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Groups > de.soc.politik.misc > #1229955
| From | Dorothee Hermann <DorotheeHermann@gmx.net> |
|---|---|
| Newsgroups | de.soc.politik.misc, de.talk.tagesgeschehen, ger.ct, de.sci.physik |
| Subject | Windanlagen und Klima [was: Alarmierende Studien: Windräder könnten Klimawandel verstärken und Dürren auslösen] |
| Followup-To | de.sci.physik, ger.ct |
| Date | 2022-09-19 19:15 +0200 |
| Message-ID | <jormclFpv89U3@mid.individual.net> (permalink) |
| References | <tg9ua5$oqr$1@gioia.aioe.org> |
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Am 19.09.22 um 16:28 schrieb Manfred Harakiri: > Alarmierende Studien: Von wem? > Windräder könnten Klimawandel verstärken und Dürren auslösen "Könnten"! [... Werbung für "achgut"] Bisschen lesen? "Führen Windkraftanlagen zu Erderwärmung und Dürren? Behauptung war, "dass durch Windkraftanlagen abgeschöpfter Wind dazu führt, „dass dieser Wind an immer mehr Standorten in den regionalen und globalen Windsystemen fehlt, was katastrophale Folgen hat. Das kann zu Temperaturerhöhungen und Trockenheit in den Regionen führen. Internationale Studien würden das belegen. Auch würde die durch Windkraftanlagen entzogene Windenergie nicht mehr für die Entstehung von Wolken zur Verfügung stehen. Die von der Politik angestrebte Verdreifachung der Zahl der Windkraftanlagen würde ein ökologisches Desaster bedeuten: Dürre, Waldsterben und Ernteeinbußen. Die Politik müsse sich den zeitlichen Zusammenhang zwischen dem exponentiellen Ausbau der Windkraft und den Dürren in Deutschland bewusst machen und entsprechende Schlüsse ziehen" *Dazu ein Faktencheck in Fragen und Antworten* *Stimmt es, dass Windparks zu einer Erderwärmung führen* Ja, aber nach Ansicht einiger Wissenschaftler nicht generell, sondern nur lokal – und auch das ist nicht unumstritten. In einer Studie der Universität Harvard aus dem Jahr 2018 kommen beispielsweise die Forscher Lee M. Miller und David W. Keith zu dem Ergebnis, dass Windkraftanlagen zu einer Erwärmung der Umgebung führen. Der Erwärmungseffekt entstehe, weil die Rotoren der Windräder erdnahe Luftschichten durchmischten und Wärme und Feuchtigkeit umverteilten. Sie reduzierten die Windgeschwindigkeit und entzögen der Atmosphäre Bewegungsenergie. Das könne regional zu Trockenheit und Dürren führen und Flora und Fauna beeinflussen. Keith und Miller betonen aber, dass auf lange Sicht Windkraft enorme Vorteile gegenüber fossilen Energieträgern habe. Die Politik solle die Ergebnisse dennoch ernst nehmen und sich überlegen, welchen Anteil Wind an der Stromerzeugung haben soll, und eventuell mehr auf Solarenergie setzen. Kritik an ihrer Studie kommt von John Dabiri von der Universität Stanford. Er kritisiert die Berechnungsmethode von Miller und Keith und verweist auf frühere, seiner Meinung nach realistischere Simulationen. Diese hätten gezeigt, dass Windkraftanlagen nur geringe Temperaturveränderungen nahe der Erdoberfläche auslösten" *Verstärken damit Windkraftanlagen den Klimawandel* Nein. Ein Faktor für den Klimawandel ist dieser mögliche lokale Erwärmungseffekt nicht, da damit der Erde keine zusätzliche Energie zugeführt wird. Vielmehr würde die vorhandene Wärme, die bereits in der Atmosphäre vorhanden ist, nur neu verteilt, so Bernhard Stoevesandt, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme (Iwes) in Oldenburg. *Sind die extrem trockenen Sommer der vergangenen Jahre auf* *die Einflüsse von Windkraftanlagen zurückzuführen* Nein. Der generelle Temperaturanstieg ist seit mehr als 100 Jahren nachweisbar. Er ist die Folge der Industrialisierung, die zu einer Zunahme der Treibhausgase wie Methan und Kohlendioxid (CO2) geführt hat. Die massive Nutzung der Windenergie hat erst vor gut 20 Jahren begonnen. *Reduzieren Windkraftanlagen die Windgeschwindigkeit* „Windkraftanlagen entziehen der Atmosphäre Energie, die in Strom umgewandelt wird“, erläutert Dr. Astrid Lampert, Atmosphärenphysikerin am Institut für Flugführung der TU Braunschweig. Je nach der Rauigkeit der Oberfläche und nach der Durchmischung der Atmosphäre sei der Effekt sehr schnell wieder verschwunden, oder über einen längeren Bereich sichtbar. Eine Extremsituation seien dabei Offshore-Windparks. Wenn die Atmosphäre stabil geschichtet ist, also wärmere Luft vom Land über die kühle Meeresoberfläche strömt, werde die Windgeschwindigkeit direkt hinter Windparks auf bis zu 70 Prozent reduziert. Erst 50 Kilometer weiter habe sich die Windgeschwindigkeit wieder auf 95 Prozent erholt. Bei gut durchmischter Atmosphäre dagegen erreicht die Windgeschwindigkeit schon nach 5 bis 20 Kilometern wieder 95 Prozent. Über Land ist nach Lampert dieser Bremseffekt noch schneller verschwunden" *Haben Windkraftanlagen Einfluss auf die Wolkenbildung* Generell entstehen Wolken durch Verdunstung von Wasser auf der Erdoberfläche (einschließlich der Ozeane), Wind wird nicht gebraucht. Das verdunstete Wasser steigt mit der warmen Luft auf, die sich allmählich dabei abkühlt. Das Wasser kondensiert, Wolken entstehen. Diese werden dann vom Wind weitergetragen. Bei uns weht der Wind vor allem aus Richtung Westen. Das Wasser, das bei uns vom Himmel fällt, stammt überwiegend aus dem Atlantik. Die Umströmung von Windparks kann aber nach den Worten von Dr. Astrid Lampert Einfluss auf Wolken haben. In seltenen Fällen, bei sehr hoher Luftfeuchte nahe 100 Prozent, können die Rotoren diese Luft anheben. Durch die damit verbundene Abkühlung können in Windparks dann Wolken entstehen" Artikel v. 04.08.2022, 14:00 Uhr, von: Olaf Weiss aus https://www.hna.de/lokales/northeim/viel-wind-um-die-rotoren-91705795.html --------------------------- Oder hier: "Obwohl sehr große Windparks einen kleinen Einfluss auf die Umgebungstemperatur in der Nähe der Anlagen haben, können Sie unser Wetter nicht beeinflussen. Der Effekt ist einfach zu gering. Astrid Ziemann von der TU Dresden erklärt, dass unser Wetter meistens durch großräumige und langfristige Prozesse gesteuert wird. Es wird wie überall auf der Welt von Tiefdruck- und Hochdruckgebieten beeinflusst. "Ein Tiefdruckgebiet in unseren Breiten hat zum Beispiel einen typischen Durchmesser bis zu 2.000 Kilometern und eine Lebensdauer von bis zu einer Woche. Die damit verbundenen Niederschlagsprozesse laufen ebenso auf größeren Skalen ab. Die Auswirkungen von Windparks auf große Strukturen in der Atmosphäre ist zumindest fraglich", erläutert Ziemann. Trotzdem gibt es Untersuchungen mit Computer-Wettermodellen dazu, etwa in den USA. Die bisherigen Daten sind aber noch zu gering für übertragbare, valide Ergebnisse. Ursache und Wirkung wurde vertauscht Bodo Wichura vom DWD stimmt dem zu und muss sogar ein bisschen lachen. "Da wird das Pferd von hinten aufgezäumt und Ursache und Wirkung vertauscht. Die Windkraftanlage ist diejenige, die reagiert und nicht diejenige die agiert. Die wird nicht angeschmissen und quirlt alles durch. Die dreht sich nur, wenn es Wind gibt. Wir haben bei uns üblicherweise Wind, wenn wir Tiefdruckgebiete haben", sagt Wichura. Und diese Tiefdruckgebiete bringen üblicherweise auch Wolken mit sich. "Wenn überhaupt, dann würden Windkraftanlagen zu einer zuätzlichen Wolkenbildung führen", sagt Prof. Dr. Stefan Emeis vom KIT. Durch die Windräder kann es nämlich zu mehr Feuchtigkeit in der Luft kommen. Zumindest in Modellen für Offshore-Windparks in der Nordsee konnte das sichtbar gemacht werden. Denn von der Wasseroberfläche steigt feuchte Luft auf und wird durch die Windkraftanlage nach oben transportiert. "Wir haben uns diese Verdunstungsströme angeschaut und angenommen, dass es ja eigentlich nun zu zusätzlicher Wolkenbildung kommen müsste", sagt Emeis. Doch Fehlanzeige. Auf über 40 Forschungsflügen, die die Forschenden über dem Windpark durchführten, konnten nur zwei oder drei Bilder zeigen, dass es ansatzweise zu zusätzlicher Wolkenbildung kam. Wenig aussagekräftig also. Andere Ursachen für die Trockenheit Windkraftanlagen bilden also keine Wolken und sie halten sie schon gar nicht fern. Die Trockenheit in Sachsen-Anhalt hat also definitiv andere Ursachen. "Übrigens, in Sachsen und Thüringen ist die Trockenheit ebenfalls ein großes Problem, trotz der sehr viel geringeren Anzahl und installierten Leistungen der Windenergieanlagen", fügt Astrid Ziemann von der TU Dresden hinzu. Die Ursache für die Trockenheit liegt in den großräumigen und sich ändernden Wetterlagen. Die zunehmende Erwärmung der Arktis, ein daraus folgender geringerer Temperaturunterschied in den Tropen, die damit verbundene Verringerung der Windgeschwindigkeitswerte sowie die Lage und Gestalt des Jetstreams wirken sich auf die Häufigkeit und Dauer von Großwetterlagen in unseren Breiten aus. Der Klimawandel scheint also eher der Übeltäter" aus https://www.mdr.de/wissen/energiewende-beeinflussen-windkraftanlagen-unser-wetter-duerre-trockenheit-100.html -------------- Oder eher so: "Der Klimawandel stellt die Windstromproduktion in Europa vor große Herausforderungen" https://www.eskp.de/energiewende-umwelt/der-einfluss-des-klimawandels-auf-die-windkraft-935998/ siehe: https://www.eskp.de/ueber-uns/ fup dsp gc Dorothee
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Alarmierende Studien: Windräder könnten Klimawandel verstärken und Dürren auslösen Manfred <hara.kiri.sanktionen@mail1a.de> - 2022-09-19 16:28 +0200
Re: Alarmierende Studien: Windräder könnten Klimawandel verstärken und Dürren auslösen Odin <manfred.glahe@web.de> - 2022-09-19 08:08 -0700
Windanlagen und Klima (was: Alarmierende Studien: Windräder könnten Klimawandel verstärken und Dürren auslösen) Dorothee Hermann <DorotheeHermann@gmx.net> - 2022-09-19 19:16 +0200
Re: Windanlagen und Klima (was: Alarmierende Studien: Windräder könnten Klimawandel verstärken und Dürren auslösen) Odin <manfred.glahe@web.de> - 2022-09-20 00:20 -0700
Windanlagen und Klima [was: Alarmierende Studien: Windräder könnten Klimawandel verstärken und Dürren auslösen] Dorothee Hermann <DorotheeHermann@gmx.net> - 2022-09-19 19:15 +0200
Re: Alarmierende Studien: Windräder könnten Klimawandel verstärken und Dürren auslösen "Wendelin Uez" <wuez@online.de> - 2022-09-19 19:47 +0200
Re: Alarmierende Studien: Windräder könnten Klimawandel verstärken und Dürren auslösen "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-09-19 20:18 +0200
Re: Alarmierende Studien: Windräder könnten Klimawandel verstärken und Dürren auslösen "Wendelin Uez" <wuez@online.de> - 2022-09-20 12:54 +0200
Re: Alarmierende Studien: Windräder könnten Klimawandel verstärken und Dürren auslösen "Klaus H." <kl.huller@web.de> - 2022-09-20 13:08 +0200
Re: Alarmierende Studien: Windräder könnten Klimawandel verstärken und Dürren auslösen klaus reile <klaus.reile@no-more-mail-to.zr> - 2022-09-20 13:16 +0200
Re: Alarmierende Studien: Windräder könnten Klimawandel verstärken und Dürren auslösen "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-09-20 15:54 +0200
Re: Alarmierende Studien: Windräder könnten Klimawandel verstärken und Dürren auslösen klaus reile <klaus.reile@no-more-mail-to.zr> - 2022-09-20 16:02 +0200
Re: Alarmierende Studien: Windräder könnten Klimawandel verstärken und Dürren auslösen noebbes <invalid@invalid.invalid> - 2022-09-20 16:12 +0200
Re: Alarmierende Studien: Windräder könnten Klimawandel verstärken und Dürren auslösen "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-09-20 15:54 +0200
Re: Alarmierende Studien: Windräder könnten Klimawandel verstärken und Dürren auslösen Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2022-09-20 13:07 +0200
Re: Alarmierende Studien: Windräder könnten Klimawandel verstärken und Dürren auslösen Erig Züschla <erikatrulla@gmail.com> - 2022-09-20 17:12 +0000
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