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Groups > ger.ct > #487634 > unrolled thread

Brasilianische Mutation?

Started byMartin Ebert <mx300@gmx.net>
First post2021-02-11 09:09 +0100
Last post2021-02-11 10:50 -0500
Articles 9 — 5 participants

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Contents

  Brasilianische Mutation? Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2021-02-11 09:09 +0100
    Re: Brasilianische Mutation? "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-02-11 09:15 +0100
      Re: Brasilianische Mutation? Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2021-02-11 13:23 +0100
        Re: Brasilianische Mutation? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-02-11 13:50 -0500
      Re: Brasilianische Mutation? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-02-11 10:57 -0500
      Re: Brasilianische Mutation? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-02-12 09:03 -0500
    Re: Brasilianische Mutation? Frank Graf <f.graf@firemail.de> - 2021-02-11 09:25 +0000
      Re: Brasilianische Mutation? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-02-12 08:53 -0500
    Re: Brasilianische Mutation? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-02-11 10:50 -0500

#487634 — Brasilianische Mutation?

FromMartin Ebert <mx300@gmx.net>
Date2021-02-11 09:09 +0100
SubjectBrasilianische Mutation?
Message-ID<s02ooc$esa$1@dont-email.me>
Wohl vorgestern hörte ich im Lokalfernsehen (MDR, LSA)
einem Experten zu - leider habe ich das nicht komplett
momentan.

Der sagte jedenfalls, dass in Manau[¹] eine Mutation
zu Gange sei, die sowohl ansteckender als auch mit
einer höheren Todesrate behaftet sei.

Dazu finde ich nichts. Bitte mal Auge drauf.

[¹] Stadt in Brasilien, in der "Herdenimmunität" besteht.

Mt

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#487639

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2021-02-11 09:15 +0100
Message-ID<s02p3f$8i6$1@solani.org>
In reply to#487634
Am 11.02.21 um 09:09 schrieb Martin Ebert:
> Wohl vorgestern hörte ich im Lokalfernsehen (MDR, LSA)
> einem Experten zu - leider habe ich das nicht komplett
> momentan.
> 
> Der sagte jedenfalls, dass in Manau[¹] eine Mutation
> zu Gange sei, die sowohl ansteckender als auch mit
> einer höheren Todesrate behaftet sei.
> 
> Dazu finde ich nichts. Bitte mal Auge drauf.
> 
> [¹] Stadt in Brasilien, in der "Herdenimmunität" besteht.
> 
> Mt
> 

Es gibt so etwa 4000 bekannte Mutationen. Diejenige, die in Manaus 
gerade ein zweites Mal grassiert und die "Herdenimmunität" ad absurdum 
führt, ist sicher eine sehr unangenehme.

Na, da werden bald die ersten Tiroler Hoteliers und 
Seilbahngesellschafter nach Manaus zum Amazonas-Zierfisch-Tauchen und 
Golfen aufbrechen?

(Manaus ist ein Zentrum auch des Zierfischhandels, jeder Aquarianer 
kennt die farbenprächtigen Wildfänge aus dem Amazonas von dort).

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#487696

FromFrank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net>
Date2021-02-11 13:23 +0100
Message-ID<yrzcy14615yo.1nv0j6l08uwq2.dlg@40tude.net>
In reply to#487639
Am Thu, 11 Feb 2021 09:15:45 +0100 schrieb Dr. Joachim Neudert:

> (Manaus ist ein Zentrum auch des Zierfischhandels, jeder Aquarianer 
> kennt die farbenprächtigen Wildfänge aus dem Amazonas von dort).

Das Opernhaus ist sehenswert (bekannt aus "Fitzcarraldo"). Die Markhalle
auch (die ist der von Paris nachempfunden). An Zierfische kann ich mich
nicht erinnern, nur an Piranhas, die wir dort gefischt hatten, nachdem(!)
wir vorher unser Boot in einem kleinen Nebenarm durchs flache Wasser
geschoben hatten. Es wurde aber niemand angeknabbert.

Grüße,

Frank

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#487744

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2021-02-11 13:50 -0500
Message-ID<s03u90$id1$1@dont-email.me>
In reply to#487696
Salve allerseits,

Frank Hucklenbroich schrieb:
> Am Thu, 11 Feb 2021 09:15:45 +0100 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> 
>> (Manaus ist ein Zentrum auch des Zierfischhandels, jeder Aquarianer 
>> kennt die farbenprächtigen Wildfänge aus dem Amazonas von dort).
> 
> Das Opernhaus ist sehenswert (bekannt aus "Fitzcarraldo"). Die Markhalle
> auch (die ist der von Paris nachempfunden). An Zierfische kann ich mich
> nicht erinnern, nur an Piranhas, die wir dort gefischt hatten, nachdem(!)
> wir vorher unser Boot in einem kleinen Nebenarm durchs flache Wasser
> geschoben hatten. Es wurde aber niemand angeknabbert.
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| Die britische Gesundheitsbehörde PHE hat in ihrem aktuellen Bericht eine
| neue besorgniserregende Variante (»Variant of Concern«, VOC) benannt:
| VOC202102/02 heißt der Stamm, der dem bislang bekannten B.1.1.7
| entspricht, aber eine zusätzliche Mutation (E484K) im Spike-Gen besitzt.
| Erstmals wurde diese neue Kombination in Großbritannienim vergangenen
| Dezember entdeckt.
|
| Insgesamt 21 Mal wurde die neue Variante dem Bericht zufolge bereits in
| Großbritannien identifiziert, hauptsächlich bei einem Ausbruch in
| Südwest-England. Die Mutation E484K betrifft die Rezeptorbindestelle des
| Spike-Proteins. Sie kommt auch in den in Brasilien und Südafrika
| verbreiteten Varianten P.1 und B.1.351 vor. Bislang gebe es keine
| Belege, dass die Mutation allein zu schweren Verläufen oder einer
| höheren Übertragbarkeit führt, aber In-Vitro-Untersuchungen zeigten,
| dass Viren mit dieser Veränderung schlechter durch Antikörper
| neutralisiert werden können, heißt es in dem Bericht.
|
| Die Behörde werde Maßnahmen ergreifen, um die Verbreitung der neuen VOC
| in der Bevölkerung zu vermindern, man gehe aber davon aus, dass die
| Impfstoffe weiterhin vor schweren Verläufen und Todesfällen durch
| Covid-19 schützen, erklärt Dr. Susan Hopkins vom PHE.
|
| Dennoch dürfte die Impfwirkung durch die Mutation in geringem Umfang
| reduziert sein. Das zeigt zumindest eine aktuelle Studie, die Forschende
| um Dr. Takuya Tada und Professor Dr. Nathaniel Landau vom Langone
| Vaccine Center der New York Universityauf dem Preprint-Server »BioRxiv«
| veröffentlichten. In ihr untersuchte das Team die Effektivität der
| Immunantwort nach durchgemachter Coronavirus-Infektion oder nach Impfung
| mit der mRNA-Vakzine Tozinameran (Comirnaty®) von Biontech/Pfizer
| gegenüber verschiedenen Virusvarianten.
|
| *E484K-Mutation könnte Impfstoffanpassung nötig machen*
|
| Hierfür verwendeten die Forscher zum einen das Blutplasma von genesenen
| Covid-19-Patienten und setzten es gegen verschiedene Pseudoviren ein:
| Die Seren konnten zwar auch noch B.1.1.7- und B.1.351-Pseudoviren
| neutralisieren, die die E484K-Mutation hatten. Doch waren dazu um bis zu
| 70 Prozent mehr Antikörper nötig (die mittlere inhibitorische
| Konzentration war erhöht). Dabei war der Effekt der E484K-Einzelmutation
| auf die Hemmkonzentration genauso groß, wie die aller anderen Mutationen
| von B.1.351 zusammen. Die Reduktion ging somit auf die E484K-Mutation
| zurück, folgern die Autoren. Dabei zeigten sich aber auch deutliche
| interindividuelle Unterschiede – knapp die Hälfte der untersuchten Seren
| zeigten quasi keine Reduktion der Schutzwirkung.
|
| Die Seren von Geimpften enthielten in etwa siebenfach höhere
| neutralisierende Antikörpertiter als die der Genesenen, heißt es in der
| Publikation. Gegen die B.1.1.7-Variante waren die Seren von Geimpften
| noch in etwa so effektiv wie gegen die unmutierte Variante, aber gegen
| die südafrikanische Variante B.1.351 war die Schutzwirkung um den Faktor
| 3 reduziert. Sie lag aber immer noch höher als bei Personen, die eine
| natürliche Infektion durchgemacht hatten, schreibt das Team.
|
| Die Ergebnisse zeigten, dass Genesene und mit Tozinameran Geimpfte
| vermutlich einen Schutz gegen B.1.1.7 und gegen die meisten anderen
| Varianten besitzen, schreiben die Forscher. Aber eine partielle
| Resistenz der Viren mit der E484K-Mutation könnte Einzelne anfällig für
| Reinfektionen beziehungsweise Erstinfektionen nach Impfung machen. Es
| wäre daher sinnvoll, modifizierte Covid-19-Impfstoffe zu entwickeln, die
| diese Mutation abdecken.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.pharmazeutische-zeitung.de/neue-beunruhigende-variante-aus-england-123700/>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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#487734

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2021-02-11 10:57 -0500
Message-ID<s03k5a$uto$1@dont-email.me>
In reply to#487639
Salve allerseits,

Dr. Joachim Neudert schrieb:
> Am 11.02.21 um 09:09 schrieb Martin Ebert:
>
>> Wohl vorgestern hörte ich im Lokalfernsehen (MDR, LSA) einem
>> Experten zu - leider habe ich das nicht komplett momentan. Der
>> sagte jedenfalls, dass in Manau[¹] eine Mutation zu Gange sei, die
>> sowohl ansteckender als auch mit einer höheren Todesrate behaftet
>> sei. Dazu finde ich nichts. Bitte mal Auge drauf. [¹] Stadt in
>> Brasilien, in der "Herdenimmunität" besteht.
> 
> Es gibt so etwa 4000 bekannte Mutationen. Diejenige, die in Manaus 
> gerade ein zweites Mal grassiert und die "Herdenimmunität" ad absurdum 
> führt, ist sicher eine sehr unangenehme.
> 
Ich bezeichnete B.1.1.28 P.1 schlicht als eine üble Bitch slap! Man verzeihe
mir mein Anglizismus, aber wie sagen die Yankees hier so treffend: „The
truth seems like a bitch slap in your face“... ╭∩╮(︶_︶)╭∩╮

	M.f.G.

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wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
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#487861

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2021-02-12 09:03 -0500
Message-ID<s061r8$k6g$1@dont-email.me>
In reply to#487639
Salve allerseits,

Dr. Joachim Neudert schrieb:
>
> Na, da werden bald die ersten Tiroler Hoteliers und  Seilbahngesellschafter
> nach Manaus zum Amazonas-Zierfisch-Tauchen und Golfen aufbrechen?
>
+--- <hier abknabbern> ---
| Seit null Uhr wird kontrolliert. Tirol ist abgeschottet, an allen Aus-
| und Einfahrten stehen Militär und Polizei. Wer einen der 26
| Grenzübergänge passieren möchte, wer mit dem Zug oder über ein Flugfeld
| aus dem österreichischen Bundesland ausreisen will, muss einen negativen
| Corona-Test vorweisen, zumindest für die nächsten zehn Tage.
|
| 600 Polizisten sind im Einsatz, dazu rund 1.000 Soldaten. Am Donnerstag
| sind die Militärtransporter nach Tirol gerollt. Sie kamen aus Kärnten,
| Salzburg und der Steiermark. Das Bundesheer hatte Kräfte aus dem ganzen
| Land zusammengezogen.
|
| Sie sollen dabei helfen, die Ausbreitung der südafrikanischen Mutation
| des Coronavirus zu bremsen. Denn nirgendwo außerhalb Südafrikas greift
| die Virusvariante so um sich wie in Nordtirol: Bis Donnerstagvormittag
| wurde die Mutation laut offiziellen Angaben 176 Mal bestätigt, dazu
| kommen Hunderte Verdachtsfälle, die noch sequenziert werden.
|
| Wieso Tirol ein Jahr nach Ischgl schon wieder zum Hotspot wurde, ist
| noch unklar. Deutschland hat die Region jedenfalls bereits zum
| "Mutationsgebiet" erklärt. Und auch Österreichs Regierung hat reagiert:
| Seit Freitag wird nicht nur am Brenner Richtung Italien oder in
| Kiefersfelden Richtung Deutschland kontrolliert. Sogar die Binnengrenzen
| sind dicht.
|
| "*Das hat es so noch nie gegeben*"
|
| Österreich riegelt einen Teil seines eigenen Landes ab. "Das hat es so
| noch nie gegeben", sagt Oberst Frank Nalter vom Militärkommando Tirol.
| Er stand in der Nacht für vier Stunden am Arlberg, im Grenzgebiet
| zwischen Tirol und Vorarlberg. Jetzt, am Freitagvormittag, ist er schon
| wieder dort.
|
| Wer seit heute über den Arlberg oder den Brenner will, wer von Kufstein
| nach Rosenheim oder von Seefeld nach Garmisch-Partenkirchen möchte,
| dessen negativer Corona-Test darf nicht älter als 48 Stunden sein. Das
| kontrollieren Nalter und seine Kollegen. Hat man keinen Bescheid dabei,
| muss man sich vom Bundesheer testen lassen. In Bussen warten Sanitäter,
| die einen Schnelltest durchführen. Ist er negativ, darf man ausreisen.
| Ist er positiv, wird noch ein PCR-Test vorgenommen – und man muss sich
| in Quarantäne begeben.
|
| *Ausnahmen für Durchreisende*
|
| "Gerade eben", sagt Nalter am Freitagvormittag, "haben wir hier am
| Arlberg die 26. Person getestet." Bisher seien alle Tests negativ
| gewesen. Der Verkehr sei inzwischen wieder mäßig, nur in den frühen
| Morgenstunden sei etwas mehr los gewesen. "Es gibt keinen Stau", sagt
| Nalter.
|
| Was es aber gibt: Ausnahmen. Fährt man nur durch Tirol durch, muss man
| zum Beispiel keinen negativen Test vorweisen – das gilt für Autofahrer
| genauso wie für Bahnfahrer. Bei der Grenzkontrolle müsse laut Nalter
| "glaubhaft gemacht werden", dass man nur auf Durchreise sei. Das geht in
| Form eines Zugtickets oder einer Durchfahrtsbescheinigung, die bei der
| Einreise nach Tirol ausgestellt wird. Gänzlich ausgenommen von den
| Regeln sind Kinder unter zehn Jahren sowie der Güterverkehr.
|
| *Späte Einsicht*
|
| Der Abschottung Tirols war ein tagelanger Zwist zwischen der Bundes- und
| der Landesregierung vorausgegangen. Es begann damit, dass Dorothee von
| Laer, eine renommierte Virologin der Universität Innsbruck, am Mittwoch
| vergangener Woche vor der Ausbreitung der südafrikanischen Mutation im
| Bundesland warnte. Sie befürchtete ein zweites Ischgl, also die
| unkontrollierte Ausbreitung des Virus in Europa, ausgehend von Tirol.
| Ihre Vorwürfe waren hart. Sie sehe "kein Handeln der Politik hier in
| Tirol" und es würde wieder gemauert und verschleiert. Ihr Vorschlag, um
| die Situation in den Griff zu bekommen: Tirol einen Monat isolieren und
| in dieser Zeit alle Menschen im Land verpflichtend testen.
|
| Die Reaktion auf die Expertin: Empörung.
|
| Tagelang wurde zwischen dem Gesundheitsministerium und der
| Landesregierung in Innsbruck verhandelt. Derweil stiegen
| Wirtschaftsvertreter in den Ring. Man werde sie in Wien kennenlernen,
| tönten sie Richtung Gesundheitsministerium. Auch die
| Nationalratsabgeordneten der Tiroler ÖVP – der Partei von Bundeskanzler
| Sebastian Kurz also – stellten sich gegen die eigene Regierung. Man
| lehne "sachlich nicht begründbare Schikanen ab" und die "Betrachtung
| darf nicht nur aus virologischer Sicht passieren", ließen sie in einem
| gemeinsamen Statement wissen.
|
| Am Sonntag endeten die Verhandlungen schließlich, ohne Ergebnis. In
| Tirol wurde dann ein Neunpunkteplan präsentiert, der einige Empfehlungen
| enthielt und laut dem vorgesehen ist, dass Seilbahnen künftig nur noch
| mit negativem Corona-Test benutzt werden dürfen. Die Antwort aus Wien:
| eine Reisewarnung gegen das eigene Bundesland. Rechtlich zwar
| unverbindlich, aber trotzdem eine klare Botschaft. Ein einflussreicher
| Touristiker und ÖVP-Politiker aus Tirol nannte das einen "Rülpser aus
| Wien".
|
| *In Tirol selbst ändert sich wenig*
|
| Am Montagabend saß schließlich der grüne Gesundheitsminister Rudolf
| Anschober geknickt in der ZIB 2, der wichtigsten Nachrichtensendung des
| Österreichischen Rundfunks (ORF). Er hätte gerne mehr getan, doch in
| Tirol habe man sich nicht davon überzeugen lassen, sagte er. Es war das
| Eingeständnis eines Scheiterns, die Regionalpolitik hatte gesiegt.
|
| Erst am Dienstag, fast eine Woche nach der lautstarken Warnung der
| Virologin von Laer wurden schließlich die Grenzkontrollen angekündigt –
| ab Freitag.
|
| Ein Schritt in die richtige Richtung, sagen Experten, aber trotzdem, es
| sei zu wenig und zu spät. Man vergeude weiter Zeit, "weil die Maßnahmen,
| die nun gesetzt wurden, ja auch nicht optimal sind, um eine Ausbreitung
| wirklich verhindern zu können", warnte der Epidemiologe Gerald
| Gartlehner von der Donau-Universität Krems im ORF.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-02/tirol-coronavirus-mutation-lockdown-grenzkontrolle-tschechien-oesterreich-isolation/komplettansicht>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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#487668

FromFrank Graf <f.graf@firemail.de>
Date2021-02-11 09:25 +0000
Message-ID<s02t6o$2ql$1@dont-email.me>
In reply to#487634
Am Thu, 11 Feb 2021 09:09:48 +0100 schrieb Martin Ebert:

> Wohl vorgestern hörte ich im Lokalfernsehen (MDR, LSA) einem Experten zu
> - leider habe ich das nicht komplett momentan.
> 
> Der sagte jedenfalls, dass in Manau[¹] eine Mutation zu Gange sei, die
> sowohl ansteckender als auch mit einer höheren Todesrate behaftet sei.
> 
> Dazu finde ich nichts. Bitte mal Auge drauf.
> 
> [¹] Stadt in Brasilien, in der "Herdenimmunität" besteht.

Vom 3.02.2021:

Sind Virus-Mutationen schuld? Warum Herdenimmunität in Manaus nicht wirkt

https://www.n-tv.de/22335720 

Zitat:

Eigentlich sollte Manaus laut einer Studie längst eine Herdenimmunität 
erreicht haben. Doch die zweite Corona-Welle trifft die brasilianische 
Stadt erneut mit tödlicher Wucht. Eine Gruppe von Wissenschaftlern 
forscht nach den Gründen - und diese sollten auch Europa Unbehagen 
bereiten.

1. Herdenimmunität wurde doch nicht erreicht

Die Annahme, dass 76 Prozent der Bevölkerung in Manaus bis Oktober 2020 
bereits eine Infektion durchgemacht haben, basiert auf einer Studie, die 
im Fachmagazin "Science" erschienen ist. Die Forscher hatten Tausende 
Proben von Blutspenden analysiert, die seit Beginn der Pandemie von den 
Bewohnern abgegeben wurden. Im April wiesen nur 4,8 Prozent der Spender 
Antikörper auf, einen Monat später waren es bereits 44,5 Prozent. Im Juni 
stieg der Wert auf mehr als 52 Prozent. Auf Basis dieser Daten schätzten 
die Forscher, dass bis Oktober 76 Prozent der Bevölkerung eine Infektion 
durchgemacht hatten.

...

Die Autoren der Blutspende-Studie haben eine andere Erklärung für die 
Situation in Manaus: Möglicherweise waren dort sogar die berechneten 76 
Prozent Infizierte zu wenig, um Herdenimmunität zu erreichen. Als Gründe 
nennen sie unter anderem beengte Wohnverhältnisse in der Stadt, durch die 
sich das Virus leicht verbreiten konnte. Außerdem weisen sie auch darauf 
hin, dass nicht jeder nach einer durchgemachten Infektion gleich gut vor 
einer weiteren Ansteckung geschützt ist.

2. Immunität durch die erste Welle hält nicht lange genug an

Denkbar wäre auch, dass die Immunität, die sich in der Bevölkerung 
während der ersten Welle im Frühjahr aufgebaut hat, schon wieder 
verschwunden sei, schreibt die Forschergruppe im "Lancet". Inzwischen ist 
klar, dass sich Menschen schon wenige Wochen nach einer durchgemachten 
Infektion noch einmal anstecken können. 

...

3. Neue Virusvariante beeinträchtigt Immunität

In Brasilien verbreitet sich aktuell P.1, eine der Coronavirus-Varianten, 
die Expertinnen und Experten Sorgen bereiten. P.1 hat mehrere Mutationen 
am sogenannten Spike-Protein - die Stelle, mit dem das Coronavirus an 
Zellen andockt und sich Zutritt verschafft. In Manaus wurde im Januar ein 
Fall nachgewiesen, bei dem sich eine 29-jährige Frau zweimal mit Sars-
CoV-2 infiziert hat, beim zweiten Mal aber mit der neuen Variante P.1.

...

4. Corona-Mutation ist deutlich ansteckender

Zudem könnte die Virusvariante, die sich derzeit in Manaus ausbreitet, 
deutlich ansteckender sein als das Ursprungsvirus, schreibt die 
Forschergruppe. Das hätte auch einen Einfluss auf die Herdenimmunität: Je 
infektiöser ein Virus ist, desto mehr Menschen müssen immun sein, damit 
es sich nicht mehr unkontrolliert verbreiten kann. "Bislang ist nur wenig 
über die Übertragbarkeit von P.1 bekannt", schreiben die Forscher in 
"Lancet". Die Variante teile aber mehrere voneinander unabhängig 
erworbene Mutationen mit B.1.1.7, die eine höhere Übertragbarkeit zu 
scheinen hat.

Außerdem weist eine erste Untersuchung aus Manaus darauf hin, dass P.1 
die bis dahin zirkulierenden Varianten des Coronavirus verdrängt. Auch 
das würde dafür sprechen, dass sich die Virusvariante schneller 
verbreitet als andere zirkulierende Coronaviren. 

...


Frank

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#487859

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2021-02-12 08:53 -0500
Message-ID<s06181$fjk$1@dont-email.me>
In reply to#487668
Salve allerseits,

Frank Graf schrieb:
> Am Thu, 11 Feb 2021 09:09:48 +0100 schrieb Martin Ebert:
> 
>> Wohl vorgestern hörte ich im Lokalfernsehen (MDR, LSA) einem
>> Experten zu - leider habe ich das nicht komplett momentan. Der
>> sagte jedenfalls, dass in Manau[¹] eine Mutation zu Gange sei, die 
>> sowohl ansteckender als auch mit einer höheren Todesrate behaftet
>> sei. Dazu finde ich nichts. Bitte mal Auge drauf. [¹] Stadt in
>> Brasilien, in der "Herdenimmunität" besteht.
> 
> Vom 3.02.2021: Sind Virus-Mutationen schuld? Warum Herdenimmunität in
> Manaus nicht wirkt https://www.n-tv.de/22335720
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| Im brasilianischen Amazonasgebiet ist eine neue Variante des Coronavirus
| entdeckt worden, die dreimal ansteckender sein soll als das
| ursprüngliche Virus. Dies teilte Brasiliens Gesundheitsminister Eduardo
| Pazuello mit. Trotz der starken Ansteckungsgefahr der neuen Mutation
| versicherte der Minister: "Gott sei Dank hat die Analyse ergeben, dass
| die Impfstoffe auch gegen diese Variante wirken." Entsprechende Daten,
| die diese Aussage belegen, legte das Ministerium indes bislang nicht vor.
|
| Der Forschungseinrichtung Instituto Butantan zufolge ist der vom
| chinesischen Unternehmen Sinovac entwickelte Impfstoff CoronaVac gegen
| die neue Variante getestet worden. Ergebnisse erwarte man in etwa zwei
| Wochen.
|
| Die neue Coronavirusvariante ist im Januar bei vier aus Brasilien nach
| Japan eingereisten Menschen nachgewiesen worden. Sie kamen aus dem
| Amazonasgebiet. Jüngste Analysen der Forschungseinrichtung Fundação
| Oswaldo Cruz in Rio de Janeiro deuten darauf hin, dass die Variante
| schon für 90 Prozent der Corona-Fälle im Bundesstaat Amazonas
| verantwortlich ist. Sie wurde auch in anderen Teilen Brasiliens und
| anderen Ländern weltweit nachgewiesen – darunter auch Deutschland.
|
| In Brasilien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 9,7 Millionen
| Menschen positiv auf Corona getestet worden. Mehr als 236.000 Menschen
| starben, die positiv getestet worden waren.
|
| Dabei wird auch gegen Gesundheitsminister Pazuello ermittelt. Geprüft
| werden mögliche Versäumnisse seines Ministeriums im Januar, wo das
| Gesundheitssystem in Manaus kurz vor dem Zusammenbruch stand und es
| allerorten an ausreichend Sauerstoff für Covid-Patienten mangelte.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2021-02/coronavirus-mutation-brasilien-amazonas-ansteckungsrisiko-infektionsgefahr-eduardo-pazuello-gesundheitsminister>

	M.f.G.


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wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
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#487732

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2021-02-11 10:50 -0500
Message-ID<s03jnu$rrl$1@dont-email.me>
In reply to#487634
Salve allerseits,

Martin Ebert schrieb:

> Wohl vorgestern hörte ich im Lokalfernsehen (MDR, LSA) einem Experten
> zu - leider habe ich das nicht komplett momentan. Der sagte
> jedenfalls, dass in Manau[¹] eine Mutation zu Gange sei, die sowohl
> ansteckender als auch mit einer höheren Todesrate behaftet sei. Dazu
> finde ich nichts.
> 
Das dürfte B.1.1.28 P.1 sein! Gemeinhin auch schlicht als P.1-Erblinie
bezeichnet! Bringt es auf sage und schreibe 10 Mutationen in seinen Spike-
Proteinen, einschließlich N501Y und E484K! Ich habe BTW schon vor 4 Tagen
darauf aufmerksam gemacht... (◔_◔)

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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