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Groups > ger.ct > #534015 > unrolled thread

Ich bin der Hass ...

Started byHerwig <herwig.huener@t-online.de>
First post2021-12-16 16:11 -0800
Last post2021-12-17 04:40 -0800
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  Ich bin der Hass ... Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2021-12-16 16:11 -0800
    Re: Ich bin der Hass ... Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2021-12-17 06:59 +0100
      Re: Ich bin der Hass ... Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2021-12-17 04:35 -0800
    Re: Ich bin der Hass ... Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2021-12-17 06:13 +0000
      Re: Ich bin der Hass ... Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2021-12-17 04:40 -0800

#534015 — Ich bin der Hass ...

FromHerwig <herwig.huener@t-online.de>
Date2021-12-16 16:11 -0800
SubjectIch bin der Hass ...
Message-ID<3febe0bd-4013-4688-81b4-91dd16fc5009n@googlegroups.com>
2021-12-17 01:12:00 +0100

... und warum auch nicht. Der Hass hat in den Medien
und in der Politik in letzter Zeit eine schlechte Presse.
Warum eigentlich?

Hass ist ein primäres Gefühl, genau wie die Liebe.
Jeder darf hassen. Es darf auch geäussert werden,
dass und wen man hasst, und vielleicht warum (wenn
die Begründung wahr ist). Erst der Aufruf zu Taten,
um den/das/die gehasste zu schädigen ist
justiziabel.

Ausserdem wäre ein Universum, in dem es keinen
Hass gibt, aber die ProgrammierSprache Cobol,
irgendwie inkonsistent.

Und allein um diese Aussage ungestraft machen
zu können lohnt sich das RentnerDasein!

Herwig

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#534032

FromMartin Ebert <mx300@gmx.net>
Date2021-12-17 06:59 +0100
Message-ID<sph906$pt9$1@dont-email.me>
In reply to#534015
Am 17.12.21 um 01:11 schrieb Herwig:

> Hass ist ein primäres Gefühl, genau wie die Liebe.

Quelle erwünscht - ist das wirklich der Stand der Wissenschaften?

> Jeder darf hassen.

Das geht mir völlig ab.

Ich habe ja schon beruflich so einige aufgesammelt, die mir
missgünstig wollten oder wollen. Das nehme ich zur Kenntnis
und  arbeite es ab. Ich will nicht bestreiten, dass anfangs
auch Gefühle im Spiel sind.

Aber hassen?

Tatsächlich wurde mir diese Frage ("Wen hasst Du?") mehrfach
gestellt, interessanterweise oft in christlichen Kreisen.

Ich hab schon den einen oder anderen niedergekämpft, das bleibt
beruflich nicht aus. Da habe ich mich immer an die Regel "tritt
nie auf jemanden ein, der am Boden liegt" gehalten.

Niederlagen hatte ich wohl auch schon, das kommt vor.

Aber ich wüsste nicht ansatzweise, wen ich hassen sollte.

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#534088

FromHerwig <herwig.huener@t-online.de>
Date2021-12-17 04:35 -0800
Message-ID<3daa8584-447c-4fe8-82e2-e689265d771bn@googlegroups.com>
In reply to#534032
2021-12-17 13:36:00 +0100

> ...

> Aber ich wüsste nicht ansatzweise, wen ich hassen sollte.

Interessante Überlegung.

Gerade, wenn man in einer SelbstVerteidigungsSituation ist,
so dass die Anwendung von Gewalt geboten scheint, dann
ist der Verzicht auf Hass wichtig, weil man sonst beim
Abdrücken keine ruhige Hand hat.

Ich "hasse" alle, die der wissenschaftlichen DenkWeise so
ferne sind, dass sich Diskussionen, die dem InteresseAusgleich
dienen, nicht führen lassen. Aber auch da ist es so: Wenn
ich gewonnen habe und auf dem SchlachtFeld triumphiere,
dann ist der Hass weg.

Mal einfache FangFrage: Darf man Nazis hassen?

Herwig

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#534036

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2021-12-17 06:13 +0000
Message-ID<sph9qa$blo$1@solani.org>
In reply to#534015
Herwig <herwig.huener@t-online.de> wrote:
> 2021-12-17 01:12:00 +0100
> 
> ... und warum auch nicht. Der Hass hat in den Medien
> und in der Politik in letzter Zeit eine schlechte Presse.
> Warum eigentlich?
> 
> Hass ist ein primäres Gefühl, genau wie die Liebe.
> Jeder darf hassen. Es darf auch geäussert werden,
> dass und wen man hasst, und vielleicht warum (wenn
> die Begründung wahr ist). Erst der Aufruf zu Taten,
> um den/das/die gehasste zu schädigen ist
> justiziabel.
> 
> Ausserdem wäre ein Universum, in dem es keinen
> Hass gibt, aber die ProgrammierSprache Cobol,
> irgendwie inkonsistent.
> 
> Und allein um diese Aussage ungestraft machen
> zu können lohnt sich das RentnerDasein!
> 
> Herwig
> 
> 
> 

Du siehst: da war das Christentum schon vor 2000 Jahren sehr viel weiter
als Du.
Das war damals ziemlich  revolutionär. 
Und ist es offenbar heute immer noch.

Wie auch immer das mit der Nachwelt sein sollte: das Zusammenleben der
Menschen auf Erden wird im neuen Testament besser begründet und
organisiert. Durch Nächstenliebe, nicht Nächstenhaß.

Das kam den Römern zwar seltsam vor aber einige Jahre später war es dann
auch schon dort die Staatsreligion.

-- 
please forgive my iPhone typos

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#534089

FromHerwig <herwig.huener@t-online.de>
Date2021-12-17 04:40 -0800
Message-ID<384f560b-1cd9-4a84-8bfe-e14e11ad90dbn@googlegroups.com>
In reply to#534036
2021-12-17 13:41:00 +0100 

> ...

> Wie auch immer das mit der Nachwelt sein sollte: das Zusammenleben der 
> Menschen auf Erden wird im neuen Testament besser begründet und 
> organisiert. Durch Nächstenliebe, nicht Nächstenhaß.

Das der grösste Teil der GewaltAnwendung im FamilienKreis passiert
gibt Dir nicht zu denken?

Abstand halten, NichtAgriffsPakt, RechtsStaat und eine effiziente Justiz,
leben und leben lassen, - das sind die BauSteine der Friedfertigkeit.

Warum jemand friedfertig ist, das interessiert keinen grossen Geist
(Zitat Karlsson vom Dach, von Frau LindenGrün).

Herwig

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