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Re: 117 Millionen Euro

From Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Newsgroups ger.ct
Subject Re: 117 Millionen Euro
Date 2022-07-19 16:20 +0200
Message-ID <jjnssrFghd1U1@mid.individual.net> (permalink)
References <9c63a4e7-08b1-456f-99fa-d9a26ac949fcn@googlegroups.com> <tb3f9u$c2ic$1@solani.org> <tb3ikr$b0j5$1@dont-email.me> <tb62qi$dfku$1@solani.org> <tb64g9$12a08$1@dont-email.me>

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Am 19.07.22 um 13:32 schrieb Lars Gebauer:

>> Also ich hatte in Deutsch auf der Realschule eine 5.

Ich in einem Diktat eine 6.
Dann bekam ich Nachhilfeunterricht.
In der ganzen Gymnasial Zeit erinnere ich mich in Deutsch
in Klassenarbeiten nur an 2 mal eine 3. Sonst zwischen 4 und 6.
Das ersts mal war ein Diktat, wo ich davor etlichen Nachhilfe Unterricht 
hatte, das zweite mal war nahezu eine Kopie von Notizen,
die die Lehrerin zu irgendwelcher Literatur äußerte.


>> Dativ, Imperativ,
>> Konjunktiv, Deklination, Plusquamperfekt etc. sind und bleiben für
>> mich böhmische Dörfer. Diesen deutschen Übereifer in der
>> "Recht-"schreibung, habe ich nie begriffen.

> Wahrscheinlich: Weil's da Regeln gibt.

So wie der Stecker und die Buchse.
Die Stecker und der Buchse passen nicht zum Geschlechtsakt.

> Gäbe es keine Rechtschreibregeln, müßten die Leute selbst entscheiden, 
> wie sie schreiben.

CamelCase

> Aber sie wären sich dieser Entscheidung nie sicher,  wüßten nie,
> ob sie nun "richtig" oder "falsch" geschrieben hätten.

Z.B. Sonnenaufgang.
Die Sonne geht nicht auf, stattdessen dreht sich die Erde.
Schreiben und inhaltliche Richtigkeit können auseinander liegen.

> Regeln geben ihnen Sicherheit.

Bei Mode?

> Mit denen gibt es dann etwas, an was sie 
> sich anlehnen und worauf sie sich zurückziehen können.

Eine Regel (ja, wenn auch mit zweifelhafter Zweckmäßigkeit):
Was Du nicht willst, was man Dir tu,
das füge allen andern zu?

> Sie müssen sich  viel weniger Gedanken machen,
> viel weniger eigene Entscheidungen treffen.

Wer fährt schon maximal 50 kmh im Stadtverkehr?

> Und sie können mit dem Finger auf alle zeigen,
> die diese Regeln bewußt oder unbewußt mißachten.

Und wie zeige ich in ger.ct auf alle,
die sich z.B. bezüglich Klimaschutz nicht korrekt verhalten?

> Das stärkt das bisschen eigene Selbstbewußtsein.

Hinweise auf Schäden des Rauchens haben
bei mir kein Selbstbewußtsein gestärkt.
( Anderes schon eher)

>> Gut das die Kinder heute schreiben wie sie sprechen dürfen. ;-)

> Das finde ich allerdings weniger gut.
> Imho: Die Kinder sollten schon  zuerst einem gemeinsamen Standard folgen.

Es gibt auch das Prinzip, aus Erfahrung lernen.
Etwa Verständigungsprobleme bei unterschiedlicher Sprechweise.

> Aber was sie dann später 
> daraus machen, sollte wieder eine ganz eigene Angelegenheit sein. Frei 
> nach dem Motto: "Du mußt die Regeln kennen, um sie zu brechen."

Telekinese funktioniert nicht.
Muss man bei Verwendung von CamelCase gewisse diesbezügliche 
Rechtschreibung kennen?
Um etliche Regeln zu brechen, braucht man sie nicht zu kennen.

> Ein wirklich guter Lehrer sollte seine Schüler direkt auffordern, alle 
> seine Aussagen in Frage zu stellen.

In Mathematik kann das in Arbeit ausarten.

> "Und jetzt geht raus und schaut nach 
> ob das wirklich stimmt, was ich euch gelehrt habe. Oder ob ich euch nur 
> Unsinn erzählt habe."

Auch nach Religionsunterricht?

> Aber vermutlich gibt es viel zu wenige wirklich gute Lehrer.

Woher nehmen? KI?

Hermann
    der schon überlegt hat, Esperanto statt deutsch zu verwenden,
    und es dann automatisch übersetzen zu lassen.

-- 
http://www.hermann-riemann.de

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