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Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten

Started byUlrich Weise <ulrich.weise@t-online.de>
First post2024-02-22 10:50 +0100
Last post2024-02-23 10:49 +0100
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Contents

  Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Ulrich Weise <ulrich.weise@t-online.de> - 2024-02-22 10:50 +0100
    Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2024-02-22 11:00 +0100
      Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Frank Nitzschner <nospam@nitzschner.de> - 2024-02-23 15:19 +0100
        Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2024-02-23 16:18 +0100
          Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Ulf.Kutzner@web.de (Ulf_Kutzner) - 2024-02-23 15:32 +0000
            Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Frank Nitzschner <nospam@nitzschner.de> - 2024-02-25 10:14 +0100
              Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2024-02-25 12:05 +0100
                Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2024-02-25 15:44 +0100
          Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> - 2024-02-23 19:16 +0100
          Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Frank Nitzschner <nospam@nitzschner.de> - 2024-02-25 10:12 +0100
            Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2024-02-25 10:48 +0100
              Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Frank Nitzschner <nospam@nitzschner.de> - 2024-02-26 07:29 +0100
                Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2024-02-26 12:44 +0100
                  Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Frank Nitzschner <nospam@nitzschner.de> - 2024-02-26 16:25 +0100
                    Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2024-02-27 06:34 +0100
                    Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2024-02-27 08:25 +0100
                      Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2024-02-27 14:09 +0100
                        Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2024-02-27 14:51 +0100
    Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Shinji Ikari <shinji@gmx.net> - 2024-02-22 11:19 +0100
    Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-02-22 11:26 +0100
      Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2024-02-22 12:49 +0100
        Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2024-02-22 12:19 +0000
        Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2024-02-22 17:07 +0100
          Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2024-02-22 18:54 +0100
        Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Ulrich D i e z <ud.usenetcorrespondence@web.de> - 2024-02-25 14:24 +0100
          Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2024-02-25 15:29 +0100
    Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2024-02-22 15:20 +0100
    Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Andreas Quast <bu3ro.kratz@fr33n3t.de> - 2024-02-23 08:16 +0000
      Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-02-23 09:45 +0100
      Re: Begrüßungsgeld für (russische) Soldaten Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2024-02-23 10:49 +0100

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#616338

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2024-02-22 12:49 +0100
Message-ID<l3oqm7Fd3giU1@mid.individual.net>
In reply to#616332
Lars Gebauer <lgebauer@live.de> writes:

> Am 22.02.2024 um 10:50 schrieb Ulrich Weise:
>> mal ein bisschen weiter gedacht...
>> Was veranlasst junge Männer auf Anweisung eines einzelnen Despoten
>> oder einer Regierung "für sein Land zu kämpfen" und in den Tod zu
>> gehen?
>
> Schonmal darüber nachgedacht (Du wolltest "mal ein bisschen weiter
> denken") daß der, den Du einen Despoten nennst, in den Augen jener
> Leute vielleicht gar kein Despot ist?
>
> Die Frage kannst Du übrigens immer wieder stellen: Warum sind deutsche
> Soldaten in den II. Weltkrieg gezogen? Warum in den I.?

Und warum die anderen? Wenn außer Deutschland niemand mitgemacht hätte
bei WWII, was wäre dann?

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#616342

FromGoetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk>
Date2024-02-22 12:19 +0000
Message-ID<ur7e3s$3rsll$1@dont-email.me>
In reply to#616338
On 22/02/2024 11:49, Michael Bode wrote:
> Lars Gebauer <lgebauer@live.de> writes:
> 
>> Am 22.02.2024 um 10:50 schrieb Ulrich Weise:
>>> mal ein bisschen weiter gedacht...
>>> Was veranlasst junge Männer auf Anweisung eines einzelnen Despoten
>>> oder einer Regierung "für sein Land zu kämpfen" und in den Tod zu
>>> gehen?
>>
>> Schonmal darüber nachgedacht (Du wolltest "mal ein bisschen weiter
>> denken") daß der, den Du einen Despoten nennst, in den Augen jener
>> Leute vielleicht gar kein Despot ist?
>>
>> Die Frage kannst Du übrigens immer wieder stellen: Warum sind deutsche
>> Soldaten in den II. Weltkrieg gezogen? Warum in den I.?
> 
> Und warum die anderen? Wenn außer Deutschland niemand mitgemacht hätte
> bei WWII, was wäre dann?

Dann würden wir wohl kaum hier schreiben und uns über NPD/Die Heimat/AFD 
Gedanken machen.

-- 

Cheers,
    G.

Quis custodiet ipsos custodes?
---------------------------->8------------------------------
   /"\
   \ /  ASCII Ribbon Campaign
    X   against HTML e-mail
   / \
---------------------------->8------------------------------

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#616362

FromFrank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net>
Date2024-02-22 17:07 +0100
Message-ID<y27jjw38jcai.170uoejodr0h6.dlg@40tude.net>
In reply to#616338
Am Thu, 22 Feb 2024 12:49:27 +0100 schrieb Michael Bode:

> Lars Gebauer <lgebauer@live.de> writes:
> 
>> Am 22.02.2024 um 10:50 schrieb Ulrich Weise:
>>> mal ein bisschen weiter gedacht...
>>> Was veranlasst junge Männer auf Anweisung eines einzelnen Despoten
>>> oder einer Regierung "für sein Land zu kämpfen" und in den Tod zu
>>> gehen?
>>
>> Schonmal darüber nachgedacht (Du wolltest "mal ein bisschen weiter
>> denken") daß der, den Du einen Despoten nennst, in den Augen jener
>> Leute vielleicht gar kein Despot ist?
>>
>> Die Frage kannst Du übrigens immer wieder stellen: Warum sind deutsche
>> Soldaten in den II. Weltkrieg gezogen? Warum in den I.?
> 
> Und warum die anderen? Wenn außer Deutschland niemand mitgemacht hätte
> bei WWII, was wäre dann?

Du magst "The Man in the high Castle" anschauen.

Grüße,

Frank

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#616371

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2024-02-22 18:54 +0100
Message-ID<l3pg37FgeueU2@mid.individual.net>
In reply to#616362
Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> writes:

> Am Thu, 22 Feb 2024 12:49:27 +0100 schrieb Michael Bode:
>
>> Lars Gebauer <lgebauer@live.de> writes:
>> 
>>> Am 22.02.2024 um 10:50 schrieb Ulrich Weise:
>>>> mal ein bisschen weiter gedacht...
>>>> Was veranlasst junge Männer auf Anweisung eines einzelnen Despoten
>>>> oder einer Regierung "für sein Land zu kämpfen" und in den Tod zu
>>>> gehen?
>>>
>>> Schonmal darüber nachgedacht (Du wolltest "mal ein bisschen weiter
>>> denken") daß der, den Du einen Despoten nennst, in den Augen jener
>>> Leute vielleicht gar kein Despot ist?
>>>
>>> Die Frage kannst Du übrigens immer wieder stellen: Warum sind deutsche
>>> Soldaten in den II. Weltkrieg gezogen? Warum in den I.?
>> 
>> Und warum die anderen? Wenn außer Deutschland niemand mitgemacht hätte
>> bei WWII, was wäre dann?
>
> Du magst "The Man in the high Castle" anschauen.

Hatte ich mal angefangen und das Interesse verloren. Ich nehme aber an,
für den OP wäre sowas eine deutliche Verbesserung gewesen gegenüber
einem Mehrparteienkrieg.

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#616575

FromUlrich D i e z <ud.usenetcorrespondence@web.de>
Date2024-02-25 14:24 +0100
Message-ID<urff14$jcff$1@solani.org>
In reply to#616338
Michael Bode schrieb:

> Und warum die anderen? Wenn außer Deutschland niemand mitgemacht hätte
> bei WWII, was wäre dann?

Du meinst, wenn Deutschland keine Kredite bekommen hätte und schon
die Kriegsvorbereitungen nicht hätte finanzieren können?

Vermutlich wären dann diverse Kriegsparteien, die im WWII irgendwann
gegen Deutschland kämpften, aneinander geraten, auch kriegerisch.

Für das Stattfinden eines Krieges reicht es aus, dass eine Seite
ihn beginnt. Stellt sich die Frage, wie er für die Angegriffenen
ausgeht, wenn sie erstens nicht "mitmachen" und zweitens bei
"Nicht-Mitmachen" keine Möglichkeit haben, die Angriffe zu
unterbinden oder sich nicht unterbundenen Angriffen zu
entziehen.

Mit freundlichem Gruß

Ulrich

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#616581

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2024-02-25 15:29 +0100
Message-ID<l41170Fnnn8U1@mid.individual.net>
In reply to#616575
Ulrich D i e z <ud.usenetcorrespondence@web.de> writes:

> Michael Bode schrieb:
>
>> Und warum die anderen? Wenn außer Deutschland niemand mitgemacht hätte
>> bei WWII, was wäre dann?
>
> Du meinst, wenn Deutschland keine Kredite bekommen hätte und schon
> die Kriegsvorbereitungen nicht hätte finanzieren können?

Die Rede war von Soldaten nicht Investmentbankern.

> Für das Stattfinden eines Krieges reicht es aus, dass eine Seite
> ihn beginnt. Stellt sich die Frage, wie er für die Angegriffenen
> ausgeht, wenn sie erstens nicht "mitmachen" und zweitens bei
> "Nicht-Mitmachen" keine Möglichkeit haben, die Angriffe zu
> unterbinden oder sich nicht unterbundenen Angriffen zu
> entziehen.

Deshalb ist das nicht mitmachen i.d.R. keine Option.

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#616351

FromWalter Brill <WalterBrill@t-online.de>
Date2024-02-22 15:20 +0100
Message-ID<l3p3h8FdvjdU3@mid.individual.net>
In reply to#616327
Hallo,

Am 22.02.24 um 10:50 schrieb Ulrich Weise:
> Hi,
> 
> mal ein bisschen weiter gedacht...
> 
> Was veranlasst junge Männer auf Anweisung eines einzelnen Despoten
> oder einer Regierung "für sein Land zu kämpfen" und in den Tod zu
> gehen?
> 
> Zwang? Wie?
> 
> Der Eid auf das Vaterland kann es ja nicht sein.

Es gäbe da eine "Servicenummer" 24/7:
<https://visitukraine.today/blog/928/how-not-to-join-the-russian-army-or-surrender-step-by-step-instructions-for-the-occupiers>

Ciao
Walter

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#616383

FromAndreas Quast <bu3ro.kratz@fr33n3t.de>
Date2024-02-23 08:16 +0000
Message-ID<ur9k9p$d8pd$3@dont-email.me>
In reply to#616327
Am Thu, 22 Feb 2024 10:50:30 +0100 schrieb Ulrich Weise:

> Vorteil: Dies wäre eine preiswertere Lösung als die ganzen Waffen, der
> Fachkräftemangel könnte in Westen reduziert werden und vor allem,
> weniger (junge) Tode.

Einfach mal genauso unappetitlich weitergedacht:
zur Finanzierung kannst Du die rund 200.000 ukrainischen Deserteure in die 
Heimat zurückschicken und deren Bürgergeld einsetzen.
Dann hättest Du den doppelten Erfolg durch frisches Menschenmaterial auf 
ukrainischer Seite.

Dieser Krieg ist zuende, wenn die USA und jeder Kriegstreiber im Westen es 
wollen - also wenn es keine westlichen Wirtschaftsinteressen in der 
Ukraine mehr gibt (ausgelutscht, zerstört, tot).

Hätte man es vom Ende her gedacht, hätte man die Krim und Ostukraine 
gleich den Russen überlassen, der Ukraine eine Neutralität wie der Schweiz 
verpasst und mit dem eingesparten Geld jeden Ukrainer zum reichen Mann 
machen können.

Dann wären wir aber weiter ewig auf unserem Waffenschrott sitzen 
geblieben.
aq

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#616386

FromDietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de>
Date2024-02-23 09:45 +0100
Message-ID<20240223094527.5fd6b356.dietz.usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#616383
Andreas Quast <bu3ro.kratz@fr33n3t.de> wrote:
> Dieser Krieg ist zuende, wenn die USA und jeder Kriegstreiber im
> Westen es wollen - also wenn es keine westlichen
> Wirtschaftsinteressen in der Ukraine mehr gibt (ausgelutscht,
> zerstört, tot).

Ui. Kämpfen auf Russlands Seite inzwischen die "USA und jene
Kriegstreiber im Westen"?

Da passt man mal ein paar Minuten nicht auf und dann das.

-- 
+++ATH

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#616389

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2024-02-23 10:49 +0100
Message-ID<ur9po0$ferd$1@dont-email.me>
In reply to#616383
Salve allerseits,

Andreas Quast schrieb:
> Am Thu, 22 Feb 2024 10:50:30 +0100 schrieb Ulrich Weise:
> 
>> Vorteil: Dies wäre eine preiswertere Lösung als die ganzen Waffen, der
>> Fachkräftemangel könnte in Westen reduziert werden und vor allem,
>> weniger (junge) Tode.
> 
> Einfach mal genauso unappetitlich weitergedacht:
> zur Finanzierung kannst Du die rund 200.000 ukrainischen Deserteure in die 
> Heimat zurückschicken und deren Bürgergeld einsetzen.
> Dann hättest Du den doppelten Erfolg durch frisches Menschenmaterial auf 
> ukrainischer Seite.
> 
> Dieser Krieg ist zuende, wenn die USA und jeder Kriegstreiber im Westen es 
> wollen - also wenn es keine westlichen Wirtschaftsinteressen in der 
> Ukraine mehr gibt (ausgelutscht, zerstört, tot).
> 
> Hätte man es vom Ende her gedacht, hätte man die Krim und Ostukraine 
> gleich den Russen überlassen, der Ukraine eine Neutralität wie der Schweiz 
> verpasst und mit dem eingesparten Geld jeden Ukrainer zum reichen Mann 
> machen können.
> 
> Dann wären wir aber weiter ewig auf unserem Waffenschrott sitzen 
> geblieben.
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| An diesem Samstag, dem 24. Februar, werden Millionen von Menschen in
| Europa aufwachen und ihren üblichen Wochenendaktivitäten nachgehen. Sie
| werden mit Freunden brunchen, ihre Kinder zum Spielen fahren und
| einkaufen gehen.
|
| Hier in der Ukraine werden Millionen von Menschen an diesem
| Samstagmorgen schweren Herzens aufstehen. An diesem Tag, dem 24.
| Februar, ist es zwei Jahre her, dass Russland eine umfassende Invasion
| unseres Landes begann.
|
| Ich bin oft gefragt worden, wie dieser erste Tag der Invasion war. Ich
| erinnere mich noch an jede Einzelheit, Stunde für Stunde. Man vergisst
| nie, wie man zum ersten Mal einen Luftangriff hört.
|
| *Die Welt ist weniger aufmerksam*
|
| Sind Sie noch bei mir? Wenn ja, danke ich Ihnen. Nach zwei Jahren
| erregen die Geschichten über das, was die Ukrainer durchmachen, nicht
| mehr die Aufmerksamkeit der Menschen wie früher. Es liegt in der Natur
| des Menschen, dass er abstumpft, wenn er wieder und wieder von Leid hört.
|
| Und das ist etwas, worüber ich jeden Tag nachdenke: Wie können wir die
| Aufmerksamkeit der Welt für diese Hölle – und die Unterstützung – zwei
| Jahre danach aufrechterhalten? Denn es ist eine Überlebensfrage, ob wir
| sie aufrechterhalten. Und es ist nicht einfach, mit dem innenpolitischen
| Theater in jedem Land um Aufmerksamkeit zu konkurrieren.
|
| In letzter Zeit ist es noch schwieriger geworden. Es zeigt sich, dass
| die Kriegsstimmung unweigerlich von der Lage an der Front abhängt. Die
| lang erwartete ukrainische Gegenoffensive von 2023 ist gescheitert. Das
| bedeutet, dass wir zum ersten Mal seit Beginn der Invasion nicht wissen,
| was uns erwartet. Wir können hoffen – aber das Hoffen wird immer
| schwieriger. Ich sehe, wie die geistige und körperliche Erschöpfung
| dieser zwei Jahre alle um mich herum einholt.
|
| *Moldawien, Kasachstan, das Baltikum - die Liste des Kremls ist lang*
|
| Man darf nicht vergessen, dass der Krieg Russlands gegen die Ukraine
| nicht erst zwei, sondern bereits zehn Jahre dauert. Er begann mit der
| Annexion der Krim und dem Einmarsch in die Ostukraine im Jahr 2014.
| Diese Woche markiert für uns zwei Daten: zehn Jahre Krieg und zwei Jahre
| Krieg im großen Stil.
|
| Die Ukrainerinnen und Ukrainer kämpfen nicht freiwillig weiter.
| Friedensverhandlungen sind für uns keine Option: Ein Einfrieren des
| Krieges würde Russland die nötige Atempause verschaffen, um sich neu zu
| formieren und der Ukraine den Todesstoß zu versetzen. Und nicht nur der
| Ukraine.
|
| Unter den politischen Entscheidungsträgern ist es inzwischen eine
| anerkannte Wahrheit, dass Russland nicht bei der Ukraine Halt machen
| wird. Moldawien, Georgien, Kasachstan und sogar die baltischen Staaten
| stehen auf der Liste des Kremls.
|
| Zwei Möglichkeiten würden Russland unterstützen und ermutigen: den Kreml
| siegen zu lassen oder ein Friedensabkommen zu unterzeichnen. Es gibt
| aber nur ein mögliches Ergebnis, das uns und den Rest Europas vor neuen
| Invasionen schützt: Russland muss militärisch geschlagen werden.
|
| *Mythos von Russlands imperialer Macht*
|
| Das Haupthindernis auf dem Weg zum Sieg ist nicht Russlands militärische
| Stärke. Unser größter Feind ist vielmehr der Mythos von Russlands
| imperialer Macht und Unbesiegbarkeit. Ja, Russland ist ein großes Land
| mit großen Ressourcen. Aber es ist auch korrupt und ineffizient. Die
| Ressourcen und die militärische Stärke des Westens übertreffen die
| Russlands bei weitem.
|
| Alles hängt von der Effektivität des Westens und seinem Willen ab,
| Russland zu besiegen. Wenn er das hat, hat Russland keine Chance. Der
| Kreml weiß das – deshalb verbreitet er Propaganda, um Unruhe zu stiften
| und uns gegeneinander auszuspielen.
|
| Am Ende läuft es auf Folgendes hinaus: Die Ukrainer sind kriegsmüde,
| aber sie kämpfen weiter. Der Westen ist des Krieges müde, aber er muss
| seine Unterstützung aufrechterhalten – und der Ukraine helfen, das
| autoritäre Monster zu besiegen, das eine globale Bedrohung darstellt.
|
| Wenn Sie an diesem Samstag Ihren Wochenendgeschäften nachgehen, behalten
| Sie uns in Ihren Herzen und Gedanken.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.tagesspiegel.de/internationales/zwei-jahre-krieg-in-der-ukraine-das-hoffen-wird-immer-schwieriger-11246482.html>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

[toc] | [prev] | [standalone]


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