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Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte.

Started by"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
First post2020-06-26 16:33 +0200
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  Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2020-06-26 16:33 +0200
    Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Martin Τrautmann <t-usenet@gmx.net> - 2020-06-26 16:37 +0200
      Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2020-06-26 16:52 +0200
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Martin Τrautmann <t-usenet@gmx.net> - 2020-06-26 17:22 +0200
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2020-06-26 18:22 +0000
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2020-06-26 20:49 +0200
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2020-06-26 21:09 +0200
          Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-06-26 12:31 -0700
            Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. herwig.huener@t-online.de - 2020-07-02 16:50 -0700
              Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2020-07-03 02:24 +0200
              Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2020-07-03 09:25 +0200
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2020-06-26 22:51 +0200
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2020-06-27 13:01 +0200
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2020-06-27 13:01 +0200
          Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2020-06-27 13:52 +0200
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. herwig.huener@t-online.de - 2020-07-02 16:27 -0700
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. herwig.huener@t-online.de - 2020-07-02 16:33 -0700
          Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2020-07-03 06:27 +0000
            Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2020-07-03 09:08 +0200
            Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2020-07-03 00:15 -0700
              Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2020-07-03 09:21 +0200
                Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2020-07-03 23:03 +0200
                  Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2020-07-04 06:40 +0000
                    Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-07-04 00:05 -0700
                      Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2020-07-04 11:30 +0000
                    Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2020-07-04 09:40 +0200
                      Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2020-07-04 09:43 +0200
                  Re: Unterricht (was: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte.) Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2020-07-05 03:43 +0200
              Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2020-07-03 09:04 +0000
                Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2020-07-03 11:11 +0200
                  Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2020-07-03 11:15 +0200
                  Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2020-07-03 11:48 +0200
                    Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2020-07-03 11:53 +0200
                      Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Sebastian Wolf <invalid@invalid.com> - 2020-07-03 12:21 +0200
                      Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2020-07-03 10:24 +0000
                        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2020-07-03 12:42 +0200
                          Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2020-07-03 11:20 +0000
                            Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2020-07-04 12:16 +0200
                              Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2020-07-04 17:03 +0200
                                Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2020-07-05 16:24 +0200
                                  Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2020-07-05 15:03 +0000
                                    Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2020-07-06 21:49 +0200
                                Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-07-05 08:14 -0700
                                  Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte . Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2020-07-06 20:25 +0000
                                Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2020-07-05 19:55 +0000
                    Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-07-03 03:06 -0700
                Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2020-07-03 02:26 -0700
                  Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-07-03 03:04 -0700
                  Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2020-07-03 10:25 +0000
                    Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-07-03 06:59 -0700
                      Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2020-07-04 06:40 +0000
                        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-07-04 00:01 -0700
                Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2020-07-04 12:16 +0200
                  Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2020-07-04 11:40 +0000
          Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2020-07-03 09:13 +0200
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. herwig.huener@t-online.de - 2020-07-02 16:39 -0700
    Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2020-06-26 17:30 +0200
      Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-06-26 09:28 -0700
      Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2020-06-26 20:50 +0200
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-06-26 12:03 -0700
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Bernd Ullrich <ullrich_bernd@hotmail.com> - 2020-06-26 22:00 +0200
    Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2020-06-26 20:27 +0200
      Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-06-26 11:38 -0700
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2020-06-26 21:01 +0200
          Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-06-26 12:23 -0700
            Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2020-06-27 16:33 +0200
          Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-06-26 12:24 -0700
      Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Carlo XYZ <carloxyz@invalid.invalid> - 2020-06-26 21:36 +0200
      Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2020-06-27 13:01 +0200
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-06-27 05:44 -0700
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. herwig.huener@t-online.de - 2020-07-02 17:00 -0700
      Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2020-06-27 13:01 +0200
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2020-06-27 13:20 +0200
          Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Sebastian Wolf <invalid@invalid.com> - 2020-06-27 13:45 +0200
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2020-06-27 13:28 +0200
          Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-06-27 05:45 -0700
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2020-06-27 14:01 +0200
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2020-06-27 19:19 +0200
          Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-06-27 10:44 -0700
            Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2020-06-27 20:00 +0200
          Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2020-06-28 09:38 +0000
            Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Sebastian Wolf <invalid@invalid.com> - 2020-06-28 12:49 +0200
              Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-06-28 08:16 -0700
          Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2020-06-28 11:57 +0200
            Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2020-06-28 16:52 +0200
              Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2020-06-29 04:59 +0000
                Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-06-28 22:48 -0700
              Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2020-06-29 07:19 +0200
                Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-06-28 22:51 -0700
                  Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2020-06-29 07:54 +0200
                    Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-06-28 23:01 -0700
                      Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2020-06-29 08:34 +0200
          Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2020-06-28 14:53 +0000
            Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-06-28 08:19 -0700
          Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-06-28 22:46 -0700
            Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-06-29 02:06 -0700
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Michael Zink <michael@swamp.franken.de> - 2020-07-07 18:01 +0200
      Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2020-07-03 15:24 +0200
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-07-03 21:10 -0700
        Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Siegfried Blos <usenet@siegfried-blos.de> - 2020-07-06 17:08 +0200
          Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Johannes Leckebusch <jlnospam@johannes-leckebusch.de> - 2020-07-06 22:32 +0200
            Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2020-07-07 10:10 +0200
              Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-07-07 02:38 -0700
            Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Siegfried Blos <usenet@siegfried-blos.de> - 2020-07-07 15:31 +0200
          Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2020-07-07 21:56 +0200
            Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Johannes Leckebusch <jlnospam@johannes-leckebusch.de> - 2020-07-07 22:23 +0200
              Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Ulf.Kutzner@web.de - 2020-07-07 13:44 -0700
                Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Johannes Leckebusch <jlnospam@johannes-leckebusch.de> - 2020-07-07 22:51 +0200
              Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2020-07-08 15:38 +0200
                Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Siegfried Blos <usenet@siegfried-blos.de> - 2020-07-09 14:30 +0200
                  Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2020-07-09 22:34 +0200
                Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Johannes Leckebusch <jlnospam@johannes-leckebusch.de> - 2020-07-09 22:52 +0200
    Re: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte. Michael Zink <michael@swamp.franken.de> - 2020-07-07 17:59 +0200

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#455901

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2020-07-03 09:21 +0200
Message-ID<rdmma6$8j2$3@solani.org>
In reply to#455895
Am 03.07.20 um 09:15 schrieb Lothar Frings:
> Stefan Froehlich tat kund:
> 
>> Meine Freundin hat mit Mitte 40 ein Studium begonnen - die Studenten
>> sind per Sie mit ihr und halten sie für eine Professorin, Sie dutzt
>> dafür umgekehrt die Lehrveranstaltungsleiter und hält sie für
>> Kommilitonen.
> 
> Sie weiß nicht, wer die Lehrveranstaltungsleiter
> sind? Ist sie sicher, daß sie studieren sollte?
> 

Das ist ganz normal, das spricht nicht dagegen...

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#456009

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2020-07-03 23:03 +0200
Message-ID<hm9ko4FrqfoU3@mid.individual.net>
In reply to#455901
"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> writes:

> Am 03.07.20 um 09:15 schrieb Lothar Frings:
>> Stefan Froehlich tat kund:
>> 
>>> Meine Freundin hat mit Mitte 40 ein Studium begonnen - die Studenten
>>> sind per Sie mit ihr und halten sie für eine Professorin, Sie dutzt
>>> dafür umgekehrt die Lehrveranstaltungsleiter und hält sie für
>>> Kommilitonen.
>> 
>> Sie weiß nicht, wer die Lehrveranstaltungsleiter
>> sind? Ist sie sicher, daß sie studieren sollte?
>> 
>
> Das ist ganz normal, das spricht nicht dagegen...

Mein Studium ist schon was her. Damals konnte man die relativ einfach
erkennen. Einer stand vorne 1200 saßen ihm gegenüber. Da es relativ
unwahrscheinlich war, dass das deutsche Bildungssystem sich 1200
Professoren für einen Studenten leistet...

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#456021

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2020-07-04 06:40 +0000
Message-ID<5t5f002424i5f2n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#456009
On Fri, 03 Jul 2020 23:03:00 Michael Bode wrote:
> "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> writes:
> > Am 03.07.20 um 09:15 schrieb Lothar Frings:
> >> Stefan Froehlich tat kund:
> >>> Meine Freundin hat mit Mitte 40 ein Studium begonnen - die
> >>> Studenten sind per Sie mit ihr und halten sie für eine
> >>> Professorin, Sie dutzt dafür umgekehrt die
> >>> Lehrveranstaltungsleiter und hält sie für Kommilitonen.

> >> Sie weiß nicht, wer die Lehrveranstaltungsleiter
> >> sind? Ist sie sicher, daß sie studieren sollte?

> > Das ist ganz normal, das spricht nicht dagegen...
 
> Mein Studium ist schon was her. Damals konnte man die relativ
> einfach erkennen. Einer stand vorne 1200 saßen ihm gegenüber.

Und die haben sich alle spontan dort manifestiert? An Teleportation
wird meines Wissens nach erst geforscht.

Servus,
   Stefan

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Gieraffig bleibt gieraffig: Stefan für alle Fälle!
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#456027

FromUlf.Kutzner@web.de
Date2020-07-04 00:05 -0700
Message-ID<3b2e167e-a299-4e47-ab0b-3422f64219d4o@googlegroups.com>
In reply to#456021
Am Samstag, 4. Juli 2020 08:40:11 UTC+2 schrieb Stefan Froehlich:
> On Fri, 03 Jul 2020 23:03:00 Michael Bode wrote:

> > >>> Meine Freundin hat mit Mitte 40 ein Studium begonnen - die
> > >>> Studenten sind per Sie mit ihr und halten sie für eine
> > >>> Professorin, Sie dutzt dafür umgekehrt die
> > >>> Lehrveranstaltungsleiter und hält sie für Kommilitonen.
> 
> > >> Sie weiß nicht, wer die Lehrveranstaltungsleiter
> > >> sind? Ist sie sicher, daß sie studieren sollte?
> 
> > > Das ist ganz normal, das spricht nicht dagegen...
>  
> > Mein Studium ist schon was her. Damals konnte man die relativ
> > einfach erkennen. Einer stand vorne 1200 saßen ihm gegenüber.
> 
> Und die haben sich alle spontan dort manifestiert?

Man betrete den Raum nach Studium des Vorlesungsverzeichnisses
auf Höhe Pult. Und nun?

Ich habe mich nicht hinter das Pult gestellt. Der Prof
hätte sich wahrscheinlich nicht aufgeregt, sondern mich
nur zum Vortrag dessen aufgefordert, was von allen Anwesenden
nur er wußte.

Gruß, ULF

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#456042

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2020-07-04 11:30 +0000
Message-ID<1t5f006754i1907n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#456027
On Sat, 04 Jul 2020 09:05:33 Ulf.Kutzner@web.de wrote:
> Am Samstag, 4. Juli 2020 08:40:11 UTC+2 schrieb Stefan Froehlich:
> > On Fri, 03 Jul 2020 23:03:00 Michael Bode wrote:
> > > >> Sie weiß nicht, wer die Lehrveranstaltungsleiter sind? Ist
> > > >> sie sicher, daß sie studieren sollte?
> > 
> > > > Das ist ganz normal, das spricht nicht dagegen...

> > > Mein Studium ist schon was her. Damals konnte man die relativ
> > > einfach erkennen. Einer stand vorne 1200 saßen ihm gegenüber.

> > Und die haben sich alle spontan dort manifestiert?
 
> Man betrete den Raum nach Studium des Vorlesungsverzeichnisses auf
> Höhe Pult. Und nun?

Nun ist man so klug wie davor.

Wenn man natürlich nur Audimaxe mit 1.200 Zuhörern gewohnt ist, dann
mag das anders aussehen. Bei den etwas kleineren Hörsälen bis knapp
in den 3-stelligen Bereich hinein sind die Eingänge selten getrennt,
mitunter gibt es überhaupt nur einen (sinnvoll verwendbaren).

> Ich habe mich nicht hinter das Pult gestellt.

Es ist ja nun nicht so, dass alle Anwesenden brav in den Reihen
sitzen und ein vorwitziger Student hinter dem Pult steht.
Typischerweise steht gut die Hälfte der Leute neben den Sitzreihen,
also auch um das Pult herum und diskutiert, was es nach der
vorhergehenden Lehrveranstaltung halt so zu diskutieren gibt.

Das ändert sich (schnell), sobald und falls der nächste Vortragende
im Raum erblickt wird.

Servus,
   Stefan

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#456028

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2020-07-04 09:40 +0200
Message-ID<hmaq3cF4ltvU1@mid.individual.net>
In reply to#456021
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes:

> On Fri, 03 Jul 2020 23:03:00 Michael Bode wrote:
>> "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> writes:
>> > Am 03.07.20 um 09:15 schrieb Lothar Frings:
>> >> Stefan Froehlich tat kund:
>> >>> Meine Freundin hat mit Mitte 40 ein Studium begonnen - die
>> >>> Studenten sind per Sie mit ihr und halten sie für eine
>> >>> Professorin, Sie dutzt dafür umgekehrt die
>> >>> Lehrveranstaltungsleiter und hält sie für Kommilitonen.
>
>> >> Sie weiß nicht, wer die Lehrveranstaltungsleiter
>> >> sind? Ist sie sicher, daß sie studieren sollte?
>
>> > Das ist ganz normal, das spricht nicht dagegen...
>  
>> Mein Studium ist schon was her. Damals konnte man die relativ
>> einfach erkennen. Einer stand vorne 1200 saßen ihm gegenüber.
>
> Und die haben sich alle spontan dort manifestiert? An Teleportation
> wird meines Wissens nach erst geforscht.

Wäre praktisch gewesen. Leider haben die Architekten beim Audimax die
Transporter vergessen und stattdessen sog. 'Türen' vorgesehen. Das ist
eine traditionelle Technik, einen Raum zu betreten.

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#456029

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2020-07-04 09:43 +0200
Message-ID<hmaq8fF4ltvU2@mid.individual.net>
In reply to#456028
Michael Bode <m.g.bode@web.de> writes:

> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes:
>
>> On Fri, 03 Jul 2020 23:03:00 Michael Bode wrote:
>>> "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> writes:
>>> > Am 03.07.20 um 09:15 schrieb Lothar Frings:
>>> >> Stefan Froehlich tat kund:
>>> >>> Meine Freundin hat mit Mitte 40 ein Studium begonnen - die
>>> >>> Studenten sind per Sie mit ihr und halten sie für eine
>>> >>> Professorin, Sie dutzt dafür umgekehrt die
>>> >>> Lehrveranstaltungsleiter und hält sie für Kommilitonen.
>>
>>> >> Sie weiß nicht, wer die Lehrveranstaltungsleiter
>>> >> sind? Ist sie sicher, daß sie studieren sollte?
>>
>>> > Das ist ganz normal, das spricht nicht dagegen...
>>  
>>> Mein Studium ist schon was her. Damals konnte man die relativ
>>> einfach erkennen. Einer stand vorne 1200 saßen ihm gegenüber.
>>
>> Und die haben sich alle spontan dort manifestiert? An Teleportation
>> wird meines Wissens nach erst geforscht.
>
> Wäre praktisch gewesen. Leider haben die Architekten beim Audimax die
> Transporter vergessen und stattdessen sog. 'Türen' vorgesehen. Das ist
> eine traditionelle Technik, einen Raum zu betreten.

Zur Vertiefung, weil dir das Thema scheinbar neu ist: https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCr

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#456081 — Re: Unterricht (was: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte.)

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2020-07-05 03:43 +0200
SubjectRe: Unterricht (was: Weniger Verkehrsunfälle. Gleich viele Verletzte.)
Message-ID<hmcpi6Fhg4eU1@mid.individual.net>
In reply to#456009
Am 03.07.20 um 23:03 schrieb Michael Bode:
> Mein Studium ist schon was her. Damals konnte man die relativ einfach
> erkennen. Einer stand vorne 1200 saßen ihm gegenüber.

Erinnert an:
Wenn alles schläft und einer spricht
hält ein Lehrer Unterricht.

Das war vor internet Zeiten. Heute?
http://www.online-vorlesungen.de/Videos/Physik/Grundvorlesungen.htm

Lediglich zu den Kassenarbeiten bzw. Klausuren
werden noch isolierte Räume ( Funk und internet ) Blockierung
gebraucht.
Arbeiten und deren Auswertung da über intranet.

Das wäre corona konform und letztlich billiger.
Und wäre für viele MINT.. Fächer ein Sieb
um Personen ohne Mathematik Fähigkeiten
auf Alternativen ( Pfegedienste? ) hinzuweisen.

Hermann
    der keine Grundkurse für windows und apple mögen würde.

-- 
http://www.hermann-riemann.de

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#455923

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2020-07-03 09:04 +0000
Message-ID<1t5efef46ei732bn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#455895
On Fri, 03 Jul 2020 09:15:14 Lothar Frings wrote:
> Stefan Froehlich tat kund:
> > Meine Freundin hat mit Mitte 40 ein Studium begonnen - die
> > Studenten sind per Sie mit ihr und halten sie für eine
> > Professorin, Sie dutzt dafür umgekehrt die
> > Lehrveranstaltungsleiter und hält sie für Kommilitonen.
 
> Sie weiß nicht, wer die Lehrveranstaltungsleiter sind?

Naja, wenn Dir ein Mittzwanziger gegenübertritt, denkst Du erst
einmal eher an einen Studenten. Bei meinen ersten Auftritten hatte
ich auch ein paar Anlaufschwierigkeiten, mir unter ca. 100 annähernd
Gleichaltrigen Gehör zu schaffen.

> Ist sie sicher, daß sie studieren sollte?

Ja.

Servus,
   Stefan

-- 
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#455927

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2020-07-03 11:11 +0200
Message-ID<rdmsnq$ebm$1@solani.org>
In reply to#455923
Am 03.07.20 um 11:04 schrieb Stefan Froehlich:
> On Fri, 03 Jul 2020 09:15:14 Lothar Frings wrote:
>> Stefan Froehlich tat kund:
>>> Meine Freundin hat mit Mitte 40 ein Studium begonnen - die
>>> Studenten sind per Sie mit ihr und halten sie für eine
>>> Professorin, Sie dutzt dafür umgekehrt die
>>> Lehrveranstaltungsleiter und hält sie für Kommilitonen.
>  
>> Sie weiß nicht, wer die Lehrveranstaltungsleiter sind?
> 
> Naja, wenn Dir ein Mittzwanziger gegenübertritt, denkst Du erst
> einmal eher an einen Studenten. Bei meinen ersten Auftritten hatte
> ich auch ein paar Anlaufschwierigkeiten, mir unter ca. 100 annähernd
> Gleichaltrigen Gehör zu schaffen.
> 
>> Ist sie sicher, daß sie studieren sollte?
> 
> Ja.
> 
> Servus,
>    Stefan
> 

Mit Ende 20 als Stationsarzt der Uniklinik in Großhadern hatte ich auch
häufig ältere Studenten zur Ausbildung. Der schlechteste von allen war
Mitte 50, graue Haare, grauer Bart, den haben die Patienten instinktiv
alle als die entscheidungsbefugte Koryphäe bei Viste angesprochen...

Der arme Kerl musste nur wenige Tage später auf einer Liege
festgeschnallt die Station und die Klinik verlassen in die geschlossene
Psychiatrie, unter den Augen der Patienten weil laut schimpfend, dem
wurde das (12 bis 14-Stunden-Tag) schnell zu viel und eine
psychiatrische Grunderkrankung brach unter dem Stress wieder aus.

Hat eine Zeitlang die Autorität der Ärzteschaft in den Augen der
Stationspatienten etwas untergraben.

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#455932

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2020-07-03 11:15 +0200
Message-ID<rdmsvl$ebm$3@solani.org>
In reply to#455927
Am 03.07.20 um 11:11 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> alle als die entscheidungsbefugte Koryphäe bei Viste angesprochen...
> 
> Der arme Kerl musste nur wenige Tage später auf einer Liege
> festgeschnallt die Station und die Klinik verlassen in die geschlossene
> Psychiatrie, unter den Augen der Patienten weil laut schimpfend, 


also festbebunden und fixiert im weissen Kittel und mit Stethoskop...



> Hat eine Zeitlang die Autorität der Ärzteschaft in den Augen der
> Stationspatienten etwas untergraben.

Deswegen...

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#455943

FromDietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de>
Date2020-07-03 11:48 +0200
Message-ID<20200703114800.67befb74.dietz-usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#455927
"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> wrote:
> Der arme Kerl musste nur wenige Tage später auf einer Liege
> festgeschnallt die Station und die Klinik verlassen in die
> geschlossene Psychiatrie, unter den Augen der Patienten weil laut
> schimpfend, dem wurde das (12 bis 14-Stunden-Tag) schnell zu viel und
> eine psychiatrische Grunderkrankung brach unter dem Stress wieder aus.
> 
> Hat eine Zeitlang die Autorität der Ärzteschaft in den Augen der
> Stationspatienten etwas untergraben.

Nun, alleine der "12-14-Stunden-Tag" sollte das Vertrauen in die so
handelnden imnsho massiv beschädigen.

Rate mal, was mit einem LKW-Fahrer passiert, der sich analog verhält.

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#455948

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2020-07-03 11:53 +0200
Message-ID<rdmv7c$gnm$1@solani.org>
In reply to#455943
Am 03.07.20 um 11:48 schrieb Dietz Proepper:
> "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> wrote:
>> Der arme Kerl musste nur wenige Tage später auf einer Liege
>> festgeschnallt die Station und die Klinik verlassen in die
>> geschlossene Psychiatrie, unter den Augen der Patienten weil laut
>> schimpfend, dem wurde das (12 bis 14-Stunden-Tag) schnell zu viel und
>> eine psychiatrische Grunderkrankung brach unter dem Stress wieder aus.
>>
>> Hat eine Zeitlang die Autorität der Ärzteschaft in den Augen der
>> Stationspatienten etwas untergraben.
> 
> Nun, alleine der "12-14-Stunden-Tag" sollte das Vertrauen in die so
> handelnden imnsho massiv beschädigen.
> 
> Rate mal, was mit einem LKW-Fahrer passiert, der sich analog verhält.
> 

Das beklage ich seit Jahren hier.

Wir hatten diese Dienste, da war man regelhaft 36 Stunden am Stück im
Einsatz, 5 bis 6 mal pro Monat. Normaler Arbeitstag, nachts hatten zwei
Leute Nachtdienst (erfahrener 1. Dienst und jüngerer 2. Dienst, 1
Oberarzt telefonisch von zu Hause aus) - und in einem Haus der höchsten
Versorgungsstufe wie Großhadern war was los- und dann den nächsten
regulären Arbeitstag.

Menschenverachtend.

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#455957

FromSebastian Wolf <invalid@invalid.com>
Date2020-07-03 12:21 +0200
Message-ID<rdn0rn$1uil$1@gioia.aioe.org>
In reply to#455948
Am 03.07.2020 um 11:53 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> Am 03.07.20 um 11:48 schrieb Dietz Proepper:
>> "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> wrote:
>>> Der arme Kerl musste nur wenige Tage später auf einer Liege
>>> festgeschnallt die Station und die Klinik verlassen in die
>>> geschlossene Psychiatrie, unter den Augen der Patienten weil laut
>>> schimpfend, dem wurde das (12 bis 14-Stunden-Tag) schnell zu viel und
>>> eine psychiatrische Grunderkrankung brach unter dem Stress wieder aus.
>>>
>>> Hat eine Zeitlang die Autorität der Ärzteschaft in den Augen der
>>> Stationspatienten etwas untergraben.
>>
>> Nun, alleine der "12-14-Stunden-Tag" sollte das Vertrauen in die so
>> handelnden imnsho massiv beschädigen.
>>
>> Rate mal, was mit einem LKW-Fahrer passiert, der sich analog verhält.
>>
> 
> Das beklage ich seit Jahren hier.
> 
> Wir hatten diese Dienste, da war man regelhaft 36 Stunden am Stück im
> Einsatz, 5 bis 6 mal pro Monat. Normaler Arbeitstag, nachts hatten zwei
> Leute Nachtdienst (erfahrener 1. Dienst und jüngerer 2. Dienst, 1
> Oberarzt telefonisch von zu Hause aus) - und in einem Haus der höchsten
> Versorgungsstufe wie Großhadern war was los- und dann den nächsten
> regulären Arbeitstag.
> 
> Menschenverachtend.
> 

Werden alle mit Gewalt dazu gezwungen? Pistole?

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#455958

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2020-07-03 10:24 +0000
Message-ID<5t5eff06dfi2288n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#455948
On Fri, 03 Jul 2020 11:53:48 Dr. Joachim Neudert wrote:
> Am 03.07.20 um 11:48 schrieb Dietz Proepper:
> >> [...], dem wurde das (12 bis 14-Stunden-Tag) schnell zu viel
> >> und eine psychiatrische Grunderkrankung brach unter dem Stress
> >> wieder aus.

> > Nun, alleine der "12-14-Stunden-Tag" sollte das Vertrauen in die
> > so handelnden imnsho massiv beschädigen.
> 
> Das beklage ich seit Jahren hier. [...]
> Menschenverachtend.

Die aufstrebenden Jungärzte wollen das aber so.

Ich saß da einmal eine Zugfahrt lang im gleichen Abteil mit einem
ebensolchen, der hat sich via Mobiltelefon bitter beklagt, in
Zukunft nicht mehr tagelang durcharbeiten zu können - wie solle er
denn da bitteschön binnen möglichst kurzer Zeit möglichst viel
Erfahrung sammeln können?

War ein bisschen anstrengend, der Typ...

Servus,
   Stefan

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#455961

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2020-07-03 12:42 +0200
Message-ID<rdn235$j7u$1@solani.org>
In reply to#455958
Am 03.07.20 um 12:24 schrieb Stefan Froehlich:
> On Fri, 03 Jul 2020 11:53:48 Dr. Joachim Neudert wrote:
>> Am 03.07.20 um 11:48 schrieb Dietz Proepper:
>>>> [...], dem wurde das (12 bis 14-Stunden-Tag) schnell zu viel
>>>> und eine psychiatrische Grunderkrankung brach unter dem Stress
>>>> wieder aus.
> 
>>> Nun, alleine der "12-14-Stunden-Tag" sollte das Vertrauen in die
>>> so handelnden imnsho massiv beschädigen.
>>
>> Das beklage ich seit Jahren hier. [...]
>> Menschenverachtend.
> 
> Die aufstrebenden Jungärzte wollen das aber so.

Nicht ganz, s.u.

> 
> Ich saß da einmal eine Zugfahrt lang im gleichen Abteil mit einem
> ebensolchen, der hat sich via Mobiltelefon bitter beklagt, in
> Zukunft nicht mehr tagelang durcharbeiten zu können - wie solle er
> denn da bitteschön binnen möglichst kurzer Zeit möglichst viel
> Erfahrung sammeln können?
> 
> War ein bisschen anstrengend, der Typ...
> 
> Servus,
>    Stefan
> 

Natürlich durfte man nach Nachtdienst heimgehen, aber selbstverfreilich,
ruhen Sie sich gut aus. Sie brauchen auch morgen nicht mehr zu kommen.
Übermorgen auch nicht. Merken Sie was?


Wenn man von Kettenverträgen abhängt, damals 1-Jahres-Verträge, später
gab sogar 3-Monats-Verträge, und der Ordinarius nur vergessen musste
seine Unterschrift termingerecht unter den nächsten Vertrag zu setzen,
ohne Angabe von Gründen- dann kommt etwas Druck auf.

Besonders zu Zeiten der sog.  "Ärzteschwemme", als nach dem ohnehin
obligatorischen "Praktischen Jahr" vor dem 3. Staatsexamen (nach 6
Jahren)  anschließend der AiP "Arzt im Praktikum" über 18 Monate
eingführt wurde, mit dem erklärten Ziel anderthalb Jahrgänge
überflüssige Ärzte abzufangen vom Arbeitsmarkt.


Mein alter Chef Prof. Riecker brüstete sich, zu jedem Zeitpunkt 400
Arzt-Bewerbungen im Schrank liegen zu haben. Einfach einen rausziehen,
wenn er einen frischen braucht.

Nur eine Sache würde er nicht machen, meinte er: Ärzte für lau in seiner
Klinik arbeiten zu lassen. "Hospitanten". Das überließ er anderen
Ordinarien, das fand er irgendwie unrecht.

Immerhin...  :-(

Das machten aber auch viele arbeitslose Jungärzte bereitwillig, um
endlich etwas Berufserfahrung zu erhalten, für den Arbeitsmarkt.

Wenn ich heute manchmal etwas bitter wirke, mag das damals seine Wurzeln
haben. Wenn ich gewußt hätte, daß ich mich 13 (!) Jahre in dem System
halten können würde, hätte ich etwas langfristiger geplant als immer nur
bis zum nächsten Vertrag.  Z.B. Forschungsvorhaben. So war es immer nur
 ein weiterhangeln.

Gruß

Joachim

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#455966

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2020-07-03 11:20 +0000
Message-ID<3t5eff1340i4abcn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#455961
On Fri, 03 Jul 2020 12:42:45 Dr. Joachim Neudert wrote:
> Am 03.07.20 um 12:24 schrieb Stefan Froehlich:
> > On Fri, 03 Jul 2020 11:53:48 Dr. Joachim Neudert wrote:
> >> Am 03.07.20 um 11:48 schrieb Dietz Proepper:
> >>>> [...], dem wurde das (12 bis 14-Stunden-Tag) schnell zu viel
> >>>> und eine psychiatrische Grunderkrankung brach unter dem Stress
> >>>> wieder aus.
> > 
> >>> Nun, alleine der "12-14-Stunden-Tag" sollte das Vertrauen in die
> >>> so handelnden imnsho massiv beschädigen.
> >>
> >> Das beklage ich seit Jahren hier. [...]
> >> Menschenverachtend.
> > 
> > Die aufstrebenden Jungärzte wollen das aber so.
> 
> Nicht ganz, s.u.

> > Ich saß da einmal eine Zugfahrt lang im gleichen Abteil mit
> > einem ebensolchen, der hat sich via Mobiltelefon bitter beklagt,
> > in Zukunft nicht mehr tagelang durcharbeiten zu können - wie
> > solle er denn da bitteschön binnen möglichst kurzer Zeit
> > möglichst viel Erfahrung sammeln können?
 
> > War ein bisschen anstrengend, der Typ...

> Natürlich durfte man nach Nachtdienst heimgehen, aber
> selbstverfreilich, ruhen Sie sich gut aus. Sie brauchen auch
> morgen nicht mehr zu kommen.  Übermorgen auch nicht. Merken Sie
> was?

Das ist die andere Seite, IMO nicht weniger problematisch.

Ich glaube aber, bei uns hatte man diese "Wahl" gar nicht, nicht
einmal formal. Und eben, der Typ wollte ganz explizit arbeiten bis
zum Umfallen, der war jung, belastbar, hielt sich für unsterblich
und war vermutlich auch der Meinung, dass das auf Dauer anhalten
wird.

Vielleicht sollte man - analog zu Menschen, die in radioaktiv
versuchter Umgebung arbeiten müssen - auf jedem Ärztekittel eine
kleine Uhr anbringen, die mit Dienstbeginn automatisch von 0
aufwärts zu zählen beginnt. Kommt dann der Chirurg mit einer
zweistelligen Zahl am Display, läuft man am besten weg, bevor die
Wirkung der Narkose einsetzt...

> Wenn ich heute manchmal etwas bitter wirke, mag das damals seine
> Wurzeln haben. Wenn ich gewußt hätte, daß ich mich 13 (!) Jahre in
> dem System halten können würde, hätte ich etwas langfristiger
> geplant als immer nur bis zum nächsten Vertrag.  Z.B.
> Forschungsvorhaben. So war es immer nur ein weiterhangeln.

Das Grundproblem ist nicht nur in der Medizin vorhanden,
Kettenarbeitsverträge gibt es (und schon überhaupt, weil mit viel
weniger Alterantiven) in den grundwissenschaftlichen Fächern. Man
hat sich dessen hierzulande jetzt angenommen und der Länge der
Ketten ein hartes Limit gesetzt. Die Folge: Anerkannte akademische
Fachkräfte müssen sich jetzt (wo auch immer, nach 10+ Jahren
wissenschaftlicher Tätigkeit) einen neuen Job suchen, weil sie nicht
mehr verlängert werden *dürfen*, für eine Festanstellung aber keine
Planstelle vorhanden ist...

Servus,
   Stefan

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Stefan - die lustigste Potenz von schmerzlich!
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#456031

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2020-07-04 12:16 +0200
Message-ID<j6l0gf96mgt844qauk3f1tdd4gu3js1c7f@4ax.com>
In reply to#455966
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) schrieb:

>>>>> Nun, alleine der "12-14-Stunden-Tag" sollte das Vertrauen in die
>>>>> so handelnden imnsho massiv beschädigen.

>>>> Das beklage ich seit Jahren hier. [...]
>>>> Menschenverachtend.
 
>>> Die aufstrebenden Jungärzte wollen das aber so.

Dienste bringen unter anderem Geld; und Geld ist sicher eine Art
Anerkennung. 

Ich habe von Anfang an lieber Freizeitausgleich als Geld für Dienste
genommen (und bekommen), wir hatten aber nur vielleicht zwei Dienste im
Monat. Bei den Doktors können das auch acht sein. 

Meine Abrechnung kennend habe ich im Kreise der Assistentenvertreter
damals gefragt, über wieviel Geld wir überhaupt sprechen. Das wollte
dann keiner der ärztlichen Kollegen preisgeben. Solide vierstellig war
das bei denen immer.
 
>>> Ich saß da einmal eine Zugfahrt lang im gleichen Abteil mit
>>> einem ebensolchen, der hat sich via Mobiltelefon bitter beklagt,
>>> in Zukunft nicht mehr tagelang durcharbeiten zu können - wie
>>> solle er denn da bitteschön binnen möglichst kurzer Zeit
>>> möglichst viel Erfahrung sammeln können?

>>> War ein bisschen anstrengend, der Typ...

>> Natürlich durfte man nach Nachtdienst heimgehen, aber
>> selbstverfreilich, ruhen Sie sich gut aus. Sie brauchen auch
>> morgen nicht mehr zu kommen. Übermorgen auch nicht. Merken Sie
>> was?

> Das ist die andere Seite, IMO nicht weniger problematisch.

Damals gab es Ärzteschwemme, und die Politik hat verzweifelt versucht,
die Leute vom Arztberuf abzuhalten. Mittlerweile haben wir Ärztemangel,
das verschiebt die Machtverhältnisse zwischen Arbeitgeber und
Arbeitnehmer doch ganz erheblich. 

> Ich glaube aber, bei uns hatte man diese "Wahl" gar nicht, nicht
> einmal formal. Und eben, der Typ wollte ganz explizit arbeiten bis
> zum Umfallen, der war jung, belastbar, hielt sich für unsterblich
> und war vermutlich auch der Meinung, dass das auf Dauer anhalten
> wird.

Unmittelbar nach dem Examen halten sie sich für unbesiegbar. Die Demut
kommt gemeinhin erst mit der Zeit. 

> Vielleicht sollte man - analog zu Menschen, die in radioaktiv
> versuchter Umgebung arbeiten müssen - auf jedem Ärztekittel eine
> kleine Uhr anbringen, die mit Dienstbeginn automatisch von 0
> aufwärts zu zählen beginnt. Kommt dann der Chirurg mit einer
> zweistelligen Zahl am Display, läuft man am besten weg, bevor die
> Wirkung der Narkose einsetzt...

:-)

Bei uns hat sich "frei nach Dienst" eingespielt. Der Kollege vom
Nachtdienst nimmt noch an der Frühbesprechung teil und erzählt dort, was
in der Nacht war -- und dann geht er. 

>> Wenn ich heute manchmal etwas bitter wirke, mag das damals seine
>> Wurzeln haben. Wenn ich gewußt hätte, daß ich mich 13 (!) Jahre in
>> dem System halten können würde, hätte ich etwas langfristiger
>> geplant als immer nur bis zum nächsten Vertrag.

Die Besten behalten sie halt!

>> Z.B. Forschungsvorhaben. So war es immer nur ein Weiterhangeln.

> Das Grundproblem ist nicht nur in der Medizin vorhanden,
> Kettenarbeitsverträge gibt es (und schon überhaupt, weil mit viel
> weniger Alterantiven) in den grundwissenschaftlichen Fächern. Man
> hat sich dessen hierzulande jetzt angenommen und der Länge der
> Ketten ein hartes Limit gesetzt. Die Folge: Anerkannte akademische
> Fachkräfte müssen sich jetzt (wo auch immer, nach 10+ Jahren
> wissenschaftlicher Tätigkeit) einen neuen Job suchen, weil sie nicht
> mehr verlängert werden *dürfen*, für eine Festanstellung aber keine
> Planstelle vorhanden ist...

Der Arbeitsplatz "Universität" ist für einen Großteil der
wissenschaftlichen Mitarbeiter schlichtweg aus Prinzip marode. Jede
Schreibkraft sucht sich nach ihrer Ausbildung eine Stelle und bekommt
selbstverständlich eine Dauerstelle angeboten. Die Akademiker, die den
Großteil der Ausbildung leisten sollen, sind vielfach
Gerade-mal-selbst-Examinierte auf Kurzfriststellen, sprich: Sobald er
etwas Erfahrung hat, damit er wirklich sinnvoll in der Ausbildung
eingesetzt werden kann, geht er weg und wird wieder durch einen
Jungfuchs ersetzt. 

Nicht länger als nötig an einer Universität zu bleiben ist auch aus
einem anderen Grund sinnvoll: Ein Jungakademiker hangelt sich von
Zeitvertrag zu Zeitvertrag, steht dann aber genau in der Zeit vor dem
beruflichen Nichts oder Aus, in der er eine Familie gründen wollte und
sollte. 

Mit 35 aus der Uni erstmals auf den Arbeitsmarkt zu kommen ist meist
holpriger als sich gleich extern um eine Stelle zu bemühen. 

Das ganze System ist zutiefst marode.

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#456050

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2020-07-04 17:03 +0200
Message-ID<rdq5na$3j2$1@solani.org>
In reply to#456031
Am 04.07.20 um 12:16 schrieb Martin Gerdes:

> Nicht länger als nötig an einer Universität zu bleiben ist auch aus
> einem anderen Grund sinnvoll: Ein Jungakademiker hangelt sich von
> Zeitvertrag zu Zeitvertrag, steht dann aber genau in der Zeit vor dem
> beruflichen Nichts oder Aus, in der er eine Familie gründen wollte und
> sollte. 


Du hast meine damalige Situation ziemlich gut beschrieben. Mit 25
approbierter Arzt, dann erst mal Bundeswehr, und von 27 bis 40 Assistent
an der Uni mit Kettenvertrag.

Mit 30 geheiratet, mit 31 kam die Tochter, hinten und vorn kein Geld
aber laufend Nachtdienst (40 Überstunden wurden pro Monat bezahlt. Über
100 gemacht. Etwa 3200 Überstunden habe ich schon in den ersten Jahren
aufgeschrieben um sie mal einzuklagen aber nicht bekommen, dann hab ich
auch mit aufschreiben aufgehört).

Mit 36 und großzügiger Unterstützung meines Vaters und etwas vom
Schwiegervater und einem Riesenberg Schulden (mit neu aufgenommener
Lebensversicherung als Bürgschaft abgesichert) haben wir dann eine
Doppelhaushälfte gekauft.

Und mit 45 dann gleich nochmal den nächsten Schuldenberg 320 000 €
aufgenommen für die eigene Praxis.


Da wachte ich nach der Niederlassung morgens um 4 Uhr auf und blieb mit
Herzklopfen wach liegen bis ich um 6:30 endlich aufstand.

Nur mal zum mitmeisseln für diejenigen, die so gern Sozialneid
durchblicken lassen wenn ich mir jetzt mal wieder so ein albernes
Taschentelefon gönnen kann. Kommt halt reichlich spät, die Ernte. Als
junge Familie hätten wir das Geld gebraucht, dann hätte meine Tochter
wohl auch noch Geschwister bekommen...

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#456130

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2020-07-05 16:24 +0200
Message-ID<ako3gftbg70qiq2aesr9d8chp0rbdpgmud@4ax.com>
In reply to#456050
"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> schrieb:

>> Nicht länger als nötig an einer Universität zu bleiben ist auch aus
>> einem anderen Grund sinnvoll: Ein Jungakademiker hangelt sich von
>> Zeitvertrag zu Zeitvertrag, steht dann aber genau in der Zeit vor dem
>> beruflichen Nichts oder Aus, in der er eine Familie gründen wollte und
>> sollte. 

> Du hast meine damalige Situation ziemlich gut beschrieben. 

Nein :-)

> Mit 25 approbierter Arzt, dann erst mal Bundeswehr

... und zwar nicht für Wehrsold (also Peanuts) wie alle anderen
Wehrpflichtigen, sondern zu einem Wie-auch-immer-das-damals-hieß-Geld,
das dem Gehalt eines Assistenzarztes an einer Klinik entsprach. 

> und von 27 bis 40 Assistent an der Uni mit Kettenvertrag.

Bei den Medizinern sind beispielsweise "Facharztverträge" üblich, also
Zeitverträge, die die Facharztausbildung abdecken und eine gewisse Zeit
(vielleicht ein Jahr) darüber hinaus, damit der Betreffende sich erst
auf seine Prüfung konzentrieren kann und sich nicht gleich am Folgetag
um eine Folgeanstellung bemühen muß. Im Tarif ist mittlerweile quasi ein
Verbot von Kurzverträgen festgelegt (mal ganz davon abgesehen, daß
aktuell nicht etwa Stellen gesucht werden, sondern Arbeitskräfte, da
können sich die meisten Arbeitgeber solchen Firlefanz nicht mehr
leisten). 

> Mit 30 geheiratet, mit 31 kam die Tochter, hinten und vorn kein Geld
> aber laufend Nachtdienst (40 Überstunden wurden pro Monat bezahlt. Über
> 100 gemacht. 

Das gibt es in diesem Sinne heute nicht mehr. Damals war oft zu hören:
"Wenn Ihnen das nicht gefällt, können Sie ja gehen. Ich habe hier eine
Stapel Bewerbungen liegen!" Das kann heute kaum ein Chefarzt mehr sagen.
Fluch der Babyboomer, der sie in ähnlicher Weise durch ihr restliches
Leben begleiten wird. 

Auch Du hättest dieser Mühle zeitig in die Niederlassung entrinnen
können, wenn nicht die Ortspräferenz das verhindert hätte. 

Güterabwägung. 

> Etwa 3200 Überstunden habe ich schon in den ersten Jahren
> aufgeschrieben, um sie mal einzuklagen 

... das dann aber nicht gemacht. 

> aber nicht bekommen, dann hab ich auch mit aufschreiben aufgehört).

Ich habe gerade Chirurgen als Kraftmeier erlebt, die "stolz" erzählt
haben, daß sie neulich mal nach 36 Stunden Dienst noch eine weitere
Nacht durcharbeitet hätten. Bei anderen Leuten (Lastwagenfahrern etwa)
würde man ein solches Verhalten als kriminell bezeichnen. 

> Mit 36 und großzügiger Unterstützung meines Vaters und etwas vom
> Schwiegervater und einem Riesenberg Schulden (mit neu aufgenommener
> Lebensversicherung als Bürgschaft abgesichert) haben wir dann eine
> Doppelhaushälfte gekauft.

Muß man das? Oder kann man auch zur Miete wohnen bleiben? 

Du hast Dich mit dem Hauskauf beruflich festgelegt. Eine Super-Praxis in
Schleswig-Holstein hättest Du nicht übernehmen können (bzw. hättest dazu
Dein Haus umsetzen müssen, was sechsstellig gekostet hätte). Aber Du
hattest Dich auf Deinen Heimatort festgelegt, mußtest deswegen auf Deine
Praxis vermutlich etwas warten.

> Und mit 45 dann gleich nochmal den nächsten Schuldenberg 320 000 €
> aufgenommen für die eigene Praxis.

In dieser Zeit ging man zur Bank und sagte: "Ich bin Arzt." Dann fragte
der Bankmensch: "Wieviel wollen Sie aufnehmen?"

Wer sich heute niederlassen will, von dem verlangt die Bank
üblicherweise ein gutes Stück Eigenkapital (was ein Berufsanfänger
selber nicht haben kann). 

> Da wachte ich nach der Niederlassung morgens um 4 Uhr auf und blieb mit
> Herzklopfen wach liegen, bis ich um 6:30 endlich aufstand.

Die Wahrscheinlichkeit, daß ein Arzt pleite geht, ist geringer als bei
den meisten anderen Unternehmensgründungen. Man bekommt es aber hin, vor
allem dann, wenn man privat auf zu großem Fuß lebt und sich der Steuer
wegen in gehebelte Investments hineinreden läßt. 

Ich habe ja schon einige Male von meinem Konsemester erzählt -- nach
eigener Einschätzung dem besten Zahnarzt der Welt -- der sich auf diese
Weise verzockt hat und seine Gesundheit dazu. Mittlerweile betrachtet er
mich huldvoll mit leisem Mitleid von oben. 

> Nur mal zum mitmeisseln für diejenigen, die so gern Sozialneid
> durchblicken lassen, wenn ich mir jetzt mal wieder so ein albernes
> Taschentelefon gönnen kann. 

Das könnt ich mir von meinem übersichtlichen Klinikgehalt auch noch
leisten, tus aber nicht. 

> Kommt halt reichlich spät, die Ernte. 

Bei den Ärzten ist das etwas anders als bei den Zahnärzten. Ärzte sind
für ihre Facharztausbildung bindend erstmal z.B. 5 Jahre an einer
Klinik, vielleicht auch noch etwas länger. Einen gewissen Stamm
altgedienter Ärzte braucht man sogar an einer Uniklinik, sonst
funktionieren die nicht. Man kann nicht alle Funktionen mit
Assistenzärzten abdecken. Das ist für einen Arzt dann eine
Richtungsentscheidung: Bleibe ich an der Klinik oder lasse ich mich
nieder. Will man sich niederlassen, tut man das sinnvollerweise zeitig
(meist mit Anfang, spätestens Mitte 30, Zahnärzte früher) -- aber es
mußte damals halt auch eine Zulassung frei sein (Fluch der Babyboomer,
ich schrieb es schon. Heute ist das deutlich leichter.)
Du warst mit Deiner Niederlassung etwas spät dran, aus welchen Gründen
auch immer. 

> Als junge Familie hätten wir das Geld gebraucht, 

Das gilt für alle jungen Familien.

> dann hätte meine Tochter wohl auch noch Geschwister bekommen ...

Das ist nicht gewiß. Die Liebe ist ja bekanntlich eine Himmelsmacht.

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