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| Started by | Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> |
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| First post | 2025-05-05 05:25 +0000 |
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Zoll auf Filme aus dem Ausland Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2025-05-05 05:25 +0000
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2025-05-05 09:04 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2025-05-05 09:12 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> - 2025-05-05 07:27 +0000
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2025-05-05 09:35 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2025-05-05 16:50 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2025-05-05 16:57 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2025-05-05 19:48 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2025-05-05 19:42 +0000
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2025-05-05 22:40 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2025-05-06 06:37 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2025-05-06 07:40 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2025-05-06 07:56 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2025-05-06 08:29 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Ulrich Weise <ulrich.weise@t-online.de> - 2025-05-07 10:54 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2025-05-06 14:43 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2025-05-06 19:05 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2025-05-06 19:17 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2025-05-05 19:45 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2025-05-06 06:00 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Ulrich Weise <ulrich.weise@t-online.de> - 2025-05-07 11:05 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2025-05-07 13:12 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2025-05-05 19:37 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland t.r.h@gmx.net (Torsten Rüdiger Hansen) - 2025-05-05 19:42 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2025-05-05 17:45 +0000
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2025-05-06 09:04 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2025-05-06 09:09 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2025-05-06 14:02 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2025-05-06 12:42 +0000
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2025-05-06 16:35 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2025-05-06 16:52 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2025-05-06 18:25 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Ulrich Weise <ulrich.weise@t-online.de> - 2025-05-07 11:08 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2025-05-07 11:24 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2025-05-06 00:31 +0200
Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland Ulrich Weise <ulrich.weise@t-online.de> - 2025-05-07 10:48 +0200
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| From | Ulrich Weise <ulrich.weise@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2025-05-07 11:05 +0200 |
| Message-ID | <vvf7of$b7vo$1@solani.org> |
| In reply to | #637887 |
Am Tue, 6 May 2025 06:00:42 +0200 schrieb Ruediger Lahl zum
Thema: Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland
>*Michael Bode* schrieb:
>
>> Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> writes:
>>> Hollywood kann sich seit langen keine Kritik gegen US-Regierungen
>>> leisten, denn wer für einen Dreh nur ein Polizeiauto will, oder mal kurz
>>> eine Straßeneinstellung in einer Stadt benötigt, bekommt für so was
>>> unkomplizierte und kostenlose Unterstützung aller öffentlichen Stellen,
>>> bis hin zu ganzen Armeeeinheiten samt Gerät. Das endet abrupt, wenn
>>> Kritik gegen die Regierenden, aus den Reihen der Studios laut wird.
>>
>> Auch das schlägt zurück. Irgendeinen Grund muss es ja geben, dass die US
>> Navy so bereitwillig bei den ganzen Bellisario-Produktionen wie JAG,
>> oder den diversen NCIS Ablegern mitmacht. Oder bei Top Gun & Co. Ich tippe ja
>> auf den Werbeeffekt.
>
>Eben. Die Präsenz ist natürlich auch gewollt.
Da fällt mir ein, es gibt so viele Hollywood Filme mit Präsidenten,
https://www.google.com/search?q=hollywood+filme+us+pr%C3%A4sident
Da wäre doch ein Streifen über oder mit Präsident Trump doch schon
seit mindestens seiner letzten Amtszeit gefordert.
--
Gued gohn,
Ulrich
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| From | Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> |
|---|---|
| Date | 2025-05-07 13:12 +0200 |
| Message-ID | <vvfm8h.a6s.1@privat.lahls.de> |
| In reply to | #637954 |
*Ulrich Weise* schrieb: > Am Tue, 6 May 2025 06:00:42 +0200 schrieb Ruediger Lahl zum >>*Michael Bode* schrieb: >> >>> Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> writes: >>>> Hollywood kann sich seit langen keine Kritik gegen US-Regierungen >>>> leisten, denn wer für einen Dreh nur ein Polizeiauto will, oder mal kurz >>>> eine Straßeneinstellung in einer Stadt benötigt, bekommt für so was >>>> unkomplizierte und kostenlose Unterstützung aller öffentlichen Stellen, >>>> bis hin zu ganzen Armeeeinheiten samt Gerät. Das endet abrupt, wenn >>>> Kritik gegen die Regierenden, aus den Reihen der Studios laut wird. >>> >>> Auch das schlägt zurück. Irgendeinen Grund muss es ja geben, dass die US >>> Navy so bereitwillig bei den ganzen Bellisario-Produktionen wie JAG, >>> oder den diversen NCIS Ablegern mitmacht. Oder bei Top Gun & Co. Ich tippe ja >>> auf den Werbeeffekt. >> >>Eben. Die Präsenz ist natürlich auch gewollt. > > Da fällt mir ein, es gibt so viele Hollywood Filme mit Präsidenten, > https://www.google.com/search?q=hollywood+filme+us+pr%C3%A4sident > > Da wäre doch ein Streifen über oder mit Präsident Trump doch schon > seit mindestens seiner letzten Amtszeit gefordert. Ist der Film Lob, würde sich den nur Trumps Glaubensgemeinschaft ansehen wollen. Ist er Kritik, ist das Filmstudio danach tot. So oder so, lohnt es sich für kein Studio. -- bis denne
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| From | Michael Bode <m.g.bode@web.de> |
|---|---|
| Date | 2025-05-05 19:37 +0200 |
| Message-ID | <m7sbb1Fu59U3@mid.individual.net> |
| In reply to | #637830 |
Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> writes: > https://www.spiegel.de/ausland/trump-will-zoelle-auf-auslaendische-filme-und-die-knastinsel-alcatraz-wiedereroeffnen-a-42209d9d-0592-4aad-8476-d5caf1a605d7 > > Das klingt womöglich blöder, als es ist. Denn anstelle in Kalifornien und > Hollywood preiswerte Filme und Fernsehserien zu produzieren, verlegt die > Filmindustrie der USA ihre Produktion gern nach Kanada. Deswegen schaut > jeder neue Planet in einer Science-Fiction Serie immer wieder verdächtig > nach Kanada aus. Siehe Battlestar Galactica Neuverfilmung, Star Gate. Und > zuletzt war ganz Japan in Kanadas Westküste angesiedelt. In der > Neuverfilmung von Shogun gab es nur tropfnasse kanadische kühle Regenwälder > statt japanischer Original-Schauplätze. > > Schaumer mal. Wie wird denn da die Wertschöpfung für den Zoll berechnet, wenn ein britischer Schauspieler in der tunesichen Kulisse mit CGI Aliens aus amerikanischen Computern in einer kalifornischen Produktion kämpft?
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| From | t.r.h@gmx.net (Torsten Rüdiger Hansen) |
|---|---|
| Date | 2025-05-05 19:42 +0200 |
| Message-ID | <1rbvlbv.1mrnchp1s1i37wN%t.r.h@gmx.net> |
| In reply to | #637876 |
Michael Bode <m.g.bode@web.de> wrote: > Wie wird denn da die Wertschöpfung für den Zoll berechnet, wenn ein > britischer Schauspieler in der tunesichen Kulisse mit CGI Aliens aus > amerikanischen Computern in einer kalifornischen Produktion kämpft? Ganz einfach nach Trump-Mathe: ein britischer Schauspieler 100% Zoll in der tunesichen Kulisse + 100% Zoll mit CGI Aliens aus amerikanischen Computern +100% Zoll in einer kalifornischen Produktion kämpft? + 100% Zoll Den Cal. ist für Trump als Florida-Einwohner ja Ausland. -- Antworten auf öffentlich gestellte Fragen bitte NUR öffentlich. Ich wohne nicht im Rechner, Antworten könnten ein paar Tage dauern. Grüße von T.R.H.
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| From | Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2025-05-05 17:45 +0000 |
| Message-ID | <vvatf4$95g3$1@solani.org> |
| In reply to | #637876 |
Michael Bode <m.g.bode@web.de> wrote: > Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> writes: > >> https://www.spiegel.de/ausland/trump-will-zoelle-auf-auslaendische-filme-und-die-knastinsel-alcatraz-wiedereroeffnen-a-42209d9d-0592-4aad-8476-d5caf1a605d7 >> >> Das klingt womöglich blöder, als es ist. Denn anstelle in Kalifornien und >> Hollywood preiswerte Filme und Fernsehserien zu produzieren, verlegt die >> Filmindustrie der USA ihre Produktion gern nach Kanada. Deswegen schaut >> jeder neue Planet in einer Science-Fiction Serie immer wieder verdächtig >> nach Kanada aus. Siehe Battlestar Galactica Neuverfilmung, Star Gate. Und >> zuletzt war ganz Japan in Kanadas Westküste angesiedelt. In der >> Neuverfilmung von Shogun gab es nur tropfnasse kanadische kühle Regenwälder >> statt japanischer Original-Schauplätze. >> >> Schaumer mal. > > Wie wird denn da die Wertschöpfung für den Zoll berechnet, wenn ein > britischer Schauspieler in der tunesichen Kulisse mit CGI Aliens aus > amerikanischen Computern in einer kalifornischen Produktion kämpft? > 100%! Und wer dumm nachfragt 145%! -- please forgive my iPhone typos
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2025-05-06 09:04 +0200 |
| Message-ID | <vvccaj$2dulh$1@dont-email.me> |
| In reply to | #637878 |
Salve allerseits,
Dr. Joachim Neudert schrieb:
> Michael Bode <m.g.bode@web.de> wrote:
>> Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> writes:
>>
>>> Das klingt womöglich blöder, als es ist. Denn anstelle in Kalifornien und
>>> Hollywood preiswerte Filme und Fernsehserien zu produzieren, verlegt die
>>> Filmindustrie der USA ihre Produktion gern nach Kanada. Deswegen schaut
>>> jeder neue Planet in einer Science-Fiction Serie immer wieder verdächtig
>>> nach Kanada aus. Siehe Battlestar Galactica Neuverfilmung, Star Gate. Und
>>> zuletzt war ganz Japan in Kanadas Westküste angesiedelt. In der Neuverfilmung
>>> von Shogun gab es nur tropfnasse kanadische kühle Regenwälder statt japanischer
>>> Original-Schauplätze. Schaumer mal.
>>
>> Wie wird denn da die Wertschöpfung für den Zoll berechnet, wenn ein britischer
>> Schauspieler in der tunesichen Kulisse mit CGI Aliens aus amerikanischen
>> Computern in einer kalifornischen Produktion kämpft?
>
> 100%! Und wer dumm nachfragt 145%!
>
<https://www.youtube.com/watch?v=esFd7kX1LQE>
TL;DR: „Hat Peking in den letzten Jahren nicht untätig herumgesessen.
Ganz und gar nicht. Sie haben einen Plan entwickelt, um solchen
Dingen entgegenzuwirken, und jetzt ist es nur logisch, Gas zu
geben, angefangen damit, den Nachbarn zuzuzwinkern.“
M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2025-05-06 09:09 +0200 |
| Message-ID | <vvccio$9thn$2@solani.org> |
| In reply to | #637889 |
Am 06.05.25 um 09:04 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara: > Salve allerseits, > > Dr. Joachim Neudert schrieb: >> Michael Bode <m.g.bode@web.de> wrote: >>> Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> writes: >>> >>>> Das klingt womöglich blöder, als es ist. Denn anstelle in Kalifornien und >>>> Hollywood preiswerte Filme und Fernsehserien zu produzieren, verlegt die >>>> Filmindustrie der USA ihre Produktion gern nach Kanada. Deswegen schaut >>>> jeder neue Planet in einer Science-Fiction Serie immer wieder verdächtig >>>> nach Kanada aus. Siehe Battlestar Galactica Neuverfilmung, Star Gate. Und >>>> zuletzt war ganz Japan in Kanadas Westküste angesiedelt. In der Neuverfilmung >>>> von Shogun gab es nur tropfnasse kanadische kühle Regenwälder statt japanischer >>>> Original-Schauplätze. Schaumer mal. >>> >>> Wie wird denn da die Wertschöpfung für den Zoll berechnet, wenn ein britischer >>> Schauspieler in der tunesichen Kulisse mit CGI Aliens aus amerikanischen >>> Computern in einer kalifornischen Produktion kämpft? >> >> 100%! Und wer dumm nachfragt 145%! >> > <https://www.youtube.com/watch?v=esFd7kX1LQE> > > TL;DR: „Hat Peking in den letzten Jahren nicht untätig herumgesessen. > Ganz und gar nicht. Sie haben einen Plan entwickelt, um solchen > Dingen entgegenzuwirken, und jetzt ist es nur logisch, Gas zu > geben, angefangen damit, den Nachbarn zuzuzwinkern.“ > > M.f.G. > https://www.nytimes.com/2025/05/05/business/tariffs-europe-boycott-american-goods.html In Germany and Italy, developers have created apps that scan grocery and clothing items for people who want to make sure they are not buying American. The top app, BrandSnap, even suggests European alternatives. BrandSnap hab ich eben geladen... :-) Boycott: "Es ist primitiv, aber ich liebe es." -- Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2025-05-06 14:02 +0200 |
| Message-ID | <vvcto6$2sj6p$1@dont-email.me> |
| In reply to | #637890 |
Salve allerseits, Dr. Joachim Neudert schrieb: > Am 06.05.25 um 09:04 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara: >> Dr. Joachim Neudert schrieb: >>> Michael Bode <m.g.bode@web.de> wrote: >>>> Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> writes: >>>> >>>>> Das klingt womöglich blöder, als es ist. Denn anstelle in Kalifornien und >>>>> Hollywood preiswerte Filme und Fernsehserien zu produzieren, verlegt die >>>>> Filmindustrie der USA ihre Produktion gern nach Kanada. Deswegen schaut >>>>> jeder neue Planet in einer Science-Fiction Serie immer wieder verdächtig >>>>> nach Kanada aus. Siehe Battlestar Galactica Neuverfilmung, Star Gate. Und >>>>> zuletzt war ganz Japan in Kanadas Westküste angesiedelt. In der Neuverfilmung >>>>> von Shogun gab es nur tropfnasse kanadische kühle Regenwälder statt japanischer >>>>> Original-Schauplätze. Schaumer mal. >>>> >>>> Wie wird denn da die Wertschöpfung für den Zoll berechnet, wenn ein britischer >>>> Schauspieler in der tunesichen Kulisse mit CGI Aliens aus amerikanischen >>>> Computern in einer kalifornischen Produktion kämpft? >>> >>> 100%! Und wer dumm nachfragt 145%! >> >> <https://www.youtube.com/watch?v=esFd7kX1LQE> >> >> TL;DR: „Hat Peking in den letzten Jahren nicht untätig herumgesessen. >> Ganz und gar nicht. Sie haben einen Plan entwickelt, um solchen >> Dingen entgegenzuwirken, und jetzt ist es nur logisch, Gas zu >> geben, angefangen damit, den Nachbarn zuzuzwinkern.“ > > | In Germany and Italy, developers have created apps that scan grocery and > | clothing items for people who want to make sure they are not buying > | American. The top app, BrandSnap, even suggests European alternatives. > > BrandSnap hab ich eben geladen... :-) Boycott: "Es ist primitiv, aber ich > liebe es." > +--- <hier abknabbern> --- | Wenn am 21. Mai der achte Teil der Actionfilmreihe »Mission: Impossible« | in den deutschen und zwei Tage später in den US-Kinos anläuft, dürfte er | in aller Welt als Hollywoodproduktion wahrgenommen werden. Immerhin | gelten die Filme samt ihrem Hauptdarsteller Tom Cruise seit beinahe 30 | Jahren als Aushängeschilder der amerikanischen Filmindustrie. | | Aber ist er das auch? Gedreht wurde der aktuelle Teil, »The Final | Reckoning«, komplett in Europa, vor allem in Großbritannien, aber auch | auf Malta, in Kroatien, Italien und Norwegen. | | US-Präsident Donald Trump hat damit ein Problem – und kündigte nun an, | Zölle in Höhe von 100 Prozent auf Filme erheben zu wollen, die in | »fremden Ländern« entstanden. Seitdem steht eine mächtige Frage im Raum: | Was ist das eigentlich, ein amerikanischer Film? Würde »Mission: | Impossible« als US-Film gewertet, weil er von amerikanischen Firmen | produziert wurde? Oder als »ausländischer« Film, weil er im Ausland | hergestellt wurde? Und wenn ja: Müssten die verantwortlichen Unternehmen | Skydance und Paramount Pictures beim »Import« in die USA Zölle entrichten? | | Die Antwort ist viermal dieselbe: Es ist unklar – wie eigentlich alles | an Trumps Ankündigung, die der Präsident in gewohnter Manier per Post | auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social losließ. | | *Ankündigung in Großbuchstaben* | | Darin schreibt er, populistisch wie eh und je, die amerikanische | Filmindustrie liege »im Sterben«. Grund sei ein koordinierter Angriff | anderer Nationen, es handle sich sogar um einen Angriff auf die | nationale Sicherheit der USA. Trump autorisiere deshalb das | Handelsministerium, Zölle in Höhe von 100 Prozent auf Filme zu erheben, | die in »fremden Ländern« produziert wurden. | | Danach reichten dem Präsidenten offenbar nur noch Großbuchstaben, um die | Größe seiner Message zu transportieren: »WIR WOLLEN, DASS FILME WIEDER | IN AMERIKA GEMACHT WERDEN!« | | In Hollywood herrscht angesichts dieser vagen Ankündigung Panik. Bei dem | amerikanischen Branchenmedium »Deadline« äußern sich einige Produzenten | anonym, einer von ihnen sagt: »An alle, die glauben, dass so Jobs nach | Amerika zurückkehren werden: Ihr müsst begreifen, dass dies NICHT den | erhofften Effekt haben wird.« Im Gegenteil machten Zölle gerade Filme | der unteren und mittleren Preiskategorien unproduzierbar und würden so | Jobs vernichten. Und auch Filme mit großem Budget würden angesichts in | die Höhe schießender Produktionskosten so in viel kleinerer Zahl | hergestellt. | | Die Maßnahme, darin sind sich alle Experten einig, wäre eine Katastrophe | für Hollywood. Dabei ist das Problem, das Trump anspricht, durchaus real | und wird in den USA seit vielen Jahren, eigentlich seit Jahrzehnten, | heiß debattiert: Wie kann man sogenannte »runaway productions« – also | Filme, die im Ausland gedreht werden – wieder zurück nach Hollywood holen? | | Vor allem Kanada, Australien und Neuseeland locken US-Filmproduzenten | regelmäßig mit staatlich finanzierten Programmen, die den Dreh selbst, | häufig auch die Postproduktion, unschlagbar günstig machen. Auch | Deutschland bemüht sich über den Deutschen Filmförderfonds, | Hollywoodproduktionen nach Babelsberg zu lotsen. So weit, so richtig. | | *Große Herausforderungen* | | Doch im Vergleich zu den anderen Herausforderungen, vor denen die | amerikanische Filmindustrie steht, ist das Ausland das geringste Problem | – viel schwerer wiegen andere Dinge: dass die Kinos nach Corona noch | immer nicht zu der alten Größe von vor der Pandemie aufschließen konnten | etwa. Dass Hollywood noch immer unter dem Produktionsstau infolge der | Streiks der Drehbuchautoren und Schauspieler leidet. Dass in sehr naher | Zukunft durch den Einsatz künstlicher Intelligenz noch mehr | Arbeitsplätze wegfallen werden. Dass Hollywood seinen Kinos mit | Streamingdiensten selbst Konkurrenz macht. | | Überhaupt, Streamingdienste: Sie zeigen, wie mächtig US-Konzerne im | Unterhaltungssektor nach wie vor sind – und wie wirkmächtig ihre | Produkte. Innerhalb weniger Jahre breiteten sie sich über die ganze Welt | aus, über »The White Lotus« sprechen nicht nur Menschen in Los Angeles | und New York, sondern auch in Paris und Bangkok. Viele Länder | verpflichten Streamingdienste, in lokale Produktionen zu investieren, um | der trotz gesunkener Produktionszahlen anhaltenden Welle von US-Serien | etwas entgegenzusetzen. | | Die Rechnung von Netflix und Co. geht freilich nur in einem freien Markt | auf, in dem lokal produziert und global konsumiert wird. Bestes Beispiel | ist die erfolgreichste Netflix-Serie überhaupt: »Squid Game« wird mit | amerikanischem Geld in Südkorea hergestellt. Obwohl in den vergangenen | Jahren besonders viele Fernsehproduktionen außerhalb der USA entstanden, | ist von ihnen in Trumps Ankündigung aber nicht einmal die Rede. | | Hinzu kommt, dass es sich bei Filmen nicht um Produkte im herkömmlichen | Sinn handelt, sondern um geistiges Eigentum. An welcher Stelle in der | Produktionskette überhaupt Zölle fällig werden könnten, ist nicht im | Ansatz geklärt. Auch ist, wie in vielen anderen Branchen, die | Herstellung von Filmen mittlerweile stark internationalisiert. An | Effekten oder digitaler Bildbearbeitung können auch dank immer | leistungsfähigerer Rechner Anbieter in der ganzen Welt arbeiten, teils | sogar gleichzeitig. | | *Steuer auf die Traumfabrik* | | Mit Zöllen wird niemand diese sinnvolle Arbeitsteilung rückgängig machen | können. Stattdessen liegen seit Jahren Vorschläge auf dem Tisch, wie man | Filme wieder vermehrt in den USA produzieren könnte. Gewerkschaften | wünschen sich etwa schon lange staatliche Subventionen, mit denen | Hollywood in Konkurrenz zu Kanada oder Australien treten könnte. Was | Trump ankündigt, wäre das exakte Gegenteil – eine saftige | De-facto-Steuer auf die eigene Traumfabrik statt einer Maßnahme, sie zu | stärken. +--- </hier abknabbern> --- ©<https://www.spiegel.de/kultur/kino/donald-trump-droht-mit-zoellen-auf-filme-panik-in-hollywood-a-ce1b71bc-2ac3-4346-bb7b-5c4f29dd5261> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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| From | Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2025-05-06 12:42 +0000 |
| Message-ID | <vvd044$9vku$1@solani.org> |
| In reply to | #637897 |
Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> wrote: > Salve allerseits, > > Dr. Joachim Neudert schrieb: >> Am 06.05.25 um 09:04 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara: >>> Dr. Joachim Neudert schrieb: >>>> Michael Bode <m.g.bode@web.de> wrote: >>>>> Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> writes: >>>>> >>>>>> Das klingt womöglich blöder, als es ist. Denn anstelle in Kalifornien und >>>>>> Hollywood preiswerte Filme und Fernsehserien zu produzieren, verlegt die >>>>>> Filmindustrie der USA ihre Produktion gern nach Kanada. Deswegen schaut >>>>>> jeder neue Planet in einer Science-Fiction Serie immer wieder verdächtig >>>>>> nach Kanada aus. Siehe Battlestar Galactica Neuverfilmung, Star Gate. Und >>>>>> zuletzt war ganz Japan in Kanadas Westküste angesiedelt. In der Neuverfilmung >>>>>> von Shogun gab es nur tropfnasse kanadische kühle Regenwälder statt japanischer >>>>>> Original-Schauplätze. Schaumer mal. >>>>> >>>>> Wie wird denn da die Wertschöpfung für den Zoll berechnet, wenn ein britischer >>>>> Schauspieler in der tunesichen Kulisse mit CGI Aliens aus amerikanischen >>>>> Computern in einer kalifornischen Produktion kämpft? >>>> >>>> 100%! Und wer dumm nachfragt 145%! >>> >>> <https://www.youtube.com/watch?v=esFd7kX1LQE> >>> >>> TL;DR: „Hat Peking in den letzten Jahren nicht untätig herumgesessen. >>> Ganz und gar nicht. Sie haben einen Plan entwickelt, um solchen >>> Dingen entgegenzuwirken, und jetzt ist es nur logisch, Gas zu >>> geben, angefangen damit, den Nachbarn zuzuzwinkern.“ >> >> | In Germany and Italy, developers have created apps that scan grocery and >> | clothing items for people who want to make sure they are not buying >> | American. The top app, BrandSnap, even suggests European alternatives. >> >> BrandSnap hab ich eben geladen... :-) Boycott: "Es ist primitiv, aber ich >> liebe es." >> > +--- <hier abknabbern> --- > | Wenn am 21. Mai der achte Teil der Actionfilmreihe »Mission: Impossible« > | in den deutschen und zwei Tage später in den US-Kinos anläuft, dürfte er > | in aller Welt als Hollywoodproduktion wahrgenommen werden. Immerhin > | gelten die Filme samt ihrem Hauptdarsteller Tom Cruise seit beinahe 30 > | Jahren als Aushängeschilder der amerikanischen Filmindustrie. > | > | Aber ist er das auch? Gedreht wurde der aktuelle Teil, »The Final > | Reckoning«, komplett in Europa, vor allem in Großbritannien, aber auch > | auf Malta, in Kroatien, Italien und Norwegen. > | > | US-Präsident Donald Trump hat damit ein Problem – und kündigte nun an, > | Zölle in Höhe von 100 Prozent auf Filme erheben zu wollen, die in > | »fremden Ländern« entstanden. Seitdem steht eine mächtige Frage im Raum: > | Was ist das eigentlich, ein amerikanischer Film? Würde »Mission: > | Impossible« als US-Film gewertet, weil er von amerikanischen Firmen > | produziert wurde? Oder als »ausländischer« Film, weil er im Ausland > | hergestellt wurde? Und wenn ja: Müssten die verantwortlichen Unternehmen > | Skydance und Paramount Pictures beim »Import« in die USA Zölle entrichten? > | > | Die Antwort ist viermal dieselbe: Es ist unklar – wie eigentlich alles > | an Trumps Ankündigung, die der Präsident in gewohnter Manier per Post > | auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social losließ. > | > | *Ankündigung in Großbuchstaben* > | > | Darin schreibt er, populistisch wie eh und je, die amerikanische > | Filmindustrie liege »im Sterben«. Grund sei ein koordinierter Angriff > | anderer Nationen, es handle sich sogar um einen Angriff auf die > | nationale Sicherheit der USA. Trump autorisiere deshalb das > | Handelsministerium, Zölle in Höhe von 100 Prozent auf Filme zu erheben, > | die in »fremden Ländern« produziert wurden. > | > | Danach reichten dem Präsidenten offenbar nur noch Großbuchstaben, um die > | Größe seiner Message zu transportieren: »WIR WOLLEN, DASS FILME WIEDER > | IN AMERIKA GEMACHT WERDEN!« > | > | In Hollywood herrscht angesichts dieser vagen Ankündigung Panik. Bei dem > | amerikanischen Branchenmedium »Deadline« äußern sich einige Produzenten > | anonym, einer von ihnen sagt: »An alle, die glauben, dass so Jobs nach > | Amerika zurückkehren werden: Ihr müsst begreifen, dass dies NICHT den > | erhofften Effekt haben wird.« Im Gegenteil machten Zölle gerade Filme > | der unteren und mittleren Preiskategorien unproduzierbar und würden so > | Jobs vernichten. Und auch Filme mit großem Budget würden angesichts in > | die Höhe schießender Produktionskosten so in viel kleinerer Zahl > | hergestellt. > | > | Die Maßnahme, darin sind sich alle Experten einig, wäre eine Katastrophe > | für Hollywood. Dabei ist das Problem, das Trump anspricht, durchaus real > | und wird in den USA seit vielen Jahren, eigentlich seit Jahrzehnten, > | heiß debattiert: Wie kann man sogenannte »runaway productions« – also > | Filme, die im Ausland gedreht werden – wieder zurück nach Hollywood holen? > | > | Vor allem Kanada, Australien und Neuseeland locken US-Filmproduzenten > | regelmäßig mit staatlich finanzierten Programmen, die den Dreh selbst, > | häufig auch die Postproduktion, unschlagbar günstig machen. Auch > | Deutschland bemüht sich über den Deutschen Filmförderfonds, > | Hollywoodproduktionen nach Babelsberg zu lotsen. So weit, so richtig. > | > | *Große Herausforderungen* > | > | Doch im Vergleich zu den anderen Herausforderungen, vor denen die > | amerikanische Filmindustrie steht, ist das Ausland das geringste Problem > | – viel schwerer wiegen andere Dinge: dass die Kinos nach Corona noch > | immer nicht zu der alten Größe von vor der Pandemie aufschließen konnten > | etwa. Dass Hollywood noch immer unter dem Produktionsstau infolge der > | Streiks der Drehbuchautoren und Schauspieler leidet. Dass in sehr naher > | Zukunft durch den Einsatz künstlicher Intelligenz noch mehr > | Arbeitsplätze wegfallen werden. Dass Hollywood seinen Kinos mit > | Streamingdiensten selbst Konkurrenz macht. > | > | Überhaupt, Streamingdienste: Sie zeigen, wie mächtig US-Konzerne im > | Unterhaltungssektor nach wie vor sind – und wie wirkmächtig ihre > | Produkte. Innerhalb weniger Jahre breiteten sie sich über die ganze Welt > | aus, über »The White Lotus« sprechen nicht nur Menschen in Los Angeles > | und New York, sondern auch in Paris und Bangkok. Viele Länder > | verpflichten Streamingdienste, in lokale Produktionen zu investieren, um > | der trotz gesunkener Produktionszahlen anhaltenden Welle von US-Serien > | etwas entgegenzusetzen. > | > | Die Rechnung von Netflix und Co. geht freilich nur in einem freien Markt > | auf, in dem lokal produziert und global konsumiert wird. Bestes Beispiel > | ist die erfolgreichste Netflix-Serie überhaupt: »Squid Game« wird mit > | amerikanischem Geld in Südkorea hergestellt. Obwohl in den vergangenen > | Jahren besonders viele Fernsehproduktionen außerhalb der USA entstanden, > | ist von ihnen in Trumps Ankündigung aber nicht einmal die Rede. > | > | Hinzu kommt, dass es sich bei Filmen nicht um Produkte im herkömmlichen > | Sinn handelt, sondern um geistiges Eigentum. An welcher Stelle in der > | Produktionskette überhaupt Zölle fällig werden könnten, ist nicht im > | Ansatz geklärt. Auch ist, wie in vielen anderen Branchen, die > | Herstellung von Filmen mittlerweile stark internationalisiert. An > | Effekten oder digitaler Bildbearbeitung können auch dank immer > | leistungsfähigerer Rechner Anbieter in der ganzen Welt arbeiten, teils > | sogar gleichzeitig. > | > | *Steuer auf die Traumfabrik* > | > | Mit Zöllen wird niemand diese sinnvolle Arbeitsteilung rückgängig machen > | können. Stattdessen liegen seit Jahren Vorschläge auf dem Tisch, wie man > | Filme wieder vermehrt in den USA produzieren könnte. Gewerkschaften > | wünschen sich etwa schon lange staatliche Subventionen, mit denen > | Hollywood in Konkurrenz zu Kanada oder Australien treten könnte. Was > | Trump ankündigt, wäre das exakte Gegenteil – eine saftige > | De-facto-Steuer auf die eigene Traumfabrik statt einer Maßnahme, sie zu > | stärken. > +--- </hier abknabbern> --- > > ©<https://www.spiegel.de/kultur/kino/donald-trump-droht-mit-zoellen-auf-filme-panik-in-hollywood-a-ce1b71bc-2ac3-4346-bb7b-5c4f29dd5261> > > M.f.G. > Es ist genau, wie ich sagte: Trump lässt aus dem Bauch heraus einen Versuchsballon steigen und lauter intelligente Menschen und Medien und Organisationen überlegen jetzt was er gemeint haben könnte und wie er es wohl machen könnte. Die beste Überlegung kann er dann übernehmen. -- please forgive my iPhone typos
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2025-05-06 16:35 +0200 |
| Message-ID | <vvd6o6$34pup$1@dont-email.me> |
| In reply to | #637900 |
Salve allerseits, Dr. Joachim Neudert schrieb: > Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> wrote: >> Dr. Joachim Neudert schrieb: >>> Am 06.05.25 um 09:04 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara: >>>> Dr. Joachim Neudert schrieb: >>>>> Michael Bode <m.g.bode@web.de> wrote: >>>>>> Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> writes: >>>>>> >>>>>>> Das klingt womöglich blöder, als es ist. Denn anstelle in Kalifornien und >>>>>>> Hollywood preiswerte Filme und Fernsehserien zu produzieren, verlegt die >>>>>>> Filmindustrie der USA ihre Produktion gern nach Kanada. Deswegen schaut >>>>>>> jeder neue Planet in einer Science-Fiction Serie immer wieder verdächtig >>>>>>> nach Kanada aus. Siehe Battlestar Galactica Neuverfilmung, Star Gate. Und >>>>>>> zuletzt war ganz Japan in Kanadas Westküste angesiedelt. In der Neuverfilmung >>>>>>> von Shogun gab es nur tropfnasse kanadische kühle Regenwälder statt japanischer >>>>>>> Original-Schauplätze. Schaumer mal. >>>>>> >>>>>> Wie wird denn da die Wertschöpfung für den Zoll berechnet, wenn ein britischer >>>>>> Schauspieler in der tunesichen Kulisse mit CGI Aliens aus amerikanischen >>>>>> Computern in einer kalifornischen Produktion kämpft? >>>>> >>>>> 100%! Und wer dumm nachfragt 145%! >>>> >>>> <https://www.youtube.com/watch?v=esFd7kX1LQE> >>>> >>>> TL;DR: „Hat Peking in den letzten Jahren nicht untätig herumgesessen. >>>> Ganz und gar nicht. Sie haben einen Plan entwickelt, um solchen >>>> Dingen entgegenzuwirken, und jetzt ist es nur logisch, Gas zu >>>> geben, angefangen damit, den Nachbarn zuzuzwinkern.“ >>> >>> | In Germany and Italy, developers have created apps that scan grocery and >>> | clothing items for people who want to make sure they are not buying >>> | American. The top app, BrandSnap, even suggests European alternatives. >>> >>> BrandSnap hab ich eben geladen... :-) Boycott: "Es ist primitiv, aber ich >>> liebe es." >> >> | Wenn am 21. Mai der achte Teil der Actionfilmreihe »Mission: Impossible« >> | in den deutschen und zwei Tage später in den US-Kinos anläuft, dürfte er >> | in aller Welt als Hollywoodproduktion wahrgenommen werden. Immerhin >> | gelten die Filme samt ihrem Hauptdarsteller Tom Cruise seit beinahe 30 >> | Jahren als Aushängeschilder der amerikanischen Filmindustrie. >> | >> | Aber ist er das auch? Gedreht wurde der aktuelle Teil, »The Final >> | Reckoning«, komplett in Europa, vor allem in Großbritannien, aber auch >> | auf Malta, in Kroatien, Italien und Norwegen. >> | >> | US-Präsident Donald Trump hat damit ein Problem – und kündigte nun an, >> | Zölle in Höhe von 100 Prozent auf Filme erheben zu wollen, die in >> | »fremden Ländern« entstanden. Seitdem steht eine mächtige Frage im Raum: >> | Was ist das eigentlich, ein amerikanischer Film? Würde »Mission: >> | Impossible« als US-Film gewertet, weil er von amerikanischen Firmen >> | produziert wurde? Oder als »ausländischer« Film, weil er im Ausland >> | hergestellt wurde? Und wenn ja: Müssten die verantwortlichen Unternehmen >> | Skydance und Paramount Pictures beim »Import« in die USA Zölle entrichten? >> | >> | Die Antwort ist viermal dieselbe: Es ist unklar – wie eigentlich alles >> | an Trumps Ankündigung, die der Präsident in gewohnter Manier per Post >> | auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social losließ. >> | >> | *Ankündigung in Großbuchstaben* >> | >> | Darin schreibt er, populistisch wie eh und je, die amerikanische >> | Filmindustrie liege »im Sterben«. Grund sei ein koordinierter Angriff >> | anderer Nationen, es handle sich sogar um einen Angriff auf die >> | nationale Sicherheit der USA. Trump autorisiere deshalb das >> | Handelsministerium, Zölle in Höhe von 100 Prozent auf Filme zu erheben, >> | die in »fremden Ländern« produziert wurden. >> | >> | Danach reichten dem Präsidenten offenbar nur noch Großbuchstaben, um die >> | Größe seiner Message zu transportieren: »WIR WOLLEN, DASS FILME WIEDER >> | IN AMERIKA GEMACHT WERDEN!« >> | >> | In Hollywood herrscht angesichts dieser vagen Ankündigung Panik. Bei dem >> | amerikanischen Branchenmedium »Deadline« äußern sich einige Produzenten >> | anonym, einer von ihnen sagt: »An alle, die glauben, dass so Jobs nach >> | Amerika zurückkehren werden: Ihr müsst begreifen, dass dies NICHT den >> | erhofften Effekt haben wird.« Im Gegenteil machten Zölle gerade Filme >> | der unteren und mittleren Preiskategorien unproduzierbar und würden so >> | Jobs vernichten. Und auch Filme mit großem Budget würden angesichts in >> | die Höhe schießender Produktionskosten so in viel kleinerer Zahl >> | hergestellt. >> | >> | Die Maßnahme, darin sind sich alle Experten einig, wäre eine Katastrophe >> | für Hollywood. Dabei ist das Problem, das Trump anspricht, durchaus real >> | und wird in den USA seit vielen Jahren, eigentlich seit Jahrzehnten, >> | heiß debattiert: Wie kann man sogenannte »runaway productions« – also >> | Filme, die im Ausland gedreht werden – wieder zurück nach Hollywood holen? >> | >> | Vor allem Kanada, Australien und Neuseeland locken US-Filmproduzenten >> | regelmäßig mit staatlich finanzierten Programmen, die den Dreh selbst, >> | häufig auch die Postproduktion, unschlagbar günstig machen. Auch >> | Deutschland bemüht sich über den Deutschen Filmförderfonds, >> | Hollywoodproduktionen nach Babelsberg zu lotsen. So weit, so richtig. >> | >> | *Große Herausforderungen* >> | >> | Doch im Vergleich zu den anderen Herausforderungen, vor denen die >> | amerikanische Filmindustrie steht, ist das Ausland das geringste Problem >> | – viel schwerer wiegen andere Dinge: dass die Kinos nach Corona noch >> | immer nicht zu der alten Größe von vor der Pandemie aufschließen konnten >> | etwa. Dass Hollywood noch immer unter dem Produktionsstau infolge der >> | Streiks der Drehbuchautoren und Schauspieler leidet. Dass in sehr naher >> | Zukunft durch den Einsatz künstlicher Intelligenz noch mehr >> | Arbeitsplätze wegfallen werden. Dass Hollywood seinen Kinos mit >> | Streamingdiensten selbst Konkurrenz macht. >> | >> | Überhaupt, Streamingdienste: Sie zeigen, wie mächtig US-Konzerne im >> | Unterhaltungssektor nach wie vor sind – und wie wirkmächtig ihre >> | Produkte. Innerhalb weniger Jahre breiteten sie sich über die ganze Welt >> | aus, über »The White Lotus« sprechen nicht nur Menschen in Los Angeles >> | und New York, sondern auch in Paris und Bangkok. Viele Länder >> | verpflichten Streamingdienste, in lokale Produktionen zu investieren, um >> | der trotz gesunkener Produktionszahlen anhaltenden Welle von US-Serien >> | etwas entgegenzusetzen. >> | >> | Die Rechnung von Netflix und Co. geht freilich nur in einem freien Markt >> | auf, in dem lokal produziert und global konsumiert wird. Bestes Beispiel >> | ist die erfolgreichste Netflix-Serie überhaupt: »Squid Game« wird mit >> | amerikanischem Geld in Südkorea hergestellt. Obwohl in den vergangenen >> | Jahren besonders viele Fernsehproduktionen außerhalb der USA entstanden, >> | ist von ihnen in Trumps Ankündigung aber nicht einmal die Rede. >> | >> | Hinzu kommt, dass es sich bei Filmen nicht um Produkte im herkömmlichen >> | Sinn handelt, sondern um geistiges Eigentum. An welcher Stelle in der >> | Produktionskette überhaupt Zölle fällig werden könnten, ist nicht im >> | Ansatz geklärt. Auch ist, wie in vielen anderen Branchen, die >> | Herstellung von Filmen mittlerweile stark internationalisiert. An >> | Effekten oder digitaler Bildbearbeitung können auch dank immer >> | leistungsfähigerer Rechner Anbieter in der ganzen Welt arbeiten, teils >> | sogar gleichzeitig. >> | >> | *Steuer auf die Traumfabrik* >> | >> | Mit Zöllen wird niemand diese sinnvolle Arbeitsteilung rückgängig machen >> | können. Stattdessen liegen seit Jahren Vorschläge auf dem Tisch, wie man >> | Filme wieder vermehrt in den USA produzieren könnte. Gewerkschaften >> | wünschen sich etwa schon lange staatliche Subventionen, mit denen >> | Hollywood in Konkurrenz zu Kanada oder Australien treten könnte. Was >> | Trump ankündigt, wäre das exakte Gegenteil – eine saftige >> | De-facto-Steuer auf die eigene Traumfabrik statt einer Maßnahme, sie zu >> | stärken. > > Es ist genau, wie ich sagte: Trump lässt aus dem Bauch heraus einen > Versuchsballon steigen und lauter intelligente Menschen und Medien und > Organisationen überlegen jetzt was er gemeint haben könnte und wie er es > wohl machen könnte. Die beste Überlegung kann er dann übernehmen. > +--- <hier abknabbern> --- | Zölle, Zollpause, neue Zölle, Ausnahmen, Erhöhung der Zölle, Aufschub, | Androhung weiterer Zölle … Rolle vor, halbe Rolle zurück, dem | amerikanischen Präsidenten Donald Trump müssen doch allmählich die | Gelenke schmerzen von all der Zollakrobatik. | | Der Mann der „alternativen Fakten“ ließ die Quartalsgewinne von | Volkswagen und Mercedes bereits einbrechen. „Trade wars are good, and | easy to win“, sagte er ja. Eine Aussage, über die jeder vernünftig | denkende Mensch eigentlich nur den Kopf schütteln kann. Ist dieser Krieg | denn leicht zu gewinnen für die USA? Neue Zölle auf Halbleiter und | pharmazeutische Produkte sind in Vorbereitung. Nein, dieser Krieg ist | von niemandem „leicht zu gewinnen“ – und in diesem Fall muss man sogar | hoffen, dass Trump ihn nicht gewinnt. Denn es geht um viel mehr als um | ein paar Zölle oder ein paar Fabriken. | | Trumps Vorstellung, Zölle spülten Geld in den Staatshaushalt und die | Produktion kehre zurück, ist absurd. Zölle besteuern nicht den Gewinn, | sondern die Transaktion, sie verteuern einfach nur das Wirtschaften, den | Handel zwischen Ländern. Dass dies langfristig für niemanden einen | positiven Effekt haben kann, das zu erkennen, verlangt kein Studium der | Volkswirtschaftslehre. Das Zolltheater dient vor allem der Erpressung | anderer Länder. | | Steckt also unter der Narrenkappe eine Strategie? Durchaus. Die USA | haben einen enormen Schuldenberg, und einige Berater um Trump – und wohl | dieser selbst auch - wollen ihn loswerden. Und zwar nicht, indem sie die | Schulden abbezahlen, sondern – Trump ist eben Trump – mit einem | Taschenspielertrick. Ein „Konzeptpapier“ seines Chef-Wirtschaftsberaters | geben dieser Vermutung Nahrung. Worum geht es? | | Trumps Einflüsterer glauben, die USA tragen die „Last“, die ganze Welt | mit dem Dollar als Reservewährung zu versorgen. Das wollen sie ändern | und den Dollar „billiger“ machen. Lassen dabei aber wichtige Fakten | außer acht. Aber wer braucht schon Fakten? | | Tatsächlich lebt Amerika seit langem auf Pump und kann dabei billig | konsumieren: Die Welt liefert günstige Waren, die USA bezahlen mit | geliehenem Geld, das sie selbst drucken. Darum verlangt Trump auch | vehement niedrige Zinsen – denn niedrige Zinsen mag jeder, der Schulden | hat. Im Fall USA sind es 36 Billionen Dollar. | | Darum die Überlegung seines Chef-Wirtschaftsberaters Stephen Miran, ob | man die Staatspapiere (Schulden) nicht auf 100 Jahre strecken kann und | außerdem die Zinsen noch mit einer Gebühr belegt. Die USA | zahlungsunfähig? Nein, nicht zahlungsunfähig - viel schlimmer: | zahlungsunwillig. Denn wie sonst kommt man dazu, ein solches | Strategiepapier zu verfassen? | | Nun, mit Pleiten kennt sich Trump aus. +--- </hier abknabbern> --- ©<https://www.wort.lu/meinung/leitartikel/die-donaldisten-treiben-ein-gefaehrliches-spiel/63552921.html> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2025-05-06 16:52 +0200 |
| Message-ID | <vvd7n0$366a0$1@dont-email.me> |
| In reply to | #637909 |
Salve allerseits,
Fidel Sebastián Hunrichse-Lara schrieb:
> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>> Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> wrote:
>>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>>> Am 06.05.25 um 09:04 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
>>>>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>>>>> Michael Bode <m.g.bode@web.de> wrote:
>>>>>>> Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> writes:
>>>>>>>
>>>>>>>> Das klingt womöglich blöder, als es ist. Denn anstelle in Kalifornien und
>>>>>>>> Hollywood preiswerte Filme und Fernsehserien zu produzieren, verlegt die
>>>>>>>> Filmindustrie der USA ihre Produktion gern nach Kanada. Deswegen schaut
>>>>>>>> jeder neue Planet in einer Science-Fiction Serie immer wieder verdächtig
>>>>>>>> nach Kanada aus. Siehe Battlestar Galactica Neuverfilmung, Star Gate. Und
>>>>>>>> zuletzt war ganz Japan in Kanadas Westküste angesiedelt. In der Neuverfilmung
>>>>>>>> von Shogun gab es nur tropfnasse kanadische kühle Regenwälder statt japanischer
>>>>>>>> Original-Schauplätze. Schaumer mal.
>>>>>>>
>>>>>>> Wie wird denn da die Wertschöpfung für den Zoll berechnet, wenn ein britischer
>>>>>>> Schauspieler in der tunesichen Kulisse mit CGI Aliens aus amerikanischen
>>>>>>> Computern in einer kalifornischen Produktion kämpft?
>>>>>>
>>>>>> 100%! Und wer dumm nachfragt 145%!
>>>>>
>>>>> <https://www.youtube.com/watch?v=esFd7kX1LQE>
>>>>>
>>>>> TL;DR: „Hat Peking in den letzten Jahren nicht untätig herumgesessen.
>>>>> Ganz und gar nicht. Sie haben einen Plan entwickelt, um solchen
>>>>> Dingen entgegenzuwirken, und jetzt ist es nur logisch, Gas zu
>>>>> geben, angefangen damit, den Nachbarn zuzuzwinkern.“
>>>>
>>>> | In Germany and Italy, developers have created apps that scan grocery and
>>>> | clothing items for people who want to make sure they are not buying
>>>> | American. The top app, BrandSnap, even suggests European alternatives.
>>>>
>>>> BrandSnap hab ich eben geladen... :-) Boycott: "Es ist primitiv, aber ich
>>>> liebe es."
>>>
>>> | Wenn am 21. Mai der achte Teil der Actionfilmreihe »Mission: Impossible«
>>> | in den deutschen und zwei Tage später in den US-Kinos anläuft, dürfte er
>>> | in aller Welt als Hollywoodproduktion wahrgenommen werden. Immerhin
>>> | gelten die Filme samt ihrem Hauptdarsteller Tom Cruise seit beinahe 30
>>> | Jahren als Aushängeschilder der amerikanischen Filmindustrie.
>>> |
>>> | Aber ist er das auch? Gedreht wurde der aktuelle Teil, »The Final
>>> | Reckoning«, komplett in Europa, vor allem in Großbritannien, aber auch
>>> | auf Malta, in Kroatien, Italien und Norwegen.
>>> |
>>> | US-Präsident Donald Trump hat damit ein Problem – und kündigte nun an,
>>> | Zölle in Höhe von 100 Prozent auf Filme erheben zu wollen, die in
>>> | »fremden Ländern« entstanden. Seitdem steht eine mächtige Frage im Raum:
>>> | Was ist das eigentlich, ein amerikanischer Film? Würde »Mission:
>>> | Impossible« als US-Film gewertet, weil er von amerikanischen Firmen
>>> | produziert wurde? Oder als »ausländischer« Film, weil er im Ausland
>>> | hergestellt wurde? Und wenn ja: Müssten die verantwortlichen Unternehmen
>>> | Skydance und Paramount Pictures beim »Import« in die USA Zölle entrichten?
>>> |
>>> | Die Antwort ist viermal dieselbe: Es ist unklar – wie eigentlich alles
>>> | an Trumps Ankündigung, die der Präsident in gewohnter Manier per Post
>>> | auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social losließ.
>>> |
>>> | *Ankündigung in Großbuchstaben*
>>> |
>>> | Darin schreibt er, populistisch wie eh und je, die amerikanische
>>> | Filmindustrie liege »im Sterben«. Grund sei ein koordinierter Angriff
>>> | anderer Nationen, es handle sich sogar um einen Angriff auf die
>>> | nationale Sicherheit der USA. Trump autorisiere deshalb das
>>> | Handelsministerium, Zölle in Höhe von 100 Prozent auf Filme zu erheben,
>>> | die in »fremden Ländern« produziert wurden.
>>> |
>>> | Danach reichten dem Präsidenten offenbar nur noch Großbuchstaben, um die
>>> | Größe seiner Message zu transportieren: »WIR WOLLEN, DASS FILME WIEDER
>>> | IN AMERIKA GEMACHT WERDEN!«
>>> |
>>> | In Hollywood herrscht angesichts dieser vagen Ankündigung Panik. Bei dem
>>> | amerikanischen Branchenmedium »Deadline« äußern sich einige Produzenten
>>> | anonym, einer von ihnen sagt: »An alle, die glauben, dass so Jobs nach
>>> | Amerika zurückkehren werden: Ihr müsst begreifen, dass dies NICHT den
>>> | erhofften Effekt haben wird.« Im Gegenteil machten Zölle gerade Filme
>>> | der unteren und mittleren Preiskategorien unproduzierbar und würden so
>>> | Jobs vernichten. Und auch Filme mit großem Budget würden angesichts in
>>> | die Höhe schießender Produktionskosten so in viel kleinerer Zahl
>>> | hergestellt.
>>> |
>>> | Die Maßnahme, darin sind sich alle Experten einig, wäre eine Katastrophe
>>> | für Hollywood. Dabei ist das Problem, das Trump anspricht, durchaus real
>>> | und wird in den USA seit vielen Jahren, eigentlich seit Jahrzehnten,
>>> | heiß debattiert: Wie kann man sogenannte »runaway productions« – also
>>> | Filme, die im Ausland gedreht werden – wieder zurück nach Hollywood holen?
>>> |
>>> | Vor allem Kanada, Australien und Neuseeland locken US-Filmproduzenten
>>> | regelmäßig mit staatlich finanzierten Programmen, die den Dreh selbst,
>>> | häufig auch die Postproduktion, unschlagbar günstig machen. Auch
>>> | Deutschland bemüht sich über den Deutschen Filmförderfonds,
>>> | Hollywoodproduktionen nach Babelsberg zu lotsen. So weit, so richtig.
>>> |
>>> | *Große Herausforderungen*
>>> |
>>> | Doch im Vergleich zu den anderen Herausforderungen, vor denen die
>>> | amerikanische Filmindustrie steht, ist das Ausland das geringste Problem
>>> | – viel schwerer wiegen andere Dinge: dass die Kinos nach Corona noch
>>> | immer nicht zu der alten Größe von vor der Pandemie aufschließen konnten
>>> | etwa. Dass Hollywood noch immer unter dem Produktionsstau infolge der
>>> | Streiks der Drehbuchautoren und Schauspieler leidet. Dass in sehr naher
>>> | Zukunft durch den Einsatz künstlicher Intelligenz noch mehr
>>> | Arbeitsplätze wegfallen werden. Dass Hollywood seinen Kinos mit
>>> | Streamingdiensten selbst Konkurrenz macht.
>>> |
>>> | Überhaupt, Streamingdienste: Sie zeigen, wie mächtig US-Konzerne im
>>> | Unterhaltungssektor nach wie vor sind – und wie wirkmächtig ihre
>>> | Produkte. Innerhalb weniger Jahre breiteten sie sich über die ganze Welt
>>> | aus, über »The White Lotus« sprechen nicht nur Menschen in Los Angeles
>>> | und New York, sondern auch in Paris und Bangkok. Viele Länder
>>> | verpflichten Streamingdienste, in lokale Produktionen zu investieren, um
>>> | der trotz gesunkener Produktionszahlen anhaltenden Welle von US-Serien
>>> | etwas entgegenzusetzen.
>>> |
>>> | Die Rechnung von Netflix und Co. geht freilich nur in einem freien Markt
>>> | auf, in dem lokal produziert und global konsumiert wird. Bestes Beispiel
>>> | ist die erfolgreichste Netflix-Serie überhaupt: »Squid Game« wird mit
>>> | amerikanischem Geld in Südkorea hergestellt. Obwohl in den vergangenen
>>> | Jahren besonders viele Fernsehproduktionen außerhalb der USA entstanden,
>>> | ist von ihnen in Trumps Ankündigung aber nicht einmal die Rede.
>>> |
>>> | Hinzu kommt, dass es sich bei Filmen nicht um Produkte im herkömmlichen
>>> | Sinn handelt, sondern um geistiges Eigentum. An welcher Stelle in der
>>> | Produktionskette überhaupt Zölle fällig werden könnten, ist nicht im
>>> | Ansatz geklärt. Auch ist, wie in vielen anderen Branchen, die
>>> | Herstellung von Filmen mittlerweile stark internationalisiert. An
>>> | Effekten oder digitaler Bildbearbeitung können auch dank immer
>>> | leistungsfähigerer Rechner Anbieter in der ganzen Welt arbeiten, teils
>>> | sogar gleichzeitig.
>>> |
>>> | *Steuer auf die Traumfabrik*
>>> |
>>> | Mit Zöllen wird niemand diese sinnvolle Arbeitsteilung rückgängig machen
>>> | können. Stattdessen liegen seit Jahren Vorschläge auf dem Tisch, wie man
>>> | Filme wieder vermehrt in den USA produzieren könnte. Gewerkschaften
>>> | wünschen sich etwa schon lange staatliche Subventionen, mit denen
>>> | Hollywood in Konkurrenz zu Kanada oder Australien treten könnte. Was
>>> | Trump ankündigt, wäre das exakte Gegenteil – eine saftige
>>> | De-facto-Steuer auf die eigene Traumfabrik statt einer Maßnahme, sie zu
>>> | stärken.
>>
>> Es ist genau, wie ich sagte: Trump lässt aus dem Bauch heraus einen
>> Versuchsballon steigen und lauter intelligente Menschen und Medien und
>> Organisationen überlegen jetzt was er gemeint haben könnte und wie er es
>> wohl machen könnte. Die beste Überlegung kann er dann übernehmen.
>
> | Zölle, Zollpause, neue Zölle, Ausnahmen, Erhöhung der Zölle, Aufschub,
> | Androhung weiterer Zölle … Rolle vor, halbe Rolle zurück, dem
> | amerikanischen Präsidenten Donald Trump müssen doch allmählich die
> | Gelenke schmerzen von all der Zollakrobatik.
> |
> | Der Mann der „alternativen Fakten“ ließ die Quartalsgewinne von
> | Volkswagen und Mercedes bereits einbrechen. „Trade wars are good, and
> | easy to win“, sagte er ja. Eine Aussage, über die jeder vernünftig
> | denkende Mensch eigentlich nur den Kopf schütteln kann. Ist dieser Krieg
> | denn leicht zu gewinnen für die USA? Neue Zölle auf Halbleiter und
> | pharmazeutische Produkte sind in Vorbereitung. Nein, dieser Krieg ist
> | von niemandem „leicht zu gewinnen“ – und in diesem Fall muss man sogar
> | hoffen, dass Trump ihn nicht gewinnt. Denn es geht um viel mehr als um
> | ein paar Zölle oder ein paar Fabriken.
> |
> | Trumps Vorstellung, Zölle spülten Geld in den Staatshaushalt und die
> | Produktion kehre zurück, ist absurd. Zölle besteuern nicht den Gewinn,
> | sondern die Transaktion, sie verteuern einfach nur das Wirtschaften, den
> | Handel zwischen Ländern. Dass dies langfristig für niemanden einen
> | positiven Effekt haben kann, das zu erkennen, verlangt kein Studium der
> | Volkswirtschaftslehre. Das Zolltheater dient vor allem der Erpressung
> | anderer Länder.
> |
> | Steckt also unter der Narrenkappe eine Strategie? Durchaus. Die USA
> | haben einen enormen Schuldenberg, und einige Berater um Trump – und wohl
> | dieser selbst auch - wollen ihn loswerden. Und zwar nicht, indem sie die
> | Schulden abbezahlen, sondern – Trump ist eben Trump – mit einem
> | Taschenspielertrick. Ein „Konzeptpapier“ seines Chef-Wirtschaftsberaters
> | geben dieser Vermutung Nahrung. Worum geht es?
> |
> | Trumps Einflüsterer glauben, die USA tragen die „Last“, die ganze Welt
> | mit dem Dollar als Reservewährung zu versorgen. Das wollen sie ändern
> | und den Dollar „billiger“ machen. Lassen dabei aber wichtige Fakten
> | außer acht. Aber wer braucht schon Fakten?
> |
> | Tatsächlich lebt Amerika seit langem auf Pump und kann dabei billig
> | konsumieren: Die Welt liefert günstige Waren, die USA bezahlen mit
> | geliehenem Geld, das sie selbst drucken. Darum verlangt Trump auch
> | vehement niedrige Zinsen – denn niedrige Zinsen mag jeder, der Schulden
> | hat. Im Fall USA sind es 36 Billionen Dollar.
> |
> | Darum die Überlegung seines Chef-Wirtschaftsberaters Stephen Miran, ob
> | man die Staatspapiere (Schulden) nicht auf 100 Jahre strecken kann und
> | außerdem die Zinsen noch mit einer Gebühr belegt. Die USA
> | zahlungsunfähig? Nein, nicht zahlungsunfähig - viel schlimmer:
> | zahlungsunwillig. Denn wie sonst kommt man dazu, ein solches
> | Strategiepapier zu verfassen?
> |
> | Nun, mit Pleiten kennt sich Trump aus.
>
<https://www.youtube.com/watch?v=sHzZcf0EDhM>
TL;DR: Ja, ich weiß, mit 1:40:38 nicht gerade kurz! Aber es ist
Prof. Dr. Gabriel Felbermayr! Ex-Präsident des Kieler Instituts
für Weltwirtschaft und nun Direktor des Österreichischen Instituts
für Wirtschaftsforschung! Der Mann weiß, wovon er referiert! Und
einer seiner vielen Punkte ist leider: große Staaten wie zB. die
Vereinigten Staaten oder CN können einen Handelskrieg gewinnen!
Am Ende verlieren zwar alle, aber große Staaten eben deutlich
weniger als kleinere Staaten – Kleinstaaten wie zB. L haben
jedoch faktisch überhaupt keine Chance, das wirtschaftlich
zu überstehen... (ψ`ー´)ノψ`ー´)ノψ`ー´)ノψ`ー´)ノψ`ー´)
M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
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| From | Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> |
|---|---|
| Date | 2025-05-06 18:25 +0200 |
| Message-ID | <m7ureuFd9pgU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #637909 |
Am 06.05.25 um 16:35 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara: > | Darum die Überlegung seines Chef-Wirtschaftsberaters Stephen Miran, ob > | man die Staatspapiere (Schulden) nicht auf 100 Jahre strecken kann und > | außerdem die Zinsen noch mit einer Gebühr belegt. Die USA > | zahlungsunfähig? Nein, nicht zahlungsunfähig - viel schlimmer: > | zahlungsunwillig. Denn wie sonst kommt man dazu, ein solches > | Strategiepapier zu verfassen? Wer will da noch den USA Geld leihen? Wer will daher noch USA-$ haben?
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| From | Ulrich Weise <ulrich.weise@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2025-05-07 11:08 +0200 |
| Message-ID | <vvf7tf$b7vo$2@solani.org> |
| In reply to | #637890 |
Am Tue, 6 May 2025 09:09:12 +0200 schrieb Dr. Joachim Neudert zum
Thema: Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland
>https://www.nytimes.com/2025/05/05/business/tariffs-europe-boycott-american-goods.html
>
>In Germany and Italy, developers have created apps that scan grocery and
>clothing items for people who want to make sure they are not buying
>American. The top app, BrandSnap, even suggests European alternatives.
>
>BrandSnap hab ich eben geladen... :-)
>
>Boycott: "Es ist primitiv, aber ich liebe es."
Ach, aber ein paar Posts vorher prahlen bei TEMU zu bestellen?!
--
Gued gohn,
Ulrich
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2025-05-07 11:24 +0200 |
| Message-ID | <vvf8su$b21q$2@solani.org> |
| In reply to | #637955 |
Am 07.05.25 um 11:08 schrieb Ulrich Weise: > Am Tue, 6 May 2025 09:09:12 +0200 schrieb Dr. Joachim Neudert zum > Thema: Re: Zoll auf Filme aus dem Ausland > >> https://www.nytimes.com/2025/05/05/business/tariffs-europe-boycott-american-goods.html >> >> In Germany and Italy, developers have created apps that scan grocery and >> clothing items for people who want to make sure they are not buying >> American. The top app, BrandSnap, even suggests European alternatives. >> >> BrandSnap hab ich eben geladen... :-) >> >> Boycott: "Es ist primitiv, aber ich liebe es." > > Ach, aber ein paar Posts vorher prahlen bei TEMU zu bestellen?! Der obige Boycott im Artikel der Nw York Times richtet sich doch nicht gegen China. Der geht gegen US-Produkte und Dienstleistungen. -- Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...
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| From | Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> |
|---|---|
| Date | 2025-05-06 00:31 +0200 |
| Message-ID | <20250506003119.1b4dca84.dietz.usenet@rotfl.franken.de> |
| In reply to | #637876 |
Michael Bode <m.g.bode@web.de> wrote: > Wie wird denn da die Wertschöpfung für den Zoll berechnet, wenn ein > britischer Schauspieler in der tunesichen Kulisse mit CGI Aliens aus > amerikanischen Computern in einer kalifornischen Produktion kämpft? Dazu haben bis dahin alle beteiligten Finanzministerien KI (in Wahrheit openAI-gepimpte llms[1], manche bilden sich aber ein, das sei auch nur irgendwas mit "KI" verwandtes) und alles wird gut (tm). [1] Dazu hat die c't in der aktuellen Ausgabe ein hübsches Tutorial. Es geht um Regulierung im KI-Bereich. TL;DR: openai steuert auf 95% Marktanteil zu. Da ist Regulierung eigentlich schon sehr, sehr lange überfällig. Regulierung im Sinn von "kein Monopol bitte". -- It rubs the AI on its devices or else it gets the hose again.
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| From | Ulrich Weise <ulrich.weise@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2025-05-07 10:48 +0200 |
| Message-ID | <vvf6pd$b7ha$1@solani.org> |
| In reply to | #637830 |
Am Mon, 5 May 2025 05:25:56 -0000 (UTC) schrieb Dr. Joachim Neudert
zum
Thema: Zoll auf Filme aus dem Ausland
>https://www.spiegel.de/ausland/trump-will-zoelle-auf-auslaendische-filme-und-die-knastinsel-alcatraz-wiedereroeffnen-a-42209d9d-0592-4aad-8476-d5caf1a605d7
>
>Das klingt womöglich blöder, als es ist.
Das ist doch wieder mal typisch. Trump macht eine Ansage und Gott
(nicht Trump) und die Welt fängt an, diese Aussage zu interpretieren.
Manno, der Mann redet viel wenn der Tag lang ist. ;-(
--
Gued gohn,
Ulrich
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