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Re: DFB-Fußball Merchandise

From Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Newsgroups ger.ct
Subject Re: DFB-Fußball Merchandise
Date 2026-06-30 22:28 +0200
Organization A noiseless patient Spider
Message-ID <11218ts$1d02d$1@dont-email.me> (permalink)
References (1 earlier) <1120bnc.b4c.1@privat.lahls.de> <jqpchmxcas.ln2@diedrich.ddnssec.de> <1120l5v.ai8.1@privat.lahls.de> <18rchmxri1.ln2@diedrich.ddnssec.de> <6bcdf46a-06c7-410a-8db1-4e950f3245a5@jtewes.my-fqdn.de>

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Salve allerseits,

Jörg Tewes schrieb:
>
> Vermutlich sind die VW-Mitarbeiter in der Produktion auch überbezahlt.
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| Die Verunsicherung ist groß. Viele Beschäftigte bei Volkswagen melden
| sich voller Sorgen bei ihren Betriebsräten. Seit am Freitag radikale
| Sparpläne bekannt wurden, wonach der Vorstand womöglich zusätzlich 50
| 000 Stellen abbauen und mehrere Werke dichtmachen will, hat mancher im
| Riesenreich des größten europäischen Autoherstellers Angst bekommen.
|
| Doch bei VW ist ein Kahlschlag nicht so einfach möglich wie bei anderen
| Unternehmen. Die Arbeitnehmer haben traditionell deutlich mehr Macht.
| 2024 haben sie ähnlich radikale Sparpläne abgewehrt. Und ein
| Sanierungspaket durchgesetzt, das zwar einen massiven Stellenabbau
| vorsieht, aber sozialverträglich: ohne Entlassungen, ohne
| Werksschließungen. Es wird also in den nächsten Wochen zum großen
| Showdown zwischen Vorstand und Arbeitnehmern kommen. Nach Recherchen der
| Süddeutschen Zeitung könnte es dabei Versuche geben, die Macht der
| Beschäftigten zu brechen.
|
| Die Arbeitnehmervertreter kritisieren insbesondere, dass dem Management
| außer Sparen wenig einfalle. Statt radikal zu kürzen, solle der Vorstand
| für wettbewerbsfähige Produkte und Technologien sorgen, so
| IG-Metall-Chefin Christiane Benner und VW-Betriebsratschefin Daniela
| Cavallo. Dass der Konzern für Investitionen sowie Forschung und
| Entwicklung in den nächsten Jahren womöglich statt 185 nur noch 135
| Milliarden Euro ausgeben will, sei ein fatales Signal, heißt es aus
| VW-Kreisen. „Es fehlt der Plan: Wo wollen wir überhaupt hin?“, sagt ein
| Insider der SZ. VW habe immer viel
|
| Und die Sparpläne an sich? In manchen Medienberichten heißt es
| inzwischen, zusätzlich zum vereinbarten Abbau von 50 000 Stellen bis
| 2030 stünden womöglich nicht nur weitere 50 000, sondern sogar 90 000
| Stellen auf der Kippe. Die Arbeitnehmerseite hat dem Vorstand schon vor
| Wochen einen Fragenkatalog zur Zukunft des Konzerns zugestellt,
| allerdings nur die Antwort erhalten, dass die bisher vereinbarten
| Stellenreduzierungen nicht ausreichten.
|
| Und die Werke? Aus Konzernkreisen heißt es, es gehe nicht darum, ein
| Werk von heute auf morgen zuzusperren. Vielmehr könnte es den Druck auf
| die Arbeitnehmerseite erhöhen, frühzeitig über die Zukunft einzelner
| Fabriken zu verhandeln. Denn die Werksbelegung – also welches Modell wo
| gefertigt wird – wird traditionell für rund fünf Jahre im Voraus
| festgelegt. Bekommt ein Standort kein neues Modell zugeteilt, wird es eng.
|
| Genau das könnte den Fabriken in Zwickau, Emden, Hannover und Neckarsulm
| drohen. Der Zeitplan ist recht eindeutig: Ende 2030 läuft die beim
| Sanierungsplan 2024 ausgehandelte Jobgarantie für die VW-Beschäftigten
| aus. Das dürfte ziemlich gut mit dem Zeitpunkt zusammenfallen, zu dem
| etwa Emden und Zwickau neue Fahrzeuge produzieren müssten. In beiden
| Fabriken werden ausschließlich Elektroautos gebaut. Wenn das Management
| nun keine Nachfolgemodelle mehr zuweist, geht den Mitarbeitern vor Ort
| irgendwann die Arbeit aus. Ein Konzerninsider sagt: „Es hört sich so an,
| als ob man die vier Werke ausbluten lassen will.“ Vor dieser Situation
| stehen bereits die Beschäftigten in Osnabrück. 2027 endet dort die
| Produktion des T-Roc-Cabrio. Ein neues Modell gibt es nicht. Bisher
| haben sich sämtliche Alternativ-Lösungen zerschlagen, etwa die Nutzung
| durch Rüstungsunternehmen. Und langsam drängt die Zeit.
|
| Deshalb sprechen konzernintern einige von einem „Drohszenario“. Das
| Management wolle jetzt die Gewerkschaft zu Kompromissen zwingen, indem
| man in ein paar Jahren noch härtere Einschnitte – wie komplette
| Werkschließungen – in den Raum stellt. Ein Kompromiss, so hört man, gilt
| immer noch als die Lieblingslösung der VW-Spitze.
|
| Betriebsrat und IG Metall haben bereits erklärt, dass sie
| Werksschließungen „mit aller Macht verhindern“ würden. Und das Land
| Niedersachsen, das 20 Prozent der Anteile an VW hält, machte klar, es
| werde „keiner Entwicklung zustimmen, die auf Werksschließungen als
| vermeintlich einfache Lösung setzt oder die bewährte Mitbestimmung
| infrage stellt“.
|
| *Womöglich plant der Vorstand, das VW-Gesetz auszuhebeln*
|
| Womit sich die Frage stellt, ob der Vorstand überhaupt die Macht hat,
| einen Kahlschlag durchzusetzen. Im Aufsichtsrat haben die Arbeitnehmer
| mit dem Land Niedersachsen die Mehrheit. Und es bräuchte laut VW-Gesetz
| sogar eine Zwei-Drittel-Mehrheit, um eines der sechs westdeutschen Werke
| Wolfsburg, Braunschweig, Kassel, Salzgitter, Emden oder Hannover
| dichtzumachen. Nun wird spekuliert, dass womöglich das VW-Gesetz
| ausgehebelt werden soll, indem die VW-Werke in eine neue
| Aktiengesellschaft unterhalb der VW AG angesiedelt und auf diesem Weg
| leichter dichtgemacht werden können.
|
| Eine außerordentliche Hauptversammlung der Aktionäre könnte eine solche
| gesellschaftsrechtliche Neuordnung beschließen. Allerdings bedarf es
| dazu abweichend vom normalen Aktienrecht wegen des VW-Gesetzes wohl eine
| Mehrheit von mehr als 80 Prozent. Das Land Niedersachsen könnte das mit
| seinen 20 Prozent Stimmrecht also blockieren.
|
| Vorstellbar ist aber, dass Juristen des Konzerns argumentieren, die
| 80-Prozent-Regel gelte nicht für Beschlüsse zur Neuordnung. Vorstellbar
| ist auch, dass Druck auf das Land und die Arbeitnehmerseite ausgeübt
| wird. Nach dem Motto: Radikale Kürzungen sind nötig, wer sich ihnen
| widersetzt, verletzt seine aktienrechtlichen Pflichten, das
| Unternehmenswohl zu wahren. Es steht im Raum, dass wegen des
| Kursverfalls der VW-Aktie Investoren auf hohe Summen klagen könnten. Und
| dann ist die Frage, wer als Schuldiger ausgemacht wird.
|
| Trotzdem wirkt die Brachialstrategie des Vorstands reichlich riskant.
| Denn ob wirklich die nötige Mehrheit auf der Hauptversammlung erreicht
| würde, steht in den Sternen. Wäre es nicht vielleicht ein
| erfolgversprechenderer Weg, die Arbeitnehmerseite zu Verhandlungen zu
| bitten, um gemeinsam eine Lösung zu finden?
|
| In VW-Kreisen ist zu hören, Konzern-Chef Oliver Blume sei lange Zeit als
| konzilianter Teamplayer aufgetreten, der anders als sein raubauziger,
| 2022 geschasster Vorgänger Herbert Diess gemeinsame Lösungen gesucht
| habe. Seit einiger Zeit stehe er aber unter enormem Druck der
| Eigentümerfamilien Porsche und Piëch, die mehr als 50 Prozent der
| VW-Stimmrechte halten. Diese seien mit den jüngsten Dividenden
| unzufrieden.
|
| Blume habe nun „eine letzte Patrone“, das Unternehmen mit radikalen
| Kostensenkungen profitabler zu machen – und durch eine Aushebelung des
| VW-Gesetzes ein Durchregieren im Konzern zu ermöglichen. Gelinge das
| nicht, müsse Blume um seinen Job fürchten. Spekuliert wird auch, dass
| die Eigentümerfamilien in diesem Fall womöglich größere Teile ihrer
| Aktienpakete verkaufen. Das wäre ein historischer Einschnitt beim
| größten deutschen Autohersteller, der so lange schon von zwei großen
| Blöcken geprägt wird: den Eigentümerfamilien – und der Macht, die die
| Arbeitnehmer zusammen mit dem Land Niedersachsen ausüben.
|
| *In Emden wurden die Beschäftigten gerade erst gelobt – jetzt bangen sie*
| *wieder um ihre Jobs*
|
| Und die Beschäftigten? Ihre Stimmung ist – vorsichtig ausgedrückt –
| angespannt. Viele Mitarbeitende hatten gehofft, mit der Tarifeinigung im
| Dezember 2024 das Schlimmste überstanden zu haben. Diese Hoffnung hat
| sich wohl endgültig zerschlagen. Insbesondere, dass die Pläne einfach an
| die Presse durchgestochen wurden, wird bei vielen Beschäftigten mit
| Unmut aufgenommen. Von „schlechtem Stil“ ist Insidern zufolge die Rede.
|
| Im VW-Werk Emden gab es erst Mitte Juni eine Betriebsversammlung, bei
| der die Mitarbeitenden von der Werksführung gelobt wurden. Dass sie all
| ihre Ziele erreichen, dass sie einen guten Job machen würden. Wenige
| Tage später dann die Nachricht, wonach vier Werke geschlossen werden
| könnten, darunter auch jenes in Emden. „Die VW-Mitarbeiter in Emden sind
| natürlich frustriert. Sie haben alles gegeben – und jetzt kommt so eine
| Hiobsbotschaft“, sagt Thomas Preuß, Geschäftsführer der IG Metall in
| Emden. Besonders irritierend ist für ihn: Sowohl Emden als auch Zwickau
| galten lange als Herzstücke der Elektrostrategie von VW.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/vw-stellenabbau-werksschliessungen-news-blume-ig-metall-wolfsburg-entlassungen-li.3507255>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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DFB-Fußball Merchandise Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2026-06-30 09:13 +0000
  Re: DFB-Fußball Merchandise Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2026-06-30 12:10 +0200
    Re: DFB-Fußball Merchandise Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2026-06-30 14:36 +0200
      Re: DFB-Fußball Merchandise Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2026-06-30 14:51 +0200
        Re: DFB-Fußball Merchandise Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2026-06-30 15:00 +0200
          Re: DFB-Fußball Merchandise Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2026-06-30 22:16 +0200
            Re: DFB-Fußball Merchandise Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2026-06-30 22:28 +0200
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              Re: DFB-Fußball Merchandise Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2026-07-01 22:14 +0200
                Re: DFB-Fußball Merchandise Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2026-07-01 22:42 +0200
                Re: DFB-Fußball Merchandise Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2026-07-01 23:12 +0200
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    Re: DFB-Fußball Merchandise Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2026-06-30 17:56 +0000
      Re: DFB-Fußball Merchandise Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2026-06-30 21:17 +0200
  Re: DFB-Fußball Merchandise "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2026-07-01 09:10 +0000
    Re: DFB-Fußball Merchandise Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2026-07-01 13:28 +0200
  Re: DFB-Fußball Merchandise Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2026-07-01 15:36 +0200
    Re: DFB-Fußball Merchandise Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2026-07-01 16:23 +0200
      Re: DFB-Fußball Merchandise Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2026-07-01 17:00 +0200
        Re: DFB-Fußball Merchandise Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2026-07-02 09:26 +0200
  Re: DFB-Fußball Merchandise Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> - 2026-07-01 16:23 +0000

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