Groups | Search | Server Info | Keyboard shortcuts | Login | Register [http] [https] [nntp] [nntps]
Groups > de.soc.politik.misc > #1199076
| From | "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> |
|---|---|
| Newsgroups | de.soc.politik.misc, de.talk.tagesgeschehen, ger.ct |
| Subject | Die Tagesschau |
| Date | 2022-05-07 22:01 +0200 |
| Organization | Ottmar-Ohlemacher-Fanclub |
| Message-ID | <FtQ$dT2EnYB@tipota.de> (permalink) |
Cross-posted to 3 groups.
...sagt ja nichtmal, wie das genau weitergehen soll, wenn die Ukraine gewinnt, sondern trommelt nur, DASS die gewinnen muss, weil die Besatzer das so vorgeben. Da lohnt es doch, sich die diversen Moeglichkeiten mal aus anderer Quelle anzuschauen: |Wie geht es weiter nach der militaerischen Konfrontation in der |Ukraine? Das wird in den ueblichen Medien nicht diskutiert, |sollte aber doch die Frage sein, die jeder politischen |Entscheidung vorausgeht. Was passiert weiter mit den Sanktionen, |und wie sind die Aussichten fuer Westeuropa und Deutschland? | |Nach mehr als zwei Monaten des russischen Militaereinsatzes in |der Ukraine und immer weiter steigender Kriegshysterie im Westen |sollte man sich einmal die Zeit nehmen und betrachten, welche |moeglichen Ausgaenge welche Folgen haetten und wie wahrscheinlich |es sein duerfte, dass sie eintreten. Und dabei vielleicht ein |wenig Augenmerk auf die hiesige Lage legen. | |Wenn man der Medienerzaehlung folgt, also der Variante fuer das |gemeine Volk, dann besteht das Ziel des Westens in einem Sieg der |Ukraine ueber Russland; einer Ukraine, die dann auch in die NATO |eintreten darf. Tun wir einmal so, als waere das eine |realistische Variante. Welche Folgen haette das? | |Wuerde damit auch das Sanktionsregime aufgehoben, bliebe |zumindest die Oekonomie in Westeuropa funktionstuechtig, sofern |man die Schaeden, die die Gruenen anrichten, ausklammert. |Politisch wuerde sich die ukrainische Version des Nazismus, die |jetzt schon immer schneller einsickert, im Westen Europas und |insbesondere in Deutschland immer weiter ausbreiten; schliesslich |laesst sich deutlich erkennen, dass der manische Russenhass hier |auf fruchtbaren Boden faellt. | |Die oekonomische Krise, die ein wichtiger Teil der ganzen Lage |ist, waere nach wie vor ungeloest; die momentane Inflation bliebe |zum Teil erhalten, da sie nicht zur Gaenze Sanktionsfolge ist, |sondern auch die Konsequenz der Geldpolitik seit 2008. Die |Vereinigten Staaten wuerden in dieser Konstellation zwar auf der |einen Seite scheinbar gewonnen haben, auf der anderen aber einen |Hauptteil der oekonomischen Verwerfungen abbekommen und bald |damit beschaeftigt sein, ihre inneren Widersprueche irgendwie in |den Griff zu bekommen. Die deutsche Exportindustrie wuerde |einbrechen, weil das naechste Angriffsziel auf der Liste der USA |China heisst und die deutschen Wirtschaftsverbindungen dorthin |noch staerker sind als jene nach Russland. Eine deutsche Politik, |die sich auf eine massive Staerkung der Binnennachfrage verlegt, |koennte einiges davon abfangen, aber eine solche Politik ist mit |dem gegenwaertigen Personal undenkbar. Das Ergebnis waere |Stagnation und langsamer Abstieg fuer Europa, schnellerer fuer |die USA. | |Wuerden die Sanktionen nicht aufgehoben, hiesse das ein schneller |oekonomischer Zusammenbruch in Europa, waehrend sich auch in |diesem Fall die USA dem naechsten Gegner China zuwenden wuerden. |Die USA wuerden sich auf europaeische Kosten eine Zeit lang |stabilisieren; sie koennten eine unabhaengige Entwicklung in |Asien, Afrika und Lateinamerika voruebergehend verlangsamen, |wuerden letztlich aber dennoch an China scheitern. | |Das eigentliche Kriegsziel der USA, das nicht so laut |ausgesprochen wird, lautet ein endloser Abnutzungskrieg in der |Ukraine mit dem Ziel eines Regimewechsels in Russland. Klar ist, |das wuerde die Ukraine in eine Ruinenlandschaft wie den Irak |verwandeln, sie mindestens ebenso ausbluten wie Russland und als |dauerhaften Empfaenger humanitaerer Unterstuetzung wie einen |Betonklotz an die Beine eines sinkenden Europas binden, das mit |dem gegenwaertigen Sanktionsregime wirtschaftlich nicht |ueberlebensfaehig ist. | |Die USA haetten sich eine kurze Frist verschafft, in der sie den |Kopf noch ueber Wasser halten vorausgesetzt, der Regimewechsel |in Russland verlaeuft in ihrem Sinne. Das allerdings ist eher |unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist, dass ein Regierungschef, |der sich jahrelang vergeblich um gute Beziehungen zum Westen |bemueht hat, durch einen ersetzt wird, der ihn von Anbeginn als |Feind sieht und entsprechend behandelt. Was sich beispielsweise |im sehr raschen Abschluss eines offiziellen militaerischen |Buendnisses mit China manifestieren koennte. Phase zwei in der |US-amerikanischen Planung, erst Russland, dann China anzugehen, |wuerde an ein schnelles und hartes Ende kommen. | |Westeuropa waere nicht nur oekonomisch ruiniert, sondern |ausserdem noch mit ukrainischen Fluechtlingen geflutet, die ihren |Buergerkrieg mitsamt Bewaffnung mitbraechten. Das Resultat waere |ein laengeres politisches Chaos, bis irgendwann genug Vernunft |nach oben gespuelt wurde, um sich dann aus der Position eines |Hilfsbeduerftigen wieder um normale Beziehungen in Richtung des |russisch-chinesischen Blocks zu bemuehen. | |Die naechste Variante waere ein Teilerfolg der russischen |Operation unter Aufspaltung der Ukraine. In dieser Version gaebe |es zumindest die Moeglichkeit, dass die Sanktionen nach einiger |Zeit aufgehoben werden und ein langsamer Wiederaufbau einer |europaeischen Wirtschaft moeglich ist. Der Abstieg der USA wuerde |sich in diesem Szenario beschleunigen, weil sie selbst dafuer |gesorgt haben, dass weltweit eine Niederlage der ukrainischen |Armee als eine Niederlage der USA gesehen wird, die sie sich im |Grunde nicht leisten koennen. | |Dadurch, dass der Mythos der militaerischen Ueberlegenheit des |Westens demontiert wurde, eroeffnet sich der politische Spielraum |fuer Westeuropa, sich von den USA zu distanzieren; auch hier |braeuchte es dafuer allerdings vermutlich einen Wechsel des |politischen Personals, was heisst, dieser Schritt wuerde erst |nach einer laengeren Periode erfolgen, die von oekonomischem |Stillstand bis Niedergang gepraegt ist. | |Russland wuerde in diesem Fall stabil bleiben, und der Angriff |auf China bliebe aus, weil der Einfluss der USA schneller |schwaende, als sie ihn geltend machen koennten, um Verbuendete |fuer diese zweite Phase zu finden. | |Und natuerlich gibt es auch die Moeglichkeit eines vollstaendigen |russischen Erfolgs. Ob im Ergebnis eine neutrale Ukraine in einem |Stueck oder viele kleinere Staaten bleiben, von denen sich ein |Teil direkt der russischen Foederation anschliesst, ist global |gesehen egal. Die Konsequenzen entspraechen jenen eines |Teilsieges, nur schneller. | |Das ist aber noch nicht das volle Spektrum der Moeglichkeiten. |Denn es gibt noch die maximal negative. Schliesslich wird seitens |der NATO-Staaten lautstark erklaert, Russland duerfe in der |Ukraine nicht gewinnen; und das ist aus US-Sicht, wenn man die |Folgen fuer deren Machtposition betrachtet, tatsaechlich so. Die |Moeglichkeiten, einen solchen Sieg konventionell militaerisch zu |verhindern, sind allerdings sehr begrenzt. | |Natuerlich, es wird augenblicklich an jeder Stelle gezuendelt, an |der gezuendelt werden kann, von der Anklage gegen den ehemaligen |pakistanischen Premierminister bis hin zum Beschluss des |estnischen Parlaments, die Grenzziehung zu Russland in Frage zu |stellen (nur als Massstab Estland hat weniger Einwohner als |Muenchen); aber die relevante Frage lautet, wie hoch ist die |Wahrscheinlichkeit, dass die USA, wenn ihnen konventionell die |Felle davonschwimmen, lieber einen nuklearen Konflikt beginnen |als still unterzugehen? Das ist das Raetsel, das man nicht loesen |kann, denn die Antwort liegt irgendwo zwischen dem Weissen Haus |und dem Pentagon. Dass die gegenwaertige US-Regierung dazu bereit |waere, kann man allein an ihrem Umgang mit Europa sehen, dessen |wirtschaftliche Perspektiven ohne Zoegern eliminiert wurden. Aber |es ist zum Glueck nicht gesichert, dass die US-Militaers diesen |Wahn teilen. | |Dann gaebe es noch zwei Versionen eines ploetzlichen Ausbruchs |von Vernunft. Im ersten kaeme selbst die politische Fuehrung der |USA zu dem Schluss, dass die Nebenwirkungen des ukrainischen |Abenteuers zu schwer sind, und faehrt die Sanktionen wieder |zurueck. Damit bliebe der wirtschaftliche Absturz in Europa aus, |auch wenn ein langsamer Niedergang auf der gegenwaertigen |Grundlage nicht zu verhindern waere, und die USA muessten sich |einen neuen Ansatzpunkt fuer die erste Position auf ihrem |Speisezettel suchen. Moeglich waere eine solche Kehrtwende aber |nur vor der sichtbaren militaerischen Niederlage der ukrainischen |Armee, die spaetestens dann unuebersehbar ist, wenn die Truppen |im Donbasskessel aufgerieben sind. Das heisst, der Zeitraum zur |Realisierung dieser Option betraegt wenige Wochen. Das Publikum |muesste dann natuerlich ebenfalls eine Kehrtwende absolvieren, |aber das soll das Problem der NATO-Medien sein. | |Die europaeische Variante waere eine abrupte Abkehr von den USA |im Interesse der Souveraenitaet und des eigenen oekonomischen |Ueberlebens. Sie ist leider nicht nur in Deutschland mit dem |augenblicklichen Personal sehr unwahrscheinlich; schliesslich |haben wir eine Bundesregierung, die gerade erst jedes nationale |Interesse preisgegeben hat und in der es Teile gibt, die sich |daran ergoetzen, "dienend zu fuehren." Eine Sprengung statt einer |Verstaerkung der NATO waere ein erster Schritt, um nach einem |Ende der US-Hegemonie einen Platz in einer multipolaren Welt zu |finden. Der Absturz fiele aus; eine Reorientierung hin zum |Binnenmarkt waere sinnvoll, aber der US-Markt ist leichter zu |ersetzen als der chinesische, vom Rest des Planeten ganz zu |schweigen. | |Von allen Versionen waere es diese, die fuer die Menschen in |Europa die sicherste Perspektive boete. Denn der wirtschaftliche |Schaden, der andernfalls angerichtet wuerde, ist so gross, dass |es Jahrzehnte dauern duerfte, ihn zu beheben. Jede Variante, die |das Ende der US-Macht auch nur hinauszoegert, bedeutet auch, dass |die Verarmungspolitik gegenueber der Bevoelkerung, die die |letzten Jahrzehnte dominierte, noch verschaerft weiter |fortgesetzt wird. Der kurzfristige Sieg waere nur einer der |Milliardaere. | |Aus der Sicht der gewoehnlichen Buerger aller beteiligter Laender |waere eine schnelle Kapitulation der Ukraine wie des |Puppenspielers USA das Beste. Niemandem kann man ernsthaft |wuenschen, unter einer Regierung zu leben, die das Leben ihrer |Buerger so wenig achtet wie die ukrainische. Und ein neues, |friedliches Gleichgewicht auf der Welt wird es erst wieder geben, |wenn die USA ein Staat unter vielen sind. Aber dafuer muessten |diese gewoehnlichen Buerger erst wieder die Buehne betreten und |zu Subjekten statt zu Objekten der Geschichte werden. <https://de.rt.com/meinung/137642-wohin-fuhrt-ganze-auseinandersetzung-in/> -- > Wenn man bloed im Kopf ist, dann ist alles egal. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ [weissagt Ottmar Ohlemacher 2008 das Motto der Mehrheit der Buerger in <http://al.howardknight.net/?&MSGI=%3C1aoyopdvid5p3$.f0d0xr5u941l$.dlg@40tude.net%3E>] -> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <- und immer nur ARD+ZDF gucken: <https://www.youtube.com/watch?v=W2l2kNQhtlQ>
Back to de.soc.politik.misc | Previous | Next — Next in thread | Find similar | Unroll thread
Die Tagesschau "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-05-07 22:01 +0200
Re: Die Tagesschau Dieter Intas <dieterintas@gmail.com> - 2022-05-07 22:16 +0200
Re: Die Tagesschau Hendrik van der Heijden <hvdh@gmx.de> - 2022-05-08 11:50 +0200
Re: Die Tagesschau "Herbert K." <H.K.@invalid.com> - 2022-05-08 12:08 +0200
Re: Die Tagesschau "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-05-08 14:43 +0200
Re: Die Tagesschau "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-05-08 14:43 +0200
Re: Die Tagesschau Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2022-05-08 13:14 +0200
Re: Die Tagesschau "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-05-08 14:43 +0200
Re: Die Tagesschau Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2022-05-09 10:02 +0200
Re: Die Tagesschau "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-05-09 15:12 +0200
Re: Die Tagesschau Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2022-05-09 16:00 +0200
Re: Die Tagesschau "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-05-09 20:12 +0200
Re: Die Tagesschau "Peter Heirich" <talk.usenet@info21.heirich.name> - 2022-05-09 15:25 +0000
Re: Die Tagesschau Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2022-05-09 18:12 +0200
Re: Die Tagesschau "Peter Heirich" <talk.usenet@info21.heirich.name> - 2022-05-09 18:49 +0000
Re: Die Tagesschau "F. W." <me@home.com> - 2022-05-09 10:41 +0200
Re: Die Tagesschau "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-05-09 15:12 +0200
csiph-web