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| From | Michael Bode <m.g.bode@web.de> |
|---|---|
| Newsgroups | ger.ct |
| Subject | Der Katastrophenschutz ist tippitoppi aufgestellt |
| Date | 2021-08-10 07:58 +0200 |
| Message-ID | <ineisuFu4agU1@mid.individual.net> (permalink) |
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/trier/warnmeldungen-aus-trier-kamen-nicht-bei-radiosendern-an-100.html
Unwetter-Warnmeldungen aus Trier liefen "ins Leere"
STAND
10.8.2021, 5:00 Uhr
Die Leitstelle Trier hat in der Hochwassernacht Mitte Juli zehn
Meldungen an die Medien verschickt, um die Bevölkerung vor der Gefahr zu
warnen. Die Meldungen kamen jedoch nicht an.
Bei der Frage danach, warum viele Betroffene in der Nacht vom 14. auf
den 15. Juli nicht früher gewarnt wurden, gibt es neue Erkenntnisse: Die
Kreisverwaltung Trier-Saarburg bestätigte dem SWR, dass ein vom Land
vorgegebenes Formular missverständliche Informationen enthalten
habe. Auf Grundlage dieses Formulars ging der zuständige Einsatzleiter
davon aus, dass die Warnmeldungen über die von ihm ausgewählte Kategorie
an regionale Radiosender verschickt wurden - tatsächlich war das aber
nicht der Fall. Daher kamen die Meldungen bei regionalen Medien wie dem
SWR oder RPR1 nicht an. Irreführendes Meldeformular
Ursache sind demnach missverständliche Hintergrundinformationen des
Landes zum so genannten MoWaS-Meldesystem. Mit diesem System können
Katastrophenschutz-Stellen in Kooperation mit dem "Bundesamt für
Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe" (BBK) Warnmeldungen absetzen,
die über Medien und Warn-Apps verbreitet werden. Zehn solcher
Warnmeldungen verschickte die Integrierte Leitstelle Trier in der
Hochwassernacht zwischen 19:01 und 9:16 Uhr. In der ersten Meldung um
19:01 Uhr hieß es: "In den nächsten Stunden sind starke Regenfälle,
schnell steigende Flusspegel und Unwetter zu erwarten. Es besteht
Hochwassergefahr." In der Meldung außerdem enthalten: konkrete
Handlungs- und Verhaltensanweisungen für die Bevölkerung. Meldeformular
nannte falsche Adressaten
Um 1:05 Uhr verschickte die Leitstelle Trier sogar eine Meldung der
höchsten Warnstufe, bei der die Sender dazu aufgefordert sind, ihr
Programm sofort zu unterbrechen. Darin hieß es: "Evakuierung des
Seniorenheims Kordel und der angrenzenden überflutungsgefährdeten
Häuser. Folgen Sie den Anweisungen der Einsatzkräfte, achten Sie auf
weitere Meldungen." Doch keine der insgesamt zehn verschickten
Warnmeldungen erreichte regionale Medien wie den SWR oder RPR1 - obwohl
der Einsatzleiter, der die Meldungen bei der Leitstelle in Auftrag gab,
davon ausging. Das rheinland-pfälzische Innenministerium teilte dem SWR
auf Nachfrage mit, man wisse seit Juni von einem möglichen
"Aktualisierungbedarf" dieses Formulars, warte aber noch auf eine
Rückmeldung vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Weiteres Problem: Nur zwei Medienhäuser benachrichtigt
Auch über die von der Leitstelle im Auftrag des Einsatzleiters
ausgewählte Kategorie "regional/lokal" erreichte die Warnmeldung aus
Trier die Bevölkerung nicht über die Medien. Denn zur Verfügung standen
hier im vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
bereit gestellten Warnsystem MoWaS offenbar nur der Radiosender Energy
und die Verlagsgruppe Madsack - beide Medienhäuser wurden somit zwar von
der Leitstelle benachrichtigt, berichten aber nicht explizit aus der
Region Trier. All diese Umstände führten nach Auskunft der
Kreisverwaltung dazu, dass die Warnmeldungen der Trierer Leitstelle im
Ergebnis "ins Leere" liefen. Fehler im System erst durch Nachbereitung
aufgefallen
Die Kreisverwaltung Trier-Saarburg, aus deren Region nach bisherigen
Erkenntnissen eine Person durch das Hochwasser ums Leben kam, teilt dem
SWR zur gescheiterten Warnung der Bevölkerung in der Katastrophennacht
mit, erst durch die interne Nachbereitung des Einsatzes sei aufgefallen,
dass die Warnmeldungen ins Leere gelaufen seien. Es sei nun "notwendig,
die Dinge zeitnah aufzuarbeiten." Bis geklärt sei, ob das landesweite
Meldeformular der Einsatzleiter angepasst werde oder im MoWaS-System
lokale Medien wie der SWR oder RPR der Kategorie "regional/lokal“
hinzugefügt würden, gelte für Trier nun die Anweisung, "grundsätzlich
alle Warnungen auch landesweit zu versenden."
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Der Katastrophenschutz ist tippitoppi aufgestellt Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2021-08-10 07:58 +0200
Re: Der Katastrophenschutz ist tippitoppi aufgestellt "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-08-10 08:57 +0200
Re: Der Katastrophenschutz ist tippitoppi aufgestellt Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2021-08-10 09:09 +0200
Re: Der Katastrophenschutz ist tippitoppi aufgestellt "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-08-10 09:12 +0200
Re: Der Katastrophenschutz ist tippitoppi aufgestellt Heinz-Juergen Kronemeyer <kronemeyer@gmx.de> - 2021-08-10 13:45 +0200
Re: Der Katastrophenschutz ist tippitoppi aufgestellt Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-08-10 05:13 -0700
Re: Der Katastrophenschutz ist tippitoppi aufgestellt Thomas Hochstein <thh@thh.name> - 2021-08-10 22:45 +0200
Re: Der Katastrophenschutz ist tippitoppi aufgestellt Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2021-08-11 04:43 +0000
Re: Der Katastrophenschutz ist tippitoppi aufgestellt Heiko Rost <heiko.rost@gmx.de> - 2021-08-10 10:25 +0200
Re: Der Katastrophenschutz ist tippitoppi aufgestellt "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-08-10 10:32 +0200
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