisch aus.

Das heißt, die Masche scheint wirklich noch zu funktionieren. Es fallen
immer noch mutmaßlich sehr viele Leute drauf rein und finanzieren die
Betrüger ohne mit der Wimper zu zucken.


Leider habe ich auch schon oft die Erfahrung machen müssen, daß
Banken sich dafür so ziemlich genau gar nicht interessieren, wenn
Betrüger bei ihnen Zugriff auf ein deutsches Konto haben. Nachdem
die vorrangig verwendeten Zahlungsmethoden wie Western Union, diverse
Kreditkarten, MoneyGram, Zahlungen auf ausländische Konten und
so weiter leider, leider, leider immer fehlschlagen oder von der Bank
"abgewiesen" werden, rücken die Betrüger meistens irgendwann ein 
deutsches Konto raus.
Ich melde dann umgehend diese Bankdaten an die entsprechende Bank. 
Es kommt fast nie eine Antwort und falls doch, dann nur ein Text-
baustein eines Autoresponders. Und auch nach über drei Wochen der 
Meldung schickt "mein" Betrüger immer noch Anfragen, warum er denn 
seine "Gebühren" noch nicht auf seinem Konto hat. D.h. der Betrüger 
hat auch drei Wochen nach Meldung an die Bank immer noch Zugriff auf
das Konto - er kann es zumindest immer noch einsehen.

Einzig eine Meldung über eine online-Polizeidienststelle scheint
bei den Banken anzukommen. Offenbar muß die Meldung von der richtigen
Institution kommen, ansonsten wird sie schlicht ignoriert. Ich habe
fast den Eindruck, daß es den meisten Banken schlicht egal ist, daß
Betrüger bei ihnen nach belieben ein- und ausgehen. Oder es wird
aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen sogar toleriert. Ist 
vielleicht billiger, die Betrüger zu ignorieren statt dagegen
vorzugehen. Ist ja nur das Geld von anderen, also unwichtig.

Lediglich eine positive Ausnahme, die ich hier anerkennend erwähnen
müchte, habe ich mal von einer Volksbank erhalten. Eine persönliche 
Mail von einem Mitarbeiter der sich sogar für den Hinweis bedankt
hat, sehr kurze Zeit nach der Meldung und sie sind wohl wirklich 
sehr schnell aktiv geworden. So solte das laufen.

-- 
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Scammer Stephan Elinghaus <30102020.5.seli@spamgourmet.com> - 2023-04-07 07:34 +0000
  Re: Scammer Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-04-07 08:13 +0000
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    Re: Scammer Mike Grantz <invalid@invalid.invalid> - 2023-04-07 22:31 +0200

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