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Groups > ger.ct > #324534 > unrolled thread

Amazon Marketplace Erfahrung

Started by"Joachim Dr. Neudert" <neudert@5sl.org>
First post2017-10-07 17:52 +0200
Last post2017-10-21 15:07 +0200
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Contents

  Amazon Marketplace Erfahrung "Joachim Dr. Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-10-07 17:52 +0200
    Re: Amazon Marketplace Erfahrung Matthias Eißing <meissing@gmx.de> - 2017-10-07 17:56 +0200
      Re: Amazon Marketplace Erfahrung Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2017-10-08 00:08 +0200
    Re: Amazon Marketplace Erfahrung Dietz Proepper <dietz-news@rotfl.franken.de> - 2017-10-08 11:20 +0200
      Re: Amazon Marketplace Erfahrung "Joachim Dr. Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-10-08 17:27 +0200
        Re: Amazon Marketplace Erfahrung Herwig AQSR <herwig.huener@t-online.de> - 2017-10-21 14:57 -0700
          Re: Amazon Marketplace Erfahrung "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-10-22 08:50 +0200
            Re: Amazon Marketplace Erfahrung Dietz Proepper <dietz-news@rotfl.franken.de> - 2017-10-22 11:43 +0200
              Re: Amazon Marketplace Erfahrung Wolfgang  Εnzinger <we_usenet@nurfuerspam.de> - 2017-10-22 11:56 +0200
              Re: Amazon Marketplace Erfahrung Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2017-10-22 11:56 +0200
                Re: Amazon Marketplace Erfahrung Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2017-10-22 10:29 +0000
                  Re: Amazon Marketplace Erfahrung Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2017-10-22 14:45 +0200
                    Re: Amazon Marketplace Erfahrung Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> - 2017-10-22 13:37 +0000
                      Re: Amazon Marketplace Erfahrung Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2017-10-22 13:24 -0700
              Re: Amazon Marketplace Erfahrung "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-10-22 12:05 +0200
                Re: Amazon Marketplace Erfahrung Horst Balzer <horst@hbalzer.de> - 2017-10-22 12:51 +0200
                  Re: Amazon Marketplace Erfahrung "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-10-22 13:06 +0200
                Re: Amazon Marketplace Erfahrung Dietz Proepper <dietz-news@rotfl.franken.de> - 2017-10-22 13:59 +0200
              Re: Amazon Marketplace Erfahrung Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2017-10-22 10:41 +0000
                Re: Amazon Marketplace Erfahrung v_borchert@despammed.com (Volker Borchert) - 2017-10-22 11:12 +0000
                  Re: Amazon Marketplace Erfahrung Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2017-10-22 16:38 +0000
                  Re: Amazon Marketplace Erfahrung Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2017-10-22 19:17 +0200
              Re: Amazon Marketplace Erfahrung Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2017-10-22 14:42 +0200
                Re: Amazon Marketplace Erfahrung Heiko Rost <heiko.rost@gmx.de> - 2017-10-22 16:22 +0200
                  Re: Amazon Marketplace Erfahrung Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2017-10-22 16:46 +0200
                  Re: Amazon Marketplace Erfahrung Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2017-10-22 19:55 +0200
              Re: Amazon Marketplace Erfahrung "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2017-10-23 15:16 +0200
            Re: Amazon Marketplace Erfahrung marc@invalid.invalid - 2017-10-22 19:13 +0200
    Re: Amazon Marketplace Erfahrung Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2017-10-21 15:07 +0200

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#324534 — Amazon Marketplace Erfahrung

From"Joachim Dr. Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2017-10-07 17:52 +0200
SubjectAmazon Marketplace Erfahrung
Message-ID<orat8m$5li$1@solani.org>
Hier wird ja auch oft sehr vor Amazon Marketplace gewarnt. Vor allem von
Leuten, die weder Amazon Marketplace noch Amazon je verwenden würden.

Am 12. September habe ich noch aus Vietnam mit meinem Amazon Konto die
BluRay "The quiet American" bestellt, Versender in England, 7,69 Euro
plus 3 Euro Versand.
Sollte am 25.9. per Royal Mail/Deutscher Post kommen.

Kam bis heute morgen nicht an. Sendungsverfolgung: Not have. Gibt's nich.

Ich versuche zu reklamieren, geht nicht bei Amazon direkt weil ja
Marketplace. Ich soll über die Amazon Website  den Verkäufer
kontaktieren. Das mach ich mit einem Einzeiler: The bluray did not yet
arrive until 07.10.2017.

Heute tagsüber waren wir  unterwegs, um 15:25 kam diese Mail von Amazon
(Amazon, nicht dem Verkäufer!):

Am 07.10.17 um 15:25 schrieb Amazon.de:
> Guten Tag,
>
> Amazon.de informiert zu Ihrer Gutschrift.
>
> Wir bestaetigen die heute erfolgte Erstattung von 10,69 € fuer Ihre
Bestellung xxx-xxx-xxx  bei ZOverstocksDE.
>
> Die Erstattung bezieht sich auf folgende(n) Artikel :
>
>     Artikel : The Quiet American [Blu-ray] [Import]
>     Menge : 1
>     ASIN : B005EKHEGE
>     Grund der Erstattung : Bestellung vom Verkaufspartner
>
>     Und so setzt sich die Erstattung zusammen:
>
>         Artikel Erstattung : 7,69 €
>         Versand Erstattung : 3,00 €
>
> Die Erstattung erfolgt immer auf die bei der Bestellung verwendete
Zahlungsart:
>
> * auf Ihr Bankkonto: 10,69 €


Nice.

Der nächste Clou: natürlich war heute nachmittag, am 7.10., die BluRay
im Briefkasten. Fast 1 Monat aus England unterwegs mit der Post.

Ich hab dem Verkäufer schon zurückgemailt, daß sie jetzt gekommen ist,
und Amazon gebeten um Telefonrückruf ("voraussichtliche Dauer bis zum
Rückruf: < 1 min", es klingelte nach 5 Sekunden) und sie gebeten dem
Verkäufer das Geld erneut anzuweisen, wenn möglich aber nicht gleich
doppelt (der wird sich ja evtl. auch rühren).


Amazon.

[x]  Like

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#324535

FromMatthias Eißing <meissing@gmx.de>
Date2017-10-07 17:56 +0200
Message-ID<oratfi$5p5$1@solani.org>
In reply to#324534
Am 07.10.17 um 17:52 schrieb Joachim Dr. Neudert:
> Hier wird ja auch oft sehr vor Amazon Marketplace gewarnt. Vor allem von
> Leuten, die weder Amazon Marketplace noch Amazon je verwenden würden.

[snip]

Das sind auch meine Erfahrungen mit den Marketplace Verkäufern.

Die spurten, um bei Amazon gelistet zu bleiben.
Und Amazon selbst ist auch dahinter her.

Doppelter Fallschirm mit Landekissen....

-- 
cu://Matthias.Eißing.de

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#324562

FromJörg Tewes <jogi1964@gmx.net>
Date2017-10-08 00:08 +0200
Message-ID<27540190-bd74-2368-e1cf-d4378db59185@jtewes.my-fqdn.de>
In reply to#324535
Matthias Eißing schrieb:
> Am 07.10.17 um 17:52 schrieb Joachim Dr. Neudert:
>> Hier wird ja auch oft sehr vor Amazon Marketplace gewarnt. Vor allem von
>> Leuten, die weder Amazon Marketplace noch Amazon je verwenden würden.
> 
> [snip]
> 
> Das sind auch meine Erfahrungen mit den Marketplace Verkäufern.
> 
> Die spurten, um bei Amazon gelistet zu bleiben.
> Und Amazon selbst ist auch dahinter her.
> 
> Doppelter Fallschirm mit Landekissen....

Bei den gefälschten Akkus imho von Samsung damals, waren sie noch imho
nicht so hinter her. Scheint sich gebessert zu haben.


        Bye Jörg

-- 
No Linux inside

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#324582

FromDietz Proepper <dietz-news@rotfl.franken.de>
Date2017-10-08 11:20 +0200
Message-ID<10928639.O9o76ZdvQC@rotfl.franken.de>
In reply to#324534
Joachim Dr. Neudert wrote:

> Hier wird ja auch oft sehr vor Amazon Marketplace gewarnt. Vor allem von
> Leuten, die weder Amazon Marketplace noch Amazon je verwenden würden.

[Gut gelaufener Vorfall]

Ja, meistens läuft es so. Aber nicht immer. Daher - unter EUR 50 kein Problem, 
darüber minimal drei Minuten die Verkäuferhistorie prüfen.

Was meiner Erfahrung nach recht häufig passiert - Sachen aus China sind z.B. 
aus mangelhaften Kunststoffen gefertigt. (Nein, ein Labornetzteil soll nicht 
nach langen Kohlewasserstoffen stinken.) Das kostete damals EUR 70 und es hat 
etwas längere Kommunikation mit Amazon gekostet, bis das Geld wieder da war.

Bei den LED-Gartenleuchten waren 30 von 50 defekt, der Laden reagierte nicht. 
Da die Teile aber nur EUR 30 kosteten (da lohnt sich die Zeit zum Nachmaulen 
fast nicht) habe ich sie entsorgt und eine freundliche Bewertung hinterlassen.

> Amazon.
> 
> [x]  Like

Würden sie noch ihre Mitarbeiter nicht wie den letzten Dreck behandeln und 
angemessen Steuern zahlen ... Oh. Ich vergaß. Das berührt Deine Interessen ja 
nicht unmittelbar, gell.

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#324584

From"Joachim Dr. Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2017-10-08 17:27 +0200
Message-ID<ordg4o$pou$1@solani.org>
In reply to#324582
Am 08.10.17 um 11:20 schrieb Dietz Proepper:

>> Amazon.
>>
>> [x]  Like
> 
> Würden sie noch ihre Mitarbeiter nicht wie den letzten Dreck behandeln und 
> angemessen Steuern zahlen ... Oh. Ich vergaß. Das berührt Deine Interessen ja 
> nicht unmittelbar, gell.
> 

Es ist bei Amazon ganz klar besser Kunde zu sein, als Mitarbeiter. Das
gebe ich zu.

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#325996

FromHerwig AQSR <herwig.huener@t-online.de>
Date2017-10-21 14:57 -0700
Message-ID<9493783a-c371-414d-b94c-1436ec3b44f4@googlegroups.com>
In reply to#324584
2017-10-21 23:58:00 +0200

> ...

> Es ist bei Amazon ganz klar besser Kunde zu sein, als Mitarbeiter. Das
> gebe ich zu.

Deshalb halte ich mich als Amazon-Kunde auch vermehrt
zurück. Fällt auch etwas leichter, seit ich Rentner
bin.

Herwig

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#325999

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2017-10-22 08:50 +0200
Message-ID<oshf45$u7n$1@news.albasani.net>
In reply to#325996
Am 21.10.17 um 23:57 schrieb Herwig AQSR:
> 2017-10-21 23:58:00 +0200
> 
>> ...
> 
>> Es ist bei Amazon ganz klar besser Kunde zu sein, als Mitarbeiter. Das
>> gebe ich zu.
> 
> Deshalb halte ich mich als Amazon-Kunde auch vermehrt
> zurück. Fällt auch etwas leichter, seit ich Rentner
> bin.
> 
> Herwig
> 

Das hilft den Amazon Mitarbeitern genau so sehr, wie der Schlecker
Boykott durch die aufgeklärten Bildungsbürger den sog. "Schlecksen"
half, deren dann 15 000 freigestellt wurden mit der Pleite des Unternehmens.

"Oh, das hamm wer nicht gewollt!"

Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen, kann man da nur
sagen.


Gruß

Joachim

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#326005

FromDietz Proepper <dietz-news@rotfl.franken.de>
Date2017-10-22 11:43 +0200
Message-ID<1799651.oMNUckLgyt@rotfl.franken.de>
In reply to#325999
Dr. Joachim Neudert wrote:

> Am 21.10.17 um 23:57 schrieb Herwig AQSR:
>> 2017-10-21 23:58:00 +0200
>> 
>>> ...
>> 
>>> Es ist bei Amazon ganz klar besser Kunde zu sein, als Mitarbeiter. Das
>>> gebe ich zu.
>> 
>> Deshalb halte ich mich als Amazon-Kunde auch vermehrt
>> zurück. Fällt auch etwas leichter, seit ich Rentner
>> bin.
> 
> Das hilft den Amazon Mitarbeitern genau so sehr, wie der Schlecker
> Boykott durch die aufgeklärten Bildungsbürger den sog. "Schlecksen"
> half, deren dann 15 000 freigestellt wurden mit der Pleite des Unternehmens.

Hey klar. Die bösen Bildungsbürger mal wieder. Anton Schlecker hatte sich auch 
nicht verkalkuliert oder so, gell.

Abgesehen davon - das heißt nicht "freigestellt", das heiß geküngigt, 
rausgeworfen oder meinetwegen geschasst, aber sicherlich nicht das neoliberal-
weichgekochte "freigestellt".

> "Oh, das hamm wer nicht gewollt!"

Dass miese Ausbeuter und Betrüger wie Schlecker oder Amazon gelegentlich auch 
vom Markt verschwinden zeigt eigentlich, dass dieser ganz gut funktioniert.

Klar, für die Mitarbeiter ist sowas zunächst unschön, aber im Spezialfall 
Schlecker gab es sowas wie "zufriedene MA" wohl selten.

> Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen, kann man da nur
> sagen.

Äh, Joachim, mal wieder Kontextprobleme? Schlecker war ein kleiner, mieser 
Geschäftlesmacher, der nur deswegen groß wurde, weil er seine Mitarbeiter 
unmöglich behandelt hat und minderwertige Waren zu eher hohen Preisen 
veräußerte. Kein Mitleid jedweder Art.

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#326008

FromWolfgang Εnzinger <we_usenet@nurfuerspam.de>
Date2017-10-22 11:56 +0200
Message-ID<v9cl355pyp8l.169cp49daghnn.dlg@40tude.net>
In reply to#326005
Am Sun, 22 Oct 2017 11:43:41 +0200 schrieb Dietz Proepper:

> Äh, Joachim, mal wieder Kontextprobleme? Schlecker war ein kleiner, mieser 
> Geschäftlesmacher, der nur deswegen groß wurde, weil er seine Mitarbeiter 
> unmöglich behandelt hat und minderwertige Waren zu eher hohen Preisen 
> veräußerte. Kein Mitleid jedweder Art.

Kleines Detail dazu: irgendwann hiess es in München, dass die Polizei
nunmehr verstärkt rund um Schlecker-Filialen Streife fahre, da diese
auffällig oft überfallen würden. Der Grund: die Ganoven wussten offenbar,
dass Schlecker zu geizig war, den Mitarbeitern wenigstens ein Telefon in
die Filiale zu hängen (damals hatte man noch keine Händies), und somit
hatte man ordentlich Vorsprung, bevor die MA die Polizei alarmieren
konnten.

Also wurde Schlecker, wie auch die Fussballvereine heute, indirekt
subventioniert über von Steuergeldern bezahlte Sicherheitskräfte. Damit er
weiterhin schön geizen konnte. Ich hab da auch kein Mitleid.

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#326009

FromGerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>
Date2017-10-22 11:56 +0200
Message-ID<oshq16$551$1@news.bawue.net>
In reply to#326005
On 10/22/2017 11:43 AM, Dietz Proepper wrote:
> Dr. Joachim Neudert wrote:
> 
>> Am 21.10.17 um 23:57 schrieb Herwig AQSR:
>>> 2017-10-21 23:58:00 +0200
>>>
>>>> ...
>>>
>>>> Es ist bei Amazon ganz klar besser Kunde zu sein, als Mitarbeiter. Das
>>>> gebe ich zu.
>>>
>>> Deshalb halte ich mich als Amazon-Kunde auch vermehrt
>>> zurück. Fällt auch etwas leichter, seit ich Rentner
>>> bin.
>>
>> Das hilft den Amazon Mitarbeitern genau so sehr, wie der Schlecker
>> Boykott durch die aufgeklärten Bildungsbürger den sog. "Schlecksen"
>> half, deren dann 15 000 freigestellt wurden mit der Pleite des Unternehmens.
> 
> Hey klar. Die bösen Bildungsbürger mal wieder. Anton Schlecker hatte sich auch
> nicht verkalkuliert oder so, gell.
> 
> Abgesehen davon - das heißt nicht "freigestellt", das heiß geküngigt,
> rausgeworfen oder meinetwegen geschasst, aber sicherlich nicht das neoliberal-
> weichgekochte "freigestellt".

Freigestellt heisst auch was anderes... Das ist üblicherweise Der 
Zeitraum zwischen Kündigung und Ablauf der Kündigungsfrist. Da bekommst 
du weiter dein Gehalt brauchst aber nicht mehr arbeiten.

  Gerrit

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#326012

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2017-10-22 10:29 +0000
Message-ID<1t59ec72bbi2f02n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#326009
On Sun, 22 Oct 2017 11:56:53 Gerrit Heitsch wrote:
> On 10/22/2017 11:43 AM, Dietz Proepper wrote:
> > Anton Schlecker hatte sich auch nicht verkalkuliert oder so,
> > gell.
 
> > Abgesehen davon - das heißt nicht "freigestellt", das heiß
> > geküngigt, rausgeworfen oder meinetwegen geschasst, aber
> > sicherlich nicht das neoliberal- weichgekochte "freigestellt".
 
> Freigestellt heisst auch was anderes... Das ist üblicherweise Der
> Zeitraum zwischen Kündigung und Ablauf der Kündigungsfrist. Da
> bekommst du weiter dein Gehalt brauchst aber nicht mehr arbeiten.

Stimmt, das passiert einfachen Mitarbeitern im Einzelhandel
allerdings relativ selten, sondern eher denjenigen, die auf
Vertrauenspositionen sitzen, aber kein Vertrauen des Eigentümers
mehr genießen.

Servus,
   Stefan

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Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - nicht einer blutet gelber oder eventuell sehenswerter.
(Sloganizer)

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#326020

FromDiedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de>
Date2017-10-22 14:45 +0200
Message-ID<nfgubex2o.ln2@diedrich.ddnssec.de>
In reply to#326012
Stefan Froehlich meinte:

> Stimmt, das passiert einfachen Mitarbeitern im Einzelhandel
> allerdings relativ selten, sondern eher denjenigen, die auf
> Vertrauenspositionen sitzen, aber kein Vertrauen des Eigentümers
> mehr genießen.

Genau. Und di, die wirklich auf verantwortungsvollen Posten sitzen, wie 
der AirBerlin-Chef, haben ihr Einkommen für die volle Vertragslaufzeit von 
5 Jahren durch eine von der Insolvenz der eigenen Firma nicht betroffene 
Bankbürgschaft absichern lassen und werden zwar duch die Insolvenz 
freigestellt, kriegen aber noch etliche Jahre die volle Knete.

Diedrich
-- 
 pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD 
 fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93  6F A1 FF 10 16 59 96 F3 
 HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

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#326022

FromLars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de>
Date2017-10-22 13:37 +0000
Message-ID<slrnoup7ph.5aa.lars.gebauer@yenni.elke-albrecht.com>
In reply to#326020
* Diedrich Ehlerding:
> Stefan Froehlich meinte:
>> Stimmt, das passiert einfachen Mitarbeitern im Einzelhandel
>> allerdings relativ selten, sondern eher denjenigen, die auf
>> Vertrauenspositionen sitzen, aber kein Vertrauen des Eigentümers
>> mehr genießen.
>
> Genau. Und di, die wirklich auf verantwortungsvollen Posten sitzen, wie 
> der AirBerlin-Chef, haben ihr Einkommen für die volle Vertragslaufzeit von 
> 5 Jahren durch eine von der Insolvenz der eigenen Firma nicht betroffene 
> Bankbürgschaft absichern lassen und werden zwar duch die Insolvenz 
> freigestellt, kriegen aber noch etliche Jahre die volle Knete.

Die Hälfte bekommt er. Die andere Hälfte bestand aus irgendwelchen
Boni, die er sich nun in die Haare schmieren kann.

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#326030

FromLothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de>
Date2017-10-22 13:24 -0700
Message-ID<84ecfcd3-d54c-4c65-ab61-051bd9e16157@googlegroups.com>
In reply to#326022
Lars Gebauer tat kund:

> * Diedrich Ehlerding:
> > Stefan Froehlich meinte:
> >> Stimmt, das passiert einfachen Mitarbeitern im Einzelhandel
> >> allerdings relativ selten, sondern eher denjenigen, die auf
> >> Vertrauenspositionen sitzen, aber kein Vertrauen des Eigentümers
> >> mehr genießen.
> >
> > Genau. Und di, die wirklich auf verantwortungsvollen Posten sitzen, wie 
> > der AirBerlin-Chef, haben ihr Einkommen für die volle Vertragslaufzeit von 
> > 5 Jahren durch eine von der Insolvenz der eigenen Firma nicht betroffene 
> > Bankbürgschaft absichern lassen und werden zwar duch die Insolvenz 
> > freigestellt, kriegen aber noch etliche Jahre die volle Knete.
> 
> Die Hälfte bekommt er. Die andere Hälfte bestand aus irgendwelchen
> Boni, die er sich nun in die Haare schmieren kann.

Das wurde natürlich eingepreist.

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#326011

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2017-10-22 12:05 +0200
Message-ID<oshqhh$jl$1@news.albasani.net>
In reply to#326005
Am 22.10.17 um 11:43 schrieb Dietz Proepper:
> Dr. Joachim Neudert wrote:

> Klar, für die Mitarbeiter ist sowas zunächst unschön, aber im Spezialfall 
> Schlecker gab es sowas wie "zufriedene MA" wohl selten.
> 
>> Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen, kann man da nur
>> sagen.
> 
> Äh, Joachim, mal wieder Kontextprobleme? Schlecker war ein kleiner, mieser 
> Geschäftlesmacher, der nur deswegen groß wurde, weil er seine Mitarbeiter 
> unmöglich behandelt hat und minderwertige Waren zu eher hohen Preisen 
> veräußerte. Kein Mitleid jedweder Art.
> 

Vollkommen unbestritten.

Aber daß er nach Käufer-Boykott durch die guten Menschen dieser Welt
pleite ging, traf nicht nur ihn selbst hart, sondern eben auch diese
15 000 Mitarbeiter. Collateral damage. Die sahen das nicht so
unkritisch, da waren viele einfache Seelen dabei, die ihren Obermacker
Schlecker zwar auch nicht mochten, aber mit dem Geld daß sie im
örtlichen Schlecker-Laden verdienten ihre Familie halten oder
unterstützen konnten (damals war noch Massenarbeitslosigkeit). Vom
Mitleid der gutsituierten Käufer, die halt zu Kaiser und DM
weitergezogen waren, konnten sie nicht leben.

Zu einer ähnlich erfolgreichen Rettungs-Strategie meinte ein
Pentagon-Sprecher  1972 mal: "To save the village, we had to destroy it."

Und natürlich war die Welt besser, als ich in Herrsching noch zwischen 6
Computer-Einzelhandelsgeschäften wählen konnte (oder verkläre ich das
jetzt und ich mußte doch  immer erst in die Schillerstrasse nach München
fahren, wenn ich was brauchte?).

Die Idee "Amazon" ist aus der Flasche und kehrt auch nicht mehr wieder
in die Flasche zurück. Allenfalls übernimmt sonst Jack Ma bei uns den
Internet-Versandhandel, und ob der wirklich besser für die Lagerarbeiter
ist?

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#326015

FromHorst Balzer <horst@hbalzer.de>
Date2017-10-22 12:51 +0200
Message-ID<1795666.oMNUckLgyt@deepthought.hbalzer.de>
In reply to#326011
Dr. Joachim Neudert schrieb:


> Aber daß er nach Käufer-Boykott durch die guten Menschen dieser Welt
> pleite ging, traf nicht nur ihn selbst hart, sondern eben auch diese
> 15 000 Mitarbeiter.

Du willst doch nicht ernsthaft behaupten, daß Schlecker wegen dem Boykott 
einiger Leute, die vorher wahrscheinlich auch eher selten dort eingekauft 
hatten, pleite gegangen sei?

Gruß Horst

-- 
Verschlüsseln mit Key 68477519
sonst können nicht nur Geheimdienste alles mitlesen
GPG Fingerprint D057 F2AE 1F1F E02A 083D 108E 25AD AEC9 6847 7519

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#326017

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2017-10-22 13:06 +0200
Message-ID<oshu38$nq7$1@news.albasani.net>
In reply to#326015
Am 22.10.17 um 12:51 schrieb Horst Balzer:
> Dr. Joachim Neudert schrieb:
> 
> 
>> Aber daß er nach Käufer-Boykott durch die guten Menschen dieser Welt
>> pleite ging, traf nicht nur ihn selbst hart, sondern eben auch diese
>> 15 000 Mitarbeiter.
> 
> Du willst doch nicht ernsthaft behaupten, daß Schlecker wegen dem Boykott 
> einiger Leute, die vorher wahrscheinlich auch eher selten dort eingekauft 
> hatten, pleite gegangen sei?
> 
> Gruß Horst
> 

Ja natürlich. Die Kundschaft hat dort nicht mehr eingekauft, es galt als
unschicklich im Kreise der Nachbarn, und besonders gegenüber dem Elend
der ausgebeuteten Schlecker-Angestellten die man da im Laden womöglich traf.

Bevor die Kampagne in der Presse und in social media lief, haben die
Leute wie üblich da gekauft wo es am billigsten war, und keine Gedanken
an das Wohl der Mitarbeiter verschwendet.

Und der Preiskampfsieger war zuvor tatsächlich Schlecker. Bei den
schäbigen Läden kein Wunder, aber das hat zuvor noch keinen Kunden
gestört. Du weißt wieviele Filialen der hatte? Das war jahrzehntelang
KEIN Zuschußgeschäft für ihn.

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#326019

FromDietz Proepper <dietz-news@rotfl.franken.de>
Date2017-10-22 13:59 +0200
Message-ID<10938159.O9o76ZdvQC@rotfl.franken.de>
In reply to#326011
Dr. Joachim Neudert wrote:

> Am 22.10.17 um 11:43 schrieb Dietz Proepper:
>> Dr. Joachim Neudert wrote:
> 
>> Klar, für die Mitarbeiter ist sowas zunächst unschön, aber im Spezialfall
>> Schlecker gab es sowas wie "zufriedene MA" wohl selten.
>> 
>>> Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen, kann man da nur
>>> sagen.
>> 
>> Äh, Joachim, mal wieder Kontextprobleme? Schlecker war ein kleiner, mieser
>> Geschäftlesmacher, der nur deswegen groß wurde, weil er seine Mitarbeiter
>> unmöglich behandelt hat und minderwertige Waren zu eher hohen Preisen
>> veräußerte. Kein Mitleid jedweder Art.
> 
> Vollkommen unbestritten.

Hmm. Was meintest Du dann weiter oben mit den ganzen Bildungsbürgern?

> Aber daß er nach Käufer-Boykott durch die guten Menschen dieser Welt
> pleite ging, traf nicht nur ihn selbst hart, sondern eben auch diese
> 15 000 Mitarbeiter.

Er ist nicht wegen der Bildungsbürger eingegangen.

> Collateral damage. Die sahen das nicht so
> unkritisch, da waren viele einfache Seelen dabei, die ihren Obermacker
> Schlecker zwar auch nicht mochten, aber mit dem Geld daß sie im
> örtlichen Schlecker-Laden verdienten ihre Familie halten oder
> unterstützen konnten (damals war noch Massenarbeitslosigkeit).

Nun, worauf willst Du hinaus? Dass wir wieder mehr miese, schlecht bezahlte 
Arbeitsplätze schaffen müssen?

> Vom
> Mitleid der gutsituierten Käufer, die halt zu Kaiser und DM
> weitergezogen waren, konnten sie nicht leben.

Verzeih' bitte, aber Schlecker war einfach nur schlecht. $hier müsste es bis 
gegen 2009 um die Ecke einen gegeben haben. Ich war dort in sechs Jahren 
maximal zweimal.

> Zu einer ähnlich erfolgreichen Rettungs-Strategie meinte ein
> Pentagon-Sprecher  1972 mal: "To save the village, we had to destroy it."

Sorry, aber in welcher Phantasiewelt lebst Du? Seit wann ist der Konsument 
gehalten, bei schlechten Läden einzukaufen? Seit wann ist der Konsument 
schuld, wenn ein Unternehmer sich verrechnet? Dass es für die Mitarbeiter 
bitter ist - keine Frage. Aber hier dem Konsumenten eine Schuld zuweisen zu 
wollen ist ein wenig so, als würde man Ärzte als Ursache für die Existenz von 
Krankheiten betrachten.

> Und natürlich war die Welt besser, als ich in Herrsching noch zwischen 6
> Computer-Einzelhandelsgeschäften wählen konnte (oder verkläre ich das
> jetzt und ich mußte doch  immer erst in die Schillerstrasse nach München
> fahren, wenn ich was brauchte?).

Ist es auch hier die Schuld der Konsumenten, dass die nicht mehr existieren? 
Oder hat sich die Welt die letzten 15a weiter gedreht und manche 
Geschäftsmodelle taugen nicht mehr?

> Die Idee "Amazon" ist aus der Flasche und kehrt auch nicht mehr wieder
> in die Flasche zurück.

Ja, sicher. Und jetzt? Es ist nicht etwa so, dass ich Amazon den Rücken kehre. 
Allerdings bestelle ich inzwischen Medien wieder verstärkt beim Buchladen um 
die Ecke (ibs. größere Ladungen, z.B. Weihnachtsgeschenke) und achte ibs. bei 
größeren Anschaffungen ein wenig darauf, lokale Läden zu bevorzugen. 

> Allenfalls übernimmt sonst Jack Ma bei uns den
> Internet-Versandhandel, und ob der wirklich besser für die Lagerarbeiter
> ist?

Vermutlich nicht. Aber Amazon ist auch nicht komplett dumm, und wenn sich dort 
herum spricht, dass die Kunden bestimmte Sachen nicht so sehr schätzen, dann 
werden sie sich dem anpassen. Z.B. indem sie ihre Leute anständig bezahlen.

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#326014

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2017-10-22 10:41 +0000
Message-ID<3t59ec7573i2f02n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#326005
On Sun, 22 Oct 2017 11:43:41 Dietz Proepper wrote:
> Dass miese Ausbeuter und Betrüger wie Schlecker oder Amazon gelegentlich
> auch vom Markt verschwinden zeigt eigentlich, dass dieser ganz gut
> funktioniert.

Anderswo ist es auch nicht besser - weiss man eh im Hinterkopf, hat
gerade eben jemand recht akribisch recherchiert:
<https://www.buzzfeed.com/pbauer/arbeitsbedingungen-im-einzelhandel>

Und ob wir von Europa aus Amazon noch so einfach vom Markt verschwinden
lassen können (bzw. im Austausch wofür), wird sich erst noch weisen.

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan kommt und 2017 Jahre Langeweile sind Gestalt geworden.
(Sloganizer)

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#326018

Fromv_borchert@despammed.com (Volker Borchert)
Date2017-10-22 11:12 +0000
Message-ID<oshueb$s13$1@Gaia.teknon.de>
In reply to#326014
Stefan Froehlich wrote:

> Und ob wir von Europa aus Amazon noch so einfach vom Markt verschwinden
> lassen können

Also mal angenommen, Amazon sei tatsächlich mehr als ein Buchladen.
Es ist doch ein US-Unternehmen, oder? Also ist es doch eigentlich ein
Unding, daß nicht jede einzelne Sendung vom Empfänger eigenhändig beim
Hauptzollamt Posemuckel abzuholen ist wobei natürlich 271,46% Zoll und
19% EUSt zu entrichten sind.

-- 

"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mccoy@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert  <v_borchert@despammed.com>

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