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Groups > ger.ct > #566943 > unrolled thread

Kevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account

Started byRuediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de>
First post2022-09-13 06:30 +0200
Last post2022-09-13 22:10 +0200
Articles 17 — 6 participants

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Contents

  Kevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2022-09-13 06:30 +0200
    Re: Kevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2022-09-13 07:36 +0200
      Re: Kevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2022-09-13 10:46 +0200
    Re: Kevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account Marco Moock <mo01@posteo.de> - 2022-09-13 08:22 +0200
      Re: Kevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2022-09-13 22:14 +0200
        Re: Kevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account Marco Moock <mo01@posteo.de> - 2022-09-14 08:30 +0200
          Re: Kevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2022-09-14 22:20 +0200
      Re: Kevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-09-13 20:56 +0000
        Re: Kevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account Marco Moock <mo01@posteo.de> - 2022-09-14 08:36 +0200
          Re: Kevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-09-14 15:07 +0000
            Re: Kevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2022-09-14 22:42 +0200
          Re: Kevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2022-09-14 18:39 +0200
        Re: Kevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-09-14 09:40 +0200
          Re: Kevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-09-14 15:09 +0000
            Re: Kevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-09-14 17:53 +0200
              Re: Kevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-09-14 20:56 +0000
    Re: Kevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2022-09-13 22:10 +0200

#566943 — Kevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account

FromRuediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de>
Date2022-09-13 06:30 +0200
SubjectKevin Kühnert deaktiviert seinen Twitter-Account
Message-ID<tfp81d.4mo.1@privat.lahls.de>
Moin zusammen

Kevin Kühnert hat gestern seinen Twitter-Account mit 370k Verfolgern
deaktiviert.

 ,---- [ https://heise.de/-7261464 ] 
|  Er habe festgestellt, dass Twitter seine Wahrnehmung der Wirklichkeit
|  verzerre, sagte Kühnert: "Ich finde einfach, dass die Diskussionskultur,
|  wie sie auf Twitter stattfindet, und auch die Art und Weise, wie dort
|  Gesellschaft repräsentiert, oder, ich würde sagen, absolut gar nicht
|  repräsentiert wird, dass das zu Fehlschlüssen und Irrtümern in
|  politischen Entscheidungen führt."
 `----

Ein heise-User dazu:

 ,---- [ https://www.heise.de/forum/heise-online/posting-41594482/show/ ] 
|   Twitter ist nur ein Dienst, wo das deutlich wird
|  
|  Diskussionskultur ist überall verloren gegangen, auch hier im Forum. OT,
|  persönliche Animositäten, Apple gegen Google, Verbrenner gegen e-Auto -
|  alles wird rausgehaun. Foren und wohl auch Twitter sind mehr verbale
|  Kotztüten, wo sich die Unzufriedenheit - ob nun berechtigt oder nicht -
|  Bahn bricht. Hier will doch fast niemand wirklich diskutieren.
|  
|  Es liegt aber natürlich auch an der fehlenden Moderation. Aber wozu
|  moderieren, wenn nur noch 'Traffic' gezählt und honoriert wird ...
|  übrigens auch ein Twitterproblem.
 `----

Darum hatte ich bei solchen Veranstaltungen noch nie einen Account. Da
ist mir usenet doch viel lieber. Klein, übersichtlich und wenn man
einigen Idioten die Wertschätzung via Killfile entzieht, auch noch
lesenswert.
-- 
bis denne

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#566945

FromRuediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de>
Date2022-09-13 07:36 +0200
Message-ID<tfpbt8.3t4.1@privat.lahls.de>
In reply to#566943
*Stefan Ram* schrieb:

>   . Das heißt, daß ich bei den Sites, bei denen ich Nachrichten
>   lese, in der Nachrichtenübersicht keine Einträge sehe, die
>   einen Teil enthalten, der einem dieser regulären Ausdrücke
>   (zwischen den ''') entspricht.

Verrätst du mir, welches Tool du dafür nutzt?
-- 
bis denne

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#566957

FromRuediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de>
Date2022-09-13 10:46 +0200
Message-ID<tfpn2l.6s4.1@privat.lahls.de>
In reply to#566945
*Stefan Ram* schrieb:

> Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> writes:
>>Verrätst du mir, welches Tool du dafür nutzt?
>
>   Ich gebe gerne einige allgemeine Erklärungen, die
>   hoffentlich die Einrichtung eines entsprechenden Filters
>   erleichtern, wobei ich in manchen Fällen aber auf Nennung
>   konkreter Software-Bezeichnungen verzichte.

[......]

>   Anpassungen oft in ein bis drei Stunden erledigen.)

Boah... Das ist aufwendig und kompliziert. Das liegt dann wohl außerhalb
meiner Kompetenz. Ich danke dir aber recht herzlich für das ausführliche
Tutorial.
-- 
bis denne

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#566946

FromMarco Moock <mo01@posteo.de>
Date2022-09-13 08:22 +0200
Message-ID<tfp7if$2h09b$1@dont-email.me>
In reply to#566943
Am Dienstag, 13. September 2022, um 06:30:05 Uhr schrieb Ruediger Lahl:

> Kevin Kühnert hat gestern seinen Twitter-Account mit 370k Verfolgern
> deaktiviert.

Ist definitiv eine Bereicherung, obwohl ich kein Twitter nutze.

>  ,---- [ https://heise.de/-7261464 ] 
> |  Er habe festgestellt, dass Twitter seine Wahrnehmung der
> Wirklichkeit |  verzerre, sagte Kühnert: "Ich finde einfach, dass die
> Diskussionskultur, |  wie sie auf Twitter stattfindet, und auch die
> Art und Weise, wie dort |  Gesellschaft repräsentiert, oder, ich
> würde sagen, absolut gar nicht |  repräsentiert wird, dass das zu
> Fehlschlüssen und Irrtümern in |  politischen Entscheidungen führt."

Seit Twitter Accounts blockiert, die politisch nicht passen, ist das
doch sowieso nur noch eine Filterblase mit Leuten, die Twitter
einigermaßen recht sind. Daran sollte man keinerlei politische
Entscheidungen festmachen.

> https://www.heise.de/forum/heise-online/posting-41594482/show/ ] |
> Twitter ist nur ein Dienst, wo das deutlich wird |  
> |  Diskussionskultur ist überall verloren gegangen, auch hier im
> Forum. OT, |  persönliche Animositäten, Apple gegen Google,
> Verbrenner gegen e-Auto - |  alles wird rausgehaun. Foren und wohl
> auch Twitter sind mehr verbale |  Kotztüten, wo sich die
> Unzufriedenheit - ob nun berechtigt oder nicht - |  Bahn bricht. Hier
> will doch fast niemand wirklich diskutieren. |  
> |  Es liegt aber natürlich auch an der fehlenden Moderation. Aber wozu
> |  moderieren, wenn nur noch 'Traffic' gezählt und honoriert wird ...
> |  übrigens auch ein Twitterproblem.

Das ist wie überall, Twitter ist da nur das Medium. Wenn Leuten die
heftigen Diskussionen nicht gefallen, einfach nicht lesen, mache ich
bei vielen Sachen auch so.
 
> Darum hatte ich bei solchen Veranstaltungen noch nie einen Account. Da
> ist mir usenet doch viel lieber. Klein, übersichtlich und wenn man
> einigen Idioten die Wertschätzung via Killfile entzieht, auch noch
> lesenswert.

Vorteil ist, dass hier kein Dritter entscheidet, wer posten darf und
wer nicht. Und ja, da kommt viel Bullshit, aber den muss man nicht
lesen und kann den bei sich selbst sperren.

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#566981

FromJörg Tewes <jogi1964@gmx.net>
Date2022-09-13 22:14 +0200
Message-ID<7100d877-f37e-88bd-106a-19ab5f2465ce@jtewes.my-fqdn.de>
In reply to#566946
Marco Moock schrieb:
> Vorteil ist, dass hier kein Dritter entscheidet, wer posten darf und
> wer nicht.
Stimmt nicht so ganz. Ich möchte meinen fast alle Server haben
Cleanfeed laufen. Und einige Serverbetreiber geben offen zu bestimmte
User zu "filtern" weil sie keinen Ärger wollen.

Sicher gibts einige/etlicher Server die keinerlei Filterung vornehmen,
aber diese Server sind oft auch im Killfile. ;-)
-- 


        Bye Jörg


Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei
denen es darum geht, wer den cooleren, imaginären Freund hat. Wenn
Jesus gevierteilt worden wäre, hätten wir heute dann Mobiles über der
Tür hängen?

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#566990

FromMarco Moock <mo01@posteo.de>
Date2022-09-14 08:30 +0200
Message-ID<tfrseg$2rc1p$1@dont-email.me>
In reply to#566981
Am Dienstag, 13. September 2022, um 22:14:07 Uhr schrieb Jörg Tewes:

> Marco Moock schrieb:
> > Vorteil ist, dass hier kein Dritter entscheidet, wer posten darf und
> > wer nicht.  
> Stimmt nicht so ganz. Ich möchte meinen fast alle Server haben
> Cleanfeed laufen. Und einige Serverbetreiber geben offen zu bestimmte
> User zu "filtern" weil sie keinen Ärger wollen.

Hast du hier Beispiele?
 
> Sicher gibts einige/etlicher Server die keinerlei Filterung vornehmen,
> aber diese Server sind oft auch im Killfile. ;-)

Das entscheidet aber kein Dritter, sondern man selbst. Dass man Leute
wie Erika Ciesla oder Manfred und Siegfried filtert, ist jetzt nicht so
abwegig, aber jeder kann selbst entscheiden, ob er es tut oder nicht
und kein Dritter schreibt einem vor, dass man die nicht zu lesen hat.

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#567055

FromJörg Tewes <jogi1964@gmx.net>
Date2022-09-14 22:20 +0200
Message-ID<5b2f03e1-3a36-6ae1-7c70-c6da8d292939@jtewes.my-fqdn.de>
In reply to#566990
Marco Moock schrieb:
> Am Dienstag, 13. September 2022, um 22:14:07 Uhr schrieb Jörg
> Tewes:
> 
>> Marco Moock schrieb:
>>> Vorteil ist, dass hier kein Dritter entscheidet, wer posten
>>> darf und wer nicht.
>> Stimmt nicht so ganz. Ich möchte meinen fast alle Server haben 
>> Cleanfeed laufen. Und einige Serverbetreiber geben offen zu
>> bestimmte User zu "filtern" weil sie keinen Ärger wollen.
> 
> Hast du hier Beispiele?

Man muß eigentlich nur die entsprechenden Gruppen lesen. Da liest man
einiges verdeckt und einiges offen.

>> Sicher gibts einige/etlicher Server die keinerlei Filterung
>> vornehmen, aber diese Server sind oft auch im Killfile. ;-)

> Das entscheidet aber kein Dritter, sondern man selbst.

Schon klar. Ich gehe aber mal davon aus, das du kein Account bei AIOE
und Konsorten haben willst/hast?

> Dass man Leute wie Erika Ciesla oder Manfred und Siegfried filtert,
> ist jetzt nicht so abwegig, aber jeder kann selbst entscheiden, ob
> er es tut oder nicht und kein Dritter schreibt einem vor, dass man
> die nicht zu lesen hat.

Naja in einigen Gruppen geben "angesehene" Poster aka Regulars sehr
deutlich Tips wenn man filtern "muß". Lies nur mal die Windows.misc
Gruppe und die Postings von Kanthak und seinem Gefolge.
-- 


        Bye Jörg


Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei
denen es darum geht, wer den cooleren, imaginären Freund hat. Wenn
Jesus gevierteilt worden wäre, hätten wir heute dann Mobiles über der
Tür hängen?

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#566985

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-09-13 20:56 +0000
Message-ID<3t6320ec27i33393n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#566946
On Tue, 13 Sep 2022 08:22:06 Marco Moock wrote:
> Am Dienstag, 13. September 2022, um 06:30:05 Uhr schrieb Ruediger Lahl:
>>  ,---- [ https://heise.de/-7261464 ] 
>> | Er habe festgestellt, dass Twitter seine Wahrnehmung der
>> | Wirklichkeit verzerre, sagte Kühnert: "Ich finde einfach, dass
>> | die Diskussionskultur, wie sie auf Twitter stattfindet, und
>> | auch die Art und Weise, wie dort Gesellschaft repräsentiert,
>> | oder, ich würde sagen, absolut gar nicht repräsentiert wird,
>> | dass das zu Fehlschlüssen und Irrtümern in politischen
>> | Entscheidungen führt."

> Seit Twitter Accounts blockiert, die politisch nicht passen, ist
> das doch sowieso nur noch eine Filterblase mit Leuten, die Twitter
> einigermaßen recht sind.

Eigentlich nicht so schlimm, nur:

> Daran sollte man keinerlei politische Entscheidungen festmachen.

...politische Entscheidungen durch ein Medium, sei es online oder
sonstwie publiziert maßgeblich beeinflussen zu lassen, ist in keinem
Fall eine gute Idee - unabhängig davon, ob es sich dabei um
Facebook, Twitter, Usenet, das Heise-Forum oder die Bild-Zeitung
handelt.

Wenn man Sorge hat, davon nicht abstrahieren zu können, oder wenn
man in einer gestaltenden Rolle merkt, dass ein Medium
überproportional viel Zeit verbraucht, ist es wahrscheinlich klug,
wenn auch für viele andere Menschen schade, sich davon zu trennen.

>> https://www.heise.de/forum/heise-online/posting-41594482/show/ ] |
>> |  Es liegt aber natürlich auch an der fehlenden Moderation.

IBTD. Moderierte Medien mögen zwar weniger unflätige und/oder
justiziable Aussagen enthalten, an der Grundproblematik der
mangelnden Repräsentation ändert sich nichts (bzw. wenn, dann eher
noch zum schlechteren).

> Wenn Leuten die heftigen Diskussionen nicht gefallen, einfach
> nicht lesen, mache ich bei vielen Sachen auch so.

Und das ist IMO auch gut und richtig so. Es hat wenig Sinn, seinen
Medienkonsum repräsentativ nach der Bevölkerung auszurichten, weil
man das a) ohnehin nicht hinbekommt und b) damit um einen hohen
Preis an Komfortverlust nur eine einzige Information gewinnt, die
man, wenn sie einen interessiert, auch billiger haben kann.

>> Darum hatte ich bei solchen Veranstaltungen noch nie einen
>> Account. Da ist mir usenet doch viel lieber. Klein, übersichtlich
>> und wenn man einigen Idioten die Wertschätzung via Killfile
>> entzieht, auch noch lesenswert.

> Vorteil ist, dass hier kein Dritter entscheidet, wer posten darf
> und wer nicht. Und ja, da kommt viel Bullshit, aber den muss man
> nicht lesen und kann den bei sich selbst sperren.

Im Grund genommen sehe ich bei Anteil und Ausmaß des Bullshits nicht
sonderlich viel Unterschied. Das, was auf Twitter gesperrt wird,
sind ja wirklich nur die obersten Gipfel der Eisberge.

Usenet hat viele Vorteile, die aber vor allem im technischen Bereich
liegen - Freiheit des Readers, Dezentralität und dergleichen mehr.
Inhaltlich gewinnt Twitter um Längen, weil sich dort derzeit halt
(für praktisch jedes Fachgebiet) viel relevantere und kompetentere
Schreiber befinden.

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - welch ein neurotischer Gedanke.
(Sloganizer)

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#566991

FromMarco Moock <mo01@posteo.de>
Date2022-09-14 08:36 +0200
Message-ID<tfrsoi$2rc1p$2@dont-email.me>
In reply to#566985
Am Dienstag, 13. September 2022, um 20:56:57 Uhr schrieb Stefan
Froehlich:

> On Tue, 13 Sep 2022 08:22:06 Marco Moock wrote:
> > Seit Twitter Accounts blockiert, die politisch nicht passen, ist
> > das doch sowieso nur noch eine Filterblase mit Leuten, die Twitter
> > einigermaßen recht sind.  
> 
> Eigentlich nicht so schlimm, nur:

Für mich schon, denn ich habe dann eine Filterblase, wo bestimmte Leute
was zu sagen haben und andere das nicht dürfen. Filterblasen sind aber
immer eine schlechte Idee, weil das eigene Verhalten kaum reflektiert
und kritisiert wird.
 
> > Daran sollte man keinerlei politische Entscheidungen festmachen.  
> 
> ...politische Entscheidungen durch ein Medium, sei es online oder
> sonstwie publiziert maßgeblich beeinflussen zu lassen, ist in keinem
> Fall eine gute Idee - unabhängig davon, ob es sich dabei um
> Facebook, Twitter, Usenet, das Heise-Forum oder die Bild-Zeitung
> handelt.

Nur im Usenet habe ich z.B. bei de.talk.tagesgeschehen den Eindruck,
dass da von allem was dabei ist, bei anderen Medien ist das wesentlich
weniger vielfältig, auch was extreme Meinungen oder auch Bullshit
angeht.

> Wenn man Sorge hat, davon nicht abstrahieren zu können, oder wenn
> man in einer gestaltenden Rolle merkt, dass ein Medium
> überproportional viel Zeit verbraucht, ist es wahrscheinlich klug,
> wenn auch für viele andere Menschen schade, sich davon zu trennen.

Wo ist da jetzt der große Schaden?
Ein Politiker weniger, der da jetzt seinen Kram rausposaunt. Gibt noch
genügend andere.

> > Wenn Leuten die heftigen Diskussionen nicht gefallen, einfach
> > nicht lesen, mache ich bei vielen Sachen auch so.  
> 
> Und das ist IMO auch gut und richtig so. Es hat wenig Sinn, seinen
> Medienkonsum repräsentativ nach der Bevölkerung auszurichten, weil
> man das a) ohnehin nicht hinbekommt und b) damit um einen hohen
> Preis an Komfortverlust nur eine einzige Information gewinnt, die
> man, wenn sie einen interessiert, auch billiger haben kann.
> 
> >> Darum hatte ich bei solchen Veranstaltungen noch nie einen
> >> Account. Da ist mir usenet doch viel lieber. Klein, übersichtlich
> >> und wenn man einigen Idioten die Wertschätzung via Killfile
> >> entzieht, auch noch lesenswert.  
> 
> > Vorteil ist, dass hier kein Dritter entscheidet, wer posten darf
> > und wer nicht. Und ja, da kommt viel Bullshit, aber den muss man
> > nicht lesen und kann den bei sich selbst sperren.  
> 
> Im Grund genommen sehe ich bei Anteil und Ausmaß des Bullshits nicht
> sonderlich viel Unterschied. Das, was auf Twitter gesperrt wird,
> sind ja wirklich nur die obersten Gipfel der Eisberge.
> 
> Usenet hat viele Vorteile, die aber vor allem im technischen Bereich
> liegen - Freiheit des Readers, Dezentralität und dergleichen mehr.
> Inhaltlich gewinnt Twitter um Längen, weil sich dort derzeit halt
> (für praktisch jedes Fachgebiet) viel relevantere und kompetentere
> Schreiber befinden.

Ist dem so?
Wo gibt es denn da die interessanten technische Diskussionen?
Wie funktioniert das, wenn die Länge eines Posts nur ein paar 100
Zeichen sind?

Ich kenne Twitter vor allem als Müllhalde für Politik. Und am
allerschlimmsten sind die Weicheier, die sich dann darüber beschweren,
wenn sie kritisiert werden, weil sie Nonsens gepostet haben.

Was mit am Usenet gefällt: Es ist frei von Politikern, die es wie
Twitter beeinflussen wollen.

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#567027

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-09-14 15:07 +0000
Message-ID<3t6321ebfci5159cn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#566991
On Wed, 14 Sep 2022 08:36:02 Marco Moock wrote:
> Am Dienstag, 13. September 2022, um 20:56:57 Uhr schrieb Stefan
> Froehlich:
>> On Tue, 13 Sep 2022 08:22:06 Marco Moock wrote:
>> > Seit Twitter Accounts blockiert, die politisch nicht passen,
>> > ist das doch sowieso nur noch eine Filterblase mit Leuten, die
>> > Twitter einigermaßen recht sind.  
 
>> Eigentlich nicht so schlimm, nur:

> Für mich schon, denn ich habe dann eine Filterblase, wo bestimmte
> Leute was zu sagen haben und andere das nicht dürfen.

Ich hatte das anders gemeint: Twitter sperrt in der Praxis
niemanden, der nicht vollkommen jenseits von gut und böse ist.

Einzelne Fehler passieren, ja, aber das trifft dann
(wiewohl ungerechtfertigt) diese Einzelpersonen, auf das
Meinungsbild insgesamt hat es aber keinerlei Einfluss. Ich meine,
guck Dir die Rudel von Schwurblern, Rechtsextremen und "Putin-Bots"
(die in der Praxis häufig doch echte Menschen sind, nur halt ein
bisserl verwirrt) an - wieviel Vielfalt möchtest Du denn noch? :)

> Filterblasen sind aber immer eine schlechte Idee, weil das eigene
> Verhalten kaum reflektiert und kritisiert wird.

In einer mir aufgezwungenen Filterblase möchte ich auch nicht lesen;
in einer selbstgewählten jedoch sehr wohl. Ein paar Tage lang
seltsamen Menschen zu folgen reicht um zu wissen, wie die Ticken und
dass ich meine Zeit lieber mit interessantereN Dingen verbringe.

>> ...politische Entscheidungen durch ein Medium, sei es online oder
>> sonstwie publiziert maßgeblich beeinflussen zu lassen, ist in
>> keinem Fall eine gute Idee - unabhängig davon, ob es sich dabei
>> um Facebook, Twitter, Usenet, das Heise-Forum oder die
>> Bild-Zeitung handelt.

> Nur im Usenet habe ich z.B. bei de.talk.tagesgeschehen den
> Eindruck, dass da von allem was dabei ist,

Keine Ahnung. Ich lese von dtt nur das, was in andere Gruppen
hinüberschwappt, und davon brauche ich ehrlich gesagt kein Byte
mehr. In jedem Fall - ob ich mit meiner Einschätzung nun richtig
liege oder nicht - ist das aber alles keine geeignete
Entscheidungsgrundlage für Politiker.

>> Wenn man Sorge hat, davon nicht abstrahieren zu können, oder wenn
>> man in einer gestaltenden Rolle merkt, dass ein Medium
>> überproportional viel Zeit verbraucht, ist es wahrscheinlich
>> klug, wenn auch für viele andere Menschen schade, sich davon zu
>> trennen.
 
> Wo ist da jetzt der große Schaden?
> Ein Politiker weniger, der da jetzt seinen Kram rausposaunt. Gibt
> noch genügend andere.

Ich habe nicht behauptet, dass es Schaden (oder auch Nutzen) wäre,
sondern dass es für ihn selbst sinnvoll ist. Nur darauf kommt es an.

>> Usenet hat viele Vorteile, die aber vor allem im technischen Bereich
>> liegen - Freiheit des Readers, Dezentralität und dergleichen mehr.
>> Inhaltlich gewinnt Twitter um Längen, weil sich dort derzeit halt
>> (für praktisch jedes Fachgebiet) viel relevantere und kompetentere
>> Schreiber befinden.
 
> Ist dem so?

Ja.

> Wo gibt es denn da die interessanten technische Diskussionen?
> Wie funktioniert das, wenn die Länge eines Posts nur ein paar 100
> Zeichen sind?

Für Diskussionen (im Sinn, wie man sie im Usenet versteht) ist
Twitter einfach nicht gedacht. Aber sind wir doch ehrlich: Wo gibt
es hier heute noch es nennenswert viele, relevante technische
Diskussionen? Das mag vielleicht auf einzelne Nischenthemen
zutreffen, die mich halt zufällig nicht interessieren, aber grosso
modo ist Usenet leider ein Ausgedinge für Menschen, die sich gerne
schreiben sehen.

> Ich kenne Twitter vor allem als Müllhalde für Politik.

Twitter ist so gut wie die Liste der Follower, die man sich
zusammenstellt (einer der wichtigsten Unterschiede zu Facebook).
Wenn Du eine Politik-Müllhalde siehst, liegt das an Dir, nicht an
Twitter. Ich sehe z.B. sehr viel, sehr interessante politische (idR,
aber nich tnur österreich-spezifische) Kommentare, meist bevor sie
irgendwo anders aufschlagen.

> Was mit am Usenet gefällt: Es ist frei von Politikern, die es wie
> Twitter beeinflussen wollen.

Klar, und im übrigen wird Twitter schon noch den Bach hinunter
gehen, gerade *weil* es so relevant ist. Aber derweil ist es noch,
und es ist gut.

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan. Selten so gelacht!
(Sloganizer)

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#567058

FromJörg Tewes <jogi1964@gmx.net>
Date2022-09-14 22:42 +0200
Message-ID<09b3dbd9-b5de-cbe5-ec72-aa113ca326b4@jtewes.my-fqdn.de>
In reply to#567027
Stefan Froehlich schrieb:
> On Wed, 14 Sep 2022 08:36:02 Marco Moock wrote:

>> Ich kenne Twitter vor allem als Müllhalde für Politik.

> Twitter ist so gut wie die Liste der Follower, die man sich
> zusammenstellt (einer der wichtigsten Unterschiede zu Facebook).

Genau, Wenn man nur das liest was einem Twitter vorschlägt ("was
gerade trendet") ist das ähnlich wie die erste Seite einer Tageszeitung.

> Wenn Du eine Politik-Müllhalde siehst, liegt das an Dir, nicht an
> Twitter. Ich sehe z.B. sehr viel, sehr interessante politische (idR,
> aber nich tnur österreich-spezifische) Kommentare, meist bevor sie
> irgendwo anders aufschlagen.

Gerade in technischen Dingen sind meine Follower/denen ich folge,
eigentlich immer besser informiert als "das Usenet". Wenn hier von
Joachim mal was neues in Sachen Technik kommt (selten genug), dann
habe ich das meist schon bei Twitter gelesen. Und meist schon
Tage/Wochen vorher.
-- 


        Bye Jörg


Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei
denen es darum geht, wer den cooleren, imaginären Freund hat. Wenn
Jesus gevierteilt worden wäre, hätten wir heute dann Mobiles über der
Tür hängen?

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#567037

Fromspamfalle2@arcor.de (Marc Stibane)
Date2022-09-14 18:39 +0200
Message-ID<1pya2jt.2lxkgc1t84go4N@marc.my-fqdn.de>
In reply to#566991
Marco Moock <mo01@posteo.de> wrote:
> Am Dienstag, 13. September 2022 schrieb Stefan Froehlich:
>> On Tue, 13 Sep 2022 08:22:06 Marco Moock wrote:

>>> Seit Twitter Accounts blockiert, die politisch nicht passen, ist
>>> das doch sowieso nur noch eine Filterblase mit Leuten, die Twitter
>>> einigermaßen recht sind.  
>> Eigentlich nicht so schlimm, nur:
> Für mich schon, denn ich habe dann eine Filterblase, wo bestimmte Leute
> was zu sagen haben und andere das nicht dürfen.

Die paar die bei Twitter rausgeworfen werden sind nur die größten
Extremisten, weit jenseits von normalen Leuten. Mit denen *will* man
nichts zu tun haben.


> Filterblasen sind aber immer eine schlechte Idee, weil das eigene
> Verhalten kaum reflektiert und kritisiert wird.

Natürlich baut sich jeder selber seine eigene Blase, einfach durch
Auswahl welchen Accounts man "folgt", und wen man mutet oder blockt.
Das Interessante an Twitter ist aber, dass diese Accounts Tweets aus
_ihrer_ Filterblase re-tweeten, man also 'ne Menge Sachen zu lesen
bekommt die in der eigenen Blase nicht vorkommen.
Das habe ich z.B. bei Facebook bei meiner besseren Hälfte so nicht
erlebt. Die blieb eigentlich immer in ihrer Blase.


> Nur im Usenet habe ich z.B. bei de.talk.tagesgeschehen den Eindruck,
> dass da von allem was dabei ist, bei anderen Medien ist das wesentlich
> weniger vielfältig, auch was extreme Meinungen oder auch Bullshit
> angeht.

Du vergleichst eine Unter-Unter-Gruppe des Usenets mit "anderen Medien"?
Welchen denn?



>>>> Darum hatte ich bei solchen Veranstaltungen noch nie einen
>>>> Account. Da ist mir usenet doch viel lieber. Klein, übersichtlich

und auf ein paar hundert UseNetter beschränkt

>>>> und wenn man einigen Idioten die Wertschätzung via Killfile
>>>> entzieht, auch noch lesenswert.

Eh klar, deswegen sind wir ja (u.a.) auch hier.


>>> Vorteil ist, dass hier kein Dritter entscheidet, wer posten darf
>>> und wer nicht. Und ja, da kommt viel Bullshit, aber den muss man
>>> nicht lesen und kann den bei sich selbst sperren.
>> Im Grund genommen sehe ich bei Anteil und Ausmaß des Bullshits nicht
>> sonderlich viel Unterschied. Das, was auf Twitter gesperrt wird,
>> sind ja wirklich nur die obersten Gipfel der Eisberge.

ACK


>> Inhaltlich gewinnt Twitter um Längen, weil sich dort derzeit halt
>> (für praktisch jedes Fachgebiet) viel relevantere und kompetentere
>> Schreiber befinden.
> Ist dem so?

Ja.

> Wo gibt es denn da die interessanten technische Diskussionen?

Offenbar außerhalb Deiner Blase.
SCNR


> Wie funktioniert das, wenn die Länge eines Posts nur ein paar 100
> Zeichen sind?

Wenn man einen Tweet mit maximal 280 Zeichen gefüllt hat, schreibt man
eine Antwort dazu. Und dann eine Antwort auf diese Antwort...
Das ergibt eine verkettete Liste, genannt "Thread".
Jeder Twitter-Client und auch die Twitter-Webseite zeigt zuerst alle
Postings dieser Kette an, und dann darunter die Antworten anderer User.
Und unter jedem Posting kann sich ein kompletter Sub-Baum befinden,
genau wie hier im Usenet.


> Ich kenne Twitter vor allem als Müllhalde für Politik.

Das liegt an DEINER Blase.


> Und am allerschlimmsten sind die Weicheier, die sich dann darüber
> beschweren, wenn sie kritisiert werden, weil sie Nonsens gepostet haben.

Die mutet man halt, dann sind sie unsichtbar.

 
> Was mit am Usenet gefällt: Es ist frei von Politikern, die es wie
> Twitter beeinflussen wollen.

Ich finde es gut, dass Politiker bei Twitter einen direkten Kanal zu
ihren Followern haben, und nicht nur durch eingefärbte, verkürzte, teils
sinnentstellende Wiedergabe der Medien kommunizieren können.

Wenn Dir jemand nicht passt, dann liest Du ihn einfach nicht oder mutest
ihn gleich. Das ist deutlich einfacher zu überspringen als ein Rede-
beitrag in den ARD-Tagesthemen - da ich die eh am iPad schaue weil ich
die mit 50% mehr Speed abspiele, also 30min Aufzeichnung in 20min
anschaue, kann ich da natürlich auch 30sec vorwärts skippen, was ich
auch regelmäßig mache.
Aber Politiker-Tweets übergehen ist noch einfacher.

-- 
In a world without walls and fences,
   who needs windows and gates?

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#566992

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2022-09-14 09:40 +0200
Message-ID<tfs0e9$2rnv9$1@dont-email.me>
In reply to#566985
Am 13.09.2022 um 22:56 schrieb Stefan Froehlich:
> On Tue, 13 Sep 2022 08:22:06 Marco Moock wrote:
>> Daran sollte man keinerlei politische Entscheidungen festmachen.
> 
> ...politische Entscheidungen durch ein Medium, sei es online oder
> sonstwie publiziert maßgeblich beeinflussen zu lassen, ist in keinem
> Fall eine gute Idee - unabhängig davon, ob es sich dabei um
> Facebook, Twitter, Usenet, das Heise-Forum oder die Bild-Zeitung
> handelt.

Von was sollten politische Entscheidungen denn /sonst/ beeinflußt sein, 
wenn nicht von den Medien?

Doch nicht etwa von den klugen Gedanken, die einem frühs unter der 
Dusche kommen? - Ach Quatsch. Die sind auch nur die Essenz dessen, was 
man Tage/Wochen/Monate zuvor durch die Medien erfuhr.

Es sind nun mal die Medien (und die darin erzählten Geschichten[sic!]) 
die unser Weltbild ganz maßgeblich prägen, absolut dominieren. Medien, 
eine (kleine) Hand voll eigene Erfahrungen und, daraus resultierend, 
eine gehörige Portion Vorurteile (oft ziemlich haltlos). Und schon hast 
Du alles zusammen, was mehr als 95% des Weltbildes eines jeden Einzelnen 
ausmacht. Da sind auch Politiker überhaupt keine Ausnahme.

> Wenn man Sorge hat, davon nicht abstrahieren zu können, oder wenn
> man in einer gestaltenden Rolle merkt, dass ein Medium
> überproportional viel Zeit verbraucht, ist es wahrscheinlich klug,
> wenn auch für viele andere Menschen schade, sich davon zu trennen.

Das ist, gerade für Politiker & Twitter, so 'ne Sache. Denn Twitter 
*hat* eine Sonderstellung: Es ist die direkte Kombination offizieller 
Verlautbarungen, "privater" Statements von Politikern und anderen 
Entscheidern und der unmittelbare Kontakt zu Multiplikatoren, sprich 
Journalisten, also wieder Medien. Diese Mischung ergibt tatsächlich eine 
ziemliche Relevanz auch und gerade für politische Entscheidungen. Ob es 
sich Politiker in der Mediokratie leisten können, das zu ignorieren?

-- 
"Das Problem ist nicht, dass eine relativ kleine Gruppe von Verrückten 
behauptet, dass zwei plus zwei fünf ergibt, dass es zwölf verschiedene 
Geschlechter gibt oder dass man bei der Energieversorgung die Gesetze 
der Thermodynamik ignorieren kann. Das Problem ist, daß sich die große 
Gruppe der Normalos künstlich dumm stellt und den selben Quatsch 
behauptet, weil sie von den Verrückten nicht als verrückt bezeichnet 
werden wollen."
                  --Vince Ebert

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#567028

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-09-14 15:09 +0000
Message-ID<5t6321ee29i5159cn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#566992
On Wed, 14 Sep 2022 09:40:39 Lars Gebauer wrote:
> Am 13.09.2022 um 22:56 schrieb Stefan Froehlich:
>> On Tue, 13 Sep 2022 08:22:06 Marco Moock wrote:
>>> Daran sollte man keinerlei politische Entscheidungen festmachen.

>> ...politische Entscheidungen durch ein Medium, sei es online oder
>> sonstwie publiziert maßgeblich beeinflussen zu lassen, ist in
>> keinem Fall eine gute Idee - unabhängig davon, ob es sich dabei
>> um Facebook, Twitter, Usenet, das Heise-Forum oder die
>> Bild-Zeitung handelt.

> Von was sollten politische Entscheidungen denn /sonst/ beeinflußt
> sein, wenn nicht von den Medien?

Von der eigenen, grundsätzlichen Überzeugung, in welche Richtung
sich die Gesellschaft entwickeln sollte, gepaart mit der Expertise
ausgewählter, kompetenter Berater. Einmal ganz grob und ohne viele
Details.

> Doch nicht etwa von den klugen Gedanken, die einem frühs unter der
> Dusche kommen?

Eher nicht, nein.

> Die sind auch nur die Essenz dessen, was man Tage/Wochen/Monate
> zuvor durch die Medien erfuhr.

Wenn ein Politiker etwas für ihn relevantes durch die Medien
erfährt, hat er vorher schon einen Fehler gemacht. Wenn er seine
Entscheidung dann an der Berichterstattung orientiert, ist das
bereits der zweite Fehler.

Heisst nicht, dass das nicht häufig vorkommt.

Servus,
   Stefan

-- 
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Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan!? Ja! Denn lästern ist superber als flüstern.
(Sloganizer)

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#567031

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2022-09-14 17:53 +0200
Message-ID<tfstei$313sk$1@dont-email.me>
In reply to#567028
Am 14.09.2022 um 17:09 schrieb Stefan Froehlich:
> On Wed, 14 Sep 2022 09:40:39 Lars Gebauer wrote:
>> Am 13.09.2022 um 22:56 schrieb Stefan Froehlich:
>>> On Tue, 13 Sep 2022 08:22:06 Marco Moock wrote:
>>>> Daran sollte man keinerlei politische Entscheidungen festmachen.
> 
>>> ...politische Entscheidungen durch ein Medium, sei es online oder
>>> sonstwie publiziert maßgeblich beeinflussen zu lassen, ist in
>>> keinem Fall eine gute Idee - unabhängig davon, ob es sich dabei
>>> um Facebook, Twitter, Usenet, das Heise-Forum oder die
>>> Bild-Zeitung handelt.
> 
>> Von was sollten politische Entscheidungen denn /sonst/ beeinflußt
>> sein, wenn nicht von den Medien?
> 
> Von der eigenen, grundsätzlichen Überzeugung, in welche Richtung
> sich die Gesellschaft entwickeln sollte,

Was für ein grandioser Humbug. Diese "eigene, grundsätzliche 
Überzeugung" wird gerade erst durch die Medien gebildet und später ganz 
maßgeblich beeinflußt. Begonnen hat das mit der Gutenacht-Geschichte, 
die die Oma vorgelesen hat.

Ohne Medien hättest Du bspw. überhaupt keine Meinung zum Krieg in der 
Ukraine. Ja Du wüßtest noch nicht einmal, daß ein solcher stattfindet.

> gepaart mit der Expertise ausgewählter, kompetenter Berater.

Der nächste Punkt. Welche "Berater" werden denn ausgewählt, welche sind 
überhaupt kompetent?

Die, die widersprechen werden a) nicht ausgewählt und b) auch nicht für 
kompetent gehalten. Ganz unabhängig davon, ob sie es vielleicht sind.

>> Die sind auch nur die Essenz dessen, was man Tage/Wochen/Monate
>> zuvor durch die Medien erfuhr.
> 
> Wenn ein Politiker etwas für ihn relevantes durch die Medien
> erfährt, hat er vorher schon einen Fehler gemacht.

Überhaupt nicht. Der Politiker hat auch keine übernatürlichen 
Fähigkeiten, der ist ebenso wie jeder Andere auch auf die 
Informationsbeschaffung durch die Medien angewiesen.

> Wenn er seine
> Entscheidung dann an der Berichterstattung orientiert, ist das
> bereits der zweite Fehler.

Ach was. Woher sollte er denn Feedback bekommen, wenn nicht durch die 
Medien?

-- 
"Das Problem ist nicht, dass eine relativ kleine Gruppe von Verrückten 
behauptet, dass zwei plus zwei fünf ergibt, dass es zwölf verschiedene 
Geschlechter gibt oder dass man bei der Energieversorgung die Gesetze 
der Thermodynamik ignorieren kann. Das Problem ist, daß sich die große 
Gruppe der Normalos künstlich dumm stellt und den selben Quatsch 
behauptet, weil sie von den Verrückten nicht als verrückt bezeichnet 
werden wollen."
                  --Vince Ebert

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#567060

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-09-14 20:56 +0000
Message-ID<5t63223f33i5940cn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#567031
On Wed, 14 Sep 2022 17:53:53 Lars Gebauer wrote:
> Am 14.09.2022 um 17:09 schrieb Stefan Froehlich:
>> On Wed, 14 Sep 2022 09:40:39 Lars Gebauer wrote:
>>> Von was sollten politische Entscheidungen denn /sonst/
>>> beeinflußt sein, wenn nicht von den Medien?

> Ohne Medien hättest Du bspw. überhaupt keine Meinung zum Krieg in
> der Ukraine. Ja Du wüßtest noch nicht einmal, daß ein solcher
> stattfindet.

Ach Lars, Du bist immer wieder putzig.

Erstens wüsste ich das auch sonst, doch. Zweitens hätte ich auch
ohne Medien eine Meinung dazu, allerdings wahrscheinlich eine
wesentlich weniger umfassende. Drittens aber, und darum geht es
hier, bin ich kein Politiker, der gesellschaftlich relevantek
Entscheidungen trifft.

> Der nächste Punkt. Welche "Berater" werden denn ausgewählt, welche
> sind überhaupt kompetent?

Tja, Lars, das ist die Gretchenfrage; manche lösen das besser,
manche schlechter, manche gar nicht. Aber zum Glück für Dich
betrifft es Dich ohnehin nicht.

> Die, die widersprechen werden a) nicht ausgewählt

Ich schrieb ja: Es betrifft Dich ohnehin nicht.

Servus,
   Stefan

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Der gefährliche Mann braucht Stefan. Und Sie?
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#566980

FromJörg Tewes <jogi1964@gmx.net>
Date2022-09-13 22:10 +0200
Message-ID<ffa25f42-1362-cadc-6f99-23508a9838d3@jtewes.my-fqdn.de>
In reply to#566943
Ruediger Lahl schrieb:

> Darum hatte ich bei solchen Veranstaltungen noch nie einen Account. Da
> ist mir usenet doch viel lieber. Klein, übersichtlich und wenn man
> einigen Idioten die Wertschätzung via Killfile entzieht, auch noch
> lesenswert.

Blöd nur wenn immer mehr User den Menschen in deinem Killfile antworten.
-- 


        Bye Jörg


Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei
denen es darum geht, wer den cooleren, imaginären Freund hat. Wenn
Jesus gevierteilt worden wäre, hätten wir heute dann Mobiles über der
Tür hängen?

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