Groups | Search | Server Info | Keyboard shortcuts | Login | Register [http] [https] [nntp] [nntps]


Groups > ger.ct > #561224 > unrolled thread

Finnische Steuerzahler wollen Uniper nicht retten (SZ Artikel)

Started byDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
First post2022-07-14 11:46 +0000
Last post2022-07-15 15:53 +0200
Articles 15 — 9 participants

Back to article view | Back to ger.ct


Contents

  Finnische Steuerzahler wollen Uniper nicht retten (SZ Artikel) Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2022-07-14 11:46 +0000
    Re: Finnische Steuerzahler wollen Uniper nicht retten (SZ Artikel) Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2022-07-14 13:47 +0200
      Re: Finnische Steuerzahler wollen Uniper nicht retten (SZ Artikel) Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-07-14 14:01 +0200
      Re: Finnische Steuerzahler wollen Uniper nicht retten (SZ Artikel) Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-07-14 05:03 -0700
      Re: Finnische Steuerzahler wollen Uniper nicht retten (SZ Artikel) Georg Gruber <g.gruber_hauwech@gmx.net> - 2022-07-14 14:19 +0200
    Re: Finnische Steuerzahler wollen Uniper nicht retten (SZ Artikel) Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-07-14 05:01 -0700
    Re: Finnische Steuerzahler wollen Uniper nicht retten (SZ Artikel) Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2022-07-14 14:50 +0200
      Re: Finnische Steuerzahler wollen Uniper nicht retten (SZ Artikel) "Wendelin Uez" <wuez@online.de> - 2022-07-14 16:27 +0200
    Re: Finnische Steuerzahler wollen Uniper nicht retten (SZ Artikel) "Martin K." <MartinKobil@epost.de> - 2022-07-14 06:25 -0700
      Re: Finnische Steuerzahler wollen Uniper nicht retten (SZ Artikel) Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-07-14 07:03 -0700
      Re: Finnische Steuerzahler wollen Uniper nicht retten (SZ Artikel) Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-07-14 20:21 +0200
        Re: Finnische Steuerzahler wollen Uniper nicht retten (SZ Artikel) "Martin K." <MartinKobil@epost.de> - 2022-07-14 14:48 -0700
          Re: Finnische Steuerzahler wollen Uniper nicht retten (SZ Artikel) Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-07-14 23:19 -0700
            Re: Finnische Steuerzahler wollen Uniper nicht retten (SZ Artikel) "Martin K." <MartinKobil@epost.de> - 2022-07-15 02:21 -0700
              Re: Finnische Steuerzahler wollen Uniper nicht retten (SZ Artikel) spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2022-07-15 15:53 +0200

#561224 — Finnische Steuerzahler wollen Uniper nicht retten (SZ Artikel)

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2022-07-14 11:46 +0000
SubjectFinnische Steuerzahler wollen Uniper nicht retten (SZ Artikel)
Message-ID<taovn3$6m3d$1@solani.org>
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/finnland-uniper-gas-1.5620474?reduced=true.
(Leider Paywall, ich habe den Leit-Artikel im Print gelesen)

Uniper muss gerettet werden, heißt es. Der größte Gaslieferant in
Deutschland.

Uniper gehört aber  zu 78% dem finnischen Konzern Fortum. Die finnischen
Steuerzahler  zeigen nun  keine Lust, ihn zu retten. Sie selber haben nur 5
% ihrer Energie aus russischen Gas bezogen. Aber die Finnen betreiben
funktionierende Kernkraftwerke.

Kein Wunder dass die Steuerzahler in Finnland keine Lust haben jetzt Geld
für die verfehlte deutsche Energiepolitik nachzuschießen.

(Andererseits habe ich als deutscher Steuerzahler auch keine große Lust,
einen finnischen Konzern zu retten)

2017 bis 2020 haben die Finnen mit großer Freude Uniper aufgekauft.

Das wird sicher noch interessant. Wer am Schluß wohl zahlt?

Die Bundesminister Habeck und Buschmann haben sich gerade krank gemeldet.
Irgendein Virus. Kann nach Marco Buschmann ja eigentlich gar nicht sein.

-- 
please forgive my iPhone typos

[toc] | [next] | [standalone]


#561225

FromGerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>
Date2022-07-14 13:47 +0200
Message-ID<taovpf$6fu$1@news.bawue.net>
In reply to#561224
On 7/14/22 13:46, Dr. Joachim Neudert wrote:
> https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/finnland-uniper-gas-1.5620474?reduced=true.
> (Leider Paywall, ich habe den Leit-Artikel im Print gelesen)
> 
> Uniper muss gerettet werden, heißt es. Der größte Gaslieferant in
> Deutschland.
> 
> Uniper gehört aber  zu 78% dem finnischen Konzern Fortum. Die finnischen
> Steuerzahler  zeigen nun  keine Lust, ihn zu retten. Sie selber haben nur 5
> % ihrer Energie aus russischen Gas bezogen. Aber die Finnen betreiben
> funktionierende Kernkraftwerke.
> 
> Kein Wunder dass die Steuerzahler in Finnland keine Lust haben jetzt Geld
> für die verfehlte deutsche Energiepolitik nachzuschießen.

Aber die Gewinne haben sie gerne genommen, oder?

  Gerrit

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#561228

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2022-07-14 14:01 +0200
Message-ID<tap0bh$2n0q6$1@dont-email.me>
In reply to#561225
Am 14.07.2022 um 13:47 schrieb Gerrit Heitsch:
> On 7/14/22 13:46, Dr. Joachim Neudert wrote:
>> https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/finnland-uniper-gas-1.5620474?reduced=true. 
>>
>> (Leider Paywall, ich habe den Leit-Artikel im Print gelesen)
>>
>> Uniper muss gerettet werden, heißt es. Der größte Gaslieferant in
>> Deutschland.
>>
>> Uniper gehört aber  zu 78% dem finnischen Konzern Fortum. Die finnischen
>> Steuerzahler  zeigen nun  keine Lust, ihn zu retten. Sie selber haben 
>> nur 5
>> % ihrer Energie aus russischen Gas bezogen. Aber die Finnen betreiben
>> funktionierende Kernkraftwerke.
>>
>> Kein Wunder dass die Steuerzahler in Finnland keine Lust haben jetzt Geld
>> für die verfehlte deutsche Energiepolitik nachzuschießen.
> 
> Aber die Gewinne haben sie gerne genommen, oder?

Selbstverständlich. Du lernst gerade, daß es um Interessen geht. Nicht 
um "Freundschaften" (oder was so mancher dafür hält).

-- 
"Auf der PK einen Tag nach dem Deepfake-Schock zeigt sich Giffey immer 
noch zerknirscht, aber bedankt sich auch für die vielen 
Solidaritätsbekundungen, die sie von überall her erhalten hat, sogar ein 
Prinz aus Ghana habe sich gemeldet, der ihr mehrere Millionen Dollar 
spenden will."
                            —Martin Eimermacher @marteimer

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#561230

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2022-07-14 05:03 -0700
Message-ID<3fb2face-1f2b-45b1-a46b-efc7d8e2772fn@googlegroups.com>
In reply to#561225
Gerrit Heitsch schrieb am Donnerstag, 14. Juli 2022 um 13:48:00 UTC+2:
> On 7/14/22 13:46, Dr. Joachim Neudert wrote:

> > https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/finnland-uniper-gas-1.5620474?reduced=true. 
> > (Leider Paywall, ich habe den Leit-Artikel im Print gelesen) 
> > 
> > Uniper muss gerettet werden, heißt es. Der größte Gaslieferant in 
> > Deutschland. 
> > 
> > Uniper gehört aber zu 78% dem finnischen Konzern Fortum. Die finnischen 
> > Steuerzahler zeigen nun keine Lust, ihn zu retten. Sie selber haben nur 5 
> > % ihrer Energie aus russischen Gas bezogen. Aber die Finnen betreiben 
> > funktionierende Kernkraftwerke. 
> > 
> > Kein Wunder dass die Steuerzahler in Finnland keine Lust haben jetzt Geld 
> > für die verfehlte deutsche Energiepolitik nachzuschießen.

> Aber die Gewinne haben sie gerne genommen, oder? 

Sie wollen, wenn ich mich recht an meinen vor Tagen geposteten Link erinnere,
das nun defizitäre Gasgeschäft aus Uniper ausgliedern und am liebsten nur
das an den deutschen Rettungstropf übertragen. Warum hat eine finnische Firma
eigentlich mitteleuropäisches Gasgeschäft gekauft? Um Koh^^^Reibach zu machen,
vielleicht?

Gruß, ULF

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#561231

FromGeorg Gruber <g.gruber_hauwech@gmx.net>
Date2022-07-14 14:19 +0200
Message-ID<3C5F97C7A8C99472@ggruber793.news.solani.org>
In reply to#561225
Am 14.07.2022 um 13:47 schrieb Gerrit Heitsch:
> On 7/14/22 13:46, Dr. Joachim Neudert wrote:
>> https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/finnland-uniper-gas-1.5620474?reduced=true. 
>>
>> (Leider Paywall, ich habe den Leit-Artikel im Print gelesen)
>>
>> Uniper muss gerettet werden, heißt es. Der größte Gaslieferant in
>> Deutschland.
>>
>> Uniper gehört aber  zu 78% dem finnischen Konzern Fortum. Die finnischen
>> Steuerzahler  zeigen nun  keine Lust, ihn zu retten. Sie selber haben 
>> nur 5
>> % ihrer Energie aus russischen Gas bezogen. Aber die Finnen betreiben
>> funktionierende Kernkraftwerke.
>>
>> Kein Wunder dass die Steuerzahler in Finnland keine Lust haben jetzt Geld
>> für die verfehlte deutsche Energiepolitik nachzuschießen.
> 
> Aber die Gewinne haben sie gerne genommen, oder?

Gnadenbrot gibt's bei Pferden.


-- 
LG Georg

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#561229

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2022-07-14 05:01 -0700
Message-ID<ea74a91c-d198-4c79-9739-f5d32a404af3n@googlegroups.com>
In reply to#561224
Ländischwätzi schrieb am Donnerstag, 14. Juli 2022 um 13:46:44 UTC+2:

> https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/finnland-uniper-gas-1.5620474?reduced=true. 
> (Leider Paywall, ich habe den Leit-Artikel im Print gelesen) 
> 
> Uniper muss gerettet

Auch schon aus dem Tiefschlaf aufgewacht?

Guten Mooorgen!

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#561233

FromRuediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de>
Date2022-07-14 14:50 +0200
Message-ID<tapaeo.4s0.1@privat.lahls.de>
In reply to#561224
*Dr. Joachim Neudert* schrieb:

> https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/finnland-uniper-gas-1.5620474?reduced=true.
> (Leider Paywall, ich habe den Leit-Artikel im Print gelesen)
>
> Uniper muss gerettet werden, heißt es. Der größte Gaslieferant in
> Deutschland.
>
> Uniper gehört aber  zu 78% dem finnischen Konzern Fortum. Die finnischen
> Steuerzahler  zeigen nun  keine Lust, ihn zu retten.

Warum sollten sie auch. Fortum kann die Aktien ja wieder günstig
verkaufen. Wenn niemand das Geschäft will, weil es momentan vielleicht
keinen Gewinn abwirft, muss DE das eben übernehmen. Natürlich für den
symbolischen 1 €. :-)
-- 
bis denne

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#561243

From"Wendelin Uez" <wuez@online.de>
Date2022-07-14 16:27 +0200
Message-ID<tap953$2o1be$1@dont-email.me>
In reply to#561233
> Warum sollten sie auch. Fortum kann die Aktien ja wieder günstig
> verkaufen. Wenn niemand das Geschäft will, weil es momentan vielleicht
> keinen Gewinn abwirft, muss DE das eben übernehmen. Natürlich für den
> symbolischen 1 €. :-)

Uniper war ja bis auf den Ukraine-Krieg beileibe kein defizitäres Geschäft, 
und es wird nach Stabilisierung auch vermutlich künftig keine defizitäres 
sein, denn Gas wird immer gebraucht werden, die Einstiegshürden für 
Konkurrenten sind riesig, und stabiler Handel bedeutet stabile Margen und 
stabile Erträge. Der Handel lebt von der Differenz zwischen Ein- und 
Verkauf, der absolute Preis ist zweitrangig. Der 1-Euro-König wurde auch mit 
besagten 1-Euro-Artikeln zum Millionär. Wichtig ist, wieviel hängen bleibt, 
nicht was es kostet.

Uniper ist "nur" deshalb in finanzieller Bedrängnis, weil sie für ihre 
ordentliche Gewinne dummerweise das Preisentwicklungsrisiko übernommen 
haben - sie müssen jetzt teuer einkaufen und zu vertraglich vereinbarten 
Billigpreisen (bezogen auf heutiges Niveau) verkaufen. Nach Ablauf der 
Übergangsphase, wenn sie die Einkaufspreise wieder weiterreichen können, 
werden sie wieder auf die Füße kommen.

So wie es aussieht hat Uniper nicht wie jede ordentliche Airline ihren 
Einkauf gehedged, sondern deren anteilige Versicherungsprämie selbst 
verfrühstückt. Klassische angewandte Dummheit des Managements halt.

Daß die Bundesrepublik jetzt Uniper finanziell stützten wird ist nicht zu 
beanstanden. Selbst wenn Uniper klassisch pleite gehen würde sind die Kunden 
und ihr Bedarf nach wie vor vorhanden. Wenn keiner mehr Gas einkauft, wird 
es im Winter garantiert auch keines geben. Die Folgen wären noch schlimmer 
als man es hier ausmalen darf ohne als Schwarzseher diffamiert zu werden.

Die Art und Weise, wie die Bundesrepublik Uniper stützen wird, wird ganz 
sicher nicht so sein, daß sie nur zahlt und riskiert und Gewinne nach 
erfolgter Rettung anschließend in private Taschen abwandern. Lufthansa ist 
ein Beispiel dafür, und Urlaubsreisen sind weit mehr verzichtbarer als 
Gaslieferungen.

Im übrigen muß man ein Unternehmen nicht besitzen (sprich übernehmen), um es 
steuern zu können. Das ist nur eine von mehreren Möglichkeiten.. 
Entscheident ist nicht, wer besitzt, sondern wer bestimmt. Muß nicht 
derselbe sein. 

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#561237

From"Martin K." <MartinKobil@epost.de>
Date2022-07-14 06:25 -0700
Message-ID<6509477f-3f4d-4edb-ad55-f8cb5360eb30n@googlegroups.com>
In reply to#561224
Dr. Joachim Neudert schrieb am Donnerstag, 14. Juli 2022 um 13:46:44 UTC+2:
> 
> Aber die Finnen betreiben funktionierende Kernkraftwerke. 

Der Witz war gut :-) Kürzlich ging durch die Medien, dass Olkiluoto Block 3 
wieder steht.

Baubeginn war 2005, geplante Bauzeit 5 Jahre und 3 Mrd. € Kosten. Bis
heute noch nicht im Wirkbetrieb und Kosten wohl über 10 Mrd.€.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Olkiluoto#Block_3_%E2%80%93_Europ%C3%A4ischer_Druckwasserreaktor_(EPR)

Der Errichter ist Areva/Framatome, der seit 2018 zur EdF gehört. Schau dir 
mal den EdF Aktienkurs an: https://www.finanzen.net/aktien/edf-aktie

Der Sprung auf 10€ in den letzten Tagen war aufgrund der Meldung, dass der 
französische Staat die konkursreife EdF ganz übernehmen und mit Steuergeldern 
sanieren will. 

Bei den 2 weiteren AKWs die EdF gerade baut (Hinkley Point, Flamanville) 
läuft es bei den Kosten und Bauzeit ähnlich. Genauso Milliardengräber.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#561241

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2022-07-14 07:03 -0700
Message-ID<aa173723-4258-4ec3-a1d5-8bd35497e081n@googlegroups.com>
In reply to#561237
Martin K. schrieb am Donnerstag, 14. Juli 2022 um 15:25:45 UTC+2:
> Dr. Joachim Neudert schrieb am Donnerstag, 14. Juli 2022 um 13:46:44 UTC+2: 
> > 
> > Aber die Finnen betreiben funktionierende Kernkraftwerke.

> Der Witz war gut 

Jedenfalls verstromten sie zuletzt mehr Holz als
Fissionsmaterial. Bei den Holbrennchips venäjischer
Provenienz gibt es jetzt allerdings politisch zu sehende
Nachschubstockungen.

> Kürzlich ging durch die Medien, dass Olkiluoto Block 3 
> wieder steht. 
> 
> Baubeginn war 2005, geplante Bauzeit 5 Jahre und 3 Mrd. € Kosten. Bis 
> heute noch nicht im Wirkbetrieb und Kosten wohl über 10 Mrd.€. 
> 
> https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Olkiluoto#Block_3_%E2%80%93_Europ%C3%A4ischer_Druckwasserreaktor_(EPR) 

Es gibt schon noch vier Reaktoren in der Stromerzeugung, wobei
Olkiluoto Block 2, nun ja, etwas eigenwilliges Verhalten zeigt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Olkiluoto#Allgemeines

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#561259

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2022-07-14 20:21 +0200
Message-ID<tapmkv$2pghk$1@dont-email.me>
In reply to#561237
Am 14.07.2022 um 15:25 schrieb Martin K.:
> Dr. Joachim Neudert schrieb am Donnerstag, 14. Juli 2022 um 13:46:44 UTC+2:
>> Aber die Finnen betreiben funktionierende Kernkraftwerke.
> 
> Der Witz war gut :-)

Zweifellos. Jedenfalls steht Finnland deutlich besser als DE da.

https://app.electricitymaps.com/zone/FI

-- 
"Auf der PK einen Tag nach dem Deepfake-Schock zeigt sich Giffey immer 
noch zerknirscht, aber bedankt sich auch für die vielen 
Solidaritätsbekundungen, die sie von überall her erhalten hat, sogar ein 
Prinz aus Ghana habe sich gemeldet, der ihr mehrere Millionen Dollar 
spenden will."
                            —Martin Eimermacher @marteimer

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#561264

From"Martin K." <MartinKobil@epost.de>
Date2022-07-14 14:48 -0700
Message-ID<c87b3ca5-20ec-487b-84bd-00f50936a279n@googlegroups.com>
In reply to#561259
Lars Gebauer schrieb am Donnerstag, 14. Juli 2022 um 20:18:10 UTC+2:
> Am 14.07.2022 um 15:25 schrieb Martin K.: 
> > Dr. Joachim Neudert schrieb am Donnerstag, 14. Juli 2022 um 13:46:44 UTC+2: 
> >> Aber die Finnen betreiben funktionierende Kernkraftwerke. 
> > 
> > Der Witz war gut :-)
> Zweifellos. Jedenfalls steht Finnland deutlich besser als DE da. 

Ganz bestimmt nicht. Finnland hat aktuell ca. 8,5 GW Strombedarf und
muss davon rund 25% importieren. 

Finnischer AKW Strom kommt gerade lediglich rund 1,8 GW aus Block 1 und 2.

https://energy-charts.info/charts/price_spot_market/chart.htm?l=de&c=FI&stacking=stacked_absolute_area&week=28&legendItems=111101

Wenn Deutschland 25% Strom importieren müsste, wären das rund 
14 GW oder anders ausgedrückt 14 AKWs mit je 1 GW Leistung.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#561271

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2022-07-14 23:19 -0700
Message-ID<062c5a49-d4e6-444f-8ac1-6313907123f6n@googlegroups.com>
In reply to#561264
Martin K. schrieb am Donnerstag, 14. Juli 2022 um 23:48:39 UTC+2:
> Lars Gebauer schrieb am Donnerstag, 14. Juli 2022 um 20:18:10 UTC+2: 
> > Am 14.07.2022 um 15:25 schrieb Martin K.: 
> > > Dr. Joachim Neudert schrieb am Donnerstag, 14. Juli 2022 um 13:46:44 UTC+2:

> > >> Aber die Finnen betreiben funktionierende Kernkraftwerke. 
> > > 
> > > Der Witz war gut


> > Zweifellos. Jedenfalls steht Finnland deutlich besser als DE da.

> Ganz bestimmt nicht. Finnland hat aktuell ca. 8,5 GW Strombedarf und 

Es sei noch angefügt, daß Uniper-Eigner Fortum zu mehr
als der Hälfte in finnischem Staatsbesitz steht.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#561294

From"Martin K." <MartinKobil@epost.de>
Date2022-07-15 02:21 -0700
Message-ID<2cd3cf72-d307-4cc3-8f6f-1726917939d5n@googlegroups.com>
In reply to#561271
Ulf Kutzner schrieb am Freitag, 15. Juli 2022 um 08:19:17 UTC+2:
> Martin K. schrieb am Donnerstag, 14. Juli 2022 um 23:48:39 UTC+2: 
> > Lars Gebauer schrieb am Donnerstag, 14. Juli 2022 um 20:18:10 UTC+2: 
> > > Am 14.07.2022 um 15:25 schrieb Martin K.: 
> > > > Dr. Joachim Neudert schrieb am Donnerstag, 14. Juli 2022 um 13:46:44 UTC+2: 
> 
> > > >> Aber die Finnen betreiben funktionierende Kernkraftwerke. 
> > > > 
> > > > Der Witz war gut
> > > Zweifellos. Jedenfalls steht Finnland deutlich besser als DE da. 
> 
> > Ganz bestimmt nicht. Finnland hat aktuell ca. 8,5 GW Strombedarf und
> Es sei noch angefügt, daß Uniper-Eigner Fortum zu mehr 
> als der Hälfte in finnischem Staatsbesitz steht.

Ja. Finnland wird in Deutschland immer als Musterbeispiel für gelungene 
Atomstromnutzung genannt, aber warum fehlen denen rund 25% Strom?

Weil Olkiluoto Block 3 in 2010 hätte in Betrieb gehen sollen, Block 4 nach 
den Erfahrungen mit Block 3 keiner mehr angehen will und beim geplanten
 Hanhikivi 1 würden die Russen mit im Boot sitzen. Und in 2027/2030 
ist das Ende von Loviisa Block 1 und 2.

Die Finnen kämpfen mit ähnlichen Problemen wie Frankreich mit ihre
Atomkraft. Dabei hätten beide Länder beste Standorte für Wind und
Wasser. Frankreich auch für PV.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#561312

Fromspamfalle2@arcor.de (Marc Stibane)
Date2022-07-15 15:53 +0200
Message-ID<1pv55d9.xyptfmofdd0yN@marc.my-fqdn.de>
In reply to#561294
Martin K. <MartinKobil@epost.de> wrote:

> Die Finnen kämpfen mit ähnlichen Problemen wie Frankreich mit ihre
> Atomkraft. Dabei hätten beide Länder beste Standorte für Wind und
> Wasser. Frankreich auch für PV.

Die Franzosen brauchen Nukleartechnik für ihre -Bomben. Und wenn man
sich eh schon mit spaltbarem Material befasst, dann halt gleich richtig
so dass man Skalierungsgewinne mitnehmen kann.
Nur dazu muss die Technik auch funktionieren und nicht dauernd
Reparaturen benötigen.

-- 
In a world without walls and fences,
   who needs windows and gates?

[toc] | [prev] | [standalone]


Back to top | Article view | ger.ct


csiph-web