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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Newsgroups | ger.ct |
| Subject | Re: 2,699. €/l Diesel |
| Date | 2026-03-22 18:19 +0100 |
| Organization | A noiseless patient Spider |
| Message-ID | <10pp8bt$3evj3$2@dont-email.me> (permalink) |
| References | (8 earlier) <n23vfmFep8pU1@mid.individual.net> <10pirk5$1bsb9$1@dont-email.me> <10pj5ca$avjn$4@solani.org> <10pj9qq$1h097$1@dont-email.me> <1ctwy4c4d1v3d.dlg@kimmeringer.de> |
Salve allerseits, Lothar Kimmeringer schrieb: > Fidel Sebastián Hunrichse-Lara wrote: > >> Um es ihnen zu >> verdeutlichen: Wir haben Russland die Tür zugemacht und haben >> gesagt, wir machen uns abhängig von den Tankern, von den >> Tanktransporten durch die Straße von Hormus > > TIL: Norwegisches Öl wird nach Deutschland durch die Straße von > Hormus transportiert. > +--- <hier abknabbern> --- | In Großbritannien werden Rufe lauter, Donald Trumps Parole 'drill, baby, | drill' auf die Nordsee zu übertragen. Hintergrund ist der Krieg gegen | Iran, der die Öl- und Gaspreise in Europa in die Höhe treibt. | | Energieinfrastruktur gerät zunehmend ins Visier von Raketenangriffen und | steht damit im Zentrum einer weiteren Eskalation des Konflikts. Gestern, | am 18. März, meldete Iran Treffer auf Gastanks und Teile einer | Raffinerie in South Pars, dem größten Gasfeld der Welt und der | wichtigsten heimischen Energiequelle des Landes. | | Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Ras Laffan, das größte Gasfeld | Katars. Das löste weltweit Empörung aus und stieß auch bei | Nachbarstaaten auf scharfe Kritik. Saudi-Arabien erklärte, die Angriffe | auf die Energieanlagen der Golf-Kooperationsratsstaaten (GCC) hätten | jede Hoffnung auf eine Rückkehr zur Normalität nach Kriegsende zerstört. | | Nun hat Trump gedroht, den South-Pars-Komplex „vollständig in die Luft | zu sprengen“, falls Teheran weiter katarische Gasanlagen ins Visier | nimmt. Beobachter befürchten eine humanitäre Katastrophe. | | Iran greift zudem weiter gezielt Schiffe in der Straße von Hormus an, | einer rund 38 Kilometer breiten Meerenge, durch die etwa ein Fünftel der | weltweiten Öllieferungen läuft. | | *Europa: Wie stark steigen die Energierechnungen*? | | Nach den Angriffen auf Energieanlagen sind am Mittwoch die Preise für | Rohöl und Erdgas stark gestiegen. Der europäische TTF-Referenzpreis für | Gas lag am Morgen um 24 Prozent höher. Die Sorte Brent, globaler Maßstab | für den Ölpreis, kletterte auf fast 114 Dollar je Barrel, nach weniger | als 73 Dollar je Barrel am Vorabend des Krieges, was einem Anstieg von | rund 63,70 auf 99,48 Euro entspricht. | | Berechnungen der Organisation Transport & Environment zufolge zahlen | Europäerinnen und Europäer nun einen „geopolitischen Aufschlag“ von | zusätzlich 150 Millionen Euro pro Tag, solange der Ölpreis über 100 | Dollar je Barrel liegt. | | Zuletzt lag der Ölpreis im Jahr 2022 über dieser Marke, nach dem | großangelegten Einmarsch Russlands in die Ukraine. Damals gaben Menschen | in Europa zusätzlich 55 Milliarden Euro an den Zapfsäulen aus. EU-weit | lagen die Dieselpreise Mitte 2022 etwa 45 Prozent höher, Benzin kostete | rund 36 Prozent mehr. | | Ende Juni 2022 stiegen die Preise für Benzin und Diesel auf über zwei | Euro je Liter. Autofahrerinnen und Autofahrer zahlten damit bis zu 31 | Euro mehr, um einen Tank mit fünfzig Litern zu füllen, als vor der Krise. | | Die EU arbeitet unter Hochdruck an Notfallmaßnahmen, um den Anstieg der | Energierechnungen in ganz Europa abzufedern. Die starke Abhängigkeit von | importiertem Öl und Gas macht den Kontinent besonders anfällig für | Preisschwankungen auf den Weltmärkten. | | Im Vereinigten Königreich warnte der Finanzexperte Martin Lewis, | Haushalte könnten mit bis zu 30 Prozent höheren Energierechnungen | rechnen, falls die hohen Öl- und Gaspreise mehrere Monate anhalten. | | *Nordsee-Bohrungen: Lösung für hohe Energiepreise*? | | Die Sorge vor explodierenden Energierechnungen inmitten der | Lebenshaltungskostenkrise stärkt in Großbritannien die Forderungen, die | Förderung in der Nordsee massiv auszuweiten. | | Die britische Regierung hat im vergangenen Jahr neue | Explorationslizenzen beendet. Unternehmen erhalten seither keine | Genehmigung mehr, in bislang unerschlossenen Gebieten nach Öl- und | Gasvorkommen zu suchen. Laufende Förderprojekte laufen jedoch weiter. | | Am Samstag, dem 14. März, brachte das britische Boulevardblatt Daily | Express eine Titelseite mit der Schlagzeile „Get Drilling To Stop | Soaring Bills“. In sozialen Medien schlossen sich zahlreiche | rechtsgerichtete Stimmen an und bewarben die Forderung. | | Nigel Farage, Chef der Partei Reform UK, gehört zu den lautesten | Stimmen, die eine Kehrtwende der Regierung bei dem historischen Verbot | verlangen. | | „Angesichts der Tatsache, dass unsere kritische Erdgasreserve nur noch | für zwei Tage reicht und wir so verwundbar sind – und schon von | möglicher Energiere rationierung später in diesem Jahr die Rede ist –, | ist es nicht an der Zeit, den Kurs zu ändern?“, fragte Farage | Abgeordnete am 18. März. | | Der Politiker forderte Premierminister Sir Keir Starmer auf, die | „übermäßige Besteuerung“ von Explorationsfirmen abzuschaffen, neue | Lizenzen für Bohrungen in der Nordsee zu vergeben und Großbritannien bei | Erdgas „selbstversorgend“ zu machen. | | Starmer entgegnete, Öl und Gas würden noch „viele Jahre“ Teil des | britischen Energiemixes bleiben. | | Energieminister Ed Miliband hatte entsprechende Forderungen zuvor | bereits zurückgewiesen. Zusätzliche Bohrungen in der Nordsee würden | „keinen Penny von den Rechnungen der Menschen nehmen“, erklärte er. | | *Erneuerbare gegen Nordsee-Öl: Was drückt die Kosten wirklich*? | | Eine neue Analyse der Universität Oxford (Quelle auf Englisch) kommt zu | dem Ergebnis, dass ein vollständig mit erneuerbaren Energien versorgtes | Vereinigtes Königreich Haushalten jährlich bis zu 441 Pfund, also rund | 510 Euro, bei den Energierechnungen sparen könnte. | | Würde die Öl- und Gasförderung in der Nordsee maximal ausgeweitet, kämen | Haushalte laut Studie lediglich auf Einsparungen von 16 bis 82 Pfund pro | Jahr, also etwa 19 bis 95 Euro. Voraussetzung wäre zudem, dass der Staat | die zusätzlichen Steuereinnahmen vollständig an die Bürgerinnen und | Bürger zurückgibt, um ihre Energierechnungen zu senken. | | Die Vorstellung, die Nordsee „auszuschöpfen“, mache Großbritannien | energiepolitisch sicherer und senke die Kosten für private Haushalte | deutlich, sei „reine Fantasie“, sagt Mitautor Dr. Anupam Sen. | | „Wir zeigen: Ein ‚drill, baby, drill‘-Ansatz bei der Förderung kostet | Haushalte in jedem Fall mehr Geld als der Kurs hin zu sauberer Energie. | Das gilt unabhängig davon, wie lange die Öl- und Gasvorkommen in der | Nordsee noch reichen.“ | | Die möglichen Einsparungen durch erneuerbare Energien hängen allerdings | stark davon ab, wie weit ein Haushalt elektrifiziert ist. | | „Dafür braucht es zunächst Investitionen, vor allem in Wärmepumpen und | Dämmung. Entscheidend sind wirksame Förder- und | Finanzierungsinstrumente, insbesondere für Haushalte mit geringem | Einkommen“, erläutert Mitautorin Cassandra Etter-Wenzel. | | Die Analyse basiert auf Öl- und Gaspreisen vom Januar 2026, also vor den | aktuellen Ausschlägen durch den Iran-Krieg. Die Forschenden sehen diese | Werte als repräsentativ für realistische Preise im mittleren bis | längeren Zeithorizont. | | „Unsere Berechnungen bilden ein konservatives Szenario ab, in dem | erneuerbare Energien gegen billige fossile Brennstoffe konkurrieren“, | sagt Mitautorin Nadia Schroeder. | | „Selbst in diesem ‚Worst-Case‘ schneiden erneuerbare Energien deutlich | kostengünstiger ab.“ +--- </hier abknabbern> --- ©<https://de.euronews.com/2026/03/19/reine-fantasie-nordsee-ol-senkt-europas-explodierende-energiekosten-nicht> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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