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| Started by | Martin Τrautmann <t-usenet@gmx.net> |
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| First post | 2021-04-26 23:16 +0200 |
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[Corona] Meldeverzug Martin Τrautmann <t-usenet@gmx.net> - 2021-04-26 23:16 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Martin Τrautmann <t-usenet@gmx.net> - 2021-04-26 23:39 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2021-04-27 00:33 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Martin Τrautmann <t-usenet@gmx.net> - 2021-04-27 08:31 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2021-04-28 20:51 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Martin Τrautmann <t-usenet@gmx.net> - 2021-04-28 21:54 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-04-29 09:33 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2021-04-29 07:45 +0000
Re: [Corona] Meldeverzug Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-04-29 09:52 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-04-29 10:10 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2021-04-29 09:46 +0000
Re: [Corona] Meldeverzug Markus Luft <01-2021@news.marquee-moon.de> - 2021-04-29 09:22 +0000
Re: [Corona] Meldeverzug Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-04-29 11:43 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-04-29 10:10 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-04-29 10:34 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-04-29 10:44 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-04-29 10:58 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-04-29 11:53 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-04-29 11:56 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-04-29 11:58 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-04-29 12:19 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-04-29 12:05 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-04-29 12:22 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-04-29 12:34 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2021-04-29 18:31 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-04-29 18:49 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2021-04-30 09:35 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2021-04-30 14:19 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2021-04-29 19:39 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-04-29 19:55 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2021-04-29 20:07 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Johannes Leckebusch <jlnospam@johannes-leckebusch.de> - 2021-04-29 20:13 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Johannes Leckebusch <jlnospam@johannes-leckebusch.de> - 2021-04-29 20:28 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2021-04-29 18:42 +0000
Re: [Corona] Meldeverzug Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2021-04-29 21:01 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2021-04-29 22:24 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2021-04-30 09:27 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-04-29 11:02 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-04-29 11:03 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Markus Luft <01-2021@news.marquee-moon.de> - 2021-04-29 12:57 +0000
Re: [Corona] Meldeverzug Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2021-04-29 11:05 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-04-29 14:56 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2021-04-29 13:43 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-04-29 13:52 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2021-04-29 12:01 +0000
Re: [Corona] Meldeverzug Bernd Ohm <invalid@invalid.invalid> - 2021-04-29 14:05 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-04-29 14:54 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2021-04-29 18:44 +0000
Re: [Corona] Meldeverzug Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-04-29 15:19 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Bernd Ohm <invalid@invalid.invalid> - 2021-04-29 15:37 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-04-29 15:44 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2021-04-29 18:55 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-04-29 14:42 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2021-04-29 18:54 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-04-29 19:01 +0200
Re: [Corona] Meldeverzug "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-04-29 19:59 +0200
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| From | Martin Τrautmann <t-usenet@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2021-04-26 23:16 +0200 |
| Subject | [Corona] Meldeverzug |
| Message-ID | <slrns8ebdl.qdd.t-usenet@ID-685.user.individual.de> |
In <https://pbs.twimg.com/media/Ez7YPg8WUAEpGWs?format=png&name=small> sieht man den Meldeverzug, mit wie vielen Tagen Verspätung die Corona-Infektionen ans RKI gemeldet wurden. Viele Kreise melden noch am selben Tag und setzen das Diagnose-Datum als Erkrankungsdatum. Manche Kreise melden erst, wenn die Infektionsketten durchanalysiert sind und das mutmaßliche Ansteckungsdatum erkannt wird. Großer Ausreisser: Kreis Erfurt meldet im Mittel erst 6 Tage später die Erkrankungen ans RKI. Im März waren es noch 5,2 Tage. Viele Fälle werden also erst mehr als 7 Tage später gemeldet und fallen damit gleich ganz aus der Inzidenz-Berechnung heraus. Mit der Bundesnotbremse ist eine einheitliche und rasche Meldung, wie auch eine einheitliche Berechnungsmethode essentiell. Aber so können sich manche Kreise ihre Zahlen nahezu beliebig schönrechnen - und das RKI macht das mit, weil es die Inzidenz berechnet über die Zahlen von heute (ohne Kennnis kommender Nachmeldungen) gegenüber einer Fallzahl vor sieben Tagen, auf die auch die Nachmeldungen aufgeschlagen werden. Vergleicht man die Inzidenz mit und ohne Nachmeldungen, dann erhält man völlig unterschiedliche Verläufe.
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| From | Martin Τrautmann <t-usenet@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2021-04-26 23:39 +0200 |
| Message-ID | <slrns8ecnm.qdd.t-usenet@ID-685.user.individual.de> |
| In reply to | #498740 |
On Mon, 26 Apr 2021 23:16:36 +0200, Martin Τrautmann wrote: > In <https://pbs.twimg.com/media/Ez7YPg8WUAEpGWs?format=png&name=small> > sieht man den Meldeverzug, mit wie vielen Tagen Verspätung die > Corona-Infektionen ans RKI gemeldet wurden. > > Viele Kreise melden noch am selben Tag und setzen das Diagnose-Datum als > Erkrankungsdatum. Manche Kreise melden erst, wenn die Infektionsketten > durchanalysiert sind und das mutmaßliche Ansteckungsdatum erkannt wird. > > Großer Ausreisser: Kreis Erfurt meldet im Mittel erst 6 Tage später die > Erkrankungen ans RKI. Im März waren es noch 5,2 Tage. Zum Vergleich als Auswertung der zweiten Welle, von 1.10.2020 bis 31.1.2021: es fällt da vor allem in Brandenburg ein enormer Meldeverzug auf: Kreis, Meldeverzug: Potsdam 10,2 Tage Oder-Spree 6,4 Tage Cottbus 5,9 Tage Oberhavel 5,8 Tage Uckermark 5,4 Tage Dahme-Spree 4,7 Tage Auch Friesland fällt immer wieder mit hohem Meldeverzug auf, in dem Zeitraum 4,9 Tage. Die schicken die Zahlen wohl noch nicht per Fax, sondern per Brieftaube.
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| From | Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> |
|---|---|
| Date | 2021-04-27 00:33 +0200 |
| Message-ID | <5mrjlh-ggs41.ln1@hergen.spdns.de> |
| In reply to | #498740 |
Am 26.04.21 um 23:16 schrieb Martin Τrautmann: > In <https://pbs.twimg.com/media/Ez7YPg8WUAEpGWs?format=png&name=small> > sieht man den Meldeverzug, mit wie vielen Tagen Verspätung die > Corona-Infektionen ans RKI gemeldet wurden. Quelle? > Viele Fälle werden also erst mehr als 7 Tage später gemeldet Hmm - deiner o.g. Grafik nach liegt das das Maximum bei 6 Tagen, und betrifft auch nicht "viele Fälle", sondern nur einen einzigen Kreis. Was stimmt denn nun? > Mit der Bundesnotbremse ist eine einheitliche und rasche Meldung, wie > auch eine einheitliche Berechnungsmethode essentiell. Ja, derart einschneidende Maßnahmen an einer einzigen Kenngröße fest zu machen, und dann auch noch eine Datenquelle vorzugeben, die bekanntermaßen hinter dem Mond lebt, war wenig schlau. Das wurde ja auch schon im Vorfeld heftig kritisiert. Hierzustadt wurde leider am Samstag die Veröffentlichung tagesaktueller eigener Zahlen eingestellt, zugunsten der RKI-Mondzahlen. Das neue Gesetz fordere es so, heißt es. Immerhin schreiben sie aber gleich eine Prognose dazu, was das RKI morgen melden wird, falls der RKI-Praktikant die Zahlen rechtzeitig vom Fax abgetippt und in die Lochkarten gestanzt hat. ;-) > Aber so können sich manche Kreise ihre Zahlen nahezu beliebig > schönrechnen - und das RKI macht das mit, weil es die Inzidenz berechnet > über die Zahlen von heute (ohne Kennnis kommender > Nachmeldungen) gegenüber einer Fallzahl vor sieben Tagen, auf die auch > die Nachmeldungen aufgeschlagen werden. Das RKI berechnet nicht die Zahlen von heute "gegenüber" vor sieben Tagen, sondern es berechnet den *Mittelwert* aller sieben Tage. Auch Nachmeldungen schlagen sich darin voll nieder (wir erinnern uns: Summe aller Zahlen geteilt durch deren Anzahl), nur halt verzögert. Im Moment (bei fallenden Zahlen) bringt die Verzögerung eher Nachteile und beschert dem betroffenen Kreis ggf. ein paar Tage Lockdown mehr. > Vergleicht man die Inzidenz mit und ohne Nachmeldungen, dann erhält man > völlig unterschiedliche Verläufe. Nachmeldungen einfach wegzulassen, macht wenig Sinn. Irgendwo müssen die hin, wenn die Summe stimmen soll.
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| From | Martin Τrautmann <t-usenet@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2021-04-27 08:31 +0200 |
| Message-ID | <slrns8fbtf.qdd.t-usenet@ID-685.user.individual.de> |
| In reply to | #498744 |
On Tue, 27 Apr 2021 00:33:09 +0200, Hergen Lehmann wrote: > Am 26.04.21 um 23:16 schrieb Martin Τrautmann: > >> In <https://pbs.twimg.com/media/Ez7YPg8WUAEpGWs?format=png&name=small> >> sieht man den Meldeverzug, mit wie vielen Tagen Verspätung die >> Corona-Infektionen ans RKI gemeldet wurden. > > Quelle? 1) ich - selbst berechnet 2) ESRI: RKI-Daten siehe https://www.arcgis.com/home/item.html?id=f10774f1c63e40168479a1feb6c7ca74 >> Viele Fälle werden also erst mehr als 7 Tage später gemeldet > > Hmm - deiner o.g. Grafik nach liegt das das Maximum bei 6 Tagen, und > betrifft auch nicht "viele Fälle", sondern nur einen einzigen Kreis. Was > stimmt denn nun? Das Wort "Mittelwert". Wenn im Mittel die Fälle um 6 Tage verzögert gemeldet werden, dann liegen etliche gemeldete Fälle 7, 8, 9, 10 oder gar mehr Tage in der Vergangenheit. In Erfurt gibt es eine verblüffende Häufung, dass am 23.4. und 24.4. sehr viele Fälle für den 20.2. nachgemeldet wurden. >> Mit der Bundesnotbremse ist eine einheitliche und rasche Meldung, wie >> auch eine einheitliche Berechnungsmethode essentiell. > > Ja, derart einschneidende Maßnahmen an einer einzigen Kenngröße fest zu > machen, und dann auch noch eine Datenquelle vorzugeben, die > bekanntermaßen hinter dem Mond lebt, war wenig schlau. Das wurde ja auch > schon im Vorfeld heftig kritisiert. Das Problem ist, welche andere bessere Größe man nehmen soll. Die Auslastung der Intensivbetten oder die Sterbezahlen sind noch viel weniger geeignet, weil viel zu träge. Deren Zahlen sind nur im Nachhinein zur Auswertung der Wirkung einer Durchseuchungsstrategie interessant. > Hierzustadt wurde leider am Samstag die Veröffentlichung tagesaktueller > eigener Zahlen eingestellt, zugunsten der RKI-Mondzahlen. Das neue > Gesetz fordere es so, heißt es. So heißt es. So ein Quatsch. Man drückt sich nur davor, die Diskrepanz zwischen der selbst ermittelten, höheren, und der abgeflachten RKI-Zahlen erklären zu müssen. > Immerhin schreiben sie aber gleich eine Prognose dazu, was das RKI > morgen melden wird, falls der RKI-Praktikant die Zahlen rechtzeitig vom > Fax abgetippt und in die Lochkarten gestanzt hat. ;-) >> Aber so können sich manche Kreise ihre Zahlen nahezu beliebig >> schönrechnen - und das RKI macht das mit, weil es die Inzidenz berechnet >> über die Zahlen von heute (ohne Kennnis kommender >> Nachmeldungen) gegenüber einer Fallzahl vor sieben Tagen, auf die auch >> die Nachmeldungen aufgeschlagen werden. > > Das RKI berechnet nicht die Zahlen von heute "gegenüber" vor sieben > Tagen, sondern es berechnet den *Mittelwert* aller sieben Tage. Auch > Nachmeldungen schlagen sich darin voll nieder (wir erinnern uns: Summe > aller Zahlen geteilt durch deren Anzahl), nur halt verzögert. Gib mir bitte eine Beispielrechnung. Denn ich glaube nicht an eine gewichtete Berechnung der Zahlen dazwischen, sondern an simple 7TageInzidenz= (Meldezahl_heute - (Meldezahl_vor7Tagen + Nachmeldungen_bisvor7Tagen)) * 100000 / Bevölkerung_2020 >> Vergleicht man die Inzidenz mit und ohne Nachmeldungen, dann erhält man >> völlig unterschiedliche Verläufe. > > Nachmeldungen einfach wegzulassen, macht wenig Sinn. Irgendwo müssen die > hin, wenn die Summe stimmen soll. Nachmeldungen von vor 7 Tagen sind in den Meldezahlen von heute alle drin - nicht nur die vor 7 Tagen, sondern alle Tage. Auch in den Meldezahlen von vor 7 Tagen sind alle zum damaligen Zeitpunkt bekannten Nachmeldungen alle drin. Aber der Verlauf wird dadurch abgeflacht, dass zu den Zahlen von vor 7 Tagen noch alle inzwischen bekannten Nachmeldungen aufaddiert werden. Naturgemäß fehlen aber für die Meldezahlen von heute die noch kommenden Nachmeldungen auf heute. Ausgenommen davon ist wohl der LK Schwäbisch Hall. Die wissen heute schon, welche Zahlen sie in drei Wochen haben werden. Die haben den 1. April wohl sehr wörtlich genommen und wussten an dem Tag bereits, dass am 23. April ein junger Mann und eine ältere Frau erkranken werden. am 24. April ein Mann, am 25. April zwei Frauen. Auch am 2. April wussten sie bereits von vier weiteren Fällen am 25. April Am 3. April wussten sie bereits, dass eine ältere Frau am 8. April erkranken wird. Und bis 9. April gibt es weitere Meldungen auf die Zukunft. Sprich: Es wird viel Unfug gemeldet, weil simple Plausibilitätsprüfungen nicht stattfinden.
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| From | Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> |
|---|---|
| Date | 2021-04-28 20:51 +0200 |
| Message-ID | <qdnolh-vfo51.ln1@hergen.spdns.de> |
| In reply to | #498762 |
Am 27.04.21 um 08:31 schrieb Martin Τrautmann: > 2) ESRI: RKI-Daten > siehe > https://www.arcgis.com/home/item.html?id=f10774f1c63e40168479a1feb6c7ca74 Danke. > In Erfurt gibt es eine verblüffende Häufung, dass am 23.4. und 24.4. > sehr viele Fälle für den 20.2. nachgemeldet wurden. Sowas ist peinlich, aber passiert halt mal. Da wird man wohl einen Fehler in der Datenerhebung gefunden und mit deutscher Gründlichkeit nachträglich korrigiert haben. Aber letztlich sind das dann auch olle Kamellen, denn für die im April zu treffenden Maßnahmen spielen diese Nachmeldungen definitiv keine Rolle mehr. Böse wäre es, wenn aktuelle Fälle (bewusst?) so stark verzögert würden, das sie knapp aus der 7-Tage-Inzidenz heraus fallen. >> Ja, derart einschneidende Maßnahmen an einer einzigen Kenngröße fest zu >> machen, und dann auch noch eine Datenquelle vorzugeben, die >> bekanntermaßen hinter dem Mond lebt, war wenig schlau. Das wurde ja auch >> schon im Vorfeld heftig kritisiert. > > Das Problem ist, welche andere bessere Größe man nehmen soll. Für die Entscheidung über Gegenmaßnahmen hielte ich es für sinnvoll, die erste Ableitung noch mit hinein zu nehmen. "Inzidenz 150, letzte Woche waren wir noch bei 50" ist ein komplett anderes Kaliber als "Inzidenz 150, Tendenz fallend". Außerdem könnte man für die Entscheidung über regionale Lockdowns auch direkt die regional ermittelten Zahlen her nehmen. Die werden nicht genauer, indem die übergeordneten Behörden noch ein paar Tage darüber brüten. > Die Auslastung der Intensivbetten oder die Sterbezahlen sind noch viel > weniger geeignet, weil viel zu träge. Deren Zahlen sind nur im > Nachhinein zur Auswertung der Wirkung einer Durchseuchungsstrategie > interessant. Diese Zahlen sind überaus wichtig, um zu bewerten, ob überhaupt staatliche Eingriffe erforderlich sind. Solange die Kliniken die Lage im Griff haben, besteht keine Rechtfertigung für Grundrechtseingriffe. An anderen Stellen (Grippe, Verkehr, Kreislauferkrankungen durch Fehlernährung, etc.) nimmt man schließlich auch tausende Tote billigend in Kauf. Ja, sie kommen zu spät, um direkt als Entscheidungsgrundlage zu dienen, aber man sollte sie zumindest rückwirkend betrachten, um die Eingriffsschwellen regelmäßig neu zu justieren. Offenkundig gewürfelte Schwellen wie "165" starr in einem Gesetz fest zu schreiben, ist grober Unfug. >> Hierzustadt wurde leider am Samstag die Veröffentlichung tagesaktueller >> eigener Zahlen eingestellt, zugunsten der RKI-Mondzahlen. Das neue >> Gesetz fordere es so, heißt es. > > So heißt es. So ein Quatsch. Man drückt sich nur davor, die Diskrepanz > zwischen der selbst ermittelten, höheren, und der abgeflachten > RKI-Zahlen erklären zu müssen. Warum sollte man urplötzlich die Notwendigkeit dazu sehen, nachdem man zuvor monatelang eine recht hübsch (deutlich detailierter und vor allem aktueller als das RKI!) aufbereitete Regional-Statistik gebaut hatte? Und welche Diskrepanz? Die Zahlen kommen jetzt einfach später, weil sie erst mal von der Kreisbehörde an die Landesbehörde und von dort weiter ans RKI geschickt, dort abgestempelt, den langen Weg wieder zurück geschickt, und schließlich in die regionale Webseite eingearbeitet werden müssen. Aber es sind immer noch die selben Zahlen.
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| From | Martin Τrautmann <t-usenet@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2021-04-28 21:54 +0200 |
| Message-ID | <slrns8jfap.qdd.t-usenet@ID-685.user.individual.de> |
| In reply to | #498919 |
On Wed, 28 Apr 2021 20:51:06 +0200, Hergen Lehmann wrote: >> So heißt es. So ein Quatsch. Man drückt sich nur davor, die Diskrepanz >> zwischen der selbst ermittelten, höheren, und der abgeflachten >> RKI-Zahlen erklären zu müssen. > > Warum sollte man urplötzlich die Notwendigkeit dazu sehen, nachdem man > zuvor monatelang eine recht hübsch (deutlich detailierter und vor allem > aktueller als das RKI!) aufbereitete Regional-Statistik gebaut hatte? > > Und welche Diskrepanz? Die Zahlen kommen jetzt einfach später, weil sie > erst mal von der Kreisbehörde an die Landesbehörde und von dort weiter > ans RKI geschickt, dort abgestempelt, den langen Weg wieder zurück > geschickt, und schließlich in die regionale Webseite eingearbeitet > werden müssen. Aber es sind immer noch die selben Zahlen. Nein, sind sie eben nicht. Das Vorgehen ist uneinheitlich. Typischerweise wurden auf der Website sofort die Testergebnisse veröffentlicht, mindestens einmal am Tag, mancherorts aber auch mehrfach. Beim RKI sind (oder waren) die Meldefristen, dass bis 16 Uhr gemeldet werden muss, das dann auf 0:00 Uhr des Folgetages datiert wird, aber erst zwischen 8 und 10 Uhr des Folgetages auf der Website erscheint. Verzögerung 1. Manche Gesundheitsämter melden ans RKI aber erst die Zahlen, wenn sie komplett abgearbeitet sind, also z.B. die ganze Infektionskette aufgedröselt wurde. Diese Nachverfolgung kann mehrere Tage dauern. Ergo Verzögerung 2. Und dann nimmt das RKI, wie inzwischen mehrfach genannt, als Referenzgröße vor 7 Tagen noch die Nachmeldungen bis zu dem Datum hinzu. Damit, Verfälschung 3, ergeben sich niedrigere Werte als wenn man die Nachmeldungen raus läßt. Lies z.B. mal https://twitter.com/BoligeiR/status/1375810074376081413 zum Unterschied der aktuelln Werte von Risklayer und den verspäteten, niedrigeren Werten vom RKI. Ich finde in den Meldungen massenhaft Zahlen, die mehr als 10, 30 oder gar 90 Tage zurück liegen. Die fallen komplett aus der Inzidenzberechnung raus.
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
|---|---|
| Date | 2021-04-29 09:33 +0200 |
| Message-ID | <s6dnfb$23l$1@dont-email.me> |
| In reply to | #498919 |
Am 28.04.2021 um 20:51 schrieb Hergen Lehmann:
> Am 27.04.21 um 08:31 schrieb Martin Τrautmann:
>> Die Auslastung der Intensivbetten oder die Sterbezahlen sind noch viel
>> weniger geeignet, weil viel zu träge. Deren Zahlen sind nur im
>> Nachhinein zur Auswertung der Wirkung einer Durchseuchungsstrategie
>> interessant.
>
> Diese Zahlen sind überaus wichtig, um zu bewerten, ob überhaupt
> staatliche Eingriffe erforderlich sind. Solange die Kliniken die Lage im
> Griff haben, besteht keine Rechtfertigung für Grundrechtseingriffe.
So ist es. Wir erinnern uns: Das ursprüngliche, vernünftige Ziel
lautete, eine Überlastung des Gesundheitssystems unbedingt zu vermeiden.
> An
> anderen Stellen (Grippe, Verkehr, Kreislauferkrankungen durch
> Fehlernährung, etc.) nimmt man schließlich auch tausende Tote billigend
> in Kauf.
So ist es. Aber bei Corona gilt plötzlich "jeder Tote ist einer zu
viel". Wieso? Warum? Was macht die Corona-Toten so besonders wertvoll?
> Ja, sie kommen zu spät, um direkt als Entscheidungsgrundlage zu dienen,
> aber man sollte sie zumindest rückwirkend betrachten, um die
> Eingriffsschwellen regelmäßig neu zu justieren. Offenkundig gewürfelte
> Schwellen wie "165" starr in einem Gesetz fest zu schreiben, ist grober
> Unfug.
Richtig. Da fehlt nur noch die Mondphase.
--
Dank, "dass kein unnötiger, kritischer Disput uns ablenken kann von der
Zustimmung zu den sinnvollen und immer angemessenen Maßnahmen unserer
Regierung ..."
--Jan Josef Liefers
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| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2021-04-29 07:45 +0000 |
| Message-ID | <1t608a63d3i5de8n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #498944 |
On Thu, 29 Apr 2021 09:33:07 Lars Gebauer wrote: > Wir erinnern uns: Das ursprüngliche, vernünftige Ziel lautete, > eine Überlastung des Gesundheitssystems unbedingt zu vermeiden. Also bei uns kam das eigentlich erst im Herbst als erklärtes Ziel ins Spiel (manche nennen es auch "Kapitulation"). Im Frühjahr galt, dass die Bevölkerung bestmöglich vor Infektion geschützt werden müsse. > So ist es. Aber bei Corona gilt plötzlich "jeder Tote ist einer zu > viel". Wieso? Für Menschen, denen am Überleben ihrer Mitbürger nicht ganz so viel liegt: Jeder Corona-Tote weniger trägt zum Wirtschaftswachstum bei. Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike Vergnügen mit Stefan, herzig und griffig! (Sloganizer)
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
|---|---|
| Date | 2021-04-29 09:52 +0200 |
| Message-ID | <s6doiv$90b$1@dont-email.me> |
| In reply to | #498945 |
Am 29.04.2021 um 09:45 schrieb Stefan Froehlich:
> On Thu, 29 Apr 2021 09:33:07 Lars Gebauer wrote:
>> So ist es. Aber bei Corona gilt plötzlich "jeder Tote ist einer zu
>> viel". Wieso?
>
> Für Menschen, denen am Überleben ihrer Mitbürger nicht ganz so viel
> liegt: Jeder Corona-Tote weniger trägt zum Wirtschaftswachstum bei.
Das erklärt nicht, was einen Corona-Toten so besonders wertvoll ggü.
einem anderen Toten macht.
Abgesehen davon: Auch jeder Tote trägt zum Wirtschaftswachstum bei.
--
Dank, "dass kein unnötiger, kritischer Disput uns ablenken kann von der
Zustimmung zu den sinnvollen und immer angemessenen Maßnahmen unserer
Regierung ..."
--Jan Josef Liefers
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2021-04-29 10:10 +0200 |
| Message-ID | <s6dpmb$1k3$2@solani.org> |
| In reply to | #498945 |
Am 29.04.21 um 09:45 schrieb Stefan Froehlich: > On Thu, 29 Apr 2021 09:33:07 Lars Gebauer wrote: >> Wir erinnern uns: Das ursprüngliche, vernünftige Ziel lautete, >> eine Überlastung des Gesundheitssystems unbedingt zu vermeiden. > Also bei uns kam das eigentlich erst im Herbst als erklärtes Ziel > ins Spiel (manche nennen es auch "Kapitulation"). Im Frühjahr galt, > dass die Bevölkerung bestmöglich vor Infektion geschützt werden > müsse. > So ist es nach wie vor, siehe mein anderes Posting. -- Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...
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| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2021-04-29 09:46 +0000 |
| Message-ID | <1t608a7f55i11d9n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #498948 |
On Thu, 29 Apr 2021 10:10:51 Dr. Joachim Neudert wrote: > Am 29.04.21 um 09:45 schrieb Stefan Froehlich: > > On Thu, 29 Apr 2021 09:33:07 Lars Gebauer wrote: > >> Wir erinnern uns: Das ursprüngliche, vernünftige Ziel lautete, > >> eine Überlastung des Gesundheitssystems unbedingt zu vermeiden. > > Also bei uns kam das eigentlich erst im Herbst als erklärtes Ziel > > ins Spiel (manche nennen es auch "Kapitulation"). Im Frühjahr galt, > > dass die Bevölkerung bestmöglich vor Infektion geschützt werden > > müsse. > So ist es nach wie vor, siehe mein anderes Posting. Bei euch vielleicht schon, bei uns seit einiger Zeit - jedenfalls nach den Aussagen der verantwortlichen Regierungsmitglieder - nicht mehr. Im Gegenteil, unser Kanzler hat erst die Tage gesagt, er *rechne* sogar damit, dass ab Mai wegen der Öffnungen die Zahl der Opfer wieder steigen würde. Das sei aber nicht so kritisch, weil a) der Anstieg nicht so stark sein werde, dass die Intensivstationen überlastet würden, b) die Todesfälle wegen Durchimpfung der Alten und Risikogruppen nicht mehr proportional stiegen und c) ja trotz der Öffnungen jeder daheim bleiben könne. Klar, so ein Zynismus käme Angela Merkel eher nicht über die Lippen (zumal der letzte Punkt für Schüler, deren Eltern, Verkäufer etc... schlichtweg falsch ist). Hier geht das ziemlich locker durch. Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike Sauer bleibt sauer: Stefan! (Sloganizer)
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| From | Markus Luft <01-2021@news.marquee-moon.de> |
|---|---|
| Date | 2021-04-29 09:22 +0000 |
| Message-ID | <ievc5tF59l3U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #498945 |
Am Thu, 29 Apr 2021 07:45:53 +0000 schrieb Stefan Froehlich: > On Thu, 29 Apr 2021 09:33:07 Lars Gebauer wrote: >> Wir erinnern uns: Das ursprüngliche, vernünftige Ziel lautete, >> eine Überlastung des Gesundheitssystems unbedingt zu vermeiden. > > Also bei uns kam das eigentlich erst im Herbst als erklärtes Ziel > ins Spiel (manche nennen es auch "Kapitulation"). Im Frühjahr galt, > dass die Bevölkerung bestmöglich vor Infektion geschützt werden > müsse. > Das war keine Kapitulation, sondern Kalkül. Solange man die Verletzten noch auf den Intensivstationen zusammenflicken kann, sollte eben Tempo 100 in Innenstädten gelten. Nicht 50 und auch nicht 30, so das eben kaum noch Leute verletzt werden. Das ist zwar an sich schon Schwachsinn, aber sogar doppelter Schwachsinn, denn so schadet man der Wirtschaft (Die ja auf Kosten der Menschen den Vorteil einer solchen Regelung haben soll) mehr, als bei einer richtigen Pandemiebekämpfung. Das ist bei denen ideologisch bedingt, die Wissenschaften hatten freilich was ganz anderes ausgerechnet und da kam man ja auf viel kleinere Grenzwerte, bei denen auch die Wirtschaft besser bei weg kommt. Die werden eben nie verstehen, warum man mit 30 schneller voran kommt.
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
|---|---|
| Date | 2021-04-29 11:43 +0200 |
| Message-ID | <s6dv4j$jkl$1@dont-email.me> |
| In reply to | #498956 |
Am 29.04.2021 um 11:22 schrieb Markus Luft:
> Das ist bei denen ideologisch bedingt, die Wissenschaften hatten
> freilich was ganz anderes ausgerechnet und da kam man ja auf viel
> kleinere Grenzwerte, bei denen auch die Wirtschaft besser bei weg
> kommt.
Welche Wissenschaftler denn? Die Wirtschaftswissenschaftler? Die
Sozialwissenschaftler? Die Politikwissenschaftler?
> Die werden eben nie verstehen, warum man mit 30 schneller voran kommt.
Andere Leute werden nie verstehen, daß es "die Wissenschaft" /so/ gar
nicht gibt.
--
Dank, "dass kein unnötiger, kritischer Disput uns ablenken kann von der
Zustimmung zu den sinnvollen und immer angemessenen Maßnahmen unserer
Regierung ..."
--Jan Josef Liefers
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2021-04-29 10:10 +0200 |
| Message-ID | <s6dpl6$1k3$1@solani.org> |
| In reply to | #498944 |
Am 29.04.21 um 09:33 schrieb Lars Gebauer: > Das ursprüngliche, vernünftige Ziel lautete, eine Überlastung des > Gesundheitssystems unbedingt zu vermeiden. Schon das halte ich für eine Verdrehung der Situation. Es ist doch nicht das primäre Ziel, das Gesundheitssystem zu schonen in so einer Not-Situation. Das Gesundheitssystem (und damit auch ich) hat das Ziel, die Bevölkerung zu schützen. Nicht andersrum. Wenn das Gesundheitssystem dabei temporär überlastet ist- dann ist das wohl leider so. Was würde man denn derzeit den Indern raten? Wie sollten die das indische Gesundheitssystem denn gerade schützen? Wenn die Leute hingegen sich selbst so gut schützen wie möglich, sind beide geschützt, soweit möglich, Menschen wie Gesundheitssystem. Dafür gibt es dann natürlich in Hochinzidenz-Landstrichen wie Thüringen, Sachsen oft Verbesserungsmöglichkeiten. -- Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
|---|---|
| Date | 2021-04-29 10:34 +0200 |
| Message-ID | <s6dr28$oeo$1@dont-email.me> |
| In reply to | #498947 |
Am 29.04.2021 um 10:10 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> Am 29.04.21 um 09:33 schrieb Lars Gebauer:
>> Das ursprüngliche, vernünftige Ziel lautete, eine Überlastung des
>> Gesundheitssystems unbedingt zu vermeiden.
>
> Schon das halte ich für eine Verdrehung der Situation.
Nein.
> Es ist doch nicht das primäre Ziel, das Gesundheitssystem zu schonen in
> so einer Not-Situation.
Als dieses Ziel ausgegeben wurde, konnte von einer Not-Situation
überhaupt noch keine Rede sein. Eine eventuell eintretende Überlastung
erschien wahrscheinlich und wurde befürchtet - mehr aber auch nicht.
> Das Gesundheitssystem (und damit auch ich) hat
> das Ziel, die Bevölkerung zu schützen.
Es wäre schön, wenn es so wäre. Tatsächlich arbeitet das
Gesundheitssystem profitorientiert. Wenn einige HPC da - für sich! -
eine Ausnahme sehen, dann ist das zwar schön - aber es bleibt die Ausnahme.
--
Dank, "dass kein unnötiger, kritischer Disput uns ablenken kann von der
Zustimmung zu den sinnvollen und immer angemessenen Maßnahmen unserer
Regierung ..."
--Jan Josef Liefers
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2021-04-29 10:44 +0200 |
| Message-ID | <s6drl0$2o3$1@solani.org> |
| In reply to | #498950 |
Am 29.04.21 um 10:34 schrieb Lars Gebauer: > Am 29.04.2021 um 10:10 schrieb Dr. Joachim Neudert: >> Am 29.04.21 um 09:33 schrieb Lars Gebauer: >>> Das ursprüngliche, vernünftige Ziel lautete, eine Überlastung des >>> Gesundheitssystems unbedingt zu vermeiden. >> >> Schon das halte ich für eine Verdrehung der Situation. > > Nein. > >> Es ist doch nicht das primäre Ziel, das Gesundheitssystem zu schonen >> in so einer Not-Situation. > > Als dieses Ziel ausgegeben wurde, konnte von einer Not-Situation > überhaupt noch keine Rede sein. Eine eventuell eintretende Überlastung > erschien wahrscheinlich und wurde befürchtet - mehr aber auch nicht. > >> Das Gesundheitssystem (und damit auch ich) hat das Ziel, die >> Bevölkerung zu schützen. > > Es wäre schön, wenn es so wäre. Tatsächlich arbeitet das > Gesundheitssystem profitorientiert. Wenn einige HPC da - für sich! - > eine Ausnahme sehen, dann ist das zwar schön - aber es bleibt die Ausnahme. > Oh, daß wir unsere Aufgabe gegen Bezahlung ausführen, spricht nicht dagegen daß wir dieses Ziel haben und nicht gegen diese Aufgabe. Hast Du noch eine bezahlte Aufgabe? -- Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2021-04-29 10:58 +0200 |
| Message-ID | <s6dsgf$35u$2@solani.org> |
| In reply to | #498951 |
Am 29.04.21 um 10:44 schrieb Dr. Joachim Neudert: > Am 29.04.21 um 10:34 schrieb Lars Gebauer: >> Am 29.04.2021 um 10:10 schrieb Dr. Joachim Neudert: >>> Am 29.04.21 um 09:33 schrieb Lars Gebauer: >>>> Das ursprüngliche, vernünftige Ziel lautete, eine Überlastung des >>>> Gesundheitssystems unbedingt zu vermeiden. >>> >>> Schon das halte ich für eine Verdrehung der Situation. >> >> Nein. >> >>> Es ist doch nicht das primäre Ziel, das Gesundheitssystem zu schonen >>> in so einer Not-Situation. >> >> Als dieses Ziel ausgegeben wurde, konnte von einer Not-Situation >> überhaupt noch keine Rede sein. Eine eventuell eintretende Überlastung >> erschien wahrscheinlich und wurde befürchtet - mehr aber auch nicht. >> >>> Das Gesundheitssystem (und damit auch ich) hat das Ziel, die >>> Bevölkerung zu schützen. >> >> Es wäre schön, wenn es so wäre. Tatsächlich arbeitet das >> Gesundheitssystem profitorientiert. Wenn einige HPC da - für sich! - >> eine Ausnahme sehen, dann ist das zwar schön - aber es bleibt die >> Ausnahme. >> > > Oh, daß wir unsere Aufgabe gegen Bezahlung ausführen, spricht nicht > dagegen daß wir dieses Ziel haben und nicht gegen diese Aufgabe. > > Hast Du noch eine bezahlte Aufgabe? > Übrigens führen wir sie sehr erfolgreich aus: https://impfzentrum-sta.de/Impfstatistik_..1022,,,2.html 40312 Geimpfte in STA, 29,6%. Allein gestern 1700 Impfungen in den Arztpraxen. Meine Impfungen gestern sind da auch dabei. Die Inzidenz ist bei uns jetzt schon seit 4 Tagen unter 100, bei 80. Läuft. -- Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
|---|---|
| Date | 2021-04-29 11:53 +0200 |
| Message-ID | <s6dvme$n88$1@dont-email.me> |
| In reply to | #498953 |
Am 29.04.2021 um 10:58 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> https://impfzentrum-sta.de/Impfstatistik_..1022,,,2.html
>
> 40312 Geimpfte in STA, 29,6%. Allein gestern 1700 Impfungen in den
> Arztpraxen. Meine Impfungen gestern sind da auch dabei.
>
> Die Inzidenz ist bei uns jetzt schon seit 4 Tagen unter 100, bei 80.
Was nun wirklich überhaupt kein Wunder ist. Selbst das RKI hat
mittlerweile kapiert, daß es einen Zusammenhang zwischen sozialem Status
und Inzidenz gibt.
| Corona trifft sozial Benachteiligte schwerer
|
| Datum: 17.04.2021 05:58 Uhr
|
| Studien des RKI belegen einen Zusammenhang zwischen sozialem Status
| und den Negativfolgen durch Corona. Ärmere Menschen sterben demnach
| weitaus häufiger an den Folgen des Virus.
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-sterberisiko-armut-rki-100.html
> Läuft.
Manche Leute würden ja eine gewisse Bescheidenheit für angemessen(er)
halten.
| Die, die reisen konnten, brachten das Virus, und die Armen baden es
| zunehmend aus.
--
Dank, "dass kein unnötiger, kritischer Disput uns ablenken kann von der
Zustimmung zu den sinnvollen und immer angemessenen Maßnahmen unserer
Regierung ..."
--Jan Josef Liefers
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2021-04-29 11:56 +0200 |
| Message-ID | <s6dvrp$er7$1@solani.org> |
| In reply to | #498960 |
Am 29.04.21 um 11:53 schrieb Lars Gebauer: > > Manche Leute würden ja eine gewisse Bescheidenheit für angemessen(er) > halten. Ach, was ich eher unbescheiden fand sind 14 Monate überlegene Coolness der Thüringer, vom Typ "Epidemie ist rum" und "hier ist eh' keiner infiziert" und "unsere Gaststätten sind voll wenn ich daran vorbeifahre, hier läßt sich doch keiner erschrecken". Man sieht sich immer zweimal im Leben. -- Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2021-04-29 11:58 +0200 |
| Message-ID | <s6e009$er7$3@solani.org> |
| In reply to | #498960 |
Am 29.04.21 um 11:53 schrieb Lars Gebauer: > > Manche Leute würden ja eine gewisse Bescheidenheit für angemessen(er) > halten. Ach, was ich eher unbescheiden fand sind 14 Monate überlegene Coolness der Thüringer, vom Typ "Epidemie ist rum" und "hier ist eh' keiner infiziert" und "unsere Gaststätten sind voll wenn ich daran vorbeifahre, hier läßt sich doch keiner erschrecken". Gruß Joachim -- Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...
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