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Groups > ger.ct > #504609 > unrolled thread
| Started by | Herwig <herwig.huener@t-online.de> |
|---|---|
| First post | 2021-06-09 20:28 -0700 |
| Last post | 2021-06-15 14:26 +0200 |
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"Räder müssen rollen..." Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2021-06-09 20:28 -0700
Re: "Räder müssen rollen..." Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2021-06-10 09:14 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2021-06-11 09:55 -0700
Re: "Räder müssen rollen..." Wolf gang P u f f e <remail@gmx.com> - 2021-06-12 12:01 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2021-06-12 15:41 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-06-12 17:36 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Wolf gang P u f f e <remail@gmx.com> - 2021-06-13 17:51 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2021-06-14 04:02 -0700
Re: "Räder müssen rollen..." Wolf gang P u f f e <remail@gmx.com> - 2021-06-14 21:25 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-06-13 22:55 -0700
Re: "Räder müssen rollen..." Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2021-06-14 03:49 -0700
Re: "Räder müssen rollen..." Stephan Bumberger <bumberger@gmx.de> - 2021-06-14 13:48 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-06-14 04:52 -0700
Re: "Räder müssen rollen..." Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2021-06-15 05:49 -0700
Re: "Räder müssen rollen..." Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2021-06-14 04:08 -0700
Re: "Räder müssen rollen..." Matthias Eißing <meissing@gmx.de> - 2021-06-14 13:12 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2021-06-11 21:14 -0700
Re: "Räder müssen rollen..." Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2021-06-12 06:49 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-06-11 22:39 -0700
Re: "Räder müssen rollen..." Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2021-06-12 15:45 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2021-06-12 15:30 +0000
Re: "Räder müssen rollen..." Martin Τrautmann <t-usenet@gmx.net> - 2021-06-15 13:28 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-06-15 13:35 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Martin Τrautmann <t-usenet@gmx.net> - 2021-06-15 17:46 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-06-15 18:31 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Gerhard Hoffmann <dk4xp@arcor.de> - 2021-06-12 11:06 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2021-06-12 15:44 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-06-12 17:07 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2021-06-14 08:42 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-06-14 12:11 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2021-06-14 03:57 -0700
Re: "Räder müssen rollen..." Wolf gang P u f f e <remail@gmx.com> - 2021-06-13 17:58 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2021-06-13 18:58 +0200
Re: "Räder müssen rollen..." Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2021-06-14 03:55 -0700
Re: "Räder müssen rollen..." Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-06-15 14:26 +0200
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| From | Herwig <herwig.huener@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2021-06-09 20:28 -0700 |
| Subject | "Räder müssen rollen..." |
| Message-ID | <c7fab6f0-eccd-4a99-97c2-35646f2e142en@googlegroups.com> |
2021-06-10 05:29:00 +0200
So fängt irgendeine WahlWerbung für die AfD an -
und schon bemerkt jemand, dass die Nazis dieselbe
Floskel hatten ("Räder müssen rollen für den Sieg").
Irgendwie sind diese weit hergeholten NaziVergleiche
schon peinlich.
Es geht sogar mit bloss einem einzigen Wort. In
unserer Schule, in den 60-ger Jahren, im
MathematikUnterricht, wurde das Wort
"EndLösung" gerügt. Und einige Jahre später,
in meiner DiplomArbeit, verwendete ich das
Wort "begasen", als es um die SchutzAtmosphäre
in einer KristallZuchtAnlage ging. Wohlgemerkt:
"begasen", nicht "vergasen".
Muss man bei jedem öffentlich geäusserten
Text jeden Satz mit jedem Satz aus "Mein
Kampf" vergleichen?
Da wüsste ich übrigens eine schöne
FreiZeitBeschäftigung: Den GesamtText
der Bibel mit dem GesamtText von
"Mein Kampf" abgleichen. Man wird bestimmt
fündig.
Der Begriff "NaziSprache" ist ausschliesslich
dazu geeignet, den Andersdenkenden zu
verunglimpfen und in die rechte Ecke zu
stellen.
Herwig
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| From | Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2021-06-10 09:14 +0200 |
| Message-ID | <1q8kzef6odnil.1tejrv3bzwnc7.dlg@40tude.net> |
| In reply to | #504609 |
Am Wed, 9 Jun 2021 20:28:05 -0700 (PDT) schrieb Herwig:
> 2021-06-10 05:29:00 +0200
>
> So fängt irgendeine WahlWerbung für die AfD an -
> und schon bemerkt jemand, dass die Nazis dieselbe
> Floskel hatten ("Räder müssen rollen für den Sieg").
> Irgendwie sind diese weit hergeholten NaziVergleiche
> schon peinlich.
Weit hergeholt?
Ich habe Deine Überschrift gelesen, und im Geiste gleich "für den Sieg!"
ergänzt.
> Es geht sogar mit bloss einem einzigen Wort. In
> unserer Schule, in den 60-ger Jahren, im
> MathematikUnterricht, wurde das Wort
> "EndLösung" gerügt.
Auch das ist ein feststehender Begriff aus dem 1000jährigen Reich.
> Und einige Jahre später,
> in meiner DiplomArbeit, verwendete ich das
> Wort "begasen", als es um die SchutzAtmosphäre
> in einer KristallZuchtAnlage ging. Wohlgemerkt:
> "begasen", nicht "vergasen".
Und? Hat das jemand kritisiert?
Ein Mitschüler von mir studierte Architektur. Als wir uns viele Jahre
später mal trafen und unterhielten, erzählte er mir, daß das Wort
"Gasbeton" in seiner Branche verpönt sei - man solle "Porenbeton" sagen.
Ich kenne niemanden, auf der Baustelle, der "Porenbeton" sagt. Das ist auf
dem selben Niveau wie "Schraubendreher" oder "Gliedermaßstab".
Grüße,
Frank
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| From | Herwig <herwig.huener@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2021-06-11 09:55 -0700 |
| Message-ID | <5de93c43-9e5c-4dbd-a905-8666cf0f258bn@googlegroups.com> |
| In reply to | #504618 |
2021-06-11 18:55:00 +0200 > ... >> Auch das ist ein feststehender Begriff aus dem 1000jährigen Reich. "Tausend Jahre sind vor dir wie ein Tag". Welche Nazi-Publikation war das noch? (Dies Zitat lässt RückSchlüsse auf die ProzessorTaktung von "Gott zu. Er kann offenbar ungefähr 365_000 mal schneller denken als ein Mensch. Also maximal 365_000 Betende gleichzeitig. Ein bischen wenig für eine MainStream-Religion.) > ... > > Und einige Jahre später, > > in meiner DiplomArbeit, verwendete ich das > > Wort "begasen", als es um die SchutzAtmosphäre > > in einer KristallZuchtAnlage ging. Wohlgemerkt: > > "begasen", nicht "vergasen". > Und? Hat das jemand kritisiert? Ja - mein damaliger Betreuer. Das Wort hat es nicht in das Produkt geschafft. > Ein Mitschüler von mir studierte Architektur. Als wir uns viele Jahre > später mal trafen und unterhielten, erzählte er mir, daß das Wort > "Gasbeton" in seiner Branche verpönt sei - man solle "Porenbeton" sagen. Hatte ich nicht hier einmal den "practical joke" beschrieben, ein Konzert mit BlasInstrumenten und Gesang im UnterhaltungsWert aufzupeppen, indem man Helium in den Raum einbringt? Ist damals nicht sofort jemand auf die Palme gesprungen, weil man so Leute ohne deren Wissen und Einverständnis "vergast"? Herwig
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| From | Wolf gang P u f f e <remail@gmx.com> |
|---|---|
| Date | 2021-06-12 12:01 +0200 |
| Message-ID | <sa20iv$1lg$1@dont-email.me> |
| In reply to | #504618 |
Am 10.06.2021 um 09:14 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Wed, 9 Jun 2021 20:28:05 -0700 (PDT) schrieb Herwig:
>
>> 2021-06-10 05:29:00 +0200
>>
>> So fängt irgendeine WahlWerbung für die AfD an -
>> und schon bemerkt jemand, dass die Nazis dieselbe
>> Floskel hatten ("Räder müssen rollen für den Sieg").
>> Irgendwie sind diese weit hergeholten NaziVergleiche
>> schon peinlich.
>
> Weit hergeholt?
>
> Ich habe Deine Überschrift gelesen, und im Geiste gleich "für den Sieg!"
> ergänzt.
An diesen Dingen erkennt man, ob man selbst schon ideologisch irre
gemacht wurde. Im erstem Moment mag man diese Wortkombination mit der
Vergangenheit assoziieren, aber wenn man dann inne hält und mal darüber
nachdenkt... ist es einfach nur lächerlich.
Es sind Worte die Bedeuten, dass etwas einfach nur funktionieren soll,
nichts mehr und nichts weniger.
Genauso wie Brot einfach nur Brot ist, das Hunger stillen soll.
Nazis haben auch Brot gegessen. Und?
Sollte deswegen das Essen von Brot verboten werden?
>
>> Es geht sogar mit bloss einem einzigen Wort. In
>> unserer Schule, in den 60-ger Jahren, im
>> MathematikUnterricht, wurde das Wort
>> "EndLösung" gerügt.
>
> Auch das ist ein feststehender Begriff aus dem 1000jährigen Reich.
Es ist ein Wort, welches in einem Zusammenhang missbraucht wurde.
Na und?
Man sollte doch immer die Täter(!) bestrafen, nicht die Opfer!
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| From | Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2021-06-12 15:41 +0200 |
| Message-ID | <1uu385tv8se33$.1272vbgwz2mrs$.dlg@40tude.net> |
| In reply to | #504898 |
Am Sat, 12 Jun 2021 12:01:42 +0200 schrieb Wolf gang P u f f e:
> Am 10.06.2021 um 09:14 schrieb Frank Hucklenbroich:
>> Am Wed, 9 Jun 2021 20:28:05 -0700 (PDT) schrieb Herwig:
>>
>>> 2021-06-10 05:29:00 +0200
>>>
>>> So fängt irgendeine WahlWerbung für die AfD an -
>>> und schon bemerkt jemand, dass die Nazis dieselbe
>>> Floskel hatten ("Räder müssen rollen für den Sieg").
>>> Irgendwie sind diese weit hergeholten NaziVergleiche
>>> schon peinlich.
>>
>> Weit hergeholt?
>>
>> Ich habe Deine Überschrift gelesen, und im Geiste gleich "für den Sieg!"
>> ergänzt.
>
> An diesen Dingen erkennt man, ob man selbst schon ideologisch irre
> gemacht wurde. Im erstem Moment mag man diese Wortkombination mit der
> Vergangenheit assoziieren, aber wenn man dann inne hält und mal darüber
> nachdenkt... ist es einfach nur lächerlich.
Dann nenne mir doch mal einen anderen bekannten Slogan, der mit "Räder
müssen rollen..." beginnt. Ich kenne tatsächlich keinen. Nicht einmal
Bahnwerbung.
Das ist ein feststehender Spruch, ähnlich wie "Hart wie Kruppstahl..." oder
"Arbeit macht frei".
> Es sind Worte die Bedeuten, dass etwas einfach nur funktionieren soll,
> nichts mehr und nichts weniger.
> Genauso wie Brot einfach nur Brot ist, das Hunger stillen soll.
> Nazis haben auch Brot gegessen. Und?
> Sollte deswegen das Essen von Brot verboten werden?
Das ist ein Unterschied, das oben war ein Spruch in einem ganz speziellen
Kontext, der seitdem eindeutig besetzt ist. Es steht ja jedem frei, solche
Sprüche zu benutzen, sie müssen dann aber damit rechnen, in eine bestimmte
Schubalde gesteckt zu werden.
>>> Es geht sogar mit bloss einem einzigen Wort. In
>>> unserer Schule, in den 60-ger Jahren, im
>>> MathematikUnterricht, wurde das Wort
>>> "EndLösung" gerügt.
>>
>> Auch das ist ein feststehender Begriff aus dem 1000jährigen Reich.
>
> Es ist ein Wort, welches in einem Zusammenhang missbraucht wurde.
Ja, und seitdem ist es verbrannt.
> Na und?
> Man sollte doch immer die Täter(!) bestrafen, nicht die Opfer!
Dann sollte man sich nicht das Vokabular der Täter zu eigen machen.
Und da ist die "Endlösung" anders zu bewerten als "Brot".
Grüße,
Frank
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
|---|---|
| Date | 2021-06-12 17:36 +0200 |
| Message-ID | <sa2kag$4i5$1@dont-email.me> |
| In reply to | #504956 |
Am 12.06.2021 um 15:41 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Dann nenne mir doch mal einen anderen bekannten Slogan, der mit "Räder
> müssen rollen..." beginnt. Ich kenne tatsächlich keinen. Nicht einmal
> Bahnwerbung.
Der Slogan *war* Bahnwerbung. Allerdings aus den 40ern.
Ansonsten findest Du das Motiv an gut 1.000 anderen Stellen, wann immer
es um eine besondere Anstrengung zur Erreichung eines Zieles geht.
> Das ist ein Unterschied, das oben war ein Spruch in einem ganz speziellen
> Kontext, der seitdem eindeutig besetzt ist. Es steht ja jedem frei, solche
> Sprüche zu benutzen, sie müssen dann aber damit rechnen, in eine bestimmte
> Schubalde gesteckt zu werden.
Schwierig, schwierig. Denn es kommt immer darauf an, wer wen in eine
bestimmte Schublade steckt.
Bspw. steckt Dietz mich ja auch gerne in gewisse Schubladen. Was mich
allerdings eher belustigt und bestätigt.
>>> Auch das ist ein feststehender Begriff aus dem 1000jährigen Reich.
>>
>> Es ist ein Wort, welches in einem Zusammenhang missbraucht wurde.
>
> Ja, und seitdem ist es verbrannt.
Damit läßt Du Dir von den Nazis Deine Sprache vorschreiben. Was ich, für
mich, nicht ganz so toll finde.
--
"Is' ohne Frühstück."
--Sunny
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| From | Wolf gang P u f f e <remail@gmx.com> |
|---|---|
| Date | 2021-06-13 17:51 +0200 |
| Message-ID | <sa59f2$67k$1@dont-email.me> |
| In reply to | #504956 |
Am 12.06.2021 um 15:41 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Sat, 12 Jun 2021 12:01:42 +0200 schrieb Wolf gang P u f f e:
>
>> Am 10.06.2021 um 09:14 schrieb Frank Hucklenbroich:
>>> Am Wed, 9 Jun 2021 20:28:05 -0700 (PDT) schrieb Herwig:
>>>
>>>> 2021-06-10 05:29:00 +0200
>>>>
>>>> So fängt irgendeine WahlWerbung für die AfD an -
>>>> und schon bemerkt jemand, dass die Nazis dieselbe
>>>> Floskel hatten ("Räder müssen rollen für den Sieg").
>>>> Irgendwie sind diese weit hergeholten NaziVergleiche
>>>> schon peinlich.
>>>
>>> Weit hergeholt?
>>>
>>> Ich habe Deine Überschrift gelesen, und im Geiste gleich "für den Sieg!"
>>> ergänzt.
>>
>> An diesen Dingen erkennt man, ob man selbst schon ideologisch irre
>> gemacht wurde. Im erstem Moment mag man diese Wortkombination mit der
>> Vergangenheit assoziieren, aber wenn man dann inne hält und mal darüber
>> nachdenkt... ist es einfach nur lächerlich.
>
> Dann nenne mir doch mal einen anderen bekannten Slogan, der mit "Räder
> müssen rollen..." beginnt.
Es geht doch nicht darum, ob der Spruch schon für verschiedene Dinge
gebraucht wurde, sondern dass es hier einfach nur um die sinnbildliche
Verdeutlichung geht, dass etwas laufen muss.
Wie ich oben schon schrieb, man zuckt zwar kurz zusammen wenn man die
Vergangenheit kennt (eine kurzer Gedenkmoment), und im nächsten Moment
geht das Leben weiter.
> Das ist ein feststehender Spruch, ähnlich wie "Hart wie Kruppstahl..." oder
Ein Vergleich, den ich auch heute gebrauchen würde, um eine Härte mit
etwas zu vergleichen. Wer hier Gewissensbisse hat, kann das gern für
sich anders handhaben dürfen.
> "Arbeit macht frei".
OK, der Spruch war an einem KZ-Tor.
Das ist dann schon ein etwas anderer Kontext, finde ich.
>
>> Es sind Worte die Bedeuten, dass etwas einfach nur funktionieren soll,
>> nichts mehr und nichts weniger.
>> Genauso wie Brot einfach nur Brot ist, das Hunger stillen soll.
>> Nazis haben auch Brot gegessen. Und?
>> Sollte deswegen das Essen von Brot verboten werden?
>
> Das ist ein Unterschied, das oben war ein Spruch in einem ganz speziellen
> Kontext, der seitdem eindeutig besetzt ist. Es steht ja jedem frei, solche
> Sprüche zu benutzen, sie müssen dann aber damit rechnen, in eine bestimmte
> Schubalde gesteckt zu werden.
Auf die Schublade komme ich noch zurück.
>
>>>> Es geht sogar mit bloss einem einzigen Wort. In
>>>> unserer Schule, in den 60-ger Jahren, im
>>>> MathematikUnterricht, wurde das Wort
>>>> "EndLösung" gerügt.
>>>
>>> Auch das ist ein feststehender Begriff aus dem 1000jährigen Reich.
>>
>> Es ist ein Wort, welches in einem Zusammenhang missbraucht wurde.
>
> Ja, und seitdem ist es verbrannt.
Ansichtssache.
>
>> Na und?
>> Man sollte doch immer die Täter(!) bestrafen, nicht die Opfer!
>
> Dann sollte man sich nicht das Vokabular der Täter zu eigen machen.
Wenn man es mit der eigenen Sprache schon so genau nehmen möchte, dann
sollte man sich nicht mit der Schubladensteckerei der Methoden der Nazis
bedienen, die auch mit Verallgemeinerung und Schubladeneinordnungen
wie z.B. "der Russe, der Jude, der Kommunist usw." eine Grundlage für
die Massenmorde schufen.
>
> Und da ist die "Endlösung" anders zu bewerten als "Brot".
Ansichtssache.
Begriffe wie Parteigenosse, Zersetzung, Kulturschaffende werden auch
genutzt, ohne dass sich jemand daran hochzieht.
Vielleicht eine interessante Webseite zu dem Thema.
https://www.dw.com/de/verbrannte-w%C3%B6rter-sprechen-wir-noch-wie-die-nazis/a-47957180
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| From | Herwig <herwig.huener@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2021-06-14 04:02 -0700 |
| Message-ID | <3be555b5-d94c-41a5-8795-2281198cd696n@googlegroups.com> |
| In reply to | #505146 |
2021-06-14 13:03:00 +0200 > ... > > "Arbeit macht frei". > > OK, der Spruch war an einem KZ-Tor. > Das ist dann schon ein etwas anderer Kontext, finde ich. Wie wäre es rechtlich zu bewerten, wenn man diesen Spruch in das eigene schmiedeeiserne GartenTor einarbeitet und später (in der Verhandlung) darauf hinweisst, dass man die ZustellDienstleister von Amazon und Lieferando zu etwas mehr Schnelligkeit motivieren wollte? Es hat ja eine gewisse Logik: Wer schneller arbeitet, darf früher heimgehen. Also Kontext ArbeitsRecht. Herwig
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| From | Wolf gang P u f f e <remail@gmx.com> |
|---|---|
| Date | 2021-06-14 21:25 +0200 |
| Message-ID | <sa8abl$im4$1@dont-email.me> |
| In reply to | #505259 |
Am 14.06.2021 um 13:02 schrieb Herwig: > 2021-06-14 13:03:00 +0200 > >> ... > >>> "Arbeit macht frei". >> >> OK, der Spruch war an einem KZ-Tor. >> Das ist dann schon ein etwas anderer Kontext, finde ich. > > Wie wäre es rechtlich zu bewerten, wenn man diesen Spruch > in das eigene schmiedeeiserne GartenTor einarbeitet und > später (in der Verhandlung) darauf hinweisst, dass man die > ZustellDienstleister von Amazon und Lieferando zu etwas > mehr Schnelligkeit motivieren wollte? Es hat ja eine gewisse > Logik: Wer schneller arbeitet, darf früher heimgehen. Also > Kontext ArbeitsRecht. Wenn dich das wirklich interessiert, dann probiers aus. Mich interessiert die Antwort nicht.
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2021-06-13 22:55 -0700 |
| Message-ID | <9677e3a7-3a55-43e8-a1d0-3360012a2ed9n@googlegroups.com> |
| In reply to | #504956 |
Frank Hucklenbroich schrieb am Samstag, 12. Juni 2021 um 15:41:05 UTC+2: > Am Sat, 12 Jun 2021 12:01:42 +0200 schrieb Wolf gang P u f f e: > > > Am 10.06.2021 um 09:14 schrieb Frank Hucklenbroich: > >> Auch das ist ein feststehender Begriff aus dem 1000jährigen Reich. > > > > Es ist ein Wort, welches in einem Zusammenhang missbraucht wurde. > Ja, und seitdem ist es verbrannt. Seitdem muß die Sozialdemokratie ohne Parteigenossen auskommen, obwohl man ihnen...
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| From | Herwig <herwig.huener@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2021-06-14 03:49 -0700 |
| Message-ID | <f59edf55-7a32-47cf-9810-4a9d65397035n@googlegroups.com> |
| In reply to | #504956 |
2021-06-14 12:50:00 +0200 > ... > Das ist ein Unterschied, das oben war ein Spruch in einem ganz speziellen > Kontext, der seitdem eindeutig besetzt ist. Es steht ja jedem frei, solche > Sprüche zu benutzen, sie müssen dann aber damit rechnen, in eine bestimmte > Schubalde gesteckt zu werden. Und es sollte einem scheissegal sein. Ausgedachtes - aber nicht sehr ausgedachtes - Beispiel: Ich rüge einen PassivRauchenLasser mit dem Hinweis, er soll seine mobile GasKammer woanders testen. Gibt garantiert Ärger, je öffentlicher der Vorgang, desto mehr! Noch mehr Ärger gibt es, wenn sich herausstellt, dass der PassivRauchenLasser Jude ist. Dasselbe Szenario für mich selbst als Jude geht nicht, weil ich kein Jude bin. Allerdings leben wir in einem Land mit ReligionsFreiheit, und niemand kann mir verwehren, zeitlich begrenzt den moasischen Glauben anzunehmen, um solche sozialen Experimente zu machen. An die, die mich kennen: Keine Angst. Sowas (zeitweise Konvertierung) mache ich mit keiner Religion. Nicht mal mit einer Religion, die noch nie in der Geschichte BlutVergiessen katalysiert hat. Wenn es eine solche geben sollte. Herwig
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| From | Stephan Bumberger <bumberger@gmx.de> |
|---|---|
| Date | 2021-06-14 13:48 +0200 |
| Message-ID | <sa7fls$cpu$1@tota-refugium.de> |
| In reply to | #505251 |
Am 14.06.2021 um 12:49 schrieb Herwig: > Ausgedachtes - aber nicht sehr ausgedachtes - Beispiel: Ich rüge > einen PassivRauchenLasser mit dem Hinweis, er soll seine > mobile GasKammer woanders testen. Gibt garantiert Ärger, > je öffentlicher der Vorgang, desto mehr! Ich brauche mehr Input. Wo genau findet diese Rüge statt? Drinnen (wenn ja, wo genau) oder draußen? Abhängig davon könnte ich Dir auch sagen, was ich antworten würde. -- Stephan Jetzt dürfen wir wieder 10 Leute ohne Probleme treffen. Aber finde mal 10 Leute ohne Probleme.
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2021-06-14 04:52 -0700 |
| Message-ID | <a5062197-9cfb-487f-9032-965fb724ec88n@googlegroups.com> |
| In reply to | #505251 |
Herwig schrieb am Montag, 14. Juni 2021 um 12:49:11 UTC+2: > 2021-06-14 12:50:00 +0200 > Dasselbe Szenario für mich selbst als Jude geht nicht, > weil ich kein Jude bin. Allerdings leben wir in einem Land > mit ReligionsFreiheit, und niemand kann mir verwehren, > zeitlich begrenzt den moasischen Glauben anzunehmen, > um solche sozialen Experimente zu machen. > > An die, die mich kennen: Keine Angst. Sowas (zeitweise > Konvertierung) mache ich mit keiner Religion. Hast Du Glück. Gerade bei der von Dir erwähnten Religion soll es mit einer Selbstkonvertierungserklärung nicht getan sein. Gruß, ULF
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| From | Herwig <herwig.huener@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2021-06-15 05:49 -0700 |
| Message-ID | <1281999c-d3cd-4b44-9982-862e940b3467n@googlegroups.com> |
| In reply to | #505271 |
2021-06-15 14:50:00 +0200 > ... > > An die, die mich kennen: Keine Angst. Sowas (zeitweise > > Konvertierung) mache ich mit keiner Religion. > Hast Du Glück. Gerade bei der von Dir erwähnten > Religion soll es mit einer Selbstkonvertierungserklärung > nicht getan sein. Das würde aber dem Begriff einer Religion aufs höchste widersprechen. Ist Religion nun eine innere Haltung, oder die eingetragene Mitgliedschaft in einem eingetragenen Verein, oder ein Kreuzchen auf der SteuerErklärung? Wobei das mit der ReligionsZugehörigkeit / GruppenZugehörigkeit bei den Juden ein echtes Problem ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Wer_ist_Jude%3F Herwig Mist. Das Wort "SteuerErklärung" - irgendwas war da noch?
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| From | Herwig <herwig.huener@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2021-06-14 04:08 -0700 |
| Message-ID | <0925453a-7138-4b30-b321-6bc2e3b51b8en@googlegroups.com> |
| In reply to | #504956 |
2021-06-14 13:08:00 +0200 > > An Herwig: > Herwig, warum konstruierst Du mit Gewalt eine solche Diskussion? Weil es um wichtige Dinge geht - und der grosse polemische Zuspruch allhier bestätigt das. - Wir alle hier wollen schliesslich die Welt retten - oder sie wenigstens beherrschen. Ich kann statt dessen auch Teile vom Linux-Kernel vorlesen, wenn euch das lieber ist. Herwig
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| From | Matthias Eißing <meissing@gmx.de> |
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| Date | 2021-06-14 13:12 +0200 |
| Message-ID | <sa7dip$8s7$1@solani.org> |
| In reply to | #505256 |
Am 14.06.21 um 13:08 schrieb Herwig: > Ich kann statt dessen auch Teile vom Linux-Kernel vorlesen, > wenn euch das lieber ist. Lesen? Sehr gerne. Aber *schreibe* es bitte nicht hier rein :-) SCNR! -- cu://Matthias.Eißing.de
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| From | Herwig <herwig.huener@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2021-06-11 21:14 -0700 |
| Message-ID | <a02f3200-b0f1-4fb8-8815-167200f0cb34n@googlegroups.com> |
| In reply to | #504609 |
2021-06-12 06:15:00 +0200 > ... > Sei mir nicht böse, aber von weit hergeholt kann hier keine Rede sein. > Eher von Geschichts-Vergessenheit. ... Absolut nein. Ich lasse mir die Verwendung von Sprache nicht vorschreiben. Gerade lese ich in https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_90205860/afd-landesvorsitzende-hoecke-wegen-mutmasslicher-sa-floskel-angezeigt.html dass die Floskel "Alles für Deutschland" ebenfalls kontraindiziert sein soll. Bis zur Stunde war mir diese WortZusammensetzung als Nazi-Hinterlassenschaft nicht bekannt. > ... > ... Oder Blödheit: > Kurzes googeln ergibt Hinweise, dass der geschichtliche Kontext von > "Räder müssen rollen..." den Verantwortlichen bei der AfD durchaus > bekannt war. Ich kann nicht jeden Furz nachgooglen - irgendwann muss man ja auch mal inhaltliches schreiben. > Es gibt Floskeln, die sind noch für die nächsten 100 Jahre verbrannt, > und da gehört "Räder müssen rollen..." genauso dazu, wie "Arbeit macht > frei". "Arbeit macht frei" verwende ich, wenn der Kontext es erfordert. Übrigens wird es Zeit, einmal die NichtRaucher strafrechtlich zu belangen - Hitler war NichtRaucher, und als solche erkennbare NaziSymbole wie das NichtRauchen - man braucht ja nur ein bischen zu googlen - sind ja verboten. Herwig
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| From | Martin Ebert <mx300@gmx.net> |
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| Date | 2021-06-12 06:49 +0200 |
| Message-ID | <sa1ed7$h62$1@dont-email.me> |
| In reply to | #504860 |
Am 12.06.21 um 06:14 schrieb Herwig: >> Sei mir nicht böse, aber von weit hergeholt kann hier keine Rede sein. >> Eher von Geschichts-Vergessenheit. ... > Absolut nein. Ich lasse mir die Verwendung von Sprache nicht > vorschreiben. Gerade lese ich in Wie hältst Du es mit "Jedem das Seine"? BTW: Ich weine nicht oft. Als ich das am Originalort sah, kamen mir die Tränen. Mt
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
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| Date | 2021-06-11 22:39 -0700 |
| Message-ID | <0ad07248-b24f-4c9a-8e4e-e6dd388ff15en@googlegroups.com> |
| In reply to | #504863 |
Martin Ebert schrieb am Samstag, 12. Juni 2021 um 06:49:45 UTC+2: > Am 12.06.21 um 06:14 schrieb Herwig: > > Gerade lese ich in > Wie hältst Du es mit "Jedem das Seine"? > > BTW: Ich weine nicht oft. Als ich das am Originalort sah, > kamen mir die Tränen. Du willst am Originalort gewesen sein? Über so viel Dummheit eines selbsternannten Leistungsträgers muß ich weinen.
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| From | Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> |
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| Date | 2021-06-12 15:45 +0200 |
| Message-ID | <1pegt96m71wku$.1lrsdtvlayu3j$.dlg@40tude.net> |
| In reply to | #504863 |
Am Sat, 12 Jun 2021 06:49:42 +0200 schrieb Martin Ebert: > Am 12.06.21 um 06:14 schrieb Herwig: > >>> Sei mir nicht böse, aber von weit hergeholt kann hier keine Rede sein. >>> Eher von Geschichts-Vergessenheit. ... > >> Absolut nein. Ich lasse mir die Verwendung von Sprache nicht >> vorschreiben. Gerade lese ich in > > Wie hältst Du es mit "Jedem das Seine"? Daß der Spruch eine Nazi-Vergangenheit hat, lernte ich in der Tat erst im fortgeschrittenen Erwachsenenalter. In der Schule war das kein Thema. Da gab es eher die launige Ergänzung "Jedem das seine - mir das meine!". Grüße, Frank
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